Donnerstag, März 19, 2026
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Schlagzeilen über strikte Lockdown-Maßnahmen in China könnten über die wahre Schwäche der chinesischen Wirtschaft hinwegtäuschen

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China

Ein Marktkommentar von Gerwin Bell, Lead Economist Asia bei PGIM Fixed Income:

„Die Wachstumsaussichten Chinas sind besorgniserregend, da im April ein starker Rückgang der Industrieproduktion, der Anlageinvestitionen, der Einzelhandelsumsätze und der Immobilienaktivitäten gemeldet wurde. Während die Industrieproduktion immer noch überdurchschnittlich wächst, sind die Einzelhandelsumsätze deutlich auf ein Niveau eingebrochen, das zuletzt vor fünf Jahren zu beobachten war, was die Bemühungen der chinesischen Regierung um eine Neuausrichtung der Wirtschaft weg von ressourcenintensiven Industrien hin zum Binnenkonsum zunichtemacht.

Noch beunruhigender für die chinesische Regierung und ihre Aussichten auf politische Stabilität ist der drastische Anstieg der Arbeitslosenquote auf über 6 %, den höchsten Stand seit mindestens einem Jahrzehnt. In der Tat haben hochrangige politische Entscheidungsträger darauf gedrängt, proaktive Maßnahmen zur Unterstützung der Wirtschaft zu ergreifen, da es bisher an spezifischen Maßnahmen mangelt.

Letztendlich ist es möglich, dass die Schlagzeilen über die Zero-Covid-Strategie ein Ablenkungsmanöver sind, um die tatsächliche Schwäche der chinesischen Wirtschaft zu verbergen, da der Immobiliensektor nach einer Reihe von Zahlungsausfällen bereits stark eingebrochen war. Frühere Bemühungen, die Verschuldung einzudämmen, könnte die Blase in einem Sektor, der für 25 % des chinesischen BIP verantwortlich ist, bereits zum Platzen gebracht haben.

Die Kurse von Schwellenländeranleihen stehen weiterhin unter Druck, da die Zentralbanken der Schwellenländer die Zinsen weiter anheben, um die Inflation zu kontrollieren, und sich das Wachstum in China weiter verlangsamt. Wenn sich herausstellt, dass die Verlangsamung in China das Ergebnis der Zero-Covid-Politik der Regierung ist, dann sollte eine Lockerung dieser Politik ein einfacher Ansatz für eine wirtschaftliche Erholung sein.

Doch wie bereits erwähnt, könnten die wirtschaftlichen Probleme Chinas tiefer liegen: Die Immobilienblase könnte sich auflösen und den Konsum mit sich ziehen. Die Geldpolitik scheint wenig oder gar keine Wirkung zu zeigen – Chinas Interbankensatz ist in den letzten zwei Monaten um 0,50 % gesunken – und die Finanzpolitik war nicht ehrgeizig genug. Die Aussicht auf strukturelle oder politische Reformen scheint gering – wie die Maßnahmen nach der asiatischen Währungskrise, als China seine Staatsunternehmen umstrukturierte und der WTO beitrat .“

Schlagzeilen über strikte Lockdown-Maßnahmen in China könnten über die wahre Schwäche der chinesischen Wirtschaft hinwegtäuschen

 Foto von Gerwin Bell (Quelle: PGIM Fixed Income)

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Deutsche Russland-Exporte nach Sanktionen fast um zwei Drittel eingebrochen

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Berlin, 20. Mai (Reuters) – Die deutschen Exporte nach Russland brechen wegen der Sanktionen infolge des Kriegs gegen die Ukraine immer stärker ein. Sie fielen im April um 63,1 Prozent zum Vorjahresmonat auf 0,9 Milliarden Euro, wie das Statistische Bundesamt am Freitag mitteilte. „Damit lag die Russische Föderation im April 2022 nur noch auf Rang 14 der wichtigsten Bestimmungsländer für deutsche Exporte außerhalb der EU.“ Im Februar hatte Russland noch Rang fünf belegt. Russische Truppen waren am 24. Februar in die Ukraine eingedrungen, worauf der Westen scharfe Sanktionen verhängt hat. Diese sehen unter anderem Exportbeschränkungen vor.

Insgesamt sind die deutschen Ausfuhren in Länder außerhalb der Europäischen Union – sogenannte Drittstaaten – im April um 4,1 Prozent zum Vormonat auf 56,2 Milliarden Euro gestiegen. Im Vergleich zum Vorjahresmonat April 2021 klettern sie um 8,4 Prozent. 

Wichtigster Kunde für die deutschen Exporteure waren erneut die USA. Dorthin wurden Waren im Wert von 12,0 Milliarden Euro exportiert – ein Plus von 19 Prozent zum Vorjahr. Nach China, wo Corona-Lockdowns die Wirtschaft bremsen, wurden Waren im Wert von 8,3 Milliarden Euro ausgeliefert und damit 1,1 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Die Ausfuhren nach Großbritannien stiegen um 5,6 Prozent auf 5,4 Milliarden Euro.

Deutsche Russland-Exporte nach Sanktionen fast um zwei Drittel eingebrochen

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Auch Australien und Kanada melden Fälle von Affenpocken

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Sydney/Montreal, 20. Mai (Reuters) – Nach Ausbrüchen in Europa sind nun auch erste Fälle von Affenpocken in Australien und in Kanada bekanntgeworden. Australien meldete am Freitag einen ersten Fall von Affenpocken bei einem männlichen Reisenden, der vor kurzem aus Großbritannien zurückgekehrt war.

Ein weiterer möglicher Fall, ein Mann, der ebenfalls kürzlich nach Europa gereist war, wird noch geprüft. Beide Männer erkrankten nach ihrer Ankunft in Australien leicht und zeigten Symptome. In Kanada wurden zwei Fälle in der Provinz Quebec gemeldet, die ersten bestätigten Infektionen in dem Land. Die Behörden gehen zudem 17 Verdachtsfällen nach.

Zu den Symptomen bei Affenpocken gehören Fieber, Kopfschmerzen und Hautausschläge, die meist im Gesicht beginnen und sich auf den Rest des Körpers ausbreiten. Menschen können sich durch sehr engen Kontakt mit infizierten Menschen anstecken.

Fälle von Affenpocken waren zuletzt bereits in Großbritannien, den USA und Portugal bekanntgeworden. Spanien, Italien und Frankreich meldeten am Donnerstag die ersten Fälle.

Auch Australien und Kanada melden Fälle von Affenpocken

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20.Mai 2022 Marktentwicklungen

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20. Mai (Reuters) – Es folgt der Reuters-Blick zu wichtigen Entwicklungen in der Unternehmenswelt über die Top-Themen des Tages hinaus: 

SAMSUNG ELECTRONICS – Seoul: Der Vize-Verwaltungsratschef des südkoreanischen Technologieriesen, Jay Y. Lee, darf für den Besuch des US-Präsidenten Joe Biden einer Gerichtsverhandlung zu Bilanzbetrug fernbleiben. Das sagte ein Gerichtssprecher. Es werde erwartet, dass der Samsung-Erbe Biden begleite, wenn sich der Demokrat Samsungs Chipfabrik in Pyeongtaek in der Nähe von Seoul anschaut. Es wäre der große Auftritt von Lee seit seiner Freilassung auf Bewährung im August. In der Vergangenheit war Lee in der Regel bei Gerichtsverhandlungen stets anwesend. 

CREDIT SUISSE – Zürich: Moody`s hat den Ausblick für die Credit Suisse auf „Negativ“ von „Stabil“ gesenkt. Angesichts erwarteter Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten und eines Ertragsrückgangs in den Geschäftsbereichen Vermögensverwaltung und Investmentbanking korrigierte die Ratingagentur die Gewinnerwartungen für 2022 nach unten und geht auch für 2023 von einer gedämpften Rentabilität aus. Dazu kämen bei der Credit Suisse mögliche Kundenabwanderungen, mögliche Reputationsschäden, die Instabilität des Managements und mögliche Verzögerungen bei der Strategieumsetzung. Das „A1“-Rating bestätigte Moody`s. Standard&Poor`s und Fitch hatten ihre Einstufungen diese Woche gesenkt.

20.Mai 2022 Marktentwicklungen

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Umfrage – Grüne ziehen an SPD vorbei, Union vorne

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Lieferprobleme Grüne EZB Arbeitsmarkt

Berlin, 20. Mai (Reuters) – Die Grünen sind in der neuen Umfrage des ZDF-Politbarometers an der SPD in der Wählergunst vorbeigezogen. Während die Kanzlerpartie nur noch auf 22 Prozent (minus drei Punkte) kommt, können die Grünen umgekehrt um drei Prozentpunkte zulegen und erreichen nun 24 Prozent.

CDU/CSU liegen mit 26 Prozent laut Forschungsgruppe Wahlen vorne (plus drei). Die Liberalen, die bereits Schlappen bei den Landtagswahlen hinnehmen mussten, verlieren nun auch in der Umfrage für den Bund und kommen nur noch auf sieben Prozent (minus zwei). Die AfD landet bei zehn, die Linke bei vier Prozent. 

Bei den Beliebtheitswerten der Politiker rangieren Wirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) mit 2,1 von fünf Punkten und Außenministerin Annalena Baerbock (Grüne) mit 1,9 Punkten deutlich vorne. Kanzler Olaf Scholz (SPD) bleibt stabil bei 1,1, dann folgt Landwirtschaftsminister Cem Özdemir (Grüne) mit 1,0. FDP-Chef und Finanzminister Christian Lindner kommt auf 0,5. Verteidigungsministerin Christine Lambrecht (SPD) rutscht deutlich auf minus 0,8 ab. 

Nur 20 Prozent der Befragten rechnen mit einem vorzeitigen Bruch der Ampel-Koalition vor 2025. Sie beurteilen die Arbeit der Grünen mit 1,3 deutlich besser als die der SPD mit 0,7 und die der FDP mit 0,2.

Umfrage – Grüne ziehen an SPD vorbei, Union vorne

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Erzeugerpreise klettern auf Rekord – Plus 33,5 Prozent

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Berlin, 20. Mai (Reuters) – Strom, Rindfleisch, Kaffee: Die deutschen Hersteller haben ihre Preise in Folge des Ukraine-Kriegs in Rekordtempo erhöht. Die Erzeugerpreise gewerblicher Produkte stiegen im April binnen Jahresfrist um durchschnittlich 33,5 Prozent. „Dies war der höchste Anstieg gegenüber einem Vorjahresmonat seit Beginn der Erhebung im Jahr 1949“, teilte das Statistische Bundesamt am Freitag mit. Von Reuters befragte Ökonomen waren nur von 31,5 Prozent ausgegangen, nachdem die Rate im März noch bei 30,9 Prozent gelegen hatte. Damit stiegen die Preise auf Jahressicht den 17. Monat in Folge. Allein von März auf April ging es um 2,8 Prozent nach oben. „Die aktuellen Daten spiegeln auch die Auswirkungen des Kriegs in der Ukraine wider.“

Denn nach dem russischen Einmarsch am 24. Februar sind insbesondere Energieprodukte wie Erdgas deutlich teurer geworden, aber auch viele andere Güter wie Nahrungsmittel. Für die Konsumenten in Deutschland sind das schlechte Nachrichten, da sie sich auf anhaltend hohe Preissteigerungen einstellen müssen. Denn der Handel gibt bereits Teile davon an die Endverbraucher weiter. Die Produzentenpreise gelten als Vorläufer für die Entwicklung der allgemeinen Inflation. In der Statistik werden die Preise ab Fabriktor geführt – noch bevor die Produkte weiterverarbeitet werden oder in den Handel kommen. Aktuell ist die Inflationsrate mit 7,4 Prozent bereits so hoch wie seit 1981 nicht mehr. 

Hauptverantwortlich für die höheren Erzeugerpreise war den Statistikern zufolge abermals Energie. Sie verteuerte sich im April um durchschnittlich 87,3 Prozent. Erdgas kostete 154,8 Prozent mehr als im April 2021, Strom 87,7 und leichtes Heizöl 102,1 Prozent mehr. Klammert man Energie aus, lagen die Erzeugerpreise insgesamt nur um 16,3 Prozent über dem Vorjahr. 

Bei Nahrungsmitteln lag der Aufschlag im Schnitt bei 17,3 Prozent. Besonders stark stiegen die Preise für Butter (+70,9 Prozent zum April 2021, +11,4 Prozent zum März 2022). Nicht behandelte pflanzliche Öle kosteten 70,0 Prozent mehr als im Vorjahr, Rindfleisch war 41,6 Prozent und Kaffee 30,8 Prozent teurer.

Erzeugerpreise klettern auf Rekord – Plus 33,5 Prozent

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Kanada will Huawei- und ZTE-Ausrüstung bei 5G-Aufbau verbieten

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Ottawa, 20. Mai (Reuters) – Kanada schließt sich den anderen Mitgliedern der „Fünf-Augen-Allianz“, den USA, Großbritannien, Australien und Neuseeland, an und will die chinesischen Netzwerkausrüster Huawei und ZTE wegen Sicherheitsbedenken vom 5G-Ausbau ausschließen. „Wir beabsichtigen, sie herauszunehmen“, sagte Industrieminister Francois-Philippe Champagne in der Nacht zu Freitag zu Journalisten.

Der Gebrauch müsse eingestellt und die Produkte bis Juni 2024 entfernt werden. Bei 4G hätten sie bis Ende 2027 Zeit. Es werde keine Erstattungen geben. Während kanadische Mobilfunker wie Bell Canada und Telus beim 4G-Netz mit chinesischer Ausrüstung gearbeitet haben, kamen bei 5G Ericsson, Nokia und andere Anbieter zum Einsatz.

Die Entscheidung war international erwartet worden, hatte sich jedoch immer wieder verzögert. Die anderen vier Länder des Geheimdienst-Bündnisses „Five Eyes“ haben Huawei und ZTE längst wegen möglicher Risiken für die nationale Sicherheit ausgeschlossen. Die diplomatischen Beziehungen zwischen Kanada und China sind seit der Verhaftung von Huaweis Finanzchefin Meng Wanzhou 2018 angespannt. Inzwischen befindet sie sich wieder auf freiem Fuß.

Ein Sprecher der chinesischen Botschaft in Kanada bezeichnete den Verweis auf mutmaßliche Sicherheitsbedenken als Ausrede für politische Manipulation und warf Kanada vor, mit den USA zusammenzuarbeiten, um chinesische Firmen zu unterdrücken. Der kanadische Huawei-Manager Alykhan Velshi sagte der Canadian Broadcasting Corp, sein Unternehmen warte weiterhin auf eine Erklärung, welche Sicherheitsrisiken Huawei darstelle.

Die USA werfen Huawei vor, Einfallstor für Spionage durch den chinesischen Staat zu sein, was das Unternehmen zurückweist. Huawei beschäftigt in Kanada rund 1500 Mitarbeiter. ZTE war zunächst nicht erreichbar.

Kanada will Huawei- und ZTE-Ausrüstung bei 5G-Aufbau verbieten

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Ukraine aktuell 20.05.22

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20. Mai (Reuters) – Es folgen Entwicklungen rund um den Krieg in der Ukraine. Zum Teil lassen sich Angaben nicht unabhängig überprüfen.

20.50 Uhr – Russland meldet komplette Einnahme des Stahlwerkes in Mariupol

Russland meldet einem Medienbericht zufolge die vollständige Einnahme des seit Wochen belagerten Stahlwerks in Mariupol. Das Verteidigungsministerium in Moskau habe dies bekanntgegeben, meldet die Nachrichtenagentur RIA. Demnach haben sich die letzten 531 Verteidiger des Regiments Asow ergeben. Die Angaben können von unabhängiger Seite nicht überprüft werden. 

20.35 Uhr – Den USA liegen nach Angaben des Verteidigungsministeriums keine Hinweise vor, dass Russland Laser-Waffen in der Ukraine einsetzt. Die Aussage des Ministeriumssprechers John Kirby folgt einer russischen Ankündigung zum Einsatz starker Laser gegen gegnerische Drohnen.

17.53 Uhr – Putin will LNG-Versorgung von Kaliningrad verbessern

Russlands Präsident Wladimir Putin will der Nachrichtenagentur Interfax zufolge mit dem staatlichen Energieversorger Gazprom Möglichkeiten erörtern, die Versorgung von Kaliningrad mit Flüssigerdgas (LNG) zu verbessern. Die russische Exklave liegt zwischen den Nato-Staaten Litauen und Polen und ist der Heimatstützpunkt der russischen Ostseeflotte. Russland nahm dort im Januar 2019 ein Spezialschiff für den Import von LNG in Betrieb. Putin begründete dies mit der Notwendigkeit, gegen Störungen der Erdgaslieferung über Pipelines gewappnet zu sein. 

17.39 Uhr – Russland zahlt mehrere Tage vor der eigentlichen Frist Zinsen in Höhe von insgesamt etwa 100 Millionen Dollar für zwei Staatsanleihen, wie das Finanzministerium in Moskau bekanntgibt. Eigentlich wäre die Zahlung für die Bonds mit Laufzeiten bis 2026RU000A0JWHA4= und 2036RU234748670= erst am 27. Mai fällig gewesen. Allerdings läuft zwei Tage zuvor eine Ausnahmeregelung der USA aus, mit der Russland im Ausland eingefrorene Devisenreserven zur Bedienung seiner Anleihen nutzen darf. Es gilt als unwahrscheinlich, dass die USA die Regelung verlängern werden. Weitere Zinszahlungen in Höhe von insgesamt 235 Millionen Dollar werden am 23. Juni fällig.

15.20 Uhr – Putin warnt vor Hackerangriffen auf Russland

Die Zahl der Cyberangriffe durch ausländische „staatliche Strukturen“ auf Russland haben nach Worten des russischen Präsidenten Wladimir Putin zugenommen. Russland müsse seine Cyberabwehr verstärken, indem es das Risiko der Verwendung ausländischer Software und Hardware verringere. „Es wird gezielt versucht, die Internetressourcen der kritischen Informationsinfrastruktur Russlands zu deaktivieren“, sagt Putin. Zuletzt gab es allerdings vermehrt Cyberattacken weltweit, für die wiederum russische Hacker verantwortlich gemacht wurden.

14.55 Uhr – Russland will WTO-Strategie wegen Sanktionen überprüfen

Der russische Präsident Wladimir Putin lässt die Maßnahmen der Länder in der Welthandelsorganisation (WTO) bewerten, die den Handel mit Russland einschränken. Dazu habe Putin die Regierung in Moskau angewiesen, wie aus einem auf der Website des Präsidialamts veröffentlichten Dokument hervorgeht. Putin hat im April gesagt, dass „illegale“ Beschränkungen für russische Unternehmen durch westliche Staaten gegen die Regeln der Welthandelsorganisation verstießen. Der Präsident hat die Regierung aufgefordert, ihre WTO-Strategie bis zum 1. Juni zu aktualisieren.

14.07 Uhr – Lindner – Bundesregierung lehnt neue gemeinsamen EU-Schulden ab

Bundesfinanzminister Christian Lindner stellt klar, die von der EU-Kommission angebotenen Kredithilfen für die Ukraine seien in den G7-Maßnahmen nicht enthalten. Das EU-Paket soll auf Basis gemeinsamer EU-Schulden erfolgen. Lindner sagt, die Bundesregierung lehne aber eine erneute gemeinsame Schuldenaufnahme wie beim Corona-Wiederaufbaufonds klar ab.

13.48 Uhr – Lindner – 9,5 Milliarden Dollar neu für Ukraine

Bundesfinanzminister Christian Lindner sagt, beim G7-Treffen seien 9,5 Milliarden Dollar neu für die Ukraine eingesammelt werden. Die Gelder sollen dem von Russland angegriffen Staat helfen, liquide zu bleiben. Deutschland bringe über ein Konto beim Internationalen Währungsfonds eine Milliarde Euro ein. 

13.45 Uhr – Der Präsident des Nato-Mitgliedes Türkei, Recep Tayyip Erdogan, will am Samstag mit Vertretern Finnlands sprechen, lehnt aber weiterhin einen Nato-Beitritt des Landes sowie Schwedens ab. Er habe das Thema am Freitag bereits mit dem niederländischen Ministerpräsidenten Mark Rutte besprochen, sagt Erdogan vor Reportern. Er werde am Samstag auch mit Großbritannien beraten. Mit wem er auf der finnischen Seite sprechen will, lässt Erdogan offen.

12.47 Uhr – EU zahlt an Ukraine 600 Millionen Euro Finanzhilfe

Die europäische Union hat im Rahmen ihres Hilfsprogramms für die ukrainische Wirtschaft 600 Millionen Euro an Finanzhilfe an das Land ausgezahlt, wie Ministerpräsident Denis Schmyhal auf Twitter schreibt. Er sei der EU-Kommission und ihrer Präsidentin Ursula von der Leyen dankbar. „Wir werden gewinnen und die Ukraine zusammen wiederaufbauen.“

12.46 Uhr – Aus dem von russischen Truppen belagerten Stahlwerk in Mariupol sind nach Angaben des ukrainischen Asow-Regiments Zivilisten und schwer verletzte ukrainische Kämpfer herausgebracht worden. Die Bergung der Toten dauere noch an, sagt Kommandeur Denys Prokopenko in einer Videonachricht.

12.13 Uhr – Russland stellt finnischen Angaben zufolge Samstagmorgen die Gaslieferungen nach Finnland ein. Ab 06.00 Uhr (MESZ) werde kein Gas mehr fließen, teilt der finnische Gaskonzern Gasum mit. 

12.00 Uhr – Russland – Werden auf Nato-Erweiterung mit neue Einheiten reagieren

Die geplanten Beitritte Finnlands und Schwedens zur Nato erhöhen dem russischen Verteidigungsminister Sergej Schoigu zufolge die militärische Bedrohung an den Grenzen seines Landes. Russland werde angemessen darauf reagieren, zitiert die Nachrichtenagentur RIA Schoigu. Im Westen des Landes sollen demnach zwölf neue militärische Einheiten gebildet werden. Finnland und Schweden hatten am Mittwoch ihre Anträge auf Beitritt zur Nato abgegeben. Die russische Regierung hatte zuletzt relativ gelassen auf die Beitrittspläne reagiert. Ein Nato-Beitritt Schwedens und Finnlands mache vermutlich keinen großen Unterschied, weil beide Länder schon lange an Nato-Manövern beteiligt gewesen seien, sagte Außenminister Sergej Lawrow.

11.45 Uhr – Fast 2000 Kämpfer aus Stahlwerk haben sich ergeben

Fast 2000 ukrainische Soldaten aus dem Stahlwerk in Mariupol haben sich einem russischen Medienbericht zufolge inzwischen ergeben. Die Nachrichtenagentur Tass bezieht sich auf Aussagen des russischen Verteidigungsministers Sergej Schoigu.

11.16 Uhr – Die russische Staatsduma erwägt eine Heraufsetzung der Altersbegrenzung von Soldaten auf über 40 Jahre. Zudem sollen sich Ausländer auch im Alter von über 30 künftig zum Militärdienst melden können, wie aus einem Entwurf für das Parlament auf dessen Internetseite hervorgeht. Damit würde das Militär ältere professionelle Personen rekrutieren können, heißt es zur Begründung. Bislang dürfen sich Russen im Alter von 18 bis 40 und Ausländer von 18 bis 30 Jahren für das Militär melden.

11.10 Uhr – Slowakischer Importeur zahlt Rechnung für russisches Gas in Euro

Der slowakische Gasimporteur SPP hat nach den Worten seines Chefs eine Rechnung für russisches Erdgas in Euro bezahlt. „Die Umrechnung der Devisen liegt außerhalb der Kontrolle von SPP“, sagt Firmen-Chef Richard Prokypcak dem Fernsehsender RTVS.

10.26 Uhr – Das neue Energie-Sicherungsgesetz hat den Bundesrat passiert und kann ab Juni in Kraft treten. Es macht es unter anderem in Notfällen möglich, Energie-Unternehmen unter staatliche Verwaltung zu stellen. Zudem können Versorger ihre Preise dann auch innerhalb der Vertragslaufzeiten erhöhen. Das Gesetz könnte erstmals zur Anwendung kommen, wenn der russische Rosneft-KonzernROSN.MM sich nicht aus der Raffinerie Schwedt zurückzieht oder kein anderes Öl als russisches verarbeiten will. Die Raffinerie ist für die ostdeutsche Versorgung zentral.

07.50 Uhr – Großbritannien – Russland wird wohl Donbass-Operation verstärken

Nach Einschätzung des britischen Militärgeheimdienstes wird Russland seine Operationen in der Donbass-Region verstärken, sobald seine Streitkräfte die Stadt Mariupol gesichert haben. Bis zu 1700 ukrainische Soldaten hätten sich in dem Stahlwerk Azowstal in Mariupol ergeben, heißt es in dem Bericht des Geheimdienstes.

07.41 – Bei russischen Bombenangriffen in der ostukrainischen Region Luhansk sind dem Regionalgouverneur Serhij Gaidai zufolge 13 Menschen in den vergangenen 24 Stunden getötet worden. Die meisten seien in der Stadt Siewierodonesk gestorben, wo ein russischer Angriff erfolglos gebleiben sei.

03.00 Uhr – US-Außenminister Antony Blinken appelliert vor dem Sicherheitsrat der Vereinten Nationen an Russland, die Blockade der ukrainischen Häfen zu beenden, damit Lebensmittel ausgeführt werden könnten. „Die Lebensmittelversorgung von Millionen von Ukrainern und Millionen weiterer Menschen auf der ganzen Welt ist buchstäblich in Geiselhaft genommen worden“, sagt er. Ein hochrangiger Beamter in Moskau weist die Vorwürfe zurück und erklärt, die Russen seien „keine Idioten“ und würden keine Lebensmittel exportieren, solange gegen sie strenge Sanktionen verhängt seien.

02.15 Uhr – Die Europäische Union prüft Möglichkeiten, eingefrorene Vermögen russischer Oligarchen zur Finanzierung des Wiederaufbaus der Ukraine nach dem Krieg zu verwenden. Dies erklärt die Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen am Donnerstag im ZDF. Dadurch könne Russland nach dem Krieg einen Beitrag zum Wiederaufbau leisten, so die Kommissionspräsidentin.

Ukraine aktuell 20.05.22

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20. Mai 2022 Dax zur Eröffnung höher erwartet

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Frankfurt, 20. Mai (Reuters) – Nach seinen jüngsten Verlusten wird der Dax am Freitag Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge höher starten. Am Donnerstag war der Leitindex 0,9 Prozent niedriger bei 13.882 Punkten aus dem Handel gegangen. Zuletzt hatten die Investoren angesichts düsterer Wirtschaftsaussichten einen Bogen um Aktien gemacht. Hier lesen.

Grafik: AgenaTrader, Grafik

Dax schließt
Screenshot: Agena Trader 19.Mai 2022

Auch an der Wall Street ging es in den vergangenen Tagen abwärts.

In Asien kam zum Wochenschluss dagegen Kauflaune auf, nachdem China den Referenzzins für Kredite mit fünfjähriger Laufzeit stärker als erwartet um 15 Basispunkte gesenkt hatte. Dieser beeinflusst die Hypotheken. Die Behörden versuchen dadurch den Häusermarkt anzukurbeln und somit die Konjunkturabschwächung abzufedern. Der Shanghai-Composite legte 1,2 Prozent zu.

Da das Thema Inflation an den Börsen gerade im Zentrum steht, werden Anleger auf die am Freitag anstehenden deutschen Erzeugerpreise blicken. Firmenbilanzen laufen nur noch vereinzelt ein. So lassen sich unter anderem Richemont in ihre Bilanz schauen.

Schlusskurse europäischer Indizes am vorangegangenen HandelstagStand
Dax<.GDAXI>13.882,30
Dax-Future<FDXc1>13.989,00
EuroStoxx50<.STOXX50E>3.640,55
EuroStoxx50-Future<STXEc1>3.657,00
Schlusskurse der US-Indizes am vorangegangenen HandelstagStandVeränderung
Dow Jones<.DJI>31.253,13-0,8 Prozent
Nasdaq<.IXIC>11.388,50-0,3 Prozent
S&P 500<.SPX>3.900,79-0,6 Prozent
Asiatische Indizes am FreitagStandVeränderung
Nikkei<.N225>26.721,50+1,2 Prozent
Shanghai<.SSEC>3.132,15+1,1 Prozent
Hang Seng<.HSI>20.520,88+2,0 Prozent

Dax zur Eröffnung höher erwartet

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Indiens Mahindra bedient sich aus Elektrobaukasten von Volkswagen

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Hamburg, 19. Mai (Reuters) – Volkswagen findet mit dem indischen Autobauer Mahindra einen weiteren großen Abnehmer für seinen E-Auto-Technologie. Dazu sei einen Vorvertrag für die Lieferung von Komponenten des von den Wolfsburgern entwickelten Technik für E-Autos unterzeichnet worden, teilten die beiden Konzerne am Donnerstag mit. 

Mahindra wolle seine „Born Electric Platform“ mit MEB-Bauteilen wie Elektromotoren, Batteriesystem-Komponenten und Batteriezellen ausstatten. Ein verbindliches Lieferabkommen mit einer Laufzeit von sechs bis sieben Jahren soll bis Ende 2022 stehen. In Branchenkreisen wird vermutet, dass die Kooperation in einigen Jahren ein Milliarden-Volumen haben könnte. Volkswagen nannte keine finanziellen Details.

„Mahindra ist ein Elektro-Pionier in Indien und ein starker Partner für unsere Elektroplattform MEB“, sagte Volkswagen-Technikvorstand Thomas Schmall. Der Mischkonzern mit rund 250.000 Mitarbeitern ist auf den indisischen Markt konzentriert, streckt seine Fühler inzwischen aber auch in andere Länder aus. In London und Detroit arbeiten Entwickler an einer Baureihe für E-Autos.

Mit Mahindra gewinnt Euroupas größter Autokonzern VW einen zweiten großen Abnehmer für die selbst entwickelte Elektroplattform, auf der Fahrzeuge der Konzernmarken Volkswagen, Audi, Skoda und Seat mit Cupra gebaut werden. Mit FordF.N wurde solch eine Vereinbarung bereits vor einigen Jahren geschlossen. Der amerikanische Konzern setzt in Europa stark auf die VW-Technologie.

An weiteren Partnerschaften werde gearbeitet, sagte Schmall bei einer Telefonkonferenz mit Journalisten. „Es wird am Ende weltweit vier bis sechs Elektroplattformen geben. Eine davon wollen wir stellen.“ Mit dem Verkauf von Lizenzen wollen die Wolfsburger die Entwicklungskosten für den MEB einspielen und im Geschäft mit E-Autos profitabler werden. 

Indien hat sich auf der Welt-Klimakonferenz 2021 in Glasgow verpflichtet, ab 2035 nur noch emissionsfreie Neufahrzeuge zuzulassen. Das südasiatische Land gehört mit rund drei Millionen Neuzulassungen im Jahr zu den fünf größten Automobilmärkten der Welt. Prognosen zufolge könnte der Markt bis 2030 auf bis zu fünf Millionen Einheiten wachsen. In den vergangenen Jahren haben sich solche Erwartungen oft nicht erfüllt. Von den einst hoffnungsvoll gestarteten BRIC-Staaten (Brasilien, Russland, Indien und China) ist nur die Volksrepublik übriggeblieben. China ist inzwischen der weltgrößte Automarkt.

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