Kreml-Kritiker Nawalny soll weitere 13 Jahre in Haft bleiben

Date:

spot_img

Moskau, 15. Mrz (Reuters) – Dem inhaftierten Kreml-Kritiker Alexej Nawalny droht eine weitere hohe Haftstrafe. Wegen Betrugs und Missachtung von Anklagepunkten beantragten Staatsanwälte für den 45-Jährigen eine 13-jährige Gefängnisstrafe und eine Verlegung in ein Hochsicherheitsgefängnis, sagte eine Nawalny-Sprecherin am Dienstag.

„Wir haben gesagt, dass (der russische Präsident Wladimir) Putin Nawalny für immer im Gefängnis behalten will. Das bevorstehende Urteil hat nichts mit dem Gesetz zu tun“, schrieb die Sprecherin Kira Jarmisch auf Twitter. 

Kreml

Die Staatsanwälte hätten die Verlegung in ein Hochsicherheitsgefängnis beantragt und argumentiert, Nawalny habe während seiner Haft Verbrechen begangen und sei somit zum Wiederholungstäter geworden. 

Jarmisch selber steht bei den russischen Behörden seit vergangener Woche auf der Fahndungsliste. Sie verließ Russland letztes Jahr, nachdem ein Gericht ihre Bewegungsfreiheit für 18 Monate wegen Verstoßes gegen Pandemie-Vorschriften eingeschränkt hatte.

Nawalny sitzt derzeit eine zweieinhalbjährige Gefängnisstrafe ab. Er war im August 2020 auf einem innerrussischen Flug zusammengebrochen. Zunächst wurde er in Russland behandelt, dann in die Berliner Charite verlegt. Dort wurde eine Vergiftung mit einem Nervengift festgestellt.

Die Regierung in Moskau hat Vorwürfe zurückgewiesen, russische Behörden hätten versucht, den Gegner von Präsident Wladimir Putin zu töten. Nawalny wurde im Januar 2021 bei der Rückkehr in seine Heimat festgenommen und wegen des Verstoßes gegen Bewährungsauflagen verurteilt.

Kreml-Kritiker Nawalny soll weitere 13 Jahre in Haft bleiben

Copyright: (c) Copyright Thomson Reuters 2022

Titelfoto und Foto: Symbolfoto

Wichtige Entwicklungen zur Ukraine.

FUNDSCENE DAILY NEWS

FUNDSCENE DAILY NEWS - erhalte ab sofort alle wichtigen Nachrichten des Tages um 19 Uhr kostenlos per eMail in dein Postfach!

Wir senden keinen Spam! Erfahre mehr in unserer Datenschutzerklärung.

Das könnte dir auch gefallen

Österreich gibt nach Unruhen Reisewarnung für den Iran heraus

Berlin, 04. Okt - Das österreichische Außenministerium hat nach der jüngsten Eskalation der Unruhen eine Reisewarnung für den Iran herausgegeben. "Aufgrund der anhaltenden Proteste und deren...

Cineworld erwartet schwierige Jahre für Kinobetreiber

Bangalore, 30. Sep - Die weltweit zweitgrößte Kinokette Cineworld zeichnet ein düsteres Bild für Kinobetreiber und prognostiziert stagnierende Besucherzahlen für die kommenden Jahre. Das britische Unternehmen...
spot_img
spot_img

The latest

Share post:

Popular

Breaking