Sonntag, August 9, 2026
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EVP-Chef Weber will "Dynamik der Aufrüstung entfesseln"

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Flugabwehrraketensystem Patriot (Archiv), via dts NachrichtenagenturStraßburg (dts Nachrichtenagentur) – Der Chef der Europäischen Volkspartei (EVP), Manfred Weber, nennt den EU-Zolldeal mit Donald Trump ein „Alarmsignal“.

„Mit Trump haben wir zum ersten Mal einen US-Präsidenten, der Amerikas militärische Macht nutzt, um wirtschaftliche Interessen gegen Europa durchzuboxen“, sagte Weber dem Nachrichtenportal T-Online. „Wir Europäer wussten, wir brauchen den militärischen Schutzschirm der USA, die Satellitendaten, die Geheimdienstinformationen.“ Das habe Trumps Verhandlungsposition gestärkt.

Die EU sei ein „wirtschaftlicher Gigant und ein militärischer Zwerg“. Die Schlussfolgerung sei einfach, so der CSU-Politiker: „Wenn wir in der Welt von morgen etwas zu melden haben wollen, müssen wir militärisch aufrüsten.“ Man müsse „eine Dynamik der Aufrüstung entfesseln“. Dass Europa militärisch so schwach sei, führe zu Arbeitsplatzverlust in Deutschland. Europa müsse daher „souveräner und stärker“ werden – und sich geo- und wirtschaftspolitisch von den USA weg orientieren. „Nur ein geeintes Europa kann international Einfluss nehmen und seine Interessen verteidigen. Wer Trump jetzt Grenzen setzen will und Europa stärken, muss Handelsverträge mit anderen Partnern schließen – etwa mit Südamerika.“ Deswegen müsse man rasch das Mercosur-Abkommen voranbringen. „Ein Raum mit 700 Millionen Menschen, die ohne Zölle Handel miteinander treiben könnten.“

Aus Webers Sicht zeigt der Trump-Deal auch, wie zerstörerisch der Weg der Nationalisten in Europa sei. Der Nationalismus werde Europa „Wohlstand und Einfluss“ kosten. „Statt einem Machtblock aus 27 EU-Staaten, der seine Interessen auch international vertreten kann, würde Europa in 27 wirtschaftliche und politische Zwerge zerfallen, die sich leicht von Großmächten wie die USA oder China gegeneinander ausspielen lassen würden“, sagte er. „Die Leute klagen über 15 Prozent Zölle. Wenn Trump mit jedem EU-Staat einzeln verhandelt hätte, wäre das eine ganz andere Hausnummer geworden.“

„Ich möchte, dass Europa eigenständige Satellitensysteme aufbaut, mit denen wir unsere Waffen steuern können, ohne vorher jemanden zu fragen“, so Weber weiter. Moderne Waffensysteme wie Patriot-Systeme oder weitreichende Raketensysteme seien von US-Satellitendaten abhängig, kritisierte Weber. Die Daten müsse man „jedes Mal erfragen, um unsere Waffen zu benutzen. Das ist doch irre.“ Mit europäischen Satelliten wäre Europa nicht nur unabhängiger von den USA, sondern würde die EU zugleich unersetzbar machen: „Denn wenn deutsche, französische, polnische oder italienische Soldaten ihre Raketensysteme nutzen wollen, brauchen sie die europäischen Satellitensysteme. Egal, wer dort gerade regiert – Europa bliebe zusammen.“

Seine zweite Idee: eine europäische Cyber-Brigade. Im Internet gebe es keine nationalen Grenzen. Zugleich seien kleinere und mittlere EU-Staaten wie Österreich oder Kroatien nicht in der Lage, ihre digitale Welt allein zu schützen. „Es macht also Sinn, den digitalen Raum Europas mit einer europäischen Cyber-Brigade zu sichern“, so Weber.

Weber verglich die Konzepte mit dem Euro, der heute nicht mehr abgeschafft werden könne. Kein Land könne aus dem Euro austreten, weil das „ökonomischer Selbstmord“ wäre. Das Gleiche müsse Europa jetzt bei der Verteidigung gelingen. Weber wolle ein Europa, das „nicht rückabgewickelt“ werden könne.

Weber sprach von einer „historischen Aufgabe“. Entweder Europa schaffe es, die nötigen europäischen Verteidigungsprojekte zu beschließen, „in dem Moment, wo alle Staaten aufrüsten und sich wappnen“. Oder man scheitere. „Das wäre ein geschichtliches Versagen der heutigen politischen Klasse.“ Weber sagte jedoch, er sei optimistisch, in den vergangenen zwei, drei Jahren habe er so viel an europäischer Dynamik bei der Verteidigung erlebt wie seit Jahrzehnten nicht.


Foto: Flugabwehrraketensystem Patriot (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Länderdaten deuten auf leicht gestiegene Inflation

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Käse im Supermarkt (Archiv), via dts NachrichtenagenturWiesbaden (dts Nachrichtenagentur) – Die bundesweite jährliche Inflationsrate, die im Juli bei 2,0 Prozent gelegen hatte, dürfte sich im August leicht erhöht haben. Darauf deuten erste Zahlen aus den Bundesländern hin, die bereits am Freitagvormittag veröffentlicht wurden.

Im größten Bundesland NRW lag die Teuerung bei 2,0 Prozent. In Bayern stieg sie leicht um 0,2 Punkte auf 2,1 Prozent und in Niedersachsen um 0,3 Punkte auf 2,2 Prozent. Auch in Sachsen-Anhalt nahm sie auf 2,6 Prozent zu (Vormonat: 2,5 Prozent), in Baden-Württemberg wuchs sie auf 2,5 Prozent (Vormonat: 2,3 Prozent).

In Berlin und Brandenburg legte die Teuerung um jeweils 0,3 Punkte auf 2,4 Prozent bzw. 2,5 Prozent zu. Unverändert blieb sie hingegen mit 2,4 Prozent in Hessen. Bundesweit ist damit wohl eine Teuerungsrate von 2,1 bis 2,3 Prozent zu erwarten (Mittelwert: 2,2 Prozent).

Das Statistische Bundesamt veröffentlicht seine vorläufige Schätzung für die bundesweite Inflationsrate im Laufe des Tages, in der Regel gegen 14 Uhr. Die endgültigen Zahlen kommen Mitte des Monats, dabei gibt es aber nur sehr selten Änderungen.


Foto: Käse im Supermarkt (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Arbeitslosenzahl steigt im August über Drei-Millionen-Marke

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Bundesagentur für Arbeit (Archiv), via dts NachrichtenagenturNürnberg (dts Nachrichtenagentur) – Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist im August 2025 um 153.000 gegenüber dem Vorjahresmonat gestiegen.

Gegenüber dem Vormonat kletterte sie um 46.000 auf 3,025 Millionen Arbeitssuchende, teilte die Bundesagentur für Arbeit am Freitag mit. Saisonbereinigt verringerte sich die Zahl der Arbeitslosen gegenüber dem Vormonat um 9.000. Die Arbeitslosenquote stieg um 0,1 Prozentpunkte auf 6,4 Prozent.

„Im August ist das eingetreten, was wir auch erwartet haben: Aufgrund der Sommerpause ist die Arbeitslosigkeit auf über drei Millionen gestiegen. Der Arbeitsmarkt ist nach wie vor von der wirtschaftlichen Flaute der vergangenen Jahre geprägt. Es gibt allerdings auch erste Anzeichen einer Stabilisierung“, sagte BA-Chefin Andrea Nahles am Freitag in Nürnberg.

Die Unterbeschäftigung, die neben der Arbeitslosigkeit auch die Arbeitsmarktpolitik und kurzfristige Arbeitsunfähigkeit umfasst, sank saisonbereinigt inzwischen den dritten Monat hintereinander. Im August lag sie bei 3.634.000. Das waren nur noch 25.000 mehr als vor einem Jahr.

Im August waren 631.000 Arbeitsstellen bei der BA gemeldet, 68.000 weniger als vor einem Jahr. Der BA-Stellenindex (BA-X) – ein Indikator für die Nachfrage nach Personal in Deutschland, der neben dem Bestand an gemeldeten Arbeitsstellen auch den Zugang berücksichtigt – blieb im August 2025 unverändert bei 98 Punkten. Im Vergleich zum Vorjahresmonat fällt der BA-X um acht Punkte geringer aus.

1.019.000 Personen erhielten nach Hochrechnung der BA im August 2025 Arbeitslosengeld, 99.000 mehr als vor einem Jahr. Die Zahl der erwerbsfähigen Bürgergeldberechtigten belief sich hochgerechnet im August auf 3.901.000. Gegenüber August 2024 war dies ein Rückgang um 88.000 Personen. 7,1 Prozent der in Deutschland lebenden Personen im erwerbsfähigen Alter waren damit hilfebedürftig.

Seit Oktober 2024 haben sich bei den Agenturen für Arbeit und den Jobcentern 430.000 Bewerber für eine Berufsausbildungsstelle gemeldet, 12.000 mehr als im Vorjahreszeitraum. 98.000 von ihnen waren im August noch unversorgt. Die Zahl der gemeldeten Berufsausbildungsstellen fällt mit 477.000 um 25.000 geringer aus als im Vorjahreszeitraum. 129.000 unbesetzte Berufsausbildungsstellen waren im August noch zu vermitteln.


Foto: Bundesagentur für Arbeit (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Im August 153.000 mehr Arbeitslose als vor einem Jahr

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Nürnberg (dts Nachrichtenagentur) – Im August 2025 hat es in Deutschland 153.000 Arbeitslose mehr als vor einem Jahr gegeben. Gegenüber dem Vormonat stieg die Zahl um 46.000 auf 3,025 Millionen, wie die Bundesagentur für Arbeit am Freitag mitteilte.

Die dts Nachrichtenagentur sendet gleich weitere Details.

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Dax startet leicht im Minus – geringer Inflationsanstieg erwartet

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Frankfurter Börse, via dts NachrichtenagenturFrankfurt/Main (dts Nachrichtenagentur) – Der Dax ist am Freitag mit Kursverlusten in den Handelstag gestartet. Gegen 9:30 Uhr wurde der deutsche Leitindex mit 23.990 Punkten berechnet, ein Minus von 0,2 Prozent im Vergleich zum Vortag. An der Spitze der Kursliste standen Rheinmetall, Porsche und Siemens Energy. Am unteren Ende befanden sich die Aktien von SAP, Infineon und der Deutschen Bank.

Der Fokus des heutigen Börsentages liegt auf der vorläufigen Inflationsrate für den August. „Anleger und Analysten rechnen im Monatsvergleich mit konstanten Preisen“, sagte Marktanalyst Thomas Altmann von QC Partners. Da die Preise im August des vergangenen Jahres gefallen sind, werde dennoch mit einem moderaten Anstieg der Jahresrate gerechnet.

„Der US-Leitindex S&P 500 hat gestern ein weiteres Rekordhoch erzielt“, so Altmann. Gleichzeitig sei sein zugehöriger Volatilitätsindex, der VIX, auf ein Jahrestief gefallen. Diese Kombination wirke, als wären Anleger an der Wallstreet aktuell recht unbesorgt und würden mit einer Fortsetzung des ruhigen und positiven Marktumfeldes rechnen, so der Marktanalyst.

„Beim Dax bleibt das bekannte Muster bestehen“, sagte Altmann. Der Weg nach oben scheine aktuell versperrt zu sein. „Sobald er unter die 24.000 rutscht, kommen aber Käufer in den Markt. Allerdings ist gut vorstellbar, dass sich diese Kaufschwelle sukzessive nach unten verschiebt.“

Die Euphorie der Wallstreet komme aktuell nicht beim Dax an. „Während der Dax im 2. Halbjahr gerade mal 0,55 Prozent im Plus liegt, kommt der S&P 500 in diesem Zeitraum auf einen Zuwachs von 4,8 Prozent“, so der Marktanalyst.

Die europäische Gemeinschaftswährung war am Freitagmorgen etwas schwächer. Ein Euro kostete 1,1670 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8569 Euro zu haben.

Der Ölpreis sank unterdessen. Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Freitagmorgen gegen 9 Uhr deutscher Zeit 68,17 US-Dollar, das waren 45 Cent oder 0,7 Prozent weniger als am Schluss des vorherigen Handelstags.


Foto: Frankfurter Börse, via dts Nachrichtenagentur

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Nominallöhne im 2. Quartal 2025 gestiegen

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Euromünzen (Archiv), via dts NachrichtenagenturWiesbaden (dts Nachrichtenagentur) – Die Nominallöhne in Deutschland sind im 2. Quartal 2025 im Vergleich zum Vorjahresquartal um 4,1 Prozent gestiegen. Im selben Zeitraum nahmen die Verbraucherpreise um 2,1 Prozent zu, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) am Freitag mitteilte. Die Reallöhne lagen damit im 2. Quartal 2025 um 1,9 Prozent höher als im Vorjahresquartal. Damit setzte sich der positive Trend der Reallohnentwicklung fort.

Überdurchschnittliche Steigerungen der Nominallöhne waren im 2. Quartal 2025 bei den Finanz- und Versicherungsdienstleistungen (+7,6 Prozent), den freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen (+7,6 Prozent) und den sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen (+5,5 Prozent) festzustellen.

Demgegenüber verzeichneten die Wirtschaftsabschnitte Handel, Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen (+2,7 Prozent) und Kunst, Unterhaltung und Erholung (+2,7 Prozent) sowie Verkehr und Lagerei (+1,7 Prozent) vergleichsweise geringe Nominallohnanstiege. In der Energieversorgung sanken die Nominallöhne um -0,2 Prozent.

Betrachtet man die Vollzeitbeschäftigten nach ihrer Verdienstgrößenklasse, hatte das Fünftel mit den geringsten Verdiensten (1. Quintil) im 2. Quartal 2025 mit einem durchschnittlichen Nominallohnwachstum von 6,5 Prozent wiederholt die stärksten Verdienststeigerungen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

Die Verdienste der Vollzeitkräfte insgesamt stiegen um 4,3 Prozent. Für das oberste Fünftel mit den höchsten Verdiensten unter den Vollzeitbeschäftigten (5. Quintil) lag der Nominallohnanstieg mit +2,5 Prozent unter der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung.

Auszubildende wiesen im 2. Quartal 2025 mit +5,5 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal ein überdurchschnittliches Nominallohnwachstum auf. Geringfügig Beschäftigte hingegen hatten einen Anstieg von nur 0,6 Prozent zu verzeichnen, so das Bundesamt.


Foto: Euromünzen (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Bundesregierung prüft Beteiligung an neuem Tropenwald-Fonds

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Brasilianischer Regenwald (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Bundesregierung prüft die Beteiligung an einem neuen Finanzierungsinstrument zum Schutz der Tropenwälder.

Ziel der „Tropical Forest Forever Facility“ (TFFF) ist es, bis zu 74 Tropenwaldländern verlässliche Zahlungen für den Schutz von über einer Milliarde Hektar Wald bereitzustellen. „Brasilien hat einen innovativen Vorschlag für internationalen Waldschutz mit großer Eigenverantwortung der Waldländer und starker Beteiligung des Privatsektors vorgelegt“, zitiert der „Spiegel“ aus dem Entwicklungshilfeministerium.

Ministerin Reem Alabali-Radovan (SPD) drängt „Spiegel“-Informationen zufolge bereits auf ein Finanzierungskonzept für die deutsche Beteiligung an dem Fonds, der von Geberländern mit 25 Milliarden und von privaten Investoren mit bis zu 100 Milliarden US-Dollar gespeist werden soll.

Ein Großteil der Erträge soll an die Tropenländer ausgezahlt werden, mindestens 20 Prozent davon an indigene und lokale Gemeinschaften. Naturschützer begrüßen das Instrument. „Die TFFF könnte in vielen Ländern zur wichtigsten Einnahmequelle für Waldschutz werden“, sagte Brian O`Donnell von der Campaign for Nature. Ob die TFFF tatsächlich kommt, entscheidet sich bei der Klimakonferenz im November in Brasilien.


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Ifo: Stimmung im Einzelhandel verliert weiter an Schwung

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Verkauf in einem Kaufhaus (Archiv), via dts NachrichtenagenturMünchen (dts Nachrichtenagentur) – Das Ifo-Geschäftsklima im Einzelhandel ist im August leicht auf -24,0 Punkte gesunken, nach -22,9 Punkten im Juli. Das ist der dritte Rückgang in Folge seit Mai 2025, wie das Ifo-Institut am Freitag mitteilte.

Die Einzelhändler beurteilten ihre aktuelle Geschäftslage erneut etwas zurückhaltender. Die Geschäftserwartungen für die nächsten Monate haben sich leicht verbessert, bleiben aber auf eingetrübtem Niveau. „Die konjunkturelle Erholung kommt noch nicht in Fahrt. Auch im Einzelhandel lässt ein Stimmungsumschwung weiter auf sich warten“, sagte Ifo-Experte Patrick Höppner.

Bei Möbelhäusern und im Bekleidungseinzelhandel hat sich das Geschäftsklima etwas verschlechtert. Leichte Verbesserungen gab es hingegen im Lebensmitteleinzelhandel. In vielen Branchen bleiben die Unternehmen zurückhaltend, was die Erwartungen für die nächsten Monate und damit für das verbleibende Jahr betrifft. „Obwohl sich die Konsumausgaben der Verbraucherinnen und Verbraucher im laufenden Jahr voraussichtlich besser entwickeln werden als die Wirtschaftsleistung insgesamt, erwarten viele Einzelhändler in der nächsten Zeit keine spürbaren Geschäftsimpulse“, sagte Höppner.

Der Preisdruck im Einzelhandel hat sich leicht entspannt. Im Juli haben die Händler per Saldo seltener ihre Preise erhöht als im Vormonat. Auch für die kommenden Monate kalkulieren die Einzelhändler etwas seltener mit steigenden Preisen. Im Lebensmitteleinzelhandel und bei Möbelhäusern planen mehr Händler mit Preiserhöhungen in den nächsten Monaten als im Einzelhandel insgesamt.


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IGBCE fordert Abkehr von deutschem Klimaziel 2045

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Industrieanlagen (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Chemie-Gewerkschaft IGBCE fordert die Abkehr vom Ziel der Klimaneutralität bis 2045 und Erleichterungen beim CO2-Preis. Für die Industrie gehe es ums Überleben, sagte IGBCE-Chef Michael Vassiliadis Politico.

Auf die Frage, ob Deutschland das Klimaziel 2045 an das EU-Ziel 2050 anpassen sollte, sagte Michael Vassiliadis Mittwochabend: „Ja, das ist auch ein Hebel.“ Angesichts der akuten Krise vieler Firmen wäre selbst die Anpassung des Klimaziels aber zu wenig und zu spät. Viele Unternehmen bräuchten jetzt und sofort Hilfe.

Das Konzept der CO2-Preise funktioniere so nicht, sagte Vassiliadis „Es bringt unsere Betriebe um.“ Weltregionen wie Asien oder die USA folgten der EU nicht. „Dagegen können die Firmen weder ansparen noch antransformieren.“ Zudem fehlten „meist die Technologien, die Infrastruktur und die Energieträger, um zu vertretbaren Kosten CO2-frei zu produzieren“.

Die Lage der Industrie sei noch dramatischer als in der Gesamtwirtschaft: „Ob Chemie, Kunststoffe, Gummiwaren, Glas oder Papier: Überall geht die Produktion zurück.“


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Linke will Augenmerk auf Industriepolitik legen

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Industrieanlagen (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Angesichts der anhaltenden Rezession will die Linkspartei ihre industriepolitischen Konzepte schärfen und dafür eine eigene Arbeitsgruppe gründen.

Bei der Fraktionsvorsitzendenkonferenz in Erfurt an diesem Samstag will die Partei einen entsprechenden Antrag einbringen, wie die „Rheinische Post“ (Freitag) unter Berufung auf den Parteivorstand berichtet.

Linken-Chefin Ines Schwerdtner, die Mitglied der Gruppe sein soll, sagte der Redaktion: „Heute die Industrie an die Herausforderungen der Gegenwart anzupassen, ist eine riesige Aufgabe, bei der nicht wieder die alten Fehler wiederholt werden dürfen.“ Weiter sagte sie: „Nur wenn wir den Menschen Hoffnung, Sicherheit und Perspektiven bieten können, wird es möglich sein, auch den Rechtsruck zurückzudrängen.“

Die Gruppe soll unter Federführung des Duisburger Bundestagsabgeordneten Mirze Edis und des sächsischen Landtagsabgeordneten Stefan Hartmann tätig werden. Weitere Mitglieder sind die Politiker Janine Wissler und Markus Pohle. Edis sagte: „Wir müssen über Verstaatlichung und Vergemeinschaftungen diskutieren und gangbare Modelle erarbeiten. Strategische Sektoren wie Stahl- und Automobilindustrie in Deutschland gehören gesichert.“


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