Mittwoch, September 2, 2026
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Paula Lambert warnt vor hoher Suizidrate bei Männern

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Paula Lambert (Archiv), via dts NachrichtenagenturMünchen (dts Nachrichtenagentur) – Die Moderatorin Paula Lambert sieht einen Zusammenhang zwischen patriarchalen Strukturen und hohen Suizidraten bei Männern.

Diese Aussage decke sich mit Ergebnissen einer Schweizer Studie, wonach Männer mit einem traditionellen Rollenbild deutlich gefährdeter für einen Suizid seien, sagte sie der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (NOZ). „Das muss nur endlich bei ihnen ankommen“, so Lambert weiter. Sie erklärte, dass Männer sich in gleichberechtigten Gesellschaften besser entwickeln und glücklicher leben könnten.

Zugleich äußerte sich Lambert besorgt über die Rückkehr traditioneller Rollenbilder. „Frauen sollen einer bestimmten optischen Vorstellung entsprechen, während Männer in patriarchalen Strukturen herumhängen und sich kein Stück weiterentwickeln“, sagte sie. Diese Rückentwicklung sieht Lambert auch durch die sozialen Netzwerke befeuert, etwa durch „Formate wie Onlyfans“. Das sei „sehr traurig“, so die Autorin. Sie verwies darauf, dass das Patriarchat auch Männer unglücklich mache.


Foto: Paula Lambert (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Merz sieht "großen Fortschritt" durch Alaska-Gipfel

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Wolodymyr Selenskyj und Friedrich Merz am 13.08.2025, via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Nach dem Treffen zwischen US-Präsident Donald Trump und dem russischen Präsidenten Wladimir Putin, sieht Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) noch Möglichkeiten, wie dieser Gipfel zum Erfolg werden könnte.

Voraussetzung sei, dass jetzt die „richtigen Schritte“ unternommen würden, sagte Merz am Samstag den Sendern RTL und ntv. „Er hat uns ja sehr ausführlich dargelegt, wie intensiv er mit Putin über Modalitäten eines Friedensabkommens gesprochen hat. Bis hin zu der Zusage, dass Amerika bereit ist, Sicherheitsgarantien für die Ukraine zu geben. Das ist in der gemeinsamen Pressekonferenz gestern so noch gar nicht zum Ausdruck gekommen.“

„Das, finde ich, ist ein wirklich großer Fortschritt, dass Amerika bereit ist, solche Sicherheitsgarantien mit uns Europäern zu geben. Aber die große Arbeit an einem Friedensabkommen, wenn es jetzt keinen Waffenstillstand geben sollte, die liegt jetzt vor allen Beteiligten und nicht hinter uns“, sagte der Bundeskanzler.

Carlo Masala von der Universität der Bundeswehr kritisiert dagegen, dass der US-Präsident beim Treffen mit Putin zuvor getroffene Absprachen nicht eingehalten habe. „Aus europäischer Perspektive gilt erneut der Satz: Man kann sich auf die USA nicht mehr verlassen“, sagte Masala dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“.

Trump sei auf die Linie von Putin umgeschwenkt, der statt eines Waffenstillstands ein Friedensabkommen möchte. „Aus Perspektive von Moskau war das Treffen ein großer Erfolg: Putin geht keine Kompromisse ein. Er wird auf Augenhöhe empfangen“, sagte Masala. Wenn ein Friedensabkommen verhandelt werde, müsse die Ukraine daran beteiligt werden, forderte er.

Über die Nähe, die Trump bei der Begrüßung Putins an den Tag legte, zeigte er sich nicht überrascht: „Wir wissen ja, dass Trump eine Faszination für Putin hat. Genauso wie für andere autoritäre Führer.“


Foto: Wolodymyr Selenskyj und Friedrich Merz am 13.08.2025, via dts Nachrichtenagentur

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Unwetterwarnung in Süddeutschland für gesamtes Wochenende

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Unwetter (Archiv), via dts NachrichtenagenturOffenbach am Main (dts Nachrichtenagentur) – Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt für den Süden und Südosten Deutschlands vor örtlich unwetterartigen Gewittern.

Den Meteorologen zufolge sind insbesondere Teile Bayerns und Baden-Württembergs betroffen. Mögliche Auswirkungen umfassen Überflutungen von Kellern und Straßen, Blitzschäden sowie Schäden an Gebäuden, Autos und landwirtschaftlichen Kulturen durch Hagelschlag.

Die aktuellen Warnungen gelten bis voraussichtlich Sonntagabend um Mitternacht. Eine Verlängerung der Warnungen ist mit geringer Wahrscheinlichkeit zu erwarten. Im Südosten Deutschlands herrscht weiterhin eine sehr warme und zu Gewittern neigende Luftmasse vor.

In Bayern und Baden-Württemberg treten bis in die Nacht hinein lokal kräftige Gewitter auf, die sich nur sehr langsam verlagern. Diese können in kurzer Zeit Regenmengen zwischen 20 und 30, punktuell um oder über 40 Liter pro Quadratmeter sowie örtlich Hagel um 2 cm und vereinzelt stürmische Böen bis 70 km/h bringen. Im Verlauf des Samstagabends und in der Nacht zum Sonntag ziehen sich die Gewitter in den Südosten Bayerns zurück, und die Unwettergefahr nimmt allmählich ab.


Foto: Unwetter (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Union uneins bei Bewertung von Alaska-Gipfel

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Roderich Kiesewetter (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Der außenpolitische Sprecher der Unionsfraktion, Jürgen Hardt, hat die europäische Unterstützung für den Alaska-Gipfel verteidigt.

„In Anchorage ist wenig vereinbart worden und doch viel passiert“, sagte Hardt dem Nachrichtenportal T-Online. „Eigentlich sollte der Kriegsverbrecher Putin keine solche Bühne bekommen. Aber es muss der Legende begegnet werden, dass nicht genug versucht werde, um den mörderischen Krieg Putins gegen die Ukraine zu beenden.“

Hardt betonte, dass das Treffen deshalb auch die Zustimmung der Europäer gehabt habe. „Doch außer netten Bildern war für Putin offenbar nichts zu holen. Der Kriegstreiber ging mit leeren Händen.“ Zusagen habe es wohl keine gegeben, die darbende russische Staatskasse müsse nach wie vor Sekundärsanktionen befürchten. „Die Welt ist am Tag nach Anchorage keine schlechtere.“

CDU-Außenpolitiker Roderich Kiesewetter sieht das deutlich anders: „Wie befürchtet, ist das Treffen in Alaska ein schwarzer Tag für die Ukraine und Europa, da über unsere Köpfe hinweg verhandelt wurde und ein Aggressorstaat für seinen Terror und seinen Vernichtungskrieg belohnt wird.“ Trumps Ankündigung, entweder einen Waffenstillstand oder verschärfte Maßnahmen gegen Russland zu verhängen, sei nicht umgesetzt worden.

„Durch die Anerkennung eines Kriegsverbrechers als Verhandlungspartner und durch die Diskussion über völkerrechtswidrige Landnahme fand zum wiederholten Male eine unnötige Aufwertung Putins durch Trump statt“, sagte Kiesewetter. „Auch dies zeigt, dass Trump nicht aufseiten Europas ist.“ Europa müsse nun massiv in die eigene Rüstungsindustrie investieren.

Lea Reisner, Sprecherin für internationale Beziehungen der Linken im Bundestag, mahnt, dass die Ukraine niemals „zum Spielball imperialer Deals“ werden dürfe. Klar sei aber auch, dass man nicht an China vorbeikomme, wenn man ernsthaft Druck auf Putin ausüben wolle, sagte Reisner zu T-Online. „Europa muss Peking in die diplomatische Verantwortung ziehen – ohne diese Machtbalance bleibt jeder Friedensappell wirkungslos“, forderte Reisner.

Sie kritisierte weiter: „Während Selenskyj im Weißen Haus wie ein Schuljunge gescholten wurde, hat Trump Putin den roten Teppich ausgerollt.“ Spätestens jetzt sei klar, dass es bei dem Treffen nicht um Frieden, sondern um Machtspiele zweier autoritärer Männer gegangen sei. „Putin wurde diplomatisch aufgewertet, konkrete Ergebnisse gab es nicht – während in der Ukraine weiter Menschen sterben.“ Trump habe keinerlei Interesse an einem Frieden für die Ukraine. Deshalb müssten Deutschland und die europäischen Staaten endlich neu denken.

Der Russlandforscher Stefan Meister hat den Ausgang des Alaska-Gipfels von US-Präsident Donald Trump und Russlands Präsident Wladimir Putin als „Tiefpunkt der US-Diplomatie“ bezeichnet. „Es gibt keinerlei Erfolg mit Blick auf Frieden in der Ukraine, aber es gibt für Putin den Erfolg, dass er mit seiner Politik durchkommt“, sagte Meister, der in der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik (DGAP) in Berlin ein Zentrum für Osteuropa, Russland und Zentralasien leitet, den Zeitungen der Funke-Mediengruppe.

„Putin hat Zeit gewonnen für seinen Krieg und Trump wird ihn nicht sanktionieren“, sagte Meister. „Ich hatte nicht viel erwartet von diesem Gipfel, da Putin zu keinerlei Kompromissen bereit ist. Aber es ist schlimmer gekommen: Putin als Kriegsverbrecher, der weiter täglich in der Ukraine die Zivilbevölkerung bombardieren lässt, ist von US-Präsident Trump legitimiert worden als großer internationaler Führer.“ Putin habe „seine Erzählung und damit Desinformation“ über die Ursachen des Krieges und die Ukraine verbreiten dürfen, „Trump hat ihm einen Ritterschlag gegeben“. Einem Waffenstillstand sei man dagegen „keinen Millimeter“ nähergekommen.


Foto: Roderich Kiesewetter (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Israelischer Ex-Botschafter: Staatsräson "auch keine heilige Kuh"

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Israelische Fahne an der Knesset (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Der ehemalige israelische Botschafter in Deutschland Shimon Stein hält die Entscheidung von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU), die Lieferung bestimmter Rüstungsgüter an Israel vorerst auszusetzen, für eine Bauchentscheidung.

„Ich sehe dahinter keine Strategie des Bundeskanzlers, sondern eine Entscheidung aus der Not“, sagte Stein der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ (FAS). „Das war eine Bauchentscheidung, getrieben von Emotionen, vor allem von Frustration.“

Einen Bruch mit der deutschen Staatsräson sehe er in der Entscheidung nicht, so Stein weiter. Wohl aber verdeutliche sie ein „Dilemma, das sich für Deutschland nur schwer auflösen lässt. Einerseits ist das Land Grundprinzipien wie dem Völkerrecht und dem humanitären Recht verpflichtet. Auf der anderen Seite steht die Staatsräson, die Israel einen gewissen Sonderstatus verleiht.“

In der Vergangenheit habe man bisweilen den Eindruck gewinnen können, dass die Staatsräson gegenüber den anderen Prinzipien das größere Gewicht habe, sagte Stein. Und weiter: „Die jetzige Entscheidung von Merz zeigt in eine andere Richtung. Flapsig ausgedrückt: Die Staatsräson ist auch keine heilige Kuh.“

Den aktuellen Kurs der israelischen Regierung unter Ministerpräsident Benjamin Netanjahu bezeichnete der ehemalige Botschafter als „Irrweg“, dem es „klare Signale von außen“ entgegenzusetzen gelte. Finanzminister Bezalel Smotrich und Sicherheitsminister Itamar Ben-Gvir, die sich immer wieder gegen das Selbstbestimmungs- und Existenzrecht der palästinensischen Bevölkerung ausgesprochen haben, müssten deshalb sanktioniert werden, forderte Stein.


Foto: Israelische Fahne an der Knesset (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Soziologe sieht Polarisierung vor allem als politische Strategie

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Deutscher Bundestag (Archiv), via dts NachrichtenagenturBremen (dts Nachrichtenagentur) – Der Soziologe Nils C. Kumkar sieht keine Anzeichen für eine Spaltung der Gesellschaft in Deutschland. Tiefe ideologische Gräben, wie oft angenommen, gebe es hierzulande nicht.

Vielmehr werde Polarisierung von Politikern aller Parteien als Vehikel genutzt, um Menschen zu mobilisieren und in den politischen Prozess zu integrieren. „Vermutlich würde kein Politiker offen sagen: Ich fahre eine Polarisierungsstrategie. Dafür ist der Begriff zu negativ besetzt“, sagte Kumkar dem „Spiegel“. „Aber alle machen sich diesen Mechanismus zunutze.“

Kumkar verwies auf die Entscheidung von Bundestagspräsidentin Julia Klöckner (CDU), zum Christopher Street Day keine Regenbogenflagge am Bundestag zu hissen. „Damit positioniert sie sich zwischen zwei Lagern, die sich selbst so gar nicht zu Wort gemeldet haben“, sagte er. „Man könnte meinen, es gäbe da draußen ein konsolidiertes links-grünes Woke-Lager, das dafür kämpft, überall Regenbogenflaggen zu hissen – und auf der anderen Seite eine große Gruppe konservativer Christen, die traditionelle Lebensmodelle verteidigt und sich von ebendieser Regenbogenflagge angegriffen fühlt. Die gibt es aber so gar nicht.“ So erwecke Klöckner erst den Eindruck einer klaren Front.

Kumkar sagte weiter, dass der Konflikt zwischen Extremmeinungen oft nur unterstellt werde. So auch in der Debatte über die ehemalige Kandidatin der SPD für das Bundesverfassungsgericht, Frauke Brosius-Gersdorf: „Erst durch die Erzählung, es gebe eine linksradikale Szene, die das Verfassungsgericht kapern wolle, wurde daraus ein politisches Problem.“ Er selbst sorge sich nicht um die Polarisierung der Gesellschaft. „Politik und Gesellschaft sollten keine Scheu haben, Gegensätze offenzulegen und Konflikte zu suchen – auch wenn sie polarisieren“, so Kumkar. Die Frage sei, über welche Themen man streite – und wie.

Der Soziologe forscht an der Universität Bremen unter anderem zu politischem Konflikt, Rechtspopulismus und Verschwörungstheorien.


Foto: Deutscher Bundestag (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Bahn hat Angebote für Familien schon seit Monaten ausgedünnt

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ICE (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Deutsche Bahn – derzeit vor einem personellen Umbruch und nach wie vor wegen Abschaffung der Familienreservierung in der Kritik – hat verschiedene Angebote für Kinder und deren Eltern bereits in den letzten Monaten und Jahren kontinuierlich ausgedünnt – weitgehend unbemerkt von der Öffentlichkeit. Dazu kommen auch noch technische Probleme beim Reservierungssystem, die für Familien besonders ungünstig sind.

So gab es seit 2003 in Zusammenarbeit mit der Bahnhofsmission eine Begleitung für alleinreisende Kinder und 2018 wurde noch das 15-jährige Jubiläum gefeiert – mittlerweile ist der Service, „Kids on tour“ genannt, sang- und klanglos eingestellt. Einen medialen Aufschrei gab es nicht, schon vorher war der Service, der offensichtlich gerne von getrennt lebenden Eltern in Anspruch genommen wurde, nicht sehr bekannt. Aber: Innerhalb von 15 Jahren soll es immerhin rund 100.000 Buchungen gegeben haben, mit tendenziell steigender Nachfrage. Das Angebot werde derzeit „überarbeitet“, sagte Bahn-Sprecherin Susanne Schulz der dts Nachrichtenagentur. „Sobald wir eine Lösung erarbeitet haben, werden wir darüber informieren.“

Aber auch die allgemeine Kinderbetreuung in den Fernzügen wurde in den letzten Monaten drastisch reduziert. Derzeit sind nur noch sonntags „auf 24 ausgewählten Fernverkehrsverbindungen“ speziell geschulte Kinderbetreuer unterwegs, die Bastelangebote, Spielen, Schminken und Vorlesen anbieten. „Das Angebot wird regelmäßig angepasst“, sagt Schulz dazu auf Anfrage. Und zwar offensichtlich nach unten: Wann genau die Reduzierung erfolgte, will die Bahn nicht verraten, aber 2017 warb der Staatskonzern noch öffentlich mit 3.000 Zügen pro Jahr, also umgerechnet 57 pro Woche, auf denen Kinderbetreuer mitfahren, das waren mehr als doppelt so viele wie es derzeit noch sind.

Und abgesehen davon, dass Familien für die Reservierung seit Mitte Juni deutlich mehr bezahlen müssen, gibt es auch noch neuen Stress mit dem Buchungssystem: So ist es seit einiger Zeit technisch problemlos möglich, auch ohne Kind eine Reservierung im Familienabteil zu ergattern. Umgekehrt werden Eltern mit Kindern bei der automatischen Sitzplatzzuweisung mitunter in den „Ruhebereich“ geschickt – Ärger mit Mitreisenden ist dabei vorprogrammiert.

Die Bahn räumt ein, dass es diesbezüglich Probleme beim Reservierungssystem gibt: „Unser Ziel ist es, dass künftig auch diese automatische Sitzplatzzuweisung stärker an die individuellen Bedürfnisse der Reisenden angepasst ist“, sagte Schulz dazu der dts Nachrichtenagentur. Auch dass Plätze im Familienbereich durch Fahrgäste ohne mitreisende Kinder reserviert werden können, soll verhindert werden. „Hier arbeiten wir an weiteren Verbesserungen“, sagte die Bahn-Sprecherin.

Rechtlich gesehen ist die Sache aber klar: Die Kleinkindabteile seien Reisenden mit Kleinkindern vorbehalten und müssten bei Bedarf diesen zur Verfügung gestellt werden, offenbar auch wenn es eine Reservierung gibt. „Dies ist in den Beförderungsbedingungen, Abschnitt A6.1, nachzulesen, zudem findet sich ein entsprechender Hinweis auf den Tickets selbst“, sagte die Bahn-Sprecherin.

Sie betont zudem, dass die Bahn trotz allem „klar der Verkehrsanbieter mit den kinderfreundlichsten Mitnahmeregeln in Deutschland und Europa“ sei. So fahren Kinder und Jugendliche bis einschließlich 14 Jahren auch weiterhin im Fernverkehr der Deutschen Bahn in Begleitung eines Erwachsenen kostenlos. Neun Millionen Kinder sollen davon im letzten Jahr profitiert haben, nach Bahn-Angaben 50 Prozent mehr als noch vor zehn Jahren.


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Vier Jugendliche sterben bei Autounfall in Kürten

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Polizei (Archiv), via dts NachrichtenagenturKürten (dts Nachrichtenagentur) – Bei einem schweren Verkehrsunfall in Kürten bei Bergisch-Gladbach sind am frühen Samstagmorgen vier Jugendliche ums Leben gekommen.

Ein 16-Jähriger war mit dem Auto seiner Eltern unterwegs und verunglückte schwer, berichtet der WDR unter Berufung auf Polizeiangaben. In einer Kurve kam er demnach von der Fahrbahn ab und prallte gegen einen Baum.

Nach ersten Erkenntnissen hatte der 16-Jährige das Auto ohne das Wissen seiner Eltern genommen. Der Jugendliche selbst wurde bei dem Unfall schwer verletzt.

Bei den Toten handelt es sich um zwei 19-jährige junge Männer sowie ein 14- und ein 16-jähriges Mädchen. Die genauen Umstände des Unfalls werden noch ermittelt.


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Europäische Führer loben Trumps Einsatz nach Alaska-Gipfel

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Donald Trump (Archiv), via dts NachrichtenagenturBrüssel (dts Nachrichtenagentur) – Die europäischen Partner der USA begrüßen die Bemühungen von US-Präsident Donald Trump, den Krieg in der Ukraine zu beenden und einen „gerechten und dauerhaften Frieden“ zu finden.

Das teilten Frankreichs Präsident Emmanuel Macron, Italiens Premierministerin Giorgia Meloni, Bundeskanzler Friedrich Merz, der britische Premierminister Keir Starmer, Finnlands Präsident Alexander Stubb, Polens Premierminister Donald Tusk sowie die EU-Spitzen Antonio Costa und Ursula von der Leyen am Samstag mit. Zuvor hatte Trump sie über sein Treffen mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin in Alaska informiert.

Die europäischen Führer erklärten ihre Bereitschaft, an einem trilateralen Gipfel mit Trump und Selenskyj teilzunehmen. Sie forderten, dass die Ukraine Sicherheitsgarantien erhält, um ihre Souveränität und territoriale Integrität zu verteidigen.

Die Staats- und Regierungschefs sagten, dass die Unterstützung für die Ukraine fortgesetzt werde, um den Druck auf Russland aufrechtzuerhalten. Sanktionen und wirtschaftliche Maßnahmen würden verstärkt, bis ein „gerechter und dauerhafter Frieden“ erreicht sei. Die Ukraine könne auf die „unerschütterliche Solidarität“ zählen, um ihre und Europas Sicherheitsinteressen zu wahren.


Foto: Donald Trump (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Zwei Tote nach Flucht vor Polizeikontrolle im Saarland

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Polizei (Archiv), via dts NachrichtenagenturHomburg-Kirrberg (dts Nachrichtenagentur) – Ein 21-jähriger Mann und seine gleichaltrige Beifahrerin sind am Samstag in den frühen Morgenstunden auf der Landstraße L 213 zwischen Zweibrücken-Mörsbach und Homburg-Kirrberg tödlich verunglückt. Das teilte die Polizeiinspektion Homburg mit. Der Fahrer hatte sich demnach zuvor einer Kontrolle durch Beamte der Polizei Zweibrücken entzogen.

Nach ersten Ermittlungen kam der Pkw in einer Rechtskurve nach links von der Fahrbahn ab, durchbrach eine Schutzplanke und prallte gegen einen Baum. Beide Insassen erlitten dabei tödliche Verletzungen. Die Unfallstelle wurde für die Untersuchung voll gesperrt, die Straße bleibt voraussichtlich bis in den Nachmittag gesperrt.

Die Staatsanwaltschaft Saarbrücken hat einen Gutachter mit der Rekonstruktion des Unfalls beauftragt. Die Ermittlungen stehen noch am Anfang.


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