Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Angesichts der Verhandlungen über die Zukunft der Ukraine und der dramatischen Folgen durch den Ausfall von Strom und Heizungen erwägen SPD-Politiker die Möglichkeit direkter Gespräche von Kanzler Friedrich Merz (CDU) mit Russland.
„Wir sehen, dass sich in den Gesprächen zur Beendigung des Ukraine-Kriegs wenig bewegt und dass wir als Europäer nicht mit am Tisch sitzen“, sagte der außenpolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Adis Ahmetovic, der „Süddeutschen Zeitung“ (Mittwochausgaben). „So wie es jetzt läuft, darf es nicht weiterlaufen.“
Man müsse neue Wege gehen. „Dazu gehört auch die Klärung der Frage, auf welcher Ebene und durch wen der diplomatische Kontakt zu Russland gesucht werden soll“, sagte er. Merz müsse insgesamt mehr Mut aufbringen. „Ich erwarte von der Bundesregierung, dass wir uns gemeinsam mit europäischen Staaten und Bündnispartnern Gedanken machen, wie eine Strategie aussehen kann, bei der wir wieder einen festen Platz am Verhandlungstisch erhalten.“
Ahmetovic kritisierte, dass man bisher so stark auf die US-Verhandler setze, zumal in einer Phase, in der die US-Regierung Europa wie in der Grönland-Frage so brüskiere. „Dass wir die Verhandlungsführung zwei US-Immobilienunternehmern, Steve Witkoff und Jared Kushner, überlassen, erfüllt mich mit erheblicher Skepsis“.
Zuletzt hatten bereits der französische Staatspräsident Emmanuel Macron und Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni gesagt, dass man vielleicht mit Wladimir Putin das Gespräch suchen müsste, weil die bisherigen Ansätze irgendwie nicht weiterführten. „Ich glaube, es ist der Moment gekommen, in dem auch Europa mit Russland sprechen sollte“, sagte Meloni vor zwei Wochen in Rom.
Auch der langjährige SPD-Fraktionschef Rolf Mützenich fordert den Versuch direkter Gespräche. „Dass die US-Verhandler europäische Interessen beachten, muss man spätestens nach den Erfahrungen der letzten Monate bezweifeln“, sagte er. Manche Demütigungen durch Trump und seine Regierung hätte man besser aushalten können, „wenn wir frühzeitig die Eigenständigkeit Europas in den Mittelpunkt unserer Überlegungen gestellt hätten“.
Merz hat als Kanzler bisher kein Telefonat mit dem russischen Präsidenten geführt. Auf die Frage, ob Merz, wie einige in der Koalition kolportieren, sich schon um ein Telefonat bemüht habe, aber auf Abwehr beim Kreml gestoßen sei, erklärte das Bundespresseamt, die Bundesregierung äußere sich grundsätzlich nicht zu vertraulichen Gesprächen im Rahmen von internationalen Beziehungen. Damit sei keine Aussage getroffen, „ob der Sachverhalt zutreffend ist oder nicht“. Verwiesen wird zudem auf Aussagen des stellvertretenden Regierungssprechers aus dem Dezember, der auf die Frage, ob es Absichten des Kanzlers für ein solches Telefonat mit Putin gebe, antwortete, dazu gebe es nichts mitzuteilen.
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Schwerin (dts Nachrichtenagentur) – Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) schließt eine Kanzlerkandidatur 2029 für die SPD aus. „Ich trete für fünf Jahre an“, antwortete Schwesig dem „Stern“ auf die Frage, ob sie bei einem wiederholten Wahlsieg auch die volle Amtszeit in Schwerin bleiben wolle.
Bremen/Hamburg (dts Nachrichtenagentur) – Werder Bremen hat am Dienstag das Nachholspiel des 16. Bundesliga-Spieltags gegen die TSG Hoffenheim mit 0:2 verloren, während sich der FC St. Pauli und RB Leipzig am Millerntor 1:1 getrennt haben.
New York (dts Nachrichtenagentur) – Die US-Börsen haben sich am Dienstag uneinheitlich gezeigt. Zu Handelsende in New York wurde der Dow mit 49.003 Punkten berechnet, ein Minus in Höhe von 0,8 Prozent im Vergleich zum vorherigen Handelstag.
Helsinki (dts Nachrichtenagentur) – In der Dienstags-Ausspielung des Eurojackpots wurden am Abend die Gewinnzahlen gezogen.
Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Nach Vorwürfen sexualisierten Fehlverhaltens bei den Fallschirmjägern will die Bundeswehr soldatische Expertise, demokratische Ordnung und militärische Disziplin in den spezialisierten Kampftruppen des Heeres sichern. Das geht aus der Konzeption des „Aktionsplans Luftlandetruppe“ hervor, den der Inspekteur des Heeres, Generalleutnant Christian Freuding, am Mittwoch im oberbayerischen Altenstadt in Kraft setzen will und über den die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ (Mittwochausgabe) berichtet.
Düsseldorf (dts Nachrichtenagentur) – NRW-Arbeitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) hat sich für eine Direktanstellungspflicht für Essenslieferanten ausgesprochen.
Hamburg (dts Nachrichtenagentur) – Bundeswehr-interne Ermittlungen haben Mitte Januar zu einer Durchsuchung an der Universität der Bundeswehr Hamburg geführt. Grund war der Verdacht auf unerlaubten Umgang mit Betäubungsmitteln nach dem Betäubungsmittelgesetz, teilte das Verteidigungsministerium am Dienstag mit.
Frankfurt/Main (dts Nachrichtenagentur) – Die Notenbankchefs von Deutschland und Österreich, Joachim Nagel und Martin Kocher, sehen im drohenden Verlust der Unabhängigkeit der US-Notenbank Federal Reserve (Fed) derzeit erhebliche Risiken.
Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Kulturstaatsminister Wolfram Weimer (parteilos) hat seine Ablehnung eines gesetzlichen Investitionszwangs für US-Streaminganbieter in Deutschland bekräftigt. „Ein Gesetz würde erhebliche Bürokratie mit sich bringen und Einschränkungen für Unternehmen, die hier produzieren“, sagte Weimer dem „Handelsblatt“ (Mittwochausgabe).