Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Nach Bekanntwerden der Pläne des Kanzleramts für eine umfassende Reform des Bundesnachrichtendiensts (BND) fordert der SPD-Bundestagsabgeordnete Ralf Stegner Maßnahmen mit Augenmaß ein. „Einen Blankoscheck darf es nicht geben, und die Befugnisse sollten auch nicht überstrapziert werden“, sagte Stegner der „Wochentaz“.
Zuletzt hatte Kanzleramtschef Thorsten Frei (CDU) neue Befugnisse für den BND angekündigt, mit denen dieser erstmals auch operative Maßnahmen im Ausland ausführen dürfte. Frei benannte als Beispiele das Stören von Funkverkehr zur Drohnenabwehr oder das Ausschalten von Krypto-Wallets feindlicher Agenten, mit denen diese digital Geld transferieren. Für den BND wäre dies ein Novum: Bisher darf der Dienst rein Informationen sammeln und analysieren.
Auch die Kontrolle des BND soll neu ausgerichtet und bei einem Gremium gebündelt werden, dem Unabhängigen Kontrollrat. BND-Chef Martin Jäger hatte zuletzt auf der Münchner Sicherheitskonferenz ebenso erklärt, sein Dienst müsse operativer werden. Die Gegenseite müsse „ebenso den Schmerz fühlen“.
Der SPD-Abgeordnete Stegner, der mehrere Jahre im Parlamentarischen Kontrollgremium der Nachrichtendienste im Bundestag saß, sagte der „taz“, grundsätzlich unterstütze er das Ansinnen, dem BND angemessene Werkzeuge für die aktuelle Bedrohungslage zu geben. Stegner sagte aber: „Der BND muss nicht die CIA werden. Und ein demokratischer Dienst darf nicht mit den gleichen Mitteln agieren wie der einer Diktatur.“
Die Bundesdatenschutzbeauftragte Louisa Specht-Riemenschneider wiederum wendet sich gegen den Entzug ihrer Kontrollrechte für den BND. Der Plan sei „nicht zielführend“, sagte ihr Sprecher der „taz“. Die Datenschutzbeauftragte kompensiere, dass Menschen, die von BND-Maßnahmen betroffen seien, wenig Rechtsschutzmöglichkeiten hätten. Ihr Amt genieße „ein hohes Maß an Bekanntheit, Reputation und Vertrauen“ und habe als Einzige einen Überblick über Datenschutzverstöße aller Sicherheitsbehörden. Deshalb sollte bei der BND-Kontrolle lieber eine unbürokratische Kooperation ihres Hauses mit dem Kontrollrat ermöglicht werden, so der Sprecher. Ein Entzug der Kontrolle wäre dagegen eine „Schwächung des Grundrechtsschutzes“.
Neben der Bundesdatenschutzbeauftragten soll auch die Kontrolle des BND durch die G10-Kommission im Bundestag wegfallen. Der dortige Vorsitzende, der CDU-Mann Michael Grosse-Brömer, sagte der „taz“, seine Kommission sehe die Notwendigkeit, die deutsche Sicherheitsarchitektur zu stärken. „Ich rate aber dazu, die jahrelange Parlaments- und Kontrollerfahrung von Mitgliedern der G10-Kommission und insbesondere die Expertise deren Mitarbeiterstabes in der Bundestagsverwaltung nicht vollständig zu vernachlässigen.“
Foto: Bundesnachrichtendienst (Archiv), via dts Nachrichtenagentur
Foto/Quelle: dts




Warschau (dts Nachrichtenagentur) – Der polnische Geheimdienst hat einen mutmaßlichen Spion aus Weißrussland festgenommen, der auch in Deutschland aktiv gewesen sein soll. Der Mann sei am 9. Februar vom polnischen Inlandsgeheimdienst ABW gefasst worden, teilte die Staatsanwaltschaft in Warschau am Montag mit. Er soll im Auftrag des weißrussischen Militärgeheimdienstes Spionage betrieben haben.
Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Mehrheit der Deutschen sieht sich unzureichend auf hybride Angriffe vorbereitet. Das geht aus einer Umfrage des IT-Branchenverbands Bitkom hervor, die am Montag veröffentlicht wurde.
Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Vorsitzende der CDU-nahen Konrad-Adenauer-Stiftung, Annegret Kramp-Karrenbauer, ist „zutiefst verärgert“ über die jüngste öffentliche Debatte über eine mögliche erste Bundespräsidentin
Frankfurt/Main (dts Nachrichtenagentur) – Der Dax ist am Montag nach einem bereits schwachen Start in den Handelstag bis zum Mittag weiter im roten Bereich geblieben. Gegen 12:30 Uhr wurde der Leitindex mit rund 25.140 Punkten beschlossen, 0,5 Prozent unter dem Schlussniveau vom Freitag. An der Spitze der Kursliste rangierten die Commerzbank, Adidas und die Münchener Rück, am Ende Rheinmetall, SAP und BMW.
Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Bundesregierung sieht die deutsche Sportförderung trotz des negativen Trends im Medaillenspiegel bei Olympischen Spielen insgesamt „gut aufgestellt“.
Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Mitarbeiter in Deutschlands wichtigsten Behörden sind überdurchschnittlich häufig krank. Das geht aus Zahlen des Bundesinnenministeriums hervor, über die Politico berichtet. Im Jahr 2024 fehlten die Beschäftigten in den obersten Bundesbehörden demnach im Schnitt 15,2 Tage krankheitsbedingt, in den nachgelagerten Behörden waren es 21,1 Tage. Der Bundesdurchschnitt lag im gleichen Zeitraum bei 14,8 Tagen.
Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Jusos sind trotz des Entgegenkommens beim Thema Reform des Sozialstaats durch den Bundeskanzler weiter skeptisch.
Strullendorf (dts Nachrichtenagentur) – In einem Wohnhaus in Strullendorf im oberfränkischen Landkreis Bamberg haben Polizeibeamte die Leichen einer vierköpfigen Familie entdeckt. Das teilten die Staatsanwaltschaft und die Kriminalpolizei Bamberg am Montag mit. Der Fund erfolgte demnach bereits am Freitagabend. Der Vermieter der Wohnung hatte die Polizei alarmiert, da er seine Mieter nicht erreichen konnte und sich Sorgen machte.
Frankfurt/Main (dts Nachrichtenagentur) – Der Dax ist am Montagmorgen mit Kursverlusten in den Handelstag gestartet. Gegen 9:30 Uhr wurde der Leitindex mit rund 25.135 Punkten berechnet, und damit 0,5 Prozent unter dem Schlussniveau vom Freitag. An der Spitze der Kursliste rangierten die Commerzbank, Henkel und RWE, am Ende SAP, Zalando und Airbus.