Dienstag, Mai 19, 2026
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Familienkasse zahlt erstmals über 50 Mrd Euro aus

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Berlin, 04. Feb (Reuters) – Die bei der Bundesagentur für Arbeit (BA) geführte Familienkasse hat im vergangenen Jahr eine Rekordsumme von über 50 Milliarden Euro ausgezahlt. Die Ausgaben für Kindergeld und Kinderzuschlag für über 16,7 Millionen Kinder stiegen um knapp zwei Milliarden Euro auf 48,9 Milliarden Euro, wie die Familienkasse am Freitag mitteilte.

Hinzu kam der einmalige Kinderbonus von 150 Euro zur Abfederung der Corona-Pandemie. Dafür wurden gut 2,6 Milliarden Euro aufgewandt. Etwa 757.000 Familien erhielten zudem einen Kinderfreizeitbonus von 100 Euro, der Familien mit kleinem Einkommen in der Pandemie die Teilnahme an Ferien- und Freizeitangeboten ermöglichen sollte. Finanziert werden die Familienleistungen aus Steuergeldern. 

Familienkasse zahlt erstmals über 50 Mrd Euro aus

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Bundesregierung droht Telegram mit rechtlichen Schritten

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Berlin, 04. Feb (Reuters) – Die Bundesregierung droht dem Messenger-Dienst Telegram mit rechtlichen Schritten bei Verbreitung von Hetze und hat Kontakt zur Konzernspitze. „Die Rechtslage ist eindeutig“, sagte Justizminister Marco Buschmann (FDP) der „Rheinischen Post“ und dem „Bonner General-Anzeiger“.

Telegram müsse Ansprechpartner für deutsche Behörden benennen, wenn zu Straftaten aufgerufen werde. „Wir werden beispielsweise prüfen, ob und wo Telegram Vermögen hat, in das wir im Falle eines rechtskräftigen Bußgeldbescheides vollstrecken können.“

Derzeit gebe es zwei Bußgeldverfahren, die Zustellung sei aber nicht erfolgreich gewesen. Man brauche Ausdauer, um an die Firma in Dubai heranzukommen. Innenministerin Nancy Faeser (SPD) twitterte, man habe Kontakt zur Konzernspitze hergestellt. „In einem ersten konstruktiven Gespräch zur weiteren Zusammenarbeit haben wir vereinbart, den Austausch fortzusetzen und zu intensivieren.“

Bundesregierung

Buschmann sagte, Telegram sei mehr als ein Messengerdienst und habe öffentliche Funktionen eines sozialen Netzwerkes. Seinen rechtlichen Verpflichtungen komme es aber nicht nach. Telegram wird unter anderem von radikalen Impfgegnern und Querdenkern genutzt, um sich für sogenannte Spaziergänge gegen die Corona-Maßnahmen zu vernetzen.

Der Thüringer Verfassungsschutz hatte etwa beklagt, dort würden besonders viele konkrete Umsturzfantasien verbreitet. Auf der Plattform tummelten sich auch besonders viele Rechtsextremisten. Innenministerin Faeser hatte als letztes Mittel zeitweise sogar eine Abschaltung ins Gespräch gebracht. Sie hatte sich aber vor allem für ein europäisches Vorgehen ausgesprochen.

Bundesregierung droht Telegram mit rechtlichen Schritten

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Unter Anlegern tobt Debatte über Value und Growth

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Growth

Ein Kommentar von Pascal Menges, Head of Equity Investment Process and Research bei Lombard Odier IM:

„Unter den Anlegern tobt seit einiger Zeit eine Debatte über Value und Growth. Dabei weist die relative Performance zwischen den beiden Stilen Spitzenwerte auf, wie sie seit 20 Jahren nicht mehr gesehen wurden. Anleger sollten sich allerdings nicht zu sehr für den einen oder anderen Stil entscheiden: Es ist wichtiger, sich auf Qualität zu konzentrieren und Alpha in Growth- oder Value-Aktien zu erzielen. So wurden im Zeitraum 2020-2021 viele „langweilige“ Qualitätsunternehmen zurückgelassen, die jetzt zunehmend attraktiv erscheinen. Mit dem Eintritt in einen Konjunkturzyklus und der Normalisierung des EPS-Wachstums werden diese „langweiligen Unternehmen“ wahrscheinlich ein Comeback bei Anlegern feiern, die zunehmend widerstandsfähige Portfolios aufbauen wollen.

Wert versus Wachstum

Die Art der Wachstums- und Substanzwerte ändert sich rasch. Mit dem Eintritt in eine neue Marktphase wird unserer Meinung nach die Qualität der wichtigste Faktor sein. In den letzten Jahrzehnten waren die wöchentlichen Performance-Spreads zwischen Value-Titeln, d.h. billigeren Unternehmen, und Growth-Titeln, d.h. ertragsstarken Unternehmen, eher gedämpft. Diese Spannen lagen selten außerhalb einer engen Spanne von +/-0,8 %. 

In den letzten Monaten wurden die Aktienmärkte jedoch von starken Ausschlägen erschüttert, die es seit 20 Jahren nicht mehr gegeben hat. Ausschläge von mehr als zwei Standardabweichungen galten bisher als außergewöhnlich und waren weitgehend auf Zeiten wie die globale Finanzkrise beschränkt. Seit dem Ausbruch der Pandemie haben sich die weltweiten Aktienmärkte von einer Phase starker Kursverluste – wöchentlich etwa 30 % – so schnell wie nie zuvor erholt. Folglich haben die wöchentlichen Schwankungen zwischen Wachstum und Wert seit Anfang 2020 sechsmal vier Standardabweichungen erreicht.  Dieses Jahr hat nach demselben Muster begonnen.

Diese Episoden der Outperformance von Value-Aktien gegenüber Growth-Aktien zeigen, dass die Aktienmärkte eine extreme stilistische Positionierung aufweisen. Value-Unternehmen liegen seit 2015, dem Jahr, in dem die Negativzinsen stärker in den Vordergrund traten, hinter dem Markt zurück, und die Situation wurde durch die Pandemie noch verschärft (Abbildung 2).

Eine neue Phase für die Märkte

Wir treten nun in eine neue Phase für die globalen Aktienmärkte ein, die von neuen makroökonomischen Bedingungen geprägt ist: strukturell höhere Inflation, steigende Zinsen, zunehmend restriktivere Finanzierungsbedingungen und eine Normalisierung der Wachstumsdynamik nach einer langen Phase massiver finanzieller und fiskalischer Unterstützung. Die Präferenzen der Anleger verschieben sich, und wir beobachten eine Rotation in Richtung Value.

So sind beispielsweise wachsende Unternehmen jetzt gleichmäßiger über eine größere Bandbreite von Sektoren verteilt, was Druck auf die Bewertungen ausübt. Dieser Druck wird durch zwei Dynamiken noch verschärft. Erstens setzen steigende Zinssätze die Bewertungen von langfristigen Vermögenswerten wie wachstumsstarken, verlustbringenden Unternehmen unter Druck, bei denen der Endwert eine wichtige Komponente der Gesamtbewertung ist. Zweitens sind zwei Branchen – europäische Banken sowie Öl- und Gasproduzenten – in der Vergangenheit stark von idiosynkratischen Ereignissen wie fallenden Zinsen und Rohstoffpreisen sowie einer verstärkten Regulierung betroffen gewesen, was sie unverhältnismäßig stark in die Kategorie „Value“ gedrückt hat. Die Veränderung der makroökonomischen Bedingungen führt zu einer längst überfälligen Erholung dieser Branchen.

Die Anleger müssen sich jedoch bewusst sein, dass die Grenze zwischen Value- und Growth-Titeln durchlässig ist. In den letzten 12 Monaten hat sich der Anteil der harten zyklischen Werte wie Industrie- und Energiewerte sowie Finanzwerte erhöht, die zum Nachteil von IT- und Gesundheitstiteln in das Wachstumslager aufsteigen.

Qualität wird der wichtigste Faktor sein

Unter solchen Marktbedingungen besteht die Gefahr, dass die Anleger auf dem falschen Fuß erwischt werden. Wir sind der Meinung, dass sie sich nicht vereinfachend auf ein Extrem (Value) auf Kosten des anderen Extrems (Growth) konzentrieren sollten. Wie aus Abbildung 3 hervorgeht, verändern sich die Eigenschaften von Wachstums- und Substanzwerten rasch. Wir sind der Ansicht, dass in einer neuen Marktphase die Qualität der wichtigste Faktor sein wird. Wir würden Qualitätsunternehmen als solche definieren, die über Marktzyklen hinweg starke finanzielle Merkmale aufweisen – Kapitaleffizienz, starker Cashflow, geringe Abhängigkeit von den Kapitalmärkten – und dabei unsere Excess Economic Return-Methode anwenden.“

Unter Anlegern tobt Debatte über Value und Growth

Titelfoto von Pascal Menges (Quelle: LOIM)

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Pharmakonzern Sanofi rechnet weiter mit Covid-Impfstoff im ersten Quartal

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Paris, 04. Feb (Reuters) – Der französische Pharmakonzern Sanofi erwartet weiter eine Zulassung seines Corona-Impfstoffes im ersten Quartal. Dieser soll dann auch dabei helfen, den Gewinn in diesem Jahr weiter zu steigern.

2022 solle der Gewinn pro Aktie im niedrigen zweistelligen Bereich wachsen, teilte der Konzern am Freitag mit. Im letzten Quartal des vergangenen Jahres betrug dieser 1,38 Euro pro Aktie nach 1,22 Euro im Jahr davor, der Umsatz legte um 4,1 Prozent zu auf 9,9 Milliarden Euro. Im Gesamtjahr stieg der Gewinn pro Aktie um 15,5 Prozent zu konstanten Wechselkursen.

Sanofi

Sanofi, obwohl einer der weltweit größten Impfstoffhersteller, war im Rennen um ein Vakzin gegen Covid-19 zurückgefallen. Zusammen mit dem britischen Pharmakonzern GlaxoSmithKline haben die Franzosen ein Mittel auf Proteinbasis entwickelt, einer eher konventionellen Vorgehensweise.

Es wird derzeit getestet. Ursprünglich hatten die beiden Firmen eine Zulassung für das erste Halbjahr 2021 anvisiert, dieser Termin wurde dann auf Ende 2021 verschoben, im Dezember wurde dann das erste Quartal diesen Jahres genannt. Damit rechne man immer noch, vorbehaltlich der Endergebnisse der Studie, auf die man noch warte, sagte Finanzchef Jean-Baptiste Chasseloup de Chatillon.

Pharmakonzern Sanofi rechnet weiter mit Covid-Impfstoff im ersten Quartal

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Titelfoto und Foto: Symbolfoto

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Deutschland und USA „Taktgeber“ bei möglichen Russland-Sanktionen

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Berlin, 04. Feb (Reuters) – Die USA und Deutschland waren nach Angaben aus deutschen Regierungskreisen „Taktgeber“ bei der Erarbeitung einer Liste möglicher Sanktionen gegen Russland im Falle eines Angriffs auf die Ukraine. Die transatlantische Zusammenarbeit sei sehr eng und vertrauensvoll, sagte ein Regierungsvertreter am Freitag in Berlin.

Bundeskanzler Olaf Scholz werde bei seinem Antrittsbesuch in Washington am Montag bei US-Präsident Joe Biden über den Russland-Ukraine-Konflikt, China und die derzeitige deutsche G7-Präsidentschaft sprechen. Der Kanzler werde zudem übernächste Woche nach Kiew und Moskau reisen. Offiziell sind die Reisen in die Ukraine und Russland noch nicht angekündigt.

Deutschland

Der französische Präsident Emmanuel Macron reist am kommenden Montag zu Gesprächen über die Ukraine-Krise nach Russland. Am Dienstag folge ein Besuch in der Ukraine, teilte das Präsidialamt in Paris mit. Dem Vertreter der Bundesregierung zufolge gibt es eine enge Abstimmung zwischen Deutschland und Frankreich. 

Deutschland und USA „Taktgeber“ bei möglichen Russland-Sanktionen

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EZB-Beobachter schrauben Inflationsprognose für 2022 kräftig hoch

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Frankfurt, 04. Feb (Reuters) – Experten der EZB-Geldpolitik haben ihre Inflationserwartungen für die Euro-Zone in diesem Jahr deutlich nach oben korrigiert.

Sie gehen jetzt von einem Anstieg der Verbraucherpreise von 3,0 Prozent aus, wie die Europäische Zentralbank (EZB) am Freitag mitteilte. Im Herbst hatten sie noch einen Wert von 1,9 Prozent veranschlagt.

Die EZB strebt 2,0 Prozent Inflation als optimales Niveau für die Wirtschaft an. Doch angesichts zuletzt hochschießender Energiepreise ist die Teuerung im Euro-Raum im Januar mit 5,1 Prozent deutlich über die Zielmarke hinausgeschossen.

EZB

Für das Jahr 2023 rechnen die Experten jetzt mit einer Inflationsrate von 1,8 Prozent. Im Herbst hatten sie 1,7 Prozent erwartet. Für 2024 gehen die von der EZB befragten Volkswirte von einer Teuerungsrate von 1,9 Prozent aus.

Längerfristig sagen sie der EZB bei der Inflation einen Punktlandung auf der Zielmarke von 2,0 Prozent voraus. In der Herbstprognose hatten sie 1,9 Prozent veranschlagt. Die EZB befragt vier Mal im Jahr Volkswirte zu deren Wachstums- und Inflationsprognosen. Bei den geldpolitischen Beratungen der Zentralbank spielen diese Umfrageergebnisse stets eine wichtige Rolle. 

EZB-Beobachter schrauben Inflationsprognose für 2022 kräftig hoch

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Amazon verdoppelt Gewinn und erhöht Prime-Preise in den USA

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Update 10:13 Uhr

Palo Alto/Bangalore, 04. Feb (Reuters) – Eine Verdoppelung des Quartalsgewinns und höhere Preise für den Prime-Service in den USA haben die Aktien des Internetriesen Amazon beflügelt. Die Papiere stiegen im nachbörslichen US-Handel um bis zu 17 Prozent. Im Frankfurter Handel legten die Aktien am Freitagmorgen um zwölf Prozent zu.

Die Beteiligung am Elektroautobauer Rivian zahlte sich für Amazon aus: Im vierten Quartal stieg der Nettogewinn auf 14,3 Milliarden Dollar von 7,2 Milliarden Dollar im Vorjahr, wie der weltgrößte Onlinehändler am Donnerstagabend mitteilte.

Darin enthalten ist ein Vorsteuergewinn von 11,8 Milliarden Dollar aus der Beteiligung an Rivian – der E-Autobauer war im November an die Börse gegangen. Der Umsatz stieg um neun Prozent auf 137,4 Milliarden Dollar. Kosten verursachten unter anderem Betriebsunterbrechungen wegen der rasanten Ausbreitung der Corona-Omikron-Variante, Bonuszahlungen, um Personal in einem angespannten Arbeitsmarkt anzulocken, und höhere Transportkosten.

Amazon

PRIME WIRD IN DEN USA TEURER

Für noch mehr Euphorie an den Börsen sorgte auch die Ankündigung des Internetriesen, in den USA mehr Geld für seine Prime-Mitgliedschaft kassieren zu wollen. Damit will Amazon höhere Fracht- und Lohnkosten ausgleichen. Die monatlichen Gebühren für den Prime-Service steigen in den USA auf 14,99 von bisher 12,99 Dollar. Die Jahresgebühr werde auf 139 von 119 Dollar angehoben. In den USA war der Preis für Prime zuletzt vor vier Jahren von damals 99 Dollar erhöht worden.

Amazon-Finanzchef Brian Olsavsky sagte in einer Telefonkonferenz, er rechne damit, dass einige Prime-Nutzer kündigten, aber in der Vergangenheit habe sich dies in Grenzen gehalten. Der Umsatz pro Prime-Mitglied sei während der Pandemie deutlich gestiegen.

Analysten hatten eine Preiserhöhung erwartet. „Es wird langsam Zeit“, hatte Experte Michael Pachter von Wedbush Securities vor der Veröffentlichung der Quartalszahlen gesagt und auf die höheren Transportkosten verwiesen. In den USA nutzt eine Mehrheit der Haushalte Prime, weltweit gibt es mehr als 200 Mio. Abonnenten.

CORONAPROBLEME HALTEN AN

Unterbrechungen im Betrieb, eine geringere Produktivität und Inflationsdruck sorgten laut Finanzchef Olsavsky für Kosten von mehr als vier Milliarden Dollar. Belastungen im Zusammenhang mit Arbeitskräften werde es auch im laufenden Quartal geben, aber in etwas geringerem Maße.

So rechnet Amazon im ersten Quartal mit einem Nettoumsatz zwischen 112 und 117 Milliarden Dollar, was einem Zuwachs von drei bis acht Prozent entspricht. Am Markt war mit 120 Milliarden Dollar jedoch noch mehr erwartet worden.

Der Cloudservice des Internetriesen Amazon Web Services (AWS) verzeichnete wegen des Trends zum Homeoffice und Online-Spielen im abgelaufenen Quartal einen Umsatzsprung von 40 Prozent auf 17,8 Milliarden Dollar. Von Refinitiv befragte Analysten hatten mit 17,3 Milliarden gerechnet. 

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Putin verspricht China neue Gaslieferungen

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Moskau, 04. Feb (Reuters) – Der russische Präsident Wladimir Putin hat China mehr Gaslieferungen versprochen. Russland sei bereit für ein neues Abkommen, das China künftig zehn Milliarden Kubikmeter Gas pro Jahr zusichern würde, sagte er am Freitag bei einem Besuch bei Chinas Präsident Xi Jinping in Peking. Es gebe neue Lösungen auch für den Ölsektor.

China hat für seine schnell wachsende Industrie großen Bedarf an Energieimporten. Für Russland stellen die Lieferungen aus ostsibirischen Gasquellen an asiatische Länder wiederum eine zweite Verkaufsschiene neben den Lieferungen an Europa dar. Putin war aus Anlass der Eröffnungsfeierlichkeiten der Olympischen Spiele nach Peking gereist.

Putin verspricht China neue Gaslieferungen

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Minister nach Rücktrittswelle in Downing Street – Johnson übernimmt Führung

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London, 04. Feb (Reuters) – Nach dem Abgang von gleich vier engen Mitarbeitern des britischen Premierministers Boris Johnson erhält dieser Rückendeckung von seinem Wirtschaftsminister. Auf die Frage, was denn los sei in der Downing Street, dem Dienstsitz des Premiers, antwortete Greg Hands am Freitag im Sender Sky: „Rücktritte wurden vorgenommen, Rücktritte wurden akzeptiert.“ Johnson übernehme die Führung.

Downing Street

Der Regierungschef steht wegen mehrerer Partys in der Downing Street während der Corona-Lockdowns massiv unter Druck. Zudem wird ihm unter anderem von Finanzminister Rishi Sunak zur Last gelegt, sich nicht für heftig kritisierte Äußerungen über Oppositionschef Keir Starmer entschuldigt zu haben. Am Donnerstag traten innerhalb weniger Stunden vier von Johnsons wichtigsten direkten Mitarbeitern zurück: Stabschef Dan Rosenfield, Privatsekretär Martin Reynolds, Kommunikationschef Jack Doyle und Chef-Politikberaterin Munir Mirza. 

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Ford kann trotz Gewinnsprung an der Börse nicht punkten

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Detroit, 04. Feb (Reuters) – Ford blickt nach einem kräftigen Gewinnanstieg optimistisch ins laufende Jahr. Das bereinigte Ergebnis vor Steuern und Zinsen vervierfachte sich 2021 auf zehn Milliarden Dollar, wie der gemessen am Absatz nach Toyota und General Motors drittgrößte Autobauer in den USA am Donnerstag nach Börsenschluss mitteilte.

Unter dem Strich war der Anstieg sogar noch größer, da der Konzern durch den Börsengang des Elektroautobauers Rivian von einem milliardenschweren Buchgewinn seiner Beteiligung profitierte. Dadurch landete der Reingewinn im vergangenen Jahr bei 17,9 Milliarden Dollar. 2020 hatte Ford wegen des laufenden Umbaus und weiterer Belastungen einen Verlust von 1,3 Milliarden ausgewiesen.

Ford

Für das laufende Jahr stellte Konzernchef Jim Farley beim bereinigten operativen Ergebnis eine Spanne von 11,5 bis 12,5 Milliarden Dollar in Aussicht, ein Anstieg um 15 bis 25 Prozent. Bei Anlegern konnte er damit dennoch nicht punkten, weil das Schlussquartal 2021 wegen Lieferengpässen schlechter als von Analysten erwartet ausgefallen war. Die Aktie gab im nachbörslichen Handel um bis zu fünf Prozent nach. Grund für die Enttäuschung an der Wall Street war auch, dass Ford für 2022 eine langsamere Erholung der Produktion prognostizierte als der Lokalrivale GM.

Die maue Reaktion auf die Ergebnisse stellt Farley vor eine Herausforderung. Denn, wenn er die Börse nicht von seinem Kurs überzeugen kann, könnte dies die Beschleunigung des Umbaus des Unternehmens zu einem führenden Anbieter von Elektroautos erschweren, glauben Experten. Mit 36 Milliarden Dollar an Barmitteln und einer Liquidität von 52 Milliarden Dollar geht der Konzern finanziell allerdings gut gerüstet ins laufende Jahr. Seine Produktionskapazitäten für Batteriefahrzeuge will Ford bis 2023 auf 600.000 Einheiten verdoppeln.

WETTE AUF E-MOBILITÄT

Die amerikanischen Autobauer weiten angesichts der zunehmenden Konkurrenz in der E-Mobilität ihre Investitionen derzeit massiv aus. General Motors hatte bei der Bilanzvorlage vor wenigen Tagen angekündigt, mehr als die bis 2025 angekündigten 35 Milliarden Dollar auszugeben, um die Einführung neuer E-Autos zu beschleunigen. Den Takt gibt der Elektroauto-Pionier Tesla vor, der demnächst in Texas sein zweites Werk eröffnet.

In der Branche wird erwartet, dass Ford seine Investitionen ebenfalls ausweitet. Einem Medienbericht von Anfang Februar zufolge will der Konzern aus Dearborn in den nächsten fünf bis zehn Jahren zwischen zehn und 20 Milliarden Dollar zusätzlich in die Hand nehmen. Ford hatte im vergangenen Jahr bereits im Rahmen seines Plans „Ford+“ Ausgaben von mehr als 30 Milliarden Dollar bis 2030 für Elektroautos und die Entwicklung von Batterien angekündigt.

Ford kann trotz Gewinnsprung an der Börse nicht punkten

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