Montag, August 17, 2026
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Expertin erwartet keine zügige militärische Unabhängigkeit von USA

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Feldjäger (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Leiterin das Berliner Büro des Thinktanks European Council on Foreign Relations (ECFR), Jana Puglierin, erwartet, dass Deutschland und Europa ein Jahrzehnt brauchen, um militärisch im konventionellen Bereich unabhängig von den USA zu werden.

Es gehe insbesondere um strategische Schlüsselbereiche, über die europäische Armeen bislang noch nicht verfügen und in denen sie besonders von den USA abhängig seien, sagte Puglierin den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Samstagausgaben). Neben Aufklärung und Zielerfassung seien dies zum Beispiel die integrierte Luftverteidigung oder der strategische Lufttransport.

Die entsprechende Aufrüstung brauche mindestens fünf Jahre – für Bereiche wie Aufklärung, Überwachung, Satelliten vielleicht sogar ein Jahrzehnt oder länger. „Europa muss sich allein verteidigen können“, sagte sie. „Es gibt nicht wirklich eine Alternative, außer wir dienen uns einer Schutzmacht so an, dass wir eine Art Protektorat werden.“

Das bisherige Modell einer Nato aus Bündnispartnern sei mit US-Präsident Donald Trump nicht mehr im Angebot und werde auch nicht mehr wiederkehren. „Wir haben jetzt natürlich ein massives Problem mit der Glaubwürdigkeit der Abschreckung“, sagte sie. „Trump hat in der Grönland-Krise die Wirkung der Beistandsklausel geschwächt.“

Die schwierigste Frage sei, wie die europäischen Staaten auf eine Schwächung des atomaren Schutzschirms der USA reagieren sollten. Eine EU-Atombombe sei aus vielen Gründen kein Ersatz. „Priorität müsste haben, mit den Atommächten Frankreich und Großbritannien einen pragmatischen Weg zu suchen, wie sie stärker zur gesamteuropäischen Abschreckung beitragen können“, sagte die Sicherheitsexpertin.


Foto: Feldjäger (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Bundesärztekammer wirbt für höhere Tabaksteuer

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Raucherwarnung auf Zigarettenschachtel (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Der Präsident der Bundesärztekammer, Klaus Reinhardt, hat die Debatte um eine höhere Tabaksteuer begrüßt. Eine Erhöhung sei „aus gesundheitspolitischer Sicht richtig und notwendig“, sagte er der „Rheinischen Post“ (Samstagausgabe).

Rauchen sei „weiterhin eine der größten vermeidbaren Gesundheitsgefahren“, so Reinhardt. „Internationale Erfahrungen und Daten aus der Public-Health-Forschung zeigen, dass höhere Preise den Tabakkonsum wirksam senken – insbesondere bei jungen Menschen. Sie wirken präventiv, sie erhöhen die Einstiegshürde für Jugendliche und motivieren zum Ausstieg.“

Steuern auf gesundheitsschädliche Genussmittel hätten dabei eine doppelte Wirkung. „Sie eröffnen finanzielle Spielräume für Gesundheitsversorgung und Prävention und leisten zugleich einen messbaren Beitrag zur Reduzierung des Konsums“, erklärte Reinhardt.

Der Bundesdrogenbeauftragte Hendrik Streeck (CDU) und weitere Politiker der schwarz-roten Koalition hatten zuvor eine Erhöhung der Tabaksteuer gefordert.


Foto: Raucherwarnung auf Zigarettenschachtel (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Pistorius sieht keine Gewähr für Überwindung von Grönland-Krise

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Grönland (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) sieht noch keine Gewähr für die Überwindung der Grönland-Krise mit Donald Trump und ruft die Europäer zu Furchtlosigkeit vor dem US-Präsidenten auf. „Die Unvorhersehbarkeit wird immer unvorhersehbarer“, sagte Pistorius dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ (Samstagausgabe). Auf die Frage, ob die Gefahr durch Trumps Annexionspläne gegen die zu Dänemark gehörende Insel nach den Absprachen mit Nato-Generalsekretär Mark Rutte gebannt sei, antwortete Pistorius: „Das wissen wir nicht.“

Vor einem Monat hätte Pistorius zufolge kaum jemand für möglich gehalten, dass der US-Präsident in Bezug auf Grönland militärische Gewalt in Betracht ziehen würde. Das „Kuriose“ an der Grönland-Vereinbarung mit Rutte sei im Übrigen, „dass es gar nichts zu vereinbaren gibt“, sagte der Verteidigungsminister. Es gelte weiterhin das Abkommen zwischen USA und Dänemark zu Grönland von 1951. Danach könnten die USA ihr militärisches Personal auf Grönland jederzeit hochfahren.

Die Europäer seien Trumps Zolldrohungen im Zuge seiner Grönland-Annexionspläne selbstbewusst entgegengetreten. „Dieser Spirit sollte uns in Zukunft leiten“, sagte der Minister. „Trump setzt auf Verunsicherung und Angst, um seine Ziele zu erreichen. Aber wer Angst hat, trifft falsche Entscheidungen. Also lassen wir uns ja gerade nicht einschüchtern.“

Pistorius zeigte sich sicher, dass die USA Europa so bräuchten, wie die Europäer die USA bräuchten. Die US-Air Base in Ramstein sei der wichtigste Stützpunkt der US-Luftwaffe außerhalb der USA. Auch die USA hätten „ein Interesse an unserer engen Partnerschaft“.

Es gebe auch keine Anzeichen dafür, dass die USA die Nato verlassen wollten, behauptete der SPD-Politiker. „Den nuklearen Schutzschirm stellen die USA auch in der neuen Verteidigungsstrategie nicht infrage.“ Gelänge es Kremlchef Wladimir Putin, die USA aus Europa zu vertreiben, würde Europa zu Russlands Einflusssphäre werden, sagte Pistorius. „Dann lägen die USA zwischen Russland und China.“ Das sei nicht in ihrem Interesse.


Foto: Grönland (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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US-Börsen lassen nach – Goldpreis bricht ein

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Wallstreet in New York, via dts NachrichtenagenturNew York (dts Nachrichtenagentur) – Die US-Börsen haben am Freitag nachgelassen. Zu Handelsende in New York wurde der Dow mit 48.892 Punkten berechnet, ein Minus in Höhe von 0,4 Prozent im Vergleich zum vorherigen Handelstag.

Wenige Minuten zuvor war der breiter gefasste S&P 500 mit rund 6.939 Punkten 0,4 Prozent im Minus, die Technologiebörse Nasdaq berechnete den Nasdaq 100 zu diesem Zeitpunkt mit rund 25.552 Punkten 1,3 Prozent im Minus.

US-Präsident Donald Trump hat am Freitag den früheren Notenbankdirektor Kevin Warsh für den Vorsitz der US-Zentralbank Federal Reserve vorgeschlagen. Warsh hatte zuletzt Trumps Linie, dass der Leitzins zügiger gesenkt werden müsse, unterstützt. Bevor er als Anwärter für den Job gehandelt wurde, wurde ihm jedoch nachgesagt, Inflationsängste sehr ernst zu nehmen und dafür auch einen hohen Leitzins in Kauf zu nehmen.

Ob Warsh letztlich die nötigen Stimmen im zuständigen Senatsausschuss erhalten wird, darf bezweifelt werden. Der Senator Thom Tillis will sich nämlich gegen die Bestätigung aller Kandidaten für die Federal Reserve stellen, bis die Untersuchung des Justizministeriums gegen den derzeitigen Fed-Vorsitzenden Jerome Powell „vollständig und transparent abgeschlossen ist“. Die Aussagen, wegen derer das US-Justizministerium die strafrechtlichen Ermittlungen gegen Powell fortsetzt, könne „kein vernünftiger Mensch“ als kriminelle Absicht auslegen, so Tillis. „Der Schutz der Unabhängigkeit der Federal Reserve vor politischer Einflussnahme oder rechtlicher Einschüchterung ist nicht verhandelbar.“

Die europäische Gemeinschaftswährung war derweil schwächer: Ein Euro kostete 1,1856 US-Dollar, ein Dollar war am Freitagabend dementsprechend für 0,8435 Euro zu haben.

Der Goldpreis war stark im Rückwärtsgang, am Abend wurden für eine Feinunze 4.844 US-Dollar gezahlt (-10 Prozent). Das entspricht einem Preis von 131,37 Euro pro Gramm.

Der Ölpreis stieg unterdessen: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Freitagabend gegen 22 Uhr deutscher Zeit 69,98 US-Dollar, das waren 39 Cent oder 0,6 Prozent mehr als am Schluss des vorherigen Handelstags.


Foto: Wallstreet in New York, via dts Nachrichtenagentur

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Bundesliga: Köln schlägt Wolfsburg

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Linton Maina (Archiv), via dts NachrichtenagenturKöln (dts Nachrichtenagentur) – Der 1. FC Köln hat am Freitagabend in der Bundesliga einen wichtigen Heimsieg gefeiert und den VfL Wolfsburg mit 1:0 besiegt. Den entscheidenden Treffer erzielte Linton Maina in der 29. Minute, als er von der Strafraumkante abzog und der Ball leicht abgefälscht im Tor landete.

Die Kölner bestimmten vor allem im ersten Durchgang das Geschehen und hätten ihre Führung ausbauen können, blieben vor dem Tor jedoch zu unpräzise. Nach dem Seitenwechsel steigerte sich Wolfsburg deutlich und erhöhte den Druck, scheiterte in der Schlussphase aber mehrfach an Torhüter Marvin Schwäbe oder an der eigenen Chancenverwertung. So brachte der FC den knappen Vorsprung mit viel Einsatz über die Zeit und setzte im Kampf um den Klassenerhalt ein wichtiges Zeichen.


Foto: Linton Maina (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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2. Bundesliga: Hannover siegt in Magdeburg – Remis in Nürnberg

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1. FC Magdeburg - Hannover 96 am 30.01.2026, via dts NachrichtenagenturMagdeburg/Nürnberg (dts Nachrichtenagentur) – Der 1. FC Nürnberg hat sich am 20. Spieltag der 2. Bundesliga mit einem 1:1 gegen Preußen Münster begnügen müssen, während Hannover 96 beim 1. FC Magdeburg einen 2:1-Auswärtssieg gefeiert hat.

In Magdeburg erwischte Hannover 96 den besseren Start und belohnte sich in der 38. Minute, als Daisuke Yokota aus kurzer Distanz zum 1:0 für die Gäste einschob. Nach der Pause kam der FCM entschlossener aus der Kabine und glich in der 53. Minute aus: Baris Atik setzte sich nach Vorarbeit von Dariusz Stalmach durch und beförderte den Ball aus rund 20 Metern ins rechte Eck. Die Antwort der Niedersachsen ließ jedoch nicht lange auf sich warten. Nur drei Minuten später stellte Enzo Leopold den alten Abstand wieder her, als er nach einem Doppelpass mit Elias Saad aus 16 Metern flach zum 2:1 traf. In der Folge drängte Magdeburg auf den erneuten Ausgleich und traf unter anderem durch Marcus Mathisen noch die Latte, Hannover verteidigte den Vorsprung jedoch über die Zeit und nahm alle drei Punkte mit.

Im Max-Morlock-Stadion bestimmten die Nürnberger über weite Strecken das Geschehen und gingen in der 56. Minute verdient in Führung, als Mohamed Ali Zoma einen Ballverlust der Gäste an der Strafraumgrenze nutzte und aus 16 Metern flach ins linke Eck traf. Trotz weiterer Möglichkeiten gelang es dem FCN nicht, nachzulegen. Das rächte sich in der 63. Minute: Preußen Münster schaltete nach einem Ballgewinn schnell um, Jorrit Hendrix spielte einen Doppelpass mit Mikkel Kirkeskov und schob aus elf Metern zum 1:1-Ausgleich ein. In der Schlussphase erspielten sich beide Teams noch Ansätze, klare Torchancen blieben jedoch aus, sodass es bei der Punkteteilung blieb.


Foto: 1. FC Magdeburg – Hannover 96 am 30.01.2026, via dts Nachrichtenagentur

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Gewinnzahlen Eurojackpot vom Freitag (30.01.2026)

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Spielschein für Eurojackpot, via dts NachrichtenagenturHelsinki (dts Nachrichtenagentur) – In der Freitags-Ausspielung des Eurojackpots wurden am Abend die Gewinnzahlen gezogen.

Sie lauten 8, 13, 15, 17, 37, die beiden „Eurozahlen“ sind die 3 und die 7. Diese Angaben sind ohne Gewähr.

Die Gewinnwahrscheinlichkeit in der Gewinnklasse 1, also beim eigentlichen „Eurojackpot“, liegt bei 1:140 Millionen. Glücksspiel kann süchtig machen.

Beim Eurojackpot wird für jede Ziehung ein Jackpot in Höhe von mindestens 10 Millionen Euro garantiert. Wird dieser nicht gewonnen, wächst der Jackpot bis zu einer Begrenzung von 120 Millionen Euro an. Wenn der Jackpot dann noch immer nicht geknackt ist, wird der Mehrbetrag in die Gewinnklasse 2 überwiesen, dort reichen „5 Richtige“ und eine richtig getippte „Eurozahl“.


Foto: Spielschein für Eurojackpot, via dts Nachrichtenagentur

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Bundesregierung begrüßt Abkommen von syrischer Regierung und Kurden

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Syrien-Fahne (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Bundesregierung begrüßt das am Freitag erzielte Abkommen zwischen der syrischen Regierung und dem kurdischen Militärbündnis, „Syrische Demokratische Kräfte“ (SDF), über eine militärische und zivile Vereinigung.

„Eine friedliche Integration der SDF in staatliche Strukturen ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu einem geeinten und inklusiven Syrien: Sie ist auch Voraussetzung, Syrien nachhaltig zu stabilisieren und für eine wirtschaftliche Erholung“, erklärte eine Sprecherin des Auswärtigen Amtes am Freitag. „Deutschland steht weiter bereit, diesen Integrationsprozess gemeinsam mit den internationalen Partnern zu begleiten und zu unterstützen.“

Die Vereinbarung, die nach langen Kämpfen erzielt wurde, sieht einen Waffenstillstand und den sofortigen Abzug von Kampftruppen von den Frontlinien vor. Kurdische Kämpfer sollen künftig eine eigene Brigade in der syrischen Armee bilden. Sicherheitskräfte des Innenministeriums sollen zudem in zwei Städten stationiert werden, die bislang in der Hand der SDF waren.


Foto: Syrien-Fahne (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Rainer setzt EU-System gegen illegale Fischerei vorübergehend aus

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Alois Rainer (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Landwirtschaftsminister Alois Rainer (CSU) hat die Nutzung des EU-Systems „Catch“ vorerst ausgesetzt und die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) angewiesen, bis auf Weiteres das nationale System „Fikon II“ zu verwenden. Damit stellt sich Rainer gegen eine seit dem 10. Januar rechtlich verpflichtende EU-Vorgabe.

„Catch“ ist ein von der Europäischen Kommission entwickeltes digitales Informationsmanagementsystem. Es dient der Verhinderung illegaler, ungemeldeter und unregulierter Fischerei (IUU-Fischerei).

Das Landwirtschaftsministerium argumentiert, dass das IT-System derzeit erhebliche Mängel aufweise und noch nicht praktikabel sei. In der Folge werde von Fällen berichtet, in denen Fischereierzeugnisse nicht ein- oder ausgeführt werden könnten und die Vernichtung von Lebensmitteln sowie erhebliche wirtschaftliche Schäden für Unternehmen drohten.

„Die EU-Regelungen müssen für alle Beteiligten nachvollziehbar und handhabbar sein. Ich erwarte daher möglichst zeitnah ambitionierte Vorschläge der Kommission, um die Schwierigkeiten zu beheben“, sagte Rainer. „Bis es so weit ist, habe ich als Notfallregelung die BLE angewiesen, unser nationales IT-System zu verwenden. Auch andere Länder haben sich auf dem EU-Agrarrat in dieser Woche über Catch beklagt.“


Foto: Alois Rainer (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Van Aken will "Friedenssicherung ohne Aufrüstungsspirale"

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Flugabwehrsystem Skyranger 30 (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Linken-Chef Jan van Aken hat sich für eine auch militärisch verteidigungsfähige Bundesrepublik ausgesprochen, aber gegen zusätzliche Rüstungsausgaben. „Ich bin für Friedenssicherung ohne Aufrüstungsspirale“, sagte van Aken der Nachrichtenseite des Senders ntv. „Wir brauchen EU- und Landesverteidigung, und beides geht nicht nur mit Wattebäuschchen. Es braucht auch Rüstung, das gehört dazu.“

Mehr Soldaten und zusätzliche Rüstungsausgaben hält van Aken für falsch. Der Linken-Vorsitzende erinnerte daran, dass die europäischen Staaten für das Militär nominal deutlich mehr ausgeben als Russland. „Wir brauchen also nicht mehr Soldaten, und wir brauchen auch nicht mehr Geld für Rüstung“, sagte er. „Wenn dieses Jahr Mittelstreckenraketen aus den USA hier in Deutschland stationiert werden, was glauben Sie, was Russland dann macht? Die rüsten ebenfalls auf. Das führt zu einer Spirale nach oben“, behauptete er. „Das hatten wir im Kalten Krieg, das wollen wir auf gar keinen Fall.“

Zugleich sprach van Aken sich für Beistandsverpflichtungen aus. „Ich möchte nicht im Rahmen der Nato denken, sondern im Rahmen der EU“, sagte er angesprochen auf Artikel 5 des Nato-Vertrags. „Aber natürlich brauchen wir Beistandsverpflichtungen. Wir können Länder wie das Baltikum, Polen oder Finnland doch nicht Russland zum Fraß vorwerfen.“


Foto: Flugabwehrsystem Skyranger 30 (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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