Experten erwarten Rezession und 14,5 Prozent Inflation in Russland

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30. Jun (Reuters) – Die russische Zentralbank wird Experten zufolge ihren Leitzins weiter senken, um den Wirtschaftseinbruch abzufedern. Die Wirtschaft dürfte in diesem Jahr um 7,1 Prozent schrumpfen, wie am Donnerstag aus einer Reuters-Umfrage unter 15 Analysten von Ende Juni hervorgeht. Bei einer ähnlichen Umfrage im Mai war noch von einem Rückgang des Bruttoinlandsproduktes von 7,6 Prozent die Rede. Der Einmarsch russischer Truppen in die Ukraine Ende Februar und die folgenden Sanktionen des Westens setzen Russlands Wirtschaft unter Druck. Die Experten gehen im Schnitt davon aus, dass die Notenbank ihren Zins von 9,5 Prozent im Juli auf 9,0 Prozent senkt und bis Jahresende weiter auf 8,0 Prozent kappt. Zentralbankchefin Elvira Nabiullina hat gesagt, sie sehe Spielraum für eine Zinssenkung. 

Für russische Haushalte ist der Preisschub eine der größten Sorgen. Die Inflation dürfte sich der Umfrage zufolge 2022 auf 14,5 Prozent beschleunigen, nach 8,4 Prozent im Vorjahr. Dies wäre allerdings weniger als noch im Mai mit 16,4 Prozent erwartet. Ein Rückgang der Inflationserwartungen könnte der Zentralbank wiederum Spielraum für weitere Zinssenkungen verschaffen, um die schwächelnde Wirtschaft mit günstigeren Krediten zu versorgen. „Der starke Rubel wird zu einer weiteren Verlangsamung der Inflation beitragen“, sagte Michail Wassiljew, Chefanalyst der Sovcombank. „Dies wird es der Bank von Russland ermöglichen, den Leitzins auf der Sitzung am 22. Juli auf 8 bis 9 Prozent zu senken.“

Experten erwarten Rezession und 14,5 Prozent Inflation in Russland

Copyright: (c) Copyright Thomson Reuters 2022

Titelfoto: Symbolfoto

Wichtige Entwicklungen zur Ukraine.

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