Montag, September 21, 2026
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Bericht: Trump erwägt militärische Intervention im Iran

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Donald Trump (Archiv), via dts NachrichtenagenturWashington (dts Nachrichtenagentur) – Angesichts der tödlichen Gewalt des Mullah-Regimes gegen Demonstranten im Iran erwägt US-Präsident Donald Trump Medienberichten zufolge offenbar eine Reihe möglicher militärischer Optionen. Trump sei in den letzten Tagen über verschiedene Interventionsoptionen informiert worden, berichtet der US-Nachrichtensender CNN am Sonntag unter Berufung auf hochrangige Regierungsbeamte.

Einige der vorgeschlagenen Maßnahmen konzentrieren sich demnach darauf, die Sicherheitsdienste des Regimes ins Visier zu nehmen, die zur Unterdrückung der Proteste eingesetzt werden. Innerhalb der US-Regierung gibt es laut CNN jedoch Bedenken, dass militärische Schläge nach hinten losgehen und die Proteste untergraben könnten. Es wird demnach befürchtet, dass solche Aktionen die iranische Bevölkerung dazu bringen könnten, die Regierung zu unterstützen, oder dass der Iran mit militärischer Gewalt reagieren könnte.

Trump hat dem Bericht zufolge noch keine endgültige Entscheidung über eine Intervention getroffen, soll jedoch ernsthaft Maßnahmen in Betracht ziehen, da die Zahl der Todesopfer im Iran weiter steigt. Die Menschenrechtsorganisation HRANA hatte zuletzt gemeldet, dass seit Beginn der Proteste in allen 31 Provinzen des Iran vor zwei Wochen mindestens 116 Menschen getötet wurden. Die Dunkelziffer könnte aber auch deutlich höher sein.


Foto: Donald Trump (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Wetterdienst warnt vor Glatteis in weiten Teilen Deutschlands

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Schnee in Berlin am 09.01.2026, via dts NachrichtenagenturOffenbach (dts Nachrichtenagentur) – Der Deutsche Wetterdienst warnt vor Glatteis durch gefrierenden Regen in weiten Teilen Deutschlands. Betroffen seien Teile von Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Hessen, Rheinland-Pfalz, dem Saarland, Baden-Württemberg, Bayern, Thüringen, Sachsen-Anhalt und Sachsen, teilte der DWD am Sonntag mit.

Der Niederschlag, der in der Nacht zum Montag von Westen her einsetzt, fällt demnach zunächst als Schnee und geht dann rasch in gefrierenden Regen über. Auf den gefrorenen Böden bildet sich deshalb verbreitet Glatteis, was zu starken Behinderungen im Verkehr führen kann. Auch Eisansatz an Infrastruktur und Vegetation wird erwartet. Im Tagesverlauf sollte sich die Wetterlage von Westen her langsam mildern.

Der DWD warnte weiter, dass der Osten und Nordosten Deutschlands ebenfalls betroffen sein könnte, jedoch erst im späteren Tagesverlauf. Besonders in den mittleren und östlichen Landesteilen, vor allem im Südosten Bayerns, könnte die Milderung nur zögerlich eintreten, was Unsicherheiten hinsichtlich der Dauer der Glatteissituation mit sich bringt.

Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) mahnt Deutschlands Autofahrer und Fußgänger wegen der Warnungen weiter zu Vorsicht. Nach Sturmtief „Elli“ sei „die Gefahr noch nicht ganz vorbei“, sagte er der „Bild“ (Montagsausgabe). „Jetzt werden wir Tauwetter haben. Es wird Regen fallen auf gefrorenen Boden. 
Also morgen und übermorgen kann es auch zu gefährlichem Glatteis kommen.“ Die gefährliche Situation sei noch nicht vorbei, „das werden wir weiter begleiten“.

Zuvor war wegen Unwettervoraussagen bereits in NRW und in Teilen Niedersachsens für Montag der Präsenzunterricht an Schulen abgesagt worden.


Foto: Schnee in Berlin am 09.01.2026, via dts Nachrichtenagentur

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1. Bundesliga: Gladbach feiert Kantersieg gegen Augsburg

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Haris Tabakovic (Archiv), via dts NachrichtenagenturMönchengladbach (dts Nachrichtenagentur) – Im ersten Sonntagsspiel des 16. Bundesliga-Spieltags hat Borussia Mönchengladbach 4:0 gegen den FC Augsburg gewonnen.

Die Gastgeber gingen bereits in der achten Minute durch Joe Scally in Führung. Kevin Diks erhöhte in der 20. Minute per Elfmeter auf 2:0, nachdem ein Handspiel von Mads Pedersen geahndet wurde. Matchwinner war aber Haris Tabakovic, der mit einem Doppelpack in der 36. und 61. Minute maßgeblich für den deutlichen Endstand verantwortlich war.

Die Augsburger hatten zwar einige Chancen, konnten diese jedoch nicht nutzen. Besonders in der ersten Halbzeit fehlte es den Gästen an Präzision im Abschluss. In der zweiten Halbzeit versuchte Augsburg, das Spielgeschehen in die Hälfte der Gastgeber zu verlagern, blieb jedoch weiterhin ungefährlich. Mönchengladbach konnte das Spiel bis zum Ende kontrollieren und ließ den Ball durch die eigenen Reihen laufen.

In der Tabelle rücken die Gladbacher auf den zehnten Platz vor, während die Augsburger weiter auf dem 15. Rang stehen. Für die Fuggerstädter geht es am Donnerstag gegen Union Berlin weiter, Gladbach ist schon am Mittwoch bei der TSG Hoffenheim gefordert.


Foto: Haris Tabakovic (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Mercedes passt Strategie beim autonomen Fahren an

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Mercedes-Stern (Archiv), via dts NachrichtenagenturStuttgart (dts Nachrichtenagentur) – Mercedes-Benz passt seine Strategie beim autonomen Fahren an. Der Autobauer stellt seine Pläne für autonome Assistenzsysteme, die das freihändige Fahren ermöglichen, offenbar vorerst zurück, wie das „Handelsblatt“ (Montagsausgabe) berichtet. So soll in der überarbeiteten Oberklassenlimousine S-Klasse, die Mercedes Ende Januar vorstellen wird, das Fahren auf dem sogenannten Level 3, bei dem der Mensch am Steuer sogar Filme schauen kann, nicht mehr verfügbar sein, heißt es aus Konzernkreisen.

Stattdessen will sich der Dax-Konzern zunächst verstärkt auf automatisierte Fahrassistenten konzentrieren, bei denen der Fahrer jederzeit aufmerksam bleiben muss. Die Schwaben haben auf der Technikmesse CES in Las Vegas für den US-Markt ein System vorgestellt, welches innerhalb der Stadt allein anfahren und bremsen, abbiegen, Kreuzungen überqueren und Ampeln beachten kann.

Mercedes bekam 2021 eine Sonderzulassung für Level-3-Fahrten auf deutschen Autobahnen. In der bisherigen S-Klasse können Kunden unter bestimmten Bedingungen wie einem vorausfahrenden Fahrzeug und gutem Wetter auf der Autobahn bis zu 95 Kilometer pro Stunde autonom fahren.

Offenbar stehen Produktionskosten und Nachfrage aber nicht im richtigen Verhältnis, schreibt die Zeitung. Niedrigere Level des autonomen Fahrens benötigen weniger komplexe Algorithmen und Autobauer können mit günstigeren Sensoren auskommen.

Mercedes plant dem Bericht zufolge, sein Level-3-System weiterzuentwickeln – und in künftigen Modellen wieder anzubieten. „Wir können die Angebote in einem Fahrzeug kombinieren, sodass Mercedes-Kunden in der Zukunft sowohl im urbanen Raum als auch auf Autobahnen automatisiert fahren können“, sagte Mercedes-Chef Ola Källenius dem „Handelsblatt“.


Foto: Mercedes-Stern (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Grüne werfen Kennedy gezielte Stärkung von Verfassungsfeinden vor

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Janosch Dahmen (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Der gesundheitspolitische Sprecher der Grünen-Bundestagsfraktion, Janosch Dahmen, hat Vorwürfe des US-Gesundheitsministers Robert F. Kennedy Jr. zu angeblicher strafrechtlicher Verfolgung von Ärzten und Patienten in Deutschland zurückgewiesen.

Die Vorwürfe seien „kein Zufall, sondern Teil eines politischen Kulturkampfs, den Teile der amerikanischen Rechten gezielt nach Europa exportieren“, sagte Dahmen dem „Handelsblatt“ (Montagsausgabe). „Es geht erkennbar darum, liberale Demokratien zu delegitimieren, Vertrauen in staatliche Institutionen und evidenzbasierte Medizin zu untergraben und letztlich Europa dadurch zu schwächen.“ Man sollte diese Einlassungen deshalb „nicht nur als persönliche Spinnerei abtun, sondern als bewussten politischen Angriff im Informationsraum“, fügte Dahmen hinzu.

„Wer solche Narrative verbreitet, will gezielt Verfassungsfeinde in Europa stärken, gesellschaftliche Spaltung nachträglich wegen der Pandemiepolitik vorantreiben, die in Deutschland rechtsstaatlich kontrolliert und im internationalen Vergleich erfolgreich war.“ In der Sache seien Kennedys Behauptungen falsch. „Strafverfahren gab es ausschließlich bei klaren Rechtsverstößen wie gefälschten Attesten oder vorsätzlicher Täuschung, überprüft durch unabhängige Gerichte in einem rechtsstaatlichen Verfahren“, so Dahmen.


Foto: Janosch Dahmen (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Schulen in NRW bleiben am Montag wegen Glatteisgefahr geschlossen

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Düsseldorf (dts Nachrichtenagentur) – Die dts Nachrichtenagentur in Halle (Saale) verbreitet soeben folgende Blitzmeldung aus Düsseldorf: Schulen in NRW bleiben am Montag wegen Glatteisgefahr geschlossen. Die Redaktion bearbeitet das Thema bereits.

Weitere Details werden in wenigen Momenten gesendet.

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Schulen in NRW bleiben am Montag wegen Glättegefahr geschlossen

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Kinder in einer Schule (Archiv), via dts NachrichtenagenturDüsseldorf (dts Nachrichtenagentur) – An den Schulen in Nordrhein-Westfalen findet am Montag kein Präsenzunterricht statt.

Grund sei eine amtliche landesweite Vorabwarnung des Deutschen Wetterdienstes, teilte das NRW-Schulministerium am Sonntag mit. Demnach wird für den Montagmorgen überall im Bundesland Regen erwartet, der aufgrund der niedrigen Temperaturen auf Straßen und Böden gefrieren und flächendeckend Glätte verursachen wird.

Die Gesundheit und Sicherheit der Schüler habe oberste Priorität, sagte Schulministerin Dorothee Feller. „Deshalb haben wir uns zu diesem Schritt entschieden.“ Die Entscheidung zur Aussetzung des Präsenzunterrichts sei bereits auf der Grundlage der landesweiten Vorabwarnung getroffen worden, damit man die Schulen, Eltern und Kinder so früh wie möglich informieren konnte. Mit einer endgültigen amtlichen Unwetterwarnung des Deutschen Wetterdienstes ist erst spät am Sonntag zu rechnen.

Die Regelungen für den Unterricht basieren auf dem Erlass „Regelungen zu schulischen Maßnahmen bei Unwetterwarnungen und extremen Wetterereignissen“. Schüler, die trotz der Anordnung zum ausfallenden Präsenzunterricht in die Schulen kommen, sollen dort eine „angemessene Betreuung“ erhalten.


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Grünen-Fraktion will Jugendforum einsetzen

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Grünen-Logo (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Bundestagsfraktion der Grünen will die Anliegen junger Menschen stärker in ihre Politik einbeziehen – und dazu in Kürze ein Jugendforum einsetzen. Das geht aus einem Konzeptpapier hervor, über das der „Stern“ berichtet.

„Das Jugendforum soll den Austausch mit jungen Menschen institutionalisieren und dafür sorgen, dass politische Weichenstellungen in Fragen, die sie direkt betreffen, auf Gesprächen mit ihnen beruhen, nicht auf Annahmen über sie“, heißt es darin. Als Beispiele werden in dem Papier etwa die Diskussionen um ein Social-Media-Verbot für Kinder und Jugendliche, die Debatte um die Einführung der Wehrpflicht, die Stärkung von Chancengerechtigkeit und ein Sozialstaat genannt, der der jungen Generation Sicherheit gebe, dass Leistungsversprechen auch für sie gelten.

Die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Misbah Khan, die das Papier gemeinsam mit den Bundestagsabgeordneten Denise Loop und Nyke Slawik verfasst hat, sagte dem Magazin: „Kinder und Jugendliche sind in unserer Gesellschaft eine Minderheit und zugleich diejenigen, auf deren Schultern die Zukunft unseres Landes lastet.“ Gerade deshalb dürften Entscheidungen über morgen nicht ohne die Stimmen derer getroffen werden, die am längsten mit ihren Folgen leben werden. „Wir wollen sicherstellen, dass junge Menschen nicht das Gefühl haben, über ihre Köpfe hinweg werde Politik gemacht, sondern dass ihre Perspektiven ernsthaft gehört, einbezogen und wirksam berücksichtigt werden.“

Laut dem Papier soll die „dauerhafte, unabhängige Beratungsstruktur“ die Fraktion dabei unterstützen, politische Vorhaben aus Sicht der jungen Generation zu bewerten und zu verbessern. Dabei wolle man sowohl mit Jugendverbänden, Initiativen und Jugendparlamenten zusammenarbeiten, als auch Einzelpersonen einbeziehen. Wichtig sei dabei, dass Kinder und Jugendliche aus unterschiedlichsten sozialen Lebenslagen und Hintergründen gehört würden.


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Schnieder: Bahn wird Umgang mit Wintereinbruch analysieren

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Winter bei der Deutschen Bahn (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Bahn wird nach den Worten von Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) ihren Umgang mit dem Wintereinbruch auf den Prüfstand stellen.

Schnieder sagte der „Rheinischen Post“ (Montagsausgabe), nicht alle Fahrgäste hätten ihre Reise absagen können und seien teilweise sehr lange unterwegs gewesen, „weil der massive Wintereinbruch zu vielen Zugausfällen und Verspätungen geführt hat“. Hier werde die Bahn sicherlich analysieren, „wo es besonders gut Hand in Hand lief, und da, wo es etwas zu verbessern gibt, Abläufe weiter optimieren“.

Schnieder sagte überdies: „Klar ist aber auch, dass bei solchen extremen Wetterlagen kein planbarer Normalbetrieb möglich ist und immer wieder neu reagiert werden muss.“ Dadurch, dass die Bahn frühzeitig eine bundesweite Kulanzregelung kommuniziert habe, hätten viele Reisende ihre Fahrt verschieben können.

„Wir hatten eine herausfordernde Wetterlage.“ Ich wolle sich bei allen Mitarbeitern der Deutschen Bahn für ihren „außergewöhnlichen Einsatz“ bedanken, so Schnieder. Tausende seien ununterbrochen im Einsatz gewesen, um Strecken wieder befahrbar zu machen und die Bahnsteige von den Schneemengen zu befreien, so der Minister.

Bahnchefin Evelyn Palla verteidigte unterdessen das Krisenmanagement des Konzerns. Die Lage sei „sehr dynamisch“ gewesen, sagte sie am Sonntag im Hauptbahnhof Hannover. „Insbesondere weitreichende Schneeverwehungen haben uns immer wieder vor neue Herausforderungen gestellt und Strecken, die eigentlich schon frei waren, waren dann doch nicht passierbar.“ Sicherheit stehe bei solchen Großwetterlagen immer an erster Stelle. „Es ist uns tatsächlich gelungen, dass kein Zug auf freier Strecke liegen geblieben ist“, so Palla.

Grundsätzlich sei man immer „bestmöglich“ auf diese Wetterlagen vorbereitet, fügte die Bahnchefin hinzu. „Es gibt aber immer Unbekannte. Das heißt, es ist immer schwer zu prognostizieren, in welcher Intensität wir auch an welchen Streckenabschnitten in welchen Bahnhöfen dann tatsächlich vom Wetter betroffen sind.“


Foto: Winter bei der Deutschen Bahn (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Beschuldigte in Düsseldorfer Antifa-Prozess verteidigen Gewalt

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Justicia (Archiv), via dts NachrichtenagenturDüsseldorf (dts Nachrichtenagentur) – Vor dem Beginn eines Großprozesses gegen sechs junge Linksradikale vor dem Oberlandesgericht Düsseldorf verteidigen einige Angeklagte in einer Erklärung den Einsatz von Gewalt.

„Auch wenn gewaltvoller Widerstand gegen Nazis heute von vielen moralisch abgelehnt wird, kann seine historische Bedeutung nicht geleugnet werden“, zitiert die „Wochentaz“ aus einer Erklärung. Heute sei man wieder an einem Punkt, wo sich alle Demokraten fragen müssten, „bis zu welchem Punkt man das staatliche Gewaltmonopol schwerer gewichtet als die Notwendigkeit, Faschismus zu bekämpfen“.

Der Prozess gegen die fünf Frauen und einen Mann aus Thüringen, Sachsen und Hamburg, 23 bis 25 Jahre alt, beginnt am Dienstag. Ihnen wird vorgeworfen, im Februar 2023 in Budapest am Rande eines rechtsextremen Aufmarschs fünf schwere Angriffe auf vermeintliche Teilnehmer verübt zu haben. Zudem soll eine Beschuldigte auch an einem Angriff auf zwei Rechtsextreme in Erfurt im Januar 2023 und an einem Überfall auf ein Erfurter Geschäft einer bei Rechtsextremen beliebten Modemarke im April 2022 beteiligt gewesen sein.

Die Bundesanwaltschaft sieht die Beschuldigten als Teil einer kriminellen Vereinigung und stuft drei der Angriffe als versuchten Mord ein. Im Prozess sind Verhandlungstermine bis ins Jahr 2027 angesetzt.

Die Erklärung der Angeklagten vor Prozessbeginn wurde im Namen „einiger“ der von der Bundesanwaltschaft „Verfolgter“ verfasst – von welchen Beschuldigten genau, bleibt offen. In dem Statement heißt es laut „Wochentaz“ weiter: „Nur durch die Überzeugung, aber auch die Gegengewalt all der Menschen, die Widerstand gegen den Faschismus geleistet haben, konnte der Faschismus historisch besiegt werden.“ Zu Recht würden daran heute Denkmäler erinnern. Und es gelte weiter: „Wenn der Faschismus einmal an der Macht ist, dann wird er sich nicht durch Diskussionen wieder davon abbringen lassen.“ Heute, im Jahr 2025, stelle sich allen Menschen, die sich als Antifaschisten begreifen, „ganz konkret die Frage, wie sie dem Wiedererstarken des Faschismus begegnen wollen“.


Foto: Justicia (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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