Donnerstag, September 24, 2026
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Pünktlichkeit im Bahn-Fernverkehr durch Hitze nur noch 35,5 Prozent

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ICE (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Mit dem Anstieg der Temperaturen auf Rekordwerte um die 40 Grad ist die Pünktlichkeit bei der Deutschen Bahn im Fernverkehr dramatisch abgesunken. Das meldet die „Bild“ (Samstagsausgabe) unter Berufung auf interne Zahlen des Unternehmens.

Demnach waren am vergangenen Mittwoch, dem bisher heißesten Tag des Jahres, nur noch 35,5 Prozent der Fernzüge pünktlich gewesen. Am Dienstag hatte die Pünktlichkeit bei nur 37,3 Prozent gelegen, am Montag bei 40,7 Prozent. Wie die „Bild“ weiter schreibt, handelt es sich um die schlechtesten Werte seit Dezember 2023 nach dem Sturmtief „Zoltan“.

Ein Bahn-Sprecher bestätigt der „Bild“ die Hitze-Probleme und sinkende Pünktlichkeitswerte im Fernverkehr: „Die Rekordtemperaturen in Deutschland waren eine Extrembelastung für Schienennetz und Züge. Hinzu kamen heftige Unwetter und Böschungsbrände, die Hunderte von Zügen zu kurzfristigen Umleitungen zwangen und schwere Schäden an unseren Kabeln, Lärmschutzwänden und Oberleitungen verursachten. Die Infrastruktur ist wegen ihrer Sanierungsbedürftigkeit auch ohne Extremwetter sehr störanfällig. Extrem hohe Temperaturen haben jedoch doppelt so viele Anlagen ausfallen lassen wie an einem normalen Tag.“


Foto: ICE (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Merz telefoniert mit Saudi-Arabien und Katar zu Nahost

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Friedrich Merz am 02.07.2025, via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat mit dem Kronprinzen und Premierminister von Saudi-Arabien, Mohammed bin Salman Al Saud, und dem Emir von Katar, Tamim bin Hamad Al Thani, telefoniert. Gegenstand der Gespräche war die Lage im Nahen und Mittleren Osten, teilte der Sprecher der Bundesregierung, Stefan Kornelius, am Freitag mit.

Der Bundeskanzler setzte sich demnach für einen dauerhaften Waffenstillstand im Gazastreifen und die Freilassung aller Geiseln der Hamas, einschließlich der deutschen Staatsangehörigen, ein. Nach dem Ende der Kämpfe zwischen Israel und Iran sei „die Gelegenheit günstig“. Merz dankte dem Emir von Katar für seine „wertvolle Vermittlung“.

Der Bundeskanzler sagte darüber hinaus, humanitäre Hilfe müsse nun dringend die Menschen im Gazastreifen erreichen. Dies müsse auf „sichere und menschenwürdige Weise“ geschehen.

Die iranischen Militärschläge gegen Israel, Katar und andere Staaten verurteilte Merz „auf das Schärfste“. Angesichts der Bedrohung durch Irans Nuklearprogramm drückte er seine Solidarität mit Israel und den arabischen Staaten am Golf aus. Es brauche eine Verhandlungslösung für das iranische Atomprogramm.

Der Bundeskanzler sagte, die iranische Entscheidung, die Zusammenarbeit mit der IAEO zu suspendieren, sei nicht akzeptabel. Merz kündigte an, dass sich Deutschland, Frankreich und Großbritannien hierzu weiter eng abstimmen würden, in Absprache mit den USA und Partnern in der Region, so Kornelius.


Foto: Friedrich Merz am 02.07.2025, via dts Nachrichtenagentur

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CDU: Zwischen BSW und AfD "wächst zusammen, was zusammengehört"

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Sahra Wagenknecht und Alice Weidel (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Die CDU warnt vor einer Annäherung von AfD und BSW. „Es wächst zusammen, was zusammengehört“, sagte Sepp Müller, Vize-Fraktionschef der Union für Ostdeutschland, dem „Stern“. „Die Rechten wollen unsere Demokratie zerstören, und auch Wagenknechts Bewegung verfolgt keinen anderen Kurs“, sagte der Sachsen-Anhalter.

Müller sagte weiter: „Umso wichtiger ist ein klarer Kompass: Mit festen Werten und Haltung gewinnen wir Vertrauen.“ Das würden auch die aktuellen Umfragen zeigen. Zuvor hatte AfD-Chef Tino Chrupalla bei der „Welt“-TV über Gespräche seiner Partei mit der Partei von Sahra Wagenknecht berichtet. Inhalt der Gespräche sei die Frage gewesen, „wie man Mehrheiten verändern kann“.

Die BSW-Chefin widersprach zwar der Darstellung, dass es „aktuell“ Gespräche auf Bundesebene gebe. Natürlich würde sie aber mit Tino Chrupalla grundsätzlich reden, erklärte die Parteichefin. Auslöser der Debatte war ein Treffen des Thüringer BSW-Landtagsfraktionschefs Frank Augsten mit dem dortigen AfD-Fraktionschef und Rechtsextremisten Björn Höcke.

Auch die Linke äußerte scharfe Kritik an den offenbar stattfindenden Gesprächen zwischen der AfD und dem BSW auf Bundesebene. Der Bundesgeschäftsführer der Partei, Janis Ehling, sagte der „Rheinischen Post“ (Samstag): „Es fällt mir immer schwerer, mir vorzustellen, dass diese Leute zumindest in Teilen einmal in unserer Partei waren. Wer mit Faschisten kuschelt, verrät alles, wofür Linkssein steht.“ Zum BSW sagte Ehling weiter, ihm sei „immer weniger klar, wofür diese Partei eigentlich steht“.

Die Grünen warnen derweil vor Gefahren durch eine mögliche Zusammenarbeit von AfD und BSW. Parlamentsgeschäftsführerin Irene Mihalic sagte der „Rheinischen Post“: „Da scheint nun zusammenzuwachsen, was sich schon von Anfang zusammengehörig fühlte.“

Mihalic ergänzte: „Nationalismus, Abschottung, Putin-Nähe – da gab es schon immer einen breiten Grundkonsens von Höcke bis Wagenknecht.“ Die anderen Parteien müssten daher „die Bedrohung für unser demokratisches Gemeinwesen wahrnehmen, sich vor allem aber in Form und Inhalt klar von diesem Ungeist der Spaltung und Zersetzung abgrenzen“, sagte Mihalic.


Foto: Sahra Wagenknecht und Alice Weidel (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Gespräche von AfD und BSW: SPD warnt vor "unheilvoller Allianz"

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AfD- und BSW-Wahlplakat zur Landtagswahl in Brandenburg (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Angesichts offenbar stattfindender Gespräche zwischen der AfD und dem BSW auf Bundesebene warnt die SPD vor einer Zusammenarbeit beider Parteien.

Parlamentsgeschäftsführer Dirk Wiese sagte der „Rheinischen Post“ (Samstag): „Die Gespräche zwischen AfD und BSW offenbaren eine unheilvolle Allianz.“ Er könne „Wagenknechts unaufgeräumte Truppe nur vor einer Kooperation mit Björn Höcke und anderen Rechtsextremisten warnen“, ergänzte Wiese.

„Das ist ein gefährliches Spiel mit dem Feuer und eine fatale Entwicklung, auch wenn eine Zusammenarbeit nicht überraschend kommen würde.“ BSW-Chefin Sahra Wagenknecht sei stattdessen „gut beraten, mit ihrer Partei auf dem demokratischen Pfad zu bleiben und nicht weiter nach rechts abzubiegen“, sagte Wiese.

Nach einem umstrittenen Treffen der Fraktionschefs von AfD und BSW in Thüringen hatte AfD-Chef Tino Chrupalla auch Kontakte seiner Partei mit dem Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) auf Bundesebene bestätigt.


Foto: AfD- und BSW-Wahlplakat zur Landtagswahl in Brandenburg (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Dobrindt will EU-Allianz für schärfere Migrationspolitik bilden

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Alexander Dobrindt am 02.07.2025, via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) will europaweit eine schärfere Migrationspolitik durchsetzen. Über konkrete Maßnahmen will er mit mehreren Amtskollegen aus anderen EU-Ländern sprechen. Das Ministertreffen soll in zwei Wochen auf der Zugspitze stattfinden, wie das „Handelsblatt“ unter Berufung auf das Innenministerium schreibt.

Bei dem sogenannten „Zugspitz Summit on Migration“ stehe die „Neuordnung der europäischen Migrationspolitik“ im Zentrum. Ziel des Zugspitzgipfels ist es den Angaben zufolge, „wichtige Impulse für eine härtere europäische Migrationspolitik zu geben und eine Agenda für den Migrationsturbo in Europa vorzulegen“. Dazu habe Dobrindt die Innenminister der Nachbarländer Frankreich, Polen, Österreich, Dänemark und Tschechien geladen sowie den EU-Innenkommissar Magnus Brunner.

Laut Innenministerium soll eine „Zugspitz-Erklärung“ mit konkreten Punkten beschlossen werden, deren Umsetzung von den teilnehmenden Innenministern in den kommenden Wochen und Monaten auf europäischer Ebene vorangetrieben werden sollen. „Dabei geht es unter anderem um Maßnahmen zur Umsetzung von innovativen Lösungen mit Drittstaaten, die entschlossene Bekämpfung der Schleuserkriminalität, konsequente Rückführungen und starke EU-Außengrenzen“, heißt es aus dem Innenministerium.


Foto: Alexander Dobrindt am 02.07.2025, via dts Nachrichtenagentur

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Mieterbund fordert schärfere Eingriffe in den Wohnungsmarkt

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Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Die neue Präsidentin des Deutschen Mieterbunds, Melanie Weber-Moritz, verlangt von der Bundesregierung schärfere Eingriffe in den Wohnungsmarkt.

Die Mietpreisbremse zu verlängern, sei richtig gewesen, sagte Weber-Moritz der Wochenzeitung „Die Zeit“, „aber bei der Mietenregulierung muss noch viel mehr passieren. Die Mietpreisbremse lässt sich zu leicht umgehen, etwa durch umfangreiche Sanierungen oder möblierte Wohnungen.“ Dies lasse sich durch kleine gesetzliche Änderungen verhindern. Außerdem sollten Grundsteuern und CO2-Abgaben fürs Heizen künftig nicht mehr auf die Mieter umgelegt werden dürfen.

Zwar müssten auch die Baukosten sinken, so die Verbandschefin, „solange der Neubau die Wohnungsmärkte aber nicht spürbar entlastet, müssen wir gleichzeitig Mieter weiter schützen, denn es gibt keine Ausweichmöglichkeiten, schon gar keine bezahlbaren“. Dass eine schärfere Regulierung zum Investitionshindernis für den Neubau werden könne, bestreitet sie: „Wohnraum anzubieten, lohnt sich trotzdem. Die Rendite für Vermieter ist immer noch hoch genug.“

Weber-Moritz war am Donnerstag vergangener Woche zur neuen Präsidentin des Deutschen Mieterbunds gewählt worden. Ihr Amtsvorgänger Lukas Siebenkotten wechselt in den Ruhestand. Der Deutsche Mieterbund ist die Dachorganisation von mehr als 300 örtlichen Mietervereinen mit 500 Beratungsstellen im ganzen Land.


Foto: Graffiti mit Schriftzug „Mieten runter“ (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Deutschlandticket: Krischer reicht Kopplung an Inflation nicht

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Oliver Krischer (Archiv), via dts NachrichtenagenturDüsseldorf (dts Nachrichtenagentur) – Der nordrhein-westfälische Verkehrsminister Oliver Krischer (Grüne) hält Überlegungen von Verkehrsminister Patrick Schnieder (CDU), die Preisentwicklung beim Deutschlandticket an die Inflationsrate zu koppeln, für nicht ausreichend.

Krischer sagte der „Rheinischen Post“ (Samstag): „Ohne ein Engagement des Bundes kommen wir nicht aus dem Zustand des ewigen Provisoriums heraus.“ Krischer sagte zugleich, es sei zwar „eigentlich unstrittig, den Preis für das Deutschlandticket mittelfristig an einen Preisindex zu koppeln“. Das sei aber nicht die entscheidende Frage.

„Die Grundkonstruktion der Finanzierung des Tickets muss dauerhaft geklärt sein, genauso wie die Fragen der Administration und des Marketings“, sagte der Minister. Da hoffe man auf den in der Verkehrsministerkonferenz verabredeten Prozess zwischen Bund und Ländern.


Foto: Oliver Krischer (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Dax startet schwächer – Trumps Ausgabenpaket beschäftigt Anleger

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Frankfurter Börse, via dts NachrichtenagenturFrankfurt/Main (dts Nachrichtenagentur) – Der Dax ist am Freitagmorgen schwächer in den Handelstag gestartet. Gegen 9:30 Uhr wurde der Leitindex mit rund 23.805 Punkten berechnet, 0,5 Prozent unter dem Schlussniveau vom Vortag.

„Bei 24.000 Punkten im Dax lässt das Interesse der Anleger am Aktienkauf spürbar nach“, sagte Jochen Stanzl, Chef-Marktanalyst von CMC Markets. „Die Börse ist mitten im Sommerloch. Man steht zwar Gewehr bei Fuß, was Nachrichten zum Handel mit den USA anbelangt. Etabliert sich allerdings in den kommenden Stunden und Tagen ein Widerstand unterhalb der runden Marke und bleiben Erfolgsmeldungen im Handelskonflikt aus, könnten erste spürbare Verkäufe anlaufen.“

Die Anleger hätten auf einen neuen Anlauf in Richtung Rekordhoch gehofft. „Das war ohnehin eine gewagte Spekulation, da die Jahreszeit eher für schwächere Kurse sprach. Bleibt die Rally jetzt aus, folgt die Enttäuschung.“

Trumps Ausgabenpaket hat es auch durch das Repräsentantenhaus geschafft. Damit gibt es Steuersenkungen vor allem für Großkonzerne und die Reichsten. Gegenfinanziert werden sollen diese durch drastische Kürzungen der Gesundheitsversorgung. Trotzdem gibt es eine neue Rekordverschuldung. Das Geld wird besonders auch für die Aufrüstung der Polizei- und Zollbehörde ICE verwendet.

„Die Schuldengrenze dürfte erst einmal für mehrere Jahre kein Thema mehr sein, die Angst vor einem Stillstand ganzer Behörden ebenso wenig“, sagte Stanzl. „Das ist gut für Aktien und erhöht die Planungssicherheit. Dass das Gesetz nur mit einem buchhalterischen Manöver und mit knapper Mehrheit beschlossen wurde, ist allerdings bedenklich.“

„Unter den Regeln des Rekonziliation-Verfahrens darf ein Gesetz das Defizit über einen bestimmten Zeitraum nicht über das Maß erhöhen. Indem man aber die größte Position, die Verlängerung der Steuersenkungen aus Trumps erster Amtszeit, rechnerisch auf null setzte, schuf man Spielraum für die anderen Steuererleichterungen und die höhere Schuldengrenze.“

„Statt einer Neuverschuldung von 3,4 Billionen Dollar errechnet sich auf diese Art eine Ersparnis von 400 Millionen Dollar. Dieses Vorgehen ist schädlich für das Vertrauen der Investoren in US-Staatsanleihen. Wenn man die Berechnungsgrundlage einfach so wählen kann, wie es politisch passt, dann verliert die Haushaltsplanung an Glaubwürdigkeit. So ist es auch wenig verwunderlich, dass es vor dem heutigen Feiertag noch einmal einen kräftigen Sprung in den Renditen am Anleihemarkt gab“, so Stanzl.

Die europäische Gemeinschaftswährung war am Freitagmorgen etwas stärker: Ein Euro kostete 1,1779 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8490 Euro zu haben.


Foto: Frankfurter Börse, via dts Nachrichtenagentur

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Netzagentur: Noch keine Strafen beim Bruch von Mobilfunk-Auflagen

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Handy-Sendemast (Archiv), via dts NachrichtenagenturBonn (dts Nachrichtenagentur) – In der Bundesrepublik werden Mobilfunkunternehmen klare Auflagen für den Netzausbau gemacht – bislang wurden Verstöße allerdings noch nie geahndet. In Deutschland sei noch „kein Bußgeld im Rahmen eines Ordnungswidrigkeitenverfahrens“ verhängt worden, bestätigte ein Sprecher der zuständigen Bundesnetzagentur Recherchen des „Handelsblatts“.

In den vergangenen Jahren paarte das Amt immer wieder die Versteigerung von Frequenzen mit konkreten Zielen für den Netzausbau. In diesem Jahr ersparte die Bundesnetzagentur den Mobilfunkern eine möglicherweise sehr teure Frequenzauktion und verlängerte vor allem gegen strengere Ausbauverpflichtungen bestehende Frequenzen. Bundesnetzagentur-Präsident Klaus Müller begründete das Vorgehen: „Es geht nicht um Staatseinnahmen, es geht um eine bessere Mobilfunkversorgung sowie mehr Wettbewerb.“

Kritiker werten das Fehlen von konkreten Sanktionen als Gefahr für den Netzausbau in der Bundesrepublik. Sven Knapp, Leiter des Hauptstadtbüros des Bundesverbands Breitbandkommunikation (Breko), sagte: „Dass die Bundesnetzagentur sich scheut, Bußgelder gegen die Mobilfunknetzbetreiber zu verhängen, ist unverständlich und sachlich nicht zu rechtfertigen.“ Es zeige, dass Versorgungsauflagen für die Netzbetreiber „bloße Lippenbekenntnisse“ seien.

Am 11. Juli entscheidet der Bundesrat über eine Änderung des Telekommunikationsgesetzes, das den Netzausbau in Deutschland weiter forcieren soll.


Foto: Handy-Sendemast (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Immer mehr Photovoltaikanlagen installiert

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Solarzellen auf Hausdach (Archiv), via dts NachrichtenagenturWiesbaden (dts Nachrichtenagentur) – Nach wie vor setzen immer mehr Unternehmen und private Haushalte in Deutschland auf die Energie der Sonne zur Stromerzeugung.

Im März 2025 waren auf Dächern und Grundstücken hierzulande gut 4,2 Millionen Photovoltaikanlagen mit einer Nennleistung von insgesamt rund 98 300 Megawatt installiert, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) am Freitag mitteilte. Damit nahm die Zahl der Anlagen gegenüber dem Vorjahresmonat um 23,7 Prozent zu, die installierte Leistung stieg im selben Zeitraum um 21,9 Prozent.

Im März 2024 hatte es gut 3,4 Millionen Photovoltaikanlagen mit einer Nennleistung von insgesamt rund 80.700 Megawatt gegeben. Erfasst werden alle Photovoltaikanlagen, die in die Netze der öffentlichen Versorgung einspeisen und über einen Stromzähler verfügen, der die eingespeisten Strommengen misst. Kleinere Anlagen, wie etwa die sogenannten Balkonkraftwerke, fallen daher in der Regel nicht darunter.

Durch den Betrieb von Photovoltaikanlagen wurden 2024 hierzulande rund 59,5 Millionen Megawattstunden Strom ins Netz eingespeist. Damit entfielen 13,8 Prozent der gesamten inländischen Stromproduktion auf Photovoltaik – ein neuer Höchstwert. 2023 hatte Photovoltaik einen Anteil von 12,0 Prozent an der gesamten Stromeinspeisung ausgemacht. Rekordmonat für Solarstrom in Deutschland war bisher der Juli 2024: Mit knapp 8,7 Millionen Megawattstunden wurde mehr als ein Viertel (27,4 Prozent) des eingespeisten Stroms in jenem Monat mithilfe von Photovoltaikanlagen erzeugt.

Daten zu Importen und Produktion von Photovoltaikanlagen in den ersten Monaten 2025 können einen ersten Hinweis auf die Entwicklung der installierten Anlagen in diesem Jahr geben. Die Importe von Photovoltaikanlagen sind in den ersten vier Monaten des Jahres 2025 stark zurückgegangen: Von Januar bis April sank der Wert der eingeführten Solarzellen und Solarmodule gegenüber dem Vorjahreszeitraum um mehr als ein Fünftel (21,5 Prozent) auf gut 402 Millionen Euro. Auch der Wert der exportierten Photovoltaikanlagen sank in diesem Zeitraum von rund 189 Millionen Euro auf knapp 127 Millionen Euro – ein Rückgang von knapp einem Drittel (32,9 Prozent).

Im Jahr 2024 sind Photovoltaikanlagen im Wert von gut 1,8 Milliarden Euro nach Deutschland importiert worden. Gegenüber dem Vorjahr hatte sich der Wert damit bereits knapp halbiert (-49,2 Prozent). China ist aus deutscher Sicht mit Abstand das wichtigste Herkunftsland für Photovoltaikanlagen: 85,8 Prozent der nach Deutschland eingeführten Photovoltaikanlagen kamen 2024 aus der Volksrepublik. Danach folgten mit großem Abstand die Niederlande (7,5 Prozent) und Dänemark (1,2 Prozent).

Der Importwert von Photovoltaikanlagen war 2024 mehr als dreimal so hoch wie der Exportwert dieser Waren aus Deutschland. Exportiert wurden im vergangenen Jahr Photovoltaikanlagen im Wert von gut 510 Millionen Euro – mehr als die Hälfte (56,6 Prozent) weniger als ein Jahr zuvor. Diese gingen zu einem großen Teil in europäische Staaten. Die wichtigsten Abnehmer waren 2024 Österreich (12,8 Prozent), Italien (11,3 Prozent) und die Schweiz (11,2 Prozent).

Die Produktion von Solarmodulen für Photovoltaikanlagen ist in Deutschland im 1. Quartal 2025 ebenfalls deutlich gesunken: Gegenüber dem Vorjahresquartal ging die Zahl der produzierten Solarmodule um mehr als die Hälfte (50,7 Prozent) auf gut 227.000 Stück zurück. Weniger stark als bei Solarmodulen fiel der Produktionsrückgang bei Solarkollektoren aus. Diese wandeln Sonnenenergie in Wärme um, sowohl für die Warmwassererzeugung als auch zum Heizen. Während im 1. Quartal 2024 noch knapp 21.300 Solarkollektoren hergestellt wurden, waren es von Januar bis März 2025 rund 19.100. Das entspricht einem Rückgang von 10,3 Prozent.

Bereits im vergangenen Jahr ist die Produktion von Solarmodulen hierzulande deutlich zurückgegangen. 2024 wurden gut 1,5 Millionen Solarmodule zum Absatz produziert. Damit hatte sich die Produktion gegenüber dem Vorjahr mehr als halbiert (-56,2 Prozent). 2023 waren knapp 3,5 Millionen solcher Module hergestellt worden. Ein ähnlich starker Rückgang zeigt sich bei den Solarkollektoren: Im Jahr 2024 wurden in Deutschland knapp 88.900 Stück produziert, mehr als die Hälfte (53,7 Prozent) weniger als noch ein Jahr zuvor (192.000), so Destatis.


Foto: Solarzellen auf Hausdach (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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