Sonntag, März 22, 2026
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Dänemarks Armee rückt näher an Bundeswehr heran

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Dänische Soldaten auf Grönland am 20.01.2026, via dts NachrichtenagenturNuuk (dts Nachrichtenagentur) – Der dänische Armeechef Michael Wiggers hat angekündigt, die Zusammenarbeit mit der Bundeswehr in der Arktis und auf Grönland nach der Erkundungsmission vor wenigen Tagen auszuweiten.

„Wir werden unsere Zusammenarbeit in der Arktis vertiefen“, sagte der General dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“. „Deutschland hält es für sinnvoll, dort Übungen durchzuführen, weil es um das Training für den Einsatz in der Arktis geht. Wir werden die Grundlagen für weitere gemeinsame Übungen in und um Grönland schaffen, nicht zwangsläufig nur an Land, sondern auch im Luftraum und auf See.“ Er lobte: „Deutschland hat uns in dieser und anderen Angelegenheiten sehr unterstützt und sich als äußerst zuverlässiger Partner erwiesen.“

Zudem wies der Militärchef Forderungen zurück, zur Verbesserung der Sicherheit der Arktis die regionalen Nato-Verteidigungspläne zu überarbeiten und auszuweiten. „Die Verteidigungspläne sind auf dem neuesten Stand, wir müssen sie jetzt aber auch in den Übungen umsetzen“, sagte Wiggers.

Der ranghöchste Militär des Landes lobte US-Präsident Donald Trumps Vorstoß, den Raketenschutzschirm „Golden Dome“ auf Grönland zu errichten. „Der Golden Dome dient in erster Linie dem Schutz der Vereinigten Staaten, und es ist eine sehr gute Idee, so etwas zu haben“, so der oberste General Dänemarks. „Er würde für die Verteidigung des gesamten nordamerikanischen Territoriums nützlich sein.“


Foto: Dänische Soldaten auf Grönland am 20.01.2026, via dts Nachrichtenagentur

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Bundesbank erlebt jede Minute 5.000 Cyberangriffe

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Deutsche Bundesbank (Archiv), via dts NachrichtenagenturFrankfurt am Main (dts Nachrichtenagentur) – Die Deutsche Bundesbank ist jeden Tag einer Vielzahl digitaler Angriffe ausgesetzt.

„Allein auf die IT-Systeme der Bundesbank erleben wir jede Minute mehr als 5.000 Cyberangriffe“, sagte Bundesbank-Präsident Joachim Nagel dem Tagesspiegel. Auf das Jahr hochgerechnet seien das zweieinhalb Milliarden Fälle, die an der Firewall der Bundesbank abprallen würden. „Es ist ein ständiger Wettlauf.“

Die Bundesbank habe eine ganze Reihe von Schutzmaßnahmen ergriffen, um ihre IT-Landschaft so sicher wie möglich zu machen. „Das fängt beim sicherheitsgeprüften Personal an und geht über gesicherte IT-Systeme bis zur Cyberabwehr und dem Business-Continuity-Management“, sagte Nagel. So sei die Bundesbank zu einer Art IT-Dienstleister geworden und übernehme mit anderen Zentralbanken eine wichtige Rolle für das gesamte Eurosystem.

Trotzdem kann die Bundesbank kein absolutes Sicherheitsversprechen geben. „Niemand kann Ihnen garantieren, dass nie was passiert“, sagte Nagel: „Aber wir haben höchste Sicherheitsstandards.“


Foto: Deutsche Bundesbank (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Fahnder nehmen mutmaßlichen Waffenschmuggler der Hamas am BER fest

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Flughafen BER bei Nacht (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Bei den Ermittlungen gegen eine Gruppe mutmaßlicher Waffenbeschaffer der Hamas ist es zu einer weiteren Festnahme gekommen. Wie der „Spiegel“ unter Berufung auf Ermittlerkreise schreibt, verhafteten Einsatzkräfte der Polizei am Freitag gegen 23 Uhr am Flughafen Berlin den 36-jährigen Mohammad S.

Der im Libanon geborene S. war aus Beirut nach Berlin geflogen und stand auf der Fahndungsliste des Bundeskriminalamts. Die Bundesanwaltschaft wirft ihm vor, Mitglied der Hamas zu sein und einem Team sogenannter Auslandsoperateure anzugehören, das Schusswaffen und Munition für Anschläge gegen israelische und jüdische Einrichtungen in Europa beschafft. Den Fahndern zufolge soll S. rund 300 scharfe Patronen für die Gruppe besorgt haben.

In dem Ermittlungskomplex hatte es bereits mehrere Festnahmen gegeben: So waren im Oktober drei mutmaßliche Hamas-Mitglieder bei einer Waffenübergabe in Berlin verhaftet worden. Weitere mutmaßliche Waffenschmuggler der Gruppe setzten die Fahnder in London und bei der Einreise aus Tschechien fest.

Der aktuell festgenommene Mohammad S. soll nun aus Berlin nach Karlsruhe gebracht und einem Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofs vorgeführt werden. Seine Verteidigung war für eine Stellungnahme zunächst nicht erreichbar.


Foto: Flughafen BER bei Nacht (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Wahlplakate trotzen laut Umfrage Sozialen Medien

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Wahlplakate zur Bundestagswahl (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Die klassischen Wahlplakate taugen offenbar immer noch, wenn es um die Sichtbarkeit politischer Parteien geht. Zu diesem Schluss kommt eine neue Studie der Konrad-Adenauer-Stiftung, über die die Zeitungen des „Redaktionsnetzwerks Deutschland“ berichten.

Demnach konnten sich fast alle befragten Wahlberechtigten (93 Prozent) nach der Bundestagswahl 2025 an Plakatwerbung von mindestens einer Partei erinnern. Es folgten die Wahlwerbung im Briefkasten (58 Prozent), Werbestände auf der Straße (54 Prozent), Printanzeigen (47 Prozent) sowie Werbung in Sozialen Medien (42 Prozent). „Wer clever ist, klebt – nämlich Plakate“, sagte Studien-Autor Jochen Roose dem RND.

Wahlwerbung in den Sozialen Medien und in Printanzeigen hinterließ der Studie zufolge nach dem Wahlkampf 2025 einen bleibenderen Eindruck als 2021, Wahlwerbung in Briefkästen war dagegen etwas weniger nachhaltig. Bei den übrigen untersuchten Kommunikationskanälen gibt es kaum Unterschiede. Überdurchschnittlich oft konnten sich die Befragten an die Werbung der Partei erinnern, die sie schließlich auch wählten. „Man sieht insgesamt sehr deutlich, dass Wahlwerbung auch ankommt – und auch über verschiedene Wege“, sagte Roose.

Die Studie untersuchte die von den Parteien platzierte Wahlwerbung und legte den Fokus auf die Wahrnehmung dieser Werbung, nicht auf deren Einfluss auf die Wahlentscheidung. Die Befragten sollten darlegen, von welcher Partei und in welcher Form sie Wahlwerbung gesehen haben.

Die Telefonumfrage wurde vom Markt- und Meinungsforschungsinstitut IPSOS im Auftrag der Konrad-Adenauer-Stiftung unter den Wahlberechtigten in Deutschland vorgenommen. Insgesamt 4.001 Personen wurden den Angaben zufolge nach der Bundestagswahl 2025 in der Zeit vom 25. Februar bis zum 14. April 2025 zufällig ausgewählt und telefonisch befragt.


Foto: Wahlplakate zur Bundestagswahl (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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EU-Handelsausschusschef: Zoll-Abstimmung am Montag könnte scheitern

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Industrieanlagen und Hafen in New York/Brooklyn (Archiv), via dts NachrichtenagenturStraßburg (dts Nachrichtenagentur) – Der Vorsitzende des EU-Handelsausschusses, Bernd Lange (SPD), hat sich skeptisch gezeigt, ob am Montag der Senkung der Zölle auf US-Industriegüter zugestimmt wird.

„Selbst wenn wir am Montag die Zollsenkungen entscheiden – wovon ich noch nicht überzeugt bin – kann das Parlament frühestens im Februar entscheiden“, sagte der Ausschussvorsitzende dem Pro-Newsletter Industrie & Handel des Nachrichtenmagazins POLITICO.

Die EU hatte den USA im Handelsdeal vom vergangenen Sommer Zollfreiheit für US-Güter zugesichert. Die Abstimmung dazu war diese Woche wegen der zu diesem Zeitpunkt angedachten Grönland-Zölle von US-Präsident Donald Trump auf Eis gelegt worden. Beim EU-Sondergipfel am Donnerstag sagte die EU-Kommission, dass man sich nach Absage der Grönland-Zölle wieder an die Umsetzung des Deals gebunden fühle.

Doch Lange sieht noch Klärungsbedarf. „Es gibt in den Fraktionen noch unterschiedliche Meinungen, warum wir die Zollsätze auf null senken sollen, wenn die Stahlzölle noch gar nicht verhandelt sind“, sagte er. „Motorenhersteller sagen uns, sie verstehen das nicht und zahlen sicherheitshalber 50 Prozent Zölle“, sagte Lange. „Denen können wir nicht erklären, dass die Harley-Davidson bald mit Nullzoll nach Europa kommt.“

Lange ergänzte, dass nach einer Parlamentsentscheidung – frühestens im Februar – auch noch ein Trilog mit Rat und Kommission anstünde. „Im ICE-Tempo geht das nicht“, sagte Lange. Seine Prognose: „Die Zollsenkungen würden frühestens April oder Mai in Kraft treten.“


Foto: Industrieanlagen und Hafen in New York/Brooklyn (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Hubig will digitalen Voyeurismus auch in Sauna und Spa unterbinden

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Sauna (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Bundesjustizministerin Stefanie Hubig (SPD) will Spanner-Fotos und -Videos aus öffentlichen Saunen und Spas unterbinden.

„Viele Formen des digitalen Voyeurismus stehen schon heute unter Strafe – zum Beispiel das heimliche Fotografieren unter den Rock oder in den Ausschnitt. Das heimliche Filmen in der öffentlichen Sauna ist nach geltendem Recht hingegen nicht strafbar. Darin sehen viele eine Schutzlücke – was ich teile“, sagte die SPD-Politikerin der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (NOZ).

„Voyeuristische Nacktaufnahmen von anderen sind inakzeptabel, auch dann, wenn sie an öffentlichen Orten entstehen, in der Sauna, am Badesee oder im Spa.“ Die Ministerin kündigte an, „zeitgemäße strafrechtliche Regeln gegen digitalen Voyeurismus zu schaffen“ und ergänzte: „Keine Frau muss sich gefallen lassen, dass sie zum Objekt von Spanner-Fotos gemacht wird, nur weil das Smartphone mit Kamera immer griffbereit ist. Unser Staat hat hier eine Schutzverantwortung.“

Allerdings dürfe man auch nicht überziehen. „Wie immer bei der Schaffung neuer Straftatbestände müssen wir dabei sehr genau vorgehen und uns auf die Sanktionierung strafwürdigen Verhaltens beschränken“, sagte die frühere Richterin. „Im konkreten Zusammenhang heißt das: Natürlich geht es nicht um beiläufiges Fotografieren, es geht uns um digitale Spanner-Aufnahmen – und um nichts anderes.“


Foto: Sauna (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Nagel hält Bundesbank sehr gut für Krisen gerüstet

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Joachim Nagel (Archiv), via dts NachrichtenagenturFrankfurt am Main (dts Nachrichtenagentur) – Der Präsident der Deutschen Bundesbank, Joachim Nagel, sieht seine Behörde für Krisenfälle wie den jüngsten Stromausfall in Berlin gut vorbereitet.

„Ich kann Ihnen versichern, dass wir als Bundesbank sehr gut für solche Krisen gerüstet sind“, sagte Nagel dem Tagesspiegel. Dieser Ernstfall habe deutlich gezeigt, dass Zahlungsverkehrssysteme zur kritischen Infrastruktur gehörten.

Die Bundesbank habe dafür verschiedene Vorkehrungen getroffen. „Unsere Filialen stellen im gesamten Bundesgebiet die Versorgung mit Bargeld sicher, und zwar jede in einem Radius von 75 Kilometern“, sagte Nagel. Alle würden über Notstromaggregate verfügen. In großen Filialen würden mehr als 100 Angestellte, in den kleineren um die 40 arbeiten. „Selbst wenn eine Filiale ausfällt, können wir im Krisenfall in ganz Deutschland Bargeld bereitstellen“, sagte Nagel.

Auf den Ernstfall sei man zudem vorbereitet. „Es gibt nicht nur einen Ablaufplan, wir üben regelmäßig Krisenszenarien“, sagte Nagel. Er selbst habe ein Telefon mit Satellitentechnik, falls es zu einem Netzausfall komme. „Jeder in der Bundesbank weiß, was in einer Grenzsituation zu tun ist.“ Die Abhängigkeit von Bargeld in solchen Fällen hält er für hausgemacht. Man müsste „in Krisensituationen nicht abhängig vom klassischen Bargeld sein“. Nagel warb erneut für den digitalen Euro. „Wer möchte, wird ihn in seiner Wallet haben, also in einem digitalen Portemonnaie auf dem Handy“. Damit seien auch offline, also ohne Internetverbindung, Zahlungen möglich. „Der digitale Euro wird uns unabhängiger und resilienter machen“, sagte Nagel.


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Staffler für höhere Beteiligung von Bund und Ländern an Pflegekosten

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Medizinisches Personal in einem Krankenhaus (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Angesichts weiter steigender Eigenanteile für Pflegepatienten im Heim fordert die Pflegebevollmächtigte der Bundesregierung, Katrin Staffler (CSU), Bund und Länder zu einer höheren Kostenbeteiligung auf.

Der „Bild“ (Samstagsausgabe) sagte Staffler, die Länder sollten mehr Investitionskosten der Pflegeheime übernehmen. „Es wäre wünschenswert, dass sich auch die Bundesländer deutlich stärker beteiligen, beispielsweise durch die Übernahme der Investitionskosten“, erklärte Staffler. Dadurch könnte der Eigenanteil der Patienten sinken. Bislang übernehmen die Pflegepatienten in stationärer Behandlung den Großteil der Kosten, beispielsweise für die Sanierung der Heime.

Staffler sagte außerdem, der Bund könne ebenfalls zur Entlastung beitragen, wenn er „die Ausbildungskosten für Pflegekräfte übernehmen würde, denn auch beispielsweise die Ärzteausbildung wird aus Steuergeldern bezahlt“. Würde das passieren, „könnten Pflegebedürftige erheblich entlastet werden“.

Christos Pantazis, gesundheitspolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, fordert die Bundesländer ebenfalls zu mehr Beteiligung auf. Der „Bild“ sagte Pantazis: „Wir erwarten von den Ländern, dass sie ihre Investitionskosten vollständig und verlässlich übernehmen.“


Foto: Medizinisches Personal in einem Krankenhaus (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Nato-General: Allianz will an Ostflanke "heiße Zone" einrichten

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Bundeswehr-Soldaten (Archiv), via dts NachrichtenagenturBrüssel (dts Nachrichtenagentur) – Die Nato will in den kommenden zwei Jahren an der Grenze zu Russland massiv aufrüsten und deutlich mehr Waffen einlagern.

„Wir werden spürbar größere Vorräte als bisher in den Nato-Grenzstaaten zu Russland sehen, dazu gehören beispielsweise Waffen- und Munitionsdepots zur Wiederbewaffnung der Verteidigungssysteme in der automatisierten Zone, aber auch zur Ausrüstung der Nato-Streitkräfte“, sagte Brigadegeneral Thomas Lowin, Vizechef des Stabes für Operationsführung im Nato-Landkommando in Izmir (TRK), der „Welt am Sonntag“.

Zudem will die Nato laut Lowin „ein komplexes, mehrschichtiges Verteidigungssystem entlang der Grenze zu Russland und Weißrussland aufbauen und zur Verteidigung nicht nur konventionelle Truppen einsetzen, sondern durch Hindernisse und den Einsatz von Technik eine roboterisierte oder automatisierte Zone im grenznahen Bereich zum Gegner schaffen, die dieser dann erst einmal überwinden muss“.

Mit Lowin spricht erstmalig ein Nato-General öffentlich über das neue Verteidigungskonzept, das „Eastern Flank Deterrence Line“ (EDFL) genannt wird. Das Konzept soll nach Informationen der „Welt am Sonntag“ möglichst bereits bis Ende 2027 umgesetzt werden. Dabei soll ein System aus Aufklärungssensoren und weitgehend automatisierten und roboterisierten Waffen helfen, russische Streitkräfte in der ersten Phase des Angriffs aufzuhalten, und dabei gleichzeitig die eigenen Soldaten zu schonen. Brigadegeneral Lowin sagte dazu: „Die `Joint Effects Zone` bildet einen klar strukturierten, mehrschichtigen Wirkraum, um feindliche Truppen sofort zu bekämpfen und unter Druck zu setzen. Es ist eine Art heiße Zone.“

Ziel sei es, einen feindlichen Vorstoß zu brechen. „Wir kanalisieren seine Bewegungen, nehmen ihm Tempo, zwingen ihn in nachteilige Lagen und verschleißen ihn Schritt für Schritt. Jede Maßnahme dient dazu, seine Kampfkraft konsequent zu reduzieren – bei gleichzeitiger Sicherung unserer eigenen Truppe und dem Erhalt ihrer vollen Einsatzfähigkeit.“

Laut Lowin ist die neue automatisierte Zone an der Grenze zu Russland und Weißrussland weitgehend menschenleer. Lowin: „Wir sprechen von einem automatisierten Wirkraum, in dem Sensoren und Effektoren nahtlos zusammengreifen. Die Sensoren erfassen den Gegner, melden ihn unverzüglich und setzen nach Vorgabe die angeschlossenen Effektoren in Marsch.“ Dazu gehörten bewaffnete Drohnen, teilautonome Gefechtsfahrzeuge, unbemannte roboterisierte Bodensysteme, sowie automatisierte Luft- und Raketenabwehr. Lowin sagte dazu: „Diese miteinander verbundenen Systeme sind darauf ausgelegt, den Feind schnell zu stellen, seine Handlungsmöglichkeiten zu brechen und ihm die Kampfkraft und Initiative zuverlässig zu nehmen.“ In Polen und Rumänien werden bereits erste Elemente dieses Konzepts in Pilotprojekten getestet.


Foto: Bundeswehr-Soldaten (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Linke verdoppelt Mitgliederzahl – Basis wird jünger und weiblicher

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Linken-Parteitag (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Linke hat 2025 einen sprunghaften Mitgliederzuwachs verzeichnet. Am 31. Dezember 2025 zählte die Partei insgesamt 123.126 Mitglieder, berichtet die „Bild“ (Samstagausgabe).

Damit hat sich die Mitgliederzahl im Vergleich zum Vorjahr mehr als verdoppelt. Ende 2024 hatte die Linke noch 58.532 Mitglieder gemeldet, Ende 2023 waren es 50.251 gewesen.

Die Mitgliederstruktur hat sich im vergangenen Jahr deutlich verändert. Das Durchschnittsalter der Parteimitglieder liegt aktuell bei 38,6 Jahren und ist damit deutlich niedriger als noch 2024, als es bei rund 45 Jahren lag. Laut Parteiangaben ist die Linke damit die Partei mit dem niedrigsten Durchschnittsalter in Deutschland. Der Frauenanteil stieg auf 44,6 Prozent (2024: 40,3 Prozent) und erreichte damit eigenen Angaben zufolge den höchsten Wert in der Parteigeschichte.

Als Gründe für den Mitgliederzuwachs nennt die Partei unter anderem die Sorge vor einem politischen Rechtsruck, soziale Ungleichheit sowie Engagement gegen steigende Mieten. Nach Angaben aus Parteikreisen engagieren sich viele der neuen Mitglieder auch aktiv, etwa bei Haustürgesprächen und Kampagnen zur Wohnungspolitik. Demnach wurden im Bundestagswahlkampf rund 600.000 Haustüren besucht.

„Die Linke ist heute jünger und weiblicher, aber vor allem auch größer als je zuvor“, sagte die Parteivorsitzende Ines Schwerdtner der Zeitung. „Dieser enorme Zulauf kommt nicht von ungefähr: Zehntausende suchten in diesem Jahr besonders eine politische Heimat, um sich gegen den wachsenden Rechtsruck und die soziale Ungerechtigkeit der Bundesregierung zu wehren. Viele sind nicht nur Mitglied geworden, sondern engagieren sich auch vor Ort bei Haustürgesprächen und in der Mietenkampagne der Linken.“


Foto: Linken-Parteitag (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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