Donnerstag, Mai 14, 2026
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Chipnachfrage treibt Infineon-Gewinn weiter in die Höhe

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Frankfurt, 03. Feb (Reuters) – Die hohe Nachfrage nach Mikrochips hat dem Halbleiterkonzern Infineon auch zum Auftakt seines Geschäftsjahres Rückenwind gegeben. Von Oktober bis Dezember steigerte das Münchener Unternehmen das Segmentergebnis gegenüber dem Vorquartal um 16 Prozent auf 717 Millionen Euro, wie Infineon am Donnerstag mitteilte.

Der Umsatz kletterte um fünf Prozent auf 3,15 Milliarden Euro. „Infineon hat einen gelungenen Start in das Geschäftsjahr 2022 hingelegt“, erklärte Vorstandschef Reinhard Ploss.

Chip

Der Halbleiterbedarf sei nach wie vor deutlich höher als das Angebot. Die Liefersituation bleibe in einigen Bereichen bis weit ins Jahr angespannt.

Infineon hob sein Jahrsziel wegen einer günstigeren Wechselkursprognose an. Der Umsatz soll mit 13 Milliarden Euro, plus oder minus 500 Millionen Euro, 300 Millionen Euro höher ausfallen als ursprünglich in Aussicht gestellt. Die Marge soll im Mittel der Umsatzspanne etwa 22 Prozent betragen.

Chipnachfrage treibt Infineon-Gewinn weiter in die Höhe

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Hannover Rück schafft Milliardengewinn – Preise deutlich höher

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München, 03. Feb (Reuters) – Der weltweit drittgrößte Rückversicherer Hannover Rück hat den angepeilten Milliardengewinn geschafft und rechnet für 2022 dank deutlich anziehender Preise mit einem weiteren Schub. Der Nettogewinn sei 2021 nach vorläufigen Zahlen trotz Pandemie und hoher Katastrophenschäden um 40 Prozent auf 1,23 Milliarden Euro gestiegen, teilte Hannover Rück am Donnerstag mit.

Er lag damit am oberen Rand der Spanne von 1,15 bis 1,25 Milliarden, die die Talanx-Tochter in Aussicht gestellt hatte. Das Prämienvolumen kletterte währungsbereinigt um knapp 13 Prozent auf 27,8 Milliarden Euro.

„Dies unterstreicht unsere Resilienz und Leistungsfähigkeit und stimmt mich positiv für (…) 2022“, sagte Vorstandschef Jean-Jacques Henchoz. Er bekräftigte das Ziel, im laufenden Jahr 1,4 bis 1,5 Milliarden Euro Nettogewinn zu erwirtschaften. Dabei kalkuliert die Hannover Rück nun Naturkatastrophen-Schäden von 1,4 Milliarden Euro ein, 100 Millionen mehr als bisher.

Hannover Rück

Die Flutkatastrophe an der Ahr und andere Unwetterereignisse schlugen sich auch in höheren Preisen bei der Neuverhandlung der Verträge mit Erstversicherern zum Jahreswechsel nieder. Zum 1. Januar standen nahezu zwei Drittel des Geschäfts in der Schaden-Rückversicherung zur Erneuerung an. Inflations- und risikobereinigt seien die Preise dabei um 4,1 Prozent gestiegen.

Wo es zuletzt Schäden gab, seien die Preise sogar um zweistellige Prozentsätze höher. Der Rückversicherer nutzte das, um mehr Verträge abzuschließen: Das gezeichnete Prämienvolumen sei um acht Prozent auf 8,46 Milliarden Euro ausgebaut worden, hieß es in der Mitteilung. 

Hannover Rück schafft Milliardengewinn – Preise deutlich höher

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Roche stellt sich 2022 auf weniger Wachstum ein

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Zürich, 03. Feb (Reuters) – Der Schweizer Roche-Konzern hat im vergangenen Jahr dank des anhaltenden Booms bei Corona-Tests und der wieder anziehenden Nachfrage nach seinen Krebsmedikamenten den Umsatz kräftig gesteigert. Die Dividende soll daher um 0,20 auf 9,30 Franken je Genussschein und Inhaberaktie angehoben werden, wie der Arzneimittel- und Diagnostikhersteller aus Basel am Donnerstag mitteilte.

Im laufenden Jahr dürften nachlassende Verkäufe im Zusammenhang mit der Pandemie das Wachstum bremsen: Roche rechnet damit, dass der Umsatz stabil bleibt oder um einen niedrig einstellig Prozentbetrag wächst.

Roche

Für den um Sonderfaktoren bereinigte Gewinn je Titel peilt der Konzern einen Anstieg um einen niedrigen bis mittleren Prozentbetrag an. Die Dividende soll weiter angehoben werden.

2021 zog der Umsatz währungsbereinigt um neun Prozent auf 62,8 Milliarden Franken (60,4 Milliarden Euro) an, der bereinigte Gewinn je Titel legte um sechs Prozent auf 19,81 Franken zu. Unter dem Strich stand bei Roche mit 14,94 Milliarden Franken etwas weniger Gewinn als 2020. 

Roche stellt sich 2022 auf weniger Wachstum ein

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Dax zur EZB-Sitzung niedriger erwartet

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Frankfurt, 03. Feb (Reuters) – In Erwartung neuer Signale zur Geldpolitik in der Euro-Zone wird der Dax Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge am Donnerstag niedriger starten. Am Mittwoch hatte er faktisch unverändert bei 15.613 Zählern geschlossen.

An der Wall Street versetzten starke Quartalsergebnisse der Google-Mutter Alphabet und der Chipfirma AMD die US-Anleger in Kauflaune. An der Börse gilt als ausgeschlossen, dass die Europäische Zentralbank (EZB) die geldpolitischen Zügel anzieht. Investoren sind aber gespannt, wie die Währungshüter auf den anhaltend hohen Preisdruck reagieren. „Wir erwarten, dass Präsidentin Christine Lagarde den Inflationsanstieg einräumt und damit auch die Notwendigkeit, ihre Inflationsprognose für 2022 im März deutlich anzuheben“, prognostizierte Anlagestratege Francois Rimeu vom Vermögensverwalter La Francaise. Eine Zinserhöhung im laufenden Jahr werde die EZB-Chefin wohl nur noch als „unwahrscheinlich“ statt „sehr unwahrscheinlich“ wie im Dezember bezeichnen.

Bei der Bank von England (BoE), deren Führung ebenfalls zu Beratungen zusammenkommt, rechnen Experten dagegen fest mit einer Zinserhöhung um einen Viertel Prozentpunkt. Außerdem könnte sie einen Zeitplan zum Abbau der Wertpapierbestände vorlegen, schrieben die Volkswirte der Berenberg Bank. Daneben hält eine erneute Welle von Firmenbilanzen Börsianer auf Trab. Im Tagesverlauf öffnen unter anderem der Chip-Hersteller Infineon, Online-Händler Amazon und der Ölkonzern Shell ihre Bücher. An den US-Börsen hatte die Bilanz des Facebook-Konzerns Meta enttäuscht.

Schlusskurse europäischer Indizes Stand am vorangegangenen Handelstag
Dax 15.613,77
Dax-Future 15.546,00
EuroStoxx50 4.222,05
EuroStoxx50-Future 4.200,00

Schlusskurse der US-Indizes am Stand Veränderung
vorangegangenen Handelstag
Dow Jones 35.629,33 +0,6 Prozent
Nasdaq 14.417,55 +0,5 Prozent
S&P 500 4.589,38 +0,9 Prozent

Asiatische Indizes am Stand Veränderung
Donnerstag
Nikkei 27.241,31 -1,1 Prozent
Shanghai Kein Handel
Hang Seng Kein Handel

Dax zur EZB-Sitzung niedriger erwartet

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Marktentwicklungen 3. Februar 2022

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Update: 16:18 Uhr

03. Feb (Reuters) – Es folgt der Reuters-Blick zu wichtigen Entwicklungen aus der Unternehmenswelt über die Top-Themen des Tages hinaus:

BIOGEN – Frankfurt: Der US-Biotechkonzern verdient mit seinem umstrittenen Alzheimermedikament nicht so viel wie erhofft. Im vierten Quartal lag der Umsatz bei eine Million Dollar – deutlich unter den von Analysten erwarteten 2,8 Millionen Dollar. Die öffentliche Krankenversicherung Medicare hatte im vergangenen Monat vorgeschlagen, die Kostenübernahme für das Medikament zu begrenzen, die Centers for Medicaid and Medicare Services (CMS) wollen sie sogar nur auf Studienteilnehmer limitieren. Biogen erwartet nun nur „minimale“ Umsätze mit Aduhelm. Das Mittel galt einst als Blockbusterkandidat für Milliardenumsätze, nach seiner umstrittenen Zulassung und dem Mangel an Klarheit über die Kostenübernahme erfährt es aber nur eine schwache Akzeptanz.

INTERCONTINENTAL EXCHANGE – New York: Der Betreiber der New Yorker Börse hat im vergangenen Jahr zum 16. Jahr in Folge einen Rekordumsatz erzielt. 2021 verbuchte ICE einen um 18 Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegenen konsolidierten Nettoumsatz (abzüglich transaktionsbezogener Aufwendungen) von 7,1 Milliarden Dollar. Der verwässerte Gewinn je Aktie nach GAAP lag bei 7,18 Dollar und damit um 90 Prozent höher als ein Jahr zuvor. „Zu Beginn des Jahres 2022 erwarten wir, dass die Beständigkeit unseres Wachstums und der Aufzinsungscharakter unserer Einnahmen und Cashflows weiterhin Wert schaffen werden“, sagte ICE-Finanzchef Warren Gardiner. An die Aktionäre solle im ersten Quartal 2022 eine um 15 Prozent erhöhte Dividende von 0,38 Dollar pro Aktie ausgeschüttet werden.

ESTEE LAUDER – Der US-Kosmetikkonzern stellt nach einem starken Quartal für das laufende Geschäftsjahr mehr Umsatz und Gewinn in Aussicht. Estee Lauder rechnet nun für 2021/22 mit einem bereinigten Jahresgewinn zwischen 7,43 und 7,58 Dollar je Aktie statt bislang 7,23 bis 7,38 Dollar. Der Hersteller von La-Mer-Kosmetik erwartet nun Nettoumsatz-Plus von 13 bis 16 Prozent statt bisher erwarteter zwölf bis 15 Prozent. Trotz erhöhter Volatilität und coronabedingten Herausforderungen in der Lieferkette seien im zweiten Quartal (per Ende Dezember) Gewinne und Umsätze in allen Regionen gestiegen, erklärte Konzernchef Fabrizio Freda.

RALPH LAUREN – Bangalore: Die steigende Nachfrage nach Luxusgütern stimmt den US-Modeanbieter zuversichtlicher. Nun erwartet Ralph Lauren für das Geschäftsjahr 2022/23 einen Anstieg des währungsbereinigten Umsatzes um 39 bis 41 Prozent statt bislang 34 bis 36 Prozent. Der Nettoumsatz im dritten Quartal schnellte dank des anhaltenden Luxusmode-Booms um 27 Prozent auf 1,82 Milliarden Dollar hoch. Analysten hatten laut Refinitiv-Daten durchschnittlich mit 1,64 Milliarden gerechnet. Ralph-Lauren-Aktien stiegen im vorbörslichen Handel um sieben Prozent.

ELI LILLY – Bangalore: Höhere Umsätze mit einem Diabetes-Medikament und einer Antikörper-Behandlung gegen Corona geben dem US-Pharmakonzern Schub. Der Umsatz im Schlussquartal stieg um acht Prozent auf rund acht Milliarden Dollar. Damit übertraf das Unternehmen die Refinitiv-Analystenschätzungen von im Schnitt 7,73 Milliarden. Auch der bereinigte Quartalsgewinn lag mit 2,49 Dollar je Aktie knapp über den Prognosen. Bestseller war die Diabetes-Arznei Trulicity, deren Umsatz um ein Viertel auf 1,9 Milliarden Dollar kletterte. Auch die Covid-19-Antikörpertherapie Bamlanivimab erwies sich als Wachstumstreiber: Der Umsatz stieg um 22 Prozent auf 1,06 Milliarden Dollar. Die US-Arzneimittelbehörde FDA hatte im vergangenen Monat allerdings ihre Notfallzulassung für das Medikament eingeschränkt, da seine Wirksamkeit gegen die Omikron-Variante fraglich sei.

Entwicklungen am Markt

TESLA – Washington: Der US-Elektrofahrzeug-Pionier ruft mehr 817.000 Autos in den USA wegen fehlerhafter Anschnalltechnik zurück. Grund ist ein fehlerhaftes akustisches Signal, wie die US-Behörde für Straßen und Fahrzeugsicherheit, Traffic Safety Administration (NHTSA), mitteilte. Dieses wird möglicherweise nicht ausgelöst, wenn ein Fahrer nicht angeschnallt fährt. Der US-Behörde zufolge wird Tesla die Software aktualisieren, um das Problem zu lösen.

BT – London: Der britische Telekommunikationskonzern will mit dem Sportberichterstatter Eurosport enger zusammenarbeiten. Hierzu habe BT Gespräche mit dem Mutterkonzern Discovery aufgenommen. Ziel sei die Gründung eines 50:50-Joint Venture von BT Sport und Eurosport, unter anderem auch um Kosten zu senken. BT teilte mit, sich weiterhin dafür einzusetzen, die bestehenden großen Sportrechte von BT Sport zu behalten, einschließlich seines Kronjuwels Fußball der Premier League. Das Joint Venture wird auch Rechte an den Olympischen Spielen, der UEFA Champions League, der UEFA Europa League, den Radsport-Grand-Tours, den Tennis-Grand-Slams, der Wintersport-Weltcup-Saison und Premiership Rugby haben.

VOSSLOH – Düsseldorf: Der Verkehrstechnikkonzern hat in Australien einen weiteren Auftrag an Land gezogen. Vossloh wird für die im Bau befindliche rund 1700 Kilometer lange Eisenbahnstrecke zwischen Melbourne und Brisbane 1,3 Millionen Schwellen liefern. Der Wert des Auftrages liegt bei 90 Millionen Euro und soll bis 2027 abgewickelt werden, wie Vossloh mitteilte. Das sei einer der größten Bahninfrastrukturaufträge der Unternehmensgeschichte und der bislang größte Auftrag im australischen Markt.

VATTENFALL – Oslo: Dank höherer Windkraftmengen und gestiegener Umsätze hat der schwedische Energieversorger im vierten Quartal mehr verdient. Der Nettogewinn stieg um sieben Prozent auf 6,1 Milliarden Kronen (586 Millionen Euro). Das operative Ergebnis legte um 13,8 Prozent auf 0,1 Milliarden Kronen zu, wie Vattenfall mitteilte. Höhere Strompreise wirkten sich nur begrenzt aus, da Vattenfall einen Teil seiner künftigen Produktion, hauptsächlich aus Atom- und Wasserkraftwerken, an den Terminmärkten verkauft.

NINTENDO – Tokio: Der japanische Elektronikkonzern hat in den ersten neun Monaten seines Geschäftsjahres 2021/22 deutlich weniger seiner Spielekonsolen Switch verkauft und reduzierte daher seine Verkaufsprognose. Bis Ende Dezember gingen 18,95 (Vorjahr: 24,1) Millionen Konsolen über den Ladentisch, womit der Gesamtumsatz die 100-Millionen-Marke übertraf, wie der Konzern mitteilte. Das stimmte den Vorstand skeptischer. Er erwartet nun im Gesamtjahr 23 (28,8) Millionen Konsolen zu verkaufen statt 24 Millionen.

ATOS – München: Der französische IT-Konzern will sich nicht von seiner Cybersicherheits-Sparte BDS trennen. BDS stehe nicht zum Verkauf, sagte ein Sprecher. Reuters hatte am Mittwoch unter Berufung auf Insider berichtet, dass der Rüstungskonzern Thales BDS übernehmen wolle und die Fühler nach Finanzinvestoren für ein mögliches gemeinsames Gebot ausstrecke. Thales würde sich BDS zwei bis drei Milliarden Euro kosten lassen. In Finanzkreisen war aber darauf verwiesen worden, dass Thales mit Widerstand von Atos und der französischen Regierung gegen eine Aufspaltung rechnen müsse.

SHELL – London: Gestiegene Gas- und Ölpreise haben den Gewinn des britisch-niederländischen Ölkonzerns anschwellen lassen. 2021 schnellte das bereinigte Ergebnis auf 19,3 Milliarden Dollar nach 4,85 Milliarden im Jahr zuvor, wie Shell mitteilte. Die Aktionäre sollen davon profitieren und je Anteilsschein eine um vier Prozent auf 0,25 Dollar angehobene Dividende erhalten. Der Vorstand kündigte zudem an, im ersten Halbjahr 2022 Aktien im Wert von 8,5 Milliarden Dollar zurückzukaufen.

NEMETSCHEK – München: Der Bausoftware-Hersteller hat seine Ziele im abgelaufenen Jahr übertroffen. Der Umsatz sei um fast 16 Prozent auf den Rekordwert von 681,5 Millionen Euro gestiegen, teilte Nemetschek in München mit. Das operative Ergebnis (Ebitda) habe währungsbereinigt um 30 Prozent auf 222 Millionen Euro zugelegt, was einer operativen Umsatzrendite von 32,6 Prozent entspricht. Angepeilt hatte Nemetschek zuletzt ein Umsatzplus von bis zu 14 Prozent und eine Rendite von bis zu 32 Prozent. Allein im vierten Quartal schnellte das Ebitda um 44 Prozent nach oben. „Wir sind auch für 2022 optimistisch und sehen uns für weiteres nachhaltiges und profitables Wachstum sehr gut aufgestellt“, sagte Vorstandschef Axel Kaufmann.

BBVA – Madrid: Florierende Geschäfte im wichtigen Markt Mexiko haben die spanische Großbank angeschoben. 2021 schnellte der Nettogewinn im Vergleich zum Vorjahr um mehr als das Dreifache auf 4,65 Milliarden Euro. Damit übertraf das Institut das Ergebnis des Vorkrisenjahres 2019 von 3,51 Milliarden Euro ebenso wie die Analystenschätzungen von 4,33 Milliarden.

RATIONAL – Frankfurt: Der Großküchenausrüster konnte im vergangenen Geschäftsjahr wegen Materialknappheit den Kundenbedarf nicht komplett decken. Versorgungsengpässe habe es bei elektronischen Bauteilen gegeben, teilte die Firma mit. Vor allem das vierte Quartal sei durch die Probleme beeinflusst worden. Während die Umsatzerlöse im Gesamtjahr um 20 Prozent zulegten auf 780 Millionen Euro, stiegen sie im vierten Quartal nur noch um sechs Prozent auf 193,5 Millionen Euro. „Trotz Rekordauftragseingängen konnten wir die rasche Erholung aufgrund der weltweiten Beschaffungskrise im vierten Quartal nicht fortsetzen. Nun starten wir mit einem Auftragsbestand in nie dagewesener Höhe in das Jahr 2022“, sagte Rational-Chef Peter Stadelmann. Wegen gestiegener Material- und Frachtkosten habe man die Preise zudem weltweit im Schnitt um sechs Prozent erhöhen müssen. Im abgelaufenen Gesamtjahr stieg das operative Ergebnis (Ebit) auf 160 Millionen Euro von 107 Millionen Euro im Vorjahr.

NOKIA – Helsinki: Der finnische Telekommunikationsausrüster sieht sich nach jahrelangen Restrukturierungen auf Wachstumskurs. Der Vorstand kündigte für 2022 einen Umsatzzuwachs auf 22,6 bis 23,8 Milliarden Euro an nach 22,2 Milliarden im Vorjahr. „Unser langfristiges Ziel ist es, schneller als der Markt zu wachsen und eine vergleichbare operative Marge von mindestens 14 Prozent zu erreichen“, erklärte Konzernchef Pekka Lundmark.

AT&S – Wien: Nach hohen Zuwächsen in den ersten neun Monaten hat der steirische Leiterplattenhersteller nochmals seine Umsatzprognose für das Geschäftsjahr 2021/22 angehoben. Der Vorstand peilt nun einen Zuwachs von 28 bis 30 Prozent an statt 21 bis 23 Prozent wie noch im November, wie AT&S mitteilte. Ursprünglich war ein Plus von 17 bis 19 Prozent vorgesehen. Als Grund für das rasante Wachstum nannte Firmenchef Andreas Gerstenmayer das schneller als geplante Hochfahren des neuen Werkes im chinesischen Chongqing. Nach neun Monaten verbuchte der österreichische Konzern Zuwächse bei Umsatz und operativem Gewinn (Ebitda) um jeweils 30 Prozent auf 1,147 Milliarden Euro beziehungsweise 244 Millionen Euro.

SWISSCOM – Zürich: Nach neun Jahren tritt der Chef des Telekomkonzern, Urs Schaeppi, zum 1. Juni 2022 zurück. Nachfolger werde Christoph Aeschlimann, wie das mehrheitlich in Schweizer Staatsbesitz stehende Unternehmen mitteilte. Der 45-jährige Informatik-Ingenieur leite gegenwärtig den Bereich Infrastruktur, Netz und IT. Dank einem guten Finanzergebnis steigerte Swisscom den Gewinn 2021 um ein Fünftel auf 1,83 Milliarden Franken. Der Umsatz wuchs um 0,7 Prozent auf 11,18 Milliarden Franken. Swisscom wolle eine unveränderte Dividende von 22 Franken pro Aktie ausschütten. Für das laufende Jahr erwartet der Konzern mit einem Umsatz von 11,1 bis 11,2 Milliarden Franken und einem operativen Ergebnis (Ebitda) von rund 4,4 Milliarden Franken kaum veränderte Eckwerte.

CEWE – Düsseldorf: Die geringere Nachfrage nach Fotobüchern hat den Gewinn des Fotodienstes geschmälert. Nach ersten Berechnungen sank 2021 der operative Gewinn (Ebit) auf 72,2 (Vorjahr: 79,7) Millionen Euro, wie Cewe mitteilte. Der Umsatz schrumpfte auf rund 693 (727,3) Millionen Euro. Ende März soll die vollständige Bilanz veröffentlicht werden.

NESTLE – Zürich: Der Lebensmittelriese hat eine Mehrheitsbeteiligung an der US-Firma Orgain von der Beteiligungsgesellschaft Butterfly erworben. Nestle habe sich zudem eine Option gesichert, den Hersteller von Shakes und Snacks aus pflanzlichen Proteinpulvern 2024 vollständig zu übernehmen, wie der Schweizer Konzern mitteilte. Finanzielle Details der Transaktion wurden nicht genannt.

OMV – Wien: Die zum Wiener Öl-, Gas- und Chemiekonzern gehörende Tochter Borealis hat für ihre Düngemittelsparte ein verbindliches Angebot von EuroChem erhalten. Das Angebot bewerte das Geschäft mit 455 Millionen Euro, teilte das Unternehmen mit. EuroChem sei ein führender Düngemittelhersteller, der mit dem Zukauf sein Stickstoffgeschäft in Europa erheblich ausbaue. Der Vollzug des Geschäfts werde für die zweite Hälfte des Jahres 2022 erwartet.

OPEL – Düsseldorf: Nach dem Abbau tausender Stellen sucht der Autobauer einem Magazinbericht zufolge für sein Werk in Rüsselsheim nun hunderte Leiharbeiter. Ein Sprecher von Opel sagte laut der „Wirtschaftswoche“, dass man über einen Personaldienstleister temporär „eine mittlere dreistellige Zahl an Stellen“ besetzen wolle. Damit solle „der Hochlauf der Produktion“ des neuen Astra unterstützt werden. Auch Ausfälle durch die Omikronwelle wolle man mit Leiharbeitern kompensieren, heißt es in dem Bericht weiter.

VOLVO – Sao Paulo: Die brasilianische Truck-Einheit des schwedischen Autobauers will mit Investitionen in Höhe von fast 300 Millionen den Lkw-Absatz ausbauen. Bis 2025 sollen 1,5 Milliarden Reais (283,36 Millionen Dollar) fließen, kündigte Volvo an. „Brasilien hat seine Position als zweitgrößter Lkw-Markt für Volvo in der Welt behauptet, selbst in einer Zeit, in der es aufgrund der Pandemie und Lieferkettenunterbrechungen Einschränkungen gab“, sagte der Präsident des Konzerns für Lateinamerika, Wilson Lirmann. Im Jahr 2021 verkaufte Volvo in Brasilien 21.800 Lkw, 45,7 Prozent mehr als im Vorjahr. Der brasilianische Lkw-Markt verzeichnete im gleichen Zeitraum ein Wachstum von 43,5 Prozent auf 128.700 Fahrzeuge. 

Marktentwicklungen 3. Februar 2022

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Online-Autohändler MeinAuto steht wieder zum Verkauf

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London, 02. Feb (Reuters) – Knapp ein Jahr nach dem gescheiterten Börsengang soll der Online-Autohändler MeinAuto Insidern zufolge an den nächsten Finanzinvestor verkauft werden. Von einem neuen Anlauf an die Börse habe sich der britische Eigentümer Hg verabschiedet, sagten mehrere mit den Plänen vertraute Personen am Mittwoch der Nachrichtenagentur Reuters. Abschreckend wirkte die schlechte Kursentwicklung des Gebrauchtwagenhändlers Auto1, in dessen Sog MeinAuto im Frühjahr 2021 an die Börse gehen wollte. Die Auto1-Aktie notiert derzeit mit 16,50 Euro 70 Prozent unter ihrem Höchststand, der kurz nach dem Börsengang erreicht worden war. Bei der Bewertung dürfte Hg daher auch bei MeinAuto Abstriche machen müssen.

meinauto Symbolfoto

Der Investor hofft den Insidern zufolge auf einen Erlös von bis zu einer Milliarde Euro. Beim Börsengang sollte die Firma aus Oberhaching bei München noch mit 1,2 bis 1,5 Milliarden Euro bewertet werden. Hg und MeinAuto wollten sich nicht zu den Informationen äußern.

Hg hatte das Unternehmen mit rund 400 Mitarbeitern 2018 aus dem Kölner Start-up MeinAuto.de, der Flottenleasing-Tochter der HypoVereinsbank (HVB), Mobility Concept, sowie einem Vermittler von gesponserten Autos für Spitzensportler und Vereine zusammengebaut. Den Insidern zufolge kommt MeinAuto auf mehr als 200 Millionen Euro Umsatz und einen operativen Gewinn von 38 Millionen Euro. 

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Ferrari profitiert vom Luxustrend – Gewinn steigt und steigt

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Mailand, 02. Feb (Reuters) – Ferrari verkauft seine Luxussportwagen auch in der Pandemie wie geschnitten Brot und verdient glänzend. Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) kletterte im vergangenen Jahr um ein Drittel auf 1,53 Milliarden Euro, wie der italienische Sportwagenbauer am Mittwoch mitteilte. Verglichen mit dem Vor-Corona-Jahr 2019 war das ein Plus von gut 20 Prozent. Für 2022 stellte das Management um den neuen Ferrari-Chef Benedetto Vigna eine Gewinnspanne zwischen 1,65 und 1,70 Milliarden Euro in Aussicht.

Den Absatz steigerte Ferrari im vergangenen Jahr um 22 Prozent auf 11.155 Fahrzeuge. Wie andere Hersteller von Supersportwagen und Luxusautos auch profitierte die italienische Marke mit dem aufbäumenden Pferd davon, dass viele reiche Menschen mangels Alternativen in der Pandemie ihr Geld in teure Autos und andere Luxusgüter steckten. Auch die zu BMW gehörende Nobelmarke Rolls-Royce steigerte sich deutlich. Ihr Absatz legte sogar um fast die Hälfte auf 5586 Fahrzeuge zu. Der zu Volkswagen gehörende Sportwagen und SUV-Hersteller Porsche verkaufte erstmals mehr als 300.000 Fahrzeuge.

Die Luxussportwagenbauer stellen derzeit ihre Fahrzeuge auf klimaschonendere Antriebe um. Nicht nur Ferrari, dessen Boliden für röhrende Auspuffe stehen, suchen dabei nach Wegen, um auf Batterieantrieb umzustellen, ohne an Image einzubüßen und weiterhin hohe Preise verlangen zu können. Am weitesten ist Porsche vorangekommen, dessen Anteil an elektrifizierten Antrieben am Absatz weltweit inzwischen bei 24 Prozent liegt. 

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Inflation im Euro-Raum steigt auf Rekordwert – EZB unter Druck

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Frankfurt/Berlin, 02. Feb (Reuters) – Die Inflation im Euro-Raum ist zum Jahresstart auf einen Rekordwert geklettert und bringt damit die EZB kurz vor ihrer nächsten Zinssitzung in Erklärungsnot. Explodierende Energiepreise sorgten dafür, dass die Teuerung im Januar binnen Jahresfrist auf 5,1 Prozent hochschnellte, wie das europäische Statistikamt Eurostat am Mittwoch auf Basis vorläufiger Daten mitteilte. Das ist der höchste Wert seit Beginn der Statistik 1997. Experten hatten dagegen mit einem Rückgang der Inflation auf 4,4 von 5,0 Prozent im Dezember gerechnet. Damit entfernt sich die Inflation immer weiter vom Ziel der Europäischen Zentralbank (EZB), die eine Rate von 2,0 Prozent als optimalen Wert für die Wirtschaft anpeilt.

Die Finanzmärkte reagierten prompt: Spekulationen auf eine nun schneller nahende Zinswende ließen den Euro zeitweise um 0,45 Prozent auf 1,1324 Dollar steigen. Der europäische Banken-Index kletterte um 1,3 Prozent auf ein Dreieinhalb-Jahres-Hoch. Am Geldmarkt wird nun sogar bereits bis zum Sommer auf eine leichten Anhebung des Einlagesatzes gesetzt. Der Zins liegt seit September 2019 bei minus 0,5 Prozent. Damit müssen Banken Strafzinsen zahlen, wenn sie bei der Notenbank überschüssige Liquidität parken.

Für die Währungshüter um EZB-Präsidentin Christine Lagarde, die am Donnerstag auf ihrer Zinssitzung wieder den geldpolitischen Kurs abstecken, dürfte die weiter anziehende Inflation eine negative Überraschung sein. Denn nach ihrem bisherigen Szenario sollte sich die Teuerung 2022 stabilisieren und es schrittweise zu einem Rückgang der Teuerungsrate kommen. Mit den Januarzahlen dürften zudem die Stimmen in Deutschland noch lauter werden, die eine zügige Abkehr von der seit Jahren andauernden ultralockeren Geldpolitik fordern.

Volkswirten zufolge nimmt mit dem neuen Rekordhoch der Druck auf die EZB zu. „Die unerwartet hohe Teuerungsrate ist ein Nackenschlag für die EZB,“ meinte etwa Commerzbank-Chefvolkswirt Jörg Krämer. Sie liege damit meilenweit über den 4,1 Prozent, die die EZB für das erste Quartal prognostiziere. Die Notenbank solle die massiv gestiegenen Inflationsrisiken endlich anerkennen und geldpolitisch den Fuß vom Gas nehmen. Helaba-Volkswirt Ralf Umlauf wendet den Blick auf die anstehende EZB-Zinssitzung: „Spannend ist, ob die EZB-Präsidentin morgen auf der Pressekonferenz erneut betont, dass Zinserhöhungen in diesem Jahr sehr unwahrscheinlich seien.“ Volkswirt Jörg Angele vom Schweizer Bankhaus Bantleon erwartet, dass die Inflationsrate sogar bis zur Jahresmitte über 5,0 Prozent liegen wird: „Der von der EZB viel zitierte Inflationsbuckel wird immer höher und breiter.“

EZB

ENERGIEPREISE SCHIESSEN DURCH DIE DECKE

Haupttreiber der Teuerung im Januar waren die stark gestiegenen Preise für Energie. Dafür mussten Konsumenten im Januar 28,6 Prozent mehr bezahlen als vor Jahresfrist. Im Dezember lag das Plus bei 25,9 Prozent. Ohne Energie hätten die Verbraucherpreise im Januar nur um 2,6 Prozent zugelegt, nach 2,8 Prozent im Dezember. Aus Sicht des Präsidenten des Mannheimer Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW), Achim Wambach, könnten die Preise für Öl und Gas noch mehr in die Höhe springen. „Der Ukraine-Konflikt hat das Potenzial die Energiepreise noch weiter ansteigen zu lassen,“ sagte er auf einer Online-Veranstaltung führender Ökonomen.

Unverarbeitete Lebensmittel verteuerten sich im Januar um 5,2 Prozent und damit ebenfalls stärker als im Dezember mit damals plus 4,7 Prozent. Dienstleistungen kosteten im Januar 2,4 Prozent mehr, auch im Dezember hatte der Zuwachs in dieser Höhe gelegen. Allein der Preisanstieg für Industriegüter ohne Energie ließ etwas nach. Das Preisplus lag im Januar bei 2,3 Prozent nach 2,9 Prozent im Dezember.

Anders als im Euro-Raum war in Deutschland, der größten Volkswirtschaft der Währungsgemeinschaft, die Inflation zu Jahresbeginn leicht gesunken. Die Verbraucherpreise lagen im Januar noch 4,9 Prozent über dem Niveau vor Jahresfrist. Im Dezember hatte die ebenfalls von teurer Energie angetriebene Inflationsrate noch bei 5,3 Prozent gelegen – das höchste Niveau seit 1992. 

Inflation im Euro-Raum steigt auf Rekordwert – EZB unter Druck

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Demonstrativer Schulterschluss zwischen Russland und China

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Moskau, 02. Feb (Reuters) – Russland und China rücken angesichts wachsender Spannungen mit dem Westen zusammen.

Bei dem Treffen von Präsident Wladimir Putin mit seinem chinesischen Kollegen Xi Jinping am Freitag in Peking sei die Unterzeichnung von über 15 Verträgen zwischen beiden Ländern geplant, sagte am Mittwoch der Mitarbeiter der russischen Regierung, Juri Uschakow, vor Journalisten. Beide Staaten wollten auch Anstrengungen unternehmen, um ein gemeinsames Finanz-System zu schaffen, mit dem westliche Sanktionen ausgehebelt werden könnten.

Die USA und europäische Staaten drohen Russland mit wirtschaftlichen Sanktionen, sollte die Ukraine angegriffen werden. China ist von den USA mit einer Reihe von Sanktionen belegt worden, die die Regierung in Washington mit unfairen Handelspraktiken sowie mit Verstößen gegen Menschenrechte rechtfertigt.

Russland

Als demonstratives Zeichen des Einvernehmlichkeit mit China will Putin am Freitag auch an der Eröffnungszeremonie der Olympischen Winterspiele teilnehmen. Die USA, Großbritannien, Kanada, Neuseeland und Australien haben angekündigt, keine Regierungsvertreter nach Peking zu entsenden. Bundeskanzler Olaf Scholz wird nicht bei der Eröffnung dabei sein, auch andere europäische Länder verzichten auf hochrangige Repräsentanten bei der Feier.

Uschakow betonte, China unterstütze die russische Forderung an die USA und das Militärbündnis Nato nach Sicherheitsgarantien. Im Bereich der wirtschaftlichen Zusammenarbeit werde auch über die Lieferung von Gas nach China gesprochen werden. Es bestehe die Möglichkeit, dass eine Pipeline über die Mongolei nach China gebaut werde.

Die Beziehungen westlicher Staaten zu Russland und zu China haben sich in den vergangenen Jahren deutlich eingetrübt. Russland fordert von den USA und Europa, seinen Einfluss im Westen Russlands zu begrenzen oder zu mindern. So pocht die Regierung in Moskau darauf, dass die Ukraine nicht der Nato beitreten darf.

Umgekehrt wirft der Westen Russland die Niederschlagung jeglicher demokratischer Opposition vor. Dieser Vorwurf wird auch gegen China erhoben. Zudem stören sich die USA und deren Verbündete an der expansiven chinesischen Außenpolitik in der pazifischen Region. 

Demonstrativer Schulterschluss zwischen Russland und China

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Österreich will gegen grünes Label für Atomkraft und Gas klagen

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Wien, 02. Feb (Reuters) – Österreich will nach der Einstufung von Atomkraft und Gas als nachhaltige Energiequelle gegen die EU-Kommission wie angekündigt klagen. „Wir werden in den nächsten Woche alle rechtlichen Schritte vorbereiten und dann beim Europäischen Gerichtshof mit einer Nichtigkeitsklage vorgehen“, sagte Umweltministerin Leonore Gewessler (Grüne) am Mittwoch. Luxemburg werde sich der österreichische Initiative anschließen, sagte die Ministerin.

Gas

Die Entscheidung der EU-Kommission bezeichnete Gewessler als falsch. Sie sei ein „Greenwashing-Programm“ für Atomkraft und fossiles Erdgas und erfülle vor allem die Wünsche der Atomlobby. Ein Beitrag zum Klimaschutz werde damit nicht geleistet, kritisierte sie. Atomenergie sei veraltet und zu teuer. Die Ministerin verwies auf das Atomkraftwerk Flamanville in Frankreich, das sowohl teuer als auch später fertig wird als geplant. Das Geld hätte man laut Gewessler besser in Erneuerbare Energien investieren sollen, denn nur damit gebe es Unabhängigkeit. „Wind und Sonne schicken uns keine Rechnung, ein Gaskonzern schon.“ 

Österreich will gegen grünes Label für Atomkraft und Gas klagen

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