Verbraucherpreise steigen um 5,1 Prozent – Energie als Treiber

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Berlin, 11. Mrz (Reuters) – Die deutsche Inflation hat sich schon vor der jüngsten Preisexplosion bei Öl und Gas infolge des Ukraine-Krieges beschleunigt. Waren und Dienstleistungen verteuerten sich im Februar um durchschnittlich 5,1 Prozent zum Vorjahresmonat, bestätigte das Statistische Bundesamt am Freitag eine frühere Schätzung. Im Januar war die Inflationsrate noch auf 4,9 Prozent gesunken, nachdem sie im Dezember mit 5,3 Prozent den höchsten Stand seit fast 30 Jahren erreicht hatte. „Die coronabedingten Effekte werden zunehmend überlagert durch die Auswirkungen des Angriffs von Russland auf die Ukraine“, sagte der Präsident des Statistikamtes, Georg Thiel. Die aktuellen Preissteigerungen insbesondere bei Mineralölprodukten würden sich in den Februar-Daten aber noch gar nicht widerspiegeln.

Energie kostete im Februar 22,5 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Kraftstoffpreise zogen dabei um 25,8 Prozent an, die für Haushaltsenergie um 20,8 Prozent. Hier verteuerten sich vor allem leichtes Heizöl (plus 52,6 Prozent), Erdgas (plus 35,7 Prozent) und Strom (plus 13,0 Prozent). Neben den krisenbedingten Effekten wirke sich auch die zu Jahresbeginn gestiegene CO2-Abgabe von 25 Euro auf 30 Euro pro Tonne aus, hieß es.

Die Preise für Nahrungsmittel kletterten um 5,3 Prozent. Mehr bezahlen mussten die Verbraucher insbesondere für frisches Gemüse (plus 11,0 Prozent) sowie für Molkereiprodukte und Butter (plus 6,7 Prozent). Merklich teurer wurden auch Pflanzen und Blumen (plus 8,7 Prozent), Fahrzeuge (plus 7,8 Prozent) sowie Kaffeeprodukte (plus 6,7 Prozent).

Viele Ökonomen heben derzeit ihre Inflationsprognosen wegen des vor mehr als zwei Wochen begonnenen Ukraine-Kriegs kräftig an. „Angesichts des massiven Energiepreisanstiegs infolge des Ukraine-Krieges haben wir unsere Inflationsprognose abermals deutlich auf 5,5 Prozent hochgesetzt“, heißt es in der am Mittwoch veröffentlichten Vorhersage der Deutschen Bank. Bislang waren deren Ökonomen lediglich von einer Teuerung von 4,2 Prozent ausgegangen, nachdem die Preise bereits 2021 um 3,1 Prozent gestiegen waren. Im schlimmsten Fall könnten diese sogar um etwa 6,5 bis 7,0 Prozent steigen, „weil die Öl- und Gaslieferungen zumindest vorübergehend unterbrochen werden“. 2023 soll die Teuerungsrate dann auf etwa 3,5 Prozent zurückgehen.

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Verbraucherpreise steigen um 5,1 Prozent – Energie als Treiber

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