Montag, September 21, 2026
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Suchtberatung warnt vor Kollaps des Angebots

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Ein Mann hält ein alkoholisches Getränk hoch (Archiv), via dts NachrichtenagenturHamm (dts Nachrichtenagentur) – Peter Raiser, Geschäftsführer der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen, warnt vor einem finanziellen Kollaps der Suchtberatungen.

„Drei Viertel der Suchtberatungsstellen stehen finanziell mit dem Rücken zur Wand“, sagte Raiser anlässlich des jährlichen Gedenktages für die Drogentoten am 21. Juli der NRZ. Es werde zunehmend schwieriger, Beratung, Hilfe und Therapien anzubieten, so Raiser.

Die überwiegende Zahl der Hilfsangebote werde von Kreisen, Städten und Gemeinden finanziert. „Doch Suchthilfe ist keine kommunale Pflichtaufgabe, daher besteht die Gefahr, dass die Kommunen hier trotz deutlich steigendem Aufwand den Rotstift ansetzen“, erläuterte Raiser.

In den Suchtberatungsstellen gebe es daher große Zukunftsängste. Das sei nicht nur für die Drogenkranken, sondern auch für die Gesellschaft insgesamt eine große Gefahr: Jeder in die Suchtberatung investierte Euro rentiere sich 17fach, wenn man die Folgekosten in Justiz, Gesundheitswesen und Rentensystem berücksichtige, so Raiser.


Foto: Ein Mann hält ein alkoholisches Getränk hoch (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts

Wetterdienst warnt: Schwere Gewitter in Süddeutschland erwartet

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Unwetterwolke über einem Acker (Archiv), via dts NachrichtenagenturOffenbach am Main (dts Nachrichtenagentur) – In Teilen Süddeutschlands werden in den kommenden schwere Gewitter erwartet. Betroffen sind insbesondere die Bundesländer Baden-Württemberg und Bayern.

Der Deutsche Wetterdienst teilte am Sonntagabend mit, dass es zu Überflutungen von Kellern und Straßen sowie zu Schäden an Gebäuden, Autos und landwirtschaftlichen Kulturen durch Hagelschlag kommen könne.

Die aktuellen Warnungen gelten am Sonntag von 19:20 Uhr bis 23 Uhr. Eine Verlängerung der Warnungen oder eine Ausdehnung auf weitere Gebiete ist möglich. Die Kaltfront eines Tiefs bei den Britischen Inseln schwenkt bis Montagabend über Deutschland ostwärts und verdrängt die schwül heiße Mittelmeerluft durch kühlere Nordatlantikluft.

Gebietsweise treten Gewitter auf, die im Süden Deutschlands örtlich Unwetterstärke durch heftigen Starkregen oder größeren Hagel erreichen können. Im Laufe der Nacht zum Montag schwächen sich die Gewitter zögernd ab, so der DWD.


Foto: Unwetterwolke über einem Acker (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Brantner attackiert Regierung für verfehlte Energiepolitik

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Industrieanlagen (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Grünen-Chefin Franziska Brantner hat im ZDF-Sommerinterview die Bundesregierung scharf kritisiert.

Sie warf der schwarz-roten Koalition vor, Klientelpolitik zu betreiben und notwendige Aufgaben nicht anzugehen, obwohl mehr Geld als je zuvor zur Verfügung stehe. Besonders die CDU sei kein verlässlicher Partner mehr und stelle einen „Risikofaktor“ für die Regierung dar, so Brantner.

Brantner sagte, dass die Grünen sich in der Opposition klar positionieren wollten, insbesondere in der Energiepolitik. Sie kritisierte die Union für eine rückwärtsgewandte Politik und die neue Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) für ihre Fokussierung auf fossile Technologien. Die Fortschritte bei den Speichertechnologien würden ignoriert, und es werde auf Gas gesetzt, was Brantner als „Reiche-Delle“ bezeichnete.

Die Grünen-Chefin äußerte zudem, dass ihre Partei, die bei der letzten Bundestagswahl massiv an Stimmen verloren hatte, nun die verlorenen Wähler zurückgewinnen wolle. Sie warf der politischen Konkurrenz vor, Wählertäuschung zu betreiben, indem sie unrealistische Vorschläge mache. Brantner forderte, drängende Probleme nicht in Kommissionen zu verschieben, sondern Lösungen zu finden, die insbesondere jungen Menschen eine „faire Perspektive“ böten.


Foto: Industrieanlagen (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Rotes Kreuz warnt vor Folgen des Gazakriegs für die Menschheit

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Internationales Rotes Kreuz in Genf (Archiv), via dts NachrichtenagenturGenf (dts Nachrichtenagentur) – Der Generaldirektor des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK), Pierre Krähenbühl, erhebt schwere Vorwürfe gegen die Kriegsführung im Gazastreifen.

„Wenn Gaza die Zukunft des Krieges ist, dann habe ich Angst um die Zukunft der Menschheit“, sagte Krähenbühl der „Süddeutschen Zeitung“ (Montagsausgabe). Niemand könne heute mehr behaupten, nicht zu wissen, was dort geschehe: Millionen Menschen seien mehrfach vertrieben worden, über 400 humanitäre Helfer hätten ihr Leben verloren. „Solche Zahlen kennen wir in keinem anderen Konflikt, und ich habe sie in 35 Jahren nie erlebt“, sagte Krähenbühl.

Zwar könne das IKRK dort nach wie vor viel bewirken, „aber natürlich nicht genug“. Seiner Meinung nach brauche es mehr politischen Mut, wieder an Lösungen zu glauben. Stattdessen arrangiere sich die Welt mit einem Dauerzustand von Gewalt – obwohl gleichzeitig stets betont werde, man wolle das humanitäre Völkerrecht verteidigen, so der Generaldirektor des IKRK. Krähenbühl sieht jedoch eine bedrohliche Entwicklung: Das Vertrauen in die Genfer Konvention und deren Grundregeln erodiere. Er warnt, dass deren Infragestellung die Welt erneut in den Abgrund führen werde.

Zugleich verschärfe sich die Lage durch massive Kürzungen bei den Hilfsgeldern – auch durch Deutschland. Das IKRK müsse deshalb genau prüfen, „was noch zu leisten ist“. Priorität habe, so Krähenbühl, sich auf die akuten Phasen der Krisen zu konzentrieren, „also auf die lebensrettenden Funktionen“.

Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz ist eine neutrale, unabhängige humanitäre Organisation mit Sitz in Genf. Es wurde 1863 gegründet und ist weltweit in zahlreichen Konflikt- und Krisengebieten tätig – darunter Syrien, Sudan, Jemen, Ukraine und Gaza.


Foto: Internationales Rotes Kreuz in Genf (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Bestsellerautor Martin Suter hält sich selbst für faul

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Martin Suter (Archiv), via dts NachrichtenagenturBern (dts Nachrichtenagentur) – Der Schweizer Bestsellerautor Martin Suter hält die Forderung von Friedrich Merz, die Deutschen müssten mehr arbeiten, für „Blödsinn“. „Ich glaube nicht, dass man die Wirtschaft mit mehr Arbeit retten kann“, sagte er dem „Spiegel“. Das sei keine sehr kreative Idee. „Wir müssen froh sein, wenn es überhaupt für alle Menschen genügend Arbeit gibt, am besten eine, die nicht öde ist.“

Tatsächlich seien etliche Jobs dabei zu verschwinden. Die Künstliche Intelligenz (KI) übernehme. „Fleiß hat längst an Wert verloren und wird ihn weiter verlieren. KI ersetzt ja gerade das Fleißige in der Arbeit. Das Durchackern aller Präzedenzurteile bei den Juristen. Das Lesen aller Fachberichte bei den Ärzten. Was Fleiß bisher ausgemacht hat in der Arbeit, das macht KI ja tausendmal besser“, so Suter.

Merz` Appell beruhe auf einem Denkfehler. „Man muss doch schauen: Was machen all die Menschen, die bald nur noch vier Tage Arbeit haben? Je fleißiger die Leute werden, desto weniger Tage müssen sie arbeiten. Wenn sie richtig fleißig sind, können sie ihre Arbeit in drei Tagen erledigen. Aber was machen sie dann an den anderen vier Tagen“, sagte der Schriftsteller.

Über sich selbst sagte Suter: „Ich bin überzeugt, dass ich eigentlich ein fauler Mensch bin. Wenn man mich gefragt hätte, ob ich schreibe, weil ich muss, hätte ich gesagt: Nein, ich muss nicht. Ich könnte mir gut vorstellen, es nicht zu tun. Aber jetzt mache ich das schon so lange, dass ich wahrscheinlich Mühe hätte, damit aufzuhören.“

Eine KI, die man mit allen Martin-Suter-Büchern füttert und die dann neue Bücher schreibt, sei für ihn kein Albtraum. „Ich bin überzeugt, dass das schon bald versucht wird. Das Lustige ist: Wenn die Bücher auf dem Markt wären, wäre ich ja der Einzige, der weiß, dass sie nicht von mir sind.“


Foto: Martin Suter (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Wegner warnt vor Radikalisierung der Berliner Linkspartei

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Kai Wegner (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU) warnt vor einer zunehmenden Radikalisierung der Berliner Linkspartei. „Die Linke in Berlin driftet gerade in eine sehr problematische Richtung“, sagte Wegner der „Welt“ (Montagsausgabe). „Sie radikalisiert sich zunehmend und weist klar antisemitische Tendenzen auf.“

Die Linke sei „längst nicht mehr die Stimme des Ostens“, so Wegner. „In Berlin wird sie inzwischen von Politikern geprägt, die oft ein ideologisches geschlossenes Weltbild haben und Berlin nach ihren Vorstellungen umbauen wollen.“ Er beobachte diese Entwicklung mit Sorge. „Wir müssen verhindern, dass diese Linke in Berlin Verantwortung bekommt.“

Zum Verhältnis der Union zur Linken im Bund und Abstimmungen im Bundestag sagte der Regierende Bürgermeister wiederum: „Zwei-Drittel-Mehrheiten lassen sich nur im Dialog erreichen. Wenn die Koalition eine Blockade im Parlament vermeiden will, muss sie das Gespräch mit Grünen und Linken suchen.“

Mit der AfD sind solche Gespräche „ganz klar ausgeschlossen“, so Wegner. „Und dabei ist eines ganz klar: Es geht nicht darum, mit der Linken irgendwelche Deals zu machen, sondern darum, miteinander ins Gespräch zu kommen.“ Den Unvereinbarkeitsbeschluss der CDU, also das Kooperationsverbot mit der Linken und der AfD wolle er „ausdrücklich nicht infrage stellen“.

Nach einer zunächst in Berlin verbotenen, vom Oberverwaltungsgericht dann aber zugelassenen propalästinensischen Demonstration bekräftigte Wegner seine Forderung, den Begriff der „öffentlichen Ordnung“ wieder in das Versammlungsrecht der Hauptstadt aufzunehmen. „Ich will nicht, dass in Berlin für ein Kalifat demonstriert werden kann.“ Zudem dürfe nicht zur Vernichtung Israels aufgerufen werden und Juden dürften nicht in Angst versetzt werden, so der Regierende Bürgermeister.

„Wir brauchen eine gesetzliche Grundlage, um solche Versammlungen künftig zu verhindern.“ Dazu gehöre, dass der Begriff der „öffentlichen Ordnung“ wieder in das Versammlungsfreiheitsgesetz aufgenommen wird. „In fast allen anderen Bundesländern gibt es diesen Passus – in Berlin wurde er von Rot-Rot-Grün aus dem Gesetz gestrichen. Das müssen wir korrigieren. Wir müssen hier wieder Ordnung schaffen.“

Jüdische Studenten sagte ihm, dass sie Angst hätten, in die Hörsäle zu gehen. Jüdische Eltern nähmen ihre Kinder von öffentlichen Schulen, weil „Du Jude“ dort wieder als Schimpfwort gebraucht werde. „Das ist für mich ein untragbarer Zustand. Meine Toleranz endet dort, wo Toleranz mit Füßen getreten wird.“


Foto: Kai Wegner (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Weidel sieht Merz in strategischer Sackgasse

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Alice Weidel und Markus Preiß am 20.07.2025, via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – AfD-Chefin Alice Weidel hält die ablehnende Haltung von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) gegenüber einer Zusammenarbeit mit der AfD für „sehr glaubwürdig“.

„Mit Friedrich Merz ist da nichts zu machen“, sagte sie am Sonntag im ARD-„Sommerinterview“. Er habe sich dort „selbst strategisch eingemauert, darum kann er auch nur linke Politik machen“. Merz lasse sich „am Nasenring von dem Wahlverlierer SPD durch die Manege ziehen“, so Weidel. Man sehe gar keine CDU-Politik, fügte sie hinzu. Die CDU habe mit „reiner AfD-Programmatik“ Wahlkampf gemacht „und der Wähler kriegt jetzt linke SPD-Politik“.

Die AfD sei aber bereit, mit der CDU und Friedrich Merz zu reden. „Wir würden auch eine Minderheitsregierung tolerieren.“ Man könne über alles reden: „Aber die Brandmauer verbaut ihm alle Optionen und der CDU“, so Weidel. Davon abgesehen sei Merz auch bei der AfD eine „verbrannte Personalie“. Da müsste ein „fähiger CDU-Politiker um die Ecke kommen, um mit uns in Verhandlung zu treten“, sagte die AfD-Vorsitzende.


Foto: Alice Weidel und Markus Preiß am 20.07.2025, via dts Nachrichtenagentur

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ARD-"Sommerinterview" mit Weidel von lauten Protesten gestört

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Alice Weidel und Markus Preiß, via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Das „Sommerinterview“ mit AfD-Chefin Alice Weidel ist am Sonntag von lautstarken Protesten gestört worden. Zu Beginn kam es zunächst zu Sprechchören, später wurde laute Musik gespielt.

Weidel klagte deshalb mehrfach darüber, dass sie wegen der Lautstärke die Fragen von Moderator Markus Preiß nicht verstehen könne. Sowohl Weidel als auch Preiß waren dabei auch für den Zuschauer stellenweise nur schwer zu verstehen. Weidel wollte allerdings selbst nicht auf die Proteste weiter eingehen. Sie bat auch Preiß dazu, das Interview ohne Einordnung „ganz normal“ weiterzuführen – „und zwar über Dinge, über Fragestellungen, die die Menschen in diesem Land sorgen“.

Inhaltlich ging es unter anderem um die Erhöhung der Bezüge in der AfD-Fraktion. Weidel verteidigte den Schritt damit, dass man das Gehalt der Vorstände und auch der Vorsitzenden „auf das übliche Niveau der anderen Fraktionen und Parteien“ angehoben habe.

Auch um die Frage, ob die AfD sich „mäßigen“ sollte, ging es. Weidel verneinte dies: „Wir haben ein Parteiprogramm, das die Freiheit der Bürger hochhält und die Bürgerrechte, und wir wollen wieder vernünftige Politik für unser Land machen.“


Foto: Alice Weidel und Markus Preiß, via dts Nachrichtenagentur

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Unionsfraktion lehnt Verbrenner-Verbot für Mietwagen ab

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Feierabendverkehr (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Unionsfraktion im Deutschen Bundestag hat sich entschieden gegen ein mögliches Verbrenner-Aus für Mietwagenbetreiber und Firmenflotten ab 2030 ausgesprochen. „Wer ein europaweites Verbrenner-Aus für Mietwagen ab 2030 plant, hat den Kontakt zur Realität verloren“, sagte der Abgeordnete Tilman Kuban den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Montagsausgaben).

Er empfahl den Kommissionsbeamten mal Brüssel zu verlassen und Urlaub in Kroatien, Bulgarien oder Griechenland zu machen. Dort gebe es im ganzen Land so viele Lademöglichkeiten wie in einer deutschen Großstadt, sagte er. Kuban ist Vorsitzender der Arbeitsgruppe Angelegenheiten der Europäischen Union innerhalb der CDU/CSU-Fraktion.

Widerspruch gegen eine solche Regelung kam auch aus der Bundesregierung. „Wir lehnen das strikt ab und haben unsere ablehnende Haltung auch Autoverleihern mitgeteilt. Wir setzen uns dafür ein, dass das so nicht kommt“, sagte ein Sprecher von Verkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) den Zeitungen der Funke-Mediengruppe.


Foto: Feierabendverkehr (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Vattenfall warnt vor verlangsamter Energiewende

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Windrad-Bau (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Der Energieversorger Vattenfall warnt vor einer verlangsamten Energiewende und drängt auf die konsequente Abkehr von fossilen Energieträgern. „Europa bleibt nur wettbewerbsfähig, wenn es fossile Energie hinter sich lässt. Nicht umgekehrt“, sagte Robert Zurawski, Chef von Vattenfall Deutschland, der „Süddeutschen Zeitung“.

Es sei richtig, die Kosten der Energiewende zu überprüfen, wie es die neue Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche macht, aber: „Wir dürfen dabei keinesfalls an Tempo verlieren.“ Die Energiewende sei mittlerweile unumkehrbar. Dazu gehöre auch, den Netzausbau weiter voranzutreiben, ohne den Ausbau der Erneuerbaren zu stoppen.

Eigentlich hatte die Bundesregierung angekündigt, die Strompreise für Verbraucher um fünf Cent zu senken, indem sie die Stromsteuer stark reduziert. Dies setzt sie nun wohl doch nicht um, während sie die Industrie aber entlasten will. „Wir hätten uns über eine geringere Stromsteuer für alle gefreut“, sagte Zurawski, „Den Industriestrompreis halte ich für einen Fehler.“

Verunsicherung spürt der Chef des Versorgers bei Haushalten, die sich für eine neue Heizung entscheiden müssen. Die Bundesregierung hat sich vorgenommen, die Regelungen der Ampelkoalition abzuschaffen. „Jetzt habe ich Sorge, dass wir wieder eine kommunikative Verwirrung bekommen, weil keiner weiß, wie genau das Gesetz geändert wird. Dabei ist längst klar: Eine Wärmepumpe rechnet sich für die meisten Haushalte jetzt schon.“

Vattenfall ist ein schwedischer Energiekonzern, der sein Geld auch mit Atomkraftwerken verdient, nur nicht in Deutschland. Hier versorgt er mehrere Millionen Menschen mit Strom, bietet Wärmepumpen-Installationen an und betreibt selbst Windanlagen. Vattenfall blickt in Deutschland auf eine fossile Tradition mit Kohlekraft zurück, mittlerweile ist das Unternehmen aus diesem Bereich komplett ausgestiegen.


Foto: Windrad-Bau (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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