Sonntag, November 8, 2026
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Deutsche-Bank-Chef mahnt künftige Regierung zu Reformtempo

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Christian Sewing (Archiv), via dts NachrichtenagenturFrankfurt/Main (dts Nachrichtenagentur) – Der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bank, Christian Sewing, fordert von der künftigen Bundesregierung, notwendige Reformen schnell und entschlossen anzugehen.

Es sei „entscheidend, dass die Ankündigungen, die gemacht worden sind, in den nächsten 90 Tagen auch umgesetzt werden“, sagte er den Sendern RTL und ntv. „Wir brauchen schnelle Aktionen, wir brauchen schnelle Maßnahmen“, so Sewing. Das sei wichtig, um einen Stimmungswandel herbeizuführen: „Wenn jetzt was angekündigt wird und umgesetzt wird, wird das schon im zweiten Halbjahr zu einer ganz anderen Stimmung im Land führen.“

Die deutsche Wirtschaft habe im laufenden Jahr dennoch mit weiteren Unsicherheiten zu kämpfen – unter anderem wegen der sich immer wieder ändernden Zollpolitik von US-Präsident Donald Trump. Sollte es zu weiteren Zollankündigungen kommen, könnte das deutsche Wirtschaftswachstum „vielleicht sogar ins Negative rutschen“, so Sewing. Für das kommende Jahr erwartet der Deutsche-Bank-Chef dennoch einen deutlichen Aufschwung: „Wir rechnen mit einem stärkeren Wirtschaftswachstum von 2026 an.“

Mit Blick auf die ersten 100 Tage von Donald Trump im Amt sagte Sewing: „Grundsätzlich sind die ersten 100 Tage schon so wie erwartet. Wir wussten, dass es eine America-First-Politik geben wird. Viele Dinge, die die Trump Administration ab November angekündigt hat, sind in der Tat umgesetzt worden.“ Zwar habe die Umsetzung „mit mehr Volatilität, vielleicht auch mit einer anderen Tonalität“ stattgefunden, „aber grundsätzlich richtungsmäßig dürfte man nicht überrascht sein“.

Die von Trump angekündigten und wieder zurückgenommenen Zölle bewertet Sewing als klare Belastung für die Weltwirtschaft: „Grundsätzlich sind Zölle nie positiv. Wir haben ja auch gesehen, die Reaktion der Märkte auf die Zollankündigung war negativ.“ Dennoch sieht er darin auch eine Chance für Europa: „Man sollte das nicht nur negativ sehen, sondern auch als Chance für Europa, die eigene Wirtschaft zu bündeln, zu stärken und dann als starker Handelspartner aufzutreten.“

Die Unternehmen in Deutschland sieht Sewing insgesamt gut vorbereitet: „Wir sehen insgesamt eine starke Resilienz auch in den Bilanzen der Firmenkunden. Viele Firmenkunden weiten ihre Handelsketten und ihr gesamtes Netzwerk aus, um unabhängiger zu sein.“ Trotz der Unsicherheiten an den Finanzmärkten zeigt sich Sewing zuversichtlich: „Der Finanzmarkt ist trotz dieser Schwankungen sehr stabil aufgestellt.“ Anlegern empfiehlt er, „einen langen Atem zu haben, geduldig zu sein und diversifiziert aufgestellt zu sein“.


Foto: Christian Sewing (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Bundespolizei gelingt Schlag gegen Schleuserbande

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Bundespolizei (Archiv), via dts NachrichtenagenturHameln (dts Nachrichtenagentur) – Der Bundespolizei ist am Dienstag in Niedersachsen ein Schlag gegen eine mutmaßliche Schleuserbande gelungen.

Am Morgen wurden im Auftrag der Staatsanwaltschaft Görlitz ein Haftbefehl und Durchsuchungsbeschlüsse in Hameln vollstreckt, teilte das Bundesinnenministerium mit. Es waren demnach etwa 100 Bundespolizisten im Einsatz.

„Die Bundespolizei hat heute erneut konsequent zugeschlagen, um Schleuserbanden das Handwerk zu legen“, sagte Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD). In Zusammenarbeit mit den europäischen Partnern sei die Bundespolizei gegen eine Bande vorgegangen, die über 1.000 meist syrische und irakische Staatsangehörige über Polen nach Deutschland eingeschleust haben soll. Die Personen sollen davor zu Fuß über die weißrussische Grenze in die EU geschleust worden sein.

Das zeige erneut, dass der hohe Ermittlungsdruck wirke. „Die Bundespolizei führt großangelegte Ermittlungsverfahren gegen die organisierte Schleusungskriminalität. Außerdem durchkreuzen wir die Schleuserrouten durch unsere Binnengrenzkontrollen“, so Faeser. Seit Oktober 2023 habe die Bundespolizei im Rahmen dieser Binnengrenzkontrollen etwa 2.200 Schleuser festgenommen. 2024 seien etwa 10.000 geschleuste Menschen festgestellt worden, im Jahr 2023 seien es noch etwa 40.000 gewesen, so die Ministerin.


Foto: Bundespolizei (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Grüne schließen Unterstützung für Merz bei Kanzler-Wahl aus

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Friedrich Merz am 28.04.2025, via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Grünen-Chef Felix Banaszak glaubt nicht, dass Mitglieder der Grünen-Fraktion am kommenden Dienstag für Merz als Kanzler stimmen werden.

„Nein, davon ist nicht auszugehen“, sagte er den Sendern RTL und ntv. „Man muss deutlich sagen, Herr Merz würde sich jetzt auch nicht um unsere Stimmen bemühen. Er ist ja ganz offensichtlich eher daran interessiert, die Flanke ins konservative Lager zu schließen, auch durch die Personalauswahl, die jetzt gestern bekannt geworden ist“, so Banaszak.

„Aber generell hat sich Friedrich Merz in den letzten Wochen, außer als es um unsere Stimmen bei der Grundgesetzänderung ging und dort auch etwas widerwillig, nicht um unsere Stimmen bemüht.“ Insofern könne er das ausschließen, ergänzte er. „Ich gehe davon aus, dass es das Interesse derer ist, die jetzt eine Koalition bilden, dass ihre Fraktionen dem auch zu einer Mehrheit verhelfen.“


Foto: Friedrich Merz am 28.04.2025, via dts Nachrichtenagentur

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19-Jähriger soll Anschlag auf Synagoge in Halle geplant haben

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Synagoge in Halle (Saale) (Archiv), via dts NachrichtenagenturHalle (dts Nachrichtenagentur) – Das Amtsgericht Halle (Saale) hat auf Antrag der Staatsanwaltschaft am 27. Februar einen Haftbefehl gegen einen 19-jährigen Beschuldigten erlassen. Der Mann stehe im Verdacht, eine schwere staatsgefährdende Gewalttat auf die Synagoge in Halle vorbereitet zu haben, teilte die Staatsanwaltschaft am Dienstag mit. Der Haftbefehl wurde demnach bereits am 22. April verkündet und wird seitdem vollstreckt.

Dem Beschuldigten wird eine rechtsextremistische Motivation vorgeworfen. Zwischen Juli des vergangenen Jahres und Februar dieses Jahres soll er sein Vorhaben in einer Telegram-Chatgruppe angekündigt und sich eine Langwaffe zur Umsetzung seines Plans beschafft haben. Ein konkreter Zeitpunkt für die Durchführung der Tat war bislang nicht festgelegt.

Der Beschuldigte, der zur Tatzeit in der Schweiz lebte, wurde am 14. Februar von den Schweizer Behörden festgenommen. Bei der Festnahme wurden auch eine funktionsfähige Langwaffe sowie elektronische Kommunikationsmittel sichergestellt. Die Auslieferung an die deutschen Behörden erfolgte am 22. April. Der Beschuldigte bestreitet, die Anschlagspläne ernsthaft verfolgt zu haben. Die Ermittlungen dauern an.

Die Pläne erinnern an den Anschlag im Oktober 2019, bei dem ein rechtsextremer Täter in die Synagoge eindringen wollte und im Anschluss eine Frau auf offener Straße sowie einen Mann in einem Schnellimbiss erschoss.


Foto: Synagoge in Halle (Saale) (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Dax startet freundlich – Handelskonflikt verliert seinen Schrecken

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Frankfurter Börse, via dts NachrichtenagenturFrankfurt/Main (dts Nachrichtenagentur) – Der Dax ist am Dienstag freundlich in den Handelstag gestartet. Gegen 9:30 Uhr wurde der Leitindex mit rund 22.380 Punkten berechnet und damit 0,5 Prozent über dem Vortagesschluss. An der Spitze der Kursliste rangierten Rheinmetall, MTU und die Deutsche Bank, am Ende Porsche, die Deutsche Börse und Henkel.

„Mit jedem Zoll, den US-Präsident Trump zurücknehmen will, verliert der Handelskonflikt seinen Schrecken für die Anleger an der Börse“, sagte Jochen Stanzl, Chef-Marktanalyst von CMC Market. „Nun sind es die Auto-Zölle, die für die US-Hersteller zu einem Problem werden könnten und deshalb noch vor ihrer Einführung am Wochenende wieder einkassiert werden sollen.“ Der Aktienmarkt nehme diese Entwicklung wohlwollend zur Kenntnis, und der Dax dürfte seine in der Vorwoche erzielten Gewinne heute verteidigen und eventuell noch ausbauen können.

„Das dürfte auch von vier der `Glorreichen Sieben` – Microsoft, Apple, Meta und Amazon – abhängen“, so Stanzl. „Ihre Quartalszahlen heute und morgen nach Börsenschluss an der Wall Street könnten darüber entscheiden, ob die Märkte ihre Rezessionsängste weiter abschütteln.“ Der Dax preise mit aktuell 22.300 Punkten bereits ein mildes Szenario ein. Anleger seien zuversichtlich, dass die US-Notenbank Fed dem Markt den Rücken stärkt oder Trump notfalls weitere Zölle streiche. „Noch immer steht eine Halbierung der Zölle gegen China im Raum.“

Die europäische Gemeinschaftswährung war am Dienstagmorgen etwas schwächer: Ein Euro kostete 1,1400 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8772 Euro zu haben.

Der Ölpreis sank unterdessen deutlich: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete gegen 9 Uhr deutscher Zeit 65,17 US-Dollar; das waren 69 Cent oder 1,1 Prozent weniger als am Schluss des vorherigen Handelstags.


Foto: Frankfurter Börse, via dts Nachrichtenagentur

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DWS erweitert Kreditkooperation mit Deutscher Bank

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Deutsche Bank (Archiv), via dts NachrichtenagenturFrankfurt/Main (dts Nachrichtenagentur) – Die Kooperation der Deutschen Bank und ihrer Fondstochter DWS bei privaten Krediten ist breiter als bisher bekannt. Die DWS arbeite in dem Bereich künftig auch mit dem Firmenkundengeschäft der Deutschen Bank zusammen, sagte DWS-Chef Stefan Hoops dem „Handelsblatt“. Bisher war lediglich eine Kooperation mit der Investmentbank des Instituts bekannt.

„Wir haben unsere Private-Credit-Strategie komplett geändert“, sagte Hoops. Bisher habe die DWS versucht, etwas aufzubauen, das andere schon deutlich länger gehabt hätten. „Mit der Zusammenarbeit mit der Deutschen Bank bekommen wir nun privilegierten Zugang zur Kreditpipeline der Investment- und Corporate-Bank.“ Das sei „ein wirklich differenzierendes Angebot am Markt.“

„Als Teil der Vereinbarung darf die DWS die relevante Pipeline der Investment- und Corporate-Bank einsehen und Kredite bevorzugt einkaufen“, so Hoops weiter. Eine Abnahmepflicht gebe dagegen es nicht. „Dafür fließt ein Teil der Managementgebühren an die Deutsche Bank“, so der DWS-Chef.

Die Deutsche Bank und die DWS hatten Mitte März angekündigt, bei Private Credit künftig eng zusammenarbeiten zu wollen. Unter Private Credit verstehen Fachleute Darlehen an Unternehmen, die nicht von Banken, sondern von anderen Marktteilnehmern gehalten werden. Die Deutsche Bank ist mit knapp 80 Prozent an dem MDax-Unternehmen DWS beteiligt.


Foto: Deutsche Bank (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Paritätischer: Arme werden noch ärmer

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Eine Frau wühlt in einem Abfalleimer (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Einkommensarme Menschen sind in den vergangenen Jahren offenbar noch ärmer geworden. Das ist das Ergebnis des neuen Armutsberichtes des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes, der am Dienstag veröffentlicht wurde.

Während das mittlere Einkommen von Personen unterhalb der Armutsgrenze im Jahr 2020 noch bei 981 Euro im Monat lag, waren es demnach im Jahr 2024 preisbereinigt nur noch 921 Euro. „Die Zahlen belegen, was viele Menschen mit geringem Einkommen schon lange im Alltag spüren: Die Armen werden ärmer“, sagte Joachim Rock, Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Gesamtverbandes. „Die Kaufkraftverluste der vergangenen Jahre verschärfen die ohnehin schon schwierige finanzielle Lage von Millionen Betroffenen.“

Insgesamt mussten 2024 dem neuen Armutsbericht zufolge 15,5 Prozent der Bevölkerung zu den Armen gezählt werden. Die Armutsquote stieg um 1,1 Prozentpunkte im Vergleich zum Vorjahr an. Von Armut betroffen sind dabei insbesondere Alleinerziehende, junge Erwachsene und Rentner, wobei die Altersarmut stark weiblich geprägt ist.

Der Armutsbericht weist auch die Zahl derer aus, die in „erheblicher materieller Entbehrung“ leben: 5,2 Millionen Menschen – darunter 1,1 Millionen Kinder und Jugendliche sowie 1,2 Millionen Vollzeiterwerbstätige – können sich etwa nicht leisten, die Wohnung warm zu halten oder alte Kleidung zu ersetzen.

Der Bericht zeigt im Vergleich der Bundesländer große regionale Unterschiede: Während in Bayern nur etwa jede achte Person von Armut betroffen ist (11,8 Prozent), ist es in Sachsen-Anhalt mehr als jede fünfte (22,3 Prozent) und in Bremen sogar jede vierte Person (25,9 Prozent).


Foto: Eine Frau wühlt in einem Abfalleimer (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Gut 600 stationäre FSME-Behandlungen im Jahr 2023

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Krankenhaus (Archiv), via dts NachrichtenagenturWiesbaden (dts Nachrichtenagentur) – Gut 600 Patienten sind im Jahr 2023 in Deutschland wegen einer Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) im Krankenhaus behandelt worden. Neun Menschen starben aufgrund der Erkrankung, teilte das Statistische Bundesamt (Destatis) am Dienstag mit.

Die Zahl der stationären FSME-Behandlungen ist binnen 20 Jahren tendenziell etwas gestiegen, wobei die jährliche Schwankung hoch ist. Der Höchstwert der vergangenen 20 Jahre lag im Corona-Jahr 2020, als knapp 900 Patienten mit der Hauptdiagnose FSME im Krankenhaus behandelt wurden.

Bei einer FSME wird eine Entzündung des Gehirns und der Hirnhäute durch Viren hervorgerufen. Besonders gefährdet sind Personen, die sich in einem FSME-Risikogebiet und häufig in der freien Natur aufhalten. Schutz gegen eine FSME-Erkrankung bietet laut Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) die Vermeidung von Zeckenstichen sowie die Impfung gegen FSME.

Knapp 5.400 Patienten wurden 2023 wegen Borreliose im Krankenhaus behandelt – zehn Menschen starben aufgrund der Erkrankung, so die Statistiker. Die Zahl der Borreliose-Behandlungen ist binnen 20 Jahren etwas gesunken. 2003 waren es knapp 7.600. Die Borreliose wird durch eine bakterielle Infektion hervorgerufen. Schutz gegen die Krankheit bietet die Vermeidung von Zeckenstichen, eine Impfung steht bisher nicht zur Verfügung.


Foto: Krankenhaus (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Stromversorgung in Spanien zum Großteil wiederhergestellt

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Umspannwerk (Archiv), via dts NachrichtenagenturMadrid (dts Nachrichtenagentur) – Nach dem massiven Stromausfall auf der Iberischen Halbinsel ist die Stromversorgung in Spanien zum Großteil wiederhergestellt worden.

Der spanische Netzbetreiber Red Eléctrica teilte am Dienstagmorgen mit, dass der Strom zu 99,16 Prozent wieder fließe. Alle Umspannwerke des Netzes funktionieren zudem wieder. Auch im Nachbarland Portugal wurden die meisten Haushalte wieder mit Elektrizität versorgt.

Der spanische Ministerpräsident Pedro Sánchez hatte zuvor für den heutigen Dienstag eine Rückkehr zur Normalität in Aussicht gestellt. Die Ermittlungen zur Ursache für den Blackout dauerten zunächst noch an. Hinweise auf einen Hackerangriff gibt es bisher offenbar nicht.

Der Stromausfall hatte am Vortag auf dem spanischen Festland und in Portugal sowie in Teilen von Frankreich und Andorra zu massiven Einschränkungen geführt. Zahlreiche Menschen saßen in Zügen, U-Bahnen und Aufzügen fest. Ampeln funktionierten nicht mehr, Internet und Telefonnetze fielen aus. Die Krankenhäuser liefen zudem im Notbetrieb.


Foto: Umspannwerk (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Söder rechnet mit SPD-Zustimmung zum Koalitionsvertrag

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Markus Söder und Lars Klingbeil (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – CSU-Chef Markus Söder rechnet mit einer Zustimmung der SPD-Basis zum Koalitionsvertrag.

„Auf Parteitagen, auf hoher See und vor Gericht ist man in Gottes Hand, heißt es immer so schön“, sagte Söder dem Nachrichtenmagazin Politico. Aber sein Gefühl sei, dass es im Vergleich zu früheren Abstimmungen keine groß organisierte No-Groko-Bewegung gebe – auch bei den Jusos nicht. „Ich glaube, jeder spürt schon den Ernst der Lage.“

Söder sagte, er sei „einfach mal“ optimistisch: „Ich finde, die SPD hat auch gut verhandelt. Jeder hat etwas dabei, wo er sich wiederfinden kann.“

Der bayerische Ministerpräsident verweist auf die Folgen einer Ablehnung der Koalition von Union und SPD: „Wenn ein Nein kommt und keine Regierung zustande kommt, dann kann es am Ende sogar zu Neuwahlen führen. Und ob das das große Interesse aller Beteiligten in unserem Land sein kann, das glaube ich nicht.“

Aus Söders Sicht muss sich der Regierungsstil ändern. „Es geht nur konstruktiv, nicht destruktiv“, so der CSU-Chef. „Nicht die üblichen Spielchen, nicht die übliche Taktik, nicht die üblichen Eitelkeiten – deswegen habe ich den klaren Vorsatz, da was zu ändern. Ich glaube nicht, dass Dominieren und Demütigen eine gute Lösung ist.“

Sein Verhältnis zu Friedrich Merz beschreibt Söder als belastbar. „Ich helfe mit – in einer guten Fernbeziehung mit dem künftigen Kanzler“, so der CSU-Politiker. „Wir verstehen uns wirklich gut.“


Foto: Markus Söder und Lars Klingbeil (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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