Sonntag, November 8, 2026
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Lottozahlen vom Samstag (03.05.2025)

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Lotto-Spieler, via dts NachrichtenagenturSaarbrücken (dts Nachrichtenagentur) – In der Samstags-Ausspielung von „6 aus 49“ des Deutschen Lotto- und Totoblocks wurden am Abend die Lottozahlen gezogen. Sie lauten 20, 25, 28, 37, 44, 48, die Superzahl ist die 9. Der Gewinnzahlenblock im „Spiel77“ lautet 8443647. Im Spiel „Super 6“ wurde der Zahlenblock 481820 gezogen. Der Jackpot bei „6 aus 49“ betrug vier Millionen Euro. Diese Angaben sind ohne Gewähr.

Der Deutsche Lotto- und Totoblock teilte mit, dass die Chance, sechs Richtige und die Superzahl zu tippen, bei etwa 1 zu 140 Millionen liege und warnte davor, dass Glücksspiel süchtig machen könne.


Foto: Lotto-Spieler, via dts Nachrichtenagentur

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Formel 1: Norris gewinnt Sprint-Rennen in Miami nach Regen

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Lando Norris / McLaren (Archiv), via dts NachrichtenagenturMiami (dts Nachrichtenagentur) – Lando Norris hat das Sprint-Rennen beim Großen Preis von Miami nach Regen-Verspätung gewonnen. Der McLaren-Pilot ergatterte am Samstagmittag (Ortszeit) damit acht WM-Punkte. Sein Teamkollege Oscar-Piastri, der WM-Führende, wurde Zweiter und fuhr sieben Punkte ein, Rang drei ging an Ferrari-Fahrer Lewis Hamilton – sechs Zähler für den Briten.

Dahinter fuhren Alex Albon (Williams), George Russell (Mercedes), Lance Stroll (Aston Martin), Liam Lawson (Racing Bulls) und Oliver Bearman (Haas) in die Punkte. Max Verstappen (Red Bull) wurde wegen eines Boxenstopp-Vergehens gegen Kimi Antonelli (Mercedes) eine Zehn-Sekunden-Strafe aufgebrummt.

Weiter geht es in Miami voraussichtlich um 16:30 Uhr (Ortszeit, 22:30 Uhr deutscher Zeit) mit dem Qualifying für das Rennen am Sonntag.


Foto: Lando Norris / McLaren (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Journalistenverband fordert neuen medialen Umgang mit der AfD

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Alice Weidel (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Nach der Einstufung der AfD als gesichert rechtsextremistische Partei durch das Bundesamt für Verfassungsschutz fordert der Deutsche Journalistenverband (DJV) Konsequenzen für den Umgang der Medien mit der Partei. „Spätestens jetzt muss klar sein: Redaktionen müssen ihre Berichterstattung über die Partei anpassen“, sagte DJV-Chef Mike Beuster dem „Tagesspiegel“ (Sonntagausgabe).

Zwar müsse weiter über die AfD berichtet werden, dabei müsse aber deutlich werden, dass es sich dabei nicht um eine normale demokratische Partei handle. „Positionen, Haltungen, Äußerungen dürfen nicht einfach unkommentiert neben die anderer Parteien gestellt werden, ohne sie in den Kontext einer Partei einzuordnen, deren Bestreben als gesichert rechtsextrem eingestuft wird“, forderte Beuster.

Ein generelles Ausladen von AfD-Vertretern in Talkshows hält der DJV-Vorsitzende jedoch nicht für den richtigen Weg. Journalisten dürften sich jedoch nicht „zum unwillentlich Propaganda-Werkzeug“ der AfD machen. Dafür forderte Beuster neue journalistische Formate und gut ausgebildete Journalisten, die sich etwa in Fortbildungen weiterbilden könnten. „Falschaussagen und Halbwahrheiten dürfen nicht unwidersprochen in den medialen Raum gestellt werden.“

Auch aus der Politik kamen Forderungen nach Konsequenzen: „Das sollte dem Weg der Normalisierung endlich ein Ende setzen und Anlass sein für eine kritische Reflexion, auch in den Redaktionen. Eine Gleichbehandlung darf es nicht geben“, sagte der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Grünen im Bundestag, Andreas Audretsch, dem „Tagesspiegel“.

Er kritisierte den Umgang des öffentlich-rechtlichen Rundfunks mit der AfD. „ARD und ZDF haben während des Wahlkampfes häufig nicht mehr den Versuch unternommen, einen Unterscheid zwischen rechtsextremen Feinden unserer Verfassung und den demokratischen Kandidaten zu machen“, sagte Audretsch.


Foto: Alice Weidel (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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1. Bundesliga: Bayern München nach Remis in Leipzig fast Meister

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RB Leipzig - FC Bayern München am 03.05.2025, via dts NachrichtenagenturLeipzig (dts Nachrichtenagentur) – Am 32. Spieltag der 1. Fußball-Bundesliga hat RB Leipzig daheim gegen den FC Bayern München mit 3:3 unentschieden und den Gästen den Meistertitel vorerst verwehrt.

Die kriselnden Sachsen zeigten sich im Vergleich zur Vorwoche klar verbessert und setzten das erste Ausrufezeichen: In der dritten Minute scheiterte Haidara aus dem Gewühl aus drei Metern am glänzend reagierenden Urbig. Gnabry meldete die Bayern in der neunten Minute vorne an, frei vor dem Kasten zielte er aber etwas zu weit rechts.

Sesko brachte RB in der elften Minute dann in Führung, als er bei einem Konter von Xavi geschickt wurde und am unglücklich aus dem Tor geeilten Urbig vorbei mit dem Außenrist aus 35 Metern vollstreckte.

Die Löw-Elf blieb am Drücker und legte in der 39. Minute nach: Einen Raum-Freistoß drückte Klostermann per Kopf in die linke Ecke. Damit lagen die Gastgeber überraschend, aber verdient zur Pause 2:0 vorne.

Nach dem Seitenwechsel erhöhte der FCB zwar den Druck, jedoch zunächst noch ohne die nötige Durchschlagskraft. Das sollte sich in Windeseile ändern: Erst köpfte Dier nach Ecke in der 62. Minute trocken ein, dann nutzte Gnabry einen Raum-Fehlpass zur Vorarbeit für Olise, der per Aufsetzer unten rechts traf.

Die Partie war nun eine völlig andere: Die Kompany-Truppe rannte an und die Ostdeutschen wirkten komplett überfordert. In der 83. Minute machte Sané den folgerichtigen Treffer, als er mit viel Feuer ins linke Eck traf.

Doch der eingewechselte Poulsen machte den Münchnern noch einen Strich durch die Rechnung, in der vierten Minute der Nachspielzeit lupfte der Däne über Urbig zum 3:3-Endstand in die Maschen.

Damit ist Bayern München noch nicht offiziell Meister, aufgrund der sehr viel besseren Tordifferenz gegenüber Leverkusen ist der Titel dem FCB aber kaum noch zu nehmen, Leipzig nimmt dagegen immerhin einen Punkt im Rennen um die internationalen Plätze mit und bleibt Fünfter.

In den Parallelspielen der 1. Bundesliga gab es die folgenden Ergebnisse: Gladbach – Hoffenheim 4:4, Union Berlin – Bremen 2:2, St. Pauli – Stuttgart 0:1.


Foto: RB Leipzig – FC Bayern München am 03.05.2025, via dts Nachrichtenagentur

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Todesfahrer von Stuttgart wieder auf freiem Fuß

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Polizei (Symbolbild), via dts NachrichtenagenturStuttgart (dts Nachrichtenagentur) – Der Mann, der am Freitagabend in Stuttgart in eine Personengruppe gefahren und dabei sieben Menschen verletzt und eine Frau getötet hat, ist wieder auf freiem Fuß. Nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft Stuttgart sei der 42-Jährige im Laufe des Samstags wieder freigelassen worden, teilte die Polizei mit.

Ersten Erkenntnissen zufolge war der Mann am Freitag gegen 17:50 Uhr mit seiner Mercedes G-Klasse aus bislang unbekannter Ursache nach links von der Fahrbahn abgekommen und gegen das Geländer eines Fußgängerüberwegs einer Stadtbahnhaltestelle geprallt. Hierbei wurden acht Passanten verletzt, drei davon schwer. Von den schwer verletzten Personen erlag eine 46-Jährige Frau im Krankenhaus ihren Verletzungen. Die anderen beiden Schwerverletzten sind mittlerweile außer Lebensgefahr.

Schon früh hatte die Polizei mitgeteilt, dass es sich wahrscheinlich nicht um einen Anschlag handele. Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen den 42-Jährigen aber wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung und fahrlässiger Körperverletzung.


Foto: Polizei (Symbolbild), via dts Nachrichtenagentur

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GdP für einheitliches Vorgehen bei Überprüfung von AfD-Mitgliedern

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Polizei am 01.05.2025, via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Mit Blick auf die Überprüfung von AfD-Mitgliedern in der Polizei fordert die Gewerkschaft der Polizei (GdP) ein einheitliches Vorgehen von Bund und Ländern. „Die Ankündigung der Innenminister, dies im Juni auch zum Thema bei der Innenministerkonferenz zu machen, halte ich für absolut richtig“, sagte der Vorsitzende für den Bereich Bundespolizei, Andreas Roßkopf, der „Rheinischen Post“.

Roßkopf ergänzte: „Hier ist zwingend ein bundesweit einheitliches Vorgehen notwendig.“ Darauf müssten sich Länder und Bund verständigen. Hinsichtlich der Bundespolizei erklärte der Gewerkschaftschef: „Bisher gibt es aus dem Bundesinnenministerium und auch aus der Führung der Bundespolizei noch keine Vorgehensweise.“

Klar sei, dass gerade Polizisten „die Gewähr dafür bieten müssen, sich jederzeit für unsere freiheitlich demokratische Grundordnung einzusetzen“. Nachdem der Verfassungsschutz die AfD als gesichert rechtsextrem eingestuft hat, haben Hessen und Bayern bereits angekündigt, AfD-Mitglieder im Staatsdienst überprüfen zu wollen. Auch soll dies bei der nächsten Innenministerkonferenz Thema werden.


Foto: Polizei am 01.05.2025, via dts Nachrichtenagentur

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Partei von Regierungschef Albanese gewinnt Wahl in Australien

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Anthony Albanese (Archiv), via dts NachrichtenagenturCanberra (dts Nachrichtenagentur) – Bei der Parlamentswahl in Australien hat die sozialdemokratische Arbeiterpartei von Premierminister Anthony Albanese eine klare Mehrheit geholt. Albanese, der bereits seit 2022 Regierungschef ist, kann damit eine zweite Amtszeit antreten, nachdem er zuvor über Monate in den Umfragen klar hinten lag.

Nach ersten Zahlen konnte „Labour“ die bisherige knappe Mehrheit von zwei Sitzen im Repräsentantenhaus sogar noch deutlich ausbauen, Kommentatoren sprachen von einem „Erdrutschsieg“. In seiner Siegesrede betonte Albanese die Notwendigkeit, die nationale Einheit auf den Grundlagen von Fairness, Gleichheit und Respekt aufzubauen.

Der konservative Oppositionsführer Peter Dutton räumte sowohl die Niederlage bei der landesweiten Wahl als auch in seinem eigenen Wahlkreis ein und kündigte an, dass sich seine „Liberals“ nun neu aufstellen müssten.

Der Wahlkampf war dominiert worden von sozialen Fragen wie steigenden Lebenshaltungskosten und Wohnraum, aber zuletzt auch dem Umgang mit der neuen Zollpolitik von US-Präsident Donald Trump. Der hatte wohl vor allem den Konservativen auf den letzten Metern noch Stimmen gekostet. Dutton war eine zu große Nähe zum US-Präsidenten vorgeworfen worden. Nach Ansicht vieler Beobachter hat Trump damit ähnlich wie bei der Wahl in Kanada vor wenigen Tagen dem eher linken Spektrum geholfen, das Blatt zu wenden.


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2. Bundesliga: HSV bleibt auf Aufstiegskurs – Sieg in Darmstadt

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Fußbälle (Archiv), via dts NachrichtenagenturDarmstadt (dts Nachrichtenagentur) – Am 32. Spieltag in der 2. Fußball-Bundesliga hat sich der Hamburger SV mit einem 4:0-Auswärtssieg gegen den SV Darmstadt 98 durchgesetzt und bleibt damit klar auf Aufstiegskurs.

Ludovit Reis brachte die Hamburger in der ersten Halbzeit in Führung (23.), Ransford Königsdörffer (58.), Davie Selke (80.) und Robert Glatzel (90. + 5 Minute) legten nach. Trotz der Bemühungen der Darmstädter, die in der ersten Halbzeit einige Chancen hatten, gelang es ihnen nicht, den Anschluss zu finden.

Der HSV ist damit zurück auf Platz eins der Tabelle, allerdings nur zwei Punkte vor dem 1. FC Köln, der seine Partie noch vor sich hat, auch die weiteren Plätze sind in knappen Abständen belegt. Insgesamt haben noch zehn Mannschaften aus der 2. Liga rechnerisch die Chance auf einen der zwei Aufstiegsplätze oder die Relegation. Darmstadt gehört nicht mehr dazu, muss aber schon seit dem letzten Spieltag keinen Abstieg mehr fürchten – die Lilien bleiben auf Rang 12.

Die weiteren Zweitligaergebnisse vom Samstagmittag: Eintracht Braunschweig – Fortuna Düsseldorf 2:2 und SSV Ulm – Hannover 96 1:2.


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Bundestagspräsidentin Klöckner lehnt Bürgerräte ab

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Friedrich Merz, Julia Klöckner und Thorsten Frei (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Die neue Präsidentin des Deutschen Bundestages lehnt die Idee von sogenannten „Bürgerräten“ ab. „Der größte Bürgerrat in Deutschland ist das demokratisch gewählte Parlament“, sagte Julia Klöckner der „Welt am Sonntag“.

Bei der Bundestagswahl im Februar seien so viele Menschen zur Wahl gegangen wie selten zuvor. „Wenn wir die Idee der Bürgerräte ergänzend zur repräsentativen Demokratie fortführen, sollten wir vorher besser klären, welche Erwartungen damit verknüpft werden. Denn die demokratische Legitimierung des Bundestags ist um ein Vielfaches größer als es jedes dialogische Beteiligungsformat nur sein kann.“

Es müsse der Eindruck vermieden werden, die Bedeutung des Parlamentes und der frei gewählten Parlamentarier würde geschmälert. Auch Plebiszite betrachtet Klöckner skeptisch: „Nach der Reaktorkatastrophe von Fukushima 2011 waren laut Umfragen zeitweise 80 Prozent der Deutschen für den Atomausstieg. Bei steigenden Energiepreisen wie in jüngster Zeit hat sich die Meinung der Bevölkerung gedreht, nun ist wieder ein großer Teil für Kernenergie.“

Die Stimmung in der Bevölkerung sei bisweilen stark von äußeren Faktoren, auch von ausländischen Interessen beeinflusst und könne sich schnell ändern. Auch unter dem Eindruck von Fake News, die hätten in den digitalen Medien stark zugenommen. „Ich denke, wir sollten unsere repräsentative Demokratie stärken. Denn die Bürger üben ihren Einfluss bei der Wahl eindrücklich aus, sie verlängern oder beenden das `Arbeitsverhältnis` mit ihren Politikern“, sagte Klöckner der „Welt am Sonntag“.


Foto: Friedrich Merz, Julia Klöckner und Thorsten Frei (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Forsa-Chef Güllner rät Union zu harter Abgrenzung von der AfD

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Union und AfD im Bundestag (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Der Chef des Meinungsforschungsinstituts Forsa, Manfred Güllner, hat die Union nach der Einstufung der AfD als gesichert rechtsextremistisch vor einem neuen Umgang mit der AfD bei parlamentarischen Abläufen und Funktionen im neuen Bundestag gewarnt. „Jede weitere Öffnung nach rechts würde den Niedergang der CDU beschleunigen und der AfD zum Sieg bei der nächsten Bundestagswahl verhelfen“, sagte Güllner dem „Handelsblatt“.

Scharfe Kritik äußerte er an den Überlegungen des designierten Unionsfraktionschefs Jens Spahn (CDU), die AfD wie andere Oppositionsparteien zu behandeln. „Angesichts der Sorgen der Menschen waren Spahns Äußerungen zum Umgang mit der AfD völlig unnötig und unangebracht“, sagte Güllner. Sie seien von vielen „als Anbiederung und Öffnung an die AfD verstanden worden“ und hätten eindeutig der AfD genutzt und der Union geschadet. „Es ist jetzt ganz wichtig, dass diejenigen, die mit einer Normalisierung der AfD liebäugeln, davon die Finger lassen“, so Güllner. Es müsse darum gehen, sich „ganz hart“ von der AfD abzugrenzen.

In dieser Frage müssten alle demokratischen Parteien zusammenstehen, sagte Güllner. „Ein neuer Streit würde nur den Rechtsextremisten helfen“, warnte er. Das gelte auch für ein mögliches AfD-Verbot, fügte der Forsa-Chef hinzu. Ein Verbotsverfahren solle zwar „in jedem Fall ernsthaft geprüft“ werden. „Gleichzeitig sollte man sich aber auch der Risiken bewusst sein“, sagte Güllner. „Falls ein solcher Vorstoß scheitert, würde das der AfD einen weiteren Stimmenzuwachs bescheren.“ Güllner sieht für die AfD noch ein beträchtliches Wählerpotenzial. „Für zwölf Prozent der Wahlberechtigten, die derzeit die AfD nicht wählen wollen, wäre eine Wahl bei einer fortschreitenden Entfremdung der Politik von den Bürgern vorstellbar“, sagte er.


Foto: Union und AfD im Bundestag (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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