USA schielen auf Ölimporte aus Venezuela

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Houston/Washington, 09. Mrz (Reuters) – Nach dem Stopp russischer Ölimporte infolge des Ukraine-Krieges hoffen die USA auf Lieferungen aus Venezuela. Vertreter der US-Regierung sagten ihren venezolanischen Amtskollegen eine Lockerung der seit 2019 bestehenden Sanktionen zu – unter der Voraussetzung, dass Öl direkt in die Vereinigten Staaten geliefert werde, sagten zwei mit den Verhandlungen vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters. Weder das US-Außenministerium noch das staatliche venezolanische Energieunternehmen PDVSA reagierten auf Bitten um eine Stellungnahme.

Chevron als letzter noch in Venezuela aktiver amerikanischer Ölproduzent könnte der erste Nutznießer sein, sollte eine Einigung mit der sozialistischen Regierung von Nicolas Maduros erzielt werden. Chevron darf seit 2020 kein venezolanisches Öl mehr aus seinen Gemeinschaftsunternehmen liefern und drängt darauf, dieses Verbot aufzuheben.

Beide Länder hatten die diplomatischen Beziehungen 2019 abgebrochen. Die USA und Dutzende andere Staaten wie Deutschland haben Maduros Wiederwahl im Jahr 2018 nicht anerkannt. Mit Unterstützung von Russland, Kuba, China und dem Iran konnte sich Maduro bislang im Amt halten.

Eine mit der Angelegenheit vertraute Person sieht die Positionen der beiden Regierungen noch weit auseinander liegen. Washington drängt demnach auf freie Präsidentschaftswahlen, während Maduro eine weitgehende Aufhebung aller Sanktionen fordere. Ranghohe Vertreter beider Seiten hatten am Samstag in der Hauptstadt Caracas eine Gesprächsrunde abgehalten. Die Gäste seien im Präsidentenpalast empfangen worden, sagte Maduro. „Wir hatten ein Treffen. Ich könnte es als respektvoll, herzlich, sehr diplomatisch beschreiben“.

Die venezolanische Ölproduktion hat sich im vergangenen Jahr von ihrem freien Fall erholt und lag im Durchschnitt bei 636.000 Barrel pro Tag. Offizielle Stellen haben erklärt, dass das Mitglied des Ölkartells Opec Produktion und Exporte steigern könne. Analysten gehen aber davon aus, dass dazu erhebliche Investitionen notwendig seien.

Die USA haben wegen der Invasion in der Ukraine ein Einfuhrverbot gegen Öl aus Russland verhängt. 2021 bezogen die Amerikaner 670.000 Barrel pro Tag von dort.

USA schielen auf Ölimporte aus Venezuela

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Titelfoto: Symbolfoto

Wichtige Entwicklungen zur Ukraine.

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