Montag, Mai 11, 2026
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SPD unterstützt Plan der Union für Bewerbung um die Fußball-WM 2042

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Fans der deutschen Fußball-Nationalmannschaft (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Die SPD unterstützt die Union bei ihrem Plan für eine Bewerbung Deutschlands für die Fußballweltmeisterschaft 2042. Parlamentsgeschäftsführer Dirk Wiese sagte der „Rheinischen Post“ (Donnerstag): „Volle Unterstützung für eine erneute Bewerbung in einem Land, in dem Fußball eine lange und große Tradition hat.“

Schon bei der Weltmeisterschaft 2006 sei die Welt zu Gast bei Freunden gewesen, ergänzte Wiese. „Es war ein Fußballfest und ein weltoffenes, modernes Deutschland hat sich der Welt als guter Gastgeber präsentiert.“ Auch die Europameisterschaft 2024 sei ein großer Erfolg im eigenen Land gewesen, so Wiese weiter.

Wie die „Rheinische Post“ berichtet, will die CDU auf ihrem Bundesparteitag im Februar in Stuttgart einen Antrag beschließen, der eine Bewerbung für die Fußballweltmeisterschaft der Männer 2042 vorsieht.


Foto: Fans der deutschen Fußball-Nationalmannschaft (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Landtag wählt Schulze zum neuen Regierungschef in Sachsen-Anhalt

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Sven Schulze am 28.01.2026, via dts NachrichtenagenturMagdeburg (dts Nachrichtenagentur) – Der Landtag von Sachsen-Anhalt hat Sven Schulze (CDU) zum neuen Ministerpräsidenten gewählt.

Der bisherige Wirtschaftsminister übertraf am Mittwoch in Magdeburg direkt im ersten Wahlgang die erforderliche Mehrheit von mindestens 49 Stimmen mit 58 Stimmen deutlich. Die Regierungskoalition verfügt im Parlament nur über 56 Abgeordnete. Damit tritt der CDU-Spitzenkandidat für die Landtagswahl im September die Nachfolge von Reiner Haseloff (CDU) an. Dieser hatte im vergangenen Jahr angekündigt, nach rund 15 Jahren Amtszeit nicht mehr anzutreten.

Die Koalition aus CDU, SPD und FDP erhofft sich vom Wechsel in der Staatskanzlei einen Amtsbonus für Schulze. Politikwissenschaftler sehen das allerdings skeptisch, da der Wechsel zu spät erfolgt sein könnte. In Umfragen liegt die vom Verfassungsschutz als gesichert rechtsextremistisch eingestufte AfD in Sachsen-Anhalt bislang klar vor der CDU.


Foto: Sven Schulze am 28.01.2026, via dts Nachrichtenagentur

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Bundesregierung legt Sechs-Punkte-Plan gegen Wachstumskrise vor

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Industrieanlagen (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Bundesregierung will die wirtschaftliche Krise in Deutschland mit Reformen in sechs verschiedenen Bereichen überwinden. Das geht aus dem neuen Jahreswirtschaftsbericht hervor, über den das „Handelsblatt“ (Donnerstagsausgabe) berichtet. Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) will die Pläne am Mittwochnachmittag vorstellen.

Im Bericht sind sechs „angebotspolitische Handlungs- und Reformfelder“ zur Stärkung des Wachstumspotenzials aufgeführt: Bürokratierückbau (Überregulierung zurückfahren, Staat modernisieren), Infrastruktur (Kapitalstock erneuern, Standortattraktivität erhöhen), Innovation (Freiräume für Gründungen und neue Technologien schaffen), Energie (Systemkosten senken, Versorgungssicherheit gewährleisten), Arbeitsangebot (Anreizstrukturen verbessern, Sozialsysteme reformieren) und Außenwirtschaft (Resilienz durch Diversifizierung und europäische Integration).

Der Jahreswirtschaftsbericht ist das zentrale wirtschaftspolitische Strategiepapier der Bundesregierung, das immer zu Jahresanfang erscheint. Die enthaltene Konjunkturprognose sagt für 2026 nur noch ein Wirtschaftswachstum von einem Prozent voraus, auch das Potenzialwachstum fällt schlechter aus.


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Dax startet kaum verändert – Vertrauen in US-Dollar schrumpft

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Anzeigetafel in der Frankfurter Börse, via dts NachrichtenagenturFrankfurt/Main (dts Nachrichtenagentur) – Der Dax ist am Mittwochmorgen kaum verändert in den Handelstag gestartet. Gegen 9:30 Uhr wurde der Leitindex mit rund 24.915 Punkten berechnet, 0,1 Prozent über dem Schlussniveau vom Vortag.

„Die Welt entzieht dem Dollar das Vertrauen“, sagte Thomas Altmann von QC Partners. „Relativ zum Euro steht der Dollar auf einem Viereinhalb-Jahres-Tief. Relativ zum Schweizer Franken ist es ein 15-Jahres-Tief.“

Das Vertrauen in die USA und ihre Politik sei schwer angekratzt. Noch gelte der Dollar als Weltleitwährung. Setze sich der aktuelle Vertrauensverlust fort, gerate auch dieser Status in Gefahr. „Die Folge wäre eine mehr zersplitterte Währungswelt. Keine Währung wird alleine in die Fußstapfen des Dollars treten können.“

„In dieser unsicheren Zeit werden Edelmetalle weiterhin als sicherer Hafen gesucht. Technisch betrachtet ist Gold jetzt allerdings so stark überkauft wie zuletzt im Jahr 2020. Damals folgte eine Korrektur um fast 20 Prozent.“

„Es ist wieder Fed-Tag. Und es ist die drittletzte Zinsentscheidung, der Jerome Powell als Fed-Präsident vorsteht. Donald Trump wird diese verbleibenden drei Zinssitzungen sicherlich rückwärts zählen. Neben der Geldpolitik an sich wird es in der Pressekonferenz wohl auch um die strafrechtlichen Ermittlungen gegen Jerome Powell gehen.“

„Eine Änderung des Leitzinses ist für heute nicht zu erwarten. Und den mittelfristigen Kurs der Fed kann Jerome Powell nur noch sehr bedingt mitgestalten. Von daher sind von der heutigen Zinssitzung keine allzu großen Impulse für die Börsen zu erwarten.“

„Mit Microsoft und Tesla beginnt heute nachbörslich die Berichtssaison der Mag-7-Aktien. Jetzt muss sich zeigen, ob die Kursanstiege der Tech-Werte auch von Gewinnanstiegen untermauert sind“, sagte Altmann.

Die europäische Gemeinschaftswährung war am Mittwochmorgen schwächer: Ein Euro kostete 1,2001 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8333 Euro zu haben.

Der Goldpreis verzeichnete starke Zuwächse, am Morgen wurden für eine Feinunze 5.298 US-Dollar gezahlt (+2,3 Prozent). Das entspricht einem Preis von 141,93 Euro pro Gramm.

Der Ölpreis sank unterdessen leicht: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Mittwochmorgen gegen 9 Uhr deutscher Zeit 67,56 US-Dollar, das waren genau ein Cent oder 0,0 Prozent weniger als am Schluss des vorherigen Handelstags.


Foto: Anzeigetafel in der Frankfurter Börse, via dts Nachrichtenagentur

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Ifo-Institut: Stellenabbau verlangsamt sich

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Autoproduktion (Archiv), via dts NachrichtenagenturMünchen (dts Nachrichtenagentur) – Die Unternehmen in Deutschland planen seltener, Stellen abzubauen.

Das Ifo-Beschäftigungsbarometer stieg im Januar auf 93,4 Punkte, nach 91,9 Punkten im Dezember. „Der Stellenabbau verlangsamt sich, kommt aber noch nicht zum Stillstand“, sagte Klaus Wohlrabe, Leiter der Ifo-Umfragen, am Mittwoch. „Vor allem in der Industrie bleibt der Arbeitsmarkt unter Druck – eine Trendwende ist noch nicht in Sicht.“

In nahezu allen Bereichen der Industrie werden weiter Stellen abgebaut. Vor allem die Autobranche und Unternehmen im Metallbereich planen mit weniger Mitarbeitern. Auch die Unternehmen im Handel wollen im neuen Jahr mit weniger Beschäftigten auskommen. Im Dienstleistungssektor stieg das Barometer dagegen merklich an. Positive und negative Antworten halten sich derzeit die Waage. Insbesondere Ingenieurbüros und IT-Dienstleister suchen verstärkt nach neuem Personal. Im Baugewerbe hat sich wenig verändert, die Unternehmen planen mit einer gleichbleibenden Mitarbeiterzahl.


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Verbraucherstimmung erholt sich etwas

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Menschen in einer Fußgängerzone (Archiv), via dts NachrichtenagenturNürnberg (dts Nachrichtenagentur) – Die Stimmung der Verbraucher in Deutschland hellt sich zu Jahresbeginn etwas auf. Sowohl die Konjunktur- und Einkommenserwartung als auch die Anschaffungsneigung steigen an, während die Sparneigung weitgehend stagniert, so das Ergebnis des GfK-Konsumklimaindex, der am Mittwochmorgen veröffentlicht wird.

In konkreten Zahlen soll der Konsumklima-Indikator für Februar diesen Jahres im Vergleich zum Vormonat um 2,8 Zähler auf -24,1 Punkte steigen. Neben einem moderaten Zuwachs der Anschaffungsneigung trägt vor allem der deutliche und sprunghafte Anstieg der Einkommenserwartung zur Verbesserung des Konsumklimas bei.

„Mit dem aktuellen Anstieg kann das Konsumklima die starken Verluste aus dem Vormonat zu einem wesentlichen Teil gutmachen. Das Niveau bleibt jedoch niedrig“, sagte Rolf Bürkl vom Nürnberg Institut für Marktentscheidungen (NIM), das an der Studie beteiligt ist.

„Ob sich der positive Trend in den kommenden Monaten festigen kann, bleibt jedoch abzuwarten. Die anhaltenden geopolitischen Spannungen sowie eine Eskalation der Handelskonflikte könnten die Stimmung schnell wieder zum Kippen bringen. Somit steht die aktuelle Aufhellung durchaus auf tönernen Füßen“.

Von den verbesserten Einkommensaussichten profitiert in diesem Monat die Anschaffungsneigung der Verbraucher: Der Indikator gewinnt 3,5 Zähler hinzu und klettert damit auf -4,0 Punkte. Ein besserer Wert wurde zuletzt mit -2,1 Punkten im März 2022 gemessen. Neben der verbesserten Einkommensstimmung spielt für die Konsumneigung auch stets das Thema Inflation eine wichtige Rolle. Tiefergehende Analysen des NIM zu den Gründen für die getrübte Anschaffungsneigung zeigen, dass die überwiegende Mehrheit der Verbraucher hohe bzw. steigende Preise als wesentlichen Grund angibt. Hier hat sich zuletzt eine Entspannung abgezeichnet, da die Inflationsrate im Dezember 2025 in Deutschland auf 1,8 Prozent gesunken ist.

Die Konjunkturaussichten für die kommenden 12 Monate schätzen die Verbraucher zu Jahresbeginn ebenfalls positiver ein. Der Indikator gewinnt 5,4 Zähler hinzu und weist nun 6,6 Punkte auf. Dies sind 8,2 Punkte mehr als im entsprechenden Zeitraum des Vorjahres.

Mit dem zweiten Anstieg in Folge verstärken sich nach Ansicht der Analysten die Hinweise, dass die deutsche Wirtschaft nach Einschätzung der Verbraucher nach drei Jahren Rezession bzw. Stagnation wieder auf einen moderaten Wachstumspfad zurückkehrt. So gehen die Wirtschaftsexperten derzeit davon aus, dass die Wirtschaft in diesem Jahr mit einem Plus des Bruttoinlandsproduktes von etwa einem Prozent rechnen kann.


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Immer mehr Frauen entscheiden sich für ein MINT-Studium

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Junge Frau mit Laptop (Archiv), via dts NachrichtenagenturWiesbaden (dts Nachrichtenagentur) – Frauen entscheiden sich nach wie vor seltener für ein Studium im Bereich Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik als Männer. Der Frauenanteil unter den Studienanfängern im 1. Fachsemester in solchen MINT-Fächern ist in den vergangenen Jahren jedoch kontinuierlich gestiegen.

Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) am Mittwoch mitteilte, waren im Studienjahr 2024 mehr als ein Drittel (36 Prozent) der Studienanfänger im 1. Fachsemester im MINT-Bereich Frauen – ein neuer Höchststand. Zehn Jahre zuvor hatte der Frauenanteil in diesem Bereich noch bei 31 Prozent gelegen.

Dabei gibt es jedoch große Unterschiede zwischen den verschiedenen MINT-Fächern: Am höchsten war der Frauenanteil im Studienjahr 2024 in Innenarchitektur (87 Prozent), am niedrigsten in Fahrzeugtechnik (10 Prozent).

Insgesamt beginnen etwas mehr Frauen als Männer ein Studium: So lag der Frauenanteil unter allen Studierenden im 1. Hochschulsemester im Studienjahr 2024 bei 52 Prozent.

39 Prozent aller Studienanfänger im 1. Fachsemester wählten im Studienjahr 2024 ein MINT-Fach, das waren knapp 318.800 Personen. Die meisten von ihnen begannen ein Studium in Informatik (45.800), gefolgt von Maschinenbau/-wesen (23.100) und Wirtschaftsinformatik (22.000). Insgesamt ist die Zahl der Studienanfänger im 1. Fachsemester im MINT-Bereich zuletzt wieder gestiegen: um drei Prozent gegenüber dem Studienjahr 2023. Der Anstieg in diesen Fächern fiel damit noch etwas höher aus als bei den Studienanfängern insgesamt: Im Studienjahr 2024 war deren Zahl mit rund 823.900 um zwei Prozent höher als im Studienjahr 2023. Im langfristigen Vergleich ist die Zahl der Studienanfänger im 1. Fachsemester in MINT-Fächern allerdings gesunken: Im Studienjahr 2024 waren es fünf Prozent weniger als zehn Jahre zuvor.

Neben einem Studium kann auch eine Berufsausbildung zu einer Tätigkeit im MINT-Bereich qualifizieren. Im Jahr 2024 haben gut 167.700 Personen eine Ausbildung in einem MINT-Beruf begonnen. Das waren fünf Prozent mehr als zehn Jahre zuvor. Im Jahr 2014 hatte es knapp 159.300 neue Ausbildungsverträge in diesem Bereich gegeben. Die Zahl der neuen Auszubildenden insgesamt ging im selben Zeitraum um acht Prozent zurück – von gut 514.000 im Jahr 2014 auf knapp 475.100 im Jahr 2024. Der am häufigsten gewählte MINT-Beruf im Jahr 2024 war Kraftwerkzeugmechatroniker mit knapp 24.300 neuen Ausbildungsverträgen. Darauf folgten Fachinformatiker (17.200) und Elektroniker (14.400).

Der Großteil der neu gestarteten Auszubildenden in MINT-Berufen sind nach wie vor Männer: Im Jahr 2024 lag ihr Anteil unter den neuen Ausbildungsverträgen bei 88 Prozent, Frauen machten zwölf Prozent aus. Das Verhältnis hat sich innerhalb von zehn Jahren kaum verändert (2014: 89 Prozent Männer, elf Prozent Frauen).

Auch im Ausbildungsbereich zeigen sich große Unterschiede zwischen den einzelnen MINT-Berufen: Unter den neuen Elektronikern sowie den Anlagemechanikern für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik lag der Frauenanteil bei drei Prozent, bei den Augenoptikern sowie den Mediengestaltern Digital und Print hingegen bei 72 Prozent, so die Statistiker.


Foto: Junge Frau mit Laptop (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Yardeni: "Bis 2029 kann der S&P 500 auf 10.000 Punkte steigen"

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Wallstreet (Archiv), via dts NachrichtenagenturNew York (dts Nachrichtenagentur) – Trotz Zöllen und geopolitischer Unsicherheit: Investoren sollten die US-Aktienmärkte nicht zu früh abschreiben, findet der Kapitalmarktexperte Ed Yardeni. Die US-Aktienmärkte hätten in den vergangenen Jahren immer wieder durch ihre Widerstandsfähigkeit überzeugt – und dieser Trend werde weiter anhalten, sagte er dem „Handelsblatt“.

Auch wenn es in den kommenden Monaten wieder etwas turbulenter werden könnte – Yardeni geht davon aus, dass sich die US-Märkte in einer Neuauflage der „Roaring 20s“ befinden, ähnlich wie in den 1920er-Jahren, als die Aktienmärkte eine rasante Rally hinlegten. „Wir erwarten, dass der S&P 500 in diesem Jahr rund zehn Prozent zulegt“, glaubt der Gründer des Analysehauses Yardeni Research. „Bis 2029 kann der S&P 500 auf 10.000 Punkte steigen“, sagte der Ökonom, der zu den größten Optimisten an der Wall Street gezählt wird. Geopolitische Krisen, die die Kurse drücken, sieht er als „Einstiegsgelegenheit“.

Kurstreiber, so sagte er, könnten in diesem Jahr indes andere Aktien sein als in den vergangenen Jahren, als die Tech-Konzerne die großen Stars in den Portfolios waren. Auch für Gold ist Yardeni weiter optimistisch. „Ich überlege, ob ich mein Kursziel noch einmal anhebe.“ Derzeit liege es bei 6.000 Dollar je Feinunze bis zum Jahresende. Das Edelmetall könnte Yardeni zufolge bis zum Ende der Dekade auf 10.000 Dollar je Feinunze steigen.


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Junge Union will Lockerung der Schuldenbremse verhindern

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Johannes Winkel (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Junge Union wendet sich gegen weitere Lockerungen der Schuldenbremse.

In einem Antrag für den Parteitag, über den der „Spiegel“ berichtet, heißt es, eine Modernisierung der Regel, wie sie im Koalitionsvertrag von Union und SPD genannt werde, dürfe „nicht in ihrer weiteren Aufweichung bestehen“. Bevor über eine noch weitergehende Neuverschuldung von Bund oder Ländern diskutiert werden könne, „muss der Beweis erbracht werden, dass die bereits in Milliardenhöhe aufgenommenen Schulden für Investitionen statt für Konsumausgaben verwendet werden“, heißt es weiter. Nur so könne ein Ausgleich gegenüber einer starken finanziellen Belastung der jüngeren Generation gefördert werden.

Zur Begründung heißt es, die noch vom alten Bundestag beschlossene Bereichsausnahme für Verteidigungsausgaben sowie das 500-Milliarden-Sondervermögen für Investitionen in Infrastruktur stünden bereits im Widerspruch zu den Wahlkampfversprechen der Union sowie zum Grundsatzprogramm der CDU. Weitere Lockerungen würden den Widerspruch nur weiter verschärfen und „hebeln das Prinzip der Generationengerechtigkeit aus“, heißt es im Antrag.

Die Koalition habe „viele Kommissionen zu wichtigen Themen eingesetzt“, sagte JU-Chef Johannes Winkel dem „Spiegel“. „Verbindlich beschlossen wurden erst mal neue Schulden.“ Die Koalition müsse sich nun darauf konzentrieren, Reformen zu beschließen und umzusetzen, so Winkel. „Die Schuldenbremsenkommission sollte aufzeigen, wie wir die bereits beschlossenen Sonderschulden wirklich für Zukunftsinvestitionen nutzen.“

Die Antragskommission der CDU befindet am Donnerstag über etwa 300 Anträge, wie es in Parteikreisen heißt, die für den Bundesparteitag Ende Februar in Stuttgart vorliegen, und gibt Empfehlungen ab, ob die Delegierten Themen debattieren.


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Grüne wollen Recht auf Vollzeit

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Ricarda Lang (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Arbeits- und Sozialpolitikerin Ricarda Lang (Grüne) fordert vor dem Hintergrund der laufenden Debatte um den Rechtsanspruch auf Teilzeit für Beschäftigte ein Recht auf Vollzeit. „Beschäftigte sollen einen Rechtsanspruch auf Aufstockung ihrer Arbeitszeit bis hin zur Vollzeit bekommen, wenn im Betrieb entsprechendes Arbeitsvolumen vorhanden ist“, sagte Lang den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Mittwochausgaben). „Wenn wir es mit der Flexibilität ernst meinen, muss zugleich auch die Brückenteilzeit deutlich ausgeweitet werden.“

Das Ziel sei mehr Vereinbarkeit statt mehr Verfügbarkeit. Dafür müsse auch die Betreuungs- und Pflegeinfrastruktur massiv ausgebaut werden, „damit Vereinbarkeit nicht vom guten Willen abhängt, sondern Alltag wird“, sagte die ehemalige Grünen-Chefin weiter.

Lang sieht in dem CDU-Vorstoß zur Einschränkung des Rechts auf Teilzeit einen Angriff auf Arbeitnehmerrechte. „Während Teile der Union noch so tun, als ginge es ihnen um Flexibilität, spricht Gitta Connemann ganz klar aus, was das eigentliche Ziel ist: weniger Rechte, weniger Schutz, weniger Freiheit für Beschäftigte“, sagte die Ex-Grünen-Chefin. „Der Wirtschaftsflügel der Union beweist damit eindrücklich, wie komplett ignorant die CDU gegenüber der Lebensrealität der Menschen im Land ist – insbesondere der Frauen.“

Wer in Teilzeit arbeite, ziehe oft Kinder groß, pflege Angehörige oder engagiere sich ehrenamtlich. „Das ist nicht faul, sondern ehrenwert“, erklärte Lang. Manche würden auch in Teilzeit arbeiten, weil sie einfach körperlich sehr harte Jobs hätten.

Vor allem Frauen würden häufig gern mehr arbeiten, es fehle aber an der notwendigen Infrastruktur oder der Bereitschaft in den Betrieben, führte die Grünen-Politikerin weiter aus. „Statt diese Probleme zu lösen, redet die Union lieber die Menschen faul und das Land schlecht.“ Statt den Fachkräftemangel wirklich anzugehen, mache sie Arbeit insbesondere für Frauen unattraktiver, so Lang. „Die Union will einen Vollzeitzwang, wir fordern ein Recht auf Vollzeit.“

Die CDU-Politikerin Gitta Connemann hatte unter dem Schlagwort „Lifestyle-Teilzeit“ eine deutliche Einschränkung des bisher geltenden Rechtsanspruchs auf Teilzeitarbeit ins Spiel gebracht und damit eine lebhafte Debatte über Arbeitszeit und Arbeitnehmerrechte angestoßen.


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