Freitag, Juli 10, 2026
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Rheinland-Pfalz: Schaffner stirbt nach Attacke durch Schwarzfahrer

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Polizeiauto mit Blaulicht bei Nacht (Archiv), via dts NachrichtenagenturKaiserslautern (dts Nachrichtenagentur) – Nach einer Attacke bei einer Ticketkontrolle in einem Regionalexpress im Kreis Kaiserslautern ist ein 36 Jahre alter Zugbegleiter seinen Verletzungen erlegen. Das berichtet die „Bild“ am Mittwoch unter Berufung auf eigene Informationen.

Zu der Attacke auf den Mitarbeiter der Deutschen Bahn war es am Montagabend in einem Regionalexpress gekommen, der den Bahnhof Landstuhl in Richtung Homburg verließ. Nach den bisherigen Ermittlungen kontrollierte der Zugbegleiter einen Reisenden, der keinen gültigen Fahrschein vorzeigte. Als der Mann deswegen des Zuges verwiesen werden sollte, griff er den Bediensteten unvermittelt an. Hierbei erlitt der Zugbegleiter lebensbedrohliche Verletzungen und musste vor Ort reanimiert werden.

Der 26-jährige Angreifer wurde von Kräften der Landespolizei des Saarlandes und der Bundespolizei vor Ort festgenommen. Die Ermittlungen hat die zuständige Kriminaldirektion Kaiserslautern beim Polizeipräsidium Westpfalz übernommen. Diese dauern noch an.


Foto: Polizeiauto mit Blaulicht bei Nacht (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Dax startet leicht im Minus – politisches Risiko bleibt hoch

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Frankfurter Börse, via dts NachrichtenagenturFrankfurt/Main (dts Nachrichtenagentur) – Der Dax ist am Mittwoch mit leichten Verlusten in den Handelstag gestartet. Gegen 9:30 Uhr wurde der deutsche Leitindex mit rund 24.765 Punkten berechnet und damit 0,1 Prozent unter dem Schlussniveau von Vortag. An der Spitze der Kursliste rangierten BASF, Mercedes-Benz und die Telekom, am Ende Heidelberg Materials, Scout24 und Rheinmetall.

„Der US-Abschuss einer iranischen Drohne hat die Wall Street gestern Abend bereits durchgerüttelt. Das politische Risiko bleibt hoch“, sagte Thomas Altmann, von QC Partners. Anleger sollten im aktuellen Umfeld auf spontan zunehmende Schwankungen vorbereitet sein. „Der gestrige Abschuss bringt den zuletzt so stark unter Druck geratenen sicheren Hafen der Edelmetalle zurück aufs Spielfeld. Zudem reagiert der Ölpreis mit einem Kurssprung.“ Immerhin verfüge der Iran über die drittgrößte Ölreserve der Welt.

„Beim Dax war das Handelsvolumen gestern das bislang höchste in diesem Jahr“, fügte Altmann hinzu. „Das dürfte aber vor allem an Gewinnmitnahmen gelegen haben, die beim kurzzeitigen Überschreiten der 25.000-Punkte-Marke eingesetzt haben.“ Es zeige sich weiterhin, dass es aktuell zu wenig langfristig orientierte Käufer gebe, die den Dax nachhaltig über die 25.000 trügen. „Stattdessen werden Kursrückgänge zwar gekauft, Erholungen aber auch schnell verkauft. Es ist aktuell ein typischer Trader-Markt.“

Die europäische Gemeinschaftswährung war am Mittwochmorgen etwas stärker: Ein Euro kostete 1,1831 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8452 Euro zu haben.

Der Ölpreis stieg unterdessen: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete gegen 9 Uhr deutscher Zeit 67,61 US-Dollar; das waren 28 Cent oder 0,4 Prozent mehr als am Schluss des vorherigen Handelstags.


Foto: Frankfurter Börse, via dts Nachrichtenagentur

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Schwesig zweifelt an Brandmauer zwischen AfD und CDU

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Manuela Schwesig (Archiv), via dts NachrichtenagenturSchwerin (dts Nachrichtenagentur) – Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig hat Zweifel geäußert, ob die Abgrenzung der CDU gegenüber der AfD nach der kommenden Landtagswahl Bestand haben wird, zugleich aber eine Zusammenarbeit ihrer eigenen Regierung mit der Partei ausgeschlossen. „Ich kann dafür nicht meine Hand ins Feuer legen, dass das nicht so kommen würde“, sagte die SPD-Politikerin mit Blick auf mögliche Konstellationen zwischen der CDU und der AfD dem Nachrichtenmagazin Politico.

Zugleich stellte Schwesig klar, dass es mit ihr keine Kooperation mit der AfD geben werde. „Was sicher ist, ist, mit mir wird es keine Zusammenarbeit mit der AfD geben“, sagte sie. Sie wolle Ministerpräsidentin „mit einer demokratischen, stabilen Regierung“ bleiben.

Inhaltlich positionierte sich Schwesig deutlich gegen mögliche Rentenkürzungen. In Mecklenburg-Vorpommern lebten viele Menschen ausschließlich von der gesetzlichen Rente, sagte sie. „Und deswegen kann ich Kürzungen bei der Rente überhaupt nicht mittragen“, so Schwesig. Dabei gehe es nicht um die Wahl, sondern um die Bürger.

Schwesig verteidigte zugleich den wirtschafts- und sozialpolitischen Kurs der SPD. Die Partei stehe für die Stärkung der Wirtschaft, sichere Arbeitsplätze und soziale Sicherheit. Dazu gehörten Entlastungen bei Energiepreisen, Investitionen über Sondervermögen sowie Ausgaben für Bildung. In Mecklenburg-Vorpommern verwies Schwesig auf Wirtschaftswachstum, massive Bildungsinvestitionen und eine gebührenfreie, flächendeckende Kindertagesbetreuung.

Mit Blick auf die AfD warnte Schwesig vor einer Regierungsbeteiligung der Partei. „Mit der AfD wird es Chaos geben“, sagte sie. Die AfD sei „eine gefährliche Partei“, die nicht die Interessen der Menschen in Deutschland, sondern die „von Putin und Trump vertrete“ und sich gegen zentrale Alltagsthemen wie Mindestlohn, Tariflöhne und soziale Programme stelle.


Foto: Manuela Schwesig (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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DGB kritisiert Verzögerung bei Stärkung der Tarifbindung

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DGB (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) wirft der CDU-geführten Bundesregierung vor, die Stärkung der Tarifbindung in Deutschland zu verzögern. Am Mittwoch sollte im Bundeskabinett eigentlich der nationale Aktionsplan zur Förderung von Tarifverhandlungen beschlossen werden: „Das wurde zum nunmehr vierten Mal auf Drängen von Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) von der Tagesordnung genommen“, sagte DGB-Vorstandsmitglied Stefan Körzell dem „Tagesspiegel“. Das sei ein Skandal.

Die EU-Mindestlohn-Richtlinie verpflichtet Länder mit einer Tarifbindung unterhalb von 80 Prozent, einen solchen Plan bei der EU-Kommission vorzulegen. Da die Abgabefrist im November abgelaufen ist, riskiert die Bundesregierung aus Sicht des DGB die Einleitung eines Vertragsverletzungsverfahrens. Über die Folgen daraus entscheide die EU-Kommission. „Reiche muss ihren Widerstand endlich aufgeben und die Bundesregierung den Plan so schnell wie möglich auf den Weg bringen“, sagte Körzell.

Die Zahl der tarifgebundenen Betriebe und Beschäftigten, für die ein Tarifvertrag gilt, nimmt seit Jahren ab. Immer weniger Arbeitgeber in Deutschland binden sich daran. Früher waren drei von vier Arbeitsplätzen tarifgebunden; heute ist es nur noch jeder zweite. Laut DGB liegen in puncto Tarifbindung 18 EU-Länder unterhalb der 80-Prozent-Marke. Neun davon hätten den Aktionsplan schon verabschiedet.

Ein Instrument für eine Stärkung der Tarifbindung ist die Einführung eines Bundestariftreuegesetzes. Arbeitsministerin Bärbel Bas (SPD) hat es im Oktober in den Bundestag eingebracht. Die eigentlich für Dezember 2025 vorgesehene Verabschiedung verzögert sich aber bis heute. Nach Informationen der Zeitung wird darüber mittlerweile sogar auf Ebene der Fraktionsvorsitzenden von Union und SPD verhandelt.

Von CDU und CSU fordert Körzell, auch beim Tariftreuegesetz ihren Widerstand aufzugeben. „Die Union treibt jeden Tag eine neue Sau durchs Dorf und macht Vorschläge, wie man Arbeitnehmer noch stärker belasten kann“, sagte Körzell. „Das Tariftreuegesetz muss schnellstens vom Bundestag beschlossen werden.“ Aus seiner Sicht drängt die Zeit, denn gerade durch das Sondervermögen Infrastruktur würden aktuell viele öffentliche Aufträge vergeben. „Die werden zum Teil zu Dumpinglöhnen abgearbeitet, das kann nicht sein“, sagte Körzell.


Foto: DGB (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Handwerk kritisiert Hängepartie um Gebäudeenergiegesetz

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Ausbau einer alten Gasheizung (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Handwerkspräsident Jörg Dittrich hat vor zu starken Änderungen bei der Reform des Gebäudeenergiegesetzes gewarnt.

„Viele Handwerksbetriebe wären froh, wenn die Förderung einfach weiterläuft, und man dieses Gesetz umbenennt“, sagte Dittrich den Zeitungen der „Neuen Berliner Redaktionsgesellschaft“ (Mittwochsausgaben). Zugleich warnte er vor Verunsicherung für Betriebe und Verbraucher: „Die Hängepartie um das Gebäudeenergiegesetz muss beendet werden. Es wäre gut, wenn es eine klare Entscheidung gibt und damit dann Planbarkeit und Verlässlichkeit.“

Der Präsident des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH) sagte ebenfalls, er könne sich auch grundlegende Reformen vorstellen. „Wenn der Strompreis für alle gesenkt würde, wie es die Regierung versprochen hatte, dann könnte man vermutlich auch die Förderung etwas zurückfahren, weil sich dann die Wärmepumpe oder das E-Auto rechneten“, sagte Dittrich.


Foto: Ausbau einer alten Gasheizung (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Amnesty formuliert Erwartungen an Golfreise von Merz

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Friedrich Merz am 03.02.2026, via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Vor seiner am Mittwoch beginnenden Reise in drei Golf-Länder fordert Amnesty International Kanzler Friedrich Merz (CDU) auf, dort die „Achtung universellen Rechts“ einzufordern.

„Die Bundesregierung darf nicht immer wieder denselben Fehler machen und zur Förderung vermeintlicher `Stabilität` ausgerechnet solche Regierungen stärken, die systematisch universelle Menschenrechte verletzen“, sagte Katja Müller-Fahlbusch, Expertin für den Nahen Osten und Nordafrika bei der Menschenrechtsorganisation Amnesty International in Deutschland, dem „Tagesspiegel“ (Mittwochsausgabe).

Echte Stabilität beruhe auf dem Respekt der Menschenrechte und des Völkerrechts, davon könne mit Blick auf die Regierungen in Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten aber nicht die Rede sein, sagte Müller-Fahlbusch. Merz will neben diesen beiden Ländern Katar besuchen.

„In Saudi-Arabien wurden allein in der ersten Jahreshälfte 2025 mehr als 180 Menschen hingerichtet, der Großteil von ihnen wegen Drogendelikten. Das ist ein klarer Verstoß gegen das Völkerrecht“, sagte die Vertreterin von Amnesty International. Aktivisten, „die sich für Freiheit und Menschenrechte einsetzen, sitzen nach grob unfairen Verfahren oft jahrzehntelang in Haft oder im Hausarrest“. Die Regierung der Vereinigten Arabischen Emirate unterdrücke nicht nur brutal jegliche Regierungskritik im eigenen Land, sondern trage mit den Waffenlieferungen an die sudanesischen RSF aktiv zu einer der größten humanitären Katastrophen der Welt bei. „Wenn Bundeskanzler Merz echte Stabilität in der Region fördern will, dann muss er diese Punkte ganz offen anprangern und die Achtung universellen Rechts in den Golfstaaten einfordern.“

Der außenpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Jürgen Hardt, warb für mehr wirtschaftliche Zusammenarbeit mit den Golf-Staaten. „Wirtschaftliche Interessen und sicherheitspolitische Notwendigkeiten ergänzen sich aus deutscher Sicht nirgends so wie am Golf. Der Kanzler wird offensiv für die Investitionsmöglichkeiten in Deutschland werben“, sagte Hardt dem „Tagesspiegel“.

Ein wichtigstes aktuelles Thema der Merz-Reise werde die Entwicklung im Iran sein, sagte Hardt. Für den Bundeskanzler komme es dabei darauf an, die Position der arabischen Länder persönlich zu erfahren. „Aus deutscher Sicht steht im Mittelpunkt, wie die Aggression des Iran gegenüber anderen Ländern der Region – insbesondere gegenüber Israel – dauerhaft beendet werden kann.“ Ebenso gehe es darum, „wie das fortgesetzte Morden des iranischen Regimes an der eigenen Bevölkerung gestoppt werden kann“, sagte Hardt.

Adis Ahmetovic, außenpolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, sagte dem „Tagesspiegel“, die Golf-Region sei „ein wichtiger strategischer Partner – für regionale Stabilität ebenso wie für Handel und grüne Energie sowie Investitionen und Diplomatie. Gerade die diplomatischen Einflussmöglichkeiten sind mit Blick auf die Konflikte wie in Gaza, Syrien und im Iran von zentraler Bedeutung. Gleiches gilt für die Bemühungen um ein Ende des nun seit mehr als 1.000 Tagen andauernden Krieges im Sudan.“ Mit Blick auf eigene sicherheitspolitische Interessen und europäischen Werte gelte es, „Themen, die uns noch trennen, in den Gesprächen anzusprechen“.


Foto: Friedrich Merz am 03.02.2026, via dts Nachrichtenagentur

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Hardt: Russland nutzt Ukraine-Verhandlungen für Zeitgewinn

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Jürgen Hardt (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Außenpolitiker der Regierungskoalition haben vor zu hohen Erwartungen an die nächste Runde der Friedensgespräche von Russland, der Ukraine und den USA in Abu Dhabi gewarnt.

„Russland zeigt durch seine bewussten Angriffe auf Kiews Energieinfrastruktur, dass der Kreml kein Interesse an Frieden hat, sondern den kalten Winter nutzt, um die Moral des ukrainischen Volkes zu untergraben“, sagte der außenpolitische Sprecher der Unionsfraktion, Jürgen Hardt (CDU), dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“. „Der Zweck der Verhandlungen ist für Putin der Zeit- und Punktgewinn, sein Ziel bleibt die Unterwerfung der Ukraine und die Schwächung des freien Europas.“ Es sei zu hoffen, dass US-Präsident Donald Trump sich nicht „auf diese Spielchen“ einlasse. Es dürfe keinen Scheinfrieden geben.

Der außenpolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Adis Ahmetovic, drängt auf eine Waffenruhe als nächsten Schritt und auf eine Lösung, die der Ukraine nicht übergestülpt wird. „Entscheidend ist, dass es um einen gerechten und tragfähigen Frieden geht und nicht um symbolische Formate oder einseitige Arrangements. Bei fehlenden substantiellen Ergebnissen müssen die Europäer noch einmal stärker weitere Sanktionsmöglichkeiten prüfen und den Druck auf die USA erhöhen, ebenfalls Maßnahmen zu beschließen“, sagte Ahmetovic dem RND. Die Gespräche sollen am Mittwoch beginnen und sind für zwei Tage angesetzt.


Foto: Jürgen Hardt (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Revanchismus-Vorwurf aus Moskau – Empörung in Berlin

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Mauer des Kreml in Moskau (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin/Moskau (dts Nachrichtenagentur) – Der vom russischen Außenministerium gegen Deutschland erhobene Vorwurf des „Revanchismus“ stößt in Berlin parteiübergreifend auf Empörung.

„Es ist bizarr, dass ein Vertreter eines imperialistischen Regimes, welches schlimmste Kriegsverbrechen begeht, die Unterstützung europäischer Staaten für die Ukraine bei ihrer Selbstverteidigung mit haltlosen Revanchismusvorwürfen zu diffamieren versucht“, sagte der Grünen-Politiker Anton Hofreiter, der im Bundestag den EU-Ausschuss leitet, der „Süddeutschen Zeitung“. Deutschland unterstütze die Ukraine „in ihrem Kampf gegen die russische Aggression und in ihrer Orientierung hin zur Europäischen Union, welche die russische Regierung verhindern will“. Der Vorwurf sei inakzeptabel und füge sich ein „in eine Reihe diffamierender Aussagen der russischen Regierung gegenüber deutschen und europäischen Politikern“.

Ähnlich äußerte sich der außenpolitische Sprecher der Unionsfraktion, Jürgen Hardt (CDU). „Die russischen Ablenkungsversuche erreichen immer neue Absurditäten“, sagte er. Deutschland könne „eben wegen seiner Geschichte nicht wegschauen, wenn in Europa gemordet wird“. Die Ukrainer hätten während des Zweiten Weltkriegs zu den größten Leidtragenden der NS-Verbrechen gehört.

Die deutsche Regierung habe „aufgehört, den Fakt zu verstecken, dass sie unserem Land gegenüber von der Besessenheit getrieben wird, Revanche für frühere Niederlagen zu nehmen“, hatte das Außenministerium in Moskau zuvor verlautbart. Teil dieses deutschen „Revanchismus“ sei die uneingeschränkte Unterstützung der Ukraine. Dort kämen 80 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs erneut massenhaft deutsche Waffen gegen russisches Gebiet zum Einsatz. In Litauen sei die Bundeswehr bereits stationiert. Sollte die Bundeswehr aber in der Ukraine zum Einsatz kommen, würden die Soldaten – wie andere ausländische Truppen auch – als „legitime Ziele“ bekämpft werden.


Foto: Mauer des Kreml in Moskau (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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DIW: Marktanteil von Elektromobilität wächst zu langsam

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Autoproduktion (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Der Anteil von E-Autos in Deutschland wächst, aber zu langsam, um den Verkehr schnell klimaneutral zu machen. Das ist das Ergebnis einer Auswertung des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) von Daten des Kraftfahrt-Bundesamts und der Bundesnetzagentur zum Thema E-Mobilität, über die die Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Mittwochausgaben) berichten.

Demnach hat sich der Anteil der Neuzulassungen von rein batterieelektrischen Fahrzeugen 2025 zwar erholt vom Einbruch 2024. Er liegt aber mit 19,1 Prozent nur knapp über den Jahren 2022 (17,7 Prozent) bzw. 2023 (18,4 Prozent).

„Es tut sich etwas, aber es ist zu langsam“, sagte DIW-Forscher Wolf-Peter Schill den Funke-Zeitungen. Es gebe viel Potenzial für dynamischeres Wachstum, „aber wir dürfen es nicht zerreden“.

Dass das Wachstum in den vergangenen Jahren nicht so schnell gewesen sei wie erhofft, habe auch an der fehlenden politischen Klarheit gelegen. Das einst von der Ampel-Regierung ausgegebene Ziel von 15 Millionen E-Autos 2030 sei nicht mehr zu erreichen. „Aber es gibt keinen Grund, von dem Ziel abzurücken, 2035 keine Verbrenner mehr zuzulassen“, sagte Schill. „Das geben Markt und Infrastruktur auf jeden Fall hier.“

Die Auswertung des DIW zeigt auch, dass sich das Verhältnis von Ladepunkten zu E-Autos in den vergangenen Jahren verbessert hat. „Gerade bei Schnellladesäulen findet man fast immer einen Platz, die Infrastruktur ist nicht ausgelastet.“ Trotzdem beherrsche die Kritik an der Ladeinfrastruktur immer noch „Sonntagsreden“.

Auch beim Güterverkehr sieht er Bewegung: Neun Prozent der neuzugelassenen Lkw waren laut DIW 2025 rein batterieelektrisch angetrieben. Selbst bei Sattelschleppern, die vor allem im Schwerlastverkehr genutzt werden, machten Batterie-Antriebe demnach drei Prozent der Neu-Fahrzeuge aus. Der Bestand ist allerdings in beiden Bereichen noch fast vollständig von Verbrennungsmotoren geprägt. Auch bei Pkw machen reine E-Autos nach wie vor nur vier Prozent des Bestandes aus.


Foto: Autoproduktion (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Umweltministerium startet Renaturierungsprogramm für Flussauen

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Fluss Sinn (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Das Bundesumweltministerium startet ein neues Förderprogramm zur Renaturierung von Auen kleinerer Flüsse in Höhe von 59 Millionen Euro. „Die Wasserläufe sind unsere Lebensadern“, sagte Umweltminister Carsten Schneider (SPD) der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (Donnerstagsausgabe). „In unserem Fortschrittsglauben dachten wir Menschen, wir müssten die Flüsse bezwingen, ihnen die Aue abringen. Das war ein Fehler, den wir wiedergutmachen müssen.“

Er begründete den Handlungsdruck mit der aktuellen Trockenheit. „Wir haben zwar etwas Schnee, der wegen der Minusgrade liegen bleibt“, so Schneider. „Tatsächlich gibt es aber seit Monaten zu wenige Niederschläge und in vielen Regionen eine echte Winterdürre.“

Gefördert werde mit dem in Kürze startenden Programm die Wiederherstellung von Lebensräumen an Flüssen und auch der Rück- oder Umbau von Entwässerungen in Verbindung mit den Renaturierungsmaßnahmen, hieß es aus dem Ministerium. Antragsberechtigt seien Kommunen, Naturschutzverbände und Landesbehörden. Die Webseite zur Antragsstellung werde gerade aufgesetzt.

Die neue Förderung ergänzt ein Programm zur Renaturierung von Auen an Bundeswasserstraßen, mit dem seit 2019 Auen an elf Flüssen renaturiert wurden, von der Aller bis zur Werra. In den vergangenen Jahrzehnten seien sehr viele Flüsse quasi in Kanäle verwandelt worden, um sie zu beherrschen, sagte Schneider. „In der Folge ist das Leben drum herum verschwunden. Schon die Abflachung des Ufers und die Wiederanbindung der Aue wie an der Werra kann dazu führen, dass Insekten, Molche und kleine Fische zurückkehren. Intakte Flussauen sind die artenreichsten Ökosysteme Europas.“

Neben der Natur profitiere auch die Wirtschaft. „Wir waren immer ein wasserreiches Land. Jetzt müssen wir uns darauf einstellen, dass in ganzen Regionen die Grundwasserspiegel zu niedrig sind“, erklärte der SPD-Politiker. Das Berliner Umland, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern seien besonders betroffen. „Wenn das so weitergeht, ist das schlecht für die Wasserversorgung und kritisch für die Landwirtschaft. Auch viele Industriezweige wie die Chemie und Chiphersteller sind von ausreichend Wasser abhängig. Die Renaturierung von Flussauen und die Wiedervernässung von Mooren sind unerlässliche Maßnahmen, um das Wasser zu halten.“


Foto: Fluss Sinn (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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