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Mittwoch, Februar 1, 2023

Hohes Nachfragepotenzial bei 49-Euro-Ticket

Expertenmeinungen

Berlin, 19. Dez – Das geplante Deutschlandticket dürfte einer Studie zufolge auf große Nachfrage treffen. Rund 40 Prozent der befragten Personen seien zum Kauf eines bundesweit gültigen 49-Euro-Tickets für den Öffentlichen Personennahverkehr bereit, wie aus einer am Montag veröffentlichten Umfrage der Unternehmensberatung PwC hervorgeht. Es sei mit einer starken Zunahme der ÖPNV-Nutzung zu rechnen. „Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass sich der Anstieg über alle Verkehrszwecke erstreckt, und sich nicht nur auf den Freizeitverkehr bezieht“, sagte PwC-Manager Gabriel Flore. 

Der Nachfolger des 9-Euro-Tickets weckt der Umfrage zufolge besonders bei Autofahrern hohes Interesse, weshalb es als Alternative zum Pkw an Bedeutung gewinnen dürfte. Auch bei Neu- und Gelegenheitskunden des ÖPNV werde eine steigende Nachfrage erwartet. Bei einkommensschwachen Personen sowie Menschen aus dem ländlichen Raum falle das Nachfragepotential hingegen geringer aus. Während in Großstädten mit über einer Million Einwohnern fast jeder zweite zum Kauf eines 49-Euro-Tickets bereit wäre, treffe dies in Kleinstädten lediglich auf jede dritte Person zu. Somit beeinflusse die Größe des Wohnorts und das verfügbare Mobilitätsangebot die Nachfrage.

AUSBAU DES ANGEBOTS ERFORDERLICH 

Das geplante Ticket stellt die ÖPNV-Branche aber auch vor Herausforderungen. Vor allem für die Metropolräume, die bereits jetzt oft an ihre Kapazitätsgrenzen stoßen, sei ein deutlicher Kapazitätsausbau notwendig – mit entsprechend hohen Kosten, heißt es in der Studie. Zugleich sei es für die Verkehrsunternehmen schwierig, genug qualifiziertes Personal zu finden. Zudem gelte es, das Ticket sinnvoll in die bestehenden Tarifstrukturen zu integrieren: „Trotz Deutschlandticket sind weiterhin attraktive und einfache Tariflösungen für die übrigen Kunden notwendig“, erklärte Flore.

Anfang November hatten sich Bund und Länder auf die Finanzierung eines Nachfolgers für das 9-Euro-Ticket aus dem Sommer verständigt. Dieses soll dauerhaft ab April oder Mai für 49 Euro im Monat angeboten werden. Die Mehrkosten allein für dieses Angebot von geschätzt drei Milliarden Euro im Jahr wollen sich Bund und Länder zusätzlich teilen.

Hohes Nachfragepotenzial bei 49-Euro-Ticket

Quelle: Reuters

Titelfoto: Symbolfoto

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