US-Anleger wagen sich zum Wochenstart nicht aus der Deckung

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Frankfurt, 28. Mrz (Reuters) – An der Wall Street starten die Anleger vorsichtig in die neue Woche. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte notierte rund einen halben Prozentpunkt schwächer bei 34.676 Punkten. Auch der breiter gefasste S&P 500 gab leicht auf 4534 Zähler nach. Dagegen zeigte sich der technologielastige Nasdaq-Index stabil mit 14.181 Punkten. Für Rückenwind sorgte ein geplanter Aktiensplit bei Tesla.

Tesla US-Anleger

Die Aktien des Elektroauto-Bauers legten in der Spitze um 8,5 Prozent auf bis zu 1096,57 Dollar zu. Das Unternehmen will sich bei der kommenden Hauptversammlung die Zustimmung der Investoren einholen, um die Anzahl der Aktien zu erhöhen und sie damit optisch billiger zu machen.

Öl US-Anleger

Ein Rückgang beim Ölpreis von bis zu acht Prozent setzte unterdessen die Branche unter Druck. Die Ölkonzerne Exxon und Chevron gaben jeweils mehr als zwei Prozent nach, weil Anleger am Rohölmarkt auf eine sinkende Nachfrage setzten, nachdem die chinesische Wirtschafts- und Finanzmetropole Shanghai wegen erneut steigender Corona-Zahlen einen Lockdown verhängt hat. Die Ölsorte BrentLCOc1 aus der Nordsee verbilligte sich um knapp sechs Prozent auf 114 Dollar je Barrel (159 Liter). Der Preis für US-Rohöl WTICLc1 gab ebenfalls rund sechs Prozent auf 107,30 Dollar nach.

BANK-AKTIEN LASSEN FEDERN

Auch der Banksektor geriet unter die Räder, nachdem die Aussicht auf höhere Zinsen in den vergangenen Tagen für Rückenwind gesorgt hatte. Der entsprechende Branchenindex.SPXBKgab durch Gewinnmitnahmen 2,3 Prozent nach. Die Experten von Morgan Stanley stuften die US-Banken herab und begründeten den Schritt damit, dass die erwarteten Zinsschritte der US-Notenbank Fed bereits eingepreist seien.

Noten US-Anleger

Unterdessen ebbte der Ausverkauf am Anleihenmarkt ab. Nachdem die Renditen zehnjähriger US-StaatsanleihenUS10YT=RR erstmals über die 2,5 Prozent-Marke gestiegen sind, zogen sie sich bis auf 2,414 Prozent zurück. Börsianer werteten die Bewegungen an den Anleihemärkten als Zeichen, dass Anleger fürchteten, schnellere Zinserhöhungen könnten das Wirtschaftswachstum beeinträchtigen.

APPLE UNTER DRUCK – HEADSET-HERSTELLER GEFRAGT

Apple US-Anleger

Bei den Einzelwerten setzte die Aussicht auf Produktionskürzungen für iPhones und AirPods AppleAAPL.O zu. Die Aktien des Elektronik-Konzerns gaben um bis zu 1,6 Prozent nach. Der Zeitung „Nikkei“ zufolge will der US-Technologiekonzern wegen geringerer Nachfrage in Folge des Ukraine-Kriegs und hoher Inflation die Produktion von iPhones und AirPods herunterfahren. 

Ins Rampenlicht schob sich unterdessen der Headset-Hersteller Poly mit einem Kurssprung von 50,5 Prozent auf 39,43 Dollar. Computer-Hersteller HP bietet für Poly 1,7 Milliarden Dollar in bar, um vom Home-Office-Boom zu profitieren. Der Angebotspreis von 40 Dollar pro Aktie entspricht einem Aufschlag von rund 53 Prozent auf den Schlusskurs. HP-Anteilsscheine gaben dagegen um bis zu 5,6 Prozent nach.

US-Anleger wagen sich zum Wochenstart nicht aus der Deckung

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Titelfoto und Fotos: Symbolfotos

Wichtige Entwicklungen zur Ukraine.

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