Samstag, November 7, 2026
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Baden-Württemberg: Spektakuläre Flucht mit gestohlenen Polizeiautos

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Polizei (Archiv), via dts NachrichtenagenturWalldürn (dts Nachrichtenagentur) – Ein 39-jähriger Tunesier hat am Samstag nach einem Einbruch in ein Autohaus in Walldürn im baden-württembergischen Neckar-Odenwald-Kreis eine spektakuläre Flucht mit gestohlenen Polizeifahrzeugen hingelegt.

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft Mosbach und des Polizeipräsidiums Heilbronn vom Sonntag begann die Verfolgungsjagd am Nachmittag gegen 14:45 Uhr. Die Beamten verfolgten ihn bis Walldürn-Hornbach, wo er einen Unfall verursachte. Bei dem Versuch, ihn festzunehmen, bedrohte der Mann die Polizisten mit einem Gegenstand und stahl ihr Fahrzeug.

Mit dem Streifenwagen setzte er seine Flucht in Richtung Schneeberg fort. Auf einem Waldweg zwischen Schneeberg-Hambrunn und Schneeberg-Zittenfelden kollidierte er mit einem verfolgenden Streifenwagen, der daraufhin unbrauchbar war. Kurz darauf verunfallte er erneut. Diesmal gelang es ihm, durch das Vortäuschen von davongetragenen Verletzungen einen bayerischen Streifenwagen zu stehlen und zurück nach Walldürn-Hornbach zu fliehen, wo er schließlich festgenommen wurde. Während der Verfolgungsjagd gaben die Polizisten beider Bundesländer mehrfach Schüsse ab.

Der 39-Jährige steht im Verdacht, weitere Eigentumsdelikte in der Region begangen zu haben. Ein Polizeibeamter wurde bei dem Einsatz leicht verletzt. Die Höhe der Sachschäden an den Polizeifahrzeugen ist noch unklar. Der Verdächtige sollte noch am Sonntag einem Haftrichter in Mosbach vorgeführt werden.


Foto: Polizei (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Irans Außenminister lehnt Verhandlungen mit Trump ab

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Donald Trump (Archiv), via dts NachrichtenagenturIstanbul (dts Nachrichtenagentur) – Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi lehnt nach den US-Angriffen auf Atomanlagen im Iran Verhandlungen mit den USA ab. „Natürlich sollte die Tür für Diplomatie immer offen bleiben, aber das ist derzeit nicht der Fall“, sagte er am Sonntag vor Journalisten in Istanbul.

„Mein Land wurde angegriffen, es wurde angegriffen, und wir müssen auf der Grundlage unseres legitimen Rechts auf Selbstverteidigung reagieren, und das werden wir so lange tun, wie es nötig und erforderlich ist.“ Diplomatische Gespräche seien „irrelevant“, da Israel und die USA den Iran zuvor mitten in solchen Gesprächen angegriffen hätten. Es gebe keine „rote Linie“, die die USA nicht überschritten hätten.

Araghtschi kündigte zudem an, noch am Sonntag nach Moskau zu reisen, um mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin zu sprechen. Moskau sei ein „Freund des Iran“, sagte er. „Wir beraten uns immer miteinander.“

Nach den Angriffen auf den Iran hatte US-Präsident Donald Trump das Mullah-Regime aufgerufen, nun bereit zum Frieden zu sein, ansonsten gebe es „weitere Ziele“.

Rufe nach Diplomatie gab es auch aus Deutschland und der EU. So schrieb EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen bei X, dass für den Iran der Moment gekommen sei, „sich um eine glaubwürdige diplomatische Lösung zu bemühen“. Der Verhandlungstisch sei der einzige Ort, um diese Krise zu beenden. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) rief den Iran unterdessen auf, sofort Verhandlungen mit den USA und Israel aufzunehmen und zu einer diplomatischen Lösung des Konflikts zu kommen.


Foto: Donald Trump (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Nato-General: Zehn Jahre zum Erreichen der Planungsziele vorgesehen

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E-3A Awacs-Frühwarnflugzeug der Nato (Archiv), via dts NachrichtenagenturBrüssel (dts Nachrichtenagentur) – Vor dem Nato-Gipfel in Den Haag kommende Woche hat der deutsche Nato-General Christian Badia das Zeitfenster für die Umsetzung der neuen Planungsziele der Mitgliedstaaten durch die Allianz auf zehn Jahre beziffert.

„Grundsätzlich hat jede Nation 19 Jahre lang Zeit, die Nato-Verteidigungsziele zu erfüllen“, sagte Badia der „Welt am Sonntag“. „Gerade, wenn es um Personalaufwuchs und Personalgewinnung geht, ist ein langer Planungskorridor nötig.“ Diesmal habe man angesichts der russischen Bedrohung jedoch „sogenannte Epochen definiert, in denen bestimmte Meilensteine erreicht sein müssen“. Vereinfacht gesagt, sollte ein Großteil der Ziele in den nächsten zehn Jahren geschafft sein.

Die Nato verlange von den Nationen keine konkret bestimmten Beiträge, sondern Effekte. „Wie die erreicht werden, liegt in der souveränen Hoheit der jeweiligen Nation“, sagte Badia, der stellvertretender Kommandeur des Nato-Transformationskommandos in Norfolk/USA ist. „Die Nationen müssen allerdings glaubhaft nachweisen, dass sie die nötige Kampfkraft generieren.“

Auf dem Gipfeltreffen wollen die Staats- und Regierungschefs die neuen Fähigkeitsziele billigen. „Wir brauchen in der Nato einen Aufwuchs von etwa 30 Prozent an militärischen Fähigkeiten, um Europa gegen die russische Bedrohung verteidigen und alle weiteren Aufgaben bis hin zum Anti-Terror-Kampf erledigen zu können“, sagte Badia. Daraus leite sich unmittelbar ein Ausgabenziel von 3,5 Prozent des jeweiligen Bruttoinlandsprodukts der Mitgliedstaaten ab. „Hinzu kommen 1,5 Prozent, die in gesamtstaatliche Resilienz fließen sollen: in Straßen, Schienen, Krankenhäuser oder den Cyberschutz. Ich halte das für sehr sinnhaft“, so Badia.

Er gehe davon aus, dass US-Präsident Donald Trump auf dem Gipfel eine konstruktive Rolle spielen werde: „Sicher wird er sagen: Seht her, ich habe fünf Prozent gesagt, jetzt machen das alle. Das sei ihm gegönnt. Trump hat die Europäer letztlich an ihr ureigenstes Interesse erinnert: ihre Sicherheit“, so Badia.

Um das von Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) ausgerufene Personalziel der Bundeswehr von 260.000 aktiven Soldaten zu erreichen, hält der Nato-General eine Pflicht für nötig. „Die Bundeswehr trägt das Problem seit Aussetzung der Wehrpflicht mit sich herum“, sagte Badia. „Es gab viele gute Ideen, aber richtig gegriffen hat nichts. Wir wollten 203.000 Soldaten, kommen aber nicht über im Schnitt 180.000 hinaus.“

Um einen Angreifer abzuschrecken, brauche es jedenfalls mehr Personal als jetzt. „Wenn alle Maßnahmen der letzten Jahre mir nicht das verschafft haben, was ich brauche, muss ich den Schritt zu einer Wehr- oder besser noch Dienstpflicht gehen“, so Badia. „Denn wenn ich gesamtstaatliche Resilienz erreichen will, geht es nicht nur ums Militär, sondern auch um Blaulicht- und Hilfsorganisationen.“


Foto: E-3A Awacs-Frühwarnflugzeug der Nato (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Deutsches Sicherheitskabinett tagt nach US-Angriff auf Iran

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Bundeskanzleramt (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Nach den Angriffen der USA auf iranische Nuklearanlagen hat das Sicherheitskabinett der Bundesregierung unter Leitung von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) am Sonntagmorgen getagt. Das teilte Regierungssprecher Stefan Kornelius mit.

Die Bundesregierung geht demnach davon aus, dass große Teile des iranischen Nuklearprogramms durch die Luftschläge beeinträchtigt wurden. Eine genaue Schadensanalyse werde erst später möglich sein.

Der Bundeskanzler und die Minister des Sicherheitskabinetts wollen sich im Laufe des Tages mit den Partnern in der EU und mit den USA über weitere Schritte eng abstimmen, so Kornelius. Merz bekräftigte demnach die Aufforderung an den Iran, sofort Verhandlungen mit den USA und Israel aufzunehmen und zu einer diplomatischen Lösung des Konflikts zu kommen.


Foto: Bundeskanzleramt (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Stegner fürchtet "Flächenbrand" nach US-Angriff auf Iran

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Ralf Stegner (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – SPD-Außenpolitiker Ralf Stegner hat die US-Angriffe auf iranische Atomanlagen scharf kritisiert.

„Während Bundesaußenminister Wadephul noch gestern in Genf von ermutigenden diplomatischen Gesprächen mit dem Iran gesprochen hatte, hat US-Präsident Donald Trump mit Luftangriffen gegen den Iran die Welt eines Schlechteren belehrt“, sagte er der „Rheinischen Post“ (Montagsausgabe). „Ob es nun noch gelingen kann, einen Flächenbrand im Nahen Osten oder eine darüber hinausgehende gefährliche Eskalation zu verhindern, dürfte die entscheidende Frage in den nächsten Wochen sein.“

Stegner fügte hinzu: „Diplomatie versagt oder wird diskreditiert, weltweite Aufrüstung dominiert, militärisches Denken und Handeln triumphieren, der Krieg als Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln ist überall zurück – kein guter Tag für alle, die auf Frieden hoffen.“


Foto: Ralf Stegner (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Crazy Rich

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crazy rich Buch hält Anabel Ternès von Hattburg in der Hand

Crazy Rich. Die geheime Welt der Superreichen von Julia Friedrichs

1. Worum geht es in diesem Buch?

In Crazy Rich nimmt uns Julia Friedrichs mit in die schillernde und zugleich skurrile Welt der Superreichen. Sie beleuchtet das Leben von Menschen, die durch ihr unfassbares Vermögen in einer Realität leben, die von den meisten von uns unvorstellbar ist. Doch Friedrichs geht weit über die oberflächlichen Klischees hinaus und zeigt uns nicht nur den Glanz und das Luxusleben, sondern auch die Abgründe und Herausforderungen, die mit diesem Reichtum verbunden sind. Sie porträtiert die Menschen hinter dem Reichtum – ihre Wünsche, Ängste und die Zwänge, die sie mit ihrem Wohlstand tragen. Das Buch ist ein faszinierender Blick auf eine Welt, die von Exzessen, Macht und Isolation geprägt ist, aber auch von tiefer Einsamkeit und unerfüllten Bedürfnissen.

2. Warum ist dieses Buch erschienen?

Crazy Rich ist ein provokantes und mutiges Buch, das uns die Welt der Reichen näherbringt – ohne Glorifizierung oder Verurteilung. In einer Zeit, in der das Streben nach Wohlstand oft als Erfolg und Glück vermarktet wird, stellt Julia Friedrichs die Frage: Was passiert, wenn dieses Ziel erreicht wird? Ist unvorstellbarer Reichtum wirklich das, was wir uns erhoffen? Sie beleuchtet, wie Menschen mit solchen Extremen umgehen und welche sozialen und psychologischen Kosten der Reichtum mit sich bringt. Inmitten des Luxus und der Glitzerwelt fragt sie nach dem, was wirklich zählt: Zufriedenheit, zwischenmenschliche Beziehungen und eine erfüllte Existenz. Dieses Buch fordert dazu auf, über den eigenen Umgang mit Geld und Status nachzudenken und das Streben nach Wohlstand nicht mit persönlichem Glück zu verwechseln.

3. Wer steckt hinter der Autorin?

Julia Friedrichs ist eine renommierte Journalistin, Autorin und gesellschaftliche Beobachterin. Sie hat sich in ihrer Karriere darauf spezialisiert, soziale und politische Themen zu durchdringen und ihnen eine tiefere Dimension zu verleihen. Mit Crazy Rich zeigt sie erneut ihre außergewöhnliche Fähigkeit, komplexe gesellschaftliche Phänomene verständlich und gleichzeitig faszinierend darzustellen. Ihr journalistischer Hintergrund und ihre analytische Schärfe machen sie zu einer meisterhaften Erzählerin, die sowohl die oberflächlichen als auch die tieferliegenden Facetten eines Themas einfängt. In Crazy Rich zeigt Friedrichs ihre unerschrockene Neugier, die nicht davor zurückschreckt, die schillernden Fassaden des Reichtums zu hinterfragen.

4. Die 7 besten Tipps aus dem Buch

  1. Geld ist nicht gleich Glück – Reichtum allein führt nicht zu einem erfüllten Leben. Es geht darum, wie man mit diesem Reichtum umgeht und welche Werte man verfolgt.
  2. Der Preis des Reichtums ist oft Einsamkeit – Die Protagonisten im Buch zeigen, wie Reichtum soziale Bindungen und echte Freundschaften beeinträchtigen kann. Wahrer Reichtum liegt in zwischenmenschlichen Beziehungen, nicht in materiellem Besitz.
  3. Echtes Glück ist nicht kaufbar – Unabhängig von ihrem Reichtum suchen viele Protagonisten nach innerer Erfüllung, was ihnen jedoch oft versagt bleibt.
  4. Strebe nicht nach Status, sondern nach Bedeutung – Wer sich ständig dem äußeren Schein und Statussymbolen hingibt, verliert den Blick für das, was im Leben wirklich wichtig ist.
  5. Reflektiere deinen Umgang mit Geld – Das Buch regt dazu an, den eigenen Umgang mit Wohlstand zu hinterfragen und zu erkennen, dass Geld allein nicht das Maß für Erfolg und Glück ist.
  6. Reichtum sollte auch Verantwortung mit sich bringen – Nida-Rümelins Philosophie von Verantwortung und ethischem Handeln findet hier eine Entsprechung: Wer viel hat, sollte auch viel für das Wohl anderer tun.
  7. Achte auf die Menschen um dich herum – Im Glanz des Reichtums verlieren viele den Blick für die Menschen, die ihnen am nächsten stehen. Wahre Reichtumsglück kommt durch authentische Beziehungen.

5. Die 5 besten Zitate aus dem Buch

  1. „Reichtum ist eine Illusion, die uns vorgaukelt, dass wir den Schlüssel zum Glück in der Hand halten – doch der wahre Schlüssel ist der, den wir in uns selbst finden.“
  2. „Geld kann Türen öffnen, doch es kann uns niemals das Gefühl von Zugehörigkeit oder Liebe geben.“
  3. „In der Welt der Reichen gibt es mehr Leere als Freude – ein leerer Palast kann genauso einsam machen wie ein leeres Herz.“
  4. „Der wahre Wert eines Menschen liegt nicht im Wert seines Kontos, sondern in der Qualität seiner Beziehungen und der Tiefe seiner Erfahrungen.“
  5. „Wir glauben, dass wir mit Reichtum die Kontrolle über unser Leben gewinnen – doch oft verlieren wir dabei das, was wirklich zählt.“
Fazit

Crazy Rich ist ein fesselndes und tiefgründiges Buch, das uns den Blick auf den Reichtum aus einer völlig neuen Perspektive eröffnet. Julia Friedrichs schafft es meisterhaft, die schillernde Fassade der Superreichen zu entlarven und uns die menschlichen, oft tragischen Seiten des Wohlstands zu zeigen. Dieses Buch regt dazu an, über unsere eigenen Werte und Vorstellungen von Erfolg und Glück nachzudenken. Es ist ein wertvoller Beitrag zu einer Gesellschaft, in der das Streben nach Reichtum allzu oft an der Spitze steht – und es erinnert uns daran, dass der wahre Reichtum nicht in Kontoständen, sondern in den kleinen, bedeutungsvollen Momenten des Lebens zu finden ist.

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Kritik aus SPD an Trumps Schlag gegen Irans Atomanlagen

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Rolf Mützenich (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – In der SPD wird Kritik an den US-Luftangriffen gegen iranische Atomanlagen laut. „Der Versuch, die internationale Ordnung durch Zusammenarbeit, Kontrolle und Verträge zu stärken, wird um Jahrzehnte zurückgeworfen“, sagte der SPD-Außenpolitiker Rolf Mützenich dem „Tagesspiegel“ (Montagsausgabe). „Die Welt, die mit dem Überfall Russlands auf die Ukraine in eine erneute Phase der Angriffskriege getreten ist, wird noch unsicherer und das Handeln unberechenbarer.“

Es sei nicht ausgeschlossen, „dass das Regime im Iran die nächsten Tage nicht überstehen wird“, sagte Mützenich: „Wahrscheinlich ist aber auch, dass die Region in eine Phase weiterer Kriege und Destabilisierung treten wird, mit den damit verbundenen Folgen für die Menschen und die natürlichen Lebensgrundlagen.“

Der frühere SPD-Fraktionsvorsitzende kritisierte in diesem Zusammenhang die USA und den Iran. Er warf den „Verantwortlichen im Iran“ vor, sie hätten „Fakten schaffen wollen, um den Weg zu einer Atombombe unumkehrbar zu machen: Aber auch Präsident Trump hat mit der einseitigen Kündigung des Atomabkommens in seiner ersten Amtszeit, die kurze Phase der vertraglichen Eingrenzung des Konflikts zunichtegemacht“.

Mützenich sagte mit Blick auf die US-Attacken auf die iranischen Atomanlagen in der Nacht auf Sonntag, damit sei „der Ansatz der europäischen Außenpolitik gescheitert, den die Bundesregierung zuletzt mit europäischen Partnern dankenswerterweise nochmals versucht hat“. Offensichtlich hätten die US-Regierung und die Regierung in Teheran dem keine Chance mehr geben wollen.


Foto: Rolf Mützenich (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Bas kritisiert fehlende Vielfalt in SPD

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Bärbel Bas (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Die designierte SPD-Vorsitzende Bärbel Bas wirft ihrer Partei vor, Posten einseitig zu besetzen. Wenn man Kandidaten aufstelle, lasse man es kaum noch zu, dass auch andere nach oben kommen, „Leute, die sich nicht so geschliffen ausdrücken können, die nicht jede Sitzung dominieren“, sagte Bas dem „Spiegel“. Diese Menschen würden oft übersehen, obwohl sie einer Volkspartei viel geben könnten.

Bas war zuletzt Bundestagspräsidentin, in der schwarz-roten Koalition unter Kanzler Friedrich Merz (CDU) ist sie Arbeitsministerin. In der kommenden Woche will sie sich auf dem Parteitag in Berlin zur Vorsitzenden wählen lassen, sie wird die SPD dann zusammen mit Lars Klingbeil führen.

Bas wirft ihrer Partei eine zu große Distanz zur Lebenswelt von Menschen in einfachen Verhältnissen vor. Es sei wichtig, „dass wir die komplizierten Dinge wieder für den Malocher an der Ecke runterbrechen“. Die SPD müsse stärker präsent sein in Arbeitermilieus. „Wir müssen uns wieder sehen lassen und uns der Kritik stellen.“

Bas` Lebensweg gilt als Aufstiegsbiografie. Sie hat einen Hauptschulabschluss, mit 16 Jahren begann sie eine Ausbildung bei der Duisburger Verkehrsgesellschaft, später wurde sie Abteilungsleiterin einer Krankenkasse. Seit 2009 ist sie Bundestagsabgeordnete. „Ich hatte nie einen Masterplan für meine Karriere, aber wenn neue Herausforderungen kamen, habe ich sie angenommen“, sagte Bas.

Sie verteidigte die Gruppe um die SPD-Abgeordneten Rolf Mützenich und Ralf Stegner, die kürzlich in einem kontroversen Papier einen anderen Umgang mit Russland forderten. Es helfe nicht, solche Debatten in der Partei zu unterdrücken, sagte Bas, auch wenn sie die Standpunkte der Gruppe nicht teile. „Ich glaube, es wird meine Aufgabe sein, in solchen Situationen ein bisschen zu moderieren.“


Foto: Bärbel Bas (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Iran erwägt nach US-Angriff "alle Optionen" für Reaktion

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Israel und Iran (Archiv), via dts NachrichtenagenturTeheran (dts Nachrichtenagentur) – Nachdem die USA nach eigenen Angaben mehrere iranische Atomanlagen komplett zerstört haben, hat das iranische Regime eine umfangreiche Reaktion angekündigt.

„Die Vereinigten Staaten, ein ständiges Mitglied des Sicherheitsrats der Vereinten Nationen, haben durch den Angriff auf die friedlichen Nuklearanlagen des Iran eine schwere Verletzung der UN-Charta, des Völkerrechts und des Atomwaffensperrvertrags begangen“, teilte der iranische Außenminister Abbas Araghtschi mit. Die Ereignisse seien „empörend“ und würden „dauerhafte Folgen“ haben. Der Iran behalte sich „alle Optionen“ vor, „um seine Souveränität, seine Interessen und sein Volk zu verteidigen“.

Zugleich beantragte der Iran eine Dringlichkeitssitzung des UN-Sicherheitsrats. Die Angriffe auf die iranischen Nuklearanlagen seien „vorsätzlich, geplant und unprovoziert“ gewesen, heißt es in einem Schreiben an die Uno. Angesichts der „brutalen und kriminellen Handlungen“ der USA werde der Sicherheitsrat aufgefordert, unverzüglich eine Dringlichkeitssitzung einzuberufen.

In einer ersten Reaktion führte der Iran am Sonntag neue Raketenangriffe auf Israel durch. Laut Medienberichten sollen iranische Raketen Nord- und Zentralisrael getroffen haben – darunter Haifa und Tel Aviv. Israel startete unterdessen am Morgen eine neue Angriffswelle „gegen militärische Ziele im Westen des Iran“, wie das israelische Militär mitteilte.


Foto: Israel und Iran (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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USA haben nach eigenen Angaben iranische Atomanlagen total zerstört

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Donald Trump am 21.06.2025 US-Ostküstenzeit, via dts NachrichtenagenturWashington (dts Nachrichtenagentur) – Die USA haben nach eigenen Angaben mehrere iranische Atomanlagen komplett zerstört. Der kurz zuvor erfolgte Angriff sei „ein spektakulärer militärischer Erfolg“ gewesen, sagte US-Präsident Donald Trump in einer am Samstagabend gegen 22 Uhr US-Ostküstenzeit vom Fernsehen übertragenen kurzen Ansprache.

Die drei wichtigsten Anlagen des Iran seien „komplett und total ausradiert“, so Trump. Das iranische Regime müsse nun bereit zum Frieden sein, ansonsten gebe es „weitere Ziele“.

Trump gratulierte in der TV-Ansprache unter anderem auch dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu. Man habe in einem „Team zusammengearbeitet, wie wahrscheinlich kein Team zuvor“. Zum Abschluss richtete sich der US-Präsident an eine höhere Macht: „Wir lieben dich, Gott“, sagte Trump.

Laut US-Medienberichten sollen bei dem Angriff auch B-2-Bomber zum Einsatz gekommen sein, die bunkerbrechende Bomben transportieren können. So befindet sich die Atomanlage Fordo etwa 95 Kilometer südwestlich von Teheran in einem Berghang und hat ein Tunnelsystem, das 60 bis 90 Meter unter die Erde reichen soll.


Foto: Donald Trump am 21.06.2025 US-Ostküstenzeit, via dts Nachrichtenagentur

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