Dienstag, März 17, 2026
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Österreichs Bundespräsident Van der Bellen will zweite Amtszeit

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Wien, 22. Mai (Reuters) – Der österreichische Präsident Alexander Van der Bellen will für eine zweite Amtszeit kandidieren. Das kündigte der 78-Jährige am Sonntag in einer Videobotschaft auf Twitter an. Für die Unterstützung der Wähler warb der ehemalige Chef der österreichischen Grünen mit seiner Lebenserfahrung und mit dem Willen, für gemeinsame Werte einzutreten.

„Wir leben in einer Übergangszeit. Nichts ist mehr selbstverständlich“, betonte der Politiker. „Nationalisten greifen nach der Macht, wenn wir es zulassen.“ Es werde eine große Aufgabe sein, den Frieden, die Demokratie, den sozialen Zusammenhalt und die Natur zu bewahren. Durch seine Kandidatur für eine weitere sechsjährige Amtszeit dürfte das Bewerberfeld bei der Präsidentenwahl schrumpfen.

Van der Bellen genießt in Österreich große Popularität und galt als ruhender Pol in Zeiten politischen Turbulenzen – wie dem von Skandalen geprägten Bruch der Koalition aus konservativer ÖVP und rechtspopulistischer FPÖ 2019. Hochrangige Vertreter der ÖVP und der Sozialdemokraten haben erklärt, dass sie keine Kandidaten für die Präsidentenwahl aufstellen wollen, wenn der Amtsinhaber sich für eine Wiederwahl bewirbt. Der österreichische Bundespräsident hat eine weitgehend repräsentative Funktion, kann aber auch Regierungen auflösen.

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Deutschland wird bei Erschließung von Gasfeldern im Senegal helfen

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Dakar, 22. Mai (Reuters) – Deutschland will sich im Senegal in der Gasförderung engagieren. Man wolle mit dem westafrikanischen Land bei den Erneuerbaren Energien und Speichertechnik zusammenarbeiten, sagte Bundeskanzler Olaf Scholz am Sonntag in Dakar. „Wir wollen das (aber) auch tun im Hinblick auf die LNG-Fragestellung und Gasförderung hier im Senegal“, fügte er hinzu. Senegal verfügt über erhebliche Gasvorkommen und will ab Herbst 2023 Flüssiggas (LNG) exportieren. Scholz sprach von einem gemeinsamen Anliegen. 

Scholz nannte als Grund für die Kehrtwende bei der geplanten Einschränkung der Ausbeutung fossiler Lagerstätten den russischen Angriff auf die Ukraine. „Dass wir die Situation in der Welt neu betrachten müssen, ist das Ergebnis von dem, was ich eine Zeitenwende genannt habe – und das wird sich nicht auf einzelne Fragen beschränken können, sondern muss an vielen anderen Stellen auch Konsequenzen haben.“ 

Mit Blick auf Afrika und die dortigen Gasvorkommen sagte der Kanzler, dass es nicht sein könne, dass Länder ohne wirtschaftliche Ressourcen davon abgehalten würden, ihre Möglichkeiten zu nutzen. Zuvor hatte Senegals Präsident Macky Sall beklagt, dass die Abkehr von der Finanzierung etwa der Erschließung von Gasvorkommen afrikanischen Ländern schade.

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Ukraine lehnt mit Blick auf russische Offensive im Donbass Waffenruhe ab

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22. Mai (Reuters) – Angesichts einer verstärkten Offensive Russlands in der Donbass-Region demonstriert die Ukraine Durchhaltewillen und erteilt dem Ruf nach einer Waffenruhe eine Absage. Präsident Wolodymyr Selenskyj räumte in einer Ansprache in der Nacht zum Sonntag ein, die Lage im Donbass sei „extrem schwierig“. Die russische Armee versuche die Städte Slowiansk und Siewierodonezk anzugreifen, doch die ukrainischen Streitkräfte hielten den Vormarsch auf. Der Präsidenten-Berater Mychailo Podoljak schloss unterdessen eine unmittelbare Kampfpause aus, wie sie von US-Verteidigungsminister Lloyd Austin und dem italienischen Regierungschef Mario Draghi ins Gespräch gebracht worden war.

Damit würde sich die Ukraine nur selbst schaden, da Russland nach einer Waffenruhe nur umso härter zuschlagen würde, sagte der Berater des ukrainischen Präsidenten: „Sie starten dann eine neue Offensive, noch blutiger und größer angelegt.“ Kiew werde auch keine Konzessionen machen, die auf Gebietsabtretungen hinausliefen, fügte er hinzu.

Präsident Selenskyj pocht auf eine Ausweitung der Sanktionen gegen Russland. Nach einem Telefonat mit dem italienischen Ministerpräsidenten Draghi unterstrich er die Notwendigkeit, die Blockade der ukrainischen Seehäfen aufzuheben. In einem Tweet dankte er Draghi für die bedingungslose Unterstützung des Wunsches, Mitglied der Europäischen Union zu werden.

Russland hatte am Samstag seine Offensive im Donbass im Osten der Ukraine verstärkt. Schwere Kämpfe wurden aus dem Bezirk Luhansk gemeldet. Nach ukrainischen Angaben setzte die russische Armee an der gesamten Frontlinie im Donbass Flugzeuge, Artillerie, Panzer, Raketen, Granatwerfer und Marschflugkörper für Angriffe auf die öffentliche Infrastruktur und Wohngebiete ein. Dabei seien im Bezirk Donezk mindestens sieben Menschen getötet worden.

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WHO erarbeitet Leitlinien zur Bekämpfung von Affenpocken

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London, 22. Mai (Reuters) – Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) erarbeitet derzeit Leitlinien zur Eindämmung der Ausbreitung von Affenpocken. Es werde befürchtet, dass die Zahl der Fälle in den Sommermonaten weiter ansteigen könnte, sagte der Vorsitzende Berater der WHO für Infektionsgefahren, David Heymann, am Samstag Reuters.

Die WHO gehe davon aus, dass der Ausbruch durch sexuelle Kontakte ausgelöst worden sei. Bislang sind Affenpocken in elf Ländern aufgetreten, in denen sie sich üblicherweise nicht verbreiten. Wissenschaftler werten dies als sehr ungewöhnlich. Affenpocken treten hauptsächlich in Afrika auf und nur selten andernorts. Bisher wurden mehr als 100 bestätigte oder vermutete Fälle gemeldet, die meisten davon in Europa. Auch Deutschland ist betroffen. 

Enger Kontakt sei der wichtigste Übertragungsweg für das Virus, sagte Heymann. So seien beispielsweise Eltern, die sich um kranke Kinder kümmerten, ebenso gefährdet wie das Gesundheitspersonal. Er betonte, dass der Ausbruch der Affenpocken nicht mit den Anfängen der Coronavirus-Pandemie vergleichbar sei, da die Krankheit nicht so leicht übertragbar sei.

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Siemens Energy will Windkrafttochter Gamesa komplett schlucken

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München, 22. Mai (Reuters) – Siemens Energy will ihre spanische Windkraft-Tochter Siemens Gamesa komplett übernehmen. Siemens Energy bietet 18,05 Euro je Aktie in bar, wie das Energietechnik-Unternehmen nach einer Aufsichtsratssitzung am Samstag in München mitteilte.

Insgesamt müsste Siemens Energy damit für die restlichen Gamesa-Anteile gut vier Milliarden Euro hinblättern. Ziel sei es, Siemens Gamesa von der Madrider Börse zu nehmen. Siemens-Energy-Chef Christian Bruch hofft, das Sorgenkind damit enger an die Kandare nehmen zu können und dessen Sanierung zu beschleunigen. Siemens Energy hält bereits 67,1 Prozent der Anteile an der spanischen Tochter, kann diese bisher aber wegen der eigenständigen Börsennotiz nur über den Aufsichtsrat kontrollieren.

Bruch will auf einem Kapitalmarkttag am Dienstag (24. Mai) seine Strategie für die nächsten Jahre vorstellen. Siemens Gamesa ist eigentlich der Hoffnungsträger für den Hersteller von Gas- und Dampfturbinen, macht aber seit Jahren mit Verlusten, verfehlten Gewinnprognosen und operativen Problemen Negativ-Schlagzeilen. Bei der neuen Windturbinen-Generation 5.X gibt es große Anlaufschwierigkeiten, zudem laufen Siemens Gamesa die Kosten für Rohstoffe davon, während in den Lieferverträgen mit den Kunden feste Preise vereinbart sind.

„Die Transaktion wird das Management bei der Bewältigung der aktuellen Herausforderungen bei Siemens Gamesa unterstützen“, hieß es in der Mitteilung. Das integrierte Unternehmen könne von erheblichen Kosten- und Umsatz-Synergien profitieren. Bruch hatte die Zahlen von Siemens Gamesa zuletzt als enttäuschend bezeichnet, sich aber zur Windkraft als wesentlichem Teil der Strategie bekannt. Die Situation bei Gamesa habe sich seit der jüngsten Gewinnwarnung aber noch verschärft.

Das Übernahmeangebot für Siemens Gamesa liegt acht Prozent über dem Schlusskurs vom Freitag von 16,75 Euro. Allerdings war die Aktie bereits in den vergangenen Tagen kräftig gestiegen, nachdem sich die Übernahmepläne Insidern zufolge konkretisiert hatten. Vor den ersten Spekulationen Anfang der Woche lag das Papier bei 14,13 Euro. Um Siemens Gamesa von der Börse zu nehmen, brauchen die Münchner nach spanischem Recht 75 Prozent der Anteile.

Siemens Energy will die Aufstockung zum überwiegenden Teil mit Eigenkapital finanzieren. Bis zu 2,5 Milliarden Euro will das Unternehmen mit Aktien und Hybridanleihen stemmen, um das Investment-Grade-Rating nicht zu verlieren. Ein erster Schritt könne eine Kapitalerhöhung ohne Bezugsrecht sein, die auf zehn Prozent des Grundkapitals beschränkt ist und in der Regel über Nacht bei Investoren platziert wird. Die Brückenfinanzierung bis dahin stellen die Investmentbanken Bank of America und JPMorgan zur Verfügung.

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Mittelstandsverband – „existenzbedrohende Folgen“ durch Cyberangriffe

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Berlin, 22. Mai (Reuters) – Der Bundesverband mittelständische Wirtschaft (BVMW) hat sich besorgt über die steigende Gefahr durch russische Cyberattacken gezeigt. „Für Unternehmen mit weniger als 50 Beschäftigten hat eine von vier Cyberattacken sehr schwere oder sogar existenzbedrohende Folgen“, sagte BVMW-Bundesgeschäftsführer Markus Jerger dem „Handelsblatt“ laut einem Vorabbericht.

Er riet Betrieben, die Investitionen in Cybersicherheit auszubauen. Jerger sieht auch den Staat in der Verantwortung zu helfen. „Um Anreize zu setzen, sprechen wir uns für eine staatliche Investitionszulage für IT-Sicherheit aus“, sagte er. Investitionen in den Schutz unserer Wirtschaft müsse belohnt werden. 

Jerger sieht mittelständische Unternehmen besonders von Cyberangriffen bedroht, weil „nur relativ wenige Unternehmen regelmäßige Datensicherungen durchführen oder Krisenreaktionspläne ausgearbeitet haben“. Zudem fehle es häufig an eigenen IT-Abteilungen und entsprechenden Fachkräften oder die mit der Datensicherheit betrauten Personen würden nicht ausreichend weitergebildet. 

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Ukraine aktuell 22.05.22

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22. Mai (Reuters) – Es folgen Entwicklungen rund um den Krieg in der Ukraine. Zum Teil lassen sich Angaben nicht unabhängig überprüfen.

17.40 Uhr – Scholz lädt auch Argentinien als G7-Gastland ein

Bundeskanzler Olaf Scholz lädt auch Argentinien als Gastland zum G7-Gipfel Ende Juni im bayerischen Elmau ein. Das kündigt Scholz bei einem Besuch in Dakar an. Bisher waren als Gastländer nur Senegal, Südafrika, Indien und Indonesien bekannt. Die Bundesregierung versucht derzeit mit Blick auf den russischen Einmarsch in der Ukraine eine weltweite Allianz von Demokratien zu bilden, die die Einhaltung internationalen Rechts fordern.

17.33 Uhr Senegals Präsident Macky Sall will in den kommenden Wochen als Vorsitzender der Afrikanischen Union (AU) Gespräche in Moskau und Kiew führen. Ein für den 18. Mai geplanter Besuch habe nicht stattfinden können und werde nachgeholt, sagt er nach einem Treffen mit Kanzler Olaf Scholz in Dakar. Sall betont, dass die AU auf einen Waffenstillstand dringe und zugleich auf Hilfen im Kampf gegen hohe Energie- und Nahrungsmittelpreise hoffe. Zur Enthaltung seines Landes in der UN-Vollversammlung bei der Verurteilung des russischen Angriffs sagt er: „Wir wollen ganz klar nicht in diesen Konflikt hineingezogen werden, wir wollen Frieden. Auch wenn wir die Invasion verurteilen, arbeiten wir an einer Deeskalation.“

12.32 Uhr – Polens Präsident betont in Kiew Recht auf Selbstbestimmung

Der polnische Präsident Andrzej Duda streicht in Kiew das Recht der Ukraine auf Selbstbestimmung heraus. „Es sind besorgniserregende Stimmen laut geworden, mit denen die Ukraine aufgefordert wird, Putins Forderungen nachzugeben“, sagt Duda in einer Rede vor Abgeordneten. „Nur die Ukraine hat das Recht über ihre Zukunft zu bestimmen.“ Duda ist seit der russischen Invasion der Ukraine am 24. Februar der erste ausländische Staats- oder Regierungschef, der vor Ort eine Rede vor dem Parlament hält.

09.30 Uhr – Russland – Liefern weiter Gas durch die Ukraine

Russland liefert nach Angaben seines staatlichen Gasförderers Gazprom weiterhin Gas durch die Ukraine an andere europäische Staaten. Das Liefervolumen am Eingangspunkt Sudscha liege am Sonntag bei 44,7 Millionen Kubikmetern, verglichen mit 45,9 Millionen Kubikmetern am Samstag, erklärte der Konzern.

08.45 Uhr – Bulgariens Ministerpräsident Kiril Petkow hat Russland vorgeworfen, Korruption als Mittel der Außenpolitik einzusetzen. „Wir haben erkannt, dass beides zusammengehört: Der Kampf gegen Korruption und der Kampf gegen die Abhängigkeit von Russland“, sagte Petkow der „Welt am Sonntag“. Putin setze Korruption als außenpolitisches Mittel ein, etwa beim Bau der Gaspipeline „Balkan-Stream“.

Als Beispiel nannte der Premierminister, dass eine ehemalige Beraterin der Regierung einen „brandneuen SUV“ gefahren habe, der von einer Baufirma bezahlt wurde, welche die Pipeline „Balkan-Stream“ errichtet hatte. „Diese Pipeline, obwohl mit 1,5 Milliarden Euro aus bulgarischem Steuergeld bezahlt, leitet nicht mal Gas nach Bulgarien. Sie dient ausschließlich Russlands geopolitischen Interessen, weil sie Gas vorbei an der Ukraine über die Türkei nach Serbien und Ungarn leitet“, sagte Petkow.

03.50 Uhr – DGB-Chefin warnt vor unkontrollierter Aufrüstung

Die DGB-Vorsitzende Yasmin Fahimi möchte die 100 Milliarden Euro aus dem Sondervermögen Bundeswehr nicht nur für Rüstung auszugeben. „Es darf nicht zu einer unkontrollierten Aufrüstung kommen, die neue Provokationen entfacht“, sagt sie den Zeitungen der Funke Mediengruppe laut einem Vorabbericht. Wir bräuchten mehr als eine gut aufgestellte Bundeswehr, „nämlich vor allem auch Entwicklungszusammenarbeit und Konfliktprävention.“

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Linksruck in Australien – Labor gewinnt Wahl

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Sydney, 21. Mai (Reuters) – In Australien hat die Labor-Partei die Parlamentswahl gewonnen und löst damit die konservative Regierung nach knapp zehn Jahren an der Macht ab. Noch vor der Auszählung aller Stimmen räumte Ministerpräsident Scott Morrison am Samstagabend die Niederlage ein und gratulierte Oppositionschef Anthony Albanese zum Sieg. 

Albanese kündigte an, er wolle das Land vereinen und die heftigen Auseinandersetzungen um die Klimapolitik beenden. Er versprach die Anerkennung der indigenen Ureinwohner in der Verfassung und will eine parlamentarische Vertretung für sie schaffen. Zudem wolle er eine Antikorruptionskommission ins Leben rufen.

Der designierte Regierungschef erklärte, er wolle so schnell wie möglich vereidigt werden, um am Dienstag an einem internationalen Treffen in Tokio teilnehmen zu können. Aller Voraussicht nach wird Labor, die im Parteienspektrum dem mitte-links Bereich zugerechnet wird, auf Koalitionspartner angewiesen sein. Nach der Auszählung von 60 Prozent der Stimmen kann Labor mit 72 Stimmen im Parlament rechnen. Für die absolute Mehrheit sind 76 Sitze nötig. Elf Sitze entfallen demnach auf die Grünen und unabhängige Bewerber. Die konservative Partei kommt auf 55 Mandate. Das endgültige amtliche Endergebnis könnte noch einige Zeit dauern, da auch drei Millionen Briefwählerstimmen aus dem Land mit knapp 27 Millionen Einwohnern berücksichtigt werden müssen. In Australien herrscht Wahlpflicht. 

Morrisons Konservative hatten insbesondere mit der vergleichsweise niedrigen Arbeitslosigkeit geworben. Dagegen verwies Labor auf höhere Inflation und bemängelt zu geringe Lohnzuwächse. Unter den unabhängigen Abgeordneten war ein verstärkter Kampf gegen den Klimawandel ein zentrales Thema. Überschwemmungen und Waldbrände hatten in der jüngsten Vergangenheit massive Schäden verursacht. Morrisons Regierung hatte sich hinter die Kohle-Branche gestellt.

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Tausende protestieren gegen Verurteilung von Erdogan-Kritikerin

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Erdogan
KIEV, UKRAINE - Mar. 20, 2015: Turkish President Recep Tayyip Erdogan and President of Ukraine Petro Poroshenko during a meeting in Kiev

Istanbul, 21. Mai (Reuters) – In der Türkei haben Tausende Menschen gegen die Verurteilung einer führenden Oppositionspolitikerin wegen Beleidigung des Präsidenten Recep Tayyip Erdogan protestiert. In Istanbul solidarisierten sich die Kundgebungsteilnehmer mit Canan Kaftancioglu, die zu knapp fünf Jahren Haft verurteilt wurde. Grundlage waren Tweets, die sie veröffentlicht hatte. Die Demonstranten im zentralen Stadtteil Maltepe skandierten Losungen und schwenkten die Oppositions- und die Nationalflagge.

Kaftancioglu ist Chefin der Republikanischen Volkspartei (CHP) in Istanbul. 2019 spielte sie eine wichtige Rolle bei dem CHP-Wahlsieg in den Kommunalwahlen in Istanbul, bei den die CHP der AK-Partei von Erdogan das Bürgermeisteramt abnahm.

Das oberste Gericht der Türkei bestätigte Anfang des Monats drei Urteile gegen Kaftancioglu, reduzierte aber die Haftstrafe auf vier Jahre, elf Monate und 20 Tage. Nach türkischem Recht werden Strafen unter fünf Jahren zur Bewährung ausgesetzt. Zwei juristische Experten sagten Reuters, Kaftancioglu werde nicht ins Gefängnis gehen müssen.

Tausende protestieren gegen Verurteilung von Erdogan-Kritikerin

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Indien senkt Spritsteuern im Kampf gegen Inflation

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Neu-Delhi, 21. Mai (Reuters) – Indien senkt im Kampf gegen die Inflation die Spritsteuern. Finanzministerin Nirmala Sitharaman erklärte am Samstag auf Twitter, der Preis für einen Liter Benzin von gegenwärtig 105,41 Rupien (1,28 Euro) werde damit um acht Rupien sinken, der für Diesel von 96,67 Rupien (knapp 1,18 Euro) um sechs.

Die Kosten für den Staat beliefen sich auf jährlich etwa eine Billion Rupien, erklärte sie. Zudem gab Sitharaman weitere Maßnahmen bekannt, um etwa ärmere Bürger beim Kauf von Gaskartuschen zu unterstützen. Sie rief die Bundesstaaten dazu auf, mit ähnlichen Schritten zu folgen.

Indien senkt Spritsteuern im Kampf gegen Inflation

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