Sonntag, März 15, 2026
Start Blog Seite 5510

Ukraine aktuell 24.05.22

0

24. Mai (Reuters) – Es folgen Entwicklungen rund um den Krieg in der Ukraine. Zum Teil lassen sich Angaben nicht unabhängig überprüfen.

22.02 Uhr – Ukraine – Mindestens 14 Zivilisten bei russischen Angriffen getötet

Russische Truppen haben nach Angaben des ukrainischen Militärs während der Angriffe in den Regionen Luhansk und Donezk im Osten des Landes mindestens 14 Zivilisten getötet und 15 weitere verletzt. Über Facebook teilt das Militär mit, die russischen Truppen hätten Kampfflugzeuge, Raketenwerfer, Artillerie, Panzer, Mörser und Marschflugkörper eingesetzt.

20.11 Uhr – Gouverneur – Russen haben im Bezirk Donezk drei Ortschaften eingenommen

Russische Einheiten haben nach Angaben des ukrainischen regionalen Gouverneurs Pawlo Kyrylenko drei Ortschaften im Bezirk Donezk eingenommen. Darunter befände sich auch die Stadt Switlodarsk, sagt er dem Sender Radio Free Europe. Switlodarsk liegt 80 Kilometer südwestlich von Sjewjerodonezk, einem Schwerpunkt der russischen Angriffe in den vergangenen Tagen.

18.18 Uhr – Ungarn erklärt wegen Kriegs in der Ukraine den Notstand

Ungarns Regierung erklärt wegen des Krieges in der Ukraine von Mittwoch an den Notstand. Das kündigt Ministerpräsident Viktor Orban in einem Facebook-Video an. Er sagt, sein Kabinett benötige den Handlungsspielraum unter dem Notstand, um rasch auf die Herausforderungen durch den Krieg reagieren zu können. Unter dem Notstand ist es der Regierung möglich per Dekret zu regieren.

17.19 Uhr – Von der Leyen – Wohl kein Entscheid über Öl-Embargo auf EU-Gipfel

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen erwartet nach eigenen Worten nicht, dass es auf dem EU-Gipfel Anfang kommender Woche zu einer Entscheidung über ein Öl-Embargo gegen Russland kommt. Der Gipfel sei nicht der richtige Ort für eine solche Entscheidung. Die Verhandlungen mit den Mitgliedsländern zu dem Thema liefen noch, sagt sie. Ungarn hat bislang erklärt, einem Embargo nicht zuzustimmen. Für eine Entscheidung ist Einstimmigkeit notwendig.

15.59 Uhr – Berlin und Warschau – Wollen Irritationen über Panzer beseitigen

Deutschland und Polen wollen aufgekommene Irritationen über den sogenannten Ringtausch schwerer Waffen zugunsten der Ukraine beseitigen. Dies betonen die Außenminister beider Länder, Annalena Baerbock und Zbiegniew Rau, bei einer gemeinsamen Pressekonferenz in Berlin. Man sei in ständigem Austausch, damit keine Missverständnisse entstünden, sagt Baerbock. Es könne nur das geliefert werden, was vorhanden sei. Rau betont die Entschlossenheit, das Problem zu lösen. Es sei aber bedauerlich, dass der Prozess nicht so dynamisch sei wie es die Lage in der Ukraine erfordere. Beide bezogen sich auf Aussagen von Polens Präsident Andrzej Duda, der der „Welt“ gesagt hatte, Deutschland habe Polen die Lieferung von Panzern versprochen, weil die Regierung in Warschau eigene Bestände in die Ukraine geliefert habe. „Sie haben dieses Versprechen nicht erfüllt, und offen gesagt: Wir sind sehr enttäuscht darüber“, hatte Duda hinzugefügt.

15.47 Uhr – Polens Außenminister zu Baerbock – „Ich bewundere Deinen Mut“

Polens Außenminister Zbiegniew Rau lobt die deutsche Ressortchefin Annalena Baerbock für deren Politik gegenüber Russland und der Ukraine. „Ich bewundere Deinen Mut, den Du mit Deiner Reise nach Kiew bewiesen hast“, sagt Rau bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Baerbock in Berlin. „Wir brauchen in Europa mehr deutsche Politik dieser Art.“ Es brauche eine Politik, „die auf einem starken Fundament fußt“. Für eine solche Politik habe Deutschland immer die Unterstützung Polens. Deutschland müsse eine führende Rolle übernehmen beim Aufbau einer europäischen Sicherheits- und Verteidigungsarchitektur, die die Ukraine einbinde und gegen Russland gerichtet sei.

13.06 Uhr – Weitere KfW-Kredite über 150 Millionen Euro für Ukraine

Die staatliche Förderbank KfW unterzeichnet mit dem Finanzministerium in Kiew einen weiteren Kreditvertrag über 150 Millionen Euro zur Unterstützung der Ukraine. Das „Wirtschaftliche Nothilfeprogramm Ukraine“ soll der Regierung Liquidität zur Aufrechterhaltung von staatlichen Sozialausgaben, Renten und Ausgaben im Gesundheits- und Bildungssektor wie Gehälter für Schul- und Krankenhauspersonal sowie Medikamentenbeschaffung in der aktuellen Krise zur Verfügung stellen, teilt die KfW mit. „Wir helfen dabei, eine drastische Verschlimmerung der Versorgungslage großer Bevölkerungsteile zu verhindern und können die sozio-ökonomischen Auswirkungen zumindest teilweise abfedern“, sagt KfW-Vorständin Christiane Laibach.

12.57 Uhr – Russland hat nach eigenen Angaben den von Italien ausgearbeiteten Friedensplan für die Ukraine noch nicht gesehen. Man hoffe aber, dass der Plan Russland über diplomatische Wege erreiche, damit sich die Regierung damit vertraut machen könne, sagt Präsidialamtssprecher Dmitri Peskow. Der italienische Außenminister Luigi Di Maio hatte vergangene Woche Grundzüge des Plans dargelegt und erklärt, er habe ihn mit UN-Generalsekretär Antonio Guterres besprochen. Der stellvertretende Vorsitzende des russischen Sicherheitsrates, Dmitri Medwedew, hat das Vorhaben bereits abgelehnt. 

12.55 Uhr – Die Türkei will am Mittwoch mit Finnland und Schweden über die Aufnahme der beiden nordeuropäischen Länder in die Nato sprechen. Das Treffen der Delegationen finde in Ankara statt, teilt das türkische Außenministerium mit. Präsident Recep Tayyip Erdogan hatte Vorbehalte gegen die Beitritte geäußert.

11.48 Uhr – Nato-Chef Stoltenberg – Können jede Aggression sofort beantworten

Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg unterstreicht den Willen und die Fähigkeit der Allianz, einer Aggression Russlands entgegenzutreten. „Wir können jede Aggression sofort beantworten“, sagt Stoltenberg auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos. Zugleich betont er: „Wir möchten keinen Konflikt provozieren, wir wollen Frieden.“ Russlands Präsident Wladimir Putin habe weniger Nato an seinen Grenzen gewollt und dafür einen Krieg provoziert. „Jetzt bekommt er mehr Nato an seinen Grenzen.“

11.23 Uhr – EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen kritisiert das Vorgehen Russlands auch mit Blick auf die Blockade von Getreidelieferungen aus der Ukraine scharf. „Es ist beschämend“, sagt von der Leyen auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos. Russland bombardiere bewusst Getreidesilos in der Ukraine und blockiere Häfen wie Odessa, damit das Getreide dort nicht exportiert werden könne. Zugleich halte Russland eigene Getreide-Exporte zurück, um von weiter explodierenden Preisen politisches Kapital schlagen zu können. Präsident Wladimir Putin nutze „den Hunger als Instrument der Macht“. Es müsse jetzt alles getan werden, das Getreide aus der Ukraine zu bekommen, um damit die Ärmsten der Armen versorgen zu können.

11.11 Uhr – Der russische Oppositionspolitiker Alexej Nawalny greift Russlands Präsident Wladimir Putin vor einem Moskauer Gericht verbal an. In der live übertragenen Anhörung bezeichnet er ihn als einen Verrückten, der in der Ukraine einen dummen Krieg angefangen habe. „Das ist ein dummer Krieg, den Euer Putin angefangen hat“, sagt Nawalny, der von einem Straflager per Video bei dem Berufungsgericht in Moskau zugeschaltet ist. „Dieser Krieg basiert auf Lügen.“ Obwohl er mehrfach von dem Richter unterbrochen wird, lässt sich Nawalny nicht beirren. Russland werde von Dieben und Kriminellen geführt, die zu Feinden des russischen Volkes geworden seien, sagt er. „Ein Verrückter hat sich in die Ukraine verkrallt und ich weiß nicht, was er damit will – dieser wahnsinnige Dieb.“ Putin bezeichnet die Invasion in das Nachbarland als militärischen Sondereinsatz zur Demilitarisierung und Entnazifizierung der Ukraine.

10.51 Uhr – Spanien – Finnland und Schweden nehmen an Nato-Gipfel im Juni teil

Finnland und Schweden werden an dem nächsten Nato-Gipfel Ende Juni teilnehmen. Das gibt der spanische Ministerpräsident Pedro Sanchez auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos bekannt. Der Nato-Gipfel findet vom 28. bis 30. Juni in Madrid statt.

10.31 Uhr – Russland – Verfolgen in der Ukraine keine Fristen

Russland verfolgt nach Angaben des Sekretärs des Russischen Sicherheitsrats, Nikolai Patruschew, in der Ukraine keine Fristen. „Alle Ziele, die der Präsident ausgegeben hat, werden erreicht. Das kann gar nicht anders sein, weil die Wahrheit – auch die historische – auf unserer Seite ist“, sagte Patruschew im Interview der russischen Zeitung „Argumenty i Fakty“.

09.49 Uhr – Russland – Waffenlager im Donbass getroffen

Russland hat nach eigenen Angaben bei Angriffen im Donbass ein ukrainisches Waffenlager getroffen. Dieses werde genutzt, um Artilleriegranaten für Haubitzen des Typs M777 aus amerikanischer Produktion zu lagern, teilt das Verteidigungsministerium in Moskau mit.

08.35 Uhr – Großbritannien sucht mit der Regeirumg in Kiew Wege zum Expert von Getreide aus der Ukraine. „Wir schauen uns alle möglichen Optionen an“, sagt der britische Verkehrsminister Gran Shapps. „Es gibt verschiedene Möglichkeiten, das Getreide und andere Güter außer Landes zu schaffen.“ Um Hungersnöte zu vermeiden, sei es wichtig, eine Lösung zu finden. Er habe dies in der vergangenen Woche mit dem ukrainischen Infrastrukturminister Olexander Kubrakow besprochen. Die ukrainischen Häfen, über die ein Großteil des Getreides gewöhnlich verschifft wird, werden von den russischen Streitkräfte blockiert.

05.25 Uhr – Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj wendet sich mit der Bitte um mehr Unterstützung für einen Gefangenenaustausch mit Russland an verbündete Staaten. „Es ist wichtig … politisch Druck auf jeder Ebene, durch mächtige Unternehmen, durch die Schließung von Unternehmen, Ölembargo … und durch diese Drohungen aktiv den Austausch unserer Leute für russische Soldaten zu forcieren“, sagt Selenskyj in einer Video-Schalte zum Weltwirtschaftsforum in Davos. „Wir brauchen die russischen Soldaten nicht, wir brauchen nur unsere.“ Die Ukraine sei schon morgen zu einem Austausch bereit.

04.46 Uhr Die pro-russischen Behörden in der besetzten Region Cherson dringen nach Angaben der russischen Nachrichtenagentur RIA auf einen Militärstützpunkt. „Es sollte einen russischen Militärstützpunkt in der Region Cherson geben“, zitiert RIA den stellvertretenden Leiter der „zivil-militärischen Regionalverwaltung“, Kirill Stremousow. „Die gesamte Bevölkerung will das. Das ist wichtig und wird ein Garant für die Sicherheit der Region und ihrer Bewohner sein.“

04.36 Uhr – US-Präsident Joe Biden sieht die Krise in der Ukraine als globales Problem. „Dies ist mehr als nur ein europäisches Problem. Es ist ein globales Problem“, sagt Biden bei dem Gipfeltreffen der USA, Japan, Australien und Indien in Tokio. Seine Regierung werde mit seinen Partnern für eine freie und offene indo-pazifische Region eintreten. „Russlands Angriff auf die Ukraine erhöht nur die Bedeutung dieser Ziele der grundlegenden Prinzipien der internationalen Ordnung, der territorialen Integrität und der Souveränität.“

Ukraine aktuell 24.05.22

Copyright: (c) Copyright Thomson Reuters 2022

Fundscene Livestream Termine

24. Mai 2022 Marktentwicklungen

0

24. Mai (Reuters) – Es folgt der Reuters-Blick zu wichtigen Entwicklungen aus der Unternehmenswelt über die Top-Themen des Tages hinaus:

MTS – Moskau: Russlands größter Mobilfunker setzt angesichts der steigenden Inflation und ausbleibender Lieferungen von Anbietern wie Apple auf gebrauchte Ware. Es würden nun rabattierte Handys sowie Smartphones aus zweiter Hand verkauft, gab MTS bekannt. Die Inflation in Russland liegt derzeit bei 17 Prozent. Apple hat bereits Anfang März wegen des Ukraine-Kriegs jegliche Verkäufe nach Russland eingestellt. Inzwischen greifen immer mehr Russen auf chinesische Anbieter wie Huawei, Honor und Xiaomi1810.HK zurück.

FRAPORT – Frankfurt: Der Flughafenbetreiber könnte den Wert seiner 25-prozentigen, wegen des Ukraine-Krieges auf Eis liegenden Beteiligung am Flughafen Pulkovo in St. Petersburg weiter abschreiben. Das sei nicht auszuschließen, sagte Fraport-Chef Stefan Schulte auf der Hauptversammlung. Nach einer ersten Abschreibung von 48 Millionen stehe die Beteiligung noch mit 111 Millionen Euro bei Fraport zu Buche. Schulte bekräftigte, ein Verkauf sei vertraglich bis 2025 nicht möglich. Ob es zu einer Enteignung kommen könne, sei unklar. 

EPIC SUISSE – Zürich: Die Aktien der Schweizer Gewerbeimmobilienfirma dürften beim geplanten Börsengang zu je 68 Franken und damit am unteren Ende der ursprünglich angestrebten Preisspanne ausgegeben werden. Aufträge unter 68 Franken liefen Gefahr, nicht berücksichtigt zu werden, erklärte eine der die Transaktion begleitenden Banken. Epic will am Mittwoch an der Schweizer Börse SIX debütieren. Die anfänglich angepeilte Preisspanne von 67 und 77 Franken wurde jüngst reduziert.

AIRBNB – Hongkong: Der Zimmer-Vermittler wird sein Geschäft mit Wohnmöglichkeiten in China im Sommer aufgeben. „Wir haben die schwierige Entscheidung getroffen, unsere Bemühungen in China wieder auf Auslandsreisen zu konzentrieren und unsere Unterkünfte und Veranstaltungen von Gastgebern in China ab dem 30. Juli 2022 auszusetzen“, teilte Nathan Blecharczyk, Mitbegründer von Airbnb, mit. Airbnb reiht sich damit in eine lange Reihe westlicher Internetfirmen wie Linkedin und Yahoo ein, die sich in den vergangenen Monaten aus China zurückgezogen haben, nachdem Peking die Geschäfte von Tech-Unternehmen einschränkte. 

FREENET – Berlin: Der Mobilfunkanbieter aus dem norddeutschen Büdelsdorf arbeitet weiter exklusiv mit Media-Saturn zusammen. Die Partnerschaft sei vorzeitig bis 2027 verlängert worden, teilte der größte Mobilfunkanbieter in Deutschland ohne eigenes Netz mit. Dabei würden nun die Online-Kanäle der zu CeconomyCECG.DE gehörenden Elektronikhandelsketten Media Markt und Saturn besonders berücksichtigt.

MÜNCHENER RÜCK – Düsseldorf: Der weltgrößte Rückversicherer hat erstmals in den USA eine grüne Anleihe mit einer Laufzeit von 20 Jahren bei institutionellen Anlegern platziert. Das Emissionsvolumen beträgt 1,25 Milliarden Dollar, die Verzinsung liegt bei 5,875 Prozent. „Mit der erfolgreichen, erstmaligen Platzierung einer Nachranganleihe auf dem US-Markt hat Munich Re eindrucksvoll ihre Attraktivität für neue Investorenkreise demonstriert“, erklärte Finanzvorstand Christoph Jurecka. „Mit der Ausgestaltung der Anleihe als Green Bond haben wir als erster europäischer Versicherer in diesem Marktsegment Neuland beschritten.“

SAMSUNG – Seoul: Der südkoreanische Elektronikkonzern will in den kommenden fünf Jahren 450 Billionen Won (334 Milliarden Euro) investieren, um das Wachstum seiner Geschäfte mit Halbleitern und Biopharmazeutika voranzutreiben. Die Investitionen liegen 30 Prozent über denen in den fünf Jahren bis 2021, wie Samsung mitteilte. Voraussichtlich würden rund eine Million neuer Arbeitsplätze geschaffen. Die Sicherung der heimischen Chip- und Bio-Lieferketten habe strategische Bedeutung und sei wichtig für die wirtschaftliche Sicherheit Südkoreas, teilte Samsung mit.

CTS EVENTIM – Düsseldorf: Dank des Endes der Corona-Beschränkungen hat der Konzertveranstalter und Ticketverkäufer im ersten Quartal kräftig zugelegt. Der Umsatz schnellte auf rund 140 Millionen Euro nach knapp 20 Millionen vor Jahresfrist und das normalisierte operative Ergebnis (Ebitda) erreichte 23,7 Euro nach einem Minus von knapp 20 Millionen. „Endlich beleben sich Konzertsäle und Festival-Gelände wieder. Der starke Jahresauftakt gibt uns allen Grund zur Zuversicht, dass wir in diesem Jahr einen kraftvollen Neustart des Live-Geschäfts erleben“, sagte Firmenchef Klaus-Peter Schulenberg. Im April und Mai hätten die Ticketverkäufe deutlich über den Rekordwerten des Vorkrisenjahres 2019 gelegen. „Das unterstreicht die Hoffnung auf einen echten Aufbruch der Live-Branche nach zwei Jahren Corona-Zwangspause“, so Schulenberg.

SULZER – Zürich: Der Schweizer Maschinenbauer steigt aus dem russischen Markt aus. Sulzer beginne mit sofortiger Wirkung mit dem Verkaufsprozess, teilte das Unternehmen mit. Von dem Rückzug aus Russland seien 300 Mitarbeiter betroffen. Der Konzern, der seit Jahrzehnten in dem Land tätig sei, habe die Geschäftsaktivitäten in Russland bereits im ersten Quartal deutlich zurückgefahren. 2021 entfielen knapp drei Prozent der konzernweiten Bestellungen auf Russland. Vergangene Woche hatte Sulzer bereits seine beiden Niederlassungen in Polen geschlossen, weil die Firma auf die Sanktionsliste der polnischen Behörden geraten war. Hintergrund war die Beteiligung des als Kreml-Nahe eingestuften Großaktionärs Viktor Vekselberg. 

TAG IMMOBILIEN- Düsseldorf: Das Immobilienunternehmen hat um Jahresauftakt mehr verdient. Während die Mieteinnahmen im ersten Quartal auf 84,3 (Vorjahr: 83,1) Millionen Euro zulegten, klettere das für die Branche entscheidende operative Ergebnis (FFO I) auf 47,8 (45,6) Millionen Euro, wie TAG Immobilien mitteilte. Der Vorstand bekräftigte seine Jahresziele, die ein FFO I von 188 bis 192 Millionen Euro vorsehen. 

NESTLE – San Paolo: Der Schweizer Nahrungsmittelriese baut sein Brasiliengeschäft aus. Nestle übernimmt eigenen Angaben zufolge den brasilianischen Hersteller von pflanzlichen Lebensmitteln, Puravida. Die Tochter Nestle Health Science, die in dem südamerikanischen Land bereits Nahrungsergänzungsmittel und Proteinpulver verkaufe, könne ihr Angebot mit dem Zukauf ergänzen, teilten die Schweizer mit. Puravida sei 2015 in Sao Paulo gegründet worden und habe 2020 vom Finanzinvestor Aqua Capital eine Kapitalspritze erhalten. Die Transaktion müsse noch von der brasilianischen Kartellbehörde genehmigt und dürfte in der zweiten Jahreshälfte 2022 abgeschlossen werden. Details zum Kaufpreis gab Nestle nicht bekannt. 

TOYOTA- Tokio: Der weltgrößte Autobauer muss eigenen Angaben zufolge aufgrund des Halbleitermangels seine weltweite Produktion um rund 100.000 Fahrzeuge zurückschrauben. Von Juni bis August sollen durchschnittlich nun mit 850.000 Autos pro Monat 100.000 weniger vom Band rollen, teilte der japanische Konzern mit. Zusätzlich werde die Produktion in den heimischen Werken wegen Lieferengpässen, die durch die Lockdowns in Shanghai entstanden sind, ausgesetzt. Der anhaltende Chipmangel, Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie und andere Faktoren würden einen Ausblick erschweren. Toyota hielt dennoch an seinem Ziel fest, bis März 2023 weltweit etwa 9,7 Millionen Fahrzeuge zu produzieren. 

24. Mai 2022 Marktentwicklungen

Copyright: (c) Copyright Thomson Reuters 2022

Fundscene Livestream Termine

24. Mai 2022 Dax zur Eröffnung niedriger erwartet

0

Frankfurt, 24. Mai (Reuters) – Am Dienstag wird der Dax Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge niedriger starten.

Gestützt auf einen überraschenden Anstieg des Ifo-Index hatte er am Montag 1,4 Prozent auf 14.175 Punkte zugelegt. Hier lesen.

Grafik: AgenaTrader , Grafikdownload.

Screenshot: Agena Trader 23. Mai 2022

Am Dienstag legen unter anderem TAG Immo und CTS Eventim Zahlen vor. Siemens Energy lädt Investoren zum Kapitalmarkttag. Zudem werden einen Tag nach dem Ifo-Geschäftsklima auch die vorläufigen Mai-Zahlen für die Einkaufsmanagerindizes im Euroraum bekanntgegeben. Analysten erwarten, dass der Index für die Industrie weiter auf 54,9 von 55,5 gefallen ist.

Schlusskurse europäischer Indizes am vorangegangenen HandelstagStand
Dax<.GDAXI>14.175,40
Dax-Future<FDXc1>14.034,00
EuroStoxx50<.STOXX50E>3.708,39
EuroStoxx50-Future<STXEc1>3.664,00
Schlusskurse der US-Indizes am vorangegangenen HandelstagStandVeränderung
Dow Jones<.DJI>31.880,24+2,0 Prozent
Nasdaq<.IXIC>11.535,28+1,6 Prozent
S&P 500<.SPX>3.973,75+1,9 Prozent
Asiatische Indizes am DienstagStandVeränderung
Nikkei<.N225>26.770,31-0,9 Prozent
Shanghai<.SSEC>3.109,84-1,2 Prozent
Hang Seng<.HSI>20.130,33-1,7 Prozent

24. Mai 2022 Dax zur Eröffnung niedriger erwartet

Copyright: (c) Copyright Thomson Reuters 2022

Fundscene Livestream Termine

IWF macht zahlreiche Risiken für Deutschlands Wirtschaft aus

0

Berlin, 23. Mai (Reuters) – Der Internationale Währungsfonds (IWF) traut Deutschland wegen des Krieges in der Ukraine nur eine vergleichsweise schwache Erholung von der Coronavirus-Pandemie zu. Das Wachstum in diesem Jahr dürfte sich auf rund zwei Prozent abkühlen, teilte der IWF am Montag in Berlin mit. 2021 waren es noch 2,9 Prozent. Im kommenden Jahr sollten es dann etwas mehr als zwei Prozent sein. 

Im Deutschland-Bericht des Währungsfonds heißt es, es gebe derzeit aber zahlreiche Risiken für die Prognosen. So müsse die Energieversorgung gesichert werden, die Lieferengpässe müssten sich langsam auflösen und weitere Corona-Einschränkungen vermieden werden. „Der Krieg in der Ukraine trübt den Ausblick ein.“ Größtes Risiko seien dauerhaft ausbleibende Gaslieferungen aus Russland. Sie könnten eine schwere Rezession heraufbeschwören. Der IWF verwies auf Studien, die dann von einem Wirtschaftseinbruch von bis zu sechs Prozent für einen Zeitraum von einem oder zwei Jahren ausgehen. Es würde mindestens zwei Jahre dauern, die ausbleibenden Lieferungen komplett zu ersetzen. Viele Industrieprozesse funktionieren ohne Gas nicht. 

Sollten diese Risiken Realität werden, müsse die Bundesregierung mit Finanzhilfen gegenhalten. Dann müsse auch geprüft werden, die Schuldenbremse 2023 ein weiteres Jahr auszusetzen. Bundesfinanzminister Christian Lindner will nächstes Jahr zu den im Grundgesetz verankerten Regeln zurückkehren, die seit 2020 wegen der Corona-Pandemie ausgesetzt sind. Um widerstandfähiger gegen Krisen zu werden, sollte Deutschland weiter sämtliche Finanzspielräume für Investitionen nutzen, so der IWF, zum Beispiel für Bildung, Digitalisierung und Fachkräfte. 

Die Inflation wird in diesem Jahr wegen des Krieges in der Ukraine hoch bleiben. Der IWF schätzt sie hierzulande auf rund 6,5 Prozent. 2023 dürften es dann immer noch 3,5 Prozent sein. Die EZB strebt für die Euro-Zone eigentlich zwei Prozent an. 

Das Bundesfinanzministerium teilte auf Anfrage mit, der IWF habe sich mit verschiedenen Ministerien, der Bundesbank, Unternehmen und Verbänden ausgetauscht. „Angesichts der russischen Invasion in der Ukraine standen die Folgen für Deutschland im Mittelpunkt, unter anderem für die Energieversorgung. Wie schon im Zuge der Corona-Krise beurteilt der IWF die von der Bundesregierung ergriffenen Maßnahmen als weitgehend zielgerichtet, um negative Auswirkungen für die Wirtschaft abzufedern.“

IWF macht zahlreiche Risiken für Deutschlands Wirtschaft aus

Copyright: (c) Copyright Thomson Reuters 2022

Titelfoto: Symbolfoto

Fundscene Livestream Termine

WHO sieht keine Mutation bei Affenpocken-Virus – „Situation beherrschbar“

0

London, 23. Mai (Reuters) – Der Weltgesundheitsorganisation (WHO) liegen keine Hinweise vor, dass der Erreger der Affenpocken mutiert ist. Die Leiterin des für Pocken zuständigen Sekretariats bei der UN-Organisation, Rosamund Lewis, sagte am Montag, dieses Virus neige weniger zu Mutationen. Ihre Kollegin Maria van Kerkhove erklärte, die bekannten Fälle in Europa und Nordamerika wiesen keine schweren Verläufe auf. „Das ist eine beherrschbare Situation.“

Affenpocken treten hauptsächlich in Afrika auf und nur sehr selten andernorts, was die jüngsten Ausbrüche in anderen Teilen der Welt mit insgesamt mehr als 100 bestätigten und vermuteten Fällen ungewöhnlich macht. Zu den Symptomen gehören Fieber, Kopfschmerzen und Hautausschläge, die meist im Gesicht beginnen und sich auf den Rest des Körpers ausbreiten. Die Krankheit verläuft in der Regel mild.

WHO sieht keine Mutation bei Affenpocken-Virus – „Situation beherrschbar“

Copyright: (c) Copyright Thomson Reuters 2022

Titelfoto: Symbolfoto

Fundscene Livestream Termine

EZB-Zinssignale beflügeln Euro – Ifo-Anstieg stützt Dax

0

Frankfurt, 23. Mai (Reuters) – Die Aussicht auf bald steigende Zinsen im Euroraum hat der Gemeinschaftswährung zu Wochenbeginn ordentlich Schwung verliehen. Der zuletzt gebeutelte Euro näherte sich wieder der Marke von 1,07 Dollar. Am Aktienmarkt stützte ein überraschend gestiegener Ifo-Index den Dax. Der deutsche Leitindex stieg um 1,4 Prozent auf 14.175 Punkte, der EuroStoxx50 gewann ebenso viel. Die US-Börsen tendierten ebenfalls fester.

Für Bewegung an den Anleihe- und Devisenmärkten sorgte ein Blogbeitrag von EZB-Präsidentin Christine Lagarde auf der Internetseite der Zentralbank, in dem sie eine baldige Zinswende signalisierte. „Ausgehend von den derzeitigen Aussichten werden wir wahrscheinlich in der Lage sein, die negativen Zinssätze bis zum Ende des dritten Quartals zu beenden“, hieß es darin. Der Euro verteuerte sich in der Spitze um 1,2 Prozent auf ein Vier-Wochen-Hoch von 1,0690 Dollar. Die Renditen der zehnjährigen deutschen BundesanleihenDE10YT=RR kletterten auf 1,018 Prozent.

IFO-INDEX STEIGT TROTZ BELASTUNGSFAKTOREN 

Angesichts der hohen Inflation gehen die meisten Volkswirte inzwischen davon aus, dass die Notenbank im Juli die Zügel anzieht. „Konkret erwarten wir, dass die EZB den Einlagezins auf jeder ihrer sieben Sitzungen zwischen Juli und April um jeweils 25 Basispunkte von derzeit minus 0,5 Prozent auf dann 1,25 Prozent anheben wird“, kommentierte Commerzbank-Ökonom Michael Schubert. Bundesbank-Präsident Joachim Nagel hatte jüngst gesagt, nach einer ersten Zinsanhebung im Euro-Raum könnten aus seiner Sicht schnell weitere Erhöhungen folgen. 

Viele Aktienanleger fürchten den Entzug des billigen Geldes, hinzu kommen Inflationssorgen und Lieferengpässe in der Wirtschaft. Trotz der aktuellen Belastungsfaktoren stieg der Ifo-Geschäftsklimaindex im Mai auf 93,0 von zuvor 91,9 Punkte. Volkswirte hatten einen Rückgang auf 91,4 erwartet. „Die Lage ist gut, die Risiken bleiben“, sagte DekaBank-Ökonom Andreas Scheuerle. „Noch läuft die Konjunktur dank der Nachholeffekte nach dem Ende der Corona-Restriktionen. Dies überlagert aktuell Probleme an anderen Stellen.“

M&A-FIEBER BEI SIEMENS GAMESA UND DEUTSCHE EUROSHOP

Europaweit trieb die Aussicht auf steigende Zinsen Bankenwerte ins Plus, der Sektorindex legte 2,3 Prozent zu. Auch ein angehobenes Zinsertragsziel der US-Großbank JP Morgan hellte die Stimmung in der Bankenbranche auf. Im Dax standen die Aktien der Deutschen Bank mit einem Plus von sieben Prozent an der Dax-Spitze. Die Analysten von Citi empfehlen Papiere europäischer Geldhäuser nach wie vor zum Kauf und bekräftigten ihr Anlageurteil mit „Overweight“. 

In Madrid standen Siemens Gamesa wegen der geplanten Komplettübernahme durch Siemens EnergyENR1n.DE erneut im Rampenlicht. Die Aktien der spanischen Windkraft-Tochter stiegen um 6,2 Prozent auf 17,79 Euro und lagen damit auf dem höchsten Stand seit rund zwei Monaten. Siemens Energy bietet für die restlichen Anteile 18,05 Euro je Aktie in bar. Die Papiere von Siemens Energy lagen im MDax.MDAXI 0,7 Prozent schwächer. 

Im SDax zündeten Deutsche Euroshop-Aktien nach dem Übernahmeangebot von Großaktionär Alexander Otto und dem US-Finanzinvestor Oaktree Capital ein Kursfeuerwerk. Die Titel des Shoppingcenter-Investors kletterten im SDax.SDAXI um 40,1 Prozent auf 21,90 Euro. „An der M&A-Front war es zuletzt ruhig geworden. Doch nun scheint Bewegung ins Spiel zu kommen“, sagte Christian Henke vom Broker IG Markets.

EZB-Zinssignale beflügeln Euro – Ifo-Anstieg stützt Dax

Copyright: (c) Copyright Thomson Reuters 2022

Titelfoto: Symbolfoto

Fundscene Livestream Termine

Bundesbank-Chef Nagel – Moderate Lohnpolitik in Deutschlang geht zu Ende

0

Wien/Berlin, 23. Mai (Reuters) – Wegen der hohen Inflation rechnet Bundesbank-Präsident Joachim Nagel mit einem Ende der rund zehn Jahre langen moderaten Lohnpolitik in Deutschland. „Diese Zeit ist jetzt vorbei“, sagte Nagel am Montag bei einer Konferenz der österreichischen Notenbank.

Man werde in der zweiten Jahreshälfte bei den Tarifverhandlungen wohl hohe Zahlen in Deutschland sehen. Es sei aber auch keine Überraschung, dass die Gewerkschaften angesichts der aktuell auf 7,4 Prozent gestiegenen Inflation höhere Löhne und Gehälter forderten. Dies müsse aber nicht unbedingt zu einer Lohn-Preis-Spirale führen.

EZB-Chefin Christine Lagarde hat am Montag ein Ende der Ära der Negativzinsen im Euro-Raum in Aussicht gestellt. Nagel bezeichnete die Äußerungen von Lagarde als richtigen Schritt, um die Unsicherheit zu reduzieren. Es sei extrem wichtig, den Finanzmärkten eine klare Orientierung zu geben. Wenn die Inflation so hoch sei wie derzeit, müssten Zentralbanken der Konjunktur auch die geldpolitische Unterstützung entziehen und – wie in der Euro-Zone – die Zinsen erhöhen, sagte Nagel bei der Notenbank-Veranstaltung. 

Nagel hatte jüngst bereits erklärt, nach einer ersten Zinsanhebung der Europäischen Zentralbank im Juli könnten aus seiner Sicht schnell weitere Erhöhungen im Euroraum folgen. „Fest steht, dass Negativzinsen eine Sache der Vergangenheit sind“, hatte Nagel am Freitag zum Abschluss des Treffens der Finanzminister und Notenbankchefs der sieben führenden Industriestaaten (G7) auf dem Petersberg bei Bonn gesagt.

Bundesbank-Chef Nagel – Moderate Lohnpolitik in Deutschlang geht zu Ende

Copyright: (c) Copyright Thomson Reuters 2022

Titelfoto: Symbolfoto

Fundscene Livestream Termine

US-Regierung erwägt Freigabe von Diesel-Reserven

0

Washington, 23. Mai (Reuters) – Die US-Regierung erwägt angesichts hoher Preise die Freigabe von Diesel-Vorräten. Demnach wird im Präsidialamt in Washington darüber nachgedacht, die Heizöl-Reserve des Nordostens anzuzapfen, wie es in Regierungskreisen am Montag hieß.

Diese war im Jahr 2000 für den Kampf gegen mögliche Versorgungsprobleme eingerichtet worden und wurde seither nur einmal in Anspruch genommen – und zwar 2012 nach dem Hurrikan „Sandy“. Die Auswirkungen einer solchen Freigabe wären aufgrund der relativ geringen Größe der Reserve von einer Million Barrel Diesel begrenzt. „Wir haben diese Reserveoption in Anspruch genommen, um dem Problem einen Schritt voraus zu sein“, sagte ein Regierungsvertreter.

Diesel ist für die US-Wirtschaft unverzichtbar, werden doch damit Traktoren in der Landwirtschaft ebenso angetrieben wie Lastwagen, Züge und Schiffe an, die für den Warentransport benötigt werden. Der nationale Durchschnittspreis für Diesel lag am Sonntag bei 5,56 Dollar pro Gallone (etwa 3,8 Liter) und damit nur zwei Cent unter dem Rekordhoch, das erst vergangene Woche aufgestellt wurde, so der Autoclub AAA.

Dies bedeutet einen Anstieg von 75 Prozent zum Vorjahreszeitraum. Noch schlimmer ist die Lage im Nordosten der USA, wo seit dem Jahr 2000 eine Reihe von Raffinerien stillgelegt wurden. So liegt der Durchschnittspreis für eine Gallone Diesel im Bundesstaat New York dem AAA zufolge bei 6,52 Dollar pro Gallone – mehr als doppelt so hoch wie ein Jahr zuvor

Die US-Bestände waren vor zwei Wochen auf den niedrigsten Stand seit 2005 gefallen. Sie liegen derzeit bei 105,3 Millionen Barrel, während die Bestände an der US-Ostküste am 6. Mai einen historischen Tiefstand erreichten. Die Regierung von Präsident Joe Biden hat bereits die nationalen Erdölreserven angezapft, um den steigenden Energiepreisen entgegenzuwirken. Sie enthält derzeit 420 Millionen Barrel Rohöl.

US-Regierung erwägt Freigabe von Diesel-Reserven

Copyright: (c) Copyright Thomson Reuters 2022

Titelfoto: Symbolfoto

Fundscene Livestream Termine

Dax schließt 1,4 Prozent fester

0
Dax schließt

Frankfurt, 23. Mai (Reuters) – Nachfolgend die Kurse ausgewählter Indizes zum Xetra-Handelsschluss am Montag: Grafik: AgenaTrader , Grafikdownload.

Screenshot: Agena Trader 23. Mai 2022
Index-Stände17:30 23.05.22Plus/Minus in Prozent
Dax<.GDAXI>14.175,40+1,4
MDax<.MDAXI>29.452,52+0,9
TecDax<.TECDAX>3.092,70+0,6
SDax<.SDAXI>13.430,07+1,8
EuroStoxx50<.STOXX50E>3.698,21+1,1
Stoxx50<.STOXX50>3.602,83+1,1
ATX<.ATX>3.277,95+1,8
Dow Jones<.DJI>31.946,78+2,2
Nasdaq<.IXIC>11.497,83+1,3
S&P 500<.SPX>3.971,78+1,8
Umsatz aller Dax-WerteStand 23.05.22
in Millionen Stück60,571
in Milliarden Euro2,729
Ölpreis in Dollar je Barrel17:30 23.05.22Plus/Minus in Prozent
Brent<LCOc1>113,01+0,4
WTI<CLc1>110,39+0,1

(zusammengestellt vom Reuters Marktteam)

Dax schließt 1,4 Prozent fester

Copyright: (c) Copyright Thomson Reuters 2022

Titelfoto: Symbolfoto

Fundscene Livestream Termine

Erste Babynahrungs-Notfalllieferung aus Europa erreicht die USA

0

Washington/Berlin, 23. Mai (Reuters) – Die USA arbeiten mit Hochdruck daran, die größte Babynahrungs-Krise der letzten Jahrzehnte in ihrem Land zu beheben und eine sichere Säuglingsnahrung zu gewährleisten. Am Sonntag (Ortszeit) brachte ein Militärflugzeug erste Babynahrungs-Lieferungen auf Milchpulver-Basis aus Europa in die USA. Noch in dieser Woche soll es einen zweiten Flug geben, der von der US-Basis Ramstein in Deutschland abfliegen soll, erklärte die US-Regierung.

US-Präsident Joe Biden hatte vergangene Woche ein Notfallgesetz aus der Zeit des Kalten Krieges reaktiviert, um zur Lösung des Problems in die Privatwirtschaft eingreifen zu können. Nach Angaben des in Berlin ansässigen Verbandes der Milch-Exporteure fragen US-Behörden derzeit Lieferungen aus Deutschland an. Hintergrund der Krise ist die Schließung eines wichtigen US-Werks zur Babynahrungs-Herstellung aufgrund von Hygienemängeln. 

Die US-Regierung hat zur Sicherstellung der Versorgung die „Operation Fly Formula“ ins Leben gerufen, basierend auf dem englischen Begriff für Babynahrung „Infant Formula“. Das US-Verteidigungsministerium kann so auch kommerzielle Flugzeuge zum Transport des Pulvers nutzen. Am Sonntag kamen nach US-Angaben 132 Paletten des Schweizer Nestle-Konzerns in Indianapolis im Bundesstaat Indiana an, weitere 114 Paletten sollen mit dem nächsten Flug eintreffen. Die Menge des gelieferten Pulvers soll für etwa 1,5 Millionen Baby-Fläschen reichen, was aber längst nicht der benötigten Menge entspricht. 

Das Eintreffen der ersten Lieferung sei für sie eine große Erleichterung, sagte Megan Kendrick, Mutter eines sieben Monate alten Säuglings mit einer Milchallergie. „Diese Produkte sind Lebensretter für so viele Kinder und Eltern. Ich bin mir sicher, dass nicht nur Babys heute Nacht ruhig schlafen werden.“ 

Der US-Konzern AbbottABT.N hatte sein Werk im Bundesstaat Michigan Mitte Februar vorübergehend schließen müssen. Grund dafür waren nach Angaben der Behörden bakterielle Infektionen bei vier Säuglingen. Abbott deckt eigentlich einen größeren Teil der Säuglings-Nahrung in den USA ab. „Wir entschuldigen uns bei jeder Familie, die wir im Stich gelassen haben“, schrieb Abbott-Chef Robert Ford am Wochenende in der „Washington Post“. 

Zur Behebung der Krise hat der britische Konzern Reckitt BenckiserRB.L nach eigenen Angaben seine Produktion von Babynahrung um etwa 30 Prozent hochgefahren und seine Lieferungen aufgestockt. Auch DanoneDANO.PA aus Frankreich hat seine Exporte laut Daten der US-Zollbehörden erhöht. Jetzt zusätzlich auch von anderen Herstellern beliefert zu werden, bringt Probleme mit sich.

Einerseits muss nach Angaben des Milchexport-Verbands geklärt werden, ob Unternehmen überhaupt Kapazitäten für eine Ausweitung ihrer Produktion haben. Viel wichtiger aber dürfte die Frage der Marktzulassung sein. Üblicherweise dauern solche Verfahren lange. In diesem Fall haben die USA aber dringenden Bedarf. Ob sich dadurch etwas am Zulassungsverfahren ändern könnte, ist offen.

Erste Babynahrungs-Notfalllieferung aus Europa erreicht die USA

Copyright: (c) Copyright Thomson Reuters 2022

Titelfoto: Symbolfoto

Fundscene Livestream Termine