Sonntag, November 8, 2026
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Lottozahlen vom Samstag (13.12.2025)

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Spielschein für Lotto 6 aus 49, via dts NachrichtenagenturSaarbrücken (dts Nachrichtenagentur) – In der Samstags-Ausspielung von „6 aus 49“ des Deutschen Lotto- und Totoblocks wurden am Abend die Lottozahlen gezogen. Sie lauten 6, 11, 21, 32, 37, 45, die Superzahl ist die 3. Der Gewinnzahlenblock im „Spiel77“ lautet 5543600. Im Spiel „Super 6“ wurde der Zahlenblock 672792 gezogen. Diese Angaben sind ohne Gewähr.

Der Deutsche Lotto- und Totoblock teilte mit, dass die Chance, sechs Richtige und die Superzahl zu tippen, bei etwa 1 zu 140 Millionen liege und warnte davor, dass Glücksspiel süchtig machen könne.

Im Jackpot liegen in dieser Woche 29 Millionen Euro.


Foto: Spielschein für Lotto 6 aus 49, via dts Nachrichtenagentur

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Dobrindt: Wahlergebnis für Söder kein Denkzettel

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Markus Söder und Alexander Dobrindt (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Das vergleichsweise schlechte Wahlergebnis von 83,6 Prozent für CSU-Chef Markus Söder auf dem Parteitag in München ist nach Ansicht von Bundesinnenminister Alexander Dobrindt kein Denkzettel für den Vorsitzenden.

Danach gefragt sagte Dobrindt der „Rheinischen Post“: „Nein, das ist ein gutes Wahlergebnis. Das ist ein Wahlergebnis, das auch mal ein paar Prozente mehr, ein paar Prozente weniger sein kann. Nichts, worüber man sich weiter Gedanken machen muss.“

Der CSU-Politiker betonte weiter: „Die Stimmung in der Partei ist gut.“ Söder habe eine herausragende Rede gehalten durch seine politischen Einordnungen hinsichtlich dessen, was in Deutschland vorangebracht werden müsse und durch die Beschreibung der internationalen Herausforderungen. „Von daher: Die CSU ist exzellent aufgestellt mit Markus Söder“, betonte Dobrindt.

Tatsächlich gab es in der gesamten CSU-Geschichte nur drei schlechtere Ergebnisse für Parteivorsitzende, die ohne Kampfabstimmung gewählt wurden. Hans Ehard erhielt 1951 79,1 Prozent, Franz Josef Strauß 1983 77,1 Prozent und Josef Müller 1947 61,6 Prozent. Selbst Horst Seehofer bekam 2017 – da war er schon angezählt – mit 83,7 Prozent noch ein minimal besseres Ergebnis als Söder an diesem Freitag.


Foto: Markus Söder und Alexander Dobrindt (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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1. Bundesliga: Wolfsburg gewinnt in Gladbach

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Patrick Wimmer (Archiv), via dts NachrichtenagenturMönchengladbach (dts Nachrichtenagentur) – Am 14. Spieltag in der Fußball-Bundesliga hat der VfL Wolfsburg bei Borussia Mönchengladbach mit 3:1 gewonnen und damit etwas Abstand auf die Abstiegsränge bekommen. In der Tabelle gehen die Niedersachsen hoch auf Rang 13, Gladbach fällt auf Position 11.

Die Gäste traten von Beginn an äußerst dominant auf und setzten die Fohlen früh unter Druck. Bereits mit dem ersten Torschuss ging Wolfsburg in Führung: Nach einem Flugball von Lovro Majer nahm Patrick Wimmer die Kugel im Strafraum an, setzte sich gegen seinen Gegenspieler durch und traf aus kurzer Distanz wuchtig zur frühen Führung (4. Minute).

Auch danach blieben die Niedersachsen spielbestimmend, während Gladbach große Probleme im Spielaufbau hatte. Erst nach rund 20 Minuten kamen die Hausherren besser in die Partie und glichen etwas überraschend aus. Eine scharfe Flanke von Gio Reyna verlängerte Wolfsburgs Koulierakis unglücklich per Hinterkopf ins eigene Tor (22.). Die Hoffnung der Borussia währte jedoch nur kurz. Wolfsburg ließ sich nicht beeindrucken und schlug prompt zurück: Nach einer unzureichend geklärten Flanke landete der Ball bei Mohamed Amoura, der aus zentraler Position eiskalt zum 2:1 vollstreckte (30.).

Die Unsicherheit in der Gladbacher Defensive nutzten die Gäste weiter gnadenlos aus. Nach einem kapitalen Aufbaufehler der Hausherren drang Eriksen über rechts in den Strafraum ein und legte quer auf Wimmer, der aus kurzer Distanz seinen Doppelpack schnürte und den Halbzeitstand von 3:1 herstellte (34.). Mit diesem Ergebnis ging es in die Pause, Wolfsburg hätte zu diesem Zeitpunkt sogar noch höher führen können.

Auch nach dem Seitenwechsel präsentierte sich der VfL reifer und strukturierter. Mönchengladbach fand kaum Mittel, um dauerhaft Druck zu erzeugen, während Wolfsburg immer wieder gefährlich umschaltete. Mehrere weitere Treffer der Gäste wurden wegen Abseitsstellungen nach VAR-Überprüfung aberkannt, unter anderem ein vermeintliches Tor von Majer. Auf der anderen Seite scheiterte Gladbachs Engelhardt mit der besten Chance der zweiten Halbzeit am Pfosten (80.).

In der Schlussphase bemühten sich die Fohlen zwar um Ergebniskosmetik, doch zwingend wurde es nur selten. Ein möglicher Anschlusstreffer nach einem Abstauber von Tabaković zählte ebenfalls nicht. So blieb es beim verdienten 3:1-Auswärtssieg für Wolfsburg, das mit einer konzentrierten und effizienten Leistung die Serie der zuletzt formstarken Gladbacher beendete.

Die weiteren Ergebnisse vom Samstagnachmittag: Eintracht Frankfurt – FC Augsburg 1:0, St. Pauli – Heidenheim 2:1, Hoffenheim – Hamburger SV 4:1.


Foto: Patrick Wimmer (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Weißrussland begnadigt 123 ausländische Gefangene

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Weißrussland (Archiv), via dts NachrichtenagenturMinsk (dts Nachrichtenagentur) – Weißrusslands Präsident Alexander Lukaschenko hat 123 ausländische Staatsangehörige begnadigt. Dies sei Teil einer mit US-Präsident Donald Trump getroffenen Vereinbarungen, meldete die staatliche weißrussische Nachrichtenagentur Belta am Samstag.

Im Gegenzug seien unter anderem verschiedene von der Regierung des ehemaligen US-Präsidenten Biden verhängte „illegale Sanktionen“ gegen die weißrussische Kaliindustrie aufgehoben worden, hieß es in dem Bericht weiter. Die Maßnahme solle eine „positive Dynamik in den Beziehungen von Weißrussland zu Partnerländern beschleunigen und zur Stabilisierung der Lage in der gesamten europäischen Region beitragen“.

Ende November waren bereits 33 weitere Personen begnadigt worden, insgesamt seien es damit nun 156. Darunter befinden sich Staatsbürger des Vereinigten Königreichs, der Vereinigten Staaten, Litauens, der Ukraine, Lettlands, Australiens und Japans, wie es in dem Bericht weiter hieß. Sie seien nach weißrussischem Recht wegen verschiedener „Verbrechen, darunter Spionage, Terrorismus und extremistische Aktivitäten“, verurteilt worden.


Foto: Weißrussland (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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2. Bundesliga: Magdeburg und Kiel unentschieden

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1. FC Magdeburg - Holstein Kiel am 13.12.2025, via dts NachrichtenagenturMagdeburg (dts Nachrichtenagentur) – Am 16. Spieltag in der 2. Fußball-Bundesliga haben sich der 1. FC Magdeburg und Holstein Kiel in ihrem Kellerduell 3:3 unentschieden getrennt.

Richtig los ging es erst kurz vor der Halbzeitpause: David Zec brachte die Gäste aus Kiel in der 43. Minute in Führung, doch dann kam noch in der Nachspielzeit der Ausgleich durch Magdeburgs Noah Pesch (45.+1), und dessen Teamkollege Baris Atik erhöhte sogar noch vor dem Pfiff zur Führung (45.+3) – die Partie war gedreht.

Im zweiten Durchgang war es dann wieder Kiels David Zec, der den Torreigen eröffnete (68. Minute), und zwar diesmal per Elfmeter, aber wieder konnte Magdeburg parieren und kam – ebenfalls durch Strafstoß – durch Mateusz Zukowski in der 84. Minute in Front. Erst in der Nachspielzeit kam der letztlich verdiente Ausgleichstreffer durch Kiels Steven Skzrybski (90.+2).

Außerdem spielten am Samstagnachmittag Karlsruhe – Paderborn 0:4 und Bielefeld – Kaiserslautern 0:0.


Foto: 1. FC Magdeburg – Holstein Kiel am 13.12.2025, via dts Nachrichtenagentur

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Ex-BA-Chef Weise soll Rentenkommission leiten

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Frank-Jürgen Weise (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Der langjährige Chef der Bundesagentur für Arbeit, Frank-Jürgen Weise, soll einer der beiden Vorsitzenden der Rentenkommission werden. Das berichtete „Bild“ am Samstagnachmittag unter Berufung auf CDU-Kreise.

Der 74-jährige Weise leitete von 2004 bis 2017 die Bundesagentur für Arbeit. Der Vorsitzende der Jungen Gruppe der Unionsfraktion, Pascal Reddig (CDU), 30 Jahre alt, soll einen der Vize-Posten in der Kommission bekommen.

Wie die „Bild“ aus Unions-Fraktionskreisen erfahren haben will, erhält Reddig, einer der „Renten-Rebellen“, die gegen das Rentenpaket der Regierung waren, seinen Posten nach Fürsprache von Fraktionschef Jens Spahn (CDU).

Insgesamt soll die Rentenkommission aus 13 Mitgliedern bestehen: zwei Vorsitzenden, drei Vizes aus den Reihen der Bundestagsabgeordneten sowie acht Wissenschaftlern. Die Kommission soll noch im Dezember ihre Arbeit beginnen – und bis Ende Juni 2026 Vorschläge für eine Rentenreform vorlegen.


Foto: Frank-Jürgen Weise (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Bericht: CSU schickt Florian Dorn in Rentenkommission

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Florian Dorn (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Die CSU will den Bundestagsabgeordneten Florian Dorn als stellvertretenden Vorsitzenden in die Rentenkommission schicken. Das meldet das Nachrichtenmagazin „Focus“ unter Berufung auf „führende Fraktionskreise“.

Demnach soll der CSU-Politiker auch zugestimmt haben. Dorn sitzt seit 2025 im Bundestag. Er ist Volkswirt sowie Finanz- und Wirtschaftsforscher und gilt in der Fraktion als Rentenexperte. Der Ökonom arbeitete mehrere Jahre als persönlicher Referent des Präsidenten des Ifo-Instituts, Clemens Fuest. Der 39-Jährige trat 2007 in die Junge Union ein und soll in der Nachwuchsorganisation tief verwurzelt sein.

Dem Vernehmen nach soll Dorn ein Kompromisskandidat sein, da er nicht Mitglied der Jungen Gruppe, gleichwohl aber JU-nah ist. Nach dem innerparteilichen Streit um das Rentenpaket hatte die Unionsführung den jungen Abgeordneten ein Mitspracherecht versprochen.

Noch in diesem Jahr will die Bundesregierung die Rentenkommission einsetzen. Sie soll aus 13 Mitgliedern bestehen. An der Spitze sollen zwei Vorsitzende stehen, die je vom Kanzleramt und vom Bundesarbeitsministerium benannt werden. Zudem gibt es drei Vizevorsitzende – jeweils entsendet von der SPD, CDU und CSU. Darüber hinaus sollen acht Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler Mitglied werden.


Foto: Florian Dorn (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Merz verteidigt auf CSU-Parteitag Koalition mit SPD

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Friedrich Merz am 13.12.2025, via dts NachrichtenagenturMünchen (dts Nachrichtenagentur) – Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat auf dem CSU-Parteitag die aktuelle Regierungskoalition mit der SPD verteidigt. Das „Haus Bundesrepublik“ sei zwar stabil, aber es müsse „von Grund auf modernisiert und saniert werden“, sagte der Kanzler am Samstag in München. „Wir werden das mit diesen Sozialdemokraten machen, und wir werden es auch mit diesen Sozialdemokraten, wir mit denen und die mit uns, hinbekommen“, so Merz.

Wichtig sei nicht, ob es der Regierung gelinge, die Haltelinie in der deutschen Rentenversicherung „für ein Jahr weniger oder ein Jahr länger“ zu halten, stattdessen gehe es darum, Freiheit, Frieden, Rechtsstaat oder Liberalität zu verteidigen. „Und dafür müssen wir kämpfen“, sagte Merz. Es gebe auf der Welt derzeit eine tektonische Verschiebung der Machtzentren. Deutschland müsse hier nun stärker seine eigenen Interessen vertreten.

Gleichzeitig forderte der Kanzler auf dem CSU-Parteitag weniger EU-Regulierung, niedrigere Steuern und weniger Bürokratie. Am Ende dieser Wahlperiode werde Deutschland so digital und modern sein, „wie wir es nie in kürzester Zeit in Deutschland geschafft haben“, sagte Merz.


Foto: Friedrich Merz am 13.12.2025, via dts Nachrichtenagentur

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Commerzbank sieht in Übernahme durch Unicredit "keinen Sinn"

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Commerzbank-Tower (Archiv), via dts NachrichtenagenturFrankfurt/Main (dts Nachrichtenagentur) – Die Vorstandsvorsitzende der Commerzbank, Bettina Orlopp, hält eine Übernahme durch die italienische Großbank Unicredit derzeit für wenig wahrscheinlich. „Eine Transaktion ist kein Selbstzweck, sie muss für Aktionäre, Kunden und Mitarbeitende Sinn ergeben und Wert schaffen. Das sehen wir auf dem aktuellen Bewertungsniveau nicht“, sagte Orlopp der „Welt am Sonntag“.

Unicredit könnte allenfalls mit potenziell hohen Synergien argumentieren, aber die seien „wegen Überlappungen im Geschäft und hohen Risiken bei der Umsetzung fragwürdig.“ Für die italienische Großbank sei ein gesichtswahrender Ausstieg möglich: „Das Engagement bei uns hat sich wegen der hohen Kursgewinne sehr gelohnt. Und technisch könnte Unicredit genauso kursschonend gehen, wie sie gekommen sind“, sagte die Commerzbank-Chefin.

Die aktuelle Situation könne nicht von Dauer sein: „Wir können aus einer Position der Stärke agieren, den aktuellen Zustand beenden können wir aber nicht. Der Ball liegt bei Unicredit“, sagte Orlopp.

Sollte irgendwann ein Angebot vorliegen, werde der Vorstand der Bank dieses selbstverständlich prüfen. „Aber wer durch eine Tür gehen will, muss den ersten Schritt machen. Das hat Unicredit bisher nicht getan“, sagte die Bankchefin. Der Dialog mit der italienischen Bank und ihrem Chef Andrea Orcel bewege sich im Rahmen normaler Investorengespräche: „Wie mit allen unseren Investoren sprechen wir regelmäßig mit ihm. Manchmal ist Herr Orcel bei diesen Gesprächen dabei, manchmal nicht“, sagte Orlopp.

Bei der Umsetzung ihrer Strategie bewege sich die Commerzbank weiter im Plan. Die Ziele seien realistisch und würden auch nicht durch die schwache deutsche Konjuntkur gefährdet. „Unsere Wachstumsannahmen sind sicher ambitioniert, unsere makroökonomischen Kalkulationen sind aber sehr konservativ“, sagte Orlopp. In einigen Branchen – etwa bei Autozulieferern, im Maschinenbau und in der Chemie – agiere die Bank bei der Kreditvergabe „bedachter.“ Sie kalkuliere aber „weiterhin mit einer konservativen Risikovorsorge.“ Das gelte auch für private Immobilienkredite, „bei denen wir wegen der immer noch niedrigen Arbeitslosigkeit aber kaum Ausfälle sehen“.


Foto: Commerzbank-Tower (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Studie: Eine Million Humanoide bis 2030 allein in China und USA

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Roboter (Archiv), via dts NachrichtenagenturStuttgart (dts Nachrichtenagentur) – Humanoide Roboter stehen kurz vor dem industriellen Durchbruch. Bereits 2026 soll die Serienproduktion erster Modelle starten, so eine Analyse der Managementberatung Horváth, über die der „Spiegel“ berichtet.

China und die USA geben demnach das Tempo vor. Bis 2030 rechnen die Studienautoren allein in den beiden Ländern mit dem Einsatz von rund einer Million Humanoiden. „Bereits in drei Jahren werden humanoide Roboter Aufgaben in Logistik und Produktion zuverlässig übernehmen können“, sagt Horváth-Partner Andreas Brauchle.

Voraussichtlich ab 2035 könnten die Roboter auch im Haushalt oder in der Alten- und Krankenpflege eingesetzt werden. Bei einem Preis von rund 55.000 US-Dollar pro Stück würden sie etwa 3,5-mal so effizient arbeiten wie Menschen. Bis 2050 könnte der Markt für Humanoide allein in China und den USA insgesamt mehr als eine Billion Dollar wert sein, heißt es in der Studie.

Die Industrie ist allerdings bislang zurückhaltend: Von 76 Unternehmen aus dem Automobilsektor, die Horváth vor allem im deutschsprachigen Raum befragte, planen nur 30 substanzielle Investitionen in menschenähnliche Roboter. Horváth-Partner Brauchle hält das für falsch: „Ich rate allen Unternehmen, sich jetzt dringend mit dem Thema zu beschäftigen“, sagt er. „Gerade die deutsche Autoindustrie hat durch einen schnellen Einstieg in die neue Technologie die Chance, im internationalen Vergleich Wettbewerbsfähigkeit zurückzugewinnen.“

Wer heute nicht investiere, werde morgen nicht mehr mithalten können, sagte auch David Reger, Chef des deutschen Hoffnungsträgers Neura Robotics, dem „Spiegel“. Reger erwartet „massive Wettbewerbsnachteile“ für Unternehmen, die abwarten. Der Firmengründer nimmt an, dass sich die Branche noch schneller entwickeln wird als in der Horváth-Studie vorausgesagt. „Unser Ziel ist es, bis 2030 rund fünf Millionen kognitive und humanoide Roboter weltweit auszuliefern“, sagt er. „Europa darf jetzt nicht zaudern“, fordert Reger.

Für Deutschland hegt der Firmengründer besonders große Hoffnungen. Die Bundesrepublik habe alles, um eine Vorreiterrolle in der neuen Industrie einzunehmen: „Ingenieurskunst, Industriebasis, Produktions-Know-how, globale Marken“, sagt Reger, „was fehlt, ist Geschwindigkeit und Mut.“


Foto: Roboter (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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