Montag, April 6, 2026
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Thüringen bereitet Smartphone-Verbot im Grundschulunterricht vor

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Junge Leute mit ihren Smartphones (Archiv), via dts NachrichtenagenturErfurt (dts Nachrichtenagentur) – Der thüringische Ministerpräsident Mario Voigt (CDU) will Kinder und Jugendliche künftig vor Social Media schützen wie vor Alkohol und Zigaretten.

Der CDU-Politiker sagte der „Welt“: „Angesichts der nachgewiesenen negativen Auswirkungen auf die psychische Gesundheit brauchen wir eine Altersgrenze für Social Media – frühestens ab 16.“ Voigt weiter: „Aus gutem Grund erlauben wir ja Alkohol und Zigaretten erst ab 16 oder 18.“ Der Schutz von Kindern und Jugendlichen müsse oberste Priorität haben.

Voigt kündigte in dem Gespräch zudem eine Initiative für ein Verbot von Smartphones im Unterricht an Grundschulen in Thüringen an: „Wir werden einen rechtlichen Vorschlag machen, dass an den Grundschulen keine Smartphones mehr in der Unterrichtszeit verwendet werden dürfen.“ Das bedeute aber nicht, dass Kinder künftig nicht mehr ihre Eltern nach der Schule darüber informieren dürften, dass sie abgeholt werden möchten oder dass sie auf dem Heimweg seien: „Das muss man ermöglichen, aber nicht in der Schulzeit.“

Voigt verwies auf eine neue Studie, der zufolge jedes vierte Kind bereits angstbefangen sei infolge von Social-Media-Nutzung: „Das ist doch ein klares Warnsignal.“ Mittlerweile scrollten viele Jugendliche pro Tag 200 Meter mit dem Daumen auf dem Handy rum: „Die bewegen sich keine 50 Meter, aber 200 Meter auf dem Handy schaffen sie.“

Besorgt äußerte sich der Ministerpräsident auch darüber, dass auf Social-Media-Kanälen Fremde auf Kinder und Jugendliche zugehen können, dass sie dort Inhalte wie Brutalität und Pornos sehen können, mit denen sie nicht umgehen könnten. Voigt: „Und das verändert ihren Gemütszustand, das verändert auch ihr Bewusstsein. Und deswegen ist es wichtig, dass wir uns in Deutschland auf die Initiative einstellen: kein Social Media vor 16.“


Foto: Junge Leute mit ihren Smartphones (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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US-Börsen starten zurückhaltend in volle Bilanzwoche

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Wallstreet, via dts NachrichtenagenturNew York (dts Nachrichtenagentur) – Die US-Börsen haben sich am Montag zurückhaltend entwickelt. Zu Handelsende in New York wurde der Dow mit 44.323 Punkten berechnet, ein leichtes Minus im Vergleich zum vorherigen Handelstag.

Wenige Minuten zuvor war der breiter gefasste S&P 500 mit rund 6.305 Punkten 0,1 Prozent im Plus, die Technologiebörse Nasdaq berechnete den Nasdaq 100 zu diesem Zeitpunkt mit rund 23.180 Punkten 0,5 Prozent im Plus.

Die Anleger hielten vor einer vollgepackten Bilanzwoche eher die Füße still. Am Dienstag stehen unter anderem die Zahlen des Getränke-Riesen Coca-Cola, des Autobauers General Motors sowie des Rüstungskonzerns Lockheed Martin im Terminkalender. Am Mittwoch geht es dann mit Tesla, der Google-Mutter Alphabet sowie den Telekommunikationskonzernen T-Mobile US und AT&T weiter. Tags darauf folgt dann noch der Chiphersteller Intel.

Die europäische Gemeinschaftswährung war am Montagabend stärker: Ein Euro kostete 1,1690 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8554 Euro zu haben.

Der Goldpreis konnte deutlich profitieren, am Abend wurden für eine Feinunze 3.398 US-Dollar gezahlt (+1,4 Prozent). Das entspricht einem Preis von 93,46 Euro pro Gramm.

Der Ölpreis sank unterdessen: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Montagabend gegen 22 Uhr deutscher Zeit 68,99 US-Dollar, das waren 29 Cent oder 0,4 Prozent weniger als am Schluss des vorherigen Handelstags.


Foto: Wallstreet, via dts Nachrichtenagentur

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SPD-Politiker verteidigen Russlandreisen von Platzeck

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Matthias Platzeck (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Der ehemalige SPD-Fraktionschef Rolf Mützenich verteidigt die Russlandreisen seines Parteikollegen Matthias Platzeck.

„Ich bin Matthias Platzeck wie auch anderen ehemaligen Politikern dankbar, wenn sie uneigennützig durch Integrität und Erfahrung daran mitwirken wollen, den Krieg in der Ukraine in eine Waffenruhe zu überführen und später vielleicht zu einem Ende zu bringen“, sagte Mützenich dem „Spiegel“. „Matthias Platzeck macht bei jeder Gelegenheit als Erstes die Kriegsverbrechen Putins zum Thema. Das wird bei diesen Formaten nicht anders sein.“

Zuletzt war unter anderem durch Recherchen des „Spiegel“ bekannt geworden, dass Ex-SPD-Chef Platzeck seit Beginn der russischen Invasion mehrfach nach Moskau gereist war. „Es wäre sachlich und politisch falsch, wenn nur Vertreter aus anderen Ländern, darunter auch Partner unterhalb der offiziellen Ebene, Gespräche mit der russischen Seite führen“, sagte Mützenich. Er sei sich sicher, dass Platzeck allein aus humanitären und friedenspolitischen Gründen das Gespräch mit russischen Vertretern führe – und nicht etwa davon profitieren wolle.

Auch der SPD-Außenpolitiker Ralf Stegner stellte sich vor Platzeck. „Die Verdächtigungen und Beschimpfungen gegenüber Matthias Platzeck sind absolut unpassend“, sagte Stegner dem „Spiegel“. „Matthias Platzeck ist ein unbescholtener Politiker und setzt sich nun als Privatmann dafür ein, dass der Krieg in der Ukraine endet.“ Dass Platzeck dafür Gespräche mit der russischen Seite suche, sei richtig. „Es gilt, alle Möglichkeiten auszuloten, um diesen Krieg zu beenden. Wir sollten daher nicht jedes Gespräch verteufeln, nur weil uns das Verhalten des Gegenübers nicht gefällt. So kommen wir nicht weiter“, so Stegner. Er war im Frühjahr selbst in die Kritik geraten, weil er zu einem Treffen mit russischen Vertretern in Aserbaidschans Hauptstadt Baku gereist war.


Foto: Matthias Platzeck (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Voigt wirft Weidel mangelnden Patriotismus vor

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Alice Weidel am 20.07.2025, via dts NachrichtenagenturErfurt (dts Nachrichtenagentur) – Der thüringische Ministerpräsident Mario Voigt (CDU) wirft der AfD-Co-Vorsitzenden Alice Weidel nach ihrem Interview in der ARD mangelnden Patriotismus vor.

Im TV-Sender „Welt“ begründete Voigt am Montag seinen Vorwurf damit, dass Weidel auf die Frage, was sie an drei guten Dingen über Deutschland sagen könne, nicht eine einzige Antwort gehabt habe. Voigt weiter: „Verzeihung, das sind Leute, die sind unpatriotisch, die lassen kein gutes Haar an Deutschland.“

Der CDU-Politiker kritisierte die Aktion der Störer während des Weidel-Interviews: „Was mich ärgert ist, dass wir die AfD nicht in ihren Inhalten stellen, sondern immer wieder versuchen, durch solche Aktionen eigentlich abzulenken.“ Das sei für Weidel „eher ein Imagegewinn“ gewesen. Und die Demonstranten hätten ihrer Sache „eher einen Bärendienst erwiesen“. Es sei wichtiger, die AfD in der Sache zu stellen und aufzuzeigen, „dass sie eigentlich keinen Plan für Deutschland hat“.

Voigts Fazit: „AfD steht eher für Abstieg für Deutschland.“ Thüringen habe die höchste Dichte an Kultur- und UNESCO-Welterbestätten in ganz Europa und sei eines der Länder mit der höchsten Ehrenamtsdichte. Deutschland wiederum habe die meisten Patentanmeldungen in Europa, sei ein Land der Innovationen. Voigt an die Adresse Weidels: „Und das alles nicht zu sehen, nicht zu thematisieren, das ist einfach feige.“


Foto: Alice Weidel am 20.07.2025, via dts Nachrichtenagentur

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Nächste Ukraine-Russland-Gespräche am Mittwoch in der Türkei

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Pro-Ukraine-Demo (Archiv), via dts NachrichtenagenturKiew (dts Nachrichtenagentur) – Die nächste Runde direkter Friedensgespräche zwischen der Ukraine und Russland ist für Mittwoch in der Türkei angesetzt.

Das teilte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj am Montag unter Verweis auf den Leiter des ukrainischen Sicherheits- und Verteidigungsrats, Rustem Umerow, mit.

Selenskyj erklärte weiter, dass er mit Umerow über die Vorbereitung eines Gefangenenaustauschs und ein weiteres Treffen mit der russischen Seite in der Türkei gesprochen habe.

Der derzeitige Sekretär des ukrainischen Sicherheits- und Verteidigungsrats, leitete bereits die ersten beiden Gesprächsrunden mit Russland im Mai und Juni. Substanzielle Fortschritte in Richtung einer Waffenruhe wurden damals jedoch nicht erzielt. Am Dienstag sollen weitere Details zu den geplanten Treffen bekannt gegeben werden.


Foto: Pro-Ukraine-Demo (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Chemiemanager finden ihre Arbeitgeber "befriedigend"

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Industrieanlagen (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Führungskräfte in der deutschen Großchemie lassen sich durch die missliche Lage ihrer Branche offenbar wenig beeindrucken.

Sie bescheinigen ihren Arbeitgebern im Schnitt ein „Befriedigend“ auf der Schulnotenskala – was dem langfristigen Mittel entspricht. Der Durchschnittswert von 3,01 liegt sogar über der Note des Vorjahres von 3,15. Das ist das Ergebnis der neuen Umfrage des Akademikerverbandes VAA, über das die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ (Dienstagsausgabe) berichtet.

Am besten schnitt demnach der Kunststoffhersteller Lyondellbasell mit seiner deutschen Landesgesellschaft in der Bewertung ab, er verteidigte damit seinen Platz als Spitzenreiter – mit der Note 2,33, die das Unternehmen von seinem akademischen Personal im Durchschnitt erhielt. Es folgen das Stiftungsunternehmen Schott und der Familienkonzern Boehringer Ingelheim auf Platz zwei und drei. Unter den bekannten börsennotierten Konzernen rangiert BASF im oberen Drittel, Merck in der Mitte, während sich Lanxess, Bayer und Evonik im unteren Drittel finden. Schlusslicht ist Shell mit der Note 3,56.

Der VAA – Verband angestellter Akademiker und leitender Angestellter der chemischen Industrie – ist die zweite maßgebliche Arbeitnehmerorganisation neben der Gewerkschaft IG BCE, die vor allem die Interessen der Nichtakademiker vertritt. Er ermittelt seit mehr als zwei Jahrzehnten einmal im Jahr die Stimmung seiner Mitglieder in den Unternehmen. Diese bewerten Strategie, Kultur und Arbeitsbedingungen und geben zudem Auskunft über ihre persönliche Befindlichkeit und Motivation. Es geht in der Regel um etwa zwei Dutzend – diesmal 21 – Chemie- und Pharmaunternehmen: deutsche Unternehmen ebenso wie Landesgesellschaften ausländischer Anbieter.

Die Umfrage gilt auch unter Personalvorständen als aussagekräftiges Stimmungsbarometer. Der VAA befragte seine Mitglieder von Mitte April bis Mitte Mai. Von mehr als 8.600 Fragebögen kamen 2.000 auswertbare zurück. Teilnehmer vergeben Schulnoten von eins bis sechs in den Einzelkategorien, die sich dann zur Gesamtnote für das Unternehmen errechnen, woraus sich wiederum der Durchschnittswert für die Branche ergibt.


Foto: Industrieanlagen (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Deutschland und Norwegen wollen strategische Partnerschaft ausbauen

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Friedrich Merz und Jonas Store am 21.07.2025, via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Deutschland und Norwegen wollen ihre strategische Partnerschaft in mehreren Bereichen ausbauen. Man wolle künftigen Herausforderungen begegnen, indem man „gemeinsam die erforderlichen Fähigkeiten in Schlüsselbereichen entwickelt“, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung, die am Montag am Rande des Besuchs von Norwegens Ministerpräsident Jonas Gahr Store im Kanzleramt veröffentlicht wurde.

Die Zusammenarbeit umfasst Bereiche wie Frieden und Sicherheit, Energiesicherheit sowie Forschung und innovative Technologien. So soll etwa die maritime Zusammenarbeit um eine integrierte operative Partnerschaft im Nordatlantik und in der Nordsee erweitert werden, einschließlich eines verbesserten Schutzes kritischer Unterwasserinfrastrukturen. Zudem soll die bestehende Zusammenarbeit bei der Entwicklung von Weltraumfähigkeiten vertieft werden.

Zur Ergänzung der maritimen Partnerschaft beabsichtigen die Länder außerdem, die Zusammenarbeit im Landbereich zu verstärken, wo sie sich gegenseitig in den jeweiligen regionalen Verteidigungsplänen der Nato unterstützen wollen. Die Verteidigungsminister sollen diese Prioritäten gemeinsam durch ein neues bilaterales Verteidigungsabkommen vorantreiben. Dies soll der Erklärung zufolge langfristig den Rahmen für die deutsch-norwegische Verteidigungspartnerschaft bilden.


Foto: Friedrich Merz und Jonas Store am 21.07.2025, via dts Nachrichtenagentur

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Dax hält zum Wochenstart die Füße still – wartet heiße Zollphase ab

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Frankfurter Börse, via dts NachrichtenagenturFrankfurt/Main (dts Nachrichtenagentur) – Zum Wochenstart hat der Dax sich kaum verändert. Zum Xetra-Handelsschluss wurde der Index mit 24.307 Punkten berechnet, ein Plus in Höhe von 0,1 Prozent im Vergleich zum vorherigen Handelstag.

„Der Handel in den Dax-Unternehmen zeigt sich zum Wochenstart weiterhin lustlos“, sagte Marktanalyst Andreas Lipkow. Die Investoren schauten vorsichtig in Richtung USA und blieben an den Seitenlinien stehen. Noch beunruhige nicht, dass es zu keiner Einigung zwischen den Vertretern der EWU und den USA im Strafzollstreit gekommen ist.

„Die Zeit rennt weiter davon und die USA haben bereits gezeigt, dass sie keinen Rückzieher machen werden. Es kann Ende Juli noch einmal heiß an den europäischen Aktienmärkten hergehen. Das Thema ist bei den Marktteilnehmern aktuell etwas unterrepräsentiert. Das kann sich in den kommenden Handelstagen aber schnell ändern“, sagte Lipkow.

Die europäische Gemeinschaftswährung war am Montagnachmittag stärker: Ein Euro kostete 1,1711 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8539 Euro zu haben.

Der Goldpreis konnte deutlich profitieren, am Nachmittag wurden für eine Feinunze 3.398 US-Dollar gezahlt (+1,4 Prozent). Das entspricht einem Preis von 93,28 Euro pro Gramm.

Der Ölpreis sank unterdessen: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Montagnachmittag gegen 17 Uhr deutscher Zeit 68,95 US-Dollar, das waren 33 Cent oder 0,5 Prozent weniger als am Schluss des vorherigen Handelstags.


Foto: Frankfurter Börse, via dts Nachrichtenagentur

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Grüne warnen Klöckner vor "Kulturkampf" im Plenarsaal

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Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Nach dem Bekanntwerden neuer Bekleidungsdirektiven im Parlament appellieren die Grünen an Bundestagspräsidentin Julia Klöckner (CDU), mehr „präsidiale Ruhe und Differenziertheit auszustrahlen“.

Das geht aus einem Brief von Irene Mihalic, Erste Parlamentarische Geschäftsführerin der Grünenfraktion, an Klöckner hervor, über den der „Spiegel“ berichtet. Im Schreiben warnt Mihalic vor einem „Kulturkampf“ im Plenarsaal.

„Wir haben vollstes Verständnis dafür, dass Sie bemüht sind, in diesen angespannten und sehr polarisierten Zeiten, wieder stärker die inhaltlichen Debatten im Parlament zu stärken“, schreibt Mihalic. Jedoch: „Unsere Befürchtung ist, dass eine solche Direktive diesem Ziel nicht dienlich ist, sondern vielmehr Debatten in Whataboutism-Manier auslösen wird, die vom Wesentlichen ablenken werden.“

Anlass für das Schreiben ist eine neue Direktive aus dem Büro Klöckners, die Abgeordneten grundsätzlich das Tragen von Ansteckern und Pins am Revers verbietet. Die Bundestagspräsidentin beruft sich auf die Geschäftsordnung des Bundestags. So soll das Tragen von „Ansteckplaketten mit politischen Inhalten oder sonstiges provokatives oder verächtlich machendes Verhalten“ verhindert werden. Mihalic warnt vor unklaren Regelung, wann welche Pins erlaubt seien – und verweist auf Regenbogenpins, die als Symbol für die Verteidigung der Grundwerte der Verfassung stünden.


Foto: Debatte im Bundestag zum Thema „queerfeindliche Hasskriminalität“ (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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ZPS verteidigt Störaktion bei Weidel-Interview

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Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Philipp Ruch, Gründer und Kopf des „Zentrums für Politische Schönheit“ (ZPS), hat die Störaktion beim „ARD-Sommerinterview“ mit der AfD-Vorsitzenden Alice Weidel verteidigt.

„Die AfD hat keinerlei Anrecht auf ein `Sommerinterview`. Was wir machen, wurde damals nicht einmal mit der NSDAP gemacht“, sagte er der „Welt“. Nach dem Rundfunkstaatsvertrag habe die AfD ein Recht auf Berichterstattung über sich in der „Tagesschau“, aber keinen Anspruch auf ein solches Interview.

Den von Weidel im Lauf dieses ARD-Interviews erhobenen Vorwurf, das „Zentrum für Politische Schönheit“ erhalte staatliche Fördergelder, wies er zurück: Seit seiner Gründung habe das ZPS „nicht einen Cent“ erhalten. Die Mittel für Erwerb und Umbau des ehemaligen Gefangenentransporters und die Soundanlage habe das ZPS per Crowdfunding gesammelt. Die Frage, woher die Aktivisten vom Zeitpunkt der ARD-Aufzeichnung erfuhren, ließ Ruch unbeantwortet: „Das bleibt unser Geheimnis.“

Die Kritik, dass diese Störaktion womöglich der AfD nutzt, weil die Öffentlichkeit nun darüber diskutiert, anstatt über einige Aussagen, die Weidel in diesem Interview getätigt hatte – beispielsweise ihre Zweifel an der Unabhängigkeit der deutschen Justiz – wollte Ruch nicht gelten lassen: „Nur Hartgesottene stellen noch infrage, dass es sich um eine durch und durch rechtsextreme Organisation handelt, die sich als Partei tarnt.“


Foto: Lautsprecher-Bus „Adenauer SRP+“ (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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