Montag, August 17, 2026
Start Blog Seite 4754

Britischer Ausschuss – Brexit bringt mehr Kosten und Papierkram

0

London, 09. Feb (Reuters) – Höhere Kosten, mehr Bürokratie, viele Verspätungen: Ein Ausschuss des britischen Parlaments hat eine negative Bilanz des EU-Austritts gezogen. „Eines der großen Versprechen des Brexit war es, britische Unternehmen zu befreien, um ihnen den Spielraum zu geben, ihre Produktivität und ihren Beitrag zur Wirtschaft zu maximieren“, sagte die Vorsitzende des Rechenschaftsausschusses, Meg Hillier, von der oppositionellen Labour-Partei zu der am Mittwoch in London vorgestellten Untersuchung. „Doch die einzigen erkennbaren Auswirkungen sind bisher erhöhte Kosten, Papierkram und Verzögerungen an der Grenze.“

Deutliche Bremsspuren hat der Brexit etwa im deutsch-britischen Außenhandel hinterlassen. So fielen die deutschen Exporte in das Vereinigte Königreich im vergangenen Jahr um 2,6 Prozent, während sie insgesamt um 14 Prozent auf den Rekordwert von 1375,5 Milliarden Euro zulegten. Die britischen Exporte nach Deutschland brachen 2021 sogar um 8,5 Prozent ein, während die deutschen Importe insgesamt um 7,1 Prozent zulegen konnten und mit 1202,2 Milliarden Euro ebenfalls eine neue Bestmarke markierten.

Brexit

Die Brexit-Befürworter räumten ein, dass der EU-Abschied kurzfristig für zusätzliche Kosten sorgen könnte. Langfristig würden sich aber erhebliche politische und wirtschaftliche Vorteile ergeben. Der Ausschuss wies in seiner Untersuchung darauf hin, dass die Regierung noch viel zu tun habe, um den grenzüberschreitenden Handel zu erleichtern. Einige Brexit-Gegner warnen davor, dass der Austritt aus der EU einem Akt der Selbstverletzung gleichkomme, der das Vereinigte Königreich kleiner, ärmer und isolierter machen dürfte.

Die Briten hatten sich 2016 in einem Volksentscheid für den Austritt aus der Europäischen Union entschieden. Seit gut einem Jahr ist Großbritannien nicht mehr in der EU-Zollunion und im Binnenmarkt. Durch das nach dem Brexit vereinbarte Handels- und Kooperationsabkommen wurden zwar höhere Zölle vermeiden. Allerdings werden nun Prüfbescheinigungen oder weitere Dokumente und Anforderungen verlangt, die den Grenzübertritt zeitaufwendiger und komplizierter machen und so höhere Handelskosten verursachen.

Britischer Ausschuss – Brexit bringt mehr Kosten und Papierkram

Copyright: (c) Copyright Thomson Reuters 2022

Kennt Ihr schon unsere Marktentwicklungen?

PlanetHome nimmt Teilverkauf von Immobilien ins Portfolio

0
planethome wertfaktor

Kooperation mit dem Marktführer für den Teilverkauf: wertfaktor wird offizieller Partner für das bundesweite Angebot im Maklernetz von PlanetHome

Der Immobiliendienstleister PlanetHome bietet interessierten Eigentümern ab sofort einen Teilverkauf von Immobilien an. Als Partner hat sich das Unternehmen mit 650 Maklern in Deutschland und Österreich und 120 Standorten für den Erfinder und Marktführer des Immobilien-Teilverkaufs entschieden: die wertfaktor Immobilien GmbH. Der Teilverkauf ergänzt die bisherigen Kernleistungen der PlanetHome Group GmbH, die Vermarktung von Wohnimmobilien und die Vermittlung von Finanzierungen für Käufer, um eine innovative Lösung.

Eigenheimbesitzer, die sich zwar zusätzliche Liquidität wünschen, ihr Haus aber nicht aufgeben möchten, können bis zu 50 Prozent ihrer Immobilie zum aktuellen Marktwert an wertfaktor verkaufen. Sie können über das ausgezahlte Geld frei verfügen, von der Wertsteigerung ihres Immobilienanteils weiterhin profitieren, lebenslang als Eigentümer in ihrem Heim wohnen bleiben und ihren Anteil an die Kinder vererben. 

„Ein zunehmend wachsender Teil unserer Kunden sind Senioren, die aktiv und lebenslustig in den Ruhestand gehen und sich mit dem angesparten Vermögen ihre Wünsche erfüllen wollen. Bei vielen Immobilienbesitzern stecken diese Werte jedoch zum großen Teil im Eigenheim fest.

Wenn sie von einem Wohnmobil, einem Wintergarten oder schönen Reisen träumen, hatten sie bisher nur die Option, ihr Haus ganz zu verkaufen, um auf dieses Vermögen zugreifen zu können“, beschreibt Dieter John, CEO der PlanetHome Group, ihre Situation. „Als Immobilienvermittler wollten wir auch diesen Eigentümern eine passende Lösung bieten. Mit dem Teilverkauf an wertfaktor haben wir eine sinnvolle Alternative zum Vollverkauf gefunden und eine wichtige Ergänzung in unserem Portfolio vorgenommen.“ 

„PlanetHome ist ein Immobilienexperte, der den Markt wirklich aus Kundensicht betrachtet und sich bei Finanzierung und Vermarktung erfolgreich mit den besten Anbietern vernetzt. Wir freuen uns, dass sich das Team für wertfaktor als Partner für den Teilverkauf entschieden hat“, sagt Christoph Neuhaus, Gründer und Geschäftsführer von wertfaktor. „Schon heute gehören rund 6 Millionen Immobilien Menschen im Alter von über 65 Jahren, bis 2030 werden es voraussichtlich über 7 Millionen Objekte sein. Viele dieser Senioren suchen nach Wegen, um einen Teil ihres Vermögens in Bargeld umzuwandeln. Für diesen Equity Release wird sich der Teilverkauf als innovative Lösung in Deutschland etablieren“, ist sich Neuhaus sicher. 

Teile verkaufen, Rechte behalten: So funktioniert der Teilverkauf

Der Teilverkauf wurde 2018 von wertfaktor entwickelt. Damit können Immobilienbesitzer erstmals Liquidität aus ihrer Immobilie freisetzen, ohne sich zu verschulden oder das Eigenheim zu verkaufen. wertfaktor erwirbt bis zu 50 Prozent vom Eigenheim zum aktuellen Marktwert und zahlt den Kaufpreis an die Teilverkäufer aus. Die Verkäufer erhalten ein Nießbrauchrecht auf den veräußerten Teil und zahlen dafür ein Nutzungsentgelt von 2,9 Prozent pro Jahr auf den ausgezahlten Wunschbetrag.

Ein Beispiel: Ein Paar verkauft ein Drittel ihrer Immobilie im Gesamtwert von 450.000 Euro an wertfaktor und erhält dafür 150.000 Euro. Auf diesen Betrag zahlt das Paar ein monatliches Nutzungsentgelt von 362,50 Euro. Das Besondere: Die Teilverkäufer bleiben Eigentümer mit allen Rechten. Sie können ihr Eigenheim weiter nutzen, nach Wunsch gestalten und umbauen, vermieten und natürlich auch vererben. Und: Sowohl die Teilverkäufer als auch mögliche Erben können die Immobilie jederzeit zurückkaufen.

Als einziger Anbieter am Markt beteiligt sich wertfaktor zudem mit bis zu 20.000 Euro an Investitions- und Instandhaltungsmaßnahmen, entsprechend dem an wertfaktor verkauften Anteil. Entscheidet sich der Teilverkäufer oder seine Erben für einen Gesamtverkauf der Immobilie, kümmert sich wertfaktor um die Vermarktung. Neuhaus: „Immer mehr Senioren besitzen heute eigene Immobilien. Mit dem Teilverkauf können Eigentümer jetzt einfach, flexibel und zu fairen Bedingungen auf dieses Vermögen zugreifen. Und was vielen Senioren wichtig ist: Sie und ihre Erben bleiben jederzeit Eigentümer im eigenen Haus.“

Weitere Informationen zu wertfaktor finden Sie hier

Weitere Informationen zu PlanetHome finden Sie hier

Bild: Christoph Neuhaus, Gründer und Geschäftsführer, wertfaktor Immobilien GmbH Foto: Grit Siwonia

Quelle redRobin

Weniger Firmenpleiten Anfang 2022 – IWH sieht keine Insolvenzwelle

0

Berlin, 09. Feb (Reuters) – Die Zahl der Firmenpleiten in Deutschland ist dem IWH-Institut zufolge zum Jahresstart gefallen und dürfte vorerst gering bleiben. Es habe im Januar 600 Insolvenzen von Personen- und Kapitalgesellschaften gegeben und damit 16 Prozent weniger als im Dezember und 13 Prozent weniger als vor Jahresfrist, wie die Forscherinnen und Forscher aus Halle am Mittwoch zu ihrem Insolvenztrend mitteilten.

IWH

Die Zahl der Firmenpleiten werde auch in den nächsten Monaten niedrig sein, sagte IWH-Experte Steffen Müller. „Die Nachwirkungen der Pandemie werden sich vollumfänglich erst nach Auslaufen der großzügigen Kurzarbeitergeld-Regelungen in den Insolvenzzahlen zeigen“, erläuterte der Ökonom. „Mit massiven Jobverlusten ist aber auch dann nicht mehr zu rechnen.“

Die Analyse des IWH zeigt, dass bei den im Januar insolvent gemeldeten größten Unternehmen knapp 5600 Jobs betroffen waren. Dies entspreche in etwa dem Durchschnitt des Jahres 2021, aber nur der Hälfte der monatlich betroffenen Stellen 2020. Die Daten basieren unter anderem auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte und Unternehmensbilanzen.

Weniger Firmenpleiten Anfang 2022 – IWH sieht keine Insolvenzwelle

Copyright: (c) Copyright Thomson Reuters 2022

Kennt Ihr schon unsere Marktentwicklungen?

instagrid: Spezialist für mobile Hochleistungs-Batteriesysteme erhält 33 Millionen US-Dollar 

0

Ludwigsburger Off-Grid-Batteriespezialist instagrid erhält 33 Millionen US-Dollar in Series-B-Runde

instagrid, Spezialist für mobile Hochleistungs-Batteriesysteme im professionellen Bereich, gibt heute seine Series-B-Finanzierung in Höhe von rund 33 Millionen US-Dollar (rund 29 Millionen Euro) bekannt. Die Runde wird angeführt von Energy Impact Partners (EIP), eine in den USA ansässige Venture-Capital-Gesellschaft mit Fokus auf nachhaltige Unternehmen im Energiesektor. Die Gesamtfinanzierung von instagrid steigt damit auf über 45 Millionen US-Dollar (40 Millionen Euro). Das frische Kapital verwendet instagrid, um die Internationalisierung in Europa und den USA voranzutreiben. Zudem wird die Batterieplattform um smarte digitale Services erweitert, um zukünftig maßgeschneiderte, ganzheitliche Energielösungen anbieten zu können.

Mit ihrer kompakten Baugröße und ihrem niedrigen Gewicht ermöglichen die Hochleistungs-Batteriespeicher von instagrid eine saubere Energieversorgung, da Strom aus erneuerbaren Quellen an jeden Ort mitgenommen und verwendet werden kann.

Damit ersetzen sie umweltschädliche Verbrennungsmotoren, wie sie heute überwiegend für die mobile Energiebereitstellung eingesetzt werden, zum Beispiel auf Baustellen, bei Events oder in Gegenden ohne Stromnetz. Jährlich werden immer noch 50 Millionen solcher fossiler Verbrennungsmotoren abseits des Straßenverkehrs in Betrieb genommen. Bisher wird diesem Segment bei der Energiewende kaum Beachtung geschenkt, obwohl hier hohe CO2- und Schadstoffemissionen entstehen – so reduziert instagrid den CO2-Ausstoß über den gesamten Produktlebenszyklus um bis zu 85 Prozent.

Mit seiner nachhaltigen Alternative zu Verbrennungsmotoren zählt instagrid bereits viele der führenden europäischen Bauunternehmen, Service- und Infrastrukturanbieter zu seinen Kunden, wie z. B. Strabag, Skanska Rental und die Schweizer Bundesbahn SBB. Die SBB benutzt instagrid beim Neubau sowie der Instandhaltung von Bahngleisen und ersetzt damit Dieselgeneratoren.

„EIP unterstützt die besten Gründer auf ihrem Weg mit innovativen Technologien die Dekarbonisierung ganzer Industriezweige voranzutreiben. Die mobile Stromerzeugung durch Verbrennungsmotoren ist ein ebenso großes Problem wie Pkws und ein Umbruch war überfällig. Wir sind sehr beeindruckt von Sebastian und Andreas: Sie haben das beste Produkt auf dem Markt entwickelt und instagrid schnell skaliert. Wir sind stolz darauf, ihre globale Expansion mit voranzutreiben”, so Matthias Dill, Managing Partner bei Energy Impact Partners. 

Sämtliche Bestandsinvestoren haben sich erneut an der Finanzierungsrunde beteiligt, namentlich SET Ventures, Segnalita Ventures, die blueworld group, der High-Tech Gründerfonds und die Wille Finance AG. Auch Pierre-Pascal Urbon, Vorsitzender des Beirates und ehemaliger CEO des börsennotierten Solarelektronik-Spezialisten SMA, investierte in das Unternehmen. 

“Mit ihrer branchenführenden mobilen Stromversorgung, die es Anwendern ermöglicht, ihre Arbeit nachhaltig zu gestalten, transformiert instagrid die gesamte Branche.” sagt Anton Arts, Managing Partner bei SET Ventures. “Die Gründer von instagrid haben das stärkste Team im Bereich der Energiespeicher aufgestellt, um instagrids disruptive Technologie auf einem ambitionierten Zeitplan in neue Märkte und Anwendungen zu bringen.”

Die mobilen Batterielösungen von instagrid schonen nicht nur die Umwelt. Für den professionellen Endanwender sichern sie vor allem auch einen zuverlässigen und effizienten Zugang zu Elektrizität. Sie ermöglichen es, den Kund:innen überall hochwertige und innovative Dienstleistungen anbieten zu können und erschaffen ein besseres Kundenerlebnis ohne Lärm und Abgase. 

“Wir freuen uns sehr, mit dem frischen Kapital noch besser zum Umstieg auf eine nachhaltige Energienutzung beitragen zu können. Mobile Batteriespeicher bringen Geschwindigkeit und Flexibilität in die Energiewende und werden die Elektrifizierung vieler Bereiche der Wirtschaft überhaupt erst ermöglichen“, erklärt Sebastian Berning, gemeinsam mit Andreas Sedlmayr Geschäftsführer und Gründer von instagrid. 

Weitere Informationen finden Sie hier

Quelle PIABO PR GmbH

Flexport kündigt Finanzierung in Höhe von 935 Millionen US-Dollar für weiteres Wachstum an

0
flexport

Flexport, die Technologieplattform und digitale Spedition, vermeldet den Abschluss einer Serie-E-Finanzierungsrunde in Höhe von 935 Millionen US-Dollar, die von den Investoren Andreessen Horowitz und MSD Partners angeführt wird. Neben den bestehenden Partnern DST Global, Founders Fund und Softbank Vision Fund sind mit einem strategischen Investment von Shopify und einer Beteiligung von Kevin Kwok auch neue Investoren beteiligt. Mit der neuen Finanzierungsrunde steigt die Bewertung von Flexport auf über acht Milliarden US-Dollar.

Flexport wird das neue Kapital nutzen, um die Entwicklung seiner Technologieplattform für das Management globaler Lieferketten weiter voranzutreiben, um in neue Märkte zu expandieren und um wichtige strategische Partnerschaften einzugehen.

„Die Pandemie und der damit verbundene Druck auf die weltweiten Lieferketten haben den reibungslosen Warentransport – etwas, das viele Menschen bisher für selbstverständlich hielten – zu einer großen Herausforderung gemacht“, erläutert Ryan Petersen, Gründer und CEO von Flexport. „Die Investition zeigt deutlich, dass der Markt die Notwendigkeit eines technologiegestützten, transparenten und widerstandsfähigen Logistik-Ökosystems erkannt hat.”

Die Kapitalerhöhung folgt auf ein kontinuierliches Wachstum des Unternehmens. Im Jahr 2021 hat sich der Umsatz von Flexport mehr als verdoppelt. Mittlerweile bewegt das Unternehmen für seine Kunden in 112 Ländern Waren im Wert von mehr als 17 Milliarden Euro.

„Der globale Handel steht vor historischen Herausforderungen. Es braucht innovative Ansätze, um sowohl mit den aktuellen Hindernissen umzugehen als auch Probleme systemischer Natur besser in den Griff zu bekommen“, sagt David George, General Partner bei Andreessen Horowitz. „Das Geschäftsmodell von Flexport samt datengetriebener Plattform verschafft dem Unternehmen eine optimale Ausgangsposition, um eine Multi-Billionen-Dollar-Branche maßgeblich mitzugestalten.“

„Bei Shopify kennen wir die Herausforderungen, mit denen Millionen von Händlern tagtäglich konfrontiert sind, sehr gut. Das Thema Logistik ist dabei eins der komplexesten Problemfelder“, sagt Bram Sugarman, Director Product Acceleration bei Shopify. „Wir freuen uns darauf, Flexport bei seiner ehrgeizigen Mission, den globalen Handel für alle so einfach wie möglich zu gestalten, zu unterstützen.”

„Das außergewöhnliche Team von Flexport, angeführt von einem starken Gründer wie Ryan Petersen, vereint fundierte Branchenkenntnis und technologisches Know-how”, sagt Gregg Lemkau, CEO von MSD Partners. „Unsere Investition wird dazu beitragen, dass Innovationen schneller umgesetzt werden, von denen der globale Handel profitieren wird.”

Flexport erwartet den Abschluss der Finanzierung im ersten Quartal 2022, vorbehaltlich der üblichen Abschlussbedingungen sowie einschließlich behördlicher Genehmigungen.

Weitere Informationen finden Sie hier

Bild Stefan Böhler, General Manager von Flexport Deutschland

Quelle AxiCom GmbH

Ablaufende Patente befeuern M&A-Aktivitäten im Biotech-Sektor

0
Sektor
Cyrill Zimmermann

Ein Marktkommentar von Cyrill Zimmermann, Head Healthcare Funds & Mandates bei Bellevue Asset Management:

Immer mehr Menschen können mit Arzneien und medizinischen Geräten immer besser behandelt werden. Allein in den USA, dem global größten Gesundheitsmarkt, wurden 2021 50 Medikamente zugelassen. Damit setzt sich der positive Trend der letzten Jahre fort. Im Vergleich zu den unternehmerischen Erfolgen und dem kommerziellen Potenzial fiel die Rendite für Investoren zuletzt bescheiden aus. Umso mehr lohnt sich jetzt der Blick nach vorne. 

Biotechlabore bleiben der Innovationsmotor

Im Biotechsektor konzentrierten sich die Investoren 2021 stark auf die beiden mRNA-Impfstoffhersteller Moderna und Biontech. Dem Nasdaq Biotech Index hat das wenig geholfen, denn trotz der sehr hohen Wachstumsdynamik und der erneut großen Anzahl von Produktzulassungen blieb er von seiner Jahresperformance deutlich hinter dem Gesamtmarkt. Die Diskrepanz zwischen kommerziellen Erfolgen und unterdurchschnittlicher Performance verleiht dem Biotechsektor eine attraktive Bewertung im Vergleich zum Gesamtmarkt und anderen Teilsektoren der Gesundheitsbranche. Damit stellt sich auch die Frage, welche Kaufargumente jetzt einen Stimmungsumschwung an den Finanzmärkten zugunsten von Biotechinvestments herbeiführen werden.  

Ein wesentlicher Grund sind die Patentabläufe, die in den nächsten Jahren insbesondere Big Pharma treffen werden. Wir erwarten deshalb In diesem Jahr einen starken Anstieg der M&A-Aktivitäten, was in Verbindung mit einer sehr attraktiven Bewertung der Biotechwerte und den doppelstelligen Wachstumsraten zu einer Neubewertung des Sektors führen dürfte. Darüber hinaus stammen zahlreiche neue Therapieansätze aus den letzten Jahren aus den Laboren von Biotechfirmen. Die raschen und erfolgreichen Lösungen des Sektors zur Bewältigung der Pandemie wurden mit beeindruckender Geschwindigkeit entwickelt und zeugen von seiner starken Innovationskraft. Diese Lösungen eröffnen auch neue Anwendungsmöglichkeiten. Bei der mRNA-Technologie sind das neue Impfstoffe gegen Infektionskrankheiten und Krebs, die sich bereits in der klinischen Entwicklung befinden und für die in diesem Jahr neue Daten erwartet werden.

Von den etablierten Schwergewichten arbeiten Unternehmen wie Vertex Pharma oder Biogen daran, das Sortiment ihrer bisherigen Wachstumstreiber durch neue Produkte aus ihrer Entwicklungspipeline zu verjüngen. Jede Meldung von bahnbrechenden klinischen Erfolgen seitens dieser Branchenveteranen könnte zu einem positiven Stimmungsumschwung gegenüber dem gesamten Biotechsektor führen. Ein spannendes Feld sind in diesem Jahr die Alzheimer-Therapien, wo klinische und regulatorische Updates erwartet werden. Am wichtigsten werden die endgültigen Daten von Biogen/Eisai für Alzheimer im Frühstadium der Krankheit sein. Der Antikörper richtet sich gegen Ablagerungen des Eiweisses Beta-Amyloid im Gehirn. Eli Lilly wird voraussichtlich Daten aus seiner Phase-III-Studie mit Donanemab präsentieren und Roche und Morphosys könnten in der zweiten Jahreshälfte Phase-III-Daten zu Gantenerumab vorlegen.

In der Onkologie werden in der Klasse der Antikörper-Wirkstoff-Konjugate (ADCs) und bispezifischen Antikörper für 2022 zahlreiche Daten erwartet. Gilead ist bestrebt, den Einsatz seines Krebsmedikaments Trodelvy über den dreifach negativen Brustkrebs (TNBC) hinaus auszuweiten. Hier wird Gilead mit AstraZeneca/Daiichi Sankyo konkurrieren, die im Dezember letzten Jahres vielversprechende Daten zu einem Produkt aus der frühen Pipeline vorstellten. Die beiden untersuchen auch die Behandlung von Patienten mit HER2-armem Brustkrebs mit ihrem bereits zugelassenen ADC Enhertu. Des Weiteren wird Genmab Updates zu seinen Programmen für Lymphome/Blutkrebs geben und Xencor Daten zum Konzeptnachweis für seine bispezifische Technologie vorstellen.

Sektor
Foto von Cyrill Zimmermann (Quelle: Bellevue AM)

Pharmakonzerne sind eine Bank

Auf den ersten Blick ist die Jahresperformance von 24.2% des NYSE Arca Pharmaceutical Index für 2021 passabel. Maßgeblich dafür war allerdings das starke Abschneiden von wenigen Pharmakonzernen wie Pfizer und Eli Lilly. Zieht man Bewertungskennziffern wie das Verhältnis von Unternehmenswert zu EBITDA heran, kommt der Index auf einen um 25% niedrigeren Durchschnittswert als der S&P 500. Zugleich spricht eine Reihe von Faktoren dafür, dass die Pharmakonzerne 2022 mit dem Marktumfeld besser zurechtkommen werden als andere Branchen. Störfeuer von politischer Seite, wie sie gedeckelte Medikamentenpreise hätten auslösen können, sind mit dem vorläufigen Scheitern des «Build Back Better»-Plans von US-Präsident Biden erst einmal vom Tisch. Auch eine anhaltend hohe Inflation kann den Pharmafirmen wenig anhaben, da sie Preiserhöhungen über ihre Produkte weitergeben können.

Zugleich verfügen sie dank der anhaltend hohen Mittelzuflüsse über enorme Cashreserven. Der traditionell hohe Barmittelbestand wird im Fall von Pfizer durch die Einnahmen mit dem COVID-19-Impfstoff und seit Kurzem auch mit der COVID-19-Therapie Paxlovid noch weiter verstärkt. Andere Pharmakonzerne wie Johnson & Johnson, Novartis und GlaxoSmithKline werden durch die geplanten Ausgliederungen einzelner Unternehmensteile einen starken Mittelzufluss erhalten. Diese Milliardenbeträge werden zum einen als Dividende an die Aktionäre ausgeschüttet. Gerade für die Generalisten-Investoren sind die hohen Dividendenausschüttungen ein zentrales Argument für den Kauf von Pharmaaktien. Zum anderen wird Big Pharma kräftig in Kooperationen investieren und die aktuell niedrige Bewertung des Biotechsektors für Akquisitionen nutzen.

Medizintechnik profitiert von Nachholeffekten

Die steigende Lebenserwartung der Erdbevölkerung, der wachsende Wohlstand sowie Innovationen bei Geräten und medizinischen Instrumenten bereiten letztlich den Boden für ein langfristiges strukturelles Wachstum des Medtechsektors mit dem Ziel, die Gesundheitsversorgung besser und effizienter zu gestalten. Wir erwarten Wachstumsraten von 5-6%, die damit deutlich über denen der Weltwirtschaft liegen, zudem sollte die Profitabilität weiter gesteigert werden können.

Die größten Innovationsschübe im Sinne von marktreifen Produkten und Technologien gab es in den letzten Jahren in der Diabetesbehandlung, dem minimalinvasiven Herzklappenersatz, der Neurostimulation bei Nervenleiden und in der OP-Robotik. Ein gutes Beispiel ist Dexcom. Das auf Diabetesmessgeräte spezialisierte US-Unternehmen ist führend bei den Geräten für die Echtzeitüberwachung des Blutzuckerspiegels anhand der digitalen Datenanalyse. In diesem Jahr steht eine neue Generation dieser Produktgruppe vor der Markteinführung.

Für die Dienstleister und Versicherer ergibt sich vor allem in den USA ein hohes Wachstumspotenzial aus der vertikalen Integration der Anbieter, der wachsenden Zahl krankenversicherter Personen sowie Effizienzsteigerungen infolge niedriger Verwaltungskosten wegen der fortschreitenden Digitalisierung. Ebenso werden die im Zuge der Coronapandemie verschobenen Gerätebestellungen und medizinischen Behandlungen von nichtlebensbedrohlichen Krankheiten wieder Fahrt aufnehmen. Die Summe dieser Faktoren sorgt für stabile Wachstumsraten, welche an den Finanzmärkten die Rolle der Medizintechnik als einer der stabilsten und defensivsten Sektoren festigen.

Digitale Gesundheit wird unterschätzt

Wie in anderen Bereichen von Arbeitswelt und Alltag sind Sensoren, Cloud-Datenspeicher oder künstliche Intelligenz auch in der Gesundheitsversorgung auf dem Vormarsch. Disruptive Technologien verbessern die Behandlung und erhöhen die Effizienz, beispielsweise durch die digitale Analyse von Patientendaten. Im Feld der digitalen Gesundheit geben kleine und mittelgrosse Unternehmen den Ton an. Nach der starken Kursperformance im Jahr zuvor sorgte die 2021 vollzogene Sektorrotation in Large Caps im Jahr 2021 bei den Aktien der Nischenplayer in der digitalen Gesundheit teilweise für Kursverluste.

Die fundamental starke Verfassung im wachstumsstarken Digital-Health-Bereich ist weiter intakt. Bei Umsatz und Ergebnis konnten die meisten Firmen im vergangenen Jahr ihre bisherige Wachstumsdynamik beibehalten. Aus diesem Grund sind die Aktien der Firmen, die in der digitalen Gesundheit tätig sind, inzwischen um 40% niedriger bewertet als noch Anfang 2021. Setzt sich die zuletzt zu beobachtende Rotation zurück in Nebenwerte aus der Gesundheitsbranche fort, steht die digitale Gesundheit vor einem eindrucksvollen Comeback. Hält man sich dazu noch vor Augen, dass die Gesundheitsversorgung weltweit immer noch zu den am wenigsten digitalisierten Branchen zählt, bleiben auch die langfristigen Perspektiven vielversprechend.

In der Summe finden Anleger bei den Gesundheitstiteln je nach Anlagehorizont ein weites Feld an Kaufargumenten. Biotechs und digitale Gesundheit sind tendenziell eher volatile Anlagen mit hohen Wachstumsraten. Pharma dient hingegen als defensive Absicherung in Zeiten steigender Inflation und die Medizintechnik wird von Nachholeffekten für die Zeit nach Corona profitieren. Falls man nicht auf einen einzelnen Sektor setzen möchte, stehen Ihnen mit dem Bellevue Healthcare Strategy und dem Bellevue Sustainable Healthcare Fonds Strategien zur Verfügung, die in sämtlichen Subsektoren über die ganze Welt verteilt investiert sind und einen sehr erfolgreichen 15-jährigen Track Record ausweisen.

Ablaufende Patente befeuern M&A-Aktivitäten im Biotech-Sektor

Titelfoto und Foto von Cyrill Zimmermann (Quelle: Bellevue AM)

Kennt Ihr schon unsere Marktentwicklungen?

awork erhält eine 3 Millionen Finanzierung

0
awork

Die awork Gründer verkaufen ihr ursprüngliches Unternehmen HQLabs, um sich voll auf das Wachstum von awork zu fokussieren.

Eine zunehmende Zahl an Menschen empfindet ihre Arbeitsumgebung als nicht mehr zeitgemäß und sehnt sich nach mehr Selbstgestaltung, Anerkennung und Handlungsspielraum. Auch Unternehmen aller Branchen erkennen derzeit, wie entscheidend eine gute Arbeitsorganisation und moderne Technologie für die Zufriedenheit ihrer Teams ist. 

Der Projektsoftware-Markt boomt, doch gerade ausländische Anbieter erfüllen aufgrund überbordender Komplexität und mangelnder DSGVO-Konformität nicht den benötigten Qualitätsstandard. Genau dort setzt das europäische Workmanagement-Tool awork an. Die Gründer Tobias Hagenau, Nils Czernig und Lucas Bauche wollen mit dem DSGVO-konformen Tool mit intuitiver Benutzeroberfläche in modernem Design einen Beitrag dazu leisten, Teams mehr Freude bei der Arbeit zu bescheren.

In diesem Zuge verkaufen die Gründer ihr bisheriges Unternehmen HQLabs zu einhundert Prozent an BID Equity aus Hamburg. Alle zu awork gehörenden Assets inklusive des kompletten Teams werden in die neu gegründete awork GmbH übernommen. 3 Millionen € des aus dem Verkauf erhaltenen Kapitals investieren die Gründer zudem in awork. 

awork will die Führung am europäischen Softwaremarkt ausbauen

“Bisher haben wir das Feld der Team- und Projektorganisation im Wesentlichen den Silicon Valley Companies überlassen. Es wird Zeit, dass wir mit awork eine europäische Alternative bieten”, so Tobias Hagenau, Co-Founder und CEO von awork. Ziel ist es, im europäischen Markt anzugreifen und aworks Mission voranzutreiben: den Weg für eine erstrebenswerte Arbeitswelt zu ebnen. Im Vergleich zu Konkurrenten wie asana, Monday.com und Trello, schafft awork durch hundertprozentige DSGVO-Konformität den Qualitätsanspruch, mit dem nicht-europäische Unternehmen nicht mithalten können. Diese neuen Maßstäbe sollen jetzt europaweit zur Verfügung gestellt werden. 2021 hat awork bereits mit der Internationalisierung in den Niederlanden begonnen. Weitere Länder und Regionen werden dieses Jahr folgen, u.A. Belgien, Skandinavien und UK.

Auf Erfolgskurs

Das 2019 gelaunchte Hamburger Tool legte in den vergangenen drei Jahren einen regelrechten Siegeszug hin. Das Unternehmen hat bereits über 1 Million € Annual Recurring Revenue (ARR) und verzeichnet mit tausenden testenden Teams jeden Monat ein starkes Wachstum. Schon mehr als 1.500 Teams in der DACH-Region vertrauen auf die Lösung, darunter prominente Namen wie Viva con Agua, thjnk, EnBW oder Henkel Beauty Care. 

“Durch die Herauslösung von awork in ein eigenes Unternehmen können wir uns auf dem Markt für Workmanagement-Software endlich frei bewegen und uns auf Wachstum und den Ausbau der internationalen Wettbewerbsfähigkeit konzentrieren”, so Tobias Hagenau, Co-Gründer und CEO von awork.  

Weitere Informationen finden Sie hier

Die awork Gründer (von links nach rechts): Nils Czernig, Tobias Hagenau und Lucas Bauche.

Quelle get press.de

Scandit erhält 150 Millionen Dollar in Serie-D-Finanzierung

0
scandit

Scandit hat eine neue Finanzierungsrunde, angeführt von Warburg Pincus, abgeschlossen und 150 Millionen Dollar eingesammelt.

Insgesamt wurde das Unternehmen mit über einer Milliarde Dollar bewertet. Die frischen Mittel sollen für die Entwicklung fortschrittlicher Computer-Vision-Technologien verwendet werden, die traditionelle Industrien und Prozesse weiter transformieren.

Scandit, führender Anbieter von Smart-Data-Capture-Lösungen, hat sich eine Serie-D-Finanzierung von 150 Millionen Dollar gesichert. Angeführt wurde die neue Finanzierungsrunde von Warburg Pincus, einem weltweit tätigen Spezialisten für Wachstumsinvestitionen mit erfolgreichen Beteiligungen an wachstumsstarken Unternehmen vor allem im Bereich B2B-Software. Die Finanzierungsrunde war deutlich überzeichnet und sah eine große Beteiligung bestehender Scandit-Investoren, darunter Atomico, Forestay Capital, G2VP, GV, Kreos, NGP Capital, Schneider Electric, Sony Innovation Fund by IGV1 und Swisscom Ventures.

Insgesamt hat Scandit bislang fast 300 Millionen Dollar für seine globale Expansion erhalten. Mit seinen Lösungen ermöglicht das Unternehmen die Erfassung von Daten aus Barcodes, Texten, Ausweisen und Objekten an der Edge mithilfe von Smart Devices. Die Lösungen unterstützen Firmen bei der Automatisierung von Prozessen, liefert ihnen Erkenntnisse, die die Kundenbeziehung verbessern, und macht ihre Mitarbeiter produktiver. Seit der Serie-C-Finanzierung im Mai 2020 hat Scandit seine wiederkehrenden jährlichen Umsätze mehr als verdoppelt und zählt nun über 1.700 Unternehmenskunden weltweit. Dazu gehören American Eagle Outfitters, Carrefour, FedEx, Levi’s Strauss & Co., Yamato Transport und Sephora.

Scandit hat die Führungsposition in seinen Kernbranchen Einzelhandel, Transport und Logistik, Gesundheitswesen und Fertigung stetig ausgebaut. Drei der fünf größten globalen Paket- und Kurierdienste vertrauen auf Scandit, ebenso acht der zehn größten US-Lebensmittelhändler. Während der Pandemie stellte das Unternehmen zudem Datenerfassungsdienste für nationale Gesundheitsorganisationen wie den NHS in Großbritannien bereit, um Initiativen und Programme gegen Covid-19 zu unterstützen.

Mit den Mitteln aus der neuen Finanzierungsrunde wird Scandit seine globale Präsenz und sein Team, vor allem in der APAC-Region und dort unter anderem in Japan, Singapur und Südkorea, ausbauen. Seit der Serie-C-Finanzierung ist das weltweite Team um 85 Prozent gewachsen und soll bis Ende 2022 noch einmal um 50 Prozent zulegen. Überdies werden die Mittel auch genutzt, um die Expansion und Innovation in den Kernbranchen voranzutreiben.

Darüber hinaus will Scandit mithilfe der Finanzierung seine Forschung und Entwicklung beschleunigen und die Geschäftsprozesse von Unternehmen durch KI/ML-Funktionen sowie automatische Datenerfassungen weiter verbessern. Die Smart-Data-Capture-Plattform des Unternehmens soll Anwendern bessere und schnellere Entscheidungen ermöglichen und präzisere, automatische Resultate liefern – unabhängig davon, ob Smartphones, Wearables oder Roboter eingesetzt werden.

Unternehmenstransformation mit Smart-Data-Capture-Lösungen

Beschleunigt durch die Pandemie wachsen die Erwartungen von Mitarbeitern und Kunden weiter – sie wünschen sich vor allem mehr digitale Nutzererfahrungen. Zudem müssen Unternehmen sich mit Veränderungen in der Belegschaft durch den anhaltenden Arbeitskräftemangel und die neuen Arbeitsverhältnisse der Gig Economy auseinandersetzen und ihre Mitarbeiter besser bei der Arbeit unterstützen. Sie brauchen Lösungen, um Prozesse zu automatisieren, neue Erkenntnisse für Optimierungen zu gewinnen und die Effizienz zu steigern. Zugleich müssen Unternehmen ihren Kunden die gewünschten kontaktlosen Erfahrungen bieten.

Klassische Lösungen für die Datenerfassung, die zum Beispiel auf normale Barcode-Scanner setzen, sind dafür ungeeignet. Mit Scandit Smart Data Capture vermögen Unternehmen indes, diese neuen Anforderungen mit unübertroffener Geschwindigkeit, Genauigkeit und Intelligenz zu erfüllen – von der Ausstattung einer mobil arbeitenden Belegschaft mit digitalen Lösungen über effiziente Prozesse in Ladengeschäften bis hin zum Tracking von Produkten und Lieferungen sowie der Wartung von Anlagen. 

 „Die Smart-Data-Capture-Technologie von Scandit verändert die Art und Weise wie Unternehmen arbeiten und mit ihren Kunden in einer zunehmend digitalen Welt interagieren. Sie ist eng mit einigen der wichtigsten Trends unserer Zeit verknüpft, darunter die Ausstattung der Belegschaft mit digitalen Lösungen und die Schaffung von Transparenz entlang der Lieferkette“, erklärt Flavio Porciani, Managing Director von Warburg Pincus. „Scandit wird bereits von führenden Unternehmen aus den unterschiedlichsten Branchen und Nutzern auf der ganzen Welt eingesetzt. Wir sehen eine große Chance, diese Position als führenden Anbieter von Smart-Data-Capture-Lösungen zu festigen, und freuen uns über die Gelegenheit, mit dem Team von Scandit an der nächsten Phase einer ehrgeizigen Wachstumsstrategie zusammenzuarbeiten.“

Samuel Mueller, CEO von Scandit, ergänzt: „Indem wir unserer ursprünglichen Vision folgen, die Kamera auf smarten Endgeräten für die Interaktion mit physischen Objekten zu nutzen, verändern wir den Alltag von Kunden, Mitarbeitern und Unternehmen. Wir liefern ihnen bessere, personalisierte Erfahrungen und helfen, ihre Ambitionen bei der digitalen Transformation zu verwirklichen. Mit der neuen Finanzierung werden wir mehr Unternehmen weltweit und eine sich entwickelnde mobile Belegschaft noch besser unterstützen können, neue Kundenerwartungen erfüllen und Abläufe zunehmend automatisieren. Wir sind begeistert, Warburg Pincus als Partner für unsere nächste Wachstumsphase gewonnen zu haben. Warburg Pincus bringt ein tiefgehendes Verständnis unseres Geschäfts sowie von Wachstumsinvestitionen im Software-Bereich mit und hat langjährige Erfahrung bei der Unterstützung erfolgreicher Unternehmen.“

Ein Beispiel für die Innovationskraft von Scandit ist ShelfView, eine vor kurzem vorgestellte Lösung mit Smart Data Capture und Analytics für das Regalmanagement im Handel. Mithilfe von Augmented Reality, Objekterkennung, Zeichenerkennung und anderen innovativen Computer-Vision-Technologien erfasst ShelfView via mobilen Geräten und Robotern die Daten von Produkten auf SKU-Ebene. Dadurch erhalten Unternehmen durchgehend Sichtbarkeit über ihre Regale und können ihre Abläufe im Geschäft smarter und effizienter organisieren.

Weitere Informationen finden Sie hier

Quelle Scandit AG

Bosch setzt auf Qualifizierung statt Abbau von Beschäftigten

0

Frankfurt, 09. Feb (Reuters) – Der Stiftungskonzern Bosch will mit einer Milliarde Euro Ausgaben über die kommenden fünf Jahre die Umschulung von Beschäftigten vorantreiben. So viel habe der Konzern in den vergangenen fünf Jahren für Qualifizierungen ausgegeben, und so viel werde auch in den nächsten fünf Jahren gebraucht, erklärte Bosch-Personalchefin Filiz Albrecht am Dienstagabend bei einem Pressegespräch.

Den größten Veränderungsbedarf haben die rund 80.000 der gut 400.000 Bosch-Mitarbeiter, die von Verbrennertechnik abhängig sind. Bis Mitte des nächsten Jahrzehnts gehen in diesem Bereich die meisten Jobs in Europa verloren, während neue für Elektromobilität oder Fahrzeug-Software entstehen.

„Wir konzentrieren uns nicht nur auf Abbau“, sagte Albrecht. „Transformation bedeutet auch Aufbau und Veränderung von Kompetenzen.“ Mit Weiterbildung wolle Bosch Beschäftigte aus den schrumpfenden in wachsende Bereiche bringen.

Wo das Ausscheiden von Personal unvermeidlich sei, werde der demografische Wandel, also das Ausscheiden der Babyboomer in die Rente, genutzt.

Bosch

Der interne Jobwechsel komme in Fahrt, erklärte die Personalchefin. Über 2800 Menschen hätten sich so im vergangenen Jahr innerhalb der Firma verändert. Aber auch außerhalb seines eigenen Unternehmens bemühe sich Bosch, neue Stellen bei anderen Firmen zu finden. „Es geht uns um Beschäftigungssicherung“, betonte Albrecht.

Dazu hätten gut zwei Dutzend Unternehmen – mehrere Autozulieferer und zum Beispiel Deutsche Bahn, Deutsche Telekom oder Bayer und BASF – im September die „Allianz der Chancen“ https://allianz-der-chancen.de gegründet.

Das Firmennetzwerk soll Menschen direkt von Arbeit in Arbeit bringen, ohne Umweg über Jobverlust und Vermittlung der Bundesagentur für Arbeit. Die ersten 60 Bosch-Beschäftigten hätten so eine andere Stelle gefunden. Das sei erst der Anfang, ergänzte Albrecht.

Bosch setzt auf Qualifizierung statt Abbau von Beschäftigten

Copyright: (c) Copyright Thomson Reuters 2022

Titelfoto und Foto: Symbolfoto

Kennt Ihr schon unsere Marktentwicklungen?

Insider – EZB warnt Banken wegen Ukraine-Krise vor russischen Hackern

0

Frankfurt/London, 09. Feb (Reuters) – Die Europäische Zentralbank bereitet Insidern zufolge europäische Geldinstitute wegen der Ukraine-Krise auf ein wachsendes Risiko von Cyberangriffen aus Russland vor. Die Zentralbank habe die Finanzhäuser nach ihren Vorkehrungen gegen Hackerattacken befragt, sagte eine der mit den Vorgängen vertrauten Personen der Nachrichtenagentur Reuters. Die Banken würden Cyberangriffe simulieren, um ihre Abwehrbereitschaft zu testen.

Mit den wachsenden Spannungen zwischen der Moskauer Regierung und dem Westen habe sich der Fokus der EZB im Kampf gegen Internet-Sicherheitslücken speziell auf Hacker aus Russland verlagert. Die EZB lehnte eine Stellungnahme ab. Russland weist Vorwürfe zurück, etwas mit Hackerangriffen weltweit zu tun zu haben.

An der Grenze zur Ukraine hat Russland inzwischen mehr als 100.000 Soldaten stationiert, verwehrt sich aber gegen die Anschuldigung des Westens, eine Invasion vorzubereiten. Während sich mehrere Nato-Länder, darunter Deutschland, um eine diplomatische Lösung der Krise bemühen, wird Russland im Fall eines Einmarschs in die ehemalige Sowjetrepublik mit Wirtschaftssanktionen gedroht.

Dazu gehört auch ein Ausschluss des Landes aus dem internationalen Banken-Zahlungssystem Swift.Die USA beschuldigen Russland, Drahtzieher verschiedener Cyberangriffe in den vergangenen Jahren gewesen zu sein.

EZB

Bei solchen Attacken wurde schon vor Jahren die Infrastruktur in der Ukraine teilweise lahmgelegt. Vergangenes Jahr waren unter anderem US-Regierungsstellen Ziel von Angriffen, auch das dänische Finanzsystem war laut der dortigen Zentralbank betroffen. Der Chef der deutschen Finanzaufsicht BaFin, Mark Branson, betonte erst kürzlich, Cyber-Kriegsführung sei mit geopolitischen Entwicklungen verknüpft.

Die jüngsten Warnungen der EZB spiegeln die Besorgnis wider, die auch in anderen Teilen der Welt herrscht. So erhielten New Yorker Banken jüngst von den zuständigen Behörden die Meldung, dass bei einer russischen Invasion in der Ukraine und dadurch ausgelösten Sanktionen gegen Russland mit Vergeltungsschlägen in Form von Hackerangriffen zu rechnen sei. Das britische Zentrum für Internetsicherheit forderte große Organisationen auf, angesichts der wachsenden Spannungen in der Ukraine-Krise ihre Cyber-Abwehrfähigkeit zu stärken. 

Insider – EZB warnt Banken wegen Ukraine-Krise vor russischen Hackern

Copyright: (c) Copyright Thomson Reuters 2022

Titelfoto und Foto: Symbolfoto

Kennt Ihr schon unsere Marktentwicklungen?