Montag, August 3, 2026
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Linke bestätigt Deal mit der Union bei Kanzlerwahl

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Olaf Scholz gratuliert Friedrich Merz nach der Kanzlerwahl (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Linken-Chefin Ines Schwerdtner hat bestätigt, dass es im Mai einen Deal mit der Union gab, um einen zweiten Wahlgang bei der Kanzlerwahl zu ermöglichen.

„Da haben uns die CDU-Abgeordneten angebettelt, dass wir doch möglichst mitstimmen sollen“, sagte sie am Sonntag im ZDF-Sommerinterview. Die Union habe der Linken Zugeständnisse gemacht, die nun eingefordert würden. Laut Schwerdtner müsse die Union bei künftigen Entscheidungen, die eine Zweidrittelmehrheit erfordern, mit der Linken sprechen.

Schwerdtner sagte, dass dies etwa bei der Wahl von Bundesverfassungsrichtern und der Reform der Schuldenbremse der Fall sei. Sie forderte, dass die CDU trotz ihrer Unvereinbarkeitsbeschlüsse mit der Linken zusammenarbeiten müsse, um regierungsfähig zu bleiben. Nach der gescheiterten Wahl von Frauke Brosius-Gersdorf als Verfassungsrichterin erwartet Schwerdtner, dass Union und SPD einen neuen Kandidaten vorschlagen und die Linke in die Gespräche einbeziehen.

Darüber hinaus forderte Schwerdtner einen Untersuchungsausschuss gegen Ex-Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) wegen der Maskenbeschaffung während der Corona-Pandemie. Sie verwies darauf, dass die Linke und die Grünen hierfür auf die Unterstützung von SPD- oder CDU-Abgeordneten angewiesen seien, um die AfD nicht einbeziehen zu müssen.


Foto: Olaf Scholz gratuliert Friedrich Merz nach der Kanzlerwahl (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Söder zweifelt an Bundeswehr-Einsatz in Ukraine

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Markus Söder im ARD-Sommerinterview am 24.08.2025, via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – CSU-Chef Markus Söder sieht den möglichen Einsatz deutscher Soldaten in der Ukraine mit Skepsis.

„Grundlegend wäre ich da sehr zurückhaltend, ob das eine gute Idee wäre, dass die Bundeswehr sowohl in der Lage wäre, einen substanziellen Beitrag zu erbringen als auch ob das ein guter Ansatz ist“, sagte er am Sonntag im ARD-„Sommerinterview“. Ohne Amerikaner mache das keinen Sinn. Beim Thema Wehrpflicht ist Söder eindeutig, an der führe kein Weg vorbei, um Landes- und Nato-Grenzen auf Dauer wirksam zu verteidigen.

Das Verhältnis zwischen ihm und Friedrich Merz bezeichnete Söder derweil als das „historisch beste“ zwischen CSU- und CDU-Parteivorsitzenden „zumindest“ der letzten dreißig Jahre. Dass Bundeskanzler Merz ihn nicht in die Entscheidung zum teilweisen Stopp der Rüstungsexporte nach Israel vorab informiert und eingebunden hat, kommentierte der CSU-Vorsitzende so, dass es eine „Richtlinienentscheidung“ gewesen sei, die Merz getroffen habe. „Die haben wir am Ende zu respektieren.“ Wichtig sei der CSU, dass es, anders als Teile der SPD es fordern, keine Sanktionen gegen Israel geben werde und auch keine Aufkündigung des besonderen Verhältnisses zu Israel.

Außenpolitisch gibt Markus Söder der Regierung und Bundeskanzler Friedrich Merz eine „Eins mit Stern“ für das, was Merz geleistet habe, gerade im Vergleich zu seinem Vorgänger. Angesprochen auf Merz` gestrige Aussage auf dem CDU-Parteitag in Niedersachsen, dass er nicht zufrieden sei, was die Regierung bisher geschafft habe, vergleicht Söder die bisherige Arbeit der ersten Monate mit einem Fußballspiel: „Wir haben sehr gut losgelegt und haben am Schluss mit der Stromsteuer beginnend und mit der Richterwahl ein paar blöde Tore kassiert, die die Stimmung natürlich verunsichert haben.“

Die CSU sei aber nicht unzufrieden mit der Regierungsarbeit: „Wir haben sehr viele Dinge eingebracht, umgesetzt. Wir waren die letzten Jahre abgeschnitten als Bayern, wurden auch bewusst benachteiligt von der Ampel und gerade von den Grünen.“ Das habe sich jetzt erledigt.


Foto: Markus Söder im ARD-Sommerinterview am 24.08.2025, via dts Nachrichtenagentur

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Waerenskjold gewinnt Deutschlandtour – Brennan siegt bei Finale

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Start der Schlussetappe der Deutschlandtour 2025 am 24.08.2025, via dts NachrichtenagenturHalle (Saale) (dts Nachrichtenagentur) – Der Norweger Sören Waerenskjold vom Team Uno-X Mobility hat die Deutschlandtour 2025 gewonnen. Auf der letzten Etappe von Halle (Saale) nach Magdeburg reichte ihm ein zweiter Platz, um seine knappe Gesamtführung zu verteidigen. Die Etappe selbst konnte Matthew Brennan (Team Visma / Lease a Bike) für sich entscheiden.

Vor Etappenstart hatte Waerenskjold nur zehn Sekunden Vorsprung vor Jhonatan Narváez (UAE Team Emirates) und 15 Sekunden vor Riley Sheehan (Israel – Premier Tech), was aber letztendlich reichte. Die Bergwertung der Deutschlandtour 2025 konnte derweil Enzo Leijnse (Team Picnic PostNL) gewinnen, die Sprintwertung ging an Gesamtsieger Waerenskjold.

Der neue deutsche Rad-Star Florian Lipowitz, der bei der Tour de France noch sensationell das Podium erreicht hatte, spielte in der Gesamtwertung aufgrund des für Sprinter idealen flachen Profils der vier Etappen erwartungsgemäß keine Rolle. Angesichts eines Unfalls am Freitag, bei dem der Tour-Held gegen einen Stromkasten geprallt war, dürfte Lipowitz aber auch mit dem Erreichen des Ziels in Magdeburg zufrieden sein.


Foto: Start der Schlussetappe der Deutschlandtour 2025 am 24.08.2025, via dts Nachrichtenagentur

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1. Bundesliga: Köln feiert Last-Minute-Sieg in Mainz

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Paul Nebel (Archiv), via dts NachrichtenagenturMainz (dts Nachrichtenagentur) – Im ersten Sonntagsspiel des ersten Bundesliga-Spieltags hat der 1. FC Köln 1:0 beim 1. FSV Mainz 05 gewonnen.

Beide Teams zeigten eine engagierte Leistung, konnten jedoch die zahlreichen Chancen lange nicht in Tore ummünzen. Besonders die Mainzer Defensive stand zunächst stabil und ließ den Kölnern wenig Raum für gefährliche Aktionen.

In der ersten Halbzeit dominierten die Mainzer das Spielgeschehen und kamen früh zu guten Gelegenheiten. Doch sowohl Paul Nebel als auch Anthony Caci scheiterten mit ihren Schüssen an der Kölner Abwehr. Die Gäste aus Köln konzentrierten sich zunächst auf die Defensive und versuchten, durch Konter zum Erfolg zu kommen. Eine der besten Chancen für die Kölner hatte Jakub Kaminski, dessen Schuss jedoch von Robin Zentner pariert wurde.

In der zweiten Halbzeit erhöhte Köln den Druck und kam zu weiteren Möglichkeiten, doch die Mainzer Abwehr hielt stand. Eine Schlüsselszene ereignete sich in der 60. Minute, als Nebel nach einer Notbremse die Rote Karte sah. Dank der numerischen Unterlegenheit konnten die Gäste den Druck erhöhen und letztendlich in der 90. Minute durch ein Tor von Marius Bülter in Führung gehen.

Für Mainz geht es am Donnerstag in der Conference-League-Qualifikation zu Hause gegen Rosenborg Trondheim weiter, während Köln am kommenden Sonntag in der Liga gegen Freiburg gefordert ist.


Foto: Paul Nebel (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Union und SPD streiten über Sozialreformen

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Passanten vor Infoständen zu Rente und Bürgergeld (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – In der Debatte um Sozialreformen gibt es Uneinigkeit zwischen den Koalitionspartner Union und SPD. „Der Sozialstaat, wie wir ihn heute haben, ist mit dem, was wir volkswirtschaftlich leisten, nicht mehr finanzierbar“, hatte Kanzler Friedrich Merz (CDU) am Wochenende auf einem Parteitag der CDU-Niedersachsen gesagt. Es brauche eine Neuausrichtung der Sozialpolitik.

„Unser Ziel ist ein Sozialstaat, der effektiver, digitaler und zugleich sozial gerechter wird“, sagte der Sprecher für Arbeit und Soziales der Unionsfraktion, Marc Biadacz, der „Welt“. Dazu gehöre auch eine klare Differenzierung: „Wer arbeiten kann, aber nicht arbeiten will, sollte nicht als bedürftig gelten und kann nicht auf die Solidarität der Gemeinschaft hoffen.“

SPD-Fraktionsgeschäftsführer Dirk Wiese sagte: „Reden auf Parteitagen sollte man einordnen, der Inhalt war wohl darauf ausgerichtet, die eigenen Delegiertenherzen zu mobilisieren. Im Herbst wollen wir die Taktzahl in unserem Arbeitsmodus noch weiter erhöhen. Denn die außen- und innenpolitischen Aufgaben sind groß.“

Linksfraktionschefin Heidi Reichinnek sagte der „Welt“, dass Deutschland wohl ein „Herbst der sozialen Grausamkeiten“ bevorstehe. Es brauche stattdessen sinnvolle Reformen der Sozialsysteme. Ganz vorne stehe eine Bürgerversicherung, um das Zwei-Klassen-System im Gesundheitssystem endlich zu überwinden und ein Rentensystem, in das alle Erwerbstätigen einzahlen – allen voran Abgeordnete. Die Finanzierungsmöglichkeiten lägen auf der Hand: „Wer die Schuldenbremse für Aufrüstung aussetzen kann, kann das auch für Soziales.“

Der stellvertretende Grünen-Fraktionschef Andreas Audretsch sagte: „Der richtige Weg ist offensichtlich: Ja zu Reformen der Sozialsysteme. Ja zu mehr Solidarität bei der Finanzierung. Nein zu Sozialabbau und kaputt kürzen.“ Was man nicht brauche, sei ein Bundeskanzler, der über Kahlschlag und Sozialabbau philosophiere.

„Statt die eigenen Bürger mit Kürzungen und Sozialabbau zu überziehen, muss die Bundesregierung den Missbrauch des Sozialstaats endlich beenden“, sagte dagegen der sozialpolitische Sprecher der AfD, René Springer. Gespart werden müsse bei den Milliardenkosten für Migration – nicht bei Rentnern, Familien oder Arbeitnehmern.


Foto: Passanten vor Infoständen zu Rente und Bürgergeld (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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2. Liga: Dresden gewinnt Aufsteigerduell gegen Bielefeld

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Fußball (Archiv), via dts NachrichtenagenturBielefeld (dts Nachrichtenagentur) – Zum Abschluss des dritten Spieltags der 2. Bundesliga hat Dynamo Dresden im Duell der Aufsteiger gegen Arminia Bielefeld den ersten Saisonsieg gefeiert. Die Sachsen setzten sich auswärts bei den Ostwestfalen mit 2:1 durch.

Für den ersten Treffer des Tages sorgte Niklas Hauptmann in der 21. Minute. Mit etwas Glück konnte er dabei den Ball flach in der rechten Ecke unterbringen. Die SGD, die sich auch in den Spielen zuvor offensiv meist ordentlich präsentierte, aber eklatante Schwächen in der Defensive offenbarte, wirkte zumindest im ersten Durchgang auch etwas stabiler.

Nach dem Seitenwechsel konnten die Hausherren allerdings in der 57. Minute durch ein Tor von Joel Grodowski ausgleichen, wobei er eine Vorlage von Lannert verwerten konnte. Danach wirkten die Dresdner etwas verunsichert, fanden sich aber schnell ins Spiel zurück. Ab der 74. Minute spielten die Gäste zudem in Überzahl, nachdem Christopher Lannert wegen einer mutmaßlichen Notbremse die Rote Karte sah. Kurz darauf konnte Stefan Kutschke die Sachsen vermeintlich wieder in Führung bringen – das Tor wurde aber wegen einer Abseitsstellung wieder aberkannt. Besser machte es Luca Herrmann in der elften Minute der Nachspielzeit, der mit einem Fallrückzieher-Tor für die Entscheidung sorgte.

Durch den Sieg rücken die Sachsen auf den zehnten Platz vor, während Bielefeld nach dem ersten Punktverlust der Saison auf dem vierten Rang steht. Für die Ostwestfalen geht es am Samstag in Braunschweig weiter, Dresden ist am kommenden Sonntag gegen Schalke gefordert.

Die Ergebnisse der Parallelbegegnungen vom Sonntagnachmittag: SV Darmstadt 98 – Hertha BSC 0:0, SpVgg Greuther Fürth – Holstein Kiel 0:2.


Foto: Fußball (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Rechtsextremisten scheitern mit Störung von ARD-Sommerinterview

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Rechtsextremer Aktivist wird abgeführt am 24.08.2025, via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Eine Gruppe von Rechtsextremisten ist am Sonntag offenbar knapp mit dem Versuch gescheitert, das „ARD-Sommerinterview“ mit Markus Söder zu stören. „Wir haben eine störungsfreie Sendung aufgenommen“, sagte eine Sprecherin des ARD-Hauptstadtstudios der dts Nachrichtenagentur.

Offensichtlich kamen die Rechtsextremen wenige Sekunden zu spät: Am Mittag versammelten sich binnen Sekunden und für die Umstehenden überraschend etwa ein bis zwei Dutzend Männer in schwarzen T-Shirts, mit schwarzen und gelben Fahnen und einem großen Banner auf der Treppe vor dem Reichstagsgebäude, die normalerweise bei den „Sommerinterviews“ des ARD-Hauptstadtstudios im Hintergrund zu sehen ist. Aber die Sendung war wohl gerade abgedreht, vor der Aufnahme eines weiteren Interviews für die sozialen Netzwerke machten Söder und das ARD-Team Pause.

An der Lautstärke wäre die Störung jedenfalls nicht gescheitert: Mehrere Männer brüllten in Megaphone „Re, Re, Remigration“ in Richtung des TV-Sets – das sich wie immer in Sichtweite des Reichstagsgebäudes befand. Auf großen Lettern war zu lesen: „Stärkste Kraft im Land – uns übertönt ihr nicht“.

Wer genau hinter der Störung steht, war zunächst unklar. Die geschwenkten Fahnen in den Farben Schwarz und Gelb erinnern an die „Identitäre Bewegung“. So bezeichnen sich mehrere aktionistische und völkisch orientierte Gruppierungen, die ihrem Selbstverständnis nach einen sogenannten „Ethnopluralismus“ vertreten.

Nach Angaben eines Reporters der dts Nachrichtenagentur wurde die offensichtlich nicht angemeldete Protestkundgebung nach wenigen Minuten von der Polizei unterbunden, mindestens zwei Personen wurden in Handschellen abgeführt.

In diesem Jahr hatte es schon mehrfach Aufsehen wegen Protesten während des „ARD-Sommerinterviews“ gegeben. Im Juli hatte das sogenannte „Zentrum für politische Schönheit“ die Sendung mit AfD-Chefin Alice Weidel akustisch massiv gestört, später versuchte eine Pro-Atomkraft-Bewegung mehrfach, die Fernsehproduktion als Bühne für ihren Protest zu nutzen.


Foto: Rechtsextremer Aktivist wird abgeführt am 24.08.2025, via dts Nachrichtenagentur

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Dobrindt will Selbstbestimmungsrecht vor Missbrauch schützen

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Alexander Dobrindt am 21.08.2025, via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) will das Selbstbestimmungsgesetz besser vor Missbrauch schützen.

Anlass ist ein Fall aus Sachsen-Anhalt bzw. Sachsen, bei dem es um eine Geschlechtsumwandlung eines Rechtsextremisten geht. Dobrindt sagte dem „Stern“ dazu: „Das ist ein Beispiel für den sehr simplen Missbrauch des Selbstbestimmungsgesetzes.“ Genau davor sei immer gewarnt worden.

Deshalb müsse das Gesetz angepasst werden: „Es braucht jetzt eine Debatte darüber, wie wieder klare Regeln gegen den Missbrauch des Geschlechterwechsels verankert werden können“, sagte Dobrindt. Niemand könne wollen, dass solche Beispiele Schule machen. „Die Justiz, die Öffentlichkeit und die Politik werden hier zum Narren gehalten, weil das Selbstbestimmungsgesetz die Möglichkeit dazu bietet“, sagte Dobrindt.


Foto: Alexander Dobrindt am 21.08.2025, via dts Nachrichtenagentur

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"Identitäre Bewegung" versucht ARD-Sommerinterview zu stören

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Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Mutmaßliche Aktivisten der „Identitären Bewegung“ haben am Sonntag versucht, das „ARD-Sommerinterview“ mit Markus Söder zu stören. Am Mittag versammelten sich etwa ein bis zwei Dutzend Männer in schwarzen T-Shirts, mit Fahnen und einem großen Banner auf der Treppe vor dem Reichstagsgebäude. Dabei in großen Lettern zu lesen: „Stärkste Kraft im Land – uns übertönt ihr nicht“, außerdem wurde immer wieder „Remigration“ gerufen.

Diese Treppe ist normalerweise bei den „Sommerinterviews“ des ARD-Hauptstadtstudios im Hintergrund zu sehen. Nach Angaben eines Reporters der dts Nachrichtenagentur wurde die offensichtlich nicht angemeldete Protestkundgebung nach wenigen Minuten von der Polizei unterbunden, mindestens eine Person wurde abgeführt. Unklar war aber, ob der Protest wirklich in der aufgezeichneten Sendung zu sehen sein wird. Nach Angaben des dts-Reporters war das Interview offensichtlich gerade am Ende oder schon beendet.

In diesem Jahr hatte es schon mehrfach Aufsehen wegen Protesten während des „ARD-Sommerinterviews“ gegeben. Im Juli hatte das sogenannte „Zentrum für politische Schönheit“ die Sendung mit AfD-Chefin Alice Weidel akustisch massiv gestört, später versuchte eine Pro-Atomkraft-Bewegung mehrfach, die Fernsehproduktion als Bühne für ihren Protest zu nutzen.


Foto: Demo der „Identitären Bewegung“ während ARD-Sommerinterview am 24.08.2025, via dts Nachrichtenagentur

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Klingbeil setzt auf härteren Kurs gegen Sozial- und Steuerbetrug

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Lars Klingbeil (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Der SPD-Vorsitzende und Bundesfinanzminister Lars Klingbeil hat ein hartes Vorgehen gegen den Betrug bei Sozialleistungen und Steuern angekündigt.

„Wir wollen ran, wenn Leute Bürgergeld bekommen und schwarzarbeiten – und wenn Menschen sich total verweigern“, sagte der Vizekanzler den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Montagsausgaben). „Dann werden die Sanktionen hochgefahren.“ Für ihn sei das eine „Gerechtigkeitsfrage“, fügte Klingbeil hinzu. „Es ist ungerecht, wenn Menschen Geld vom Staat bekommen und nichts tun.“

Es sei auch ungerecht, wenn Menschen viel Geld hätten und versuchten, den Staat bei den Steuern auszutricksen. „Diesen Kampf gegen Steuerbetrug, Sozialleistungsbetrug und Schwarzarbeit haben wir aufgenommen“, sagte der Finanzminister. „Wir verschärfen die Gesetze und stärken die Kontrolle, in meinem Bereich vor allem beim Zoll.“ Klingbeil versprach: „Wir kleben auf das Bürgergeld nicht nur ein anderes Etikett.“


Foto: Lars Klingbeil (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts