Donnerstag, August 6, 2026
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Rachel mahnt zur Stärkung der Religionsfreiheit

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Thomas Rachel (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Der Beauftragte der Bundesregierung für Religions- und Weltanschauungsfreiheit, Thomas Rachel (CDU), mahnt zur Stärkung der Religions- und Weltanschauungsfreiheit.

„Immer wieder kommt es zu gewaltsamen Übergriffen und Anschlägen auf Gläubige verschiedener Religionen und Weltanschauungen“, sagte Rachel am Freitag. Religions- und Weltanschauungsfreiheit sei kein abstraktes Prinzip, sondern könne eine Frage von Leben oder Tod sein.

In zahlreichen Ländern erführen Menschen nur aufgrund ihrer Religion und Weltanschauung Gewalt und Verfolgungen, willkürliche Inhaftierungen, Diskriminierung, Hass und administrative Schikanen, so der Bundesbeauftragte. „Alle Staaten stehen in der dringenden Verantwortung, religiöse Minderheiten uneingeschränkt zu schützen und die Verantwortlichen von Diskriminierung und Gewalt zur Verantwortung zu ziehen.“

Darüber hinaus könnten auch Religionsgemeinschaften und die Zivilgesellschaft einen wichtigen Beitrag zur Stärkung der Religions- und Weltanschauungsfreiheit leisten und somit ein friedliches Zusammenleben fördern, so der CDU-Politiker. Er trete für das Recht eines jeden Menschen ein, Religion und Weltanschauung allein oder in Gemeinschaft mit anderen zu leben oder zu wechseln, so Rachel.

„Gerade in Zeiten zunehmender autokratischer Tendenzen und gesellschaftlicher Polarisierung müssen wir Demokratie und Rechtsstaatlichkeit sowie Empathie, Mitmenschlichkeit und gesellschaftlichen Austausch in besonderem Maße schützen und mit Leben füllen“, sagte der Christdemokrat.


Foto: Thomas Rachel (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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DIW-Chef Fratzscher fordert verpflichtendes Dienstjahr für Rentner

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Älteres Paar (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), Marcel Fratzscher, fordert eine andere Lastenverteilung in der Gesellschaft zwischen Jung und Alt.

„Wir sollten ein verpflichtendes soziales Jahr für alle Rentnerinnen und Rentner einführen“, sagte Fratzscher dem „Spiegel“. Die ältere Generation müsse sich gesellschaftlich „stärker einbringen, beispielsweise im Sozialbereich, aber auch bei der Verteidigung“. Die Bundeswehr würde dann von den technischen Fähigkeiten vieler Rentner profitieren. „Warum sollten wir die nicht nutzen, gerade von Leuten, die früher bei der Bundeswehr ausgebildet wurden“, so Fratzscher.

Ihn störe an den aktuellen Diskussionen über eine Wiedereinführung der Wehrpflicht für junge Erwachsene, „dass wir die Lösung unserer Probleme häufig schematisch den Jungen aufbürden“. Die jungen Generationen seien aber bereits stark durch steigende Sozialabgaben und die Folgen des Klimawandels belastet. „Wir brauchen mehr Solidarität der Alten mit den Jungen“, so Fratzscher. Nötig sei die Verhandlung eines „neuen Generationenvertrags“ für Deutschland.


Foto: Älteres Paar (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Dax startet negativ – Blicke auf Jackson Hole gerichtet

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Frankfurter Börse, via dts NachrichtenagenturFrankfurt/Main (dts Nachrichtenagentur) – Der Dax ist am Freitag mit Kursverlusten in den Handelstag gestartet. Gegen 9:30 Uhr wurde der Leitindex mit rund 24.240 Punkten berechnet und damit 0,2 Prozent unter dem Schlussniveau vom Vortag.

An der Spitze der Kursliste rangierten Rheinmetall, Mercedes-Benz und Volkswagen. Am unteren Ende ließen die Aktien der Deutschen Post, von Siemens Energy und der Commerzbank dagegen nach.

„Der heutige Handelstag wird relativ unspektakulär verlaufen“, erwartet der Marktanalyst Andreas Lipkow. Der Datenkalender sei erneut sehr dünn und auch in der Quartalsberichtssaison werde es ruhiger. „Das einzige Highlight stellt die heutige Rede des US-Notenbankvorsitzenden Jerome Powell im Zuge des Notenbanker-Treffens in Jackson Hole dar.“

„Die Investoren werden auf die Formulierungsfeinheiten achten, die sich auf die Konjunkturentwicklungen, die Inflation und die Strafzölle beziehen könnten“, so Lipkow.

Die europäische Gemeinschaftswährung war am Freitagmorgen etwas schwächer. Ein Euro kostete 1,1597 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8623 Euro zu haben.

Der Ölpreis sank unterdessen leicht. Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Freitagmorgen gegen 9 Uhr deutscher Zeit 67,58 US-Dollar, das waren 9 Cent oder 0,1 Prozent weniger als am Schluss des vorherigen Handelstags.


Foto: Frankfurter Börse, via dts Nachrichtenagentur

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Zwei Tote bei schwerem Unfall mit Unimog in Mittelhessen

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Polizei (Archiv), via dts NachrichtenagenturHerborn-Burg (dts Nachrichtenagentur) – Bei einem schweren Verkehrsunfall in Herborn-Burg sind zwei Menschen ums Leben gekommen. Ein 54-jähriger Unimog-Fahrer und ein 22-jähriger Motorradfahrer erlagen ihren Verletzungen noch an der Unfallstelle, wie die Polizei Mittelhessen am Freitag mitteilte. Ein 24-jähriger BMW-Fahrer wurde schwer verletzt ins Krankenhaus gebracht.

Der Unfall ereignete sich am Donnerstagmittag gegen 12:30 Uhr an der Kreuzung der Bundesstraßen 255 und 277. Nach bisherigen Erkenntnissen bog der Unimog aus unbekannter Ursache nach rechts ab, überfuhr eine Verkehrsinsel und erfasste einen wartenden BMW sowie ein Motorrad. Die Fahrzeuge durchbrachen eine Schutzplanke und stürzten einen Abhang hinunter.

Unterhalb der Straße prallte der Unimog noch gegen einen abgestellten Lkw, dessen 69-jähriger Fahrer leicht verletzt wurde. Die B277 war bis 16 Uhr in Richtung Dillenburg voll gesperrt. An den Bergungsarbeiten waren neben Polizei und Rettungskräften auch die Feuerwehr und die Stadtpolizei beteiligt. Zur Unfallrekonstruktion wurde ein Sachverständiger hinzugezogen.


Foto: Polizei (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Finanzierungswende: Warum Unternehmer Eigentümerkredite neu entdecken

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Eigentümerkredit Image by FlyFin Inc from Pixabay

Unternehmerinnen und Unternehmer in Deutschland stehen aktuell vor einer Herausforderung: Kapital zu sichern, ohne die Kontrolle über ihr Unternehmen aufzugeben. Die klassische Eigenkapitalfinanzierung wird zunehmend komplexer – steigende Zinsen, vorsichtigere Investoren und ein unsicheres wirtschaftliches Umfeld verändern die Spielregeln. Vor diesem Hintergrund rückt ein Finanzierungsinstrument wieder stärker in den Fokus: der Eigentümerkredit.

In den vergangenen Jahren ist in Deutschland ein klarer Trend zu beobachten: Unternehmerinnen und Unternehmer greifen vermehrt auf besicherte Fremdfinanzierungen zurück, um Wachstum zu sichern und gleichzeitig ihre unternehmerische Unabhängigkeit zu wahren. Daten der KfW und Branchenanalysen zeigen, dass Kreditfinanzierungen – insbesondere solche mit klaren Sicherheiten – wieder stärker nachgefragt werden, nachdem Eigenkapitalfinanzierungen durch das gestiegene Zinsumfeld und vorsichtigere Investoren schwieriger geworden sind.

Was genau ist ein Eigentümerkredit?

Ein Eigentümerkredit ist eine Form der Finanzierung, bei der das Kapital vom Eigentümer selbst bereitgestellt oder vermittelt wird, ohne dass neue Investoren Anteile am Unternehmen erhalten. Diese Struktur ermöglicht es Unternehmern, Investitionen oder Expansionen zu finanzieren, ohne die Stimmrechte oder Unternehmensanteile zu verwässern. Anders als klassische Bankkredite sind Eigentümerkredite oft flexibler in Laufzeit, Tilgung und Besicherung, da sie zwischen erfahrenen Unternehmern und Kapitalgebern individuell ausgehandelt werden.

Warum Eigentümerkredite gerade jetzt an Bedeutung gewinnen

Die Gründe für die Renaissance des Eigentümerkredits sind vielschichtig. Nach Jahren historisch niedriger Zinsen steigen die Kosten für klassische Bankkredite, wodurch Eigentümerkredite für viele Unternehmerinnen und Unternehmer zu einer attraktiven Alternative werden. Sie bieten die Möglichkeit, notwendiges Kapital zu sichern, ohne auf traditionelle Bankfinanzierungen angewiesen zu sein.

Ein weiterer zentraler Faktor ist die Kontrolle über das eigene Unternehmen. Viele Geschäftsführende möchten strategische Entscheidungen weiterhin selbst treffen und sind daher weniger geneigt, Eigenkapital abzugeben. Eigentümerkredite ermöglichen es, Finanzierungsbedarf zu decken, ohne Anteile am Unternehmen aufzugeben – ein entscheidender Vorteil für diejenigen, die langfristige Unabhängigkeit wahren wollen.

Darüber hinaus wirken die aktuellen Marktunsicherheiten als treibende Kraft. Angesichts wirtschaftlicher Schwankungen bevorzugen Unternehmen flexible, individuell zugeschnittene Finanzierungsformen, die sich an den eigenen Bedürfnissen orientieren und rasch an veränderte Rahmenbedingungen angepasst werden können.

Diese Entwicklungen spiegeln sich auch in der breiteren Finanzierungspraxis wider. Studien zur Unternehmensfinanzierung in Deutschland zeigen, dass alternative Kreditformen zunehmend genutzt werden, um Wachstumsvorhaben trotz restriktiver Kreditvergaben umzusetzen. Weitere Einblicke in Trends und Entwicklungen bei der Kapitalbeschaffung für Unternehmen liefern aktuelle Analysen, die den Wandel im Finanzierungsmarkt detailliert aufzeigen.

Praxisbeispiele: Eigentümerkredite im Einsatz

In der Praxis können Eigentümerkredite unterschiedlich genutzt werden:

  • Ein Unternehmen erweitert seine Produktionskapazitäten und nutzt einen Eigentümerkredit, um die Investition schnell zu finanzieren, ohne auf externe Kapitalgeber angewiesen zu sein.
  • Ein Start-up investiert in die Digitalisierung seiner Prozesse, finanziert die Softwareentwicklung über einen Eigentümerkredit und behält gleichzeitig die volle Kontrolle über strategische Entscheidungen.
  • Familienunternehmen setzen Eigentümerkredite ein, um Zwischenfinanzierungen bei Unternehmensnachfolgen zu ermöglichen, ohne Anteile abzugeben oder externe Investoren zu beteiligen.

Solche Fälle verdeutlichen, dass Eigentümerkredite besonders dann attraktiv sind, wenn Flexibilität und Kontrolle wichtiger sind als kurzfristige Liquiditätsspritzen von außen.

Vor- und Nachteile im Überblick

Wie jede Finanzierungsform haben Eigentümerkredite Vor- und Nachteile:

VorteileNachteile
Unternehmer behalten volle KontrolleKapitalgeber müssen Vertrauen in das Unternehmen haben
Flexible Tilgungs- und KonditionsgestaltungHöhere persönliche Haftung möglich
Schnelle Umsetzung möglichFinanzierungssumme meist begrenzt im Vergleich zu institutionellem Eigenkapital


Die Abwägung dieser Faktoren hängt stark von der individuellen Unternehmensstrategie und dem Finanzierungsbedarf ab.

Zukunftsperspektiven

Experten erwarten, dass Eigentümerkredite in Deutschland weiterhin an Bedeutung gewinnen werden. Angesichts eines volatileren Finanzmarktes und steigender Zinsen könnten immer mehr Unternehmer auf diese Finanzierungsform setzen, um Wachstumsprojekte umzusetzen, ohne Kontrolle und Entscheidungsfreiheit zu verlieren. Eine nachhaltige Finanzierungsstrategie wird künftig vermutlich eine Kombination aus klassischen Bankkrediten, Eigentümerkrediten und gegebenenfalls Fördermitteln sein. Informationen zu regulatorischen Rahmenbedingungen und staatlichen Förderungen sind dabei unter anderem bei der KfW abrufbar.

Fazit: Die Finanzierungslandschaft für Unternehmerinnen und Unternehmer in Deutschland erlebt eine Wende. Eigentümerkredite bieten eine Möglichkeit, Kapital effizient und kontrolliert zu nutzen, ohne auf externe Investoren angewiesen zu sein. Gerade in unsicheren Zeiten kann diese Finanzierungsform dazu beitragen, Wachstumsvorhaben umzusetzen, strategische Flexibilität zu bewahren und die unternehmerische Unabhängigkeit zu sichern.

Autor Anna Müller, Global Commerce Media

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Weniger Verkehrsunfälle im ersten Halbjahr – mehr Tote

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Polizeiauto (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – In den ersten sechs Monaten des Jahres hat es in Deutschland weniger Verkehrsunfälle gegeben. In diesem Zeitraum ereigneten sich rund 1,21 Millionen Straßenverkehrsunfälle, teilte das Statistische Bundesamt (Destatis) am Freitag mit.

Das waren 23.300 oder zwei Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Bei gut einer Million Unfällen blieb es bei Sachschäden (-2 Prozent), bei rund 139.800 Unfällen gab es Getötete oder Verletzte (+1 Prozent).

Insgesamt sind 175.000 Menschen im 1. Halbjahr 2025 bei Straßenverkehrsunfällen verletzt worden – in etwa so viele wie in den ersten sechs Monaten des Jahres 2024. Die Zahl der Verkehrstoten stieg dagegen um 25 Personen auf 1.322.

Auf die Bevölkerungszahl bezogen starben im Straßenverkehr im 1. Halbjahr 2025 in Deutschland durchschnittlich 16 Menschen je eine Million Einwohner. Sowohl gegenüber dem 1. Halbjahr 2024 als auch gegenüber dem 1. Halbjahr 2023 veränderte sich dieser Wert nicht.

Nach vorläufigen Zahlen sank im Juni 2025 die Zahl der polizeilich erfassten Unfälle gegenüber dem Vorjahresmonat um zehn Prozent auf insgesamt 195.000 Unfälle. Bei 165.000 Unfällen blieb es bei Sachschäden (-12 Prozent). Bei 29.900 Unfällen kam es zu Personenschaden (+3 Prozent). Mit rund 37.000 Personen wurden zwei Prozent mehr Verkehrsteilnehmer verletzt. Die Zahl der Getöteten ist gegenüber dem Vorjahresmonat um 26 Personen auf 301 gestiegen und damit so hoch wie im Juni vor zwei Jahren, so das Bundesamt.


Foto: Polizeiauto (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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CDU-Politiker van Beek für AfD-Verbotsverfahren

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Sascha van Beek (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Der CDU-Bundestagsabgeordnete Sascha van Beek spricht sich für ein AfD-Verbotsverfahren aus.

„Nach allem, was ich von der AfD sehe und höre, führt kein Weg an einem Verbot vorbei. Es darf kein Schnellschuss sein, aber wir dürfen auch nicht ewig öffentlich debattieren“, sagte der CDU-Politiker dem Nachrichtenmagazin POLITICO. „Ich beurteile das nicht juristisch oder politikwissenschaftlich, sondern aus Sicht eines Parlamentariers und Familienvaters. Ein Blick auf die Geschichte gibt mir auf jeden Fall Klarheit in meiner Meinung.“

Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) spricht sich dafür aus, bei der Vorbereitung eines AfD-Verbotsverfahrens unbedingt die gerichtliche Bestätigung der Einstufung der AfD als gesichert rechtsextremistisch abzuwarten.

Van Beek hat einen Vorschlag, wie man ein solches Verbot vorbereiten könnte: „Vielleicht wäre ein unabhängiger Sonderermittler der richtige Weg, der alles bündelt und vorbereitet. Am Ende gilt: weniger reden, einfach machen. Wie auch immer“, so van Beek.

Auch die Sprecherin für Recht und Verbraucherschutz in der SPD-Bundestagsfraktion, Carmen Wegge, bekräftigte gegenüber POLITICO die SPD-Forderung nach der Einrichtung einer Bund-Länder-Arbeitsgruppe: „Wir sind der festen Überzeugung, dass wir ein AfD-Verbotsverfahren jetzt vorbereiten und anschließend einleiten müssen.“ Man führe dazu auf allen Ebenen Gespräche mit den demokratischen Kollegen einschließlich der Union. „Angesichts der inzwischen erdrückenden Erkenntnisse kann sich die Union dem aus unserer Sicht nicht länger verschließen.“


Foto: Sascha van Beek (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Wildberger will "unglaubliche Rechenpower" für KI-Modelle

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Karsten Wildberger (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Bundesdigitalminister Karsten Wildberger (CDU) will mehr Rechenleistung für KI-Modelle nach Deutschland holen.

„Bisher war die Debatte immer: Ach, der Zug ist abgefahren. Mit der Einstellung kommen wir nicht weiter“, sagte Wildberger im Berlin Playbook Podcast des Nachrichtenmagazins POLITICO. „Unsere Zukunft wird davon abhängen – auch unsere Demokratie, unser Wirtschaftswachstum -, dass wir selber in fundamentale Künstliche-Intelligenz-Software-Modelle investieren.“

Die EU will den Aufbau sogenannter Gigafactories in Europa mit Fördermitteln in zweistelligen Milliardenvolumen fördern. Ein Wettbewerb dazu läuft.

Wildberger sagte, die Rechenfabriken sollten ausreichend leistungsfähig sein. Für KI-Modelle werde „unglaubliche Rechenpower“ benötigt. „Wir in Deutschland haben sechs Bewerbungen zu dem Thema“, so der CDU-Politiker. Nach eigenen Angaben hofft er auf EU-Förderung für einen Standort.

Der Minister sagte, er habe bei seinem USA-Besuch deutlich gemacht, es gehe darum, eigene Stärken auszuspielen: „Das habe ich auch meinem Verständnis von Souveränität erklärt, dass wir aktiver in wichtigen Schlüsseltechnologien, sei es Cloud, sei es Künstliche Intelligenz, aktiv werden wollen. Wir wollen auch mehr Wachstum generieren, auch Innovationsführer werden.“

Zu Überlegungen von Kulturstaatsminister Wolfram Weimer für eine Digitalsteuer für US-Tech-Konzerne äußerte sich Wildberger zurückhaltend. „Meine Priorität liegt aktuell woanders“, sagte er.

Wildberger sagte, er wünsche sich im Land mehr Offenheit für Veränderung und Innovation: „Das wir offener sind für Veränderungen, auch mehr Begeisterung für neue Dinge und Technologie zeigen. Ich glaube, das ist ein grundsätzliches Thema, was wir ein Stück weit wiederentdecken müssen.“ Er sagte: „Das fängt alles im Kopf an. Da wünsche ich mir einfach ein bisschen mehr Mut, Neugier und auch Glaube an Innovation.“


Foto: Karsten Wildberger (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Vier Tote bei Verkehrsunfall im Landkreis Kassel

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Polizeistreife im Einsatz (Archiv), via dts NachrichtenagenturReinhardshagen-Veckerhagen (dts Nachrichtenagentur) – Bei einem schweren Verkehrsunfall im Reinhardswald sind in der Nacht zu Freitag vier Menschen ums Leben gekommen. Das teilte die Polizei Nordhessen am Morgen mit.

Der Unfall ereignete sich am Freitag gegen 0:30 Uhr auf der Landstraße L3229 östlich von Reinhardshagen-Veckerhagen. Ein Pkw mit vier Insassen war aus noch ungeklärter Ursache von der Fahrbahn abgekommen und nach etwa 30 Metern mit Bäumen kollidiert. Trotz sofortiger Rettungsmaßnahmen starben alle Insassen noch an der Unfallstelle.

Bei den Toten handelt es sich um einen 32-jährigen Fahrer, einen 31-jährigen Mitfahrer sowie zwei Mitfahrerinnen im Alter von 32 und 30 Jahren. Die Straße war während der Unfallaufnahme voll gesperrt. Die Ermittlungen der Polizeistation Hofgeismar dauern an.


Foto: Polizeistreife im Einsatz (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Spahn begründet Koalitionsprobleme mit unerfahrenen Abgeordneten

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Jens Spahn (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Zum Ende der Sommerpause hat sich CDU/CSU-Fraktionschef Jens Spahn die Probleme der Koalition aus Union und SPD auch mit der Unerfahrenheit der Abgeordneten begründet. So habe „die Hälfte der CDU/CSU-Abgeordneten noch nie regiert“, sagte er den Sendern RTL und ntv. Außerdem habe die Koalition eine deutlich knappere Mehrheit als frühere Große Koalitionen, und gleichzeitig seien „die Fliehkräfte nach rechts und links stärker geworden“.

Zugleich verwies der Fraktionschef auf eine große Schnittmenge von CDU/CSU und SPD. „Das Spannende ist doch, 70 bis 80 Prozent der Unions- und SPD-Wähler wollen eigentlich das gleiche beim Thema Begrenzung illegaler Migration, beim Thema bessere Integration und Fachkräftezuwanderung, beim Thema unbezahlbare Mieten, beim Thema `Geht`s beim Bürgergeld fair zu`“, so der CDU-Politiker.

Nun müssten die Parteien das umsetzen. Leitlinie bleibe dafür der Koalitionsvertrag, so Spahn. „Alles, was im Koalitionsvertrag steht, kriegen wir umgesetzt. Über alle anderen Themen müssen wir miteinander ringen.“


Foto: Jens Spahn (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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