Freitag, Juni 5, 2026
Start Blog Seite 108

Dax am Mittag weiter schwach – Bayer trotzt dem Trend

0

Frankfurter Börse, via dts NachrichtenagenturFrankfurt/Main (dts Nachrichtenagentur) – Der Dax ist am Montag nach einem bereits schwachen Start in den Handelstag bis zum Mittag weiter klar im roten Bereich geblieben. Gegen 12:30 Uhr wurde der Leitindex mit rund 24.950 Punkten berechnet, 1,4 Prozent unter dem Schlussniveau vom Freitag.

Dementsprechend notierten fast alle Dax-Werte im negativen Bereich. Lediglich die Aktien von Rheinmetall und Bayer konnten dem allgemeinen Trend trotzen. Der Pharmakonzern konnte zuletzt einen juristischen Etappensieg verbuchen. Der Oberste Gerichtshof der USA hatte angekündigt, eine Grundsatzentscheidung im Glyphosat-Streit treffen zu wollen.

„Der Verkaufsdruck bei den Dax-Werten bleibt erhalten“, sagte Marktanalyst Andreas Lipkow. „Die Investoren fühlen sich durch die US-Strafzollandrohungen in einer unangenehmen Situation, da dadurch eine potenzielle Konjunkturerholung in Deutschland erschwert würde.“

„Zuletzt hatten sich die Marktteilnehmer durch die guten Konjunkturdaten überzeugen lassen und insbesondere bei den Automotiveaktien zugegriffen. Diese Transaktionen werden zum Wochenstart teilweise wieder zurückgedreht und so stehen u.a. die exportlastigen Autowerte unter Abgabedruck. Aber auch die Bankentitel und die Aktien von Adidas werden verkauft.“

Das Gesamtbild werde sich heute vorerst nicht ändern. „Es bleibt zu hoffen, dass die USA lediglich ein außenpolitisches Drohgebilde konstruiert haben und die Strafzölle nicht vollziehen. Zumindest fielen die Inflationszahlen in der EWU mit 1,9 Prozent unter den Erwartungen aus“, sagte Lipkow.

Die europäische Gemeinschaftswährung war am Montagnachmittag stärker: Ein Euro kostete 1,1622 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8604 Euro zu haben.

Der Goldpreis konnte deutlich profitieren, am Nachmittag wurden für eine Feinunze 4.664 US-Dollar gezahlt (+1,5 Prozent). Das entspricht einem Preis von 129,02 Euro pro Gramm.

Der Ölpreis sank unterdessen: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Montagnachmittag gegen 12 Uhr deutscher Zeit 63,64 US-Dollar, das waren 49 Cent oder 0,8 Prozent weniger als am Schluss des vorherigen Handelstags.


Foto: Frankfurter Börse, via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Bundesregierung widerspricht Eindruck überhasteter Grönland-Abreise

0

Deutsche Soldaten der Grönland-Mission beim Umstieg auf Island am 18.01.2026, via dts NachrichtenagenturBerlin/Nuuk (dts Nachrichtenagentur) – Die Bundesregierung widerspricht dem Eindruck, dass die Bundeswehrsoldaten der Erkundungsmission in Grönland überhastet wieder abgereist seien.

„Die Erkundung ist planmäßig beendet worden am Wochenende und das Team ist planmäßig auch zurückgereist“, sagte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums am Montag in Berlin auf Anfrage der dts Nachrichtenagentur.

Durch spätere Absprachen mit den weiteren teilnehmenden Nationen habe sich die Dauer des Einsatzes um einen Tag verlängert. Der Zeitraum für die Erkundung sei „total im Rahmen dessen, was eine Erkundung im Grunde ausmacht“, fügte der Sprecher hinzu. Lediglich ein Ort sei wetterbedingt nicht zugänglich gewesen.

Zu den allgemeinen Einsatzmöglichkeiten der Bundeswehr in der Arktis-Region äußerte sich der Ministeriumssprecher eher vage. Mögliche Operationen könnten im Bereich der Luft- und Seeaufklärung liegen, aber auch Kräfte an Land könnten für ein Lagebild sorgen, sagte er. Aus den Erkenntnissen der Mission sollen nun Grundlagen für weitere militärische oder politische Abstimmungen erarbeitet werden. Dabei gehe es darum, welche Rahmenbedingungen man vor Ort vorgefunden habe, sowie um Hafenerkundung, logistische Möglichkeiten und Tankkapazitäten. „Wie viel Sprit kriege ich pro Tag? Wie viel kann ich pro Tag enteisen an Luftfahrzeugen?“, so der Sprecher.


Foto: Deutsche Soldaten der Grönland-Mission beim Umstieg auf Island am 18.01.2026, via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

IWF hebt Wachstumsprognose für Deutschland an

0

Chemie-Anlagen (Archiv), via dts NachrichtenagenturWashington (dts Nachrichtenagentur) – Die deutsche Wirtschaft dürfte im laufenden Jahr nach Einschätzung des Internationalen Währungsfonds (IWF) stärker wachsen als bislang angenommen.

Der IWF erwartet, dass das Wachstum 2026 bei 1,1 Prozent liegen wird, und damit 0,2 Prozentpunkte höher als die Prognose vom Oktober. Staatliche Milliardenausgaben sollen demnach kurzfristig für Auftrieb sorgen und die bremsenden US-Zölle abfedern.

Die IWF-Ökonomen zeigen sich damit optimistischer als die Bundesbank und das Ifo-Institut, bleiben jedoch vorsichtiger als die Bundesregierung, die ein Wachstum von 1,3 Prozent erwartet. Die Bundesregierung hofft bei ihrer Prognose vor allem auf die inländische Nachfrage, wobei stabile Preise, Lohnsteigerungen und Entlastungsmaßnahmen die verfügbaren Einkommen der Privathaushalte erhöhen sollen. Für 2027 erwarten die IWF-Experten ein Wachstum von 1,5 Prozent.

Deutschland soll im laufenden Jahr stärker wachsen als andere G7-Länder. Während die Bundesrepublik im vergangenen Jahr noch das Schlusslicht unter den großen westlichen Industrienationen bildete, hinken nun Japan und Italien mit einem prognostizierten Wachstum von 0,7 Prozent hinterher. Frankreich sehen die Ökonomen mit 1,0 Prozent ebenfalls etwas schwächer als Deutschland.


Foto: Chemie-Anlagen (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Grönland-Konflikt: CDU-Politiker für Digitalsteuer und Gegenzölle

0

Nuuk auf Grönland am 18.01.2026, via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Der stellvertretende Unions-Fraktionsvorsitzende Sepp Müller (CDU) fordert eine harte Antwort der Europäer auf die Zolldrohungen von US-Präsident Donald Trump.

Man werde nicht akzeptieren, dass er im Falle von Grönland Anspruch auf europäisches Gebiet erhebe. „Wir machen den Rücken gerade und sagen Donald Trump, das ist die rote Linie“, sagte Müller am Montag den Sendern RTL und ntv. Sollte er diese rote Linie überschreiten, werde er dies zu spüren bekommen. „Und das wird die Digitalsteuer sein.“ Zur Frage, wie hoch eine solche Steuer für US-Techkonzerne sein müsse, sagte Müller: „Hoch genug, dass es weh tut und das werden sie im Silicon Valley bereits jetzt spüren mit der Ankündigung.“

Der CDU-Politiker sprach sich zudem dafür aus, dass die EU-Kommission das sogenannte Anti-Zwangs-Instrument zieht. In der EU lebten 440 Millionen Verbraucher, durch das Freihandelsabkommen mit den südamerikanischen Mercosur-Staaten kämen weitere 260 Millionen Verbraucher hinzu. „Unser Markt ist groß, wir brauchen Amerika in diesem Fall nicht.“ Man werde den Machtfantasien von Trump, aber auch Putin oder Xi Freihandel und die regelbasierte Ordnung entgegensetzen.

Es müsse zum Beispiel um Export- und Investitionsbeschränkungen gegen die USA gehen. Zudem sei es richtig, dass die EU Gegenzölle in Höhe von 96 Milliarden Euro prüft und Zölle auf viele Importe aus den USA nicht wie vereinbart auf null setzen will. Trump verhandele nicht mehr auf Augenhöhe. „Hier will jemand seine Macht durchsetzen und hier werden wir als Europäer eine deutliche Antwort finden.“


Foto: Nuuk auf Grönland am 18.01.2026, via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Zahl der Toten nach Zugunglück in Spanien steigt weiter

0

Spanische Polizei (Archiv), via dts NachrichtenagenturAdamuz (dts Nachrichtenagentur) – Bei dem Zugunglück im Süden Spaniens vom Sonntagabend ist die Zahl der Todesopfer auf mindestens 39 Menschen gestiegen.

Mehr als 152 Personen wurden den offiziellen Angaben vom Montag zufolge verletzt, davon befinden sich 48 im Krankenhaus, 13 auf der Intensivstation. Der spanische Verkehrsminister Óscar Puente erklärte, dass die Zahl der Todesopfer noch nicht endgültig sei und weiter steigen könne.

Das Unglück ereignete sich nahe der Gemeinde Adamuz bei Córdoba, als ein Iryo-Hochgeschwindigkeitszug der italienischen Gesellschaft Trenitalia entgleiste und auf das benachbarte Gleis geriet. Dort kollidierte er mit einem entgegenkommenden Hochgeschwindigkeitszug von Renfe. Beide Züge waren mit hoher Geschwindigkeit unterwegs, der Iryo-Zug von Málaga nach Madrid und der Renfe-Zug von Madrid nach Huelva.

Die Ursache des Unfalls ist bislang noch unklar. Der entgleiste Zug war erst seit 2022 in Betrieb und hatte seine letzte Inspektion vier Tage vor dem Unfall. Verkehrsminister Puente bezeichnete den Vorfall als „extrem seltsam“, da der Unfall auf einem geraden und kürzlich renovierten Streckenabschnitt geschah. Eine Untersuchung soll die genauen Ursachen klären.


Foto: Spanische Polizei (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Bundesregierung einigt sich auf neue E-Auto-Förderung

0

Stromtankstelle für E-Auto (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Bundesregierung hat sich auf ein neues Förderprogramm für Elektroautos und bestimmte Plug-in-Hybride verständigt, das ab dem 1. Januar 2026 in Kraft tritt.

Das Programm sehe vor, dass Privatpersonen, die ein Elektroauto oder einen Plug-in-Hybrid neu zulassen und unter einer bestimmten Einkommensgrenze liegen, Fördermittel zwischen 1.500 und 6.000 Euro beantragen können, teilte das Umweltministerium am Montag mit. Die Förderung gelte demnach sowohl für den Kauf als auch das Leasing von Neuwagen und ist unabhängig vom Listenpreis des Fahrzeugs.

Bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD) sagte am Montag in Berlin, dass das Programm einen „starken Anschub“ für die Elektromobilität in Deutschland darstelle und die heimische Automobilwirtschaft unterstütze. Die Mittel in Höhe von insgesamt drei Milliarden Euro sollen für geschätzt 800.000 Fahrzeuge im Zeitraum von 2026 bis 2029 ausreichen. Schneider ergänzte, dass die Förderung gezielt Privatleute ansprechen solle, nachdem bereits Maßnahmen ergriffen worden seien, um E-Autos als Firmenwagen attraktiver zu machen.

Die Einkommensgrenze für die Förderung liegt laut Ministerium bei 80.000 Euro zu versteuerndem Haushaltsjahreseinkommen, wobei sich diese Grenze pro Kind um 5.000 Euro erhöht. Für Haushalte mit einem Einkommen von maximal 60.000 Euro gibt es einen Aufschlag von 1.000 Euro auf die Basisförderung, und für Haushalte mit maximal 45.000 Euro Einkommen einen weiteren Aufschlag von 1.000 Euro. Die Anträge können rückwirkend gestellt werden, sobald das Online-Portal im Mai 2026 freigeschaltet wird.


Foto: Stromtankstelle für E-Auto (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Dax startet schwach – Zolldrohungen schicken Börse auf Talfahrt

0

Frankfurter Börse, via dts NachrichtenagenturFrankfurt/Main (dts Nachrichtenagentur) – Der Dax ist am Montag schwach in den Handelstag gestartet. Gegen 9:30 Uhr wurde der Leitindex mit rund 25.020 Punkten berechnet, 1,1 Prozent unter dem Schlussniveau vom Vortag.

„Die Unsicherheit ist zurück“, sagte Thomas Altmann von QC Partners. „Und wieder sind es US-Zolldrohungen, die die Märkte erschüttern. Noch ist es Rhetorik. Noch bleiben zwei Wochen Zeit für Verhandlungen.“

Es bestehe das Potenzial für eine noch nie dagewesene Spirale aus Zöllen, Gegenzöllen und weiteren Maßnahmen. Anders als in früheren Verhandlungen werde die EU wohl diesmal nicht klein beigeben.

Welche Zölle am Ende auf beiden Seiten drohen könnten, sei kaum absehbar. „Denn das im vergangenen Jahr ausgehandelte Zollabkommen zwischen der EU und den USA steht ebenfalls auf der Kippe. Für die deutsche Wirtschaft könnte das massive Folgen haben. Denn die USA sind der wichtigste ausländische Absatzmarkt für Produkte made in Germany.“

„An den Börsen ist der Höhenflug fürs Erste vorbei. Die initialen Verluste bleiben allerdings überschaubar. Dennoch besteht die Hoffnung, dass eine Einigung am Verhandlungstisch gefunden wird. Die Börsianer haben sich in den vergangenen 12 Monaten ein Stück weit daran gewöhnt, dass Donald Trump Zölle zum politischen Verhandlungsmittel gemacht hat. Dennoch werden Risikoassets wie Aktien abgebaut. Stattdessen wird der sichere Hafen der Edelmetalle gesucht“, sagte Altmann.

Die europäische Gemeinschaftswährung war am Montagmorgen stärker: Ein Euro kostete 1,1625 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8602 Euro zu haben.

Der Goldpreis konnte deutlich profitieren, am Morgen wurden für eine Feinunze 4.671 US-Dollar gezahlt (+1,6 Prozent). Das entspricht einem Preis von 129,17 Euro pro Gramm.

Der Ölpreis sank unterdessen: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Montagmorgen gegen 9 Uhr deutscher Zeit 63,66 US-Dollar, das waren 47 Cent oder 0,7 Prozent weniger als am Schluss des vorherigen Handelstags.


Foto: Frankfurter Börse, via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Zahl der Privatschulen in Deutschland nimmt zu

0

Klassenraum in einer Schule (Archiv), via dts NachrichtenagenturWiesbaden (dts Nachrichtenagentur) – Die Zahl der Privatschulen in Deutschland nimmt zu.

Im Schuljahr 2024/25 waren rund 3.800 allgemeinbildende Schulen hierzulande in privater Trägerschaft. Das war knapp jede achte allgemeinbildende Schule (zwölf Prozent), wie das Statistische Bundesamt (Destatis) am Montag mitteilte.

Zugleich gab es gut 29.000 öffentliche allgemeinbildende Schulen. Die Zahl der Privatschulen ist in den vergangenen zehn Jahren um sieben Prozent gestiegen: Im Schuljahr 2014/2015 hatte es knapp 3.600 Privatschulen gegeben. Im selben Zeitraum ging die Zahl der öffentlichen Schulen um knapp vier Prozent zurück (2014/15: gut 30.000 Schulen).

Der Anteil der Privatschüler blieb im Zehn-Jahres-Vergleich jedoch weitgehend konstant: Im Schuljahr 2024/25 ging wie in den Jahren zuvor seit 2014/15 knapp ein Zehntel (neun Prozent) der Kinder und Jugendlichen, welche allgemeinbildende Schulen besuchten, auf Privatschulen. Insgesamt waren das 2024/25 rund 807.900 von insgesamt gut 8,9 Millionen Schülern. Im Schuljahr 2014/15 hatten 736.900 der insgesamt 8,4 Millionen Schüler eine Privatschule besucht. Diese Konstanz ist unter anderem darauf zurückzuführen, dass die Privatschulen durchschnittlich kleiner als die öffentlichen sind und die Schließungen von öffentlichen Schulen häufig durch Vergrößerungen der verbliebenen öffentlichen Einrichtungen ausgeglichen wurden.

Wie stark Privatschulen genutzt werden, ist von Bundesland zu Bundesland sehr unterschiedlich. Am höchsten war der Anteil von Privatschülern in Mecklenburg-Vorpommern: Im Schuljahr 2024/25 gingen 13 Prozent der Kinder und Jugendlichen, welche dort allgemeinbildende Schulen besuchten, auf Privatschulen. Auch in Sachsen (zwölf Prozent) und Bayern (elf Prozent) war der Anteil der Schüler an Privatschulen vergleichsweise hoch. Am niedrigsten war er in Schleswig-Holstein (sechs Prozent), Niedersachsen (sechs Prozent) und Hessen (sieben Prozent).

Von den Schülern an allgemeinbildenden Privatschulen wurde im Schuljahr 2024/25 gut ein Drittel (34 Prozent) an Gymnasien unterrichtet. 14 Prozent der Privatschüler gingen auf eine Grundschule, zwölf Prozent auf eine Realschule. Elf Prozent waren an einer Freien Waldorfschule angemeldet, zehn Prozent an Schulen mit drei Bildungsgängen wie etwa Integrierte Gesamtschulen oder Gemeinschaftsschulen und zehn Prozent an Förderschulen. Die übrigen neun Prozent verteilen sich auf andere Schularten.

Ausländische Schüler besuchen deutlich seltener eine Privatschule als deutsche. Während vier Prozent der ausländischen Schüler an einer allgemeinbildenden Privatschule unterrichtet wurden, lag der Anteil bei deutschen Schülern bei zehn Prozent.

Für einen Platz an einer Privatschule muss häufig Schulgeld gezahlt werden. Für rund 599.000 Kinder und Jugendliche wurde in der Lohn- und Einkommensteuer 2021 Schulgeld geltend gemacht. 2.042 Euro im Jahr zahlten deren Eltern im Durchschnitt für einen kostenpflichtigen Privatschulplatz. Für sieben Prozent kostete der Platz mindestens 5.000 Euro im Jahr, knapp ein Viertel (24 Prozent) machte zwischen 2.000 und 5.000 Euro steuerlich geltend, rund die Hälfte (48 Prozent) zwischen 500 und 2.000 Euro und für 22 Prozent beliefen sich die Gebühren auf weniger als 500 Euro im Jahr. Deutliche Unterschiede zeigen sich auf regionaler Ebene: Am höchsten war das durchschnittlich steuerlich geltend gemachte Schulgeld in Hessen mit 3.261 Euro je Kind, am niedrigsten in Sachsen mit 1.270 Euro, so die Statistiker.


Foto: Klassenraum in einer Schule (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

1&1 kündigt Klage gegen Bundesnetzagentur wegen Frequenzvergabe an

0

Junge Frau beim Telefonieren (Archiv), via dts NachrichtenagenturMontabaur (dts Nachrichtenagentur) – Der Mobilfunkanbieter 1&1 will gegen die Bundesnetzagentur klagen.

Anlass ist die Entscheidung der Behörde, zentrale Mobilfunkfrequenzen nicht wie üblich zu versteigern, sondern die Nutzungsrechte für Telekom, Vodafone und Telefónica zu verlängern. Zugleich wurden die drei etablierten Netzbetreiber verpflichtet, 1&1 Zugang zu diesen Frequenzen zu gewähren. „Das ist bislang nicht passiert“, sagte 1&1-Chef Ralph Dommermuth dem „Handelsblatt“. Die Bundesnetzagentur habe sich nach Darstellung des Unternehmens bisher nicht eingeschaltet. „Das ist nicht okay und dagegen klagen wir.“

Dommermuth kritisierte, die sogenannte Verlängerung sei faktisch keine gewesen, da die Nutzungsrechte zum Jahresende ausgelaufen seien und neu hätten vergeben werden müssen. Statt eines wettbewerblichen Verfahrens sei 1&1 von der Frequenzvergabe ausgeschlossen worden, obwohl das Unternehmen mehr als zwölf Millionen Mobilfunkkunden versorge und für den weiteren Netzausbau dringend zusätzliche Frequenzen benötige. Die Klage solle klären, ob das Vorgehen der Behörde mit dem Wettbewerbs- und Gleichbehandlungsgrundsatz vereinbar sei.


Foto: Junge Frau beim Telefonieren (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Berlins SPD-Spitzenkandidat will Rückkehr zu 49-Euro-Ticket

0

S-Bahn in Berlin (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Steffen Krach, Spitzenkandidat der SPD Berlin und angehender SPD-Landeschef, will die Kosten für das Deutschlandticket erneut auf 49 Euro setzen.

„Ich würde mir wünschen, dass das Ticket wieder nur 49 Euro kostet“, sagte er dem Tagesspiegel mit der SPD-Politikerin Bettina König, seiner designierten Co-Landeschefin.

Er sei der Meinung, dass die Idee des Deutschlandtickets „vermutlich die beste Idee war, die die vorherige Bundesregierung hatte“. Jetzt werde diese Idee nach und nach zerredet und das Ticket durch die Preissteigerung immer unattraktiver. Auch wenn das Ticket mit aktuell 63 Euro günstiger sei als die meisten Monatsabos, sei das trotzdem eine „höhere Hemmschwelle“.

Er verwies auf die 50-50-Finanzierung zwischen Land und Bund. „Als Regierender Bürgermeister wäre ich bereit, dass wir als Land stärker in die Verantwortung gehen.“

Das Deutschlandticket, mit dem Abonnenten bundesweit im Regional- und Nahverkehr fahren können, kostete ursprünglich 49 Euro. 2025 wurde es auf 58 Euro angehoben, zum Jahresstart 2026 auf 63 Euro. Krach und König wollen auch den öffentlichen Nahverkehr in Berlin verbessern. „Für uns hat Priorität, den ÖPNV so attraktiv zu gestalten, dass es wirklich einen Anreiz gibt, das Auto stehen zu lassen und umzusteigen“, sagte König. Dazu gehörten eine höhere Verlässlichkeit des Angebots und der konsequente Ausbau der ÖPNV-Infrastruktur, vor allem im U-Bahn- und Tram-Netz.


Foto: S-Bahn in Berlin (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts