Mittwoch, September 23, 2026
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1. Bundesliga: Freiburg gewinnt gegen Köln

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Marvin Schwäbe (Archiv), via dts NachrichtenagenturFreiburg (dts Nachrichtenagentur) – In der Sonntagabendpartie des 19. Bundesliga-Spieltags hat der SC Freiburg gegen den 1. FC Köln mit 2:1 gewonnen.

Die Gäste aus Köln gingen früh in Führung, als Freiburgs Max Rosenfelder eine Hereingabe unglücklich ins eigene Tor lenkte (10. Minute). Die Antwort der Hausherren ließ jedoch nicht lange auf sich warten: Freiburg glich nur eine Minute später durch Derry Scherhant aus und übernahm in der Folge zunehmend die Spielkontrolle. Kurz vor der Pause drehte Freiburg die Partie endgültig und ging mit einer knappen Führung in die Halbzeit – Igor Matanovic traf in der 44. Minute.

Nach dem Seitenwechsel zeigte sich Köln zunächst aktiver und kam zu mehreren Abschlüssen, verpasste es aber, klare Chancen konsequent zu nutzen. Freiburg agierte insgesamt geduldig, blieb defensiv stabil und setzte immer wieder Nadelstiche nach vorne. Die große Gelegenheit zur Vorentscheidung bot sich den Breisgauern Mitte der zweiten Halbzeit, doch der fällige Handelfmeter wurde durch Igor Matanovic schwach ausgeführt und vom Kölner Torhüter Marvin Schwäbe pariert (66. Minute).

In der Schlussphase wechselten beide Trainer offensiv, Köln erhöhte den Druck, kam aber trotz einzelner Halbchancen nicht mehr entscheidend durch. Freiburg verteidigte die Führung souverän, ließ kaum zwingende Möglichkeiten zu und brachte den knappen Vorsprung letztlich verdient über die Zeit.

In der Tabelle rückt Freiburg hoch auf Rang sieben, Köln bleibt auf Platz zehn.


Foto: Marvin Schwäbe (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Neuer Koalitions-Streit: SPD will Recht auf Teilzeit erhalten

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Schreibtisch (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Mehrere Abgeordnete der SPD üben scharfe Kritik an der Forderung der Wirtschafts- und Mittelstandsunion (MIT), den Anspruch auf Teilzeitarbeitt abzuschaffen.

„Die Menschen in Deutschland arbeiten heute bereits in vielen Fällen an der Belastungsgrenze“, sagte Annika Klose, sozialpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion, dem „Spiegel“. „Der Weg der Union, mit ihren Vorschlägen den Druck auf die Beschäftigten immer weiter zu erhöhen, ist ein Holzweg und führt in die Sackgasse: zu höheren Burnout-Quoten oder einem früheren Ausscheiden aus dem Arbeitsleben.“

Richtig sei es, Fehlanreize wie Minijobs und das Ehegattensplitting abzuschaffen, so Klose. „Schade, dass die MIT stattdessen auf Populismus auf dem Rücken der Beschäftigten setzt.“

Auch die SPD-Abgeordnete Rasha Nasr kritisierte den MIT-Vorstoß scharf. „Der Rechtsanspruch auf Teilzeit ist kein Luxus und kein Zeichen mangelnder Solidarität“, sagte Nasr dem „Spiegel“. „Für Millionen Beschäftigte ist er Voraussetzung, um Beruf, Familie, Pflege oder Gesundheit miteinander zu vereinbaren. Wer Beschäftigte in Teilzeit als unsolidarisch diffamiert, verkennt die Lebensrealität vieler Menschen und wertet ihre Leistung ab.“

Ähnlich äußerte sich Sebastian Roloff, wirtschaftspolitischer Sprecher der SPD-Fraktion: „Wer Sozialleistungen für Teilzeitkräfte streichen will, zeigt, dass es hier nicht um Fachkräftesicherung geht, sondern um Ideologie auf dem Rücken von Beschäftigten“, sagte er dem „Spiegel“. „Wir brauchen mehr Arbeitsvolumen in Deutschland“, sagt Roloff. „Aber der Weg dahin führt über bessere Kinderbetreuung, echte Entlastung bei der Pflege und Anreize statt Sanktionen.“


Foto: Schreibtisch (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Wetterdienst warnt vor Glatteisregen im Nordosten

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Straßenverkehr unter winterlichen Bedingungen in Berlin (Archiv), via dts NachrichtenagenturOffenbach (dts Nachrichtenagentur) – Der Deutsche Wetterdienst warnt vor Glatteisregen im Nordosten. Betroffen seien Teile der Bundesländer Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Berlin und Sachsen, teilte die Behörde am Sonntagabend mit.

Vom Erzgebirge greift im Verlauf der Nacht zum Montag gefrierender Regen auf den Nordosten von Deutschland über und erfasst im Verlauf der Nacht auch Mecklenburg-Vorpommern. Zudem könne regional erheblicher Eisansatz nicht ausgeschlossen werden, teils mit Auswirkungen auf Infrastruktur und Vegetation.

Der Wetterdienst rechnet mit „Behinderungen im Straßen- und Schienenverkehr“, wie es weiter hieß.

Ein kleinräumiges, aber wetterwirksames Tief zieht am Sonntag von der oberen Adria nach Norden. Im Zusammenspiel mit der herangeführten feuchten Luftmasse kommt es dabei zu den kräftigen Schneefällen, und im Osten zu Glatteis.


Foto: Straßenverkehr unter winterlichen Bedingungen in Berlin (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Analyse: Versicherung für E-Autos oft teurer als für Verbrenner

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E-Auto-Ladestation (Archiv), via dts NachrichtenagenturHeidelberg (dts Nachrichtenagentur) – Bei rund der Hälfte der Vollkaskotarife müssen Fahrer von Elektroautos mehr zahlen als Besitzer von Verbrennern.

Das geht aus einer Analyse des Vergleichsportals Verivox hervor, über die die Funke-Zeitungen berichten. Unter sonst gleichen Bedingungen können die Versicherungsprämien für E-Autos demnach bis zu 44 Prozent teurer sein als für das gleiche Fahrzeugmodell mit Verbrennungsmotor.

Für einen BMW X3 mit Elektroantrieb liegen laut Analyse Vollkaskotarife bis zu 44 Prozent höher als für die Benzinvariante – obwohl beide Modelle in denselben Typklassen eingeordnet sind. Von den Tarifen, die der Modellfahrer für beide Modelle wählen kann, sind knapp die Hälfte (rund 49 Prozent) für das E-Modell teurer. Günstiger ist die Versicherung für den Stromer bei rund 32 Prozent der Tarife. Bei 19 Prozent der Angebote liegen die Kosten gleichauf.

Der Elektro-SUV Skoda Enyaq ist laut Analyse mitunter bis zu 18 Prozent teurer versichert als der typklassengleiche Benziner Kodiaq. 40 Prozent der Tarife liegen hier über den Kosten des Verbrennermodells, 35 Prozent sind günstiger. Gleichstand erreichen die beiden bei rund 26 Prozent der Tarife.

„Versicherer haben E-Autos lange Zeit per se günstiger bepreist als Benziner“, sagte Aljoscha Ziller, Geschäftsführer der Verivox Versicherungsvergleich GmbH. „Zum einen lagen nicht ausreichend Schadensdaten vor und zum anderen wollten Versicherer sich auf einem jungen Wachstumsmarkt positionieren. Doch die Zeit der pauschalen Vorschusslorbeeren für E-Autos ist vorbei.“

Mittlerweile zeigen Verivox zufolge Langzeitdaten, dass Elektroautos zwar seltener Schäden verursachen, diese dann jedoch oft teurer sind. Das schlage insbesondere in der Vollkasko zu Buche. Trotzdem blieben günstige Tarife für E-Autos möglich: Einige Versicherer nutzten weiterhin niedrige Prämien, um den Kundenstamm unter E-Auto-Fahrern zu erweitern. Laut Modellrechnung können Fahrer von Elektrofahrzeugen je nach Modell und Tarif bis zu 23 Prozent sparen. „E-Auto-Fahrer sollten Versicherungen gründlich vergleichen, bevor sie sich für eine Police entscheiden“, rät Ziller. „Neben dem Preis sollten sie auch darauf achten, dass wichtige Leistungen enthalten sind – insbesondere zum Schutz des teuren Akkus. Hier unterscheiden sich die Tarife noch stark.“

Für die Analyse hat Verivox in Modellrechnungen die Vollkasko-Versicherung für einen 45-jährigen Berliner mit einer jährlichen Fahrleistung von 12.000 km, Schadenfreiheitsklasse 15 berechnet. Die Auswertung umfasst über 400 Tarife von rund 60 Versicherern.


Foto: E-Auto-Ladestation (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Bundesliga: VfB Stuttgart siegt souverän gegen Mönchengladbach

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Joe Scally (Archiv), via dts NachrichtenagenturMönchengladbach (dts Nachrichtenagentur) – Der VfB Stuttgart hat sich am 19. Spieltag der Fußball-Bundesliga mit einem klaren 3:0-Sieg bei Borussia Mönchengladbach durchgesetzt.

In der 74. Minute setzte Deniz Undav für Stuttgart den Schlusspunkt. Zuvor hatte ein Eigentor von Joe Scally in der 68. Minute den Vorsprung der Stuttgarter auf 2:0 erhöht. Jamie Leweling hatte bereits in der 30. Minute das erste Tor für die Schwaben erzielt.

Das Spiel begann mit einer vergebenen Großchance für Mönchengladbach, als Alexander Nübel einen Handelfmeter von Tabakovic parierte. Stuttgart dominierte das Spielgeschehen und ließ den Gladbachern kaum Raum für gefährliche Angriffe. Trotz einiger Wechsel auf beiden Seiten konnte Mönchengladbach keine entscheidenden Akzente setzen, während Stuttgart die Partie kontrollierte und den Vorsprung souverän verwaltete.

Der VfB Stuttgart bleibt damit in der Bundesliga weiter auf Erfolgskurs und untermauert seine Ambitionen auf einen Champions-League-Platz. Borussia Mönchengladbach hingegen muss sich nach dieser Niederlage neu sortieren, um in den kommenden Spielen wieder Punkte zu sammeln.


Foto: Joe Scally (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Ökonomen kritisieren CDU-Vorstoß gegen Recht auf Teilzeit

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Zwei Frauen mit Kinderwagen (Archiv), via dts NachrichtenagenturNürnberg (dts Nachrichtenagentur) – In der Debatte über eine Einschränkung des Rechts auf Teilzeit weist das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) darauf hin, dass ein erheblicher Teil der Arbeitnehmer nicht freiwillig reduziert arbeitet.

„Wenn alle Teilzeitbeschäftigten ihre Wünsche nach mehr Arbeitsstunden realisieren könnten, entspräche das 1,4 Millionen Vollzeitstellen“, sagte der IAB-Arbeitsmarktexperte Enzo Weber dem „Handelsblatt“ (Montagsausgabe).

Potenzial gebe es zudem unter denen, die bisher noch nicht über Aufstockung nachdenken: „So erhöht der Ausbau von Kinderbetreuung auch die gewünschten Arbeitszeiten. Wenn man die Rahmenbedingungen verbessert, geben sich Menschen also nicht mehr mit weniger zufrieden“, sagte Weber.

Nach den IAB-Daten wird die Teilzeitquote der Erwerbstätigen zwischen 15 und 64 in diesem Jahr „insgesamt über 40 Prozent liegen“, prognostiziert Weber. Erstmals hatte die Quote diesen Wert im Sommer 2025 überschritten. In den 1990er-Jahren lag sie noch bei gut 20 Prozent.

Den jüngsten Anstieg erklärt Weber mit mehreren Faktoren. Einerseits beteiligten sich immer mehr Frauen und Ältere am Arbeitsmarkt. Da dies aber oft in Teilzeit geschehe, steige die Teilzeitquote. Gleichzeitig „gehen in der Industrie Vollzeitstellen verloren“, was die Quote weiter erhöhe. Dazu komme, dass „die Präferenz für hohe Arbeitszeiten insgesamt etwas abnimmt“.

Der Vorstoß des CDU-Wirtschaftsflügels zum Recht auf Teilzeit stößt auch bei weiteren Ökonomen auf Kritik. Der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), Marcel Fratzscher, sagte der „Rheinischen Post“: „Eine Einschränkung des Rechtsanspruchs auf Teilzeit würde vielen Unternehmen und der deutschen Wirtschaft großen Schaden zufügen.“

Viele Beschäftigte in Vollzeit wünschten sich eine reduzierte Arbeitszeit, so der Ökonom. Eine entsprechende Regelung würde daher „stark gegen die Wünsche vieler Deutscher gehen, dadurch die Beschäftigung tendenziell eher reduzieren als erhöhen und somit den Fachkräftemangel in Deutschland weiter erhöhen. Die Konsequenz wird weniger Wachstum und Wohlstand und ein weiterer Anstieg der Insolvenzen von Unternehmen sein“, warnte Fratzscher.

Zuvor war bekannt geworden, dass der Arbeitnehmerflügel der CDU den Rechtsanspruch auf Teilzeit einschränken will. Es soll ihn nur noch geben, wenn besondere Gründe vorliegen. Dazu zählt die Mittelstands- und Wirtschaftsunion (MIT) die Erziehung von Kindern, die Pflege von Angehörigen und berufsbegleitende Fort- und Weiterbildung.


Foto: Zwei Frauen mit Kinderwagen (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Schwarz-Rot will Nachrichtendiensten deutlich mehr Befugnisse geben

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Junge Frau mit Smartphone (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Bundesregierung will den Nachrichtendiensten künftig deutlich mehr Befugnisse geben: Sie sollen mehr Daten erheben, diese einfacher verwerten und mögliche Gefahren aktiver bekämpfen dürfen, insbesondere im Bereich der Cyberabwehr.

Eine Reihe neuer Gesetze sind dafür in Planung, darunter ein Gesetz zum Schutz kritischer Infrastrukturen, ein Entwurf für erweiterte digitale Ermittlungsbefugnisse und ein neues Gesetz für den Auslandsnachrichtendienst BND.

Die Regierungskoalition befürwortet den neuen Kurs. „Unsere Sicherheitsbehörden können technisch längst aktiv Gegenwehr leisten, ihnen fehlt aber die rechtliche Grundlage“, sagte Alexander Throm, innenpolitischer Sprecher der Unionsfraktion, der „Welt“. „Jetzt wird es Zeit, ihnen rechtlich zu erlauben, was sie technisch können.“ Zugleich müssten die deutschen Nachrichtendienste zu „aktiven Abwehrdiensten“ ausgebaut werden.

Auch aus der SPD kommt Zustimmung: Die stellvertretende Parteivorsitzende Sonja Eichwede sagte, Deutschland müsse Netze und Systeme besser gegen Cyberattacken aus dem Ausland schützen und die Nachrichtendienste auf eine Stufe mit europäischen Partnern bringen. „Wir wollen unsere Nachrichtendienste befähigen, den modernen Bedrohungen schlagkräftig zu begegnen.“

Die innenpolitische Sprecherin der Linken, Clara Bünger, äußert rechtliche Bedenken: „Im Cyberraum ist die sichere Zuschreibung eines Angriffs oft schwierig, Kollateralschäden und Eskalation sind real. Der deutsche Inlandsgeheimdienst darf zudem nicht ohne Weiteres im Ausland tätig werden. Genau deshalb bleibt Dobrindt wie so oft unklar, weil er weiß, dass er sich hier auf schwierigem Terrain bewegt.“

Die parlamentarische Geschäftsführerin der Grünen, Irene Mihalic, begrüßte, dass die Bundesregierung „endlich handelt“. Die Innenpolitikerin warnt aber auch: „Trotz aller berechtigten Sorgen und Gefahren dürfen wir nicht in eine Situation kommen, in der wir weit im Vorfeld konkreter Gefahren schwerwiegende Eingriffe in die Grundrechte von Bürgerinnen und Bürgern ermöglichen, ohne dass eine effektive parlamentarische Kontrolle sowie Rechtsschutzmöglichkeiten bestehen.“ Dafür reiche aktuell ein Blick auf die USA.

Der AfD-Innenpolitiker Steffen Janich verlangt einen sicheren Schutz gegen Gefahren von außen. „Die vom Recht erfassten Rahmenbedingungen müssen aber geeignet sein, um unsere nationalen Sicherheitsinteressen, unsere Unternehmen und Menschen zu schützen, dürfen hingegen nicht die Freiheitsrechte unbescholtener Bürger unnötig begrenzen.“ Auch in turbulenten Zeiten dürfe sich die Legislative nicht dazu hinreißen lassen, einer staatlichen Behörde uneingeschränkte Rechte zuzubilligen.


Foto: Junge Frau mit Smartphone (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Teilzeit: Linke sieht "Attacke auf hart arbeitende Menschen"

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Schweißer bei der Arbeit (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Der Vorstoß des CDU-Wirtschaftsflügels gegen das Recht auf Teilzeit stößt auf scharfe Kritik.

Linken-Chefin Ines Schwerdtner sprach von „der nächsten Attacke auf hart arbeitende Menschen, besonders auf Frauen“. Der „Rheinischen Post“ sagte Schwerdtner: „Das Recht auf Teilzeit als `Lifestyle` zu diffamieren, ist respektlos gegenüber Millionen, die Kinder großziehen, Angehörige pflegen oder schlicht versuchen, Arbeit und Leben unter einen Hut zu bringen.“

Weiter sagte Schwerdtner: „Teilzeit ist kein Luxusproblem, sondern oft die einzige Möglichkeit, um erwerbstätig zu bleiben. Wer dieses Recht einschränkt, drängt vor allem Frauen aus dem Job, verschärft Einkommensverluste und treibt noch mehr Menschen in Altersarmut. Das ist nicht modern, das ist rückwärtsgewandt.“ Wenn die Union weniger unfreiwillige Teilzeit wolle, müsse sie unter anderem für bessere Kitas und verlässliche Ganztagsbetreuung sorgen, forderte Schwerdtner.

Zuvor war bekannt geworden, dass der Arbeitnehmerflügel der CDU den Rechtsanspruch auf Teilzeit einschränken will. Es soll ihn nur noch geben, wenn besondere Gründe vorliegen. Dazu zählt die Mittelstands- und Wirtschaftsunion (MIT) die Erziehung von Kindern, die Pflege von Angehörigen und berufsbegleitende Fort- und Weiterbildung.

Auch die SPD kritisierte den Vorstoß aus dem Wirtschaftsflügel der CDU zur Abschaffung des Rechts auf Teilzeit scharf. Die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Dagmar Schmidt warnte im „Handelsblatt“ vor dem „Schleifen hart erkämpfter Arbeitnehmerrechte“. Stattdessen müsse Deutschland stärker in Bildung, Qualifizierung, Forschung und Entwicklung investieren. „Das unterstützt Wirtschaft und Wachstum“, sagte Schmidt.

Zugleich nannte Schmidt den Vorstoß widersprüchlich. Einerseits würden Beschäftigte „gegen die Fakten“ als faul dargestellt und zu Mehrarbeit gedrängt. Andererseits würden Menschen abgeschoben, „die integriert und in Ausbildung und Arbeit sind“.


Foto: Schweißer bei der Arbeit (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Neuer Kommandeur mahnt Neuanfang für Fallschirmjägerregiment an

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Bundeswehr-Soldat (Archiv), via dts NachrichtenagenturZweibrücken (dts Nachrichtenagentur) – Nach der Aufdeckung von gravierenden Missständen im Fallschirmjägerregiment 26 in Zweibrücken appelliert der neue Kommandeur an seine Soldaten, sich aktiv an einem Neuanfang für die Bundeswehreinheit einzusetzen und mögliche weitere Missstände umgehend zu melden.

In einem internen Brief vom 19. Januar, über den der „Spiegel“ berichtet, ordnete Oberst Martin Holle die sofortige Durchführung „einer anonymen und freiwilligen Umfrage zur inneren und sozialen Lage im Regiment“ an. Seine rund 1.700 Soldaten fordert er auf, mögliche weitere Missstände beim Umgang untereinander „offen und ehrlich“ zu schildern. „Nur wer sich einbringt, kann etwas verändern“, schreibt Holle.

Das Regiment war kürzlich wegen umfangreicher Disziplinarermittlungen in die Schlagzeilen geraten. Dabei wurden mehrere Fälle von sexueller Belästigung, rechten Umtrieben und Drogenkonsum aufgedeckt. 55 Soldaten des Fallschirmjägerregiments 26 gelten als Beschuldigte, gegen 16 ermittelt die Staatsanwaltschaft. Neun Soldaten wurden bereits entlassen, bei weiteren ist die Entfernung aus der Truppe beantragt.

Mit der anonymen Umfrage unter den Soldaten des Regiments kommt der neue Kommandeur einer von Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) angeordneten Dunkelfeldstudie zuvor, die ausleuchten soll, wie verbreitet die sexuelle Belästigung von Frauen in der Bundeswehr ist.

In dem Schreiben warnte Holle davor, die Medien für den Reputationsverlust des Fallschirmjägerregiments verantwortlich zu machen. In dem Brief schreibt er von einer „sehr negativen, aber leider in großen Teilen zutreffenden Berichterstattung“. Das Problem seien aber nicht die Zeitungsartikel, sondern „das Fehlverhalten einiger weniger unter uns, die unsere Leistungen, unseren Namen und unsere Kameradschaft in den Dreck gezogen haben“, so Holle.

Am kommenden Mittwoch will der Inspekteur des Heeres als Reaktion auf den Skandal einen umfangreichen Aktionsplan für die Luftlandetruppe der Bundeswehr vorstellen. Mit einem Bündel von Maßnahmen soll in Zukunft verhindert werden, dass Vorgänge wie in Zweibrücken unentdeckt bleiben. So soll die Dienstaufsicht verschärft werden, zudem sind strukturelle Maßnahmen zur Verbesserung der Führbarkeit und verbesserte Präventionsmaßnahmen geplant.


Foto: Bundeswehr-Soldat (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Ukraine-Gespräche: Grüne fordern mehr Engagement für Kriegsende

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Im Ukraine-Krieg zerschossener Kleinbus (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Nach dem vorläufigen Abschluss der Gespräche zwischen der Ukraine, Russland und den USA haben die Grünen mehr Engagement Europas zur Beendigung des Krieges in der Ukraine gefordert.

Die stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Grünen, Agnieszka Brugger, sagte der „Rheinischen Post“: „Die Bundesregierung und unsere europäischen Partner müssen endlich mehr Druck auf Putin ausüben sowie mehr Unterstützung der Ukraine und harte Sicherheitsgarantien liefern.“

In allen Feldern seien Deutschland und die anderen europäischen Staaten „immer noch viel zu zögerlich. So wird man weder international ernst genug genommen, noch schützt man so die eigene Sicherheit ausreichend. Friedrich Merz erinnert – nicht allein wegen Taurus – immer mehr an Olaf Scholz“, kritisierte Brugger.

Die Gespräche in Abu Dhabi bewertete die Politikerin zurückhaltend. „In der Substanz hat sich mit diesen Gesprächen vorerst nichts bewegt“, sagte sie. Wenn man auf die Realität schaue, „dann sind die russischen Angriffe aus der Luft noch grausamer als bisher, mit dem Ziel, Kälte und Terror immer weiter zu vergrößern“, bemängelte Brugger. „So handelt niemand, der verhandeln will.“


Foto: Im Ukraine-Krieg zerschossener Kleinbus (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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