EU und Neuseeland einigen sich auf Freihandelsabkommen

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Brüssel, 30. Jun (Reuters) – Die Europäische Union und Neuseeland haben ihre Verhandlungen über ein Freihandelsabkommen erfolgreich abgeschlossen. Das sagte die Präsidentin der EU-Kommission, Ursula von der Leyen, am Donnerstag nach einem Treffen mit der neuseeländischen Ministerpräsidentin Jacinda Ardern. Die Gespräche dazu waren Mitte 2018 aufgenommen worden. Ziel ist es, den Handel von Waren und Dienstleistungen der beiden Partner um 30 Prozent zu steigern. 

Das Abkommen soll nun bei zahlreichen Produkten die gegenseitigen Zölle abschaffen. Es soll auch Strafen vorsehen, sollte eine Seite gegen Umweltauflagen oder bestimmte Arbeitsmindeststandards verstoßen. Vorgesehen ist, dass Zölle auf EU-Exporte etwa für Schweinefleisch, Wein, Schokolade oder Kekse wegfallen. Die EU will im Gegenzug mehr Milchprodukte und Fleisch aus Neuseeland importieren. 

Wegen der Sanktionen gegen Russland im Zuge des Krieges in der Ukraine und der starken Abhängigkeit von China sucht Deutschland momentan verstärkt nach Alternativen. Die deutsche Industrie hofft neben Neuseeland auch auf ein Abkommen mit Indien. Allerdings ist die Ratifizierung solcher Deals in der EU meist mühsam und langwierig, weil alle 27 Mitgliedsstaaten zustimmen müssen. 

Am Freitag wird sich das Kabinett in Berlin vermutlich mit der Ratifizierung des Freihandelsabkommens Ceta zwischen der EU und Kanada beschäftigen. Insidern zufolge hofft die Bundesregierung, mit der geplanten Ratifizierung in Deutschland auf eine neue Dynamik innerhalb der Europäischen Union, damit das Abkommen endgültig in Kraft treten kann.

EU und Neuseeland einigen sich auf Freihandelsabkommen

Copyright: (c) Copyright Thomson Reuters 2022

Titelfoto: Symbolfoto

Wichtige Entwicklungen zur Ukraine.

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