Dienstag, September 22, 2026
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Maduro plädiert auf nicht schuldig – nächste Anhörung im März

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US-Fahnen (Archiv), via dts NachrichtenagenturNew York (dts Nachrichtenagentur) – Nicolás Maduro hat in seiner ersten Anhörung vor einem New Yorker Bundesgericht auf nicht schuldig plädiert.

Der ehemalige venezolanische Präsident erklärte, er sei ein „anständiger Mann“ und weiterhin der Präsident seines Landes. Seine Frau, Cilia Flores, plädierte ebenfalls auf nicht schuldig und beteuerte ihre „komplette Unschuld“.

Die Anklage wirft Maduro laut dem US-Justizministerium unter anderem „Verschwörung zum Drogenhandel und Terrorismus, Verschwörung zum Kokainimport, Besitz von Maschinengewehren und Sprengkörpern sowie Verschwörung zum Besitz von Maschinengewehren und Sprengkörpern“ vor.

Richter Alvin Hellerstein informierte Maduro und Flores über ihr Recht, mit konsularischen Vertretern zu sprechen, was Maduro in Anspruch nehmen möchte. Maduros Anwalt, Barry Pollack, erklärte, dass er derzeit keine Freilassung auf Kaution anstrebe, dies jedoch zu einem späteren Zeitpunkt in Betracht ziehen könnte.

Während der Anhörung bezeichnete Maduro seine Gefangennahme in Caracas durch US-Kräfte als rechtswidrige „militärische Entführung“. Der Verteidiger sagte derweil, dass Cilia Flores während ihrer Festnahme Prellungen an den Rippen erlitten habe und medizinische Versorgung benötige. Die nächste Anhörung ist für den 17. März angesetzt.


Foto: US-Fahnen (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Dax schließt mit Rekordwert – Anleger setzen auf Öl und Rüstung

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Frankfurter Börse, via dts NachrichtenagenturFrankfurt/Main (dts Nachrichtenagentur) – Zum Wochenstart hat der Dax einen neuen historischen Höchststand erreicht. Zum Xetra-Handelsschluss wurde der Index mit 24.868 Punkten berechnet, ein Plus in Höhe von 1,3 Prozent im Vergleich zum vorherigen Handelstag.

Besonders positiv entwickelten sich die Aktien von Rheinmetall, Infineon und Siemens Energy. Verluste gab es dagegen bei den Papieren der Autobauer. Am unteren Ende der Kursliste tummelten sich Volkswagen, BMW und Mercedes-Benz.

„Solange militärische Konflikte regional begrenzt bleiben und keine Eskalationen zwischen den Weltmächten auslösen, kann die Börse, so hart es klingt, damit leben“, sagte Christine Romar, Head of Europe bei CMC Markets. „Nach dem Angriff der USA auf Venezuela gaben die Kurse am Wochenende auf außerbörslichen Plattformen zunächst noch etwas nach, zum offiziellen Handelsstart in die erste volle Handelswoche des Börsenjahres 2025 aber wurde dieses Thema schon wieder abgehakt.“

„Im Gegenteil: Die Investoren schauen in die Zukunft und rechnen mit einem höheren Ölangebot zu entsprechend günstigeren Preisen, sollte sich Venezuela unter amerikanischem Einfluss dem Weltmarkt wieder mehr öffnen. Das Recht des Stärkeren regiert in diesen Tagen auf der Welt und Macht wird über Moral gestellt – dieses Credo ist schon lange kein Gift für den Aktienmarkt mehr.“

„Auch in Frankfurt sprang der Dax mit dem Rückenwind von den internationalen Börsen auf ein neues Rekordhoch und legte damit einen blitzsauberen Start in dieses Börsenjahr aufs Parkett. Liefern auch in diesem Jahr die ersten fünf Handelstage eine Indikation für das Gesamtjahr, hat der Index mit dem heutigen Tag ein gutes Stück vorgelegt. Folgen nun Anschlusskäufe statt Gewinnmitnahmen, steht einem schnellen Anstieg auf 25.000 Punkte nicht mehr viel im Weg. Allen voran bleiben in diesen Tagen Rüstungsaktien gefragt, Rheinmetall sticht mit einem Plus von über acht Prozent heraus.“

„Alles in allem bleibt es aber dabei: Kommt die deutsche Wirtschaft nicht bald in Fahrt, dürfte auch auf dem Dax der Deckel bleiben und solche dynamischen Ausbrüche nach oben schnell wieder abverkauft werden. Und hier sprechen die jüngst veröffentlichten Indikatoren noch eine eindeutige Sprache“, sagte Romar.

Die europäische Gemeinschaftswährung war am Montagnachmittag etwas stärker: Ein Euro kostete 1,1716 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8535 Euro zu haben.

Der Goldpreis verzeichnete starke Zuwächse, am Nachmittag wurden für eine Feinunze 4.444 US-Dollar gezahlt (+2,6 Prozent). Das entspricht einem Preis von 121,94 Euro pro Gramm.

Der Ölpreis stieg unterdessen deutlich: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Montagnachmittag gegen 17 Uhr deutscher Zeit 61,57 US-Dollar, das waren 82 Cent oder 1,4 Prozent mehr als am Schluss des vorherigen Handelstags.


Foto: Frankfurter Börse, via dts Nachrichtenagentur

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Historiker Geppert: Trump setzt Primat der Politik brutal durch

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Donald Trump (Archiv), via dts NachrichtenagenturPotsdam (dts Nachrichtenagentur) – Der Historiker Dominik Geppert sieht weltweit eine Rückkehr zur klassischen Großmachtpolitik.

„Es gibt Tendenzen in Richtung einer Welt der Interessens- und Einflusssphären“, sagte der Potsdamer Professor für Geschichte des 19./20. Jahrhunderts der „Rheinischen Post“ (Dienstag). „Der Gedanke steht deutlich hinter der neuen Nationalen Sicherheitsstrategie der USA.“

Zum Vorgehen von US-Präsident Donald Trump und seiner Attacke auf Venezuela sagte Geppert: „Das ist eine der zentralen Paradoxien der Trump-Welt: dass jemand, der sich als Mann der Wirtschaft verkauft, zum Exekutor des Primats der Politik wird und das auch brutal umsetzt. Für einen vermeintlichen Isolationisten verfolgt Trump eine ziemlich interventionistische Politik, gerade, aber nicht nur in Lateinamerika.“ Man erlebe „die Probe aufs Exempel des Primats der Politik“: „Wir haben lange geglaubt, Machtpolitik sei ersetzt worden durch die Macht des Ökonomischen. Wir erleben jetzt den Gegenbeweis.“

Es gebe in der Geschichte der USA eine starke Tradition des Isolationismus und der Beschränkung auf die westliche Hemisphäre, gerade in der Republikanischen Partei: „Wir kehren da schon zu einer alten Tradition zurück.“ Er glaube allerdings, dass in der digitalisierten und globalisierten Welt „die Verflechtung der Wirtschaften auch durch ein Zollregime à la Trump nicht auf Dauer ausgehebelt werden kann. Aber es scheint denjenigen ein Experiment wert zu sein, die gegenwärtig in Washington das Sagen haben.“


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CDU-Arbeitnehmerflügel lehnt Söder-Vorstoß zur Arbeitszeit ab

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Markus Söder (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Der Arbeitnehmerflügel der CDU lehnt den Vorstoß von CSU-Chef Markus Söder ab, wonach Arbeitnehmer länger arbeiten sollen.

„Wer den Wecker morgens um fünf hört, wer Familie und Schichtdienst unter einen Hut bringen muss, braucht keine Sonntagsreden, sondern Respekt“, sagte Dennis Radtke, Vorsitzender der Christlich-Demokratischen Arbeitnehmerschaft (CDA), dem „Handelsblatt“ (Dienstagsausgabe).

Die „Erzählung vom faulen Deutschen“ sei ein „Irrglaube“, fuhr Radtke fort. Er stellte klar, dass in kaum einem anderen Land so produktiv gearbeitet werde wie in Deutschland. Dies geschehe auch in Teilzeit, weil sich Familie und Vollzeitarbeit nicht vereinbaren ließen. „Was früher `Hausfrau` hieß, ist heute berufstätige Mutter, weil es anders gar nicht mehr geht“, sagte Radtke. „Das sollte ein bayerischer Ministerpräsident eigentlich besser wissen.“

CDA-Chef Radtke begrüßt zwar im Grundsatz die Idee, Arbeitszeit zu flexibilisieren, diese dürfe aber nicht zu mehr Belastungen führen. Sie diene dazu, dass die Arbeit zum Leben passe. „Wer Arbeit nur aus der Arbeitgeber-Perspektive denkt, verrät das soziale Fundament unserer Wirtschaft“, griff Radtke den CSU-Chef an. „Auf Parteitagen die Leberkäs-Etage beschwören und dann klingen wie ein Funktionär vom Arbeitgeberverband, ist halt ein Kunststück, das nur Markus Söder gelingt.“


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Merz beruft Birkenmaier zum neuen Leiter des Kanzlerbüros

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Philipp Birkenmaier (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat den bisherigen Bundesgeschäftsführer der CDU, Philipp Birkenmaier, zu seinem neuen Büroleiter berufen.

Birkenmaier werde zeitnah die Leitung des Kanzlerbüros übernehmen und die tägliche Arbeit des Bundeskanzlers organisieren, teilte der Sprecher der Bundesregierung, Stefan Kornelius, am Montag mit. Birkenmaier verfüge über „langjährige Erfahrung in Regierung, Fraktion und der Partei“. Er sei „bestens im politischen Berlin vernetzt“.

Damit trennen sich Merz und der bisherige Büroleiter Jacob Schrot „im gegenseitigen Einvernehmen“ nach vierjähriger Zusammenarbeit in der CDU/CSU-Bundestagsfraktion und im Bundeskanzleramt. Merz sagte: „Ich danke Jacob Schrot für seinen unermüdlichen Einsatz und die vertrauensvolle Zusammenarbeit. Ich danke ihm ausdrücklich für seine Loyalität und die herausragende Unterstützung beim Start der neuen Regierung, aber auch in der Zeit der Opposition und im Wahlkampf. Besonders hervorheben möchte ich seine Leistung beim Aufbau des Nationalen Sicherheitsrats. Die große persönliche Verbundenheit, die wir in den letzten vier Jahren entwickelt haben, weiß ich sehr zu schätzen und werde sie auch künftig pflegen.“

Schrot sagte: „Ich bin dem Bundeskanzler sehr dankbar für das in mich gesetzte Vertrauen. Es war mir ein großes Privileg, das erste Amtsjahr seiner Kanzlerschaft in dieser historischen Phase nach Kräften zu unterstützen. Nach intensiven zehn Jahren in der Bundespolitik möchte ich mich neuen beruflichen Herausforderungen stellen. Dem Bundeskanzler werde ich dabei persönlich eng verbunden bleiben.“

Birkenmaier war bereits von 2007 bis 2012 im Bundeskanzleramt tätig. Anschließend arbeitete er als Geschäftsführer des Parlamentskreises Mittelstand in der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, ehe er 2019 als Unterabteilungsleiter ins Wirtschaftsministerium wechselte. 2022 verantwortete Birkenmaier im Konrad-Adenauer-Haus gemeinsam mit CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann den Grundsatzprogrammprozess. Zum 1. Juli 2024 wurde er zum Bundesgeschäftsführer der CDU Deutschlands bestellt.


Foto: Philipp Birkenmaier (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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SPD kritisiert nach Stromausfall Wegners Krisenmanagement

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Kai Wegner (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Berlins SPD-Spitzenkandidat Steffen Krach kritisiert das Krisenmanagement des Regierenden Bürgermeisters Kai Wegner (CDU).

„Wenn Zigtausende Menschen in seiner Stadt ohne Strom sind und frieren, erwarte ich von einem Landeschef natürlich Präsenz von der ersten Stunde an“, sagte Krach dem „Spiegel“. Er erwarte zudem eine Vorstellung von Wegner, wie es in den nächsten Tagen weitergehe.

Krach, der Wegner bei der Abgeordnetenhauswahl im September herausfordert, sagte weiter: „Warum bietet Kai Wegner den Menschen, die am meisten leiden, kein Hotel an und sorgt nicht dafür, dass sein Finanzsenator für solche und andere Maßnahmen einen Notfonds bereithält?“ Es gebe viele Menschen in Zehlendorf, die dies nicht brauchen würden, so Krach. „Eine Sarah Connor kann sich das Hotel leisten und fragt auch gar nicht danach. Aber Menschen, die ohnehin wenig haben, muss man in dieser Notsituation mehr unterstützen.“ Die Sängerin Sarah Connor ist vom Stromausfall betroffen und hatte in Sozialen Medien davon berichtet.

Der Sozialdemokrat Krach kritisierte auch einen öffentlichen Auftritt von Wegner in einer Notunterkunft. „Eine Stippvisite mit warmen Worten“ reiche nicht, sagte er. „Und erst recht darf man es nicht so weit kommen lassen, dass die Rechten die Lage wieder für ihre Propaganda missbrauchen.“ Zwar müssten die einzelnen zuständigen Ressorts und ihre Krisenstäbe liefern, so Krach. „Mein Verständnis von der Rolle eines Regierenden Bürgermeisters ist aber, dass er der oberste Krisenmanager ist, alle Fäden in den Händen hält und die Richtung vorgibt.“


Foto: Kai Wegner (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Brandenburgs Vizeministerpräsident Crumbach tritt aus BSW aus

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Potsdam (dts Nachrichtenagentur) – Die dts Nachrichtenagentur in Halle (Saale) verbreitet soeben folgende Blitzmeldung aus Potsdam: Brandenburgs Vizeministerpräsident Crumbach tritt aus BSW aus. Die Redaktion bearbeitet das Thema bereits.

Weitere Details werden in wenigen Momenten gesendet.

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Brandenburgs Vizeministerpräsident tritt aus BSW aus

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Robert Crumbach (Archiv), via dts NachrichtenagenturPotsdam (dts Nachrichtenagentur) – Brandenburgs Vizeministerpräsident und Finanzminister Robert Crumbach tritt aus dem BSW und auch aus der Landtagsfraktion aus. Das kündigte er am Montag an. Grund seien unüberbrückbare Differenzen und sein Amtseid.

Seit mehreren Monaten stünden „anhaltende interne Auseinandersetzungen über Kurs, Ausrichtung und Selbstverständnis von Partei und Fraktion im Vordergrund“, erklärte Crumbach. „Diese Konflikte konnten nicht gelöst werden. Sie belasten zunehmend meine Arbeit als Abgeordneter und Minister und beeinträchtigen die Handlungsfähigkeit der Landesregierung.“

Besonders schwer wiegt laut Crumbach, „dass Teile der Partei und der Fraktion nicht bereit oder nicht in der Lage sind, gestaltende Regierungsverantwortung zu übernehmen“. Statt konstruktiver Sacharbeit werde versucht, Oppositionspolitik aus der Regierung heraus zu betreiben – durch Blockade und öffentliche Distanzierung. Eine solche Haltung schade der Regierungsarbeit und dem Vertrauen der Bevölkerung, kritisiert der Vizeministerpräsident.

Crumbach war vor seinem Wechsel zum BSW jahrzehntelang Mitglied der SPD. Im November waren vier BSW-Abgeordnete aus der Partei ausgetreten. Sie beklagten unter anderem „autoritäre Tendenzen“ im BSW. Zwei davon traten wieder ein. Mit der Unterstützung der beiden parteilosen Abgeordneten und nun Crumbach hätte eine Koalition aus SPD und CDU eine Mehrheit im Landtag.


Foto: Robert Crumbach (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Philologenverband verlangt mehr Leistungsorientierung

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Kinder in einer Schule (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Der Deutsche Philologenverband fordert, den Leistungsgedanken an deutschen Schulen zu forcieren.

„Wenn wir unseren gesellschaftlichen Wohlstand halten wollen und Kinder und Jugendliche bestmögliche Entwicklungschancen haben sollen, brauchen wir mehr Leistungsorientierung“, sagte die Verbandsvorsitzende Susanne Lin-Klitzing der „Welt“. Aus ihrer Sicht sei die Politik aber „zu zögerlich, das auch einzufordern oder umzusetzen“.

Sie sei „dankbar für den dramatischen Appell“ von Bundesbildungsministerin Karin Prien (CDU), die die Verbesserung der Leistungen zur „Überlebensfrage“ für Volkswirtschaft und Demokratie erklärt hatte. Es gehe jetzt vor allem darum, die seit Langem anstehenden Aufgaben nachhaltig und ohne ideologische Scheuklappen anzugehen, forderte Lin-Klitzing.

Dazu gehörten unter anderem die vorschulische Förderung, ein höherer Grundwortschatz in der Grundschule, die Stärkung der Bildungssprache Deutsch und eine „bessere Passung von Leistung und Leistungsbewertung“. Sie sehe hier inzwischen aber auch „mehr als resigniertes Schulterzucken“, so Lin-Klitzing weiter. „Das Institut der deutschen Wirtschaft zum Beispiel ist ähnlich alarmiert wie wir. Gesellschaftlicher Wohlstand bedarf einer höheren gesellschaftlichen Leistungsorientierung.“

Gegenüber dem Jahr 2001, dem Jahr des ersten Pisa-Schocks, herrsche an den Schulen eine „dramatisch schlechtere Ausgangssituation“: „Hinter uns liegen die Erfahrungen mit Covid. Wir haben mehr konstatierte psychische Belastungen der jungen Generation, die auch die Freude an der eigenen Leistung hemmen“, so Lin-Klitzing.

„Wir haben einen Anstieg der Migration und damit eine geringere Vertrautheit mit der Bildungssprache Deutsch. Wir haben eine stärkere Abhängigkeit von Smartphones und damit unter anderem auch eine geringere Aufmerksamkeitsspanne für komplexe Bildungsprozesse, die so notwendig wären. Und angesichts der Multikrisen-Weltlage, die wir ja eben haben, wird oft vergessen, welche Herausforderungen wir an den Schulen bewältigen müssen.“


Foto: Kinder in einer Schule (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Auswärtiges Amt beobachtet Lage im Iran "sehr sorgenvoll"

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Auswärtiges Amt (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Bundesregierung blickt mit Sorge auf die sich zuspitzende Lage im Iran.

Man beobachte die Lage „sehr genau und sehr sorgenvoll“, sagte eine Sprecherin des Auswärtigen Amtes am Montag in Berlin auf Anfrage der dts Nachrichtenagentur. Über mögliche weitere Entwicklungen wolle sie aber nicht spekulieren, da man die Situation nur aus der Ferne beobachten könne. Es sei klar, dass es Protestbewegungen im Iran gebe, bei denen es um für die Menschen wichtige Fragestellungen gehe, wie ihre wirtschaftliche Versorgung, aber natürlich auch ihre Freiheitsrechte und ihre Rechte, sich öffentlich zu versammeln und zu demonstrieren.

Die Iran-Proteste waren zuletzt immer weiter eskaliert. Medienberichten zufolge soll es bereits Hunderte Festnahmen gegeben haben. Bislang kamen laut Beobachtern mindestens 19 Menschen ums Leben.

In zahlreichen Städten, darunter der Hauptstadt Teheran, kam es zu gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften. Augenzeugen berichteten von Zusammenstößen und Parolen wie „Tod dem Diktator“. Die Demonstranten bezogen sich dabei auch auf die jüngsten Ereignisse in Venezuela, wo US-Streitkräfte den Staatschef Nicolás Maduro gefangen genommen haben, und warnten die iranische Führung vor einem ähnlichen Schicksal.


Foto: Auswärtiges Amt (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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