Montag, Mai 18, 2026
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Renditen für russische und ukrainische Anleihen steigen – aber die Ukraine profitiert von westlicher Unterstützung

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Renditen

Ein Marktkommentar von Giancarlo Perasso, Lead Economist CEEMA, Macroeconomic Research bei PGIM Fixed Income:

„Wir erwarten nicht, dass sich die Situation zwischen Russland und der Ukraine in absehbarer Zeit entspannen wird. Angesichts des mutmaßlichen Ziels Russlands, seinen sogenannten „weichen Unterbauch“ durch Länder zu stärken, die Moskau untergeordnet sind, vermuten wir, dass die Diplomatie und hybride Angriffe (z. B. Cyberangriffe, Sabotage usw.) fortgesetzt werden. Letztere verschärfen den Druck auf die Ukraine kontinuierlich.

Russische Staatsanleihen weiteten sich letzte Woche um ca. 30 Basispunkte aus und sind seit Jahresanfang bis zum aktuellen Zeitpunkt 100 Basispunkte gestiegen. Aus fundamentaler Sicht erscheinen die Renditenaufschläge für Russland derzeit attraktiv. Angesichts der anhaltenden Möglichkeit von Sanktionen bleiben wir jedoch vorsichtig und gehen davon aus, dass die Situation auch in Zukunft schwierig bleiben wird. Die Spreads der ukrainischen Staatsanleihen haben sich im bisherigen Jahresvergleich um etwa 400 Basispunkte auf ca. 920 Basispunkte ausgeweitet, und wir halten einen Zahlungsausfall angesichts der voraussichtlichen Unterstützung durch den IWF und den Westen weiterhin für unwahrscheinlich.“

Renditen für russische und ukrainische Anleihen steigen – aber die Ukraine profitiert von westlicher Unterstützung

Titelfoto von Giancarlo Perasso (Quelle: PGIM Fixed Income)

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Credit Suisse gibt Vermögensverwaltung in afrikanischen Ländern auf

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Zürich, 04. Feb (Reuters) – Die Credit Suisse zieht sich aus dem Vermögensverwaltungsgeschäft in einer Reihe von afrikanischen Ländern zurück. Die vermögenden Privatkunden sollen dabei zur britischen Barclays wechseln, wie ein Sprecher des Schweizer Instituts am Freitag erklärte und damit einen Bericht der Nachrichtenagentur Bloomberg bestätigte.

Credit Suisse

„Die Credit Suisse hat mit Barclays eine Vereinbarung über die Vermittlung von Private-Banking-Kunden unterzeichnet, die Teil des Plans ist, sich aus neun nicht zum Kerngeschäft gehörenden Wealth-Management-Märkten zurückzuziehen, vor allem in Afrika südlich der Sahara“, hieß es.

In Südafrika bleibe Credit Suisse weiterhin aktiv. Der Schritt erfolge im Nachgang zu der im November 2021 bekanntgegeben Anpassung der Konzernstrategie. 

Credit Suisse gibt Vermögensverwaltung in afrikanischen Ländern auf

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Russland – Haben US-Dokument zu Sicherheitsgarantien nicht weitergegeben

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Moskau, 04. Feb (Reuters) – Russland hat nach eigenen Angaben keine vertraulichen US-Dokumente im Zusammenhang mit der Ukraine-Krise an die Presse durchsickern lassen.

Entsprechende Vorwürfe der amerikanischen Staatssekretärin Victoria Nuland gegenüber der russischen Nachrichtenagentur Tass seien verblüffend, erklärte die russische Botschaft in den USA am Freitag. Die USA sollten „sich lieber auf den Kern der russischen Bedenken konzentrieren, statt sich an Verschwörungstheorien zu beteiligen“.

Dokument

Es geht um die Antwort der USA auf von Russland geforderte Sicherheitsgarantien wie etwa die Zusage, dass die Ukraine der Nato nicht beitreten wird.

Die spanische Zeitung „El Pais“ hatte unter Berufung auf vertrauliche Dokumente berichtet, die USA seien zu Gesprächen mit Russland über einen Verzicht auf Truppen- und Raketen-Stationierungen in der Ukraine bereit. Die USA würden auf landgestützte Raketen oder Kampftruppen dort verzichten, wenn Russland dies ebenfalls tue, berichtete das Blatt. Zudem könne über die Begrenzung von US-Atomwaffen in Ost-Europa gesprochen werden. 

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Volkswirte zum deutliches Auftragsplus der Industrie im Dezember

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Auftrag

Berlin, 04. Feb (Reuters) – Die deutsche Industrie hat vor der Jahreswende unerwartet viele Aufträge an Land gezogen. Die Unternehmen sammelten 2,8 Prozent mehr Bestellungen ein als im Vormonat, wie das Statistische Bundesamt am Freitag mitteilte. Von Reuters befragte Ökonomen hatten lediglich mit einem Wachstum von 0,5 Prozent gerechnet. Sie sagten in ersten Reaktionen:

ALEXANDER KRÜGER, HAUCK AUFHÄUSER LAMPE:

„Das ist eine schöne Zuwachsrate, die den bereits hohen Auftragsbestand aber noch weiter steigert. Besonders erfreulich ist, dass nun endlich auch die Inlandsaufträge mitspielen. Das A und O bleibt, dass Aufträge schon in Kürze stärker abgearbeitet werden können. Auch wenn die Omikron-Welle noch anhalten wird, macht die Entwicklung in Nachbarländern diesbezüglich Mut. Hinzu kommen vorsichtige Entspannungssignale bei Lieferketten und anderen Aktivitätsindikatoren. Wir sind zuversichtlich, dass die Produktion langsam in Tritt kommen wird.“

JENS-OLIVER NIKLASCH, LBBW:

„Bemerkenswert ist vor allem der kräftige Auftragszuwachs im Inland. Die Unternehmen sind ganz klar auf Erholung geeicht und sitzen in den Startlöchern für einen Aufschwung. Wir brauchen jetzt vor allem ein Ende der Corona-Beschränkungen und Sicherheit in den Lieferketten. Dann können wir auf ein robustes BIP-Wachstum im laufenden Jahr hoffen.“ 

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Deutsche Industrie hat im Dezember deutliches Auftragsplus eingefahren

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Berlin, 04. Feb (Reuters) – Die deutsche Industrie hat vor der Jahreswende unerwartet viele Aufträge an Land gezogen.

Die Unternehmen sammelten 2,8 Prozent mehr Bestellungen ein als im Vormonat, wie das Statistische Bundesamt am Freitag mitteilte. Von Reuters befragte Ökonomen hatten lediglich mit einem Wachstum von 0,5 Prozent gerechnet.

Im November hatte es ein Plus von 3,6 Prozent gegeben. Im gesamten Jahr 2021 war der Auftragseingang im Verarbeitenden Gewerbe 17,8 Prozent höher als 2020 und 9,3 Prozent höher als im Vor-Corona-Jahr 2019.

Deutsche Industrie

Im Vergleich zum Februar 2020, dem Monat vor dem Beginn der Einschränkungen durch die Virus-Pandemie, war der Auftragseingang im Dezember 2021 insgesamt 9,8 Prozent höher. „Nach einem deutlichen Rückgang im Oktober haben sich die Auftragseingänge nun zweimal in Folge erholt und liegen weiterhin deutlich über Vorkrisenniveau“, teilte das Bundeswirtschaftsministerium mit.

Mit der erwarteten allmählichen Auflösung der Lieferengpässe deute der hohe Index-Stand auf eine dynamische Wirtschaftsentwicklung hin, sobald der hohe Auftragsbestand abgearbeitet werden könne.

Getrieben wurde der Anstieg durch die Nachfrage im Inland. Während die Auftragseingänge aus der Bundesrepublik um 11,7 Prozent sehr kräftig zunahmen, verzeichneten vor allem die Bestellungen aus dem übrigen Euroraum ein Minus von 4,2 Prozent, nach einem deutlichen Plus im Vormonat.

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Bundesjustizministerium geht gegen Plattform Telegram vor

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Berlin, 04. Feb (Reuters) – Bundesjustizminister Marco Buschmann (FDP) hat der Plattform Telegram mit Zwangsvollstreckung und strafrechtlicher Verfolgung auch außerhalb der EU gedroht.

Der Hass und die Hetze auf der Plattform müssten geächtet und entfernt werden, warnte Buschmann gegenüber der „Rheinischen Post“ und dem Bonner „General-Anzeiger“, einem Vorabbericht zufolge. 

„Die Rechtslage ist eindeutig. (…) Wir werden beispielsweise prüfen, ob und wo Telegram Vermögen hat, in das wir im Falle eines rechtskräftigen Bußgeldbescheides vollstrecken können.“ Telegram sei mehr als ein Messengerdienst.

Bund

Es biete die öffentlichen Funktionen eines sozialen Netzwerkes und müsse sich an das dafür gültige deutsche Recht halten. „Dazu gehört unter anderem, einen Ansprechpartner für deutsche Behörden zu benennen, wenn auf Telegram zu Straftaten aufgerufen wird, indem zum Beispiel sogenannte Feindeslisten veröffentlicht werden.

Telegram kommt dieser Verpflichtung nicht nach.“ Telegram wird unter anderem von radikalen Impfgegnern und Querdenkern genutzt, um sich für sogenannte „Spaziergänge“ gegen die Corona-Maßnahmen zu vernetzen. 

Die Herausforderung liege allerdings darin, deutsches oder europäisches Recht auch durchzusetzen, wenn ein Unternehmen wie Telegram seinen Sitz in Dubai habe.

Bundesjustizministerium geht gegen Plattform Telegram vor

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Marktentwicklungen 4. Februar 2022

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Update: 17:47 Uhr

04. Feb (Reuters) – Es folgt der Reuters-Blick zu wichtigen Entwicklungen aus der Unternehmenswelt über die Top-Themen des Tages hinaus:

KONECRANES – Brüssel: Die EU wird einem Insider zufolge die Fusion des finnischen Technologiekonzerns mit dem Logistik-Ausrüster Cargotec kartellrechtlich genehmigen. Mit der 4,5 Milliarden Euro schweren Transaktion wollen die beiden Firmen einen weltweit führenden Anbieter von Geräten zur Warenbeförderung bilden. Im vergangenen Monat hatten die Firmen angeboten, Teilbereiche zu verkaufen, um Kartellbedenken der EU-Kommision auszuräumen.

NEWS CORP – Bangalore: Der Konzern des Medienmoguls Rupert Murdoch ist Opfer eines Hackerangriffs geworden. Eines ihrer Systeme sei Ziel einer anhaltenden Cyberattacke gewesen, teilte News Corp mit. In dem angegriffenen System seien sensible Geschäftsinformationen gespeichert, darunter persönliche Daten von Kunden und Mitarbeitern. Nach einem Bericht der konzerneigenen Zeitung „Wall Street Journal“ hält das Unternehmen die im Januar bemerkte Bedrohung für eingedämmt.

META – London: Die britische Wettbewerbsbehörde CMA hat den Facebook-Konzern zu einer Strafe von 1,5 Millionen Pfund (1,77 Millionen Euro) verdonnert. Damit spitzt sich der Streit zwischen den britischen Kartellwächtern und dem US-Konzern über den Kauf des GIF-Datenbank-Anbieters Giphy zu. 2020 hatte Facebook den Kauf von Giphy bekanntgegeben. Die CMA hatte Ende November den Verkauf von Giphy verlangt, da nur so Millionen Nutzer geschützt und der Wettbewerb und die Innovation auf dem Online-Werbemarkt gestützt würden. Meta lehnt einen Verkauf ab. Nun habe Meta es versäumt, die Behörde darüber zu informieren, dass wichtige Mitarbeiter Meta verlassen hätten, teilte die CMA am Freitag mit. Das habe gegen ihre Auflagen verstoßen, die sicherstellen sollen, dass Meta und Giphy miteinander konkurrieren und nicht verschmelzen während sie den Kauf überprüft.

INTESA SANPAOLO – Mailand: Die größte italienische Bank will ihren Gewinn kräftig ankurbeln. Der Gewinn solle bis 2025 auf 6,5 Milliarden Euro steigen nach 4,2 Milliarden Euro 2021, teilte Intesa mit. Dazu beitragen sollen auch Gebühren, die dann einen Anteil am Umsatz haben sollen von 57 Prozent nach 54 Prozent im vergangenen Jahr. Die Bank will aus diesem Grund auch das verwaltete Vermögen bis 2025 um 100 Milliarden Euro steigern. Auch die Aktionäre sollen nicht außen vor bleiben: Dieses Jahr sollen sie 6,6 Milliarden Euro bekommen, darin enthalten ein Aktienrückkaufprogramm über 3,4 Milliarden Euro. In den kommenden Jahren will Intesa dann 70 Prozent des Gewinns ausschütten.

CARLSBERG – Kopenhagen: Der dänische Bierbrauer erwartet trotz guter Zahlen im Schlussquartal 2021 in diesem Jahr ein geringeres Wachstum beim operativen Gewinn. Das Betriebsergebnis dürfte 2022 um null bis sieben Prozent ansteigen, verglichen mit einem Plus von 12,5 Prozent 2021, teilte Carlsberg mit. Gründe dafür seien gestiegene Kosten und die andauernden Beschränkungen durch die Pandemie. „Obwohl unser Geschäft massiv von der Pandemie betroffen war, haben wir ein gutes Umsatz- und Gewinnwachstum und Free Cashflow erreicht“, sagte Carlsberg-Chef Cees ‚t Hart mit Blick auf 2021. Der Brauerreikonzern erzielte im vierten Quartal einen Umsatz von 15,2 Milliarden Kronen (2,06 Milliarden Euro) und übertraf damit die Analystenschätzungen von 14,7 Milliarden Kronen.

TOMTOM – Danzig: Der von Lieferengpässen geplagte Navigationsgeräte-Hersteller aus Amsterdam hat im vierten Quartal einen überraschend hohen Verlust eingefahren. Vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen sei im Schlussquartal ein Verlust von 19,2 Millionen Euro aufgelaufen, teilte Tomtom mit. Analysten hatten mit einem weniger als halb so hohen Verlust von sieben Millionen Euro gerechnet. Für das laufende Jahr geht TomTom von einem Umsatz von 470 bis 510 Millionen Euro aus, während Analysten 541 Millionen Euro prognostiziert hatten. Das Unternehmen leidet zurzeit unter Lieferengpässen und einem geschwächten Absatz im Automarkt.

VOLVO CARS – Stockholm: Der Autobauer Volvo Cars und der schwedische Batteriehersteller Northvolt wollen die Fabrik für ihr Joint Venture in Gothenburg, Westschweden, errichten. Die Fabrik werde 3000 Jobs schaffen und Batteriezellen herstellen, die speziell für die nächste Generation der reinen Elektroautos von Volvo und Polestar entwickelt wurden, teilten die Unternehmen mit. Volvo Cars und Northvolt, deren größter Anteilseigner Volkswagen ist, gehen davon aus, dass das Werk voraussichtlich 2025 in Betrieb genommen werden kann.

TOSHIBA – Tokio: Der japanische Technologiekonzern will rund 125 Milliarden Yen (1,09 Milliarden Dollar) investieren, um die Produktion von Power-Management-Halbleitern zu verdoppeln. Man wolle eine Fabrik zentral gelegen in Japan bauen, um dort Chips herzustellen, die den Stromverbrauch in Autos, elektronischen Geräten und Industrieanlagen effizient steuern, teilte Toshiba mit. 100 Milliarden Yen sollen in den Bau der neuen Fabrik fließen, das restliche Geld wird in eine bereits bestehende Chip-Fertigungsanlage investiert, sagte ein Sprecher des Konzerns. Der Produktionsstart am neuen Standort sei für März 2025 angepeilt. Nach der ersten Phase könne Toshiba dann 2,5 Mal so viele Power Chips bauen wie derzeit. Je nach Entwicklung der Nachfrage könne die Produktion dann mit weiteren Investitionen weiter ausgebaut werden.

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4. Februar: Der Börsen Vormittag

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Update: 18:30 Uhr

Frankfurt, 04. Feb (Reuters) – Es folgt der Börsen-Ticker zu wichtigen Kursbewegungen an den internationalen Finanzmärkten und ihren Ursachen:

18.20 Uhr – Bitcoin steigt um knapp zehn Prozent auf 40.585 Dollar. Damit markiert die Kryptowährung ihren höchsten Stand seit zwei Wochen. „Schnäppchenjäger versuchen weiterhin ihr Glück“, sagt Analyst Timo Emden von Emden Research. Die Unsicherheit über die US-Geldpolitik und das Säbelrasseln zwischen der Ukraine und Russland blieben allerdings Risikofaktoren für die Märkte. „Erst im Falle einer nachhaltigen Eroberung der 40.000-Dollar-Marke könnte sich die Erholung weiter fortsetzen.“

16.30 Uhr – Zunehmende Spekulationen auf nahende Zinserhöhungen in Europa und den USA treiben die Renditen an den Anleihemärkten. Die Verzinsung der zehnjährigen Bundespapiere klettert um mehr als sechs Basispunkte auf 0,229 Prozent und damit auf den höchsten Stand seit Januar 2019. Die US-Pendants rentieren bei 1,927 Prozent und damit so hoch wie seit Januar 2020 nicht mehr.

14.00 Uhr – Wegen des Entwicklungsstopps für ein Medikament von Bayer droht den Aktien von Evotec der größte Tagesverlust seit mehr als 19 Jahren. Die Titel der Biotechfirma, auf dessen Technologie das Mittel basiert, brechen um 19 Prozent ein und sind mit 29,40 Euro so billig wie zuletzt vor zehn Monaten. Die Arznei Eliapixant wurde zur Behandlung von Endometriose, refraktärem chronischem Husten, überaktiver Blase und Schmerzen bei diabetischer Neuropathie geprüft.

12.29 Uhr – Die Spekulationen auf eine nahende Zinserhöhung der Europäischen Zentralbank (EZB) lösen Verkäufe bei Staatsanleihen aus. Dies treibt die Rendite der fünfjährigen Bundestitel erstmals seit vier Jahren wieder über null Prozent auf plus 0,032 Prozent. Die zehnjährigen Bonds hatten diese Marke vor rund zwei Wochen zurückerobert.

12.24 Uhr – Die Talfahrt der europäischen Börsen gewinnt an Geschwindigkeit. Dax und EuroStoxx50 bauen ihre Verluste aus und verlieren jeweils etwa 1,5 Prozent. Da die Anleger inzwischen auf eine erste Zinserhöhung der Europäischen Zentralbank (EZB) im Juni setzten, könnten deren Wertpapierkäufe früher enden als bislang gedacht, prognostiziert Mark Dowding, Chef-Anleger des Vermögensverwalters BlueBay. Dies belaste risikoreiche Anlagen wie Aktien.

10.58 Uhr – Ermutigende Geschäftszahlen geben SSP Auftrieb. Die Aktien des Betreibers der Sandwich-Kette Upper Crust steigen in London um 3,7 Prozent. Dem Unternehmen zufolge erreichten die Umsätze in den acht Wochen zum 30. Januar 57 Prozent des Niveaus vor Ausbruch der Pandemie. Das sei zwar ein Rückschritt im Vergleich zu den neun Wochen davor, schreibt Analystin Anna Barnfather von der Investmentbank Liberum. Wegen der grassierenden Omikron-Variante des Coronavirus sei es aber nicht überraschend. Außerdem liege der Wert über ihren Erwartungen.

10.50 Uhr – Die anhaltende Ölpreis-Rally ermuntert Anleger zum Einstieg bei Energiekonzernen. Die Aktien von BP und Shell steigen in London um 3,1 Prozent auf 404,4 Pence beziehungsweise um 4,1 Prozent auf 2040 Pence. Das ist für beide der höchste Stand seit zwei Jahren. Der Index für die europäische Öl- und Gasbranche gewinnt gegen den Trend zwei Prozent. Wegen der Furcht vor Produktionsausfällen aufgrund einer Kältewelle in den texanischen Fördergebieten steigt der Preis für die Ölsorte Brent aus der Nordsee um 1,6 Prozent auf ein Siebeneinhalb-Jahres-Hoch von 92,60 Dollar je Barrel.

10.03 Uhr – Negative Analystenkommentare machen Siemens Healthineers zu schaffen. Die Aktien der Medizintechnik-Firma sind mit einem Minus von drei Prozent auf 56,30 Euro Schlusslicht im Dax. Die Experten von JPMorgan senken das Kursziel für die Titel auf 71,10 von 77,50 Euro. Ihre Kollegen von der Citigroup und von Credit Suisse senken es auf 68 von 75 Euro beziehungsweise auf 66 von 71 Euro.

09.42 Uhr – Ein Quartalsgewinn über Markterwartungen beschert Assa Abloy den größten Kurssprung seit fünf Monaten. Die Aktien des weltgrößten Türschloss-Anbieters steigen in Stockholm um 6,4 Prozent. Das Unternehmen machte im abgelaufenen Quartal einen operativen Gewinn von umgerechnet 385 Millionen Euro. Dies sei ein starkes Ergebnis in einem Quartal, in dem viele Firmen mit Margendruck zu kämpfen hätten, loben die Analysten von JPMorgan.

09.35 Uhr – Die Freude über die starken Geschäftszahlen von Amazon hält an Europas Börsen nur kurz. Dax und EuroStoxx50 verlieren nach anfänglichen Gewinnen bis zu 0,4 Prozent. Börsianern zufolge wächst bei Investoren die Nervosität wegen der anstehenden US-Arbeitsmarktdaten. Sie befürchteten nach den schwachen Zahlen der Arbeitsagentur ADP eine weitere Enttäuschung.

09.27 Uhr – Die Aussicht auf steigende Gewinne und milliardenschwere Ausschüttungen ermuntert Anleger zum Einstieg bei Intesa Sanpaolo. Die Aktien der gemessen an den Einlagen größten italienischen Bank steigen in Mailand um 2,1 Prozent auf ein Vier-Jahres-Hoch von 2,79 Euro. Das Institut will seinen Reingewinn bis 2025 auf 6,5 Milliarden Euro steigern. Die angekündigten Ausschüttungen von insgesamt mehr als 22 Milliarden Euro bis dahin seien beeindruckend, kommentiert Analyst Benjie Creelan-Sandford von der Investmentbank Jefferies. Vieles davon sei allerdings schon in den Kursen enthalten.

09.14 Uhr – In der Hoffnung auf sprudelnde Gewinne steigen weitere Anleger bei Banken ein. Der europäische Branchenindex klettert um 1,1 Prozent auf ein Dreieinhalb-Jahres-Hoch von 162,48 Stellen. Die Bank von England (BoE) hob am Donnerstag ihren Leitzins zum zweiten Mal binnen weniger Wochen an. Die US-Notenbank Fed hat einen ersten Schritt für März signalisiert und die EZB schließt eine Anhebung im laufenden Jahr nicht mehr aus. Bei steigenden Zinsen winken Banken höhere Gewinne aus dem klassischen Kreditgeschäft.

08.58 Uhr – Nach den jüngsten Äußerungen der Europäischen Zentralbank (EZB) zur Geldpolitik wetten immer mehr Anleger auf eine baldige Zinserhöhung. Die Kurse am Geldmarkt signalisieren einen ersten Schritt im Juni. Sie deuten außerdem auf einen Anstieg um insgesamt einen halben Prozentpunkt bis zum Jahresende hin.

08.21 Uhr – Ein positiver Analystenkommentar gibt FlatexDegiro Auftrieb. Die Aktien des Online-Brokers steigen im Frankfurter Frühhandel um 2,4 Prozent auf 17,61 Euro. Die Experten der Bank Exane BNP nehmen die Bewertung der Titel mit „Outperform“ und einem Kursziel von 29 Euro auf.

07.40 Uhr – Nach den positiv aufgenommenen Geschäftszahlen von Amazon steigen Anleger auch bei deutschen Online-Händlern ein. Die Aktien von Zalando und Global Fashion Group steigen vorbörslich um jeweils rund drei Prozent.

07.34 Uhr – Spekulationen auf Produktionsausfälle in den USA verteuern Rohöl weiter. Der Preis für die US-Sorte WTI steigt um 0,8 Prozent auf ein Siebeneinhalb-Jahres-Hoch von 90,99 Dollar je Barrel. Das Nordsee-Öl Brent legt 0,6 Prozent zu und notiert mit 91,64 Dollar nur knapp unter seinem Hoch von vergangener Woche. „Eine arktische Kaltfront hat ihren Weg nach Texas gefunden und beeinträchtigt einen Teil der dortigen Ölproduktion“, sagt Analyst Edward Moya vom Brokerhaus Oanda.

07.24 Uhr – Im Sog der weltweiten Verkäufe von Staatsanleihen ziehen sich Investoren auch aus japanischen Papieren zurück. Daher steigt die Rendite der fünfjährigen Titel erstmals seit sechs Jahren wieder über null auf 0,01 Prozent. Die zehnjährigen Papiere rentieren mit plus 0,202 Prozent ebenfalls so hoch wie zuletzt Anfang 2016. „Die Renditen steigen wegen Spekulationen, dass die Bank von Japan (BoJ) ihre Geldpolitik wohl straffen muss, um den anderen großen Notenbanken zu folgen“, sagt Anlagestratege Ataru Okumura vom Vermögensverwalter SMBC Nikko.

4. Februar: Der Börsen Vormittag

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Dax höher erwartet – US-Jobdaten im Blick

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Frankfurt, 04. Feb (Reuters) – Zum Abschluss der Börsenwoche wird der Dax Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge am Freitag höher starten. Am Donnerstag hatte er 1,6 Prozent auf 15.368,47 Punkte verloren. Ihr Hauptaugenmerk richten Anleger auf die US-Arbeitsmarktdaten am Nachmittag (MEZ). Experten erwarten den Aufbau von 150.000 Stellen außerhalb der Landwirtschaft.

Allerdings lieferten die Zahlen der privaten US-Arbeitsagentur mit einem überraschenden Jobabbau ein schlechtes Omen. Sollten die offiziellen Daten ebenfalls enttäuschen, würde dies Analysten zufolge den Spekulationen auf rasche Zinserhöhungen der Notenbank Fed einen Dämpfer verpassen.

Die im Tagesverlauf ebenfalls anstehenden Auftragseingänge der deutschen Industrie und europäischen Einzelhandelsumsätze spielen für Börsianer nur eine untergeordnete Rolle. Bei Ersteren wird sich das Wachstum voraussichtlich auf 0,5 von 3,7 Prozent verlangsamen. Bei Letzteren muss mit einem Rückgang von 0,5 Prozent gerechnet werden.

Schlusskurse europäischer Indizes Standam vorangegangenen Handelstag
Dax 15.368,47
Dax-Future 15.437,00
EuroStoxx50 4.141,02
EuroStoxx50-Future 4.151,50

Schlusskurse der US-Indizes am Stand Veränderung
vorangegangenen Handelstag
Dow Jones 35.111,16 -1,5 Prozent
Nasdaq 13.878,82 -3,7 Prozent
S&P 500 4.477,44 -2,4 Prozent

Asiatische Indizes am Freitag Stand Veränderung

Nikkei 27.440,22 +0,7 Prozent
Shanghai Kein Handel
Hang Seng 24.559,62 +3,2 Prozent

Dax höher erwartet – US-Jobdaten im Blick

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David Zahn zur heutigen EZB-Sitzung sowie die Sitzung des geldpolitischen Ausschusses der Bank of England

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EZB ECB Franklin Templeton
Foto von David Zahn (Quelle: Franklin Templeton)

Ein Kommentar von David Zahn, Head of European Fixed Income bei Franklin Templeton.
„Sowohl der geldpolitische Ausschuss der Bank of England als auch die EZB hielten heute hawkish orientierte Pressekonferenzen ab. Die Bank of England hat die kämpferische Stimmung mit einer Zinserhöhung eingeleitet, die wir als Signal für eine anhaltende Straffung der Politik in Großbritannien sehen. Darüber hinaus zeigen der Stopp der Wiederanlage von britischen Staatsanleihen und der aktive Verkauf von Unternehmensanleihen aus der Bilanz der Bank of England, dass der geldpolitische Ausschuss entschlossen handeln will, um die Inflation zu senken. Wir gehen davon aus, dass der britische Anleihenmarkt höhere Renditen verzeichnen wird, bis klarer absehbar ist, wann der Zinserhöhungszyklus enden wird.   

David Zahn
David Zahn (Quelle: Franklin Templeton)

„Im Gegensatz dazu hat die EZB heute ihre offizielle Erklärung vom Dezember unverändert gelassen und die quantitative Lockerung fortgesetzt, aber die Pressekonferenz war deutlich hawkish-orientierter, ohne dass die Zinserhöhungen, die jetzt am kurzen Ende der Zinskurve eingepreist sind, zurückgenommen wurden. Damit werden die offiziellen Entscheidungen auf die EZB-Sitzung im März verschoben, auf der die Wirtschaftsdaten neu prognostiziert werden. Wir gehen jedoch davon aus, dass der Anleihemarkt in Erwartung eines Kurswechsels der EZB im März weiter ansteigen wird, angeführt von italienischen Anleihen.“

David Zahn zur heutigen EZB-Sitzung sowie die Sitzung des geldpolitischen Ausschusses der Bank of England

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