Sonntag, August 9, 2026
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BKA und BND warnen vor Anwerbung von "Wegwerf-Agenten" durch Moskau

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Bundeskriminalamt (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Die deutschen Sicherheitsbehörden wollen mit einer gemeinsamen Aufklärungskampagne auf Moskaus hybride Kriegführung reagieren. In den sozialen Netzwerken wollen sie von der kommenden Woche an vor der Anwerbung sogenannter „Wegwerf-Agenten“ durch russische Geheimdienste warnen, berichtet die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ (Samstagsausgabe).

Beteiligt an der Kampagne sind demnach das Bundeskriminalamt (BKA), der Bundesnachrichtendienst (BND), das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) und der Militärische Abschirmdienst (MAD). Die Initiative ging vom BKA aus.

Die Sicherheitsbehörden wollen mit der Kampagne das Risiko herausstellen, das Personen eingehen, wenn sie sich als „Wegwerf-Agenten“ verdingen. Denn selbst als gering erscheinende Straftaten, etwa Fotos von Sicherheitsobjekten zu machen oder zu versenden, würden als Agententätigkeit gewertet, falls sie im Auftrag eines fremden Staates geschehen. Die Folge können hohe Geldstrafen oder gar eine Haftstrafe sein. Für die Kampagne sind keine kostenpflichtigen Anzeigen geplant, sie soll über die Kanäle der Behörden in den sozialen Netzwerken verbreitet werden.

Nach Einschätzung der deutschen Sicherheitsbehörden handelt es sich bei „Wegwerf-Agenten“ nicht um tatsächliche Agenten, sondern meist um junge, technikaffine Männer. Sie kämen oft aus kleinkriminellen Milieus, stammten häufig aus Russland oder dem osteuropäischen Raum und hegten meist Sympathien für Putin und das russische Regime, hieß es.

Mit Hilfe verschachtelter Systeme werden sie von Mittelsmännern über Messenger-Dienste angeworben. Für ihre Taten erhalten sie meist zwei- bis vierstellige Euro-Beträge, die in Krypto-Währungen gezahlt werden. Die Spuren der Anwerbung zurückzuverfolgen erweist sich für die Sicherheitsbehörden meist als schwierig. Das Spektrum der Taten reicht von Propaganda-Graffitis über Spionage bis hin zu handfesten Sabotage-Plänen.


Foto: Bundeskriminalamt (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Deutschland und Frankreich einigen sich auf Wirtschaftsagenda

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Container (Archiv), via dts NachrichtenagenturToulon (dts Nachrichtenagentur) – Die Regierungen von Deutschland und Frankreich haben sich im gemeinsamen Ministerrat in Toulon am Freitag auf eine Wirtschaftsagenda geeinigt. Das erklärte Ziel ist, die Wettbewerbsfähigkeit Europas zu stärken.

Die Industrie soll durch niedrige Strompreise unterstützt werden. Insbesondere CO2-intensive Industrien sollen durch den CO2-Grenzausgleichsmechanismus beim Export nicht benachteiligt werden, vereinbarten die Minister. Im EU-Emissionshandel, bei dem eine begrenzte Anzahl an Luftverschmutzungsrechten versteigert wird, sollen die Preise stabil gehalten werden. Dabei soll bedacht werden, dass der EU-Emissionshandel ein volumenbasiertes System ist – also eine Erhöhung der Zertifikatemenge zur Senkung des Preises auch zu mehr klimaschädlichen Gasen in der Atmosphäre führen würde. Gemeinsam sollen mögliche zusätzliche Anreize für nachhaltige Produkte, wie etwa Labels und Nachhaltigkeitskriterien, erkundet werden.

Mit einem Gipfel zur digitalen Souveränität am 18. November sollen Investitionen in bestimmte Technologien angestoßen werden. Als besonders wichtige Technologien für die digitale Souveränität Europas benennt der Ministerrat Künstliche Intelligenz, Quantencomputing sowie die Raumfahrt. Deutschland und Frankreich wollen im Bereich der digitalen Infrastrukturen sowie beim Cloud-Computing vorankommen, um Risiken zu verringern. Auch die Batterie-Branche in Europa soll gestärkt werden.

Im Energiebereich wollen sich die beiden Länder eng über den möglichen Bau eines neuen Strom-Interkonnektors abstimmen. Zudem soll der Aufbau des südwestlichen Wasserstoff-Korridors zügig realisiert werden. Auch beim EU-Rechtsakt über den Kohlenstoff-Fußabdruck von Batterien will man eine gemeinsame Position vertreten.

Der europäische Binnenmarkt soll vertieft werden, indem eine neue europaweite Unternehmensform geschaffen wird. Deutschland und Frankreich wollen die EU-Kommission auffordern, EU-Gesetzgebung zu vereinfachen und insbesondere Unternehmen mit 250 bis 1.000 Arbeitnehmern zu entlasten.


Foto: Container (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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SoVD stellt sich gegen Abschwächung des Kündigungsschutzes

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Passanten an einem Bürgergeld-Infostand (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Der Sozialverband Deutschland (SoVD) hat sich gegen Forderungen gestellt, den Kündigungsschutz abzuschwächen. Dass die Zahl der Arbeitslosen erstmals seit 2015 wieder die Drei-Millionen-Marke überschritten habe, sei ein „deutliches Warnsignal“, sagte die SoVD-Vorstandschefin Michaela Engelmeier den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Samstagausgaben). „In dieser Situation über Flexibilisierung durch Lockerung des Kündigungsschutzes zu sprechen, wie es Wirtschaftsweise Veronika Grimm tut, ist ein sozialpolitischer Irrweg mit gravierenden Folgen“, kritisierte Engelmeier.

Stattdessen sei nun mehr Fokus auf Förderung und Qualifizierung nötig. „Gerade junge Menschen müssen unterstützt werden, ihren Schulabschluss zu schaffen und Zugang zu Ausbildung zu erhalten, um langfristige Perspektiven zu haben“, sagte Engelmeier. Wer hingegen auf den Abbau von Arbeitnehmerrechten setze, verschärfe Unsicherheit und spalte die Gesellschaft. „Ein armutsfester Mindestlohn, starke Mitbestimmung und eine verlässliche Arbeitslosenversicherung sind wichtig, damit Menschen gut durch unsichere Zeiten kommen“, erklärte die SoVD-Chefin.

Engelmeier reagierte damit auf eine Aussage der Wirtschaftsweisen und Siemens-Energy-Aufsichtsrätin Veronika Grimm. Sie hatte mit Blick auf die nun erreichte Marke von mehr als drei Millionen Arbeitslosen gefordert, Regulierungen abzubauen. „Dazu ist es auch wichtig, auch die Flexibilität der Arbeitsmärkte zu stärken etwa über einen weniger strikten Kündigungsschutz, wie es zum Beispiel in Dänemark oder anderen europäischen Ländern gehandhabt wird“, sagte Grimm. Dort sei die Absicherung im Fall von Arbeitslosigkeit sehr gut, aber der Kündigungsschutz sei nicht so stark ausgeprägt, sagte sie den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Samstagausgaben).


Foto: Passanten an einem Bürgergeld-Infostand (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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"Golden" weiter an Single-Charts-Spitze – Zartmann zurück auf Rang 3

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Zartmann (Archiv), via dts NachrichtenagenturBaden-Baden (dts Nachrichtenagentur) – „Golden“ von der fiktiven Girlgroup Huntrix steht weiter an der Spitze der offiziellen deutschen Single-Charts. Das teilte die GfK am Freitag mit. Der Song aus dem Animationsfilm „KPop Demon Hunters“ des Streaminganbieters Netflix wird gesungen von Ejae, Audrey Nuna und Rei Ami. In den Single-Charts ergattern Alex Warren („Ordinary“, zwei) und Zartmann („Tau mich auf“, drei) die übrigen Medaillen.

In den Albumcharts erobert die KPop-Boygroup Stray Kids nach vier Top 3-Alben mit ihrer neuen Platte „Karma“ erstmals die Spitze. Die Mittelalter-Band Feuerschwanz landet mit „Knightclub“ dahinter auf Rang zwei. Die Pop-Rock-Band Revolverheld schafft es mit „20“ auf Platz drei, gefolgt vom Soundtrack zum Netflix-Film „KPop Demon Hunters“ an vierter Stelle. Das Album „Private Music“ von der Alternative-Metal-Band Deftones findet sich auf Platz fünf wieder.

Die offiziellen deutschen Charts werden von GfK Entertainment im Auftrag des Bundesverbandes Musikindustrie ermittelt. Sie decken 90 Prozent aller Musikverkäufe ab.


Foto: Zartmann (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Straftaten: BMI offen für Nennung von Mehrfach-Staatsangehörigkeiten

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Polizei (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – In der Diskussion um die Angabe von Mehrfach-Staatsangehörigkeiten bei Straftaten spricht sich das Bundesinnenministerium für einen entsprechenden Vorstoß in NRW aus.

Eine Sprecherin erklärte gegenüber dem „Tagesspiegel“: „Wir halten das Vorgehen Nordrhein-Westfalens, nunmehr in der Polizeilichen Kriminalstatistik Mehrfach-Staatsangehörigkeiten bei Tätern und Opfern auszuweisen, für nachvollziehbar und sinnvoll. Die Erfassung sämtlicher Staatsangehörigkeiten führt zu mehr Transparenz.“

Einschränkend heißt es: „Um entsprechende Daten in der Bundes-PKS erfassen zu können, ist die Abstimmung mit allen Ländern notwendig.“ Hierfür bedürfe es einer konsensualen Entscheidung im Kreis aller Länder und des Bundes, was in der Vergangenheit bei anderen Kriterien teilweise erhebliche Zeit in Anspruch genommen habe.


Foto: Polizei (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Conference League: Mainz empfängt Florenz

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Fans des FSV Mainz 05 (Archiv), via dts NachrichtenagenturMonaco (dts Nachrichtenagentur) – Der 1. FSV Mainz 05 empfängt in der Ligaphase der Conference League AC Florenz. Das ergab die Auslosung am Freitag in Monaco.

Daneben geht es für die Mainzer vor heimischer Kulisse gegen Zrinjski Mostar und Samsunspor. Auswärts trifft der FSV auf Lech Posen, Omonia Nikosia und CS Universitatea Craiova.

Die 05er hatten sich erst am Donnerstagabend für den Wettbewerb qualifiziert. Nach der 1:2-Hinspielniederlage gewannen sie im Rückspiel deutlich mit 4:1. Für die Rheinhessen ist es die erste europäische Teilnahme seit acht Jahren.


Foto: Fans des FSV Mainz 05 (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Europa-League: VfB gastiert in Rom – Freiburg gegen Salzburg

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Josha Vagnoman (Archiv), via dts NachrichtenagenturMonaco (dts Nachrichtenagentur) – Der VfB Stuttgart muss in der Ligaphase der Europa-League bei der AS Rom antreten. Das ergab die Auslosung am Freitag in Monaco.

Daneben geht es für die Schwaben zu Fenerbahce nach Istanbul, zum FC Basel und zu den Go Ahead Eagles Deventer. Im heimischen Neckarstadion empfängt der amtierende DFB-Pokalsieger dann Feyenoord Rotterdam, Maccabi Tel Aviv, die Young Boys Bern und Celta Vigo.

Der SC Freiburg darf sich unterdessen auf Reisen nach Lille, Pilsen, Nizza und Bologna freuen. In den Kraichgau kommen RB Salzburg, Tel-Aviv, Basel und der FC Utrecht. Los geht es in der Ligaphase am 24. September, die genauen Ansetzungen stehen jedoch noch nicht fest.


Foto: Josha Vagnoman (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Grimm für schwächeren Kündigungsschutz

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Veronika Grimm (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Angesichts der überschrittenen Marke von drei Millionen Arbeitslosen in Deutschland hat die Wirtschaftsweise Veronika Grimm Maßnahmen angemahnt, um die Wirtschaft zu stärken.

„Allem voran gilt es, Regulierung abzubauen und die Marktkräfte stärken. Die Arbeitslosigkeit sinkt natürlich, wenn es wirtschaftlich wieder bergauf geht“, sagte Grimm den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Samstagsausgaben).

Grimm forderte auch Eingriffe in das Arbeitsrecht. „Dazu ist es auch wichtig, auch die Flexibilität der Arbeitsmärkte zu stärken, etwa über einen weniger strikten Kündigungsschutz, wie es zum Beispiel in Dänemark oder anderen europäischen Ländern gehandhabt wird“, so Grimm. Dort sei die Absicherung im Fall von Arbeitslosigkeit sehr gut, aber der Kündigungsschutz sei nicht so stark ausgeprägt, sagte die Ökonomin, die Mitglied im Sachverständigenrat für Wirtschaft (SVR) ist, weiter. Die bereits vereinbarte Erhöhung des Mindestlohns bezeichnete sie in diesem Zusammenhang als „keine gute Idee“. „Wir werden in einem Bereich kommen, wo der Mindestlohn zu mehr Arbeitslosigkeit führt“, so Grimms Meinung.

Dass die Zahl der Arbeitslosen über drei Millionen steige, sei Grimm zufolge länger erwartet worden. Grundsätzlich sei die zentrale Frage jetzt, ob der Regierung die sogenannte Wirtschaftswende gelänge. „Danach sieht es im Moment überhaupt nicht aus. Man redet jetzt schon wieder über neue Schulden, diesmal – im Vorfeld des deutsch-französischen Ministerrats – gemeinsame Schulden auf europäischer Ebene“, erklärte sie.

Die Bundesagentur für Arbeit in Nürnberg hatte am Freitag neue Zahlen zur Arbeitslosigkeit in Deutschland vorgestellt. Die Zahl der Menschen ohne Job war der Veröffentlichung zufolge erstmals seit mehr als zehn Jahren auf über drei Millionen Menschen angestiegen.


Foto: Veronika Grimm (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Dax rutscht weiter ins Minus – Monatsende beeinflusst Aktienmarkt

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Frankfurter Börse, via dts NachrichtenagenturFrankfurt/Main (dts Nachrichtenagentur) – Der Dax ist am Freitag nach Kursverlusten am Morgen bis zum Mittag noch weiter in den roten Bereich gerutscht. Gegen 12:30 Uhr wurde der Index mit rund 23.920 Punkten berechnet, dies entspricht einem Minus von 0,5 Prozent gegenüber dem vorherigen Handelstag.

An der Spitze der Kursliste rangierten Rheinmetall, Sartorius und Merck. Am unteren Ende ließen hingegen die Aktien von BASF, der Deutschen Bank und Infineon am stärksten nach.

„Die Marktteilnehmer lassen es vor dem langen Wochenende in den USA weiterhin ruhig angehen“, sagte Marktanalyst Andreas Lipkow. Zusätzlich belastend wirke das heutige Monatsende an den Aktienmärkten. „Viele institutionelle Investoren neigen dazu, Gewinne mitzunehmen und etwas Risiko aus den Gesamtportfolios zu reduzieren“, so Lipkow.

Das zeige sich auch bei der Gewinner- und Verliererverteilung im Dax. „Ein klassisches Handelsbild zum bevorstehenden Wochenende, welches sich, eventuell nach den Datenpublikationen, heute am Nachmittag noch einmal verändern kann“, so der Marktanalyst.

Die europäische Gemeinschaftswährung war am Freitagnachmittag etwas schwächer. Ein Euro kostete 1,1667 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8571 Euro zu haben.

Der Ölpreis sank unterdessen. Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Freitagnachmittag gegen 12 Uhr deutscher Zeit 68,05 US-Dollar, das waren 57 Cent oder 0,8 Prozent weniger als am Schluss des vorherigen Handelstags.


Foto: Frankfurter Börse, via dts Nachrichtenagentur

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Wetterdienst bilanziert Sommer mit Hitzewellen und nassem Juli

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Hummel bestäubt Sonnenblume (Archiv), via dts NachrichtenagenturOffenbach (dts Nachrichtenagentur) – Der Sommer 2025 ist in Deutschland deutlich wärmer als das langjährige Mittel gewesen und von zwei markanten Hitzewellen geprägt worden, die durch eine kühle und nasse Juli-Phase unterbrochen wurden.

Das teilte der Deutsche Wetterdienst (DWD) nach ersten Auswertungen seiner rund 2.000 Messstationen am Freitag mit. Die bundesweite Durchschnittstemperatur lag bei 18,3 Grad Celsius und damit 2,0 Grad über dem Wert der Referenzperiode 1961-1990.

Besonders hohe Temperaturen wurden Anfang Juli und Mitte August erreicht, wobei Andernach in Rheinland-Pfalz mit 39,3 Grad den deutschlandweiten Spitzenwert meldete. Der Juli fiel hingegen vergleichsweise kühl und niederschlagsreich aus, was die zuvor herrschende Trockenheit spürbar milderte. Mit rund 227 Litern pro Quadratmeter fielen etwa fünf Prozent weniger Niederschlag als im Mittel der Jahre 1961-1990.

Die Sonnenscheindauer lag mit etwa 720 Stunden deutlich über dem Soll von 614 Stunden, wobei der Südwesten mit teilweise fast 800 Stunden am sonnigsten war. Regional gab es große Unterschiede: Während es in der breiten Mitte oft zu trocken blieb, verzeichneten die Alpen mit 500 bis örtlich über 700 Litern pro Quadratmeter die höchsten Niederschläge.


Foto: Hummel bestäubt Sonnenblume (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Foto/Quelle: dts