Donnerstag, Oktober 8, 2026
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Diakonie Katastrophenhilfe verurteilt Syrien-Abschiebeforderungen

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Asylbewerberunterkunft (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Der Direktor der Diakonie Katastrophenhilfe, Martin Keßler, hat sich gegen Forderungen nach einer Abschiebung von straffälligen Syrern aus Deutschland in ihr instabiles Heimatland gewandt. „Grundsätzlich sehen wir Abschiebungen kritisch, besonders wenn es um Länder mit humanitären Krisen geht“, sagte er dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ (Sonntagausgaben) zum Abschluss einer Reise durch Syrien.

„In Syrien halte ich die Sicherheitslage für zu volatil, um Menschen dorthin abzuschieben. Erst vor wenigen Tagen ist es in Suwaida im Süden zu Kämpfen mit hunderten Toten gekommen. Davor gab es in der Küstenregion schwere Zusammenstöße.“ Der Staat sei noch schwach und nicht in der Lage, überall Verantwortung zu übernehmen. „Auch aus humanitärer Sicht verbieten sich Abschiebungen“, sagte Keßler.

„Seit dem Sturz des Assad-Regimes sind rund 1,7 Millionen Flüchtlinge in ihre Heimatorte zurückgekehrt, rund eine halbe Million davon aus dem Ausland. Schon jetzt ist die marode Infrastruktur völlig überlastet.“ Man müsse eher darauf hinarbeiten „dass die Lebensbedingungen in Syrien so werden, dass die Menschen mit Würde zurückkehren können. Wenn die Bedingungen entsprechend sind, werden viele Syrer freiwillig zurückkehren“, so der Direktor der Diakonie Katastrophenhilfe.

Die Diakonie Katastrophenhilfe ist das humanitäre Hilfswerk der Evangelischen Kirchen in Deutschland und engagiert sich unter anderem in Syrien.


Foto: Asylbewerberunterkunft (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Israel will wieder Luft-Hilfslieferungen im Gazastreifen abwerfen

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Gazastreifen (Archiv), via dts NachrichtenagenturJerusalem (dts Nachrichtenagentur) – Die israelische Armee (IDF) hat angekündigt, die Bevölkerung des Gazastreifens aus der Luft mit Vorräten versorgen zu wollen. „Der Abwurf von Hilfsgütern aus der Luft wird wieder aufgenommen“, schrieb die IDF am Samstagabend auf „X“. „Der Abwurf umfasst sieben Paletten mit Mehl, Zucker und Konserven.“

Zudem werde man jemanden beauftragen, die „sichere Bewegung von UN-Konvois mit Nahrungsmitteln und Medikamenten zu ermöglichen“. In besiedelten Gebieten könnten „humanitäre Pausen eingeleitet werden, um die Hilfe zu erleichtern“, hieß es weiter. „Eine Stromleitung von Israel zu einer Entsalzungsanlage im Gazastreifen wurde wiederhergestellt, wodurch die tägliche Wasserproduktion auf 20.000 Kubikmeter gesteigert wurde“, schreibt das israelische Militär.

Die israelischen Streitkräfte behaupten, dass es in Gaza keine Hungersnot gebe. Dies sei „eine falsche Kampagne der Hamas“. Die Verantwortung für die Nahrungsmittelverteilung liege bei den Vereinten Nationen und internationalen Hilfsorganisationen. Daher werde von den Vereinten Nationen und internationalen Organisationen erwartet, „die Effektivität der Hilfsverteilung zu verbessern und sicherzustellen, dass die Hilfe nicht die Hamas erreicht“.

Internationale Hilfsorganisation beklagen schon lange die humanitäre Lage im Gazastreifen, den kaum Nahrungsmittel erreichten. Laut dem Hilfswerk der Vereinten Nationen für Palästina-Flüchtlinge im Nahen Osten (UNRWA) ist jedes fünfte Kind in Gaza von Mangelernährung betroffen. Martin Frick vom UN-Welternährungsprogramm beschrieb die Situation in Gaza jüngst als „Hölle auf Erden“.

Die israelische Armee sieht dennoch keinen Grund, ihr militärisches Vorgehen im Gazastreifen zu stoppen: „Die Kampfhandlungen haben nicht aufgehört. Wir werden weiterhin in Gaza operieren, um alle Geiseln freizulassen und die Hamas sowohl über als auch unter der Erde zu besiegen“, schreibt die IDF auf „X“.


Foto: Gazastreifen (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Hunderttausende bei Berliner CSD – Festnahmen bei Gegendemo

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Parade zum Christopher-Street-Day am 26.07.2025, via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Berliner Parade zum Christopher-Street-Day (CSD) hat am Samstag mehrere hunderttausend Teilnehmer angelockt. Eine genaue Teilnehmerzahl stand bis zum Abend noch nicht fest, in den letzten Jahren war von bis zu einer Million Menschen die Rede gewesen.

Die Polizei war wie immer mit einem Großaufgebot im Einsatz – und bekam auch zu tun. Im Zuge einer von Neonazis angemeldeten Gegendemo wurden am Alexanderplatz sechs Personen festgenommen, darunter die Anmelderin. Es wurden Verfahren wegen Beleidigung, Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen und Verstoßes gegen das Sprengstoffgesetz eingeleitet. 400 Personen waren für die Gegendemo angemeldet, es kamen aber nur etwa 40 bis 60 Personen.

Ärger gab es dann am Abend bei einem angezeigtem Aufzug in Kreuzberg, an dem rund 10.000 Personen teilnahmen, darunter rund 800 Personen mit pro-palästinischem Bezug. Im Laufe des Aufzuges soll es wiederholt zum Ausrufen von antisemitischen Parolen gekommen sein, einzelne Personen wurden festgenommen, woraufhin zu Farbbeutelwürfen auf Einsatzkräfte kam und die Demo schließlich von der Polizei aufgelöst wurde.


Foto: Parade zum Christopher-Street-Day am 26.07.2025, via dts Nachrichtenagentur

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1. Bundesliga: Gladbach verleiht Stürmer Cvancara an Antalyaspor

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Tomas Cvancara (Borussia Mönchengladbach) (Archiv), via dts NachrichtenagenturMönchengladbach (dts Nachrichtenagentur) – Fußball-Bundesligist Borussia Mönchengladbach verleiht Stürmer Tomas Cvancara bis zum Ende der Saison 2025/26 an den türkischen Erstligisten Antalyaspor. Das teilte der Club vom Niederrhein am Samstagabend mit. Am Mittag hatte der Verein zuvor den Kauf von Shuto Machino aus Kiel vermeldet.

„Tomas bekommt durch diese Leihe in einem anderen Umfeld eine neue Chance, sein Potenzial umzusetzen. Wir sind davon überzeugt, dass das in dieser Situation für beide Seiten die beste Lösung ist“, sagte Borussias Geschäftsführer Sport Roland Virkus.

Cvancara wechselte im Sommer 2023 von Sparta Prag zur Borussia. Er kam in seiner ersten Saison für die Fohlen trotz einer rund zweimonatigen Verletzungspause in 24 Einsätzen auf sechs Tore und zwei Vorlagen. In der zurückliegenden Saison 2024/25 stand der Tscheche in 30 Partien auf dem Platz und erzielte zwei Tore.


Foto: Tomas Cvancara (Borussia Mönchengladbach) (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Merz pocht in Salzburg auf stärkere europäische Zusammenarbeit

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Christian Stocker und Friedrich Merz (Archiv), via dts NachrichtenagenturSalzburg (dts Nachrichtenagentur) – Österreichs Bundeskanzler Christian Stocker und der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz haben sich in Salzburg zu einem Gespräch über zentrale europäische Themen getroffen. Dabei standen unter anderem die illegale Migration, die Wettbewerbsfähigkeit Europas und die Sicherheitslage auf dem Kontinent im Mittelpunkt, wie das Bundeskanzleramt mitteilte. Es war bereits das dritte Treffen der beiden Regierungschefs in diesem Jahr.

Stocker hob die enge Zusammenarbeit zwischen Österreich und Deutschland hervor. Beide Länder wollten beim Thema Migration an einem Strang ziehen und setzten sich für die vollständige Umsetzung des Asyl- und Migrationspakts ein. Auch die geopolitischen Herausforderungen, darunter der Krieg in der Ukraine und die Lage im Nahen Osten, wurden besprochen. Stocker forderte mehr humanitäre Hilfe für Gaza und unterstützte Israels Recht auf Selbstverteidigung.

Weitere Themen waren der EU-Finanzrahmen und die Verkehrssituation am Brenner. Stocker kritisierte den aktuellen Vorschlag der EU-Kommission als zu ambitioniert und plädierte für einen effizienteren Einsatz der Mittel. Beim Brenner-Thema warb er um deutsche Unterstützung für den Basistunnel und eine Verlagerung des Güterverkehrs auf die Schiene.


Foto: Christian Stocker und Friedrich Merz (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Lottozahlen vom Samstag (26.07.2025)

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Lotto-Spieler, via dts NachrichtenagenturSaarbrücken (dts Nachrichtenagentur) – In der Samstags-Ausspielung von „6 aus 49“ des Deutschen Lotto- und Totoblocks wurden am Abend die Lottozahlen gezogen. Sie lauten 6, 7, 17, 28, 37, 42, die Superzahl ist die 7. Der Gewinnzahlenblock im „Spiel77“ lautet 2196440. Im Spiel „Super 6“ wurde der Zahlenblock 795773 gezogen. Diese Angaben sind ohne Gewähr.

Der Deutsche Lotto- und Totoblock teilte mit, dass die Chance, sechs Richtige und die Superzahl zu tippen, bei etwa 1 zu 140 Millionen liege und warnte davor, dass Glücksspiel süchtig machen könne. Der Jackpot bei „6 aus 49“ betrug elf Millionen Euro.


Foto: Lotto-Spieler, via dts Nachrichtenagentur

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Weimer besorgt um Unabhängigkeit bei ProSiebenSat.1

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ProSiebenSat.1 Media AG (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Kulturstaatsminister Wolfram Weimer befürchtet den Verlust der journalistischen Unabhängigkeit bei ProSiebenSat.1, sollte das deutsche Medienunternehmen unter die vollständige Kontrolle der italienischen Holding MFE kommen, an der Pier Silvio Berlusconi maßgeblich beteiligt ist. „Es hat eine Übernahmeschlacht begonnen, über deren Ausgang ich mir Sorgen mache“, sagte Weimer dem „Spiegel“: „Meine Besorgnis kreist um die Frage, ob die journalistische und wirtschaftliche Unabhängigkeit auch nach einem Eigentümerwechsel gewahrt bleibt.“

Die italienische Holding MFE, an der Pier Silvio Berlusconi maßgeblich beteiligt ist, hält bereits etwa 30 Prozent an ProSiebenSat.1. Jetzt liefert sie sich mit der tschechischen PPF-Gruppe einen Bieterkampf um die vollständige Kontrolle des deutschen Medienunternehmens, schreibt der „Spiegel“. Bis zum 13. August laufen demnach ihre Kaufofferten an die Aktionäre parallel.

Weimer hat Berlusconi nun zu einem Gespräch ins Kanzleramt geladen. Das Treffen soll im September stattfinden. „Ich erwarte bei diesem Vorgang Transparenz, und wir prüfen und betreiben eine offene Folgenabschätzung“, so Weimer. „Wir müssen wissen, wie die politische Einflussnahme von neuen, ausländischen Eigentümern beschaffen sein wird. Wie wird die journalistische Qualität und Unabhängigkeit gewahrt? Was heißt das für den TV-Standort Deutschland? Die Fragen haben eine hohe Relevanz für die Wahrung der Medienfreiheit in Deutschland. Deswegen kümmere ich mich darum.“

Berlusconis Vater, der frühere italienische Ministerpräsident und Medienunternehmer Silvio Berlusconi, galt als enger Vertrauter des russischen Präsidenten Wladimir Putin. „Wenn ein ausländischer Investor einen derart wichtige Institution der Meinungsbildung in Deutschland übernimmt und kontrollieren könnte“, sagte Weimer dem „Spiegel“. „Dann sollten wir schon genau hinschauen, wer dahinter steht und welche Verbindungen dabei Einfluss haben. Das wird Inhalt meines Gespräches mit Herrn Berlusconi sein.“


Foto: ProSiebenSat.1 Media AG (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Insa: Unzufriedenheit mit Merz wächst weiter

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Friedrich Merz am 23.07.2025, via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Unzufriedenheit der Bürger mit Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) wächst weiter. Laut einer aktuellen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Insa für die „Bild am Sonntag“ sind nur noch 31 Prozent mit seiner Arbeit zufrieden, während 56 Prozent ihn kritisch sehen. Das ist der höchste Wert seit Amtsantritt. 13 Prozent machten keine Angaben.

Damit setzt sich der Negativtrend bei der Bewertung des Kanzlers fort. In der Insa-Umfrage vom 6. Juni waren noch 45 Prozent der Befragten unzufrieden und 36 Prozent zufrieden.

Auch die Regierung verliert an Rückhalt: 58 Prozent sind mit der Arbeit von CDU/CSU und SPD unzufrieden, nur 30 Prozent zufrieden. Anfang Juni waren nur 44 Prozent unzufrieden und noch 37 Prozent zufrieden.

CDU/CSU kämen laut aktuellem Insa-Sonntagstrend unverändert auf 27 Prozent, die SPD lediglich auf 15 Prozent. Damit hätten die beiden ehemaligen Volksparteien gemeinsam keine Regierungsmehrheit mehr. Zweitstärkste Kraft wäre derzeit die AfD mit 24 Prozent, gefolgt von den Grünen mit 11 Prozent und der Linken mit 10 Prozent (-1). Das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) verliert ebenfalls leicht und liegt nun bei 4 Prozent (-1). Die FDP kommt nur noch auf 3 Prozent. Sonstige Parteien erreichen zusammen 6 Prozent (+2).

Für den Sonntagstrend befragte das Meinungsforschungsinstitut Insa 1.203 Personen vom 21. Juli bis zum 25. Juli 2025. Für die Blitz-Befragung zur Kanzler- und Regierungszufriedenheit befragte Insa 1.003 Menschen im Zeitraum vom 24. Juli bis zum 25. Juli 2025.


Foto: Friedrich Merz am 23.07.2025, via dts Nachrichtenagentur

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Formel 1: Norris holt Pole bei Qualifying in Spa

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Lando Norris / McLaren (Archiv), via dts NachrichtenagenturSpa (dts Nachrichtenagentur) – Beim Großen Preis von Belgien startet Lando Norris am Sonntag aus der Pole-Position. Der McLaren-Pilot legte am Samstag vor seinem Teamkollegen Oscar Piastri und Ferrari-Fahrer Charles Leclerc die schnellste Zeit hin.

Auf den sonstigen Plätzen rangierten in dieser Reihenfolge Max Verstappen (Red Bull), Alexander Albon (Williams), George Russell (Mercedes), Yuki Tsunoda (Red Bull), Isack Hadjar, Liam Lawson (beide Racing Bulls), Fernando Alonso (Aston Martin) und Gabriel Bortoleto (Alfa Romeo).

Für den einzigen Deutschen Nico Hülkenberg (Alfa Romeo) sprang beim Qualifying in Spa ein solider Startplatz 14 heraus.


Foto: Lando Norris / McLaren (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Brief von Thüringer Kommunalpolitikern bewegt Banaszak

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Felix Banaszak (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Ein Brandbrief von Kommunalpolitikern der Grünen in Thüringen, die über massive Anfeindungen im Alltag klagen, sorgt bei der Bundesspitze der Partei für Betroffenheit.

„Die Schilderungen unserer beiden Thüringer Kollegen haben mich sehr bewegt, ich nehme das sehr ernst“, sagte Parteichef Felix Banaszak dem Tagesspiegel. Man sei in engem Austausch mit dem Landesverband in Thüringen und stehe solidarisch an dessen Seite. „Die körperliche und mentale Belastung, die sie schildern, ist Ausdruck einer politischen Realität, die alle Demokratinnen alarmieren muss – und die wir nicht hinnehmen“, sagte der Grünen-Politiker weiter.

Die Bedrohung von Kommunalpolitikerin und ein etwaiger Rückzug sei nicht nur ein Problem für die Grünen. „Es trifft die Demokratie im Kern“, so Banaszak. „Denn wo Ehrenamtliche verstummen, gerät der gesellschaftliche Zusammenhalt ins Wanken.“

Die zwei Thüringer Politiker kritisierten in einem weiteren offenen Brief mit ähnlichem Wortlaut auch den Thüringer Innenminister Georg Maier (SPD). In den acht Jahren seines Wirkens habe sich die Situation in Thüringen nicht verbessert. „Ihr Präventionssystem versagt auf ganzer Linie.“ Auch Banaszak nahm das Innenministerium in die Pflicht. „Dort liegt die Verantwortung, in den betroffenen Kreisen für Sicherheit zu sorgen“, so der Grünen-Vorsitzende.

Banaszak will auf seiner Sommertour kommende Wochenende auch in Thüringen unterwegs sein. „Nicht nur dort, wo Applaus wartet, sondern wo Zweifel, Kritik und Gesprächsbedarf sind“, sagte Banaszak und kündigte an: „Wer hofft, uns einschüchtern oder in die Nische drängen zu können, wird daran scheitern.“


Foto: Felix Banaszak (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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