Montag, März 23, 2026
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Schlaraffenland ist abgebrannt!

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Game Schlaraffenland

Dr. Manfred Schlumberger, Leiter Portfoliomanagement der StarCapital AG, kommentiert die aktuelle Marktlage:

„Wunderbare 12 Jahre mit einer beispiellosen zinsgetriebenen Kapitalmarkthausse liegen hinter uns. Lediglich einige überschaubare Korrekturen und ein brutaler Corona-Crash haben die positive Aktienmarktentwicklung stets nur kurz unterbrochen. Was ist nach den historisch schlechtesten Auftaktmonaten für das restliche Börsenjahr 2022 zu erwarten? Die Gewinne der Unternehmen bewegen sich immer noch auf einem sehr hohen Niveau, auf dem sie aber vermutlich nicht bleiben werden und die wichtigsten Einflussgrößen auf die Aktienmärkte, nämlich Zinsen und Liquidität, lassen nichts Gutes erwarten.

Die konjunkturellen Frühindikatoren deuten weltweit auf eine wirtschaftliche Abschwächung hin. Chinas Einkaufsmanagerindizes liegen sowohl im Industrie- wie im Dienstleistungssektor bereits im kontraktiven Bereich. Die harte Lockdown-Politik zur Bekämpfung des Omikron-Virus lastet schwer auf der Konjunktur. Man schätzt, dass der Lockdown in der wichtigen Shanghai-Region bereits mehr als 2% Wachstum gekostet hat.

Und anstatt die Führung bei Biontech und Moderna wirksame Impfstoffe bestellt, beharrt sie auf ihrer harten Coronapolitik. Gleichzeitig erlaubt die Immobilienblase abgesehen von verbalen Versprechungen keine starken geld- und fiskalpolitischen Impulse. Über die erneut massiv gestörten Lieferketten wird vor allem die europäische Wirtschaft und hier vorneweg Deutschland getroffen.

Europa ist zudem aus wirtschaftlicher Sicht der Hauptleidtragende des Kriegs in der Ukraine. Das geplante Öl-Embargo gegenüber Russland wird die Energiepreise weiter verteuern und Wachstum kosten. Kommt es gar zu einem Gas-Embargo, egal von welcher Seite, ist mit einer schweren Rezession, wenn nicht sogar einer Depression zu rechnen. Energieintensive Branchen wie die Chemieindustrie müssten in Deutschland um ihre Existenz bangen. Beruhigenden Prognosen von sogenannten «Wirtschaftsweisen», die lediglich eine kurze Rezession erwarten, sollte man ein gesundes Maß an Misstrauen entgegenbringen.

Die USA sind in wirtschaftlicher Hinsicht eher ein Profiteur des Krieges in Europa. Die Gewinne von Rüstungs-, Agrar- und fossilen Energiekonzernen werden weiter massiv steigen. Gleichzeitig trifft jedoch die Verteuerung der Kreditkosten viele wenig oder gar nicht profitable Wachstumsunternehmen. Die US-Konjunktur insgesamt wird vermutlich auf einem moderaten Pfad weiter wachsen. Die Eintrübung des weltwirtschaftlichen Wachstums wird jedoch die aktuell noch sehr hohen Unternehmensgewinne sinken lassen.“

Schlaraffenland ist abgebrannt!

Foto von Dr. Manfred Schlumberger (Quellen: StarCapital AG)

Wichtige Entwicklungen in der Ukraine.

Mehr Nachhaltigkeit in der Open-Source-Cloud: Aiven erhält 210 Millionen US-Dollar in Series-D-Finanzierung

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aiven

Mit der neuen Finanzierungsrunde intensiviert Aiven seine Mission, das Leben von Entwickler:innen zu verbessern, indem das Unternehmen ein weltweites Programm für nachhaltigen und sozialen Impact etabliert.

Aiven, ein Softwareunternehmen, das führende Open-Source-Technologien mit Cloud-Infrastrukturen kombiniert, verkündet den erfolgreichen Abschluss eine Series-D-Finanzierungsrunde in Höhe von 210 Millionen US-Dollar bei einer Pre-Money-Bewertung von drei Milliarden US-Dollar. Die aktuelle Finanzierungsrunde führt Eurazeo an. Zudem beteiligen sich von BlackRock verwaltete Fonds und Depots an der Runde, ebenso wie die Bestandsinvestoren IVP, Atomico, Earlybird, World Innovation Lab und Salesforce Ventures.

Das Unternehmen, dessen Zahl an Mitarbeiter:innen seit Oktober 2021 um mehr als 65 Prozent gestiegen ist, setzt mit dem neuen Kapital seine internationale Expansion fort und expandiert über seine neuesten Hubs hinaus in Japan, Singapur und Neuseeland im asiatisch-pazifischen Raum und Lateinamerika.

Aiven plant, die Zahl seiner Mitarbeiter:innen im Jahr 2022 zu verdoppeln, um die Entwicklung neuer Funktionen auf der Plattform zu unterstützen und ein weltweites Programm für Nachhaltigkeit zu starten. Das Unternehmen verfolgt das Ziel, kollektives Handeln innerhalb der Aiven-Community zu ermöglichen, um nachhaltigere Anwendungen in der Cloud zu entwickeln. 

Nach Initiativen im vergangenen Jahr wie der Einrichtung des Open-Source-Program-Offices und dem Start des Aiven-Startup-Programms Cluster hat sich Aiven vorgenommen, den Zugang zu den wichtigsten Best-of-Breed-Datentechnologien weiter zu demokratisieren, um die Umweltauswirkungen von Cloud-Diensten zu reduzieren und Diversität sowie Inklusion bei Aiven und in der Tech-Industrie zu steigern

Aiven hat es sich zur Aufgabe gemacht, das Leben von Entwickler:innen zu verbessern und ihnen zu helfen, bessere Anwendungen zu entwickeln“, sagt Oskari Saarenmaa, CEO und Co-Founder von Aiven. „Weitere Investitionen in die Unterstützung der offenen, Community-getriebenen Entwicklung von Software und in die nachhaltige Nutzung von Cloud-Diensten sind eine natürliche Erweiterung dessen, was wir schätzen und mit Aiven schon immer erreichen wollten.“

„Aiven ist ein Paradebeispiel für einen in Europa geborenen Spitzenreiter, der sich auf dem Weg zur globalen Marktführerschaft befindet. Der differenzierte Ansatz der Plattform steuert tatsächlich Mehrwert zur Gemeinschaft der Entwickler:innen bei, indem er einen demokratischen Zugang zu Open-Source-Technologien ermöglicht, die in verschiedenen Clouds gehostet werden.

Außerdem verzeichnet das Unternehmen eine rapide zunehmende Akzeptanz bei Kunden aller Größen und Branchen und kann nachweislich ein produktbasiertes Wachstum vorweisen“, so Zoé Fabian, Managing Director bei Eurazeo Growth. „Nachhaltigkeit ist ein wesentlicher Bestandteil unserer Investment-These bei Eurazeo – und zu sehen, dass Aiven so engagiert ist, eine hervorragende Finanzierungsstruktur mit Nachhaltigkeit zu kombinieren, hat uns in unserer ohnehin großen Überzeugung noch einmal bestärkt: Gemeinsam machen wir uns mit Aiven auf den Weg, um eine Go-To-Plattform für Entwickler:innen aufzubauen.“

Um mehr über Aivens Programm für Nachhaltigkeit und sozialen Impact zu erfahren, besuchen Sie aiven.io.

Quelle Openers

Volkswagen – E-Autos schon bald so profitabel wie Verbrenner

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Hamburg, 12. Mai (Reuters) – Volkswagen will beim Verkauf von Elektroautos schon bald so profitabel sein wie im Geschäft mit Verbrennern. „Wir gehen davon aus, dass das Geschäft mit der E-Mobilität schon früher als geplant so profitabel sein wird wie unser Verbrennergeschäft“, sagte Konzernchef Herbert Diess am Donnerstag auf der virtuellen Hauptversammlung.

Grund sei, dass der Konzern sein Baukastensystem mit immer mehr Fahrzeugmodellen ausrolle, immer mehr Fabriken auf die Produktion von E-Autos umgerüstet würden und die Plattform-Technologie auch an Wettbewerber wie FordF.N verkauft werde. Bisher ging Volkswagen davon aus, in zwei bis drei Jahren mit E-Autos so viel zu verdienen wie mit herkömmlichen Verbrennungsmotoren.

Angesichts des Krieges in der Ukraine und des Lockdowns in Chinas Wirtschaftmetropole Shanghai ziehen für die Konjunktur jedoch dunkle Wolken auf. Diess erklärte, Volkswagen sei in der Lage, Krisen zu bewältigen. „Durch gutes Krisenmanagement sind wir finanziell robust aufgestellt und haben unsere Widerstandskraft gestärkt.“ Auch 2022 werde das Management den Umbau vorantreiben, trotz geopolitischer und wirtschaftlicher Herausforderungen.

Volkswagen hatte am Vorabend der Hauptversammlung angekündigt, in den USA in das lukrative Geschäft mit Pick-ups und geländegängigen SUVs einzusteigen und bringt dazu zwei rein elektrische Modelle an den Start. Der Aufsichtsrat gab dazu am Mittwoch grünes Licht, die US-Traditionsmarke „Scout“ wiederzubeleben. Die Serienproduktion soll 2026 anlaufen. Finanzielle Details nannte der Autokonzern nicht.

Reuters hatte zuvor aus Unternehmenskreisen erfahren, der Aufsichtsrat werde voraussichtlich 100 Millionen Euro freigeben, um die Marke aufzubauen. Später sollten weitere Mittel folgen, für deren Finanzierung auch externe Investoren gewonnen werden sollten. Ein späterer Börsengang dieser Aktivitäten sei nicht ausgeschlossen. Auch ein neues Werk sei im Gespräch.

Volkswagen – E-Autos schon bald so profitabel wie Verbrenner

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Wichtige Entwicklungen zur Ukraine.

Umfrage – Deutsche Firmen bewerten Auslandsgeschäft deutlich pessimistischer

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Bank of England Auslandsgeschäft

Berlin, 12. Mai (Reuters) – Die deutschen Unternehmen sind angesichts strikter Corona-Lockdowns in China sowie des russischen Angriffs auf die Ukraine einer Umfrage zufolge für ihr Auslandsgeschäft deutlich pessimistischer geworden. 37 Prozent gehen in ihren Regionen von einer Verschlechterung der Konjunktur aus, mehr als doppelt so viel wie noch im Herbst, wie der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) am Donnerstag auf Basis einer Befragung von 4200 Betrieben mitteilte.

„Einen ähnlichen Stimmungsknick hatten wir zuletzt im Frühjahr 2020 erlebt, als der erste Corona-Schock die Weltwirtschaft fest im Griff hatte“, sagte DIHK-Außenwirtschaftschef Volker Treier. „Wir müssen uns weltweit auf sichtlich schlechtere Geschäfte einstellen.“ 

Ihre eigene Lage bewerteten bei der Befragung im März und April 48 Prozent noch als gut. Das ist nur eine leichte Verschlechterung gegenüber Herbst. „Je näher die Unternehmen am Kriegsgeschehen in der Ukraine angesiedelt sind, desto mittel- beziehungsweise unmittelbarer spüren sie die Auswirkungen des Krieges und der damit verbundenen Sanktionen“, so Treier. Als Folge klagen viele Firmen über stark steigende Rohstoff- und Energiepreise, im weltweiten Schnitt bezeichnen 66 Prozent der Betriebe dies als akutes Problem. In Europa sind die Werte dabei deutlich höher als in Nordamerika oder China. Außerdem gibt es weiter große Probleme mit den Lieferketten. 

Politische Entscheidungen spielen laut DIHK eine immer größere Rolle bei der Standortentscheidung, etwa der Umgang mit der Coronavirus-Pandemie. 47 Prozent der deutschen Firmen in China überdenken ihre Aktivitäten dort kritisch. Jedes achte Unternehmen erwägt sogar, die Volksrepublik zu verlassen. „Es braucht meistens Jahre, sich hier zu etablieren und bei der Größe des Landes fällt eine Verlagerung umso schwerer. Desto erstaunlicher ist das Umfrageergebnis“, sagte Treier.

Umfrage – Deutsche Firmen bewerten Auslandsgeschäft deutlich pessimistischer

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Wichtige Entwicklungen zur Ukraine.

12. Mai 2022 Der Börsen Vormittag

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Frankfurt, 12. Mai (Reuters) – Es folgt der Börsen-Ticker zu wichtigen Kursbewegungen an den internationalen Finanzmärkten und ihren Ursachen:

17.20 Uhr – GameStop macht wieder mit Kurssprüngen von sich reden. Die Aktien des Videospielehändlers steigen an der Wall Street um 20 Prozent auf 97,50 Dollar, nachdem sie in den vergangenen beiden Wochen zeitweise mehr als 60 Prozent verloren hatten. Die Titel gehören zu den sogenannten „Meme“-Werten, bei denen sich Kleinanleger in Internetforen gegenseitig zum Kauf ermuntern. Auf der Plattform Stocktwits liegt das Volumen der Erwähnungen etwa 25 Prozent über dem Niveau vom Vortag.

16.10 Uhr – Rezessionsängste und die Aussicht auf eine Serie von US-Zinserhöhungen treiben immer mehr Anleger in die Weltleitwährung. Dadurch steigt der Kurs des Dollar erstmals seit zweieinhalb Jahren wieder über einen Schweizer Franken auf 1,001 Franken. Der Dollar-Index, der den Kurs zu wichtigen Währungen widerspiegelt, notiert mit 104,72 Punkten so hoch wie zuletzt vor 19-1/2 Jahren.

14.30 Uhr – Der Teil-Stopp russischer Gaslieferungen nach Deutschland schürt Spekulationen auf langfristige Energie-Engpässe. Dies treibt in Deutschland die Preise für Strom zur Lieferung in zwei und drei Jahren auf Rekordhochs von 192,75 beziehungsweise 177,50 Euro je Megawattstunde.

13.00 Uhr – Anleger umschwärmen Bumble. Die Aktien steigen vorbörslich um 8,9 Prozent, nachdem der Dating-App-Anbieter seinen Quartalsumsatz stärker als erwartet auf 211,2 Millionen Dollar gesteigert hatte. Zudem lag das Ergebnis je Aktie bei dreizehn Cent statt eines erwarteten Verlustes von drei Cent. Die Zahl der zahlenden Kunden sei signifikant gestiegen, sagte Firmenchefin Whitney Wolfe Herd.

12.30 Uhr – Eine trübe Prognose eines wichtigen Zulieferers aus Taiwan verschreckt Apple-Anleger. Die Aktien des iPhone-Herstellers liegen vorbörslich 1,4 Prozent tiefer. Der weltgrößte Auftragselektronikhersteller Foxconn rechnet wegen einer stagniernden Nachfrage mit einer Wachstumspause. Im Zuge eines Ausverkaufs bei US-Techwerte hatten Apple-Papiere am Mittwoch bereits rund fünf Prozent nachgegeben. Seit Jahresbeginn summiert sich das Minus auf rund achtzehn Prozent.

12.25 Uhr – Ein tiefer Kursrutsch steht Beyond Meat bevor. Nach enttäuschenden Quartalszahlen liegt die Aktie vorbörslich mehr als 24 Prozent im Minus und steuert auf ein Rekordtief von 19,77 Dollar zu. Damit läge sie unter ihrem ursprünglichen IPO-Kurs von 25 Dollar und weit entfernt von ihrem Hoch von knapp 240 Dollar aus dem Jahr 2019. Dem Anbieter von Fleischersatzprodukten setzte im abgelaufenen Quartal in den USA die Konkurrenz zu.

12.15 Uhr – Investoren wenden sich von Walt Disney ab. Die Aktien verlieren vorbörslich mehr als fünf Prozent, nachdem der US-Unterhaltungskonzern bei Umsatz und bereinigtem Ergebnis je Aktie im zweiten Quartal die Erwartungen der Analysten verfehlte

10.50 Uhr – Nach einem enttäuschenden Ausblick fallen die Aktien von Ubisoft in Paris um bis zu 7,5 Prozent. Die französische Videospielgruppe erwartet für das Geschäftsjahr 2022/23 einen Rückgang des Betriebsgewinnes auf rund 400 Millionen Euro nach 407,6 Millionen Euro in 2021/22. „Wir sehen nur begrenzten Trost in der Aussage des Unternehmens, dass es 2024 zum jährlichen EBITA-Wachstum zurückkehren wird, da es in den letzten Jahren die Prognose verfehlt hat“, heißt es bei Credit Suisse. Dennoch grenzen die Aktien ihre Verluste auf ein Minus von rund einem Prozent ein.

10.20 Uhr – Nach einem Gewinneinbruch im Quartal verlieren die Aktien von HeidelbergCement bis zu 7,7 Prozent auf ein Vier-Wochen-Tief von 50,50 Euro. „Wir denken, dass die Zahlen nicht gerade berauschend sind, insbesondere im Vergleich zur Leistung der Mitbewerber im ersten Quartal“, erklärt die US-Bank sagt JP Morgan. Die durchschnittlichen Schätzungen seien in den vergangenen Wochen nach oben gegangen, „weswegen dieses Ergebnis hinter den ansonsten gesehenen positiven Überraschungen und Ebitda-Steigerungen auf vergleichbarer Basis klar zurückbleibt“, fassen die Analysten der Investmentbank Jefferies zusammen.

10.15 Uhr – Die Aktien von Siemens fallen um bis zu 7,4 Prozent auf ein Zwei-Monats-Tief von 108,18 Euro. Belastungen aus dem Rückzug aus Russland und durchwachsene Quartalsergebnisse lasteten Börsianern zufolge auf den Titeln. Ein starker Auftragseingang und ein branchenführendes Wachstum bei Automatisierungstechnik stachen laut den Experten der US-Bank JP Morgan positiv hervor, während die Profitabilität der Bereiche Digital Industries und Smart Infrastructure hinter den Erwartungen zurückgeblieben sei. „Außerdem hatten manche vielleicht auf eine Prognoseanhebung gehofft“, sagte ein Händler.

09.40 Uhr – Dank der Ölpreisrally zieht Saudi Aramco an Apple vorbei und ist aktuell an der Börse das wertvollste Unternehmen der Welt. Die Marktkapitalisierung der staatlichen Ölgesellschaft liegt bei 2,43 Billionen Dollar, der iPhone-Hersteller kommt auf 2,37 Billionen Dollar.

08.50 Uhr – Die Flucht der Investoren aus riskanteren Anlagen lässt die Kurse für Staatsanleihen steigen. Im Gegenzug fällt die Rendite der zehnjährigen Bundespapiere um neun Basispunkte auf 0,91 Prozent. Die US-Papiere rentieren bei 2,84 Prozent und damit auf dem niedrigsten Stand seit fast zwei Wochen.

07.45 Uhr – Bitcoin ist auf den tiefsten Stand seit knapp anderthalb Jahren gerutscht. Die Kryptowährung fällt um bis zu 6,4 Prozent. ( Wert je nach Börse um 26.600 Dollar.) Im Vergleich zum Vorwochenschluss hat sie rund ein Drittel ihres Wertes verloren. „Die Furcht vor raschen Zinserhöhungen insbesondere durch die US-Notenbank entzieht Bitcoin und Co einen der wichtigsten Nährböden aus den vergangenen Monaten“, sagt Analyst Timo Emden von Emden Research. „Es herrscht die absolute Ausverkaufsstimmung am Markt.“

07.30 Uhr – Folgende Aktien werden am Donnerstag mit einem Dividendenabschlag gehandelt:

Deutsche UnternehmenAngaben in EuroSchlusskursDividende
Bayerische Motoren Werke AG<BMWG.DE>82,265,80
Puma SE<PUMG.DE>65,760,72
Kion Group AG<KGX.DE>46,001,50
Bilfinger SE<GBFG.DE>30,084,75

12. Mai 2022 Der Börsen Vormittag

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Wichtige Entwicklungen zur Börse.

Werbung treibt ProSieben-Umsatz – Aber Fußball-WM dämpft Gewinn

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Berlin, 12. Mai (Reuters) – Vorgezogene Programm-Ausgaben wegen der Fußball-WM haben den operativen Gewinn bei ProSiebenSat.1 zum Jahresanfang erwartungsgemäß gebremst. Das bereinigte Ebitda fiel binnen Jahresfrist um fast 14 Prozent auf 123 Millionen Euro, wie der Fernsehkonzern am Donnerstag mitteilte.

Grund hierfür sei vor allem eine andere Verteilung von Marktanteilen, weil die Fußball-Weltmeisterschaft Ende 2022 in Katar bei den öffentlich-rechtlichen Sendern laufe. „Wir haben Programmaufwendungen ins erste Quartal vorgezogen, um einen besseren Marktanteil zu haben“, sagte Konzernchef Rainer Beaujean im Reuters-Interview. „Denn ich weiß, dass ich im vierten Quartal gegebenenfalls wegen Fußball einen schlechteren Marktanteil habe.“

Der TV-Sender müsse in puncto Vermarktung auch den Jahres-Marktanteil im Blick haben, erläuterte Beaujean. „Wir sind mit sehr viel Wumms ins Jahr reingegangen, was die Programmaufwendungen angeht.“ Aber im Gesamtjahr werde das Niveau gleich bleiben. Dies sei auch so geplant. 

UKRAINE-EFFEKT? „WIR HABEN KEINE STORNIERUNGEN“

Die Konzernumsätze kletterten im ersten Quartal um 1,7 Prozent auf 954 Millionen Euro und profitierten vom Rückenwind durch lineare und digitale Werbung. Im April lagen die Entertainment-Werbeerlöse in Deutschland, Österreich und der Schweiz leicht und in den ersten vier Monaten des Jahres um rund sieben Prozent über Vorjahr. „Tourismus ist ein großer Treiber“, sagte Beaujean.

Dies zeige sich bei der Eventtochter Jochen Schweizer, bei Billiger-Mietwagen.de und den Werbekunden. Mit Blick auf Mai und Juni sagte Beaujean vor dem Hintergrund des durch den Ukraine-Krieg eingetrübten Konsumklimas, der eine oder andere Werbekunde verschiebe durchaus etwas. „Aber wir haben in keinster Weise irgendwelche Stornierungen.“

Beaujean geht nicht davon aus, dass die Ukraine-Krise und eine schwächelnde Wirtschaft das Geschäft von ProSieben belasten. „Wir haben den großen Effekt nicht und ich erwartet ihn auch nicht, sofern die Lieferketten nicht abbrechen.“ Deshalb halte man an den Zielen für 2022 fest. Der Konzern aus Unterföhring bei München peilt einen Umsatz von 4,6 Milliarden Euro an, der um 100 Millionen Euro nach oben oder unten abweichen könne. Der operative Gewinn dürfte bei 840 Millionen (plus/minus 25 Millionen) Euro eher stagnieren. Der Konzern senkte im ersten Quartal seinen Verschuldungsgrad weiter. 

Beaujean hält den Fernsehkonzern stark genug für eine Zukunft auf eigenen Füßen und hat seinem italienischen Großaktionär MFE  und dem deutschen Rivalen RTL jüngst bei der Hauptversammlung die kalte Schulter gezeigt. „Wir schaffen es alleine“, sagte Beaujean vorige Woche. Die vom ehemaligen italienischen Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi dominierte Fernsehholding MFE-Mediaforeurope hatte ihren Anteil an ProSiebenSat.1 zuletzt stetig erhöht. Sie hält derzeit rund ein Viertel und setzt auf eine engere Zusammenarbeit.

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Wichtige Entwicklungen zur Ukraine.

DIHK – Exportwirtschaft wird dieses Jahr bestenfalls stagnieren

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Berlin, 12. Mai (Reuters) – Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) rechnet dieses Jahr mit einer Stagnation beim Export. „Es wird nicht viel mehr geben für die deutsche Exportwirtschaft als hoffentlich eine schwarze Null“, sagte DIHK-Außenwirtschaftschef Volker Treier am Donnerstag in Berlin. Im Januar war der Verband noch von einem Exportplus von sechs Prozent für 2022 ausgegangen – deutlich über dem Schnitt der vergangenen Jahre. „Das ist bei weitem nicht mehr drin. Der Aufschwung im internationalen Geschäft wird jäh abgewürgt.“

DIHK – Exportwirtschaft wird dieses Jahr bestenfalls stagnieren

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Wichtige Entwicklungen zur Ukraine.

Instone kassiert Jahresziele ein – Aktie unter Druck

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Düsseldorf, 12. Mai (Reuters) – Nach Umsatz- und Gewinneinbußen zum Jahresauftakt hat der Vorstand des Immobilienentwicklers Instone die Jahresziele einkassiert und damit seine Aktien auf Talfahrt geschickt. Die Titel brachen am Donnerstag im frühen Handel um mehr als 14 Prozent ein und markierten einen Tiefststand bei 12,26 Euro. Vorstandschef Kruno Crepulja hatte zuvor seine Ziele für 2022 zurückgenommen und wagte auch keine neue Prognose. Angesichts der Unsicherheiten sei ein verlässlicher Ausblick nicht möglich, erklärte er.

Als einen Grund nannte der Manager die Folgen des Ukraine-Krieges. „Die Auswirkungen des russischen Überfalls auf die Ukraine werden aus heutiger Sicht zu anhaltenden Lieferengpässen und steigenden Baukosten führen.“ Insbesondere die Umsatzziele von 0,9 bis 1,0 Milliarden Euro würden sich wegen der Materialverknappung und der daraus resultierenden Verlangsamung der Baurealisierung nicht erreichen lassen. Trotz der deutlich steigenden Baukosten dürften sich die Margenziele aber „vergleichsweise robust“ entwickeln. Im März hatte der Vorstand eine bereinigte Bruttomarge von 25 bis 26 Prozent in Aussicht gestellt. 

Instone teilte zudem mit, im ersten Quartal einen Umsatzrückgang auf 118,5 (Vorjahr: 128,1) Millionen Euro verbucht zu haben. Der Nettogewinn sank auf 9,3 (15,8) Millionen Euro. Der Rückgang sei auf den frühzeitigen Abschluss institutioneller Verkäufe in der Vorjahresperiode zurückzuführen, hieß es. Diese seien traditionell eher auf die zweite Jahreshälfte ausgerichtet, das damit allgemein deutlich umsatzstärker ist.

Instone kassiert Jahresziele ein – Aktie unter Druck

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Wichtige Entwicklungen zur Ukraine.

CATHAGO launcht Baustellen-App und kündigt Partnerschaft mit WÜRTH an

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cathago

Das Berliner Startup CATHAGO launcht App für die Baustelle, mit der Bauleiter und Poliere effizient und zeitsparend Material bestellen können. Darüber hinaus schließt CATHAGO eine Kooperation mit WÜRTH und entwickelt innovative Live-Schnittstelle. 

Launch-Veranstaltung am 13. April 2022

DITTING, Kunde des Startups, wird ab sofort die Beschaffung von Material und Geräten mit der CATHAGO Software steuern. So wurde am 13. April im Rahmen einer Launch-Veranstaltung die erste Bestellung auf dem XXL-Bauprojekt IPANEMA gefeiert und von einem Videoteam, Pressevertretern und Verantwortlichen der Unternehmen vor Ort begleitet. Im Zuge dessen hat CATHAGO außerdem die neue mobile Applikation für Handy und Tablet vorgestellt. 

Im Rahmen der Implementierung der CATHAGO Software auf dem IPANEMA Projekt trafen sich Verantwortliche der beteiligten Unternehmen am 13. April im Norden Hamburgs. Zusammen mit Axel Schelter, Anne-Christine Gaedecke (DITTING), André Franken (WÜRTH), Timo Nienhaus (Jacob Cement Baustoffe) und Philipp Dressler sowie Emil Buxmann (CATHAGO) wurde die erste Bestellung auf dem Projekt vor Ort feierlich durchgeführt. Gemeinsam mit dem verantwortlichen Projektmanager und den Polieren der IPANEMA-Baustelle gab es zudem einen Workshop zur neu eingeführten App.

Mobile App für die Baustelle

Mit der neu entwickelten App optimiert CATHAGO die Nutzung der Software für die Baustelle. Neben der Benutzung über die Cloud-Desktopanwendung im Container, kann nun auch mit der für die mobile Nutzung optimierte App die Beschaffung von Material von überall durchgeführt werden.

Die App wurde speziell für Bauleiter und Poliere entwickelt, um Material bei sämtlichen Lieferanten vereinfacht zu bestellen, Lieferungen digital gegenzuzeichnen sowie tagesaktuell Bestellungen und geplante Lieferungen in einem Echtzeit-Kalender einsehen können. Dies ermöglicht einen durchgehend digitalen Prozess von der Bestellung über die Warenannahme auf der Baustelle bis hin zur Rechnungsprüfung.

Wachsendes CATHAGO Lieferanten-Netzwerk

Das CATHAGO-Netzwerk mit Lieferanten wächst weiter stark an. Mehr als 900 Standorte  zählt das Niederlassungsnetzwerk der CATHAGO Lieferanten bereits. Neben WÜRTH schließen sich täglich neue, zahlreiche Baustoffhandelsunternehmen an das System von CATHAGO an. So auch beispielsweise das Unternehmen Jacob Cement Baustoffe, das in Norddeutschland als einer der Marktführer im Bereich Baustoffe gilt. Dabei können Hersteller, Fachhandelsunternehmen und der Großhandel sich sowohl durch Schnittstellen, als auch über die CATHAGO Webapp an das System anschließen. Durch das unkomplizierte und schnelle Onboarding können Lieferanten in kürzester Zeit das CATHAGO System nutzen und dabei kostenfrei den eigenen Vertrieb digitalisieren.

Die Zusammenarbeit von CATHAGO und DITTING zeigt auf, dass die Steuerung der Einkaufsaktivitäten und das Integrieren der Bestandslieferanten in jeglicher Größenordnung möglich ist. So können große, globale Hersteller wie WÜRTH genauso wie regionale Baustoffhändler in die Beschaffungsplattform integriert werden, wodurch der gesamte Materialeinkauf eines Bauunternehmens zentralisiert und standardisiert wird sowie für beide Seiten eine optimierte Zusammenarbeit ermöglicht wird.

CATHAGO ist Gewinner des REAL PropTech Germany Award 2022


CATHAGO ist Gewinner der PropTech Germany Award 2022 in der Kategorie „Bauen & Sanieren”

Am 06. & 07. April haben mehr als 250 Startups aus der Bau- und Immobilienbranche bei den REAL PropTech Pitches Ihre digitalen Lösungen vorgestellt. Das Event, organisiert und durchgeführt von Blackprint, fand seinen Höhepunkt am zweiten Veranstaltungstag, an dem die PropTech Germany Awards im Rahmen der Gala von der Jury vergeben wurden. 

Dabei konnte sich CATHAGO den PropTech Germany Award 2022  in der Kategorie „Bauen & Sanieren” sichern. Die Jury, in der u.a. Unternehmen wie Goldbeck und Drees & Sommer vertreten waren, waren sowohl vom Pitch sowie von der Geschäftsidee überzeugt. 

Typische Herausforderungen im Einkauf

Die Firma Richard Ditting GmbH & Co. KG arbeitet als mittelständisches Generalbauunternehmen mit vielen verschiedenen Lieferanten zusammen: A-Teile wie Beton und Stahl, sowie B- & C-Teile wie Dämmung und Schrauben werden zu verschiedensten Konditionen über diverse Kanäle bestellt. Dabei hat Kai Böhme, Prokurist und Leiter des Einkaufs bei DITTING erkannt, dass bei der operativen Bestellung, sowie beim strategischen Einkauf, viel Potenzial durch Intransparenz, zu wenig standardisierte Abläufe und fehlende Informationen sowohl im Büro als auch auf der Baustelle verloren gehen. Dies führt dazu, dass ein zentraler, transparenter Überblick über alle Bestellprozesse kaum möglich ist, durchgeführte Bestellungen nicht durchgängig nachvollziehbar sind und Fehler durch lückenhafte Kommunikation zur Tagesordnung gehören. Zusammen mit Ihren Bestandslieferanten will DITTING dies ändern, indem alle am Prozess beteiligten Akteure mithilfe der CATHAGO Software effizienter in einem zentralen System zusammenarbeiten. Axel Schelter, Leiter der Unternehmensentwicklung und Digitalisierung bei DITTING, sieht dabei das Potenzial, Polieren jeden Tag rund 30 Minuten Zeit beim Bestellen und Abrufen sparen zu können. Darüber hinaus kann der Einkauf hunderte Telefonate, Mails und Nachrichten sparen. 

Titelbild V.ln.r. André Franke (WÜRTH), Emil Buxmann (CATHAGO), Axel Schelter & Anne-Christine Gaedecke (DITTING

Weitere Informationen finden Sie hier

Quelle CATHAGO Technology UG

Deutschland kauft weniger russisches Erdöl – zahlt aber mehr

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Berlin, 12. Mai (Reuters) – Deutschland hat im ersten Monat nach Kriegsbeginn deutlich mehr für Importe aus Russland bezahlt. Die gesamten Einfuhren aus Russland wuchsen im März trotz westlicher Sanktionen um 77,7 Prozent auf 4,4 Milliarden Euro, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag mitteilte. Grund dafür sind gestiegene Rohstoffpreise. Wichtigste Importgüter waren dabei Erdöl und Erdgas mit einem wertmäßigen Anstieg um 56,5 Prozent auf 2,4 Milliarden Euro – und das, obwohl die eingeführte Menge um 27,8 Prozent zurückging. 

Die deutschen Ausfuhren nach Russland wiederum fielen im März um 58,7 Prozent auf rund 1,0 Milliarden Euro. Noch im Februar waren sie um 16,7 Prozent gewachsen. Besonders starke Rückgänge gab es beim Handel mit Maschinen: Das Geschäfte brach im März um fast drei Viertel auf 165,8 Millionen Euro ein. Bei chemischen Erzeugnissen gab es ein Minus von 40,9 Prozent auf 158,7 Millionen Euro. Das Handelsdefizit mit Russland – – Exporte minus Importe – schwoll dadurch auf den Rekordwert von 3,4 Milliarden Euro an.

Die deutschen Exporte in die von Russland angegriffene Ukraine brachen im März um 45,7 Prozent auf 265,8 Millionen Euro. Die Importe aus der Ukraine sanken zugleich um 27,5 Prozent auf 199,6 Millionen Euro. 

Insgesamt wächst das Geschäft der deutschen Wirtschaft mit Ost- und Mitteleuropa aber weiter. Die Exporte in die 29 Staaten legten im gesamten ersten Quartal um 9,8 Prozent zum Vorjahreszeitraum auf knapp 67 Milliarden Euro zu, so der Ost-Ausschusses der deutschen Wirtschaft. Die Importe nach Deutschland nahmen insbesondere wegen höherer Rohstoffkosten sogar um 14,6 Prozent auf gut 69,2 Milliarden Euro zu. „Die deutsche Wirtschaft profitierte nach der Corona-Krise von der teilweise kräftigen wirtschaftlichen Erholung dieser Länder“, sagte die stellvertretende Vorsitzende des Ost-Ausschusses, Cathrina Claas-Mühlhäuser. 

Der mit Abstand wichtigste Kunde der deutschen Wirtschaft im Osten ist demnach Polen: Die Exporte dorthin wuchsen in den ersten drei Monaten des Jahres um fast 13 Prozent auf mehr als 21 Milliarden Euro. Auf Platz zwei folgt Tschechien. Die Ausfuhren dorthin sprangen sogar um 18,6 Prozent auf 13,4 Milliarden Euro nach oben. Drittgrößter Exportmarkt im Osten ist Ungarn – die Ausfuhren dorthin wuchsen um 7,3 Prozent auf rund 7,5 Milliarden Euro.

Deutschland kauft weniger russisches Erdöl – zahlt aber mehr

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Titelfoto: Symbolfoto

Wichtige Entwicklungen zur Ukraine.