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Italien setzt Sonderverwalter für Deutsche Bahn-Tochter Schenker Italiana ein

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Mailand, 17. Mai (Reuters) – Ein Gericht in Italien hat Insidern zufolge nach Ermittlungen wegen Mafia-Verwicklungen eines Subunternehmers einen Sonderverwalter für die Deutsche-Bahn-Tochter Schenker Italiana bestellt. Die italienische Finanzpolizei und die Carabinieri teilten mit, die Zwangsmaßnahmen richteten sich gegen zwei nicht genannte Unternehmen.

Zwei mit dem Vorgang vertraute Personen sagten am Dienstag, Schenker Italiana sei eine davon. Die Ermittlungen beträfen aber weder das gegenwärtige Management noch das Unternehmen selbst. Ein Schenker-Sprecher sagte, das Unternehmen habe von Vorwürfen im Zusammenhang mit einem Subunternehmer von Schenker Italiana gehört. „Wir unterstützen die Behörden in vollem Umfang.“

Die Anordnung des Gerichts gilt zunächst für neun Monate. Die Ermittlungen wurden im April 2020 eingeleitet. Dabei geht es um die Verbindungen eines Mafiabosses der kalabrischen ‚Ndrangheta zu Transportunternehmen. Schenker beschäftigt in Italien mehr als 1400 Mitarbeiter. 

Italien setzt Sonderverwalter für Deutsche Bahn-Tochter Schenker Italiana ein

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Dax mit höchstem Schlusskurs seit vier Wochen

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Dax mit

Frankfurt, 17. Mai (Reuters) – Nachfolgend die Kurse ausgewählter Indizes zum Xetra-Handelsschluss am Dienstag: Grafik: Agena Trader, Orginalgrösse.

Dax mit
AgenaTrader 17.Mai 2022
Index-Stände17:30 17.05.22Plus/Minus in Prozent
Dax<.GDAXI>14.185,94+1,6
MDax<.MDAXI>29.370,50+1,5
TecDax<.TECDAX>3.110,54+1,2
SDax<.SDAXI>13.379,95+1,5
EuroStoxx50<.STOXX50E>3.738,62+1,5
Stoxx50<.STOXX50>3.639,11+1,0
ATX<.ATX>3.201,09+2,4
Dow Jones<.DJI>32.489,20+0,8
Nasdaq<.IXIC>11.888,91+1,9
S&P 500<.SPX>4.065,30+1,4
Umsatz aller Dax-WerteStand 17.05.22
in Millionen Stück71,180
in Milliarden Euro3,330
Ölpreis in Dollar je Barrel17:30 17.05.22Plus/Minus in Prozent
Brent<LCOc1>114,94+0,6
WTI<CLc1>114,70+0,4

(zusammengestellt vom Reuters Marktteam)

Dax mit höchstem Schlusskurs seit vier Wochen

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Finnland lehnt Rubelzahlung für russisches Gas ab

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Helsinki, 17. Mai (Reuters) – Der staatliche finnische Energiekonzern Gasum geht im Streit um die von Russland für Gaslieferungen geforderte Zahlung in Rubel auf Konfrontationskurs zum russischen Gasriesen Gazprom. Gasum teilte am Dienstag mit, die Forderung nach einer Abwicklung in Rubel nicht zu akzeptieren.

Daher bestehe die Gefahr, dass Russland seine Lieferungen einstelle. Russland hat wegen der Ablehnung seiner Rubelforderung Polen und Bulgarien den Gashahn bereits abgedreht. Gasum werde alles dafür tun, dass die Versorgung Finnlands gesichert sei, sagte Vorstandschef Mika Wiljanen. Der Konzern habe eine Schlichtungsstelle angerufen, um den Fall zu klären. 

Finnland bezieht den größten Teil seines Erdgases aus Russland. Allerdings deckt Gas lediglich fünf Prozent des Energiebedarfs des Landes.

Andere europäische Versorger scheinen dagegen Lösungen für den umstrittenen Zahlungsmechanismus gefunden zu haben: Der französische Versorger Engie teilte mit, man habe sich mit dem Gasprom auf die Zahlungsabwicklung für Gaslieferungen geeinigt. Es sei eine für beide Seiten akzeptable Vereinbarung getroffen worden, die auch nicht gegen die vom Westen gegen Russland verhängten Sanktionen verstoße, sagte Engie-Chefin Catherine MacGregor am Dienstag.

„Wir zahlen in Euro und wir unterliegen keinem Währungsrisiko.“Auch der Düsseldorfer Versorger Uniper bezahlt seine Gaslieferungen weiter in Euro. „Wir erhalten die Rechnung in Euro. Und wir bezahlen in Euro auf ein Konto der Gazprombank im Einklang mit dem neuen Zahlungsmechanismus“, erklärte das Unternehmen.

Russland hatte von als unfreundlich bezeichneten Ländern für Gaslieferungen eine Zahlung in Rubel verlangt und damit Sorgen vor einem Lieferstopp geschürt. Die EU hatte eine Zahlung in Rubel abgelehnt. Sie hat jedoch den Versorgern gestattet, ein Konto in Russland zu eröffnen, auf das sie für das Gas Zahlungen wie gehabt in Euro oder Dollar leisten – vorausgesetzt, dass die Transaktion anschließend als abgeschlossen gilt.

Die EU-Kommission riet den Unternehmen am Dienstag, deutlich zu erklären, dass für sie die Transaktion mit der Überweisung in Euro oder Dollar abgeschlossen sei und es keine weiteren Verpflichtungen mehr gebe. Auf diese Weise könnten die Firmen eine Abwicklung mit der russischen Zentralbank vermeiden, gegen die Sanktionen verhängt wurden.

Finnland lehnt Rubelzahlung für russisches Gas ab

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EU darf sich bei Ölembargo nicht spalten lassen

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Baerbock EU Iran

Berlin, 17. Mai (Reuters) – Bundesaußenministerin Annalena Baerbock hat die EU-Partner in der Debatte um ein Embargo gegen russisches Öl davor gewarnt, sich spalten zu lassen. „Unsere Einheit als EU war bisher unsere Stärke“, sagte sie am Dienstag in Berlin mit Blick auf Sanktionen gegen Russland. Wie zuvor Kanzler Olaf Scholz äußerte sie Verständnis für einige EU-Mitgliedsstaaten, die Probleme damit haben, dass die EU ins sechste Sanktionspaket gegen Russland auch ein Ölembargo aufnehmen möchte. 

Die Abhängigkeit von russischem Öl und Gas sei in allen Mitgliedstaaten unterschiedlich, betonte Baerbock. Deshalb gebe es unterschiedliche Herausforderungen. Alle unterschiedlichen Sichtweisen müssten unter einen Hut gebracht werden. „Es gibt nicht die ‚One size fits all‘-Lösung“, betonte sie. Die Außenministerin verteidigte die geplanten verschiedenen Fristen zur Umsetzung der Sanktionen für einige EU-Länder. Entscheidend sei, dass sich „jedes Land mit jedem weiteren Schritt identifiziert und ihn nach innen und außen überzeugt vertreten kann“.

Scholz hatte am Montag Verständnis für Tschechien, Slowakei, Bulgarien und Ungarn geäußert, die einen Ausstieg aus russischem Öl bereits bis Jahresende für verfrüht halten und zum Teil jahrelange Übergangsfristen für fordern. Ungarns Ministerpräsident Viktor Orban hatte gedroht, dass sein Land die Sanktionen blockieren könnte, wenn sie eine Gefahr für die Energiesicherheit Ungarns darstellten.

EU darf sich bei Ölembargo nicht spalten lassen

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Foto: © gruene.de https://annalena-baerbock.de/lebenslauf/

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US-Börsenaufsicht – AllianzGI in den USA für zehn Jahre gesperrt

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München, 17. Mai (Reuters) – Der Vermögensverwalter Allianz Global Investors (AllianzGI) darf ab sofort für zehn Jahre kein Geschäft mehr mit Investmentfonds mit einer US-Lizenz machen. Das ist Teil des Vergleichs mit der US-Wertpapieraufsicht SEC zur Beilegung des Skandals um die „Structured Alpha“-Hedgefonds, wie die Behörde am Dienstag in New York mitteilte.

AllianzGI kann die Investorengelder aber in den nächsten Monaten an einen anderen Vermögensverwalter transferieren. Dabei geht es immerhin um rund 120 Milliarden Dollar, rund ein Viertel des für Dritte verwalteten Vermögens von AllianzGI, wie ein Allianz-Sprecher sagte. Strukturierte Produkte wie die zu Beginn der Corona-Krise zusammengebrochenen „Structured Alpha“-Fonds machten laut dem US-Justizministerium wiederum ein Viertel der Einnahmen von AllianzGI in den USA aus.

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EZB-Ratsmitglied befeuert Zinsfantasien – Euro steigt

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Amsterdam/Washington, 17. Mai (Reuters) – Nach dem großen Zinsschritt in den USA ist nun auch im Euroraum eine kräftige Anhebung im Gespräch. EZB-Ratsmitglied Klaas Knot hält für Juli zwar eine Erhöhung um einen Viertel Punkt für realistisch, sieht aber auch die Tür für eine größere Erhöhung offen. Falls Daten in den nächsten Monaten darauf schließen ließen, dass die Inflation auf noch breiterer Basis stehe oder zulege, sei dies nicht auszuschließen, sagte der Niederländer bei einem Fernsehauftritt: „In diesem Fall wäre ein logischer nächster Schritt ein halber Prozentpunkt.“

Zurzeit müssen Banken Strafzinsen zahlen, wenn sie überschüssige Gelder bei der Notenbank horten. Dieser sogenannte Einlagesatz liegt aktuell bei minus 0,5 Prozent. Die Möglichkeit rascherer Zinserhöhungen der Europäischen Zentralbank (EZB) veranlasste Anleger zum Kauf von Euro. Die Gemeinschaftswährung verteuerte sich am Dienstag zeitweise um 1,2 Prozent auf 1,0555 Dollar.

Bundesbankchef Joachim Nagel und auch andere Währungshüter haben bereits eine Zinswende für Juli ins Auge gefasst, dabei aber nicht laut über eine Erhöhung um einen halben Prozentpunkt nachgedacht. Die EZB steht unter Zugzwang, da die Teuerungsrate mit zuletzt 7,5 Prozent im Euroraum weit über das Ziel der Zentralbank von 2,0 Prozent hinausgeschossen ist. Die Bundesbank sieht auch deshalb Eile geboten, da sie hierzulande für dieses Jahr mittlerweile mit einer hohen Teuerungsrate von fast sieben Prozent rechnet.

In den USA ist der Preisauftrieb aktuell weit stärker: Die Inflationsrate lag zuletzt bei 8,3 Prozent. Die US-Notenbank hat vor diesem Hintergrund jüngst den größten Zinsschritt seit 22 Jahren unternommen. Die Währungshüter um Fed-Chef Jerome Powell beschlossen Anfang des Monats einstimmig eine Erhöhung um einen halben Prozentpunkt auf die neue Zins-Spanne von 0,75 bis 1,00 Prozent.

Sie signalisierten zugleich, weitere kräftige Schritte nach oben folgen zu lassen, um die Inflation in Schach zu halten. Laut dem US-Währungshüter James Bullard hat die Notenbank dafür einen „guten Plan“ entwickelt. Eine Anhebung um jeweils einen halben Prozentpunkt auf den nächsten Zinstreffen im Juni und Juli sei derzeit ein gutes Basis-Szenario, sagte der Präsident des Fed-Bezirks St. Louis.

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Mercedes-Benz erster Großkunde für US-Batteriezellfirma Sila

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Frankfurt, 17. Mai (Reuters) – Mercedes-Benz setzt für die Elektroversion des Kultmodells G-Klasse auf Silizium-Hochleistungszellen der US-Firma Sila. Die Zellchemie ermögliche mehr Energiedichte und damit längre Reichweiten, erklärte Mercedes-Benz am Dienstag.

Die Batterien sollen ab Mitte des Jahrzehnts erste Fahrzeuge wie die elektrische G-Klasse antreiben, die als Verbrennermodell über zweieinhalb Tonnen schwer ist. Silas Zelle könne 20 bis 40 Prozent mehr Energie speichern als herkömmliche. „Das Erreichen einer derart hohen Energiedichte ist wahrhaft bahnbrechend und erlaubt es uns, bei der Entwicklung künftiger Elektroautos in völlig neue Richtungen zu denken“, erklärte Mercedes-Forschungschef Markus Schäfer. 

Sila wurde 2011 von einem früheren Tesla-Ingenieur gegründet und besiegelte mit dem Stuttgarter Autobauer 2019 eine strategische Partnerschaft. Bis 2024 soll eine Fabrik im US-Bundesstaat Washington entstehen mit zunächst zehn Gigawattstunden Batteriezellen für rund 100.000 E-Fahrzeuge. Die Kapazität soll jährlich um zwei Prozent steigen, hatte Firmenchef Gene Berdichevsky kürzlich angekündigt. Mercedes-Benz werde der erste öffentlich benannte Automobilkunde der Fabrik, hieß es weiter. Sila arbeitet auch mit BMW zusammen.

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Netzagentur stellt Kriterien für Abschaltungen bei Gasnotlage vor

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Düsseldorf, 17. Mai (Reuters) – Der Präsident der Bundesnetzagentur hat für den Fall einer Gasnotlage Kriterien für eine Abschaltung vorgestellt, auf die sich Großverbraucher aus der Industrie einstellen müssen. Dazu gehörten die Dringlichkeit der Maßnahme und die Größe des Unternehmens, sagte Behördenchef Klaus Müller in einem am Dienstag vorab veröffentlichten Interview der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (Mittwochausgabe).

Ein weiterer Aspekt seien die Vorlaufzeiten, einige Firmen brauchten mehr Zeit, um geordnet herunterzufahren. Außerdem gehe es um die volks- und betriebswirtschaftlichen Schäden. „In der Keramikindustrie etwa erstarren die Produktionsanlagen und gehen kaputt, wenn das Gas fehlt. Wir berücksichtigen auch die Kosten und die Dauer für die Wiederinbetriebnahme.“

Die Bundesnetzagentur bereitet sich vor dem Hintergrund des Ukraine-Kriegs darauf vor, dass etwa nach einem Lieferstopp Russlands Deutschland nicht ausreichend Gas zur Verfügung hat. Während Haushalte weiter versorgt würden, richtet sich der Blick auf die Wirtschaft. Ein wichtiges Kriterium sei hier auch die Bedeutung der Versorgung für die Allgemeinheit, etwa mit Lebensmitteln oder Medikamenten, sagte Müller dem Blatt. Es sei leider nicht möglich, diese Kriterien in eine eindeutige Reihenfolge zu bringen. „Es gilt, bei geringstmöglichem Schaden die in der konkreten Situation schnellstmögliche Lösung zu finden. Einfach wird das nicht.“

Gaskraftwerke sollten im Fall einer Gasnotlage abgeschaltet werden, sofern sie nicht der Netzstabilität dienten, erklärte Müller in dem Interview. „Ich erwarte, dass die Kraftwerksbetreiber eine Reihe von Kohlekraftwerken wieder einsetzen können und sollten, um damit Strom zu erzeugen statt aus Gas. Das schmerzt den Klimaschützer in mir, denn die Treibhausgasbilanz verschlechtert sich.“

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Firmenbilanzen geben Wall Street Auftrieb

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Frankfurt, 17. Mai (Reuters) – Starke Geschäftszahlen einiger Konzerne ermuntern Anleger zum Einstieg in den US-Aktienmarkt. Die Leitindizes Dow Jones, Nasdaq und S&P 500 stiegen zur Eröffnung am Dienstag um bis zu 2,3 Prozent. 

Der Ausverkauf der vergangenen Wochen habe die Verkäufer erschöpft, sagte Finanzmarkt-Expertin Mimi Duff von der Beratungsfirma GenTrust. „Daher ist bei jedem Anzeichen guter Nachrichten eine Erholung möglich.“ 

Zu den Favoriten am US-Aktienmarkt zählte Home Depot mit einem Kursplus von fast vier Prozent. Die Baumarktkette hob auf Basis eines Quartalsergebnisses über Markterwartungen ihre Gesamtjahresziele an.

Viele hätten dagegen angesichts der zahlreichen Risiken wie steigenden Zinsen, Lieferengpässen und widrigem Frühlingswetter eine Enttäuschung befürchtet, schrieb Analyst Michael Baker vom Research-Haus D.A. Davidson. Die Prognose-Anhebung sei nicht nur überraschend sondern komme auch ungewöhnlich früh im Geschäftsjahr. 

Auch United Airlines blickt optimistischer in die Zukunft. Die Fluggesellschaft stellt für das laufende Quartal einen Anstieg des Umsatzes pro verkauftem Sitzkilometer auf 23 bis 25 statt 17 Prozent in Aussicht. Es gebe immer noch einen aufgestauten Bedarf an Urlaubsreisen, schreibt Analystin Helane Becker vom Vermögensverwalter Cowen. Außerdem liefen Geschäftsreisen wieder an. Die Aktien von United sowie der Rivalen DeltaDAL.N und American AirlinesAAL.O stiegen daraufhin um bis zu sechs Prozent.

Firmenbilanzen geben Wall Street Auftrieb

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Hohe Inflation setzt Walmart zu – Prognose gekippt

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New York/Berlin, 17. Mai (Reuters) – Der US-Einzelhandelsriese Walmart hat wegen der drastisch gestiegenen Inflation seine Gewinnprognose gekürzt. Das Betriebsergebnis werde im bis März 2023 laufenden Geschäftsjahr währungsbereinigt um ein Prozent sinken, kündigte der Konzern am Dienstag an. Ursprünglich hatte Walmart ein Plus von drei Prozent in Aussicht gestellt. Die Aktie schmierte zum Handelsstart um 7,7 Prozent ab und damit so stark wie seit dem Börsen-Crash im März 2020 nicht.

Die Inflation in den USA befindet sich derzeit auf dem höchsten Niveau seit fast vier Jahrzehnten. Dem kann sich auch der Einzelhandelsriese Walmart trotz seiner großen Verhandlungsmacht nicht entziehen: Im abgelaufenen Quartal gingen die Personalkosten durch die Decke. Hinzu kamen Kosten im Zusammenhang mit den gestiegenen Benzinpreisen sowie Lieferschwierigkeiten. Der Überschuss brach um ein Viertel auf 2,05 Milliarden Dollar ein, wie Walmart weiter mitteilte. Der Umsatz legte dagegen um 2,4 Prozent auf 141,6 Milliarden Dollar zu. 

Wegen der gestiegenen Lebensmittel-Preise mussten Kunden einen größeren Teil ihres Haushaltsbudgets für Nahrungsmittel aufwenden, so dass sie seltener zu anderen Waren griffen. „Bei Lebensmitteln sehen wir zweistellige Inflationsraten und ich bin besorgt, dass sie weiter steigen könnten“, sagte Walmart-Chef Doug McMillon. 

Walmart befinde sich in einer Phase, in der es absolut notwendig sei, niedrige Preise beizubehalten, was wiederum die Profitabilität belaste, sagte Neil Saunders vom Beratungsunternehmen GlobalData. Die Zahlen zeigten, dass die Inflation sich auf das Konsumverhalten auszuwirken beginne, sagte Analystin Stephanie Wissink von der Investmentbank Jefferies.

Hohe Inflation setzt Walmart zu – Prognose gekippt

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