Mittwoch, August 5, 2026
Start Blog Seite 335

Champions League: Frankfurt trotzt Neapel torloses Remis ab

0

Michael Zetterer (Archiv), via dts NachrichtenagenturNeapel (dts Nachrichtenagentur) – Die Eintracht Frankfurt hat am Dienstagabend in der Ligaphase der Champions League beim italienischen Meister SSC Neapel ein 0:0-Unentschieden erkämpft. In einer intensiven und weitgehend ausgeglichenen Partie überzeugten die Hessen vor allem durch eine stabile Defensive und einen starken Torhüter Michael Zetterer, der in der Schlussphase zweimal glänzend parierte.

Die Hausherren bestimmten über weite Strecken das Spielgeschehen, ohne daraus Kapital zu schlagen. Auf der Gegenseite blieb Frankfurt offensiv lange harmlos, einzig Jean-Matteo Bahoya prüfte in der Anfangsphase den neapolitanischen Schlussmann Milinkovic-Savic.

Nach der Pause kam die Eintracht mutiger aus der Kabine und hatte durch Ansgar Knauff die große Chance auf das 1:0, doch erneut rettete Milinkovic-Savic für Neapel. In einer hitzigen Schlussphase musste Zetterer dann mehrfach eingreifen – unter anderem parierte er stark gegen Eljif Elmas und Rasmus Höjlund. Trotz der intensiven Schlussminuten blieb es beim torlosen Remis.


Foto: Michael Zetterer (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Gewinnzahlen Eurojackpot vom Dienstag (04.11.2025)

0

Spielscheine für Eurojackpot und Lotto 6 aus 49, via dts NachrichtenagenturHelsinki (dts Nachrichtenagentur) – In der Dienstags-Ausspielung des Eurojackpots wurden am Abend die Gewinnzahlen gezogen.

Sie lauten 3, 21, 22, 33, 39, die beiden „Eurozahlen“ sind die 1 und die 9. Diese Angaben sind ohne Gewähr.

Die Gewinnwahrscheinlichkeit in der Gewinnklasse 1, also beim eigentlichen „Eurojackpot“, liegt bei 1:140 Millionen. Glücksspiel kann süchtig machen.

Der Eurojackpot wird seit 2012 gespielt, 19 Länder sind an der Lotterie beteiligt. Bei den Ziehungen am Dienstag und Freitag in Helsinki werden fünf Zahlen aus der Zahlenreihe 1 bis 50 gezogen und separat zwei von 12 Zahlen, die sogenannten „Eurozahlen“.


Foto: Spielscheine für Eurojackpot und Lotto 6 aus 49, via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Junge Union will Sozialbeiträge einfrieren

0

Seniorin (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Junge Union (JU) geht auf Konfrontationskurs zur schwarz-roten Bundesregierung und pocht auf geringere Sozialversicherungsbeiträge.

„Wir fordern für diese Legislaturperiode die Einführung eines Beitrags-Moratoriums. Beiträge sollen also nicht mehr steigen dürfen“, heißt im Leitantrag für den sogenannten „Deutschlandtag“ der Parteijugend, über den der „Politico“ berichtet. „Mittelfristig fordern wir eine Senkung der Beiträge auf maximal 40 Prozent des Bruttolohns.“

Im Antrag kritisiert die JU, die Bundesregierung versäume „sehenden Auges dringend notwendige strukturelle Reformen zur Stabilisierung der Beitragssätze“. Hohe Lohnnebenkosten würden das Wachstum bremsen.

„Die jetzige Regierung muss unsere sozialen Sicherungssysteme reformieren – sonst gehen Steuern und Sozialausgaben durch die Decke“, heißt es weiter. „Bisher fehlt auch der schwarz-roten Koalition der Mut zu konsolidierenden Reformen.“

Zur Sicherung des Generationenvertrags fordert die JU rasche Maßnahmen. „Um den Generationenvertrag zu sichern, haben wir jetzt die letzte Chance, echte Maßnahmen zu ergreifen.“ Gelinge dies der Koalition nicht, werde „weiteres Vertrauen der Menschen in die Reformfähigkeit des Staates sinken“.

Das Papier fordert zudem, Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas (SPD) die Zuständigkeit für die geplante Rentenkommission zu entziehen. Das Gremium müsse „Chefsache“ werden. „Mit klarem politischem Auftrag und strikter zeitlicher Begrenzung sollte sie als schlankes politisches Entscheidungsgremium spätestens im Januar 2026 vom Kanzleramt eingesetzt werden und bis Juni 2026 Ergebnisse vorlegen.“

Die JU verlangt außerdem eine Kopplung des Renteneintrittsalters an die Lebenserwartung ab 2031 „gemäß der 3:1-Regel“. Bei einem Anstieg der Lebenserwartung um ein Jahr solle die Regelaltersgrenze um neun Monate steigen. Eine Härtefallregelung soll Ausnahmen für gesundheitlich eingeschränkte Personen ermöglichen.

Weiter fordert die JU eine Verdoppelung der Abschläge bei vorzeitigem Rentenbeginn auf 0,6 Prozent pro Monat. In der Krankenversicherung spricht sie sich für „die Einführung eines moderaten Karenzzeitraums“ oder eine zeitlich begrenzte Absenkung der Lohnfortzahlung aus, um Fehlzeiten zu reduzieren und Missbrauch vorzubeugen.

Zudem plädiert die Nachwuchsorganisation für eine Pflicht-Absicherung gegen Pflege-Risiken. „Wir fordern deshalb die Einführung einer verpflichtenden privaten Pflegezusatzversicherung mit Opt-out-Möglichkeit.“

Zum Treffen am übernächsten Wochenende in Rust wird auch Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) erwartet. Die „Junge Gruppe“ in der Unionsfraktion hatte das Rentenpaket der Regierung zuletzt als in jetziger Form nicht zustimmungsfähig bezeichnet.


Foto: Seniorin (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Nvidia sieht deutsche Wirtschaft vor KI-Schub

0

Computer-Nutzerin (Archiv), via dts NachrichtenagenturSanta Clara (dts Nachrichtenagentur) – Nvidia-Chef Jensen Huang sieht Deutschland am Beginn einer neuen industriellen Revolution.

„Die deutsche Wirtschaft braucht einen Schub“, sagte Huang den Sendern RTL und ntv. „Künstliche Intelligenz könnte die Fähigkeit von Unternehmen und Fabriken verbessern, auch angesichts des Arbeitskräftemangels zu produzieren und ihr Wachstum voranzutreiben.“ So könne ein „nie dagewesenes Produktionsniveau“ erreicht werden. „Es ist der Beginn einer neuen industriellen Revolution.“

Der Chipkonzern baut zusammen mit der Deutschen Telekom für eine Milliarde Euro ein KI-Rechenzentrum in München. „Wir sind zuversichtlich, dass wir von hier aus expandieren werden“, so Huang. „Denn Deutschland ist eine der größten Volkswirtschaften der Welt, und jede Volkswirtschaft wird in Zukunft von künstlicher Intelligenz angetrieben.“

Der Bau des Rechenzentrums sei nur der erste Schritt. Daneben müsse in Deutschland die nötige technische Infrastruktur geschaffen werden, von der Unternehmen und Forscher profitieren könnten.


Foto: Computer-Nutzerin (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Wildberger nennt 5 Milliarden Euro als Ziel für Bürokratieabbau

0

Karsten Wildberger (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Digitalminister Karsten Wildberger (CDU) rechnet damit, dass der vom Regierungskabinett geplante Bürokratieabbau die Bürger und Unternehmen um mehrere Milliarden Euro entlasten wird. „Wenn es am Ende fünf Milliarden werden, bin ich zufrieden“, sagte Wildberger dem „Handelsblatt“ (Mittwochausgabe). „Dabei darf man nicht vergessen, dass andere Initiativen der Bundesregierung schon Einsparungen von drei Milliarden gebracht haben.“

Das sogenannte „Entlastungskabinett“ soll in seiner Sitzung am Mittwoch Wildberger zufolge acht Gesetze und mehrere Eckpunkte beschließen. Große Hoffnungen setzt der CDU-Politiker dabei auch auf den Einsatz von Künstlicher Intelligenz, etwa in Genehmigungs- und Verwaltungsprozessen. „Gleichzeitig wollen wir uns in Europa stärker einbringen, um neue Bürokratielasten zu reduzieren“, sagte Wildberger.

Parallel arbeitet Wildbergers Ministerium an der sogenannten digitalen Brieftasche. An dem Zeitplan, die Wallet bis Ende 2026 herauszubringen, hält der Minister fest. „Wenn es dann der 2. Januar 2027 wird, würde ich das auch noch durchgehen lassen“, sagte Wildberger. „Dann soll die Wallet marktreif sein.“ Zunächst sollen darin digitale Versionen von Personalausweis, Führerschein, Fahrzeugschein und Versicherungskarte enthalten sein.

Wildberger plädiert zudem dafür, dass die europäische Antwort auf technologische Souveränität nicht nur Regulierung sein dürfe. „Wir haben Schlüsseltechnologien zu lange anderen überlassen“, sagte er. Es sei jetzt Zeit, den Schalter voll umzulegen. „Dafür kämpfe ich mit aller Kraft.“


Foto: Karsten Wildberger (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Ex-Regierungssprecher hoffte lange auf Fortbestand der Ampel

0

Steffen Hebestreit (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Der ehemalige Regierungssprecher Steffen Hebestreit hat sich noch lange auf einen Fortbestand der Ampel-Regierung gewünscht.

„Ich habe noch relativ lange gehofft, gebangt, geglaubt, dass man doch die Kurve kriegen würde“, sagte Hebestreit den Sendern RTL und ntv am Dienstag mit Blick auf den Abend des 6. November des vergangenen Jahres, als die Ampel-Regierung zerbrochen ist. „Ich würde sagen, so gegen 18:30 Uhr verdichteten sich die Anzeichen, dass man da nicht mehr zusammenfinden würde.“

Hebestreit erinnert sich an die Situation vor rund einem Jahr. „Sieben Milliarden Euro mussten noch gefunden werden und es gab verschiedene Ideen, um das zu Stande zu bringen, aber es war dann irgendwann klar, dass nicht alle drei Partner bereit waren, diesen Weg zu gehen. Und dann wars vorbei“, so Hebestreit.


Foto: Steffen Hebestreit (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Dax lässt nach – Kursrutsch bei Fresenius Medical Care

0

Frankfurter Börse, via dts NachrichtenagenturFrankfurt/Main (dts Nachrichtenagentur) – Am Dienstag hat der Dax nachgelassen. Zum Xetra-Handelsschluss wurde der Index mit 23.949 Punkten berechnet, ein Minus in Höhe von 0,8 Prozent im Vergleich zum Vortagesschluss. Nach einem schwächeren Start am Morgen konnte sich der Dax im Tagesverlauf etwas erholen, blieb jedoch bis zum Handelsschluss unter dem Niveau des Vortages.

„An der Marke von 24.000 Punkten im Dax hält sich weiterhin die Waage zwischen Bullen und Bären“, kommentierte Christine Romar, Head of Europe von CMC Markets. „Darüber steigt bei jedem noch so kleinen Impuls die Bereitschaft zu Gewinnmitnahmen, darunter sorgten Schnäppchenjäger zuletzt oft für eine schnelle Rückkehr über die psychologische Barriere. Ihre Geduld wird allerdings mit jedem Rücksetzer auf die Probe gestellt, und es ist nur eine Frage der Zeit, bis sie auf ein tieferes Niveau für den Einstieg warten wollen“, erklärte die Analystin.

Es sei müßig, „nach den entsprechenden Nachrichten zu suchen, wenn heißgelaufene Aktienkurse einfach auch mal korrigiert werden“, so Romar. „Sicherlich spielen die handelspolitischen Spannungen zwischen den USA und China weiterhin eine Rolle, wobei Europa immer wieder zwischen die Fronten gerät. Der Streit um den niederländischen Chiphersteller und Tochter des chinesischen Wingtech-Konzerns Nexperia hat mit der Warnung Pekings vor einer staatlichen Einmischung neue Nahrung erhalten. Die drohenden Lieferengpässe für die deutsche Automobilindustrie sind da nur die eine Seite der Medaille.“ Der Konflikt zeige auch, wie viel Eskalationspotenzial im globalen Handel mit Chips, Seltenen Erden und vielen anderen Produkten bestehe, wenn in den Freihandel durch Zölle, Strafzölle und Exportbeschränkungen Sand ins Getriebe komme.

Bis kurz vor Handelsschluss standen die Papiere von Beierdorf, der Commerzbank und von Henkel. Am Tabellenende fanden sich nach einem Kursrutsch die Aktien von Fresenius Medical Care. Der Dialyse-Spezialist konnte zwar seinen Gewinn kräftig steigern, kämpft jedoch mit Herausforderungen im US-Markt.

Unterdessen stieg der Gaspreis: Eine Megawattstunde (MWh) Gas zur Lieferung im Dezember kostete 33 Euro und damit drei Prozent mehr als am Vortag. Das impliziert einen Verbraucherpreis von mindestens rund acht bis zehn Cent pro Kilowattstunde (kWh) inklusive Nebenkosten und Steuern, sollte das Preisniveau dauerhaft so bleiben.

Der Ölpreis sank hingegen: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Dienstagnachmittag gegen 17 Uhr deutscher Zeit 64,48 US-Dollar, das waren 41 Cent oder 0,6 Prozent weniger als am Schluss des vorherigen Handelstags.

Die europäische Gemeinschaftswährung war am Dienstagnachmittag schwächer: Ein Euro kostete 1,1493 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8701 Euro zu haben.


Foto: Frankfurter Börse, via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Bundesregierung bietet Afghanen Geld für Verfahrensausstieg

0

Grenzschild Bundesrepublik Deutschland (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Bundesregierung bietet Afghanen mit einer Aufnahmezusage für Deutschland Geld und Sachleistungen im Gegenzug für ein Ausscheiden aus dem Aufnahmeverfahren. Das geht aus einer E-Mail der sogenannten AFG-PAK Taskforce der staatlichen deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) hervor, über die die Zeitungen des „Redaktionsnetzwerks Deutschland“ (Mittwochausgaben) berichten. Darin wird den meist in Pakistan auf die Ausreise wartenden Personen eine Frist für eine Entscheidung bis zum 17. November gesetzt. Betroffene zeigten sich entsetzt.

Die Bundesregierung habe beschlossen, freiwillige Aufnahmeprogramme für gefährdete Afghanen zu beenden, heißt es in der Mail der GIZ an die Betroffenen. „Die aktuelle Lage in Pakistan setzt der abschließenden Prüfung eine zeitliche Grenze. Die hiesigen Verfahren müssen bis Jahresende 2025 vollständig abgeschlossen sein. Leider ist nicht garantiert, dass alle Verfahren rechtzeitig abgeschlossen werden können“, heißt es in der Mail weiter. „In Anbetracht dieser aktuellen Situation bietet das Bundesministerium des Innern Ihnen Unterstützungsoptionen an, sollten Sie sich entscheiden, das Aufnahmeverfahren zu verlassen.“

Dabei geht es um finanzielle Unterstützung vor der Ausreise aus Pakistan und eine Starthilfe für die Zeit nach der Rückkehr nach Afghanistan. In zwei Fällen lag die Gesamtsumme den Zeitungen zufolge jeweils im niedrigen fünfstelligen Bereich. Zusätzlich werden Sachleistungen angeboten, beispielsweise Hilfe bei der Ausreise aus Pakistan. Nach der Ankunft in Afghanistan sollen Betroffene bei Unterkunft, Verpflegung sowie medizinischer und psychosozialer Versorgung drei Monate lang unterstützt werden.

„Mit Inanspruchnahme dieser Maßnahmen erklären Sie, dass Sie und Ihre gemeldeten Familienangehörigen aus dem Verfahren ausscheiden und auf die weitere Bearbeitung ihres Vorgangs verzichten“, heißt es in der Mail weiter. „Eine spätere Wiederaufnahme in das Verfahren ist ausgeschlossen.“

Der Bremer Anwalt Farhad Bahlol, der rund zwei Dutzend auf die Ausreise wartende Afghanen vertritt, kritisierte das Angebot scharf. „Aus meiner Sicht ist es sittenwidrig“, sagte er dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“. „Ich würde davon abraten, es anzunehmen.“

Betroffen sind nach Angaben von Hilfsorganisationen rund 165 Fälle aus einem der Aufnahmeprogramme – mit Familien soll es sich um rund 660 Menschen handeln. Eine Afghanin sagte dem RND, der ihrer Familie von der Bundesregierung angebotene Betrag decke gerade einmal die bisherigen Kosten für Pässe und Visa. „Wir haben alles zurückgelassen, in der Hoffnung, in einem sicheren Land leben zu können. Ich habe Kabul verlassen, weil ich dort in Gefahr war“, sagte sie. „Ich weiß nicht, was ich jetzt tun soll.“

Scharfe Kritik kam auch von der Hilfsorganisation Medico International. „Menschenrechte sind nicht verkäuflich, doch die Bundesregierung tut so, als ob sie einen Warenpreis wie im Supermarkt hätten“, sagte Geschäftsführer Tsafrir Cohen den Zeitungen. Mit dem Schreiben nutze die Bundesregierung die „desaströse humanitäre wie finanzielle Situation“ der Antragsteller „schamlos“ aus.

Die Betroffenen hätten nach einem langwierigen Prüfverfahren eine Aufnahmezusage erhalten, weil die Bundesregierung sie als gefährdet eingestuft habe, sagte Cohen. „Und genau deswegen benötigen sie sofortigen Schutz, die ihnen die Bundesregierung mit einer Aufnahmezusage für Deutschland zugesichert hatte. Das Leben der Menschen und ihre unveräußerlichen Menschenrechte gehören zu keinem Monopoly-Spiel.“


Foto: Grenzschild Bundesrepublik Deutschland (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Behörden: Syrer unter Terrorverdacht war "unbeschriebenes Blatt"

0

Polizeiauto (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Der am vergangenen Samstag in Berlin festgenommenen terrorverdächtigen Syrer galt bei den Behörden bislang als unverdächtig. Er ist im Dezember 2023 nach Deutschland eingereist und erhielt im September 2024 subsidiären Schutz, berichtet die „Welt“ (Mittwochausgabe).

Das Asylverfahren verlief nach Angaben aus Sicherheitskreisen „völlig normal“. Bei den Befragungen seien auch gezielte Fragen gestellt worden, um mögliche Radikalisierungstendenzen zu erkennen, jedoch ohne Ergebnis. „Er war ein unbeschriebenes Blatt“, sagte ein hochrangiger Sicherheitsbeamter der Zeitung. Der Syrer habe sich in Deutschland unauffällig verhalten und sei bislang nicht strafrechtlich in Erscheinung getreten.

Nach Einschätzung der Ermittler gibt es auch keine Hinweise darauf, dass der Syrer seine Identität absichtlich verschleiern wollte. Die Asylakte zeigt zwar, dass der Syrer unter mehreren leicht abweichenden Aliasnamen geführt wurde. In den Dokumenten finden sich zudem unterschiedliche Geburtsdaten – eines aus dem Januar 2004 und eines aus dem März 2003 sowie verschiedene Geburtsorte, darunter Aleppo und Idlib. Die Unterschiede sind den Ermittlern zufolge jedoch vermutlich auf Übersetzungs- oder Transkriptionsfehler bei der Erfassung zurückzuführen – ein Phänomen, das bei arabischen Namensformen häufig vorkommt.


Foto: Polizeiauto (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

UNEP: Erde auf gefährlichem Erhitzungspfad von 2,8 Grad Celsius

0

Hochwasser-Absperrung (Archiv), via dts NachrichtenagenturNairobi (dts Nachrichtenagentur) – Die Erde steuert aktuell auf 2,8 Grad Celsius Erderhitzung zu. Das ist das Ergebnis eines am Dienstag veröffentlichten Berichts des Umweltprogramms der Vereinten Nationen (UNEP). Bei der Verabschiedung des Pariser Klimaabkommens 2015 war die Erde noch auf einem Pfad von bis zu 3,5-Grad Erhitzung. Das laut Internationalem Gerichtshof vorrangige Klimaziel, die Erderhitzung auf 1,5 Grad Celsius zu begrenzen, bleibt weit entfernt.

Das UN-Programm analysierte für den Bericht die neuen Klimaschutzzusagen (NDCs), die nach dem Pariser Klimaabkommen bis zum 30. September fällig waren. Die EU hat es im Streit um das Klimazwischenziel für 2040 verpasst, stellvertretend für die EU-Mitgliedsstaaten rechtzeitig Klimaschutzzusagen einzureichen.

Die UN-Analyse unter dem Titel „Off Target“ kommt zu dem Ergebnis, dass die Prognosen für die globale Erwärmung in diesem Jahrhundert bei vollständiger Umsetzung der Klimaschutzzusagen nun bei 2,3 bis 2,5 Grad Celsius liegen, verglichen mit 2,6 bis 2,8 Grad Celsius im Bericht des letzten Jahres. Die Umsetzung der derzeitigen Politik allein würde zu einer Erhitzung von bis zu 2,8 Grad Celsius führen, verglichen mit 3,1 Grad Celsius im letzten Jahr.

2024 sind die Emissionen um 2,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 57,7 Gigatonnen CO2-Äquivalente gestiegen. Die Einhaltung des Pariser Abkommens erfordert jedoch eine rasche Verringerung der Treibhausgasemissionen: Die Emissionen im Jahr 2030 müssten gegenüber 2019 um 40 Prozent sinken, um das 1,5-Grad-Ziel zu erreichen – und dafür bleiben nur noch fünf Jahre Zeit. Die vollständige Umsetzung aller NDCs würde die erwarteten globalen Emissionen im Jahr 2035 um etwa 15 Prozent gegenüber dem Niveau von 2019 senken. Diese Reduktionen liegen weit unter den 55 Prozent, die im Jahr 2035 erforderlich sind, um einen 1,5-Grad-Pfad einzuhalten.

„Wissenschaftler sagen uns, dass ein vorübergehender Anstieg über 1,5 Grad nun unvermeidlich ist – spätestens ab Anfang der 2030er Jahre. Und der Weg in eine lebenswerte Zukunft wird von Tag zu Tag steiler“, sagte UN-Generalsekretär António Guterres in seiner Botschaft zu dem Bericht. „Das ist jedoch kein Grund, aufzugeben. Es ist ein Grund, uns noch mehr anzustrengen und schneller voranzukommen. 1,5 Grad bis zum Ende des Jahrhunderts bleiben unser Leitstern. Und die Wissenschaft ist sich einig: Dieses Ziel ist noch immer erreichbar. Aber nur, wenn wir unsere Ambitionen deutlich steigern.“

Bewährte Lösungen gebe es bereits. „Vom raschen Wachstum billiger erneuerbarer Energien bis zur Bekämpfung von Methanemissionen wissen wir, was zu tun ist“, erklärte Guterres. „Jetzt ist es an der Zeit, dass die Länder alles geben und mit ehrgeizigen Klimaschutzmaßnahmen in ihre Zukunft investieren – Maßnahmen, die zu schnellerem Wirtschaftswachstum, einer besseren Gesundheit der Menschen, mehr Arbeitsplätzen, Energiesicherheit und Widerstandsfähigkeit führen.“


Foto: Hochwasser-Absperrung (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts