Dienstag, September 22, 2026
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Völkerrechtler: Regime change für USA auch in Europa denkbar

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Weißes Haus (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Die neue US-Sicherheitsstrategie könnte die Bundesregierung nach Einschätzung des Berliner Völkerrechtlers Helmut Aust in diesem Jahr weiter beschäftigen.

„Deutschland und Europa werden 2026 einen Umgang mit der Sicherheitsstrategie der USA finden müssen“, sagte er der „Rheinischen Post“. „Daraus geht hervor, dass regime change – ein von außen erzwungener Regierungswechsel – von der US-Regierung als probates Mittel auch für Europa betrachtet wird.“

Er ergänzte: „Das machen Formulierungen deutlich, wonach Europa sich im zivilisatorischen Niedergang befinde und die patriotischen Kräfte gefördert werden müssten. Diese aggressive Form der Parteinahme aus den USA sollte sich Deutschland nicht gefallen lassen.“

Dem Strategiepapier zufolge will US-Präsident Donald Trump die Monroe-Doktrin wiederbeleben, die früher zur Begründung von US-Interventionen in Lateinamerika genommen wurde.


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Dax bleibt am Mittag im Plus – Technologiewerte gefragt

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Frankfurter Börse, via dts NachrichtenagenturFrankfurt/Main (dts Nachrichtenagentur) – Der Dax hat sich am Freitag nach einem bereits positiven Start in den Handelstag bis zum Mittag im Plus gehalten. Gegen 12:30 Uhr wurde der Leitindex mit rund 24.540 Punkten berechnet, 0,2 Prozent über dem Schlussniveau des letzten Handelstags.

„Der Dax ist mit neuer Dynamik in das neue Handelsjahr gestartet“, sagte Marktanalyst Andreas Lipkow. „Auch wenn es sich heute um einen Brückentag an den europäischen Finanzmärkten handelt, sollte die Signalwirkung nicht unterschätzt werden. Dabei spielen die Kursrichtung als auch die gesuchten Branchen wichtige Rollen.“

„Für den Dax zeigt sich dies u.a. in den Aktien von MTU Aero, RWE und Airbus. Aber auch die Aktien von Siemens Energy, Volkswagen und Mercedes-Benz Group werden gesucht. Es scheint so, dass die Investoren auch in 2026 auf eine Konjunkturerholung in Deutschland setzen. Der deutsche als auch der EWU-Einkaufsmanagerindex spiegeln diese Annahme jedoch noch nicht wider. So blieben die Daten größtenteils hinter den Erwartungen zurück“, sagte Lipkow.

Die europäische Gemeinschaftswährung war am Freitagnachmittag schwächer: Ein Euro kostete 1,1717 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8535 Euro zu haben.

Der Goldpreis konnte deutlich profitieren, am Nachmittag wurden für eine Feinunze 4.399 US-Dollar gezahlt (+1,8 Prozent). Das entspricht einem Preis von 120,70 Euro pro Gramm.

Der Ölpreis sank unterdessen leicht: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Freitagnachmittag gegen 12 Uhr deutscher Zeit 60,80 US-Dollar, das waren 5 Cent oder 0,1 Prozent weniger als am Schluss des vorherigen Handelstags.


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Fahrradindustrie erleidet fünften Absatzrückgang in Folge

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Fahrräder (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Die krisengeplagte Fahrradindustrie kommt nicht in Tritt. „Die erhoffte Wende ist ausgeblieben. Die Absätze sind 2025 noch einmal gefallen“, sagte Burkhard Stork, Geschäftsführer des Zweirad-Industrie-Verbands (ZIV), dem „Handelsblatt“. Für einige Unternehmen sei die Liquiditätssituation noch immer angespannt. „Da könnten noch manche in Nöte geraten.“

Viele in der Branche hatten für 2025 auf die Wende gehofft. Im Jahr zuvor war die Zahl der verkauften Fahrräder zum vierten Mal in Folge um 2,5 Prozent auf 3,85 Millionen Stück gesunken. Das Umfeld ist weiter schwierig. „Wirtschaftliche Unsicherheiten, hohe Bürokratie und fehlende politische Impulse bremsen die Erholung, während hohe Lagerbestände weiterhin Druck erzeugen“, sagte Thomas Heckrath-Rose, Geschäftsführer bei Rose Bikes, dem „Handelsblatt“.

Von einer Illusion muss sich die Industrie wohl verabschieden: „Es war vielleicht etwas naiv von manchen, die sprunghaft gestiegene Nachfrage zu Beginn der Pandemie nicht für vorgezogene Käufe zu halten, sondern für den Sprung auf ein neues Niveau“, sagte Verbandschef Stork. Damals seien plötzlich fünf statt der im Durchschnitt üblichen vier Millionen Fahrräder verkauft worden. Viele in der Branche dachten, das sei das neue Normalniveau, von dem es weiter aufwärts geht. Stork sagte dazu: „Vielleicht lassen sich in Deutschland derzeit einfach nicht mehr als vier Millionen Fahrräder im Jahr verkaufen.“


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Füllkrug wechselt auf Leihbasis zum AC Mailand

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Niclas Füllkrug (Deutsche Nationalmannschaft) (Archiv), via dts NachrichtenagenturMailand (dts Nachrichtenagentur) – Der AC Mailand hat den deutschen Fußball-Nationalspieler Niclas Füllkrug bis zum Saisonende vom englischen Erstligisten West Ham United ausgeliehen. Das teilte die Serie A am Freitag mit.

Mailand sicherte sich zudem eine Kaufoption für Füllkrug. Ob der Torjäger bereits im Kader für das Spiel gegen Cagliari Calcio am Abend stehen würde, war zunächst unklar. In den letzten Tagen hatte Füllkrug bereits mit seiner neuen Mannschaft trainiert, nachdem er in der Premier League zuletzt kaum zum Einsatz gekommen war.

Füllkrug war im Sommer 2024 für 27 Millionen Euro von Borussia Dortmund zu West Ham United gewechselt, konnte dort jedoch nur drei Tore in 29 Pflichtspielen erzielen. Mit guten Leistungen in Mailand hofft er, sich für die kommende Weltmeisterschaft zu empfehlen. Bundestrainer Julian Nagelsmann hatte mehr Spielpraxis für den Stürmer gefordert.


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Dax startet positiv ins neue Börsenjahr

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Frankfurter Börse, via dts NachrichtenagenturFrankfurt/Main (dts Nachrichtenagentur) – Der Dax ist am Freitag positiv ins neue Handelsjahr gestartet. Gegen 9:30 Uhr wurde der Leitindex mit rund 24.595 Punkten berechnet, 0,4 Prozent über dem Schlussniveau des letzten Handelstags.

„In den USA ist das Börsenjahr 2025 an Silvester schwach zu Ende gegangen: Auf diese Verluste können die europäischen Indizes erst heute reagieren“, sagte Thomas Altmann von QC Partners.“ Dadurch, dass der erste Handelstag dieses Börsenjahres auf einen Freitag fällt, könnten die Umsätze auch heute noch niedrig bleiben, ehe dann nächste Woche wieder Normalität einkehrt.“

„Für den Dax beginnt heute ein herausforderndes Börsenjahr. Die Unternehmensgewinne sind im vergangenen Jahr zwar auf einen neuen Rekord geklettert. Gleichzeitig sind die Kurse allerdings deutlich stärker angestiegen als die Gewinne. Und so geht der deutsche Leitindex mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von 17,6 in das Jahr 2026. Beim Jahreswechsel 2024/2025 war das KGV mit 15,0 noch 2,6 Punkte billiger.“

„Die Zinsen werden zu Beginn des neuen Börsenjahres ein wichtiges Thema bleiben. Die Rendite 30-jähriger Bundesanleihen ist im Dezember auf ein 14-Jahres-Hoch geklettert. Ein weiterer Zinsanstieg hätte das Potenzial, Wirtschaft und Börsen im Jahr 2026 massiv auszubremsen.“

„In China ist der Einkaufsmanagerindex für den so wichtigen Industriesektor im Dezember erstmals seit März wieder über die Expansionsschwelle von 50 geklettert. Diese noch im alten Jahr veröffentlichte Zahl wird heute an der Börse in Hong Kong gefeiert“, sagte Altmann.

Die europäische Gemeinschaftswährung war am Freitagmorgen etwas schwächer: Ein Euro kostete 1,1737 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8520 Euro zu haben.

Der Goldpreis konnte deutlich profitieren, am Morgen wurden für eine Feinunze 4.385 US-Dollar gezahlt (+1,5 Prozent). Das entspricht einem Preis von 120,13 Euro pro Gramm.

Der Ölpreis stieg unterdessen: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Freitagmorgen gegen 9 Uhr deutscher Zeit 61,33 US-Dollar, das waren 48 Cent oder 0,8 Prozent mehr als am Schluss des vorherigen Handelstags.


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AfD Sachsen-Anhalt will mehrere Ministerien und Behörden abschaffen

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Ulrich Siegmund (Archiv), via dts NachrichtenagenturMagdeburg (dts Nachrichtenagentur) – Der AfD-Spitzenkandidat zur Landtagswahl in Sachsen-Anhalt, Ulrich Siegmund, will im Fall einer Regierungsübernahme mehrere Ministerien und Behörden abschaffen.

„Die Landesregierung werden wir deutlich verschlanken“, sagte er dem „Spiegel“. Ein bis zwei Ministerien sollten „durch sinnvolle Zusammenlegungen“ wegfallen. Zudem wolle er bei den Behörden des Landes kürzen. Über die Landesenergieagentur, zuständig für Energieeffizienz und Ressourcenschonung, sagte er: „Braucht niemand.“

Zudem plant Siegmund laut eigenen Angaben, den öffentlich-rechtlichen Rundfunk durch höchstens zwei Sender zu ersetzen, denen Meinungsäußerungen aller Art verboten sein sollen. Dieser „Grundfunk“ dürfe dann „ausschließlich sachlich berichten“.

Schon zuvor hatte Siegmund radikale Pläne publik gemacht. So wolle er als Regierungschef die allgemeine Schulpflicht in ihrer bisherigen Form abschaffen und unter Migranten „die Spreu vom Weizen trennen“. Es gehe dabei nicht bloß um Sachsen-Anhalt: „Das große Ziel ist es, das ganze Land wieder vom Kopf auf die Füße zu stellen.“

Konkreter wurde Siegmund bislang nicht, dem „Spiegel“ sagte er: „Was wir im Detail genau anpacken werden, wird derzeit in den zuständigen Gremien unserer Partei beraten.“

Der 35-Jährige hat Chancen, erster Ministerpräsident seiner in Sachsen-Anhalt als gesichert rechtsextrem eingestuften Partei zu werden: In Umfragen liegt die AfD derzeit bei etwa 40 Prozent.


Foto: Ulrich Siegmund (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Kuntz beendet HSV-Vorstandstätigkeit aus persönlichen Gründen

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Stefan Kuntz (Archiv), via dts NachrichtenagenturHamburg (dts Nachrichtenagentur) – Stefan Kuntz hat seine Tätigkeit als Vorstand des Hamburger SV mit sofortiger Wirkung beendet.

Das teilte der Bundesligist am Freitag mit. Der 63-Jährige bat den Aufsichtsrat der HSV Fußball Management AG nach den Weihnachtsfeiertagen aus persönlichen familiären Gründen um eine Vertragsauflösung zum 31. Dezember 2025. Das Kontrollgremium entsprach seinem Wunsch.

Kuntz, der im Mai 2024 den Posten als Vorstand angetreten hatte und mit dem HSV 2025 in die Bundesliga aufstieg, erklärte, dass es manchmal wichtigere Dinge als Fußball gebe und dies nun bei ihm der Fall sei. Er bat um Verständnis und dankte dem HSV für die vergangenen anderthalb Jahre. Er wünsche den Teams und der Geschäftsstelle weiterhin das Beste.

Der Aufsichtsratsvorsitzende Michael Papenfuß dankte Kuntz im Namen des Kontrollgremiums für dessen Engagement und wünschte ihm für die persönliche Zukunft alles Gute. Er sagte, dass der Verein mit Vorstand Eric Huwer und einer starken zweiten Führungsebene gut aufgestellt sei. Der Fokus liege nun auf dem Trainingsstart und der Fortsetzung der Bundesliga-Saison sowie der aktuellen Transferperiode. Die Mannschaft beginnt am Freitag mit dem Auftakttraining für das Jahr 2026 und bereitet sich auf die kommenden Spiele vor.


Foto: Stefan Kuntz (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Erwerbstätigenzahl im Jahr 2025 fast unverändert

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Bauarbeiten an einer Gleisanlage (Archiv), via dts NachrichtenagenturWiesbaden (dts Nachrichtenagentur) – Im Jahresdurchschnitt 2025 waren rund 46,0 Millionen Menschen mit Arbeitsort in Deutschland (Inlandskonzept) erwerbstätig.

Nach einer ersten Schätzung des Statistischen Bundesamtes (Destatis) vom Freitag lag die jahresdurchschnittliche Zahl der Erwerbstätigen im Jahr 2025 damit geringfügig um 5.000 Personen (0,0 Prozent) unter dem Niveau des Vorjahres. Im Jahr 2024 hatte es so viele Erwerbstätige wie noch nie seit der deutschen Vereinigung im Jahr 1990 gegeben. Mit Ausnahme des Corona-Jahres 2020 war die Erwerbstätigenzahl seit 2006 durchgängig gewachsen.

Allerdings hatte der Anstieg seit Anfang 2024 deutlich an Dynamik verloren: Nach dem Rückgang zu Beginn der Coronakrise im Jahr 2020 um 325.000 Personen (-0,7 Prozent) war die Erwerbstätigenzahl 2021 zunächst leicht um 75.000 (+0,2 Prozent) und 2022 und 2023 insgesamt kräftig um 588.000 (+1,3 Prozent) beziehungsweise 306.000 Personen (+0,7 Prozent) gestiegen. Im Jahr 2024 betrug der Zuwachs nur noch 52.000 Personen (+0,1 Prozent). Im Laufe des Jahres 2025 wurde das Vorjahresniveau schließlich leicht unterschritten.

Ursächlich für diese Beschäftigungsentwicklung waren im Jahr 2025 die konjunkturelle Abkühlung auf dem Arbeitsmarkt und – wie bereits in den Vorjahren – die immer stärkeren Effekte des demografischen Wandels. Dieser hat zur Folge, dass für die aus dem Erwerbsleben ausscheidenden geburtenstarken Jahrgänge immer weniger junge Erwerbstätige nachrücken. Weiterhin stützend für den Arbeitsmarkt waren hingegen die Nettozuwanderung ausländischer Arbeitskräfte sowie eine gestiegene Erwerbsbeteiligung der inländischen Bevölkerung, die unter anderem auf höhere Erwerbsquoten von älteren Personen und Frauen zurückzuführen ist.

Im Jahr 2025 verhinderten ausschließlich die Beschäftigungsgewinne in den Dienstleistungsbereichen einen stärkeren Rückgang der Erwerbstätigenzahl. 75,9 Prozent aller Erwerbstätigen arbeiteten 2025 in den Dienstleistungsbereichen (2024: 75,6 Prozent). Die Zahl der dort Beschäftigten wuchs im Vorjahresvergleich um 164.000 (+0,5 Prozent) auf 34,9 Millionen Personen.

Innerhalb der Dienstleistungsbereiche entwickelte sich die Beschäftigung allerdings sehr unterschiedlich: Einen großen Zuwachs gab es wie in den Vorjahren im Bereich Öffentliche Dienstleister, Erziehung, Gesundheit mit +205.000 Personen (+1,7 Prozent), wobei der Gesundheitsbereich den größten Anteil an diesem Zuwachs hatte. Zunahmen gab es auch in den Bereichen Finanz- und Versicherungsdienstleistungen (+16.000 Personen; +1,5 Prozent) sowie bei den sonstigen Dienstleistungen (unter anderem Verbände und Interessenvertretungen) mit +26.000 Personen (+0,8 Prozent). Demgegenüber ging die Erwerbstätigenzahl bei den konjunkturempfindlichen Unternehmensdienstleistern, zu denen auch die Arbeitnehmerüberlassung zählt, weiter zurück (-64.000 Personen; -1,0 Prozent). Im Bereich Information und Kommunikation endete mit einem Rückgang um 10.000 Personen (-0,6 Prozent) der zuvor neun Jahre und auch über die Coronakrise hinweg anhaltende Beschäftigungsaufbau. Im Bereich Handel, Verkehr, Gastgewerbe sank die Zahl der Erwerbstätigen erneut leicht, und zwar um 15.000 Personen (-0,1 Prozent).

Außerhalb der Dienstleistungsbereiche nahm die Beschäftigung deutlich ab: Im Produzierenden Gewerbe (ohne Baugewerbe) sank die Erwerbstätigenzahl 2025 kräftig um 143.000 (-1,8 Prozent) auf 7,9 Millionen Personen. Im Baugewerbe ging die Beschäftigung um 23.000 Erwerbstätige (-0,9 Prozent) auf 2,6 Millionen zurück. Insgesamt arbeiteten 22,8 Prozent aller Erwerbstätigen im Jahr 2025 im Produzierenden Gewerbe (2024: 23,2 Prozent).

Die restlichen 1,2 Prozent der Erwerbstätigen arbeiteten im Bereich Land- und Forstwirtschaft, Fischerei. Dort waren 3.000 Personen weniger erwerbstätig als im Vorjahr, was einem Rückgang um 0,5 Prozent auf 562.000 Personen entspricht. Damit setzte sich der negative Trend der vergangenen Jahre fort.

Entscheidend für die nahezu auf Vorjahresniveau verharrende Erwerbstätigenzahl waren Anstiege bei der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung. Hierdurch konnten Verluste bei der Zahl der marginal Beschäftigten (geringfügig entlohnte und kurzfristig Beschäftigte sowie Personen in Arbeitsgelegenheiten) und der Selbstständigen ausgeglichen werden. Insgesamt wuchs die Zahl der Arbeitnehmer im Jahresdurchschnitt 2025 leicht um 33.000 (+0,1 Prozent) auf 42,3 Millionen Personen. Bei den Selbstständigen einschließlich mithelfender Familienangehöriger setzte sich im Jahr 2025 dagegen der nunmehr seit 2012 andauernde Abwärtstrend fort: Ihre Zahl sank gegenüber 2024 um 38.000 (-1,0 Prozent) auf 3,7 Millionen Personen.

Die Zahl der Erwerbslosen in Deutschland stieg nach vorläufigen Schätzungen auf Basis der Arbeitskräfteerhebung im Jahresdurchschnitt 2025 im Vergleich zum Vorjahr deutlich um 161.000 oder 10,8 Prozent auf 1,7 Millionen Personen. Die Zahl der aktiv am Arbeitsmarkt verfügbaren Erwerbspersonen, definiert als Summe der Erwerbstätigen und Erwerbslosen, stieg im gleichen Zeitraum um 156.000 Personen (+0,3 Prozent) auf 47,5 Millionen. Die Erwerbslosenquote, gemessen als Anteil der Erwerbslosen an der Zahl der Erwerbspersonen, stieg gegenüber dem Vorjahr von 3,1 Prozent auf 3,5 Prozent, so die Statistiker.


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CDU verschärft Ton gegenüber Özdemir

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Cem Özdemir (Archiv), via dts NachrichtenagenturStuttgart (dts Nachrichtenagentur) – Gut zwei Monate vor der baden-württembergischen Landtagswahl verschärft die CDU den Ton gegen den früheren Bundeslandwirtschaftsminister und grünen Kandidaten für das Amt des Ministerpräsidenten, Cem Özdemir, deutlich.

„Cem Özdemir ist ein gescheiterter Ampelminister, der aus dieser Zeit nichts vorzuweisen hat“, sagte Steffen Bilger, Parlamentsgeschäftsführer der Unionsfraktion im Bundestag und zugleich Vorsitzender des großen CDU-Bezirks Nordwürttemberg, dem „Tagesspiegel“ (Freitagsausgabe). „Und die Menschen merken, dass er im Wahlkampf ganz anders redet als früher und auch ganz anders als seine Partei.“

Obwohl die CDU in allen Umfragen klar vor der AfD und den Grünen führt, liegt Özdemir im direkten Vergleich mit dem christdemokratischen Spitzenkandidaten Manuel Hagel wiederum deutlich vorn, wenn es um die Frage geht, wer am 8. März Nachfolger des ersten grünen Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann werden soll.

Die nötige Erfahrung für das Amt, mit der der 60-jährige Özdemir gegen den 37-jährigen Hagel punkten will, könne auch sein Landeschef in der grün-schwarzen Koalition vorweisen, so Bilger. „Manuel Hagel hat als Fraktionsvorsitzender in den vergangenen Jahren maßgeblich dazu beigetragen, dass die Landesregierung konstruktiv und stabil zusammengearbeitet hat“, sagte er. „Baden-Württemberg braucht aber neuen Schwung an der Regierungsspitze, nachdem das Land zuletzt zu sehr von seiner Substanz gelebt hat.“


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Voigt mahnt schnellere Umsetzung politischer Vorhaben im Bund an

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Mario Voigt (Archiv), via dts NachrichtenagenturErfurt (dts Nachrichtenagentur) – Thüringens Ministerpräsident Mario Voigt (CDU) fordert von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) eine deutliche Verbesserung der Regierungsarbeit. „Wir müssen schneller besser liefern, um Vertrauen zurückzugewinnen“, sagte Voigt der „Welt“ (Freitagausgabe).

„Dauerstreit schadet – Einigkeit ist die Voraussetzung für Erfolg. Deshalb wünsche ich mir von der schwarz-roten Koalition im Bund für das Jahr 2026 mehr gemeinsame Linien und weniger öffentliche Reibung“, sagte der CDU-Politiker

„Wir müssen klarer sagen, was kurzfristig realistisch umsetzbar ist“, so Voigt weiter. „Gerade in Verantwortung ist es entscheidend, dass wir liefern. In der Regierung zählen Ergebnisse.“ Dass die Bundesregierung in Umfragen an Zuspruch verliere, liege „an zu viel öffentlichem Streit und an wachsender Ungeduld.“ Beides sei nachvollziehbar.

„2026 kann ein echtes Reformjahr werden, dafür braucht es Entscheidungen“, sagte Voigt. „Beispiel Rente: Nicht nur ich werbe dafür, dass für das künftige Renteneintrittsalter nicht mehr starr das Lebensalter ausschlaggebend sein soll, sondern die Zahl der Beitragsjahre.“

Wer früh in Ausbildung und Arbeit gehe und 45 Jahre einzahle, solle verlässlich eine gute Rente bekommen. Das sei eine Frage der Gerechtigkeit – gerade für Facharbeiter, Pflegekräfte oder Handwerker. Außerdem gehe es auch um mehr Zugang zur betrieblichen Altersvorsorge und bessere private Möglichkeiten, auch für junge Leute, die vorsorgen wollen.

„Aber wir müssen auch ehrlich sagen: Eine Vollkasko-Erwartung an den Staat überfordert auf Dauer unser gesamtes Land“, so Voigt. „Der Sozialstaat muss stark sein für die, die Hilfe brauchen – und gleichzeitig muss Eigenverantwortung wieder eine viel größere Rolle spielen.“


Foto: Mario Voigt (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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