Österreichs Kanzler – Russland und China suchen Einfluss auf Westbalkan

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Berlin, 31. Mrz (Reuters) – Bundeskanzler Olaf Scholz und sein österreichischer Kollege Karl Nehammer dringen auf rasche Fortschritte bei der EU-Annäherung der Westbalkan-Staaten. Nehammer warnte am Donnerstag nach einem Gespräch mit Scholz, dass man ansonsten anderen Akteuren den Raum überlasse. „Wir haben Großmachtinteressen von anderen Großmächten bereits sichtbar in Serbien“, sagte er und verwies auf Russland, China und die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE). „Jede weitere Verzögerung macht den Westbalkan verwundbar und offen für den Einfluss Dritter“, mahnte Scholz. Die EU müsse sich wiederum selbst erweiterungsfähig machen. 

Nehammer forderte, die EU müsse „leben“, was sie mit der EU-Beitrittsperspektive für die sechs Staaten des westlichen Balkans immer verkünde. Vor allem Bosnien-Herzegowina brauche jetzt massive Hilfe, weil es dort „Blockade und Stillstand“ durch die bosnischen Serben gebe.

Beide wollten keine Namen nennen, wer in der EU etwa die Aufnahme von Beitrittsgesprächen mit Albanien und Nordmazedonien bremse. Bisher hatten die Niederlande, Frankreich und Bulgarien dies aus jeweils innenpolitischen Gründen getan. Es gelte nun angesichts des Kriegs in der Ukraine, die Skeptiker in der EU zu überzeugen, sagte Österreichs Kanzler.

Österreichs Kanzler – Russland und China suchen Einfluss auf Westbalkan

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Titelfoto: Symbolfoto

Wichtige Entwicklungen zur Ukraine.

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