Montag, August 31, 2026
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Studie: Abnehmspritzen können Herzschwäche-Risiken deutlich senken

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Krankenhaus (Archiv), via dts NachrichtenagenturMünchen (dts Nachrichtenagentur) – Eine Behandlung mit sogenannten Abnehmspritzen kann Gesundheitsrisiken für Patienten mit Herzinsuffizienz um mehr als 40 Prozent reduzieren. Das zeigt eine Studie von Forschern der Technischen Universität München, teilte die Hochschule am Montag mit. Das Risiko, wegen dieser Erkrankung ins Krankenhaus eingewiesen zu werden oder daran zu sterben, kann mit den Medikamenten drastisch gesenkt werden.

Semaglutid und verwandte Medikamente werden seit kurzem zur Behandlung von Diabetes und Adipositas eingesetzt. Aktuell werden auch weitere positive Effekte diskutiert, die über die Gewichtsreduktion hinausgehen. Fachgesellschaften und Zulassungsbehörden mahnen jedoch zur Vorsicht, da die bisherige Datenbasis für diese Indikation nicht ausreiche.

Die Studie, die im Fachjournal JAMA veröffentlicht wurde, untersucht die Wirkung der Medikamente bei Patienten mit Herzinsuffizienz mit erhaltener Pumpfunktion. Diese Form der Herzschwäche betrifft weltweit über 30 Millionen Menschen. Die Ergebnisse zeigen, dass die Behandlung mit beiden Medikamenten mit einem um mehr als 40 Prozent niedrigeren Risiko verbunden ist, wegen Herzinsuffizienz ins Krankenhaus eingeliefert zu werden oder zu sterben, im Vergleich zu einem anderen Diabetes-Medikament, das in früheren Studien keinen Einfluss auf die Herzschwäche hatte.


Foto: Krankenhaus (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Berichte: Mutmaßlicher Stör-Angriff auf Flugzeug mit von der Leyen

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Ursula von der Leyen (Archiv), via dts NachrichtenagenturBrüssel (dts Nachrichtenagentur) – Ein Flugzeug mit EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen an Bord ist am Wochenende offenbar Ziel einer absichtlichen GPS-Störung geworden. Das berichten am Montag mehrere Medien übereinstimmend.

Konkret soll ein Jet, der die EU-Kommissionschefin am Sonntagnachmittag nach Plovdiv in Bulgarien brachte, gestört worden sein. Das gesamte GPS-System des Flughafens fiel demnach aus. Der Pilot musste manuell mithilfe analoger Karten landen.

Den Berichten zufolge soll Russland hinter der mutmaßlich absichtlichen Störung stecken. Im Ostseeraum und in osteuropäischen Staaten kommt es seit einigen Jahren immer häufiger zu GPS-Störungsvorfällen.


Foto: Ursula von der Leyen (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Bayer Leverkusen trennt sich von Cheftrainer ten Hag

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Fans von Bayer Leverkusen (Archiv), via dts NachrichtenagenturLeverkusen (dts Nachrichtenagentur) – Der Fußball-Bundesligist Bayer 04 Leverkusen hat sich nach nur zwei Spieltagen von Cheftrainer Erik ten Hag getrennt. Der Niederländer sei mit sofortiger Wirkung freigestellt worden, berichten am Montag mehrere Medien übereinstimmend.

Die Entlassung des erst zum Saisonbeginn eingestellten Trainers hatte sich bereits angedeutet. Innerhalb der Vereinsführung soll es große Unzufriedenheit mit der Arbeit und dem Auftreten von ten Hag gegeben haben. Zudem war die Werkself mit nur einem Punkt aus den zwei Partien gegen Hoffenheim und Bremen in die Saison gestartet.

Der Niederländer hatte das Team als Nachfolger von Meistertrainer Xabi Alonso übernommen, der zu Real Madrid gewechselt war. Wer auf ten Hag folgt, blieb zunächst unklar.


Foto: Fans von Bayer Leverkusen (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Wadephul betont Indiens Rolle als strategischer Partner

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Johann Wadephul (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Außenminister Johann Wadephul (CDU) hat vor seiner Abreise zu einem Besuch in Indien die Bedeutung der strategischen Partnerschaft zwischen Deutschland und dem südasiatischen Land hervorgehoben. „Für Deutschland ist Indien ein in jeglicher Hinsicht strategischer Partner im Indopazifik und zentral im System globaler Partnerschaften“, sagte der CDU-Politiker am Montag.

„Wir wollen unsere Beziehungen in der gesamten Bandbreite weiter vertiefen und insbesondere dort stärken, wo das Potenzial noch schlummert.“ Dies sei im gegenseitigen Interesse unser beider Länder. Indien sei eine aufstrebende Wirtschaftsmacht mit rasantem Wachstum und schon heute ein global zukunftsträchtiger Technologie-Hub. „Das Land bietet deutschen Unternehmen große Chancen mit Blick auf Innovation, Handel und Diversifizierung von Lieferketten“, so Wadephul.

Er wolle in Bangalore die Innovationsstärke Indiens erkunden und stärkere Kooperationsmöglichkeiten ausloten, kündigte der Minister ein. Ein zentrales Thema seiner Gespräche in Delhi werde zudem die Gewinnung von Fachkräften sein, da Inder die größte Gruppe ausländischer Studierender in Deutschland bildeten und als Fachkräfte eine wichtige Stütze für die deutsche Wirtschaft seien.

Auch ein Ausbau der Sicherheits-, Verteidigungs- und Rüstungskooperation zwischen Deutschland und Indien sei im wechselseitigen Interesse, fügte Wadephul hinzu. Der fortgesetzte Austausch zum russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine sei zudem zentral. „Auch Chinas zunehmend aggressiveres Auftreten im Indopazifik wird Thema der Gespräche sein“, so der CDU-Politiker.


Foto: Johann Wadephul (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Kiesewetter drängt auf Einreiseerlaubnis für Ortskräfte mit Zusage

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Roderich Kiesewetter (Archiv), via dts NachrichtenagenturKiesewetter (dts Nachrichtenagentur) – Der Obmann der Union im Auswärtigen Ausschuss des Bundestages, Roderich Kiesewetter (CDU), fordert von der Bundesregierung, allen Ortskräften aus Afghanistan mit einer Aufnahmezusage die Einreise nach Deutschland zu erlauben.

Das sei ein „Zeichen der Verlässlichkeit“, sagte Kiesewetter am Montag im RBB-Inforadio. Fehle sie, könnte das Auswirkungen auf künftige Auslandseinsätze der Bundeswehr haben. „Stellen Sie sich vor, wir stellen dann wieder Ortskräfte für unsere Bundeswehr ein und dann gilt hinterher keine Schutzzusage, wenn so ein Einsatz schiefgeht.“ Das könne passieren und sei genau das, was in Afghanistan geschehen sei, so Kiesewetter.

„Dann kommt niemand mehr zu uns, dann werden wir auch nicht entsprechend unterstützt.“ Es gehe unbedingt um Verlässlichkeit und Klarheit, „und da hat die neue Bundesregierung zu lange gezögert“. Wer der Bundeswehr vor Ort helfe, müsse wissen, dass Zusagen von Deutschland gelten, so Kiesewetter.

In Pakistan warten noch mehr als 2.000 weitere schutzbedürftige Afghanen auf ihre Ausreise.


Foto: Roderich Kiesewetter (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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OVG erklärt Aussetzung von Aufnahmeverfahren für rechtmäßig

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Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Der einstweilige Stopp des Aufnahmeverfahrens im Rahmen der sogenannten „Überbrückungsliste“ beziehungsweise des „Ortskräfteverfahrens“ durch die Bundesregierung ist „ermessensfehlerfrei“ gewesen.

Das entschied das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg in einem Beschwerdeverfahren, wie das Gericht am Montag mitteilte. Die Überbrückungsliste ist für Personen bestimmt, die aufgrund ihrer früheren Tätigkeit seit der Machtübernahme der Taliban einer unmittelbaren Gefährdung ausgesetzt sind.

Im konkreten Fall ging es um einen afghanischen Richter, seine Ehefrau und deren vier Kinder, denen das Bundesinnenministerium im Dezember 2022 die Aufnahme in Deutschland in Aussicht gestellt hatte. Die von den Antragstellern im Februar 2023 beantragten Visa wurden jedoch vom Auswärtigen Amt im Frühsommer 2025 verweigert, da die Einreise im Rahmen des Aufnahmeverfahrens aus Afghanistan insgesamt ausgesetzt sei. Das Verwaltungsgericht hatte zunächst zugunsten der Antragsteller entschieden, da ihnen infolge der Aufnahmeerklärung ein Visumanspruch zustünde.

Auf die Beschwerde des Auswärtigen Amts änderte der 6. Senat des OVG die Entscheidung des Verwaltungsgerichts und lehnte den Eilantrag mangels Anordnungsanspruchs ab. Entgegen der Ansicht des Verwaltungsgerichts vermittele die hier erklärte Aufnahmebereitschaft keinen Visumanspruch, hieß es zur Begründung. Vielmehr handele es sich um eine Maßnahme mit bloß innerbehördlichem Charakter. Die Entscheidung ist unanfechtbar (Beschluss vom 28. August 2025 – OVG 6 S 47/25).


Foto: Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Ökonom: Strukturwandel bedroht Wohlstand

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Industrieanlagen (Archiv), via dts NachrichtenagenturMünchen (dts Nachrichtenagentur) – Der gespaltene Arbeitsmarkt zeigt nach Ansicht von Ökonomen, wie der Strukturwandel in der deutschen Wirtschaft den Wohlstand bedroht. Laut Bundesagentur für Arbeit gab es im August in den Bereichen Gesundheit, Pflege und im öffentlichen Dienst 192.000 Stellen mehr als im Vorjahr. Die Industrie baute dagegen 146.000 Stellen ab.

„Gesamtwirtschaftlich geht der Strukturwandel mit einem Rückgang des Wohlstands einher“, sagte der Chef des Ifo-Instituts, Clemens Fuest, dem „Handelsblatt“. So funktioniere die Verlagerung der Beschäftigung von der Industrie in Bereiche wie Gesundheit und Pflege nicht reibungslos. Zudem würden Stellen dort vorwiegend mit Sozialabgaben und Steuern finanziert. Eine Expansion bedeute also wachsende Steuer- und Abgabenlasten. „Eine alternde Gesellschaft, die mehr Pensionäre und Rentner versorgen muss, wird insgesamt ärmer“, erläuterte der Ifo-Chef. „Dieser Prozess hat in Deutschland begonnen.“

Enzo Weber vom Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) gibt sich dagegen optimistisch, dass der Trend umkehrbar ist. Er sieht „große industrielle Potenziale im Zuge der Transformation“, also vor allem durch Energiewende, Verkehrswende und gesteigerte Investitionen in die Rüstung. Kaum ein Land sei technisch so gut aufgestellt wie Deutschland und damit in der Lage, neue Geschäftsmodelle zu entwickeln. „Wir müssen Leute mit den richtigen Kompetenzen in der Industrie halten und in die aufstrebenden Bereiche bringen – also weiterentwickeln statt umschulen“, schlussfolgerte Weber.


Foto: Industrieanlagen (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Dax startet im Plus – kein Handel an US-Börsen

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Frankfurter Börse, via dts NachrichtenagenturFrankfurt/Main (dts Nachrichtenagentur) – Der Dax ist am Montag mit Kursgewinnen in den Handel gestartet. Gegen 9:30 Uhr stand der Index bei rund 24.030 Punkten und damit 0,5 Prozent über dem Handelsschluss am Freitag. An der Spitze der Kursliste rangierten Sartorius, Rheinmetall und Zalando, am Ende Bayer, Infineon und Siemens Energy.

Aus den Vereinigten Staaten wird es im Laufe des Tages keine Impulse geben: Die US-Börsen bleiben am Labor Day geschlossen. „Aufgrund des US-Feiertages werden die Umsätze wohl auch hierzulande niedrig bleiben“, sagte Thomas Altmann von QC Partners. Niedrige Umsätze seien allerdings nicht automatisch mit niedriger Bewegung gleichzusetzen. „Denn im dünnen Markt reichen schon wenige große Orders, um die Börsen nachhaltig zu bewegen.“

„Die Börsen starten mit jeder Menge Unsicherheit in die neue Börsenwoche und den neuen Börsenmonat“, so Altmann. In den USA sei die Ungewissheit so hoch wie lange nicht. „Seit Freitag ist klar, dass gleich zwei ganz wichtige Prozesse vor dem Supreme Court entscheiden werden.“ Die obersten US-Richter sollen sowohl über Trumps Zölle als auch über die Entlassung von Fed-Direktorin Lisa Cook entscheiden. „Und jede dieser beiden Entscheidungen wird weitreichende Konsequenzen für die Entwicklung der USA und damit auch für die Entwicklung der Börsen haben“, so Altmann.

Die europäische Gemeinschaftswährung war am Montagmorgen stärker: Ein Euro kostete 1,1718 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8534 Euro zu haben.

Der Ölpreis stieg unterdessen: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete gegen 9 Uhr deutscher Zeit 67,75 US-Dollar; das waren 27 Cent oder 0,4 Prozent mehr als am Schluss des vorherigen Handelstags.


Foto: Frankfurter Börse, via dts Nachrichtenagentur

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Biadacz relativiert Schlagabtausch zwischen Merz und Bas

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Marc Biadacz (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Der arbeitsmarkt- und sozialpolitische Sprecher der Unionsfraktion, Marc Biadacz (CDU), hat den Schlagabtausch zwischen Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) und Sozialministerin Bärbel Bas (SPD) über die Reformbedürftigkeit des Sozialstaats relativiert.

Für den Unions-Fachpolitiker sind sich die Koalitionäre in vielen Punkten einig: „Deswegen rede ich jetzt nicht über Clash und Bullshit, sondern ich rede darüber, dass wir etwas erarbeiten“, sagte Biadacz den Sendern RTL und ntv. Prinzipiell sei der Sozialstaat stark und die soziale Marktwirtschaft funktioniere, darauf könne man aufbauen.

„Aber wir brauchen ein Update und dieses Update, das ist jetzt wichtig, dass wir das auch umsetzen werden“, so Biadacz. Der CDU-Sozialpolitiker ist Teil des parlamentarischen Begleitgremiums der sogenannten Sozialstaatskommission, die heute ihre Arbeit aufnehmen wird.


Foto: Marc Biadacz (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Hausarztdichte seit 2014 kaum verändert

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Arztpraxis für Allgemeinmedizin (Archiv), via dts NachrichtenagenturWiesbaden (dts Nachrichtenagentur) – In Deutschland hat im Jahr 2024 ein Hausarzt rein rechnerisch im Durchschnitt 1.264 Einwohner versorgt.

Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) am Montag mitteilte, unterschied sich dabei die Verteilung je nach Bundesland deutlich: In Brandenburg (1.436), Bremen (1.369) und Niedersachsen (1.356) waren es 2024 überdurchschnittlich viele Einwohner, die auf einen Hausarzt kamen. Dagegen waren es in Bayern im Schnitt 1.114 Einwohner auf einen Hausarzt – der bundesweit niedrigste Wert. In Hamburg waren es durchschnittlich 1.118 Einwohner, in Mecklenburg-Vorpommern 1.149.

Bundesweit hat sich die Dichte von Hausärzten in den letzten zehn Jahren kaum verändert: Im Jahr 2014 versorgten sie im Schnitt 1.266 Einwohner. Nach Daten der Bundesärztekammer gab es im Jahr 2024 insgesamt rund 66.100 Hausärzte in Deutschland – das waren 3,4 Prozent mehr als zehn Jahre zuvor. Ihr Anteil an allen praktizierenden Ärzten betrug 15,1 Prozent.

Ein großer Teil der Hausärzte dürfte in den nächsten Jahren aus dem Berufsleben ausscheiden. Im Jahr 2024 waren nach Daten der Bundesärztekammer rund 27.000 oder 40,8 Prozent aller Hausärzte 60 Jahre oder älter – knapp jede oder jeder fünfte (18,5 Prozent) war älter als 65 Jahre. Dagegen waren lediglich 7,7 Prozent oder rund 5.100 Hausärzte jünger als 40 Jahre.

Besonders hoch ist der Anteil der mindestens 60-jährigen Hausärzte in Rheinland-Pfalz (48,0 Prozent), im Saarland (46,2 Prozent) und in Bremen (45,4 Prozent). Am niedrigsten war der Anteil dieser Altersgruppe hingegen in Thüringen (31,5 Prozent), Sachsen-Anhalt (33,1 Prozent) und in Sachsen (33,2 Prozent).

Der überwiegende Teil der Hausarztpraxen wird von einem einzelnen Hausarzt geleitet: Laut der Kostenstrukturstatistik im medizinischen Bereich war die Einzelpraxis mit einem Anteil von 67,5 Prozent an allen Hausarztpraxen im Jahr 2023 die häufigste Praxisform. Demgegenüber waren rund ein Drittel (32,5 Prozent) Gemeinschaftspraxen. Bei den Facharztpraxen lag der Anteil der Gemeinschaftspraxen zwischen 11,8 Prozent (Fachgebiet Neurologie) und 60,4 Prozent (Radiologie).

Hausarztpraxen bilden ein wichtiges Fundament der gesundheitlichen Versorgung: 2023 waren mehr als ein Drittel (36,7 Prozent) aller Arztpraxen hausärztliche Praxen. Einschließlich des Inhabers waren in einer Hausarztpraxis durchschnittlich 7,8 Personen (2015: 7,1) beschäftigt.

Mit 83,5 Prozent entfiel der überwiegende Teil der Einnahmen der hausärztlichen Praxen auf Kassenabrechnungen – der Höchstwert verglichen mit anderen Fachrichtungen, so das Bundesamt weiter. Ähnlich hoch lag der Anteil bei Praxen der Kinder- und Jugendmedizin (82,7 Prozent), dagegen deutlich niedriger bei Praxen des Fachgebietes Haut- und Geschlechtskrankheiten (44,3 Prozent) und Chirurgie, Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie, Neurochirurgie (45,7 Prozent). Aus Privatabrechnungen und sonstigen selbständigen ärztlichen Tätigkeiten resultierten 16,5 Prozent der Einnahmen der Hausarztpraxen.


Foto: Arztpraxis für Allgemeinmedizin (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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