Samstag, Februar 7, 2026
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Chip-Boom beschert Samsung höchsten Gewinn seit vier Jahren

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Seoul, 07. Jan (Reuters) – Samsung Electronics hat dank der hohen Nachfrage nach Speicherchips einen Gewinnsprung hingelegt und das höchste Betriebsergebnis seit vier Jahren eingefahren. Im vierten Quartal kletterte das operative Ergebnis um 52 Prozent auf 13,8 Billionen Won (umgerechnet 10,16 Milliarden Euro), wie der südkoreanische Technologieriese am Freitag unter Berufung auf vorläufige Zahlen mitteilte. Rechenzentren, aber auch Videospiele- und Konferenzsystem-Anbieter standen bei Samsung Schlange, um Speicherchips zu kaufen.

Das Ergebnis war allerdings deutlich weniger als von Analysten erwartet, was diese auf Mitarbeiterboni, hohe Marketingkosten im Smartphone-Geschäft und Ausgaben für die Einführung neuer Displays zurückführten. „Ich glaube, es ist nicht so schlimm wie es aussieht. Das Quartal spiegelt verschiedene Kosten wider“, sagte Analyst Park Sung Soon von Cape Investment. Der Umsatz legte voraussichtlich um 23 Prozent zu. Konkrete Quartalszahlen will Samsung am 27. Januar veröffentlichen – am gleichen Tag wie Apple.

Samsung ist nicht nur der weltgrößte Speicherchipanbieter sondern auch Smartphone-Primus vor Rivalen wie Apple und Xiaomi. Allerdings trägt die Chipsparte, die mit TSMC konkurriert, rund zwei Drittel zum Gewinn bei. Die Analysten von Counterpoint Research gehen davon aus, dass Samsung von Oktober bis Dezember rund 67 Millionen Smartphones verschifft hat und damit nahezu an das Ergebnis aus dem Vorquartal herankommt. Erst kürzlich haben die Südkoreaner angekündigt, das Handygeschäft mit der Fernseher- und Haushaltsgerätesparte zusammenzulegen.

Chip-Boom beschert Samsung höchsten Gewinn seit vier Jahren

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Ifo – Materialmangel am Bau lässt etwas nach – Kostenweitergabe geplant

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Berlin, 07. Jan (Reuters) – Die Materialknappheit auf den deutschen Baustellen entspannt sich ein wenig. Auf dem Hochbau klagten im Dezember noch 31,3 Prozent der Unternehmen über Lieferprobleme, nach 34,5 Prozent im Vormonat. Das geht aus einer am Freitag veröffentlichten Unternehmensumfrage des Ifo-Instituts hervor. Im Tiefbau sind 23,1 Prozent betroffen, nach 28,7 Prozent im November. „Trotz der aktuellen Verbesserungen bleibt die Lage angespannt“, fasste Ifo-Forscher Felix Leiss die Ergebnisse zusammen. „Die Werte sind im langfristigen Vergleich immer noch außergewöhnlich hoch.“

Bei Holz und bei Stahl zeichnet sich demnach eine gewisse Entspannung ab. Dennoch wurden in beiden Fällen noch Engpässe gemeldet. Die Situation bei Dämmmaterial und Kunststoffprodukten bleibt den Angaben nach problematisch. „Die erheblich gestiegenen Materialpreise setzten die Bauunternehmen zusätzlich unter Druck“, sagte Leiss. „Insbesondere auf dem Hochbau planen die Betriebe, die Kosten in den kommenden Monaten an die Bauherren weiterzugeben.“ Aber auch im Tiefbau würden vielerorts Preisanpassungen angepeilt.

Anders als am Bau hatte sich der Materialmangel in der Industrie Ende 2021 nochmals verschärft: 81,9 Prozent der Firmen klagten über Engpässe und Probleme bei der Beschaffung von Vorprodukten und Rohstoffen, so viele wie noch nie. Die Lieferengpässe und die damit einhergehenden Produktionsbehinderungen dürften sich den Münchner Forschern zufolge erst im Frühjahr allmählich auflösen.

Viele Experten halten es daher für möglich, dass die deutsche Wirtschaft sowohl Ende 2021 als auch im laufenden ersten Quartal 2022 schrumpft. Die Dienstleister können die Probleme im Verarbeitenden Gewerbe demnach nicht wettmachen, da sie unter der laufenden Corona-Welle leiden. Vor allem Hotels, Restaurants, der Handel und die Veranstalterbranche leiden unter den Beschränkungen, mit denen die Pandemie eingedämmt werden soll.

Ifo – Materialmangel am Bau lässt etwas nach – Kostenweitergabe geplant

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Produktion schrumpft unerwartet – Exporte wachsen dagegen

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Berlin, 07. Jan (Reuters) – Die von hartnäckigen Materialengpässen geplagte deutsche Wirtschaft hat ihre Produktion im November überraschend gedrosselt. Industrie, Bau und Energieversorger stellten zusammen 0,2 Prozent weniger her als im Vormonat, wie das Bundeswirtschaftsministerium am Freitag mitteilte. Von Reuters befragte Ökonomen hatten dagegen mit einer Zunahme von 1,0 Prozent gerechnet. Im Oktober war die Produktion noch um 2,4 Prozent gestiegen. Sie liegt aktuell immer noch um 7,0 Prozent niedriger als im Februar 2020, dem Monat vor dem Beginn der Einschränkungen durch die Corona-Pandemie in Deutschland.

Da die Industrie allein ihre Erzeugung im November um 0,2 Prozent steigern konnte, sieht das Ministerium Grund zum Optimismus. Zwar dürften die Beeinträchtigungen durch Lieferengpässe vorerst anhalten. „Nach deren Auflösung ist – angesichts voller Auftragsbücher – mit einem dynamischen Wachstum zu rechnen“, so das Ministerium. Die Bauproduktion fiel um 0,8 Prozent, während die Energieerzeugung sogar um 4,4 Prozent heruntergefahren wurde.

„MADE IN GERMANY“ BLEIBT GEFRAGT

Überraschend gut gelaufen sind die Exporte, die von der gestiegenen Nachfrage nach Waren „Made in Germany“ aus den USA und der Europäischen Union profitierten. Diese legten im November um 1,7 Prozent zum Vormonat zu, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Hier hatten Ökonomen ein Minus von 0,2 Prozent erwartet. Von Januar bis November summierten sich die deutschen Ausfuhren auf gut 1,1 Billionen Euro – ein Plus von 13,8 Prozent zum Vorjahreszeitraum. Die Importe wuchsen im November um 3,3 Prozent, während Analysten mit einem Rückgang von 1,7 Prozent gerechnet hatten.

Produktion Foto Halle

Grund für Entwarnung sieht Commerzbank-Chefvolkswirt Jörg Krämer trotzdem nicht. „Denn die neue Corona-Welle dürfte die Lieferungen aus China erneut ins Stocken bringen und den Dienstleistungssektor hierzulande empfindlich einbremsen“, warnte er. Sein Kollege Thomas Gitzel von der VP Bank sieht aber zumindest vorsichtigen Grund zum Optimismus. „So hat sich der Schiffstau vor den großen Seehäfen in den USA und in China zuletzt verringert“, sagte Gitzel. „Dies könnte als Zeichen einer Besserung beim Materialfluss gewertet werden.“

Die Betriebe sitzen derzeit zwar auf prall gefüllten Auftragsbüchern. In den vergangenen Monaten konnten die Bestellungen jedoch nicht abgearbeitet werden wegen akuter Engpässe bei Vorprodukten wie Mikrochips. Der Materialmangel in der Industrie hat sich Ende 2021 nochmals verschärft: 81,9 Prozent der Firmen klagten über Engpässe und Probleme bei der Beschaffung von Vorprodukten und Rohstoffen, so viele wie noch nie. Da die Probleme noch eine Weile anhalten dürften, wird der Aufschwung in diesem Jahr nach Prognose führender Institute kleiner ausfallen als bislang angenommen. Das Kieler Institut für Weltwirtschaft (IfW) etwa senkte seine Prognose für das Wachstum des deutsche Bruttoinlandproduktes 2022 von 5,1 auf 4,0 Prozent. 

Produktion schrumpft unerwartet – Exporte wachsen dagegen

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Dax schwächelt vor US-Arbeitsmarktbericht

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Frankfurt, 07. Jan (Reuters) – Vor den US-Arbeitsmarktdaten ist der Dax am Freitag schwächer in den Handel gestartet. Der deutsche Leitindex rutschte unter die psychologisch wichtige Marke von 16.000 Punkten und verlor 0,5 Prozent auf 15.981 Zähler. Investoren erhofften sich von den Job-Daten Hinweise auf das weitere geldpolitische Vorgehen der US-Notenbank. „Ein robust zu erwartender Arbeitsmarktbericht würde die Währungshüter in ihrer Absicht bestärken, die Zinswende bald nach Beendigung der Anleihekäufe einzuleiten,“ erläuterten die Analysten der Helaba. Experten rechnen für Dezember mit dem Aufbau von 400.000 Stellen in den USA außerhalb der Landwirtschaft, rund doppelt so viel wie im Vormonat.

Das am Mittwoch veröffentlichte Protokoll der jüngsten Fed-Sitzung hatte an den Märkten Spekulationen auf eine schnellere Anhebung der Zinsen ausgelöst. Am Donnerstag war es deshalb an den Börsen in Asien und Europa zum Teil deutlich bergab gegangen. Zu den größten Gewinnern im Dax zählten die Aktien der Deutschen Bank mit einem Plus von knapp zwei Prozent. Das Finanzinstitut sieht sich auf Kurs zu ihrem zentralen Renditeziel für dieses Jahr. Der Halbleiterkonzern Infineon profitierte von der guten Branchenstimmung nach dem Gewinnsprung bei Samsung. Die Aktien des südkoreanischen Elektronikkonzerns legten rund zwei Prozent zu, die Papiere von Infineon zogen im Zuge dessen ein Prozent an. Schwächster Dax-Wert waren im frühen Handel die Aktien des Industriegase-Konzerns Linde mit einem Abschlag von 1,3 Prozent. 

Dax schwächelt vor US-Arbeitsmarktbericht

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Schweizer Notenbank fährt 26 Milliarden Franken Gewinn ein

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Zürich, 07. Jan (Reuters) – Die Schweizerische Nationalbank (SNB) hat im vergangenen Jahr nach vorläufigen Zahlen einen Gewinn von rund 26 Milliarden Franken erzielt. Treiber waren dabei Bewertungsgewinne auf Fremdwährungspositionen, wie die Notenbank am Freitag mitteilte. 2020 war ein Überschuss von 20,9 Milliarden Franken angefallen. Die SNB will insgesamt sechs Milliarden Franken an Bund und Kantone ausschütten – gleich viel wie vergangenes Jahr. Der endgültige Jahresabschluss soll am 7. März veröffentlicht werden.

Das Ergebnis der SNB ist abhängig von Wertschwankungen ihrer Hunderte Milliarden Franken schweren Devisenreserven. Dazu zählen Aktien und Anleihen aus dem Ausland. Fremdwährungen kauft die Notenbank, um bei Bedarf eine wirtschaftsschädliche Aufwertung des in Krisenzeiten als sicherer Hafen gefragten Franken zu unterbinden.

Schweizer Notenbank fährt 26 Milliarden Franken Gewinn ein

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Exporte und deutsche Produktion, Meinungen von Ökonomen

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Berlin, 07. Jan (Reuters) – Die von hartnäckigen Materialengpässen geplagte deutsche Wirtschaft hat ihre Produktion im November überraschend gedrosselt. Industrie, Bau und Energieversorger stellten zusammen 0,2 Prozent weniger her als im Vormonat, wie das Bundeswirtschaftsministerium am Freitag mitteilte. Von Reuters befragte Ökonomen hatten dagegen mit einem Wachstum von 1,0 Prozent gerechnet. Überraschend gut gelaufen sind die Exporte. Diese legten im November um 1,7 Prozent zum Vormonat zu, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Hier hatten Ökonomen ein Minus von 0,2 Prozent erwartet.

Auftragszuwachs Illustration Meinung

Analysten sagten dazu in ersten Reaktionen:

JENS-OLIVER NIKLASCH, LBBW:

„Diese Zahlen erhellen die Konjunkturlage nicht unbedingt. Das Minus im Produzierenden Gewerbe geht auf die Energieproduktion zurück, die um über vier Prozent sank. Da können vielleicht wetterbedingte Ursachen eine Rolle gespielt haben. Optimisten freuen sich wahrscheinlich über die Zunahme im Kraftfahrzeugbau um über vier Prozent, Pessimisten könnten auf den Maschinenbau verweisen, der fast in derselben Größenordnung schrumpfte. Alles in allem passen die Zahlen aber zur Konjunktur: Wir haben eine große Corona-Lücke und das vierte Quartal 2021 hat nicht dazu beigetragen, diese Lücke kleiner werden zu lassen.“

THOMAS GITZEL, CHEFÖKONOM VP BANK:

„Die Lieferschwierigkeiten bei Rohstoffen und Vorprodukten lassen derzeit keine nachhaltige Erholung der Produktion zu. Dabei legte die Automobilproduktion im November um 4,1 Prozent gegenüber dem Vormonat zu. Allerdings verbuchten andere Branchen wie etwa der Maschinenbau ein Minus. Von der besser laufenden Produktion bei den Autobauern konnten daran angeschlossene Branchen also im November nicht profitieren.

Der Rückgang der Industrieproduktion ist auch gleichzeitig keine gute Nachricht für das deutsche Bruttoinlandsprodukt. Je schlechter die Industrieproduktion im Schlussquartal 2021 abschneidet, desto wahrscheinlicher wird ein neuerliches Abgleiten in die Rezession. Der Dienstleistungssektor litt bereits im vierten Quartal unter den hohen Infektionszahlen. Dabei sitzt die Industrie aufgrund des Materialmangels auf einem Berg nicht abgearbeiteter Aufträge. Würden sich die Verspannungen bei den Lieferketten lösen, könnte die Industrie Corona-bedingte Verluste im Dienstleistungssektor kompensieren.

Ob und wie schnell der Materialfluss in Gang kommt, ist die Millionen-Dollar-Frage des Jahres 2022. Zarte Hoffnungsschimmer auf eine Besserung gibt es. So hat sich der Schiffstau vor den großen Seehäfen in den USA und in China zuletzt verringert. Doch selbst in diesem günstigen Falle, bliebe noch ein weiteres Risiko. Die rasante Verbreitung der hochinfektiösen Omikron-Variante birgt die Gefahr hoher Krankenstände – und zwar weltweit. Letzteres könnte die Lieferketten erneut empfindlich stören und die Produktionsschwierigkeiten noch weiter verschärfen. Die Verwendung der vielen Konjunktive zeigt aber wie groß die Unsicherheit ist. Fakt ist derweil: Fließen Materialien wieder in ausreichendem Maße, kommt die Industrieproduktion kräftig voran.“

JÖRG KRÄMER, CHEFÖKONOM COMMERZBANK:

„Obwohl die Produktion im November überraschend etwas gesunken ist, zeichnet sich für das vierte Quartal gegenüber dem dritten Quartal ein Zuwachs ab. Das liegt besonders an der Autoindustrie, die ihre Produktion nach Verbandsangaben im Dezember vermutlich wegen eines nachlassenden Halbleitermangels zum dritten Mal in Folge steigern konnte. Ein Rückgang des Bruttoinlandsprodukts im vierten Quartal ist damit unwahrscheinlicher geworden. Allerdings ist es mit Blick auf das erste Quartal für eine Entwarnung zu früh. Denn die neue Corona-Welle dürfte die Lieferungen aus China erneut ins Stocken bringen und den Dienstleistungssektor hierzulande empfindlich einbremsen.“

ALEXANDER KRÜGER, HAUCK AUFHÄUSER LAMPE:

„Nach dem überaus guten Vormonat ist der nochmalige Exportzuwachs ein beachtliches Ergebnis. Insgesamt sieht es nach einem schönen Quartalsplus aus. Zuletzt etwas verringerte Liefer- und Transportengpässe machen Mut, dass der Höhepunkt der Verspannungen vorüber ist. Auch wenn der Normalisierungsweg noch weit ist, wird das hohe Exportniveau 2022 wohl ausgebaut werden.“

Exporte und deutsche Produktion, Meinungen von Ökonomen

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Marktentwicklungen 7.Januar 2022

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Update: 23:00

07. Jan (Reuters) – Es folgt der Reuters-Blick zu wichtigen Entwicklungen aus der Unternehmenswelt über die Top-Themen des Tages hinaus:

FEDEX – Bangalore: Die hohen Fallzahlen durch die Omikron-Variante des Coronavirus führen dem Deutsche-Post-Konkurrenten zufolge zu verzögerten Lieferungen bei Luftfracht. Vorübergehend stünden nicht genug Besatzungsmitglieder und andere Mitarbeiter zur Verfügung, hieß es in einer Erklärung. Zudem stellten schwere Winterstürme in mehreren Teilen der USA eine Herausforderung dar. Mehrere amerikanische Fluggesellschaften haben wegen der Omikron-Welle Flüge absagen müssen.

VEOLIA ENVIRONMENT/SUEZ – Paris: Der französische Versorger Veolia hat sich 86 Prozent am seinem Fusionspartner Suez gesichert. Das teilte die zuständige Behörde AMF mit. Damit ist der Übernahmekampf offiziell beendet. Im Dezember hatte die EU-Kommission grünes Licht für die milliardenschwere Fusion der beiden französischen Versorger gegeben. Die Übernahme wurde mit Auflagen gebilligt. Mit dem Zusammenschluss der beiden Unternehmen soll in Frankreich ein neuer Gigant für die Abfall- und Wasserwirtschaft entstehen. Die Konzerne hatten sich Mitte April auf die Grundzüge der Transaktion mit einem Volumen von rund 13 Milliarden Euro verständigt. Veolia ist ebenso wie Suez auch in Deutschland tätig.

ASML – Amsterdam: Die beim Feuer am Montag entstandenen Schäden in der Berliner Fabrik des niederländischen Chipausrüsters sind noch nicht alle behoben worden. Die Auswirkungen auf die Kunden von Fotolithografie(EUV)-Systemen würden noch erfasst, teilte ASML mit. Die Produktion von klassischen DUV-Lithografie-Geräten sei nicht betroffen. ASML hatte 2020 den Mittelständler Berliner Glas übernommen. In der deutschen Hauptstadt entwickeln und fertigen mehr als 1200 Mitarbeiter Schlüsselkomponenten für die Lithografie-Systeme von ASML, darunter Wafertafeln und Mirrorblöcke. Angesichts der hohen Chipnachfrage ist ASML derzeit komplett ausgelastet.

STMICROELECTRONICS – Paris: Der französisch-italienische Chiphersteller hat das vierte Quartal trotz Kapazitätsengpässen besser abgeschlossen als erwartet. Der Umsatz kletterte von Oktober bis Dezember um 11,2 Prozent auf 3,56 Milliarden Dollar, wie STMicro unter Berufung auf vorläufige Zahlen mitteilte. Das lag über der Prognose von 3,4 Milliarden Dollar. Auch im Gesamtjahr lief es besser. Die Erlöse sprangen um fast ein Viertel auf 12,76 Milliarden Dollar und übertrafen damit auch die erst im Oktober angehobenen Firmenerwartungen. Firmenchef Jean-Marc Chery begründete die Entwicklung mit einem starken Ergebnis in allen Märkten. Weltweite Chipengpässe haben Autohersteller und Elektronikfirmen gezwungen, Produktionen herunterzufahren.

MORPHOSYS – Berlin: Das Biotechunternehmen will im laufenden Jahr mit seinem Umsatzbringer Monjuvi wachsen. Die Erlöse mit dem Krebsmittel Tafasitamab, das unter dem Namen Monjuvi vermarktet wird, würden 2022 zwischen 110 und 135 Millionen Dollar liegen, teilte die Firma mit. Im abgelaufenen Jahr waren es 79,1 Millionen Dollar gewesen. Für 2022 rechnet Morphosys zudem mit höheren Aufwendungen für Forschung und Entwicklung durch Investitionen in drei Zulassungsstudien. Im Vertrieb will das Unternehmen aus Planegg bei München hingegen einsparen.

NEW YORK TIMES – New York: Der Verlag der prominenten US-Zeitung baut mit einem Zukauf sein digitales Standbein aus. Für 550 Millionen Dollar in bar erwirbt das 170 Jahre alte Unternehmen die Sportnachrichten-Plattform The Athletic. Durch die Übernahme steige man zum weltweiten Anführer im Sportjournalismus auf, sagte NYT-Chefin Meredith Kopit Levien. The Athletic wurde 2016 gegründet und zählt 1,2 Millionen Abonnenten. Die Plattform berichtet über 200 Clubs und Teams in den USA und weltweit. Bei einer Finanzierungsrunde 2020 wurde die Firma mit 500 Millionen Dollar bewertet. Die New York Times setzt seit einiger Zeit auf Abo-Modelle für digitale Angebote – auch außerhalb des traditionellen Nachrichtengeschäfts.

Marktgeschehen

Marktentwicklungen 7.Januar 2022

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Die Entwicklungen des 6.Januars finden Sie hier.

7. Januar: Der Börsen Vormittag

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Update: 17:24

Frankfurt, 07. Jan (Reuters) – Es folgt der Börsen-Ticker zu wichtigen Kursbewegungen an den internationalen Finanzmärkten und ihren Ursachen:

17.16 Uhr – Der 550 Millionen Dollar schwere Kauf der Sport-Webseite The Athletic brockt der New York Times den größten Kurssturz seit dem Börsen-Crash vom März 2020 ein. Die Aktien des Zeitungsverlages fallen um mehr als elf Prozent auf 42,36 Dollar. Langfristig sei die Übernahme zwar sinnvoll, schreiben die Analysten vom Brokerhaus Guggenheim. Der Preis sei allerdings hoch und die notwendigen Investitionen ebenfalls.

15.15 Uhr – Die Anbindung der eigenen Software an die Werbeplattform des Online-Händlers Amazon beschert Marin einen Kurssprung. Die Aktien des Spezialisten für Digitalmarketing steigen im vorbörslichen US-Geschäft um 30 Prozent.

10.29 Uhr – Angebotssorgen treiben die Ölpreise weiter in die Höhe. Der Preis für die Nordseesorte Brent klettert um bis zu 1,2 Prozent auf 82,98 Dollar je Barrel, den höchsten Stand seit mehr als sechs Wochen. Auch das US-Leichtöl WTI kostet mit bis zu 80,46 Dollar je Fass so viel wie zuletzt Mitte November. Es wurde in der Spitze 1,3 Prozent höher gehandelt. Laut Commerzbank-Analyst Carsten Fritsch lassen vor allem Angebotssorgen die Ölpreise weiter steigen. Die Unruhen in Kasachstan schürten Befürchtungen, die dortige Ölproduktion könnte ebenfalls beeinträchtigt sein, erklärte der Experte. Kasachstan produziert laut Fritsch knapp 1,7 Millionen Barrel Rohöl pro Tag und gehört damit zu den größeren Produzentenländern innerhalb der OPEC+. Neben Kasachstan nährten aber auch zeitweilige Produktionsrückgänge in Libyen die Angebotssorgen, so der Experte.

10.01 Uhr – Besser als erwartet ausgefallene Umsätze im vierten Quartal und im Gesamtjahr geben STMicroelectronics Auftrieb. Die Aktien des französisch-italienischen Chipherstellers klettern in der Spitze um 4,7 Prozent auf 44,92 Euro, den höchsten Stand seit mehr als fünf Wochen.

08.43 Uhr – Der Gewinnsprung bei Samsung Electronics schiebt die Aktien von Halbleiterhersteller Infineon an. Die Titel legen bei Lang & Schwarz 1,3 Prozent zu und gehören damit zu den stärksten Dax-Werten. Samsung Electronics hat dank der hohen Nachfrage nach Speicherchips das höchste Betriebsergebnis seit vier Jahren eingefahren. Die Aktien gewannen knapp zwei Prozent.

07.52 Uhr – Für Bitcoin & Co geht es zum Wochenschluss weiter bergab: Die größte und älteste Cyber-Devise verliert bis zu fünf Prozent auf 40.959 Dollar und markiert damit den niedrigsten Stand seit mehr als drei Monaten. Ethereum fällt in der Spitze um knapp neun Prozent ebenfalls auf ein Drei-Monats-Tief von 3129 Dollar. Seit Jahresbeginn kommen Bitcoin und Ethereum damit bereits auf ein Minus von rund zehn beziehungsweise 14 Prozent. „Bitcoin hat seinen Weg ins Jahr 2022 verschlafen“, kommentiert Craig Erlam vom Brokerhaus Oanda. Anleger hatten sich zuletzt aus Furcht vor rasch steigenden Zinsen in den USA aus riskanteren Anlagen wie Kryptowährungen zurückgezogen.

07.40 Uhr – Nach einer Hochstufung steht Lanxess bei Lang & Schwarz an der MDax-Spitze. Die Aktien legen 1,6 Prozent zu. Barclays hat die Titel auf „Overweight“ von „Equal Weight“ heraufgesetzt und das Kursziel auf 70 (60) Euro erhöht.

Boerse Schaubild

7. Januar der Börsen Vormittag

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Der Börsen Vormittag vom 6.Januar 2022

Dax höher erwartet – US-Jobdaten im Blick

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Frankfurt, 07. Jan (Reuters) – Zum Abschluss der Börsenwoche wird der Dax Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge am Freitag höher starten. Am Donnerstag hatte er wegen Spekulationen auf eine aggressivere Straffung der US-Geldpolitik 1,4 Prozent auf 16.052,03 Punkte verloren. Im Fokus stehen vor allem die US-Arbeitsmarktdaten.

Sollten sie ähnlich wie die Zahlen der privaten Arbeitsagentur ADP besser ausfallen als erwartet, würde dies den Spekulationen auf schnellere Zinserhöhungen der Notenbank Fed neue Nahrung geben. Experten rechnen für Dezember mit dem Aufbau von 400.000 Stellen außerhalb der Landwirtschaft, rund doppelt so viel wie im Vormonat. Die Jobdaten drängen die anderen Konjunkturdaten wie die europäische Inflationsrate oder das Wirtschaftsvertrauen im Euro-Raum in den Hintergrund. Erstere wird sich Analysten zufolge auf 4,7 Prozent im Jahresvergleich abschwächen.

Das Wirtschaftsvertrauen dürfte leicht auf 116 Punkte zurückgehen. Unabhängig davon beraten Bund und Länder über den Kampf gegen die Omikron-Variante des Coronavirus. Geplant sind unter anderem weitere Kontaktbeschränkungen und eine Verschärfung der Maskenpflicht.

Schlusskurse europäischer Indizes Stand
am vorangegangenen Handelstag
Dax 16.052,03
Dax-Future 16.038,00
EuroStoxx50 4.324,81
EuroStoxx50-Future 4.318,00

Schlusskurse der US-Indizes am Stand Veränderung
vorangegangenen Handelstag
Dow Jones 36.236,47 -0,5 Prozent
Nasdaq 15.080,87 -0,1 Prozent
S&P 500 4.696,05 -0,1 Prozent

Asiatische Indizes am Freitag Stand Veränderung

Nikkei 28.478,56 +0,0 Prozent
Shanghai 3.590,33 +0,1 Prozent
Hang Seng 23.457,95 +1,7 Prozent

Dax höher erwartet – US-Jobdaten im Blick

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Fed-Signale zur Geldpolitik verderben Anlegern die Laune

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Frankfurt, 06. Jan (Reuters) – Aus Furcht vor einer schärferen Straffung der US-Geldpolitik als erwartet ziehen sich Anleger aus den europäischen Aktienmärkten zurück. Dax und EuroStoxx50 fielen am Donnerstag um jeweils mehr als ein Prozent auf 16.099 beziehungsweise 4333 Punkte.

Auslöser dieser Verkäufe seien die Mitschriften der jüngsten Beratungen der US-Notenbank Fed, sagte Anlagestratege Michael Hewson vom Brokerhaus CMC Markets. „Was die Märkte scheinbar auf dem falschen Fuß erwischt hat, war die Diskussion um eine Reduzierung der Bilanz, also den Entzug von Liquidität.“

Die Diskussion um das sogenannte Quantitative Tightening (QT) deute darauf hin, dass die Inflation der Fed-Führung größere Sorgen bereite als gedacht, sagte Neil Wilson, Chef-Analyst des Online-Brokers Markets.com. „Es ist noch nicht so lange her, da sahen sie Zinserhöhungen frühestens 2024 und QT wurde nicht einmal erwähnt.“

BOND-RENDITEN ZIEHEN KRÄFTIG AN

Um ihre Wertpapierbestände abzubauen, kann eine Notenbank das Geld aus auslaufenden Anleihen nicht mehr reinvestieren oder aktiv verkaufen. Vor diesem Hintergrund flogen Staatsbonds aus den Depots. Dies trieb die Rendite der richtungweisenden zehnjährigen US-Treasuries auf ein Neun-Monats-Hoch von plus 1,751 Prozent. Ihre deutschen Pendants rentierten mit minus 0,033 Prozent so hoch wie zuletzt vor gut zweieinhalb Jahren.

Am Aktienmarkt gerieten vor allem Technologiewerte unter die Räder. Der europäische Branchenindex steuerte mit einem Minus von bis zu 3,5 Prozent auf den größten Tagesverlust seit dem Kursrutsch nach dem Auftauchen der Omikron-Variante des Coronavirus Anfang Dezember zu. Eine steigende Inflation und höhere Zinsen entwerten Experten zufolge zukünftige Gewinne dieser wachstumsstarken Firmen. Die Aussicht auf eine straffere Geldpolitik machte auch die „Anti-Inflationswährung“ Gold unattraktiver. Das Edelmetall gab rund ein Prozent auf 1790 Dollar je Feinunze (31,1 Gramm) nach.

Portfoliomanager Carlos de Sousa vom Vermögensverwalter Vontobel bezeichnete die aktuellen Kursreaktionen jedoch als überzogen. „Die Tatsache, dass sie Quantitative Tightening diskutieren, bedeutet nicht, dass sie es auch tun werden.“

UNRUHEN IN KASACHSTAN TREIBEN ÖLPREIS

Aufwärts ging es dagegen mit dem Ölpreis. Die Sorte Brent aus der Nordsee verteuerte sich um 1,6 Prozent auf 82,12 Dollar je Barrel (159 Liter). Als einen Grund nannte Commerzbank-Analystin Barbara Lambrecht die Unruhen in Kasachstan. „Das Land stemmt derzeit immerhin eine Ölförderung von 1,6 Millionen Barrel pro Tag.“

Das mittelasiatische Land ist außerdem der weltgrößte Exporteur von Uran. In Erwartung von Lieferausfällen und Preissteigerungen stiegen Investoren bei Förderern dieses für Atomreaktoren benötigten radioaktiven Materials ein. Der in den USA börsennotierte Global X-Fonds (ETF) auf diese Werte stieg vorbörslich um 1,6 Prozent.

ZUKAUF VON ALD KOMMT BEI ANLEGERN GUT AN

Stark gefragt waren auch die Aktien von ALD, die in Paris zeitweise zehn Prozent zulegten, so stark wie zuletzt vor mehr als einem Jahr. Die Autoleasing-Firma will für 4,9 Milliarden Euro den Rivalen LeasePlan übernehmen. Das Unternehmen verspricht sich von dem Deal eine Verbesserung des Reingewinns um fünf Prozent ab 2024. Die Titel der ALD-Mutter Societe Generale (SocGen) gewannen rund zwei Prozent.

In London drohte den Papieren von Dr. Martens mit einem Minus von bis zu 13 Prozent auf 366,6 Pence dagegen der größte Tagesverlust der Firmengeschichte. Die Investmentbank Goldman Sachs verkaufte nach eigenen Angaben im Auftrag des Finanzinvestors Permira 65 Millionen Aktien des Schuh-Herstellers zu je 395 Pence.

Fed-Signale zur Geldpolitik verderben Anlegern die Laune

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