Sonntag, August 30, 2026
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Bevölkerung Deutschlands um rund 100.000 Personen abgenommen

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Menschen (Archiv), via dts NachrichtenagenturWiesbaden (dts Nachrichtenagentur) – Zum Jahresende 2025 lebten rund 83,5 Millionen Menschen in Deutschland.

Nach einer ersten Schätzung des Statistischen Bundesamtes (Destatis) war die Bevölkerung damit um etwa 100.000 Personen kleiner als am Jahresende 2024 (83,6 Millionen Personen). Zuletzt hatte es in den Jahren 2003 bis 2010 sowie im ersten Corona-Pandemiejahr 2020 Bevölkerungsrückgänge gegeben. Zwischen 2011 und 2024 war die Bevölkerung mit Ausnahme von 2020 jedes Jahr gewachsen.

Wie in allen Jahren seit der deutschen Vereinigung 1990 überstieg auch im Jahr 2025 die Zahl der Gestorbenen die Zahl der Geborenen. Im Unterschied zu den Vorjahren nahm allerdings die Differenz zwischen den Geburten und Sterbefällen (Geburtendefizit) zu, während der Saldo aus Zu- und Fortzügen (Nettozuwanderung) deutlich abnahm. Die Lücke zwischen den Geburten und Sterbefällen konnte erstmals seit 2020 durch die Wanderungsgewinne nicht geschlossen werden, sodass die Bevölkerungszahl sank.

Die Zahl der Geburten nahm im Jahr 2025 weiter ab. Ausgehend von den bereits vorliegenden Meldungen der Standesämter ist für 2025 mit 640.000 bis 660.000 Geborenen zu rechnen (2024: 677.117). Die Zahl der Gestorbenen betrug gut 1,00 Million (2024: 1,01 Millionen). Daraus ergibt sich für 2025 ein Geburtendefizit von 340.000 bis 360.000 Personen. Das Geburtendefizit übersteigt bereits seit 2022 die Marke von 300.000 Personen. Im Jahr 2024 hatte es 330.641 betragen. In den 2010er-Jahren war es dagegen mit durchschnittlich 171.423 Personen deutlich niedriger.

In den ersten zehn Monaten des Jahres 2025 gab es 220.000 mehr Zuzüge nach Deutschland als Fortzüge ins Ausland. Damit war der Saldo deutlich geringer als im Vorjahreszeitraum (Januar bis Oktober 2024: 391.500 mehr Zu- als Fortzüge). Für das Gesamtjahr 2025 wird die Nettozuwanderung nach den bisher vorliegenden Daten auf 220.000 bis 260.000 Personen geschätzt. Damit war sie um mindestens 40 Prozent geringer als im Jahr 2024 (430.183 Personen). Auf einem ähnlich niedrigen Niveau wie im Jahr 2025 hatte die Nettozuwanderung zuletzt im Corona-Pandemiejahr 2020 (220.251 Personen) gelegen. Im Durchschnitt der Jahre 1990 bis 2024 war der jährliche Wanderungssaldo mit 356.000 Personen deutlich höher, so das Bundesamt.


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Gewerkschaften planen Protest gegen Aufweichung im Arbeitszeitgesetz

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Streik (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Gewerkschaften kritisieren die Pläne der Bundesregierung zur Änderung des Arbeitszeitgesetzes scharf und drohen mit Protesten und Streiks.

Der „Bild“ sagte Frank Werneke, Bundesvorsitzender der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi: „Wir sind bereit, für den Erhalt des Arbeitszeitgesetzes zu kämpfen – in den Betrieben und auf der Straße. Durch die Pläne der Bundesregierung würde den Arbeitgebern gesetzlich ein Freibrief ausgestellt, um aus jetzt schon immer stärker belasteten und überlasteten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern das Letzte rauszuholen – ohne Rücksicht auf die Gesundheit der Beschäftigten.“

Robert Feiger, Bundesvorsitzender der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt, ist ebenfalls gegen Änderungen am Arbeitszeitgesetz. Der „Bild“ sagte Feiger: „Der Acht-Stunden-Tag ist kein Relikt vergangener Zeiten, sondern ein Grundpfeiler sozialer Gerechtigkeit. Wer daran rüttelt, riskiert Chaos statt Fortschritt.“ Eine Aufweichung bringe Nachteile vor allem für Beschäftigte ohne Tarifbindung. „Für sie hieße das: längere Arbeitstage, weniger Erholung, mehr Druck“, sagte Feiger.


Foto: Streik (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Ex-Außenminister sieht in Freihandelsabkommen "Weg in die Zukunft"

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Hamburger Container-Hafen (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Der ehemalige deutsche Außenminister Joschka Fischer (Grüne) sieht die europäischen Freihandelsabkommen mit den Mercosur-Staaten und mit Indien als von großer geopolitischer Bedeutung. „Diese Partnerschaften sind für Europa der Weg in die Zukunft“, sagte er dem „Tagesspiegel“ (Donnerstagausgabe). Die wirtschaftlichen Dimensionen seien derzeit zwar verglichen mit dem Handel mit den USA und China „eher bescheiden“, würden sich aber längerfristig entwickeln.

Die Bauernproteste gegen Mercosur bezeichnet er als „Unfug“. Wenn die Erträge aus der Industrie sänken, könnten die Bauern nicht mehr die staatlichen Subventionen erhalten, auf die sie angewiesen seien. „Daher ist es auch in ihrem Interesse, wenn Europa durch solche Abkommen seine wirtschaftliche Zukunft sichert“, sagte Fischer. Er respektiere die Leistungen der Bauern und Landwirte, „aber in ihr liegt nicht unsere Zukunft, sondern in der Industrie, den Dienstleistungen und im digitalen Sektor“.

Dass auch Grünen-Abgeordnete im Europaparlament dafür gestimmt haben, das Mercosur-Abkommen vor dem EuGH zu überprüfen, bezeichnete Fischer als „schweren Fehler“, den er „nicht nachvollziehen“ könne.


Foto: Hamburger Container-Hafen (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Ex-Außenminister plädiert für atomare Aufrüstung Europas

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Joschka Fischer (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Der ehemalige deutsche Außenminister Joschka Fischer (Grüne) plädiert für eine europäische Atombombe. „Europa muss das machen“, sagte Fischer dem „Tagesspiegel“ (Donnerstagausgabe). Die US-Schutzgarantie sei „ab sofort ungewiss“.

Eine rein nationale atomare Bewaffnung Deutschlands lehnt er ab. „Eine der wichtigsten Lehren aus der deutschen Geschichte ist für mich, dass Deutschland zwar in der Verantwortung steht, eine Führungsrolle in Europa zu übernehmen, aber immer gemeinsam mit den anderen“, so Fischer.

Man sei zu lange der Illusion vom angeblich ewigen Frieden in Europa aufgesessen. „Wie können Sie einen aggressionsbereiten Nachbarn davon abhalten, Sie zu überfallen? Nur durch Stärke und Abschreckung“, sagte er.

Wäre er heute jung, würde er Wehrdienst leisten, so Fischer. „Die Zeit ist eine andere. Wir werden bedroht. Wir müssen uns verteidigen.“


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Joschka Fischer fürchtet Errichtung von Oligarchie durch Trump

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Donald und Melania Trump (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Der ehemalige deutsche Außenminister Joschka Fischer (Grüne) geht davon aus, dass US-Präsident Donald Trump an der Abschaffung der Demokratie arbeitet.

„Trump verfolgt einen autoritären Kurs. Er möchte die amerikanische Demokratie in eine Oligarchie umbauen“, sagte Fischer dem „Tagesspiegel“ (Donnerstagausgabe). „Das System einer zeitlich begrenzten Machtausübung, die auf freien und geheimen Wahlen beruht, will er durch eine grenzenlose persönliche Herrschaft ersetzen.“

Die USA hätten für ein großes Freiheitsversprechen gestanden, erklärte er. „Das ist vorbei.“

Ein Testfall werden die für November 2026 angesetzten Wahlen des Repräsentantenhauses sein. „Ich gehe inzwischen davon aus, dass es zu massiven Beeinträchtigungsversuchen der Wahlen kommen wird“, erklärte Fischer.


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Schwerdtner und van Aken wollen erneut für Linkenspitze kandidieren

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Ines Schwerdtner und Jan van Aken (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Vorsitzenden der Linkspartei, Ines Schwerdtner und Jan van Aken, wollen beim Bundesparteitag im Juni erneut für den Parteivorsitz kandidieren. Das sagten beide der „Rheinischen Post“ (Donnerstagausgabe).

„Wir wollen als Team weitermachen, weil wir Erfolg hatten und mir dieser Job mit Ines zusammen richtig Spaß macht“, sagte van Aken. „Jan und ich wollen weitermachen, weil wir gezeigt haben, zu was die Linke fähig ist“, ergänzte Schwerdtner.

Van Aken erklärte, in den kommenden Monaten liege viel Arbeit, aber auch Hoffnung vor der Partei. „Wir werden voraussichtlich in zwei westdeutsche Landtage einziehen, in denen es bisher keine linke Stimme gab. Außerdem wollen wir mit Elif Eralp in Berlin Platz eins erreichen und in Ostdeutschland alles dafür tun, dass die AfD nicht an die Schalthebel der Macht kommt.“

Schwerdtner sagte, die Linke Politik müsse im Alltag der Menschen spürbar und im Parlament wirksam sein. „Unsere Aufgabe ist es, eine Partei aufzubauen, die im Alltag konkret hilft und die Hoffnung organisiert.“

Die Wahl des Parteivorstandes findet auf dem Bundesparteitag der Linken im Juni in Potsdam statt. Im Oktober 2024 wurden Schwerdtner und van Aken zu Vorsitzenden der Linkspartei gewählt. Seitdem verzeichnete die Partei nach eigenen Angaben mehr als 76.600 Neueintritte. Insgesamt gehören ihr mittlerweile mehr als 123.000 Mitglieder an.


Foto: Ines Schwerdtner und Jan van Aken (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Bericht: Regierung zweifelt an gemeinsamem Eurofighter-Nachfolger

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Eurofighter (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Bundesregierung rechnet nicht mehr mit einer Fortsetzung des in die Krise geratenen Kampfflugzeugprojekts FCAS in seiner geplanten Form. Das schreibt der „Stern“ unter Berufung auf Regierungskreise. Aufgrund der Differenzen zwischen den beteiligten Unternehmen aus beiden Ländern und unterschiedlichen Anforderungen beider Länder an den Flieger werde es keinen gemeinsamen Kampfjet mit den Franzosen mehr geben, berichtete demnach Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) Mitte Januar gegenüber Kabinettsmitgliedern aus einem Gespräch mit Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron.

Stattdessen werde man eine „Zwei-Fighter-Lösung“ verfolgen – also zwei verschiedene Kampfjets, gebaut von unterschiedlichen Unternehmen. Andere geplante Komponenten von FCAS sollten dagegen weiter gemeinsam entwickelt werden, insbesondere eine Datenplattform („Combat Cloud“), die Kampfflugzeuge und Begleitdrohnen miteinander vernetzen soll.

Auf Anfrage des „Stern“ teilte ein Regierungssprecher mit, dass „aufgrund der Komplexität des Projekts noch keine abschließende Entscheidung zur Zukunft von FCAS getroffen“ wurde. Dem Bericht zufolge erwartet die Bundesregierung bis spätestens Ende Februar von der französischen Seite finale Klarheit über die Zukunft des Projekts. Dann will Macron eine große außenpolitische Rede halten.

Das FCAS-Projekt (Future Combat Air System) war 2017 von der damaligen Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Macron als deutsch-französisches Symbolprojekt gestartet worden. Die Entwicklungskosten für das ultramoderne Luftkampfsystem aus einem Kampfflugzeug der sechsten Generation, Begleitdrohnen und Führungssoftware wurden auf rund 100 Milliarden Euro geschätzt. Der Superjet sollte 2040 einsetzbar sein.

Mit der Umsetzung wurden von den Partnerländern, zu denen 2019 auch Spanien kam, federführend zunächst der französische Flugzeugbauer Dassault und Airbus beauftragt. Schon bald kam es allerdings zu Streit zwischen den beteiligten Unternehmen aus Deutschland und Frankreich über die Verteilung von Führungsrolle und Arbeitspaketen. Wegen der Blockade geht in der Entwicklung seit Monaten kaum mehr etwas voran.


Foto: Eurofighter (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Champions League: Eintracht unterliegt Tottenham – Bayern siegreich

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Eintracht Frankfurt - Tottenham Hotspur am 28.01.2026, via dts NachrichtenagenturFrankfurt am Main (dts Nachrichtenagentur) – Am letzten Spieltag der Champions-League-Ligaphase hat Eintracht Frankfurt gegen Tottenham Hotspur mit 0:2 verloren. Nach einer torlosen ersten Hälfte brachte Randal Kolo Muani die Gäste in der 47. Minute mit 1:0 in Führung. In der Schlussphase nutzte Dominic Solanke in der 77. Minute einen Ballverlust der Eintracht und sorgte für den Endstand.

Der FC Bayern München hat sich bei der PSV Eindhoven ein 2:1 erarbeitet. Jamal Musiala traf in der 58. Minute zur Führung für die Münchner. Die PSV kam in der 78. Minute durch Ismael Saibari zum Ausgleich, der aus der Distanz unhaltbar einschoss. Harry Kane sorgte schließlich in der 84. Minute für den 2:1-Endstand.

Borussia Dortmund musste sich Inter Mailand knapp mit 0:2 geschlagen geben. Den Führungstreffer erzielte Federico Dimarco in der 81. Minute mit einem direkt verwandelten Freistoß. Andy Diouf legte zudem in der 4. Minute der Nachspielzeit nach.

Bayer Leverkusen hat sein Heimspiel gegen den FC Villarreal klar mit 3:0 gewonnen. Malik Tillman brachte die Werkself in der 12. Minute in Führung und erhöhte in der 35. Minute auf 2:0. Alejandro Grimaldo setzte in der 57. Minute mit dem Treffer zum 3:0 den Schlusspunkt.

Zum Abschluss der Ligaphase steht damit fest: Der FC Bayern zieht in die nächste Runde ein. Dortmund und Leverkusen sichern sich die Playoff-Teilnahme – Eintracht Frankfurt verpasst den Einzug.


Foto: Eintracht Frankfurt – Tottenham Hotspur am 28.01.2026, via dts Nachrichtenagentur

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Dow und S&P 500 schließen nahezu unverändert – Nasdaq legt zu

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Wallstreet in New York, via dts NachrichtenagenturNew York (dts Nachrichtenagentur) – Die US-Börsen haben am Mittwoch nahezu unverändert geschlossen. Zu Handelsende in New York wurde der Dow mit 49.016 Punkten berechnet, ein Plus in Höhe von wenigen Punkten im Vergleich zum vorherigen Handelstag.

Wenige Minuten zuvor war der breiter gefasste S&P 500 mit rund 6.978 Punkten wenige Punkte im Minus, die Technologiebörse Nasdaq berechnete den Nasdaq 100 zu diesem Zeitpunkt mit rund 26.023 Punkten 0,3 Prozent im Minus.

Trotz des Drucks von US-Präsident Donald Trump auf die Federal Reserve hat die Zentralbank den Leitzins am Mittwoch nicht gesenkt. „Nachdem wir unseren Leitzins im Laufe unserer letzten drei Sitzungen um 75 Basispunkte gesenkt haben, halten wir die derzeitige geldpolitische Ausrichtung für angemessen, um Fortschritte sowohl bei unserem Ziel der maximalen Beschäftigung als auch bei unserem Inflationsziel von zwei Prozent zu fördern“, sagte Fed-Chef Jerome Powell, gegen den mittlerweile das US-Justizministerium ermittelt. „Unser Erfolg bei der Erreichung dieser Ziele ist für alle Amerikaner von Bedeutung. Wir bei der Fed werden unsere Arbeit weiterhin objektiv, integer und mit großem Engagement für das amerikanische Volk fortsetzen.“

Die europäische Gemeinschaftswährung war am Mittwochabend schwächer: Ein Euro kostete 1,1949 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8369 Euro zu haben.

Der Goldpreis verzeichnete erneut starke Zuwächse, am Abend wurden für eine Feinunze 5.389 US-Dollar gezahlt (+4,1 Prozent). Das entspricht einem Preis von 144,99 Euro pro Gramm.

Der Ölpreis stieg ebenfalls deutlich: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Mittwochabend gegen 22 Uhr deutscher Zeit 68,52 US-Dollar, das waren 95 Cent oder 1,4 Prozent mehr als am Schluss des vorherigen Handelstags.


Foto: Wallstreet in New York, via dts Nachrichtenagentur

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Klimaforscher sieht wissenschaftlichen Abstieg der USA unter Trump

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Hans Joachim Schellnhuber (Archiv), via dts NachrichtenagenturWien (dts Nachrichtenagentur) – Der Klimaforscher Hans Joachim Schellnhuber hat vor einem Abstieg der USA unter der Trump-Regierung als führendes Wissenschaftsland gewarnt. „Sie sind gerade dabei als zukunftsfähige Nation Selbstmord zu begehen“, sagte er der „Frankfurter Rundschau“ (Donnerstagsausgabe).

Die USA hätten über viele Jahrzehnte am meisten vom wissenschaftlich-technischen Fortschritt profitiert. Nun aber solle dieser Fortschritt privatisiert werden, fürchtet Schellnhuber.

Genauso laufe es bei der verstärkten Rückkehr zu den fossilen Energiequellen. Hier gehe es um Gewinne für Großaktionäre, während die Öffentlichkeit über die Klimafolgen getäuscht werde, sagte der Forscher, der Generaldirektor des Internationalen Instituts für Angewandte Systemanalyse (IIASA) in Laxenburg bei Wien ist und bis 2018 Direktor des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) war.

Es sei zwar klar, „dass Trumps Rückkehr zum Aberglauben auf Dauer nicht funktionieren wird“, aber aktuell komme der US-Präsident damit seiner Wählerklientel entgegen, so Schellnhuber. „Seine Anhänger würden ihm auch folgen, wenn er ihnen sagen würde: Die Erde ist eine Scheibe – oder ein Super-Big Mac.“

Der Professor sagte voraus, dass China in den nächsten zehn Jahren zur wissenschaftlichen Nation Nummer Eins werde. „Das Land investiert massiv in Erneuerbare Energien, Speichertechnologien, Künstliche Intelligenz und weitere disruptive Technologien, die nachhaltig und auch kommerziell gewinnbringend sind“, erklärte er. Das Land übernehme damit die Rolle, die die USA nach dem Zweiten Weltkrieg gespielt hätten.

Schellnhuber sieht in dieser Konstellation durchaus Chancen für die Europäische Union. Die EU müsse sich stärker von den USA lösen und mehr mit China kooperieren, „ohne freilich alles gutzuheißen, was dort geschieht“, sagte er. Europa könne mit dem aufstrebenden Afrika „ein neues, eigenes Kraftfeld bilden und in vielen innovativen Bereichen Weltmarktführer werden“. Er nannte hier die Sektoren klimafreundliches Bauen, intelligentes Stromnetz-Management, systemische Energiespeicherung, kompostierbare Polymere, biobasierte Verbundwerkstoffe, regenerative Landnutzung und nachhaltige Ernährungssysteme.


Foto: Hans Joachim Schellnhuber (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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