Mittwoch, August 12, 2026
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Volkswirte zum Rückgang des BIP im vierten Quartal 2021 um 0,7 Prozent

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BIP Konsumlaune

Berlin, 28. Jan (Reuters) – Die Coronavirus-Varianten Delta und Omikron haben die Konjunktur in Deutschland zum Jahresende deutlich gebremst. Die Wirtschaft schrumpfte zwischen Oktober und Dezember um 0,7 Prozent zum Vorquartal, wie das Statistische Bundesamt am Freitag mitteilte. Von Reuters befragte Ökonomen hatten nur mit einem Minus von 0,3 Prozent gerechnet. Sie sagten in ersten Kommentaren:

ALEXANDER KRÜGER, HAUCK AUFHÄUSER LAMPE PRIVATBANK:

„Die Omikron-Welle hat die Konjunkturerholung stärker zurückgeworfen. Für das laufende Quartal ist an eine dynamische Wachstumsrückkehr nicht zu denken. Omikron und Lieferketten bleiben vorerst hartnäckige Spielverderber. Nach wie vor ist die Aussicht günstig, dass die Wirtschaft ab dem Frühjahr wieder schwungvoll unterwegs sein wird. Das wird dann auch Zeit, gilt es doch, endlich das Vor-Corona-Niveau zu übertreffen. Wichtig ist, dass sich Verbraucher durch die hohe Inflationsrate weniger verunsichern lassen.“

JENS-OLIVER NIKLASCH, LBBW:

„Der Rückgang fiel erheblich größer aus als von uns erwartet. Frappierend vor allem der Kontrast zu den übrigen großen Staaten der Euro-Zone. Dies zeigt, wie stark die Corona-Einschränkungen die Wirtschaft belasten – oder eben auch nicht. Für das erste Quartal des laufenden Jahres ist daher weiter Vorsicht angezeigt, zumal üblicherweise hohe Inflation eine echte Konsumbremse ist. Mittelfristig sollten dann die Auftriebskräfte der Konjunktur, wie sie sich derzeit insbesondere im regen Auftragseingang zeigen, die Oberhand behalten.“

THOMAS GITZEL, CHEFÖKONOM VP BANK:

„Der Abwärtssog war gewaltig. Die deutsche Wirtschaft steckte in der Corona- und Materialmangelfalle fest. Das hohe Infektionsgeschehen und die damit einhergehenden Beschränkungen belasteten einmal mehr den Dienstleistungssektor. Ausdruck dessen ist ein schwacher privater Konsum, der zu den Hauptverantwortlichen des BIP-Rückgangs zählt. Gleichzeitig litt die Industrie unter dem prekären Mangel an Vorprodukten und Rohstoffen. Es muss deshalb nicht weiter verwundern, dass sich das deutsche Bruttoinlandsprodukt im Rückwärtsgang befand.“ 

Volkswirte zum Rückgang des BIP im vierten Quartal 2021 um 0,7 Prozent

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Deutsche Wirtschaft schrumpft Ende 2021 um 0,7 Prozent

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Berlin, 28. Jan (Reuters) – Die Coronavirus-Varianten Delta und Omikron haben die Konjunktur in Deutschland zum Jahresende deutlich gebremst. Die Wirtschaft schrumpfte zwischen Oktober und Dezember um 0,7 Prozent zum Vorquartal, wie das Statistische Bundesamt am Freitag mitteilte.

Von Reuters befragte Ökonomen hatten nur mit einem Minus von 0,3 Prozent gerechnet. Mitte Januar hatten die Statistiker in einer ersten groben Schätzung noch einen Rückgang des Bruttoinlandsproduktes (BIP) von 0,5 bis 1,0 Prozent veranschlagt.

Deutsche Wirtschaft

Viele Fachleute gehen davon aus, dass die Omikron-Welle die Konjunktur auch im laufenden ersten Quartal belastet. So könnte es zu einer technischen Rezession kommen – wenn die Wirtschaftskraft also in zwei Vierteljahren in Folge sinkt. Ab dem Frühjahr erwarten die meisten Experten dann eine spürbare Belebung, wenn die Virus-Pandemie abebben dürfte. Die Bundesregierung rechnet für dieses Jahr insgesamt mit 3,6 Prozent Wirtschaftswachstum und für 2023 mit einem BIP-Plus von 2,3 Prozent.

Im vergangenen Jahr hatte die Wirtschaft um revidiert 2,8 Prozent zugelegt, konnte damit den Einbruch aus dem ersten Corona-Krisenjahr 2020 von 4,6 Prozent aber nicht ausgleichen. 

Deutsche Wirtschaft schrumpft Ende 2021 um 0,7 Prozent

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Microsoft steigt mit seiner Übernahme ins Metaverse-Geschäft ein

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Microsoft

Ein Kommentar von Mikko Ripatti, Senior Client Portfolio Manager bei DNB Asset Management:

„Neben den hohen Marktschwankungen ist die wichtigste Neuigkeit im Bereich Technologie die Übernahme des Spieleherstellers Actvision Blizzard für 75 Milliarden USD durch Microsoft. Es ist die größte Übernahme, die Microsoft je getätigt hat. Der Preis entspricht dennoch nur 3 % vom aktuellen Wert von Microsoft und ist niedriger als die liquiden Mittel von Microsoft im vergangenen Jahr. Microsoft ist nach wie vor unsere größte Beteiligung im DNB Technology Fonds und unser Favorit bei den großen Technologieunternehmen. Es gibt nahezu 3 Milliarden Computerspieler weltweit und im Jahr 2021 betrug der Umsatz im Computerspielsektor 180 Milliarden USD. Der Spielemarkt ist mittlerweile die am meisten genutzte Form der Medienunterhaltung und wird aus unserer Sicht einer der am schnellsten wachsenden Märkte bleiben.

Microsoft
Foto von Mikko Ripatti (Quelle: DNB AM)

Ein weiterer wichtiger Grund für die Übernahme von Activision Blizzard ist Metaverse. Im Online-Gaming ist Metaverse bis zu einem gewissen Punkt bereits Realität. Die Spieler sind sozusagen die ersten Nutzer künftiger Meta-Anwendungen. Das Meta-Thema ist so aktuell, dass Facebook sogar den Namen der Holding in Meta geändert hat und anscheinend alles auf die Vermischung von virtueller und realer Welt setzt – was wir mit gemischten Gefühlen sehen. Allerdings sind Aktienkurse anderer großer Spielehersteller lediglich aufgrund von Spekulationen über potenzielle Zukäufe gestiegen. 

Unsere Anteile von Spieleunternehmen haben wir bereits letzten Herbst aufgestockt. Dazu zählen Unternehmen wie Activision Blizzard, Electronic Arts und auch Zynga, die von Take-Two für 13 Milliarden USD übernommen wurden.

Auch die Spekulationen über eine Konsolidierung der europäischen Telekommunikationsbranche gehen weiter. Vodafone, unsere viertgrößte Beteiligung, und Iliad Telecom führen offenbar Gespräche über eine Zusammenlegung ihrer Geschäfte in Italien. Sollte es zu einer Einigung kommen, würde ein Unternehmen mit einem Umsatz von fast 6 Milliarden EUR und einem Marktanteil von 36 % im Mobilfunkgeschäft entstehen.“

Microsoft steigt mit seiner Übernahme ins Metaverse-Geschäft ein

Foto von Mikko Ripatti (Quelle: DNB AM)

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Habeck erwartet 2023 deutliche Abkühlung der Konjunktur

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Berlin, 28. Jan (Reuters) – Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck rechnet im kommenden Jahr mit einer deutlichen Abkühlung der Konjunktur. Das erwartete Wachstum für 2023 liege bei 2,3 Prozent, sagte der Grünen-Politiker am Freitag im Bundestag. Für das laufende Jahr kalkuliert die Bundesregierung mit einem Plus von 3,6 Prozent. Das Niveau vor Ausbruch der Corona-Krise werde im zweiten Quartal 2022 wieder erreicht.

Habeck erwartet 2023 deutliche Abkühlung der Konjunktur

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Marktentwicklungen: 28. Januar 2022

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Update: 9:26 Uhr

28. Jan (Reuters) – Es folgt der Reuters-Blick zu wichtigen Entwicklungen aus der Unternehmenswelt über die Top-Themen des Tages hinaus:

H&M – Stockholm: Im Zaum gehaltene Kosten und bei den Kunden beliebte Kollektionen haben der schwedische Modekette mehr Gewinn beschert. Im Zeitraum von September bis November kletterte das Vorsteuerergebnis auf sechs Milliarden schwedische Kronen (573 Millionen Euro) von 3,67 Milliarden im Vorjahr, wie H&M mitteilte. Von Refinitiv befragte Analysten hatten mit 5,43 Milliarden Kronen gerechnet. „Das gute Ergebnis im Quartal ist vor allem die Folge von gut aufgenommen Kollektionen mit mehr Verkäufen zum vollen Preis, niedrigeren Reduzierungen und einer guten Kostenkontrolle“, teilte der Konzern mit. Bis 2030 will H&M seinen Umsatz verdoppeln.

VOLVO – Stockholm: Der schwedische Lkw- und Baumaschinenhersteller hat im vergangenen Jahr einen Gewinnrückgang verzeichnet. Der bereinigte Betriebsgewinn sank auf umgerechnet 9,7 Milliarden Euro von 1,05 Milliarden im Jahr davor, wie das Unternehmen mitteilte. Analysten hatten mit einem derartigen Rückgang gerechnet. Die Nachfrage nach Lastwagen sei in allen Regionen hoch, ergänzte das Unternehmen.

CAIXABANK – Madrid: Der Gewinn der spanischen Bank ist im vierten Quartal deutlich gefallen. Der buchhalterische Nettogewinn verringerte sich um 35 Prozent auf 425 Millionen Euro, wie die Caixabank mitteilte. Analysten hatten mit 433 Millionen gerechnet. Der Nettogewinn im Vorjahresquartal – vor dem Zusammenschluss mit Bankia und ohne deren Ergebnisse einzurechnen – hatte bei 655 Millionen Euro gelegen. Für den Kauf der Konkurrentin hatte die Bank 4,3 Milliarden Euro auf den Tisch gelegt.

GIVAUDAN – Zürich: Luxusparfüme habe das Geschäft des Schweizer Aromen- und Riechstoffkonzerns 2021 angekurbelt. Der Umsatz kletterte insgesamt um 7,1 Prozent auf 6,7 Milliarden Franken, wie das Genfer Unternehmen mitteilte. Auch bei Getränken, kulinarischen Aromen und Snacks sei es rund gelaufen. Der Gewinn zog um 10,5 Prozent auf 821 Millionen Franken an, verfehlte damit aber die Analystenerwartungen. Die Dividende soll um 3,1 Prozent auf 66 Franken pro Aktie angehoben werden. Mit Preiserhöhungen wolle Givaudan im laufenden Jahr den Anstieg der Produktionskosten vollumfänglich ausgleichen. Das bis 2025 angepeilte Ziel eines jährlichen organischen Umsatzwachstums von vier bis fünf Prozent bekräftige das Management.

GOOGLE – Bangalore: Der US-Technologieriese will bis zu einer Milliarde US-Dollar in den indischen Telekommunikationsanbieter Bharti Airtel investieren. Wie beide Unternehmen mitteilen, soll das Investment das digitale Angebot von Bharti Airtel stärken. Die Investition umfasst eine Kapitalbeteiligung an Airtel in Höhe von 700 Millionen Dollar zu einem Preis von 9,77 Dollar pro Aktie. Der Deal sieht zusätzlich bis zu 300 Millionen Dollar für die Umsetzung kommerzieller Vereinbarungen vor, einschließlich Investitionen in die Skalierung von Airtels Angeboten, so die Unternehmen.

SK HYNIX– Seoul: Der südkoreanische Chipriese konnte seinen Gewinn im vierten Quartal vervierfachen und fährt den bisher höchsten Quartalsgewinn seit drei Jahren ein. Wie der weltweit zweitgrößte Hersteller von Speicherchips mitteilt, ist das operative Ergebnis von Oktober bis Dezember wegen der besonders starken Nachfrage nach Speicherchips von Serverkunden auf 4,2 Billionen Won (3,49 Milliarden US-Dollar) gestiegen, gegenüber 959 Milliarden Won im Vorjahr. Der Umsatz legte im Vergleich zum Vorjahr um 55 Prozent auf 12,4 Billionen Won zu.

HOME DEPOT – Bangalore: Die Baumarktkette aus Atlanta ernennt Edward Ted Decker zum neuen Vorstandsvorsitzenden und Präsidenten. Wie das Unternehmen mitteilt, tritt Decker damit die Nachfolge von Craig Menear an, der weiterhin als Vorsitzender fungieren soll. Ted Decker wird den Chefposten zum ersten März dieses Jahres übernehmen.

Marktentwicklungen: 28. Januar 2022

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28. Januar: Der Börsen Vormittag

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Update 16:16 Uhr

Frankfurt, 28. Jan (Reuters) – Es folgt der Börsen-Ticker zu wichtigen Kursbewegungen an den internationalen Finanzmärkten und ihren Ursachen:

16.00 Uhr – Ein verschobener Jahresabschluss der Adler Group schickt die Aktien des Immobilien-Investors auf Talfahrt. Die Papiere stürzen bis zu 22,8 Prozent ab auf ein Rekordtief von 8,58 Euro.

13.23 Uhr – Mit Verkäufen reagieren Anleger auf die Zahlen von Chevron. Die Aktien des Ölkonzerns fallen im vorbörslichen US-Geschäft um 2,3 Prozent. Das Unternehmen vervielfachte zwar dank steigender Ölpreise den Quartalsgewinn auf 5,1 Milliarden Dollar oder 2,65 Dollar je Aktie. Analysten hatten allerdings auf 3,12 Dollar je Papier gehofft.

13.13 Uhr – Ein Gewinneinbruch setzt Autoliv zu. Die Aktien des Anbieters von Sicherheitsgurten und Airbags fallen in Stockholm um fast vier Prozent. Wegen rückläufiger Umsätze und steigender Rohstoffkosten halbierte sich das operative Ergebnis im abgelaufenen Quartal. Für das laufende Jahr warnte der Autozulieferer vor anhaltendem Margendruck.

11.45 Uhr – Der Verkaufsdruck an den europäischen Börsen nimmt zu. Dax und EuroStoxx50 bauen ihre Verluste aus und geben jeweils zwei Prozent auf 15.214 Zähler beziehungsweise 4101 Punkte nach. Es herrsche Verunsicherung, ob die Notenbank Fed mit ihrer geplanten Straffung der Geldpolitik die Inflation in den Griff bekommen könne, ohne die US-Konjunktur abzuwürgen, sagt Mark Haefele, Chef-Anleger der Vermögensverwaltung der Bank UBS.

11.33 Uhr – Eine enttäuschende Gewinnmarge und ein zurückhaltender Ausblick überschatten den verdoppelten Auftragseingang bei Wärtsilä. Die Aktien des finnischen Kraftwerks- und Schiffsmotoren-Bauers steuern mit einem minus von neun Prozent auf den größten Tagesverlust seit einem Jahr zu. Das Unternehmen zog im abgelaufenen Quartal Aufträge im Volumen von 2,15 Milliarden Euro an Land. Die operative Gewinnmarge lag bei 9,9 Prozent. Die Analysten der Credit Suisse monieren, dass der Anteil der ertragsschwächeren Energiespeicher-Sparte am Konzernergebnis wachse. Außerdem könnten die gestiegenen Kosten kaum an die Kunden weitergegeben werden, da viele Verträge langfristig liefen und dort feste Preise vereinbart seien. Daher werde die Marge für 2022 wohl auch enttäuschen.

11.25 Uhr – Ein Rekord-Quartalsergebnis beschert Apple den größten Kurssprung seit fast einem Jahr. Die Aktien des iPhone-Anbieters steigen im vorbörslichen US-Geschäft um 4,1 Prozent. Trotz der anhaltenden Lieferketten-Probleme und der weltweiten Chip-Knappheit hätten die Quartalsergebnisse die Markterwartungen deutlich übertroffen, lobt Analyst Abhinav Davuluri vom Research-Haus Morningstar. Allerdings werde es schwierig, das aktuelle Wachstumstempo beizubehalten, da der Pandemie-bedingte Nachfrage-Boom nach Computern und iPads abebbe.

11.15 Uhr – Der Erfolg vor einem deutschen Gericht im Patentstreit mit dem Online-Supermarkt Ocado beflügelt AutoStore. Die Aktien des Spezialisten für Lagerhaus-Roboter steigen in Oslo um 18 Prozent. Dem Unternehmen zufolge wies ein Münchener Gericht eine Ocado-Klage gegen den Verkauf von AutoStore-Produkten in Deutschland ab. Ocado wies darauf hin, dass dort nur ein Teilaspekt verhandelt worden sei. Die beiden Unternehmen überziehen sich in mehreren Staaten gegenseitig mit Klagen.

09.52 Uhr – Ein Gewinnanstieg beschert Signify den größten Kurssprung seit fast zwei Jahren. Die Aktien des weltgrößten Leuchten-Anbieters, der früher Philips Lighting hieß, steigen in Amsterdam um 13 Prozent. Das Unternehmen steigerte trotz höherer Rohmaterial-Kosten den operativen Quartals um sechs Prozent auf 265 Millionen Euro.

09.34 Uhr – Mit Verkäufen reagieren Anleger auf die Zahlen von Electrolux. Die Aktien des schwedischen Haushaltsgeräte-Herstellers fallen in Stockholm um gut sechs Prozent auf ein 13-Monats-Tief von 176,65 Kronen. Wegen Lieferketten-Problemen sank der operative Gewinn der „AEG“-Mutter den Angaben zufolge im abgelaufenen Quartal auf umgerechnet 84 Millionen Euro von 238 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum.

09.12 Uhr – Dank eines überraschend starken Umsatzsprungs von 28 Prozent steigen Anleger bei LVMH ein. Die Aktien des weltgrößten Luxusgüter-Herstellers steigen in Paris um fünf Prozent. Das Unternehmen fuhr den Angaben zufolge im abgelaufenen Quartal Erlöse von 20,04 Milliarden Euro ein. „LVMH spielt in einer eigenen Liga“, sagt ein Börsianer. Dennoch hellten die Zahlen die Branchenstimmung auf. Die Titel der Konkurrenten Kering, Hermes und Richemont gewinnen bis zu drei Prozent.

08.19 Uhr – Enttäuschende Zahlen des US-Rivalen Robinhood setzen FlatexDegiro zu. Die Aktien des Online-Brokers fallen im Frankfurter Frühhandel um 1,5 Prozent. Robinhood verbuchte im abgelaufenen Quartal einen Einbruch des Handelsumsatzes um 35 Prozent und machte einen Verlust von 423 Millionen Dollar. Im Vorjahreszeitraum hatte das Unternehmen noch 13 Millionen Dollar Gewinn gemacht. Robinhood-Aktien brachen im nachbörslichen US-Geschäft um 15 Prozent ein.

08.10 Uhr – Ein positiver Analystenkommentar hievt Jungheinrich an die Spitze des MDax. Die Aktien des Gabelstapler-Herstellers steigen bei Lang & Schwarz um 2,5 Prozent auf etwa 38,21 Euro. Die Analysten der HSBC stuften die Titel auf „Buy“ von „Hold“ hoch und hoben das Kursziel auf 54 von 52 Euro an.

07.48 Uhr – Der Einstieg von Google beschert Bharti Airtel den größten Kurssprung seit einem knappen halben Jahr. Die Aktien der indischen Telekomfirma steigen am Freitag um 6,6 Prozent. Der Suchmaschinenbetreiber Google will im Rahmen einer engeren Zusammenarbeit unter anderem Bharti-Anteile im Volumen von 700 Millionen Dollar erwerben.

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Dax niedriger erwartet – Konjunkturdaten im Blick

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Frankfurt, 28. Jan (Reuters) – Zum Abschluss der Börsenwoche wird der Dax Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge am Freitag niedriger starten. Am Donnerstag hatte er nach anfänglichen Verlusten 0,4 Prozent im Plus bei 15.524,27 Punkten geschlossen. Nachdem die US-Notenbank ihre Pläne für die weitere Geldpolitik vorgelegt und höhere Zinsen signalisiert hat, richten Anleger ihre Aufmerksamkeit wieder stärker auf die Konjunkturdaten.

Auf dem Terminkalender stehen unter anderem die US-Konsumausgaben, von denen sich Investoren Rückschlüsse auf das Tempo der geplanten Zinsanhebungen erhoffen. Analysten erwarten für Dezember einen Rückgang um 0,6 Prozent. Der private Konsum gilt als Hauptstütze der weltgrößten Volkswirtschaft. Diesseits des Atlantik stehen die Barometer für die Stimmung in der Wirtschaft und der Verbraucher zur Veröffentlichung an. Experten sagen bei Ersterem einen Rückgang auf 114,5 Punkte voraus und bei Letzterem ein unverändertes Ergebnis bei minus 8,5 Zählern.

Beim Bruttoinlandsprodukt der deutschen Wirtschaft im abgelaufenen Quartal sagen sie ein Minus von 0,3 Prozent voraus. Daneben halten weitere Firmenbilanzen Börsianer auf Trab. Unter anderem öffnen die „AEG“-Mutter Electrolux und der Modehändler H&M ihre Bücher. In den USA legen der Baumaschinen-Hersteller Caterpillar und der Konsumgüter-Konzern Colgate-Palmolive Zahlen vor.

Schlusskurse europäischer Indizes Stand
am vorangegangenen Handelstag
Dax 15.524,27
Dax-Future 15.443,00
EuroStoxx50 4.184,97
EuroStoxx50-Future 4.160,00

Schlusskurse der US-Indizes am Stand Veränderung
vorangegangenen Handelstag
Dow Jones 34.160,78 +0,0 Prozent
Nasdaq 13.352,78 -1,4 Prozent
S&P 500 4.326,51 -0,5 Prozent

Asiatische Indizes am Freitag Stand Veränderung

Nikkei 26.728,48 +2,1 Prozent
Shanghai 3.400,99 +0,2 Prozent
Hang Seng 23.586,91 -0,9 Prozent

Dax niedriger erwartet – Konjunkturdaten im Blick

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Grünen-Politikerin Christmann neue Startup-Beauftragte der Regierung

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Berlin, 27. Jan (Reuters) – Die Grünen-Politikerin Anna Christmann wird neue Beauftragte der Bundesregierung für die Digitalbranche und Startups. Wirtschaftsminister Robert Habeck sagte am Donnerstag, neu gegründete Unternehmen hätten damit eine Digitalexpertin als direkte Ansprechpartnerin. Sie wolle die Bedingungen für Startups in Deutschland weiter verbessern, so Christmann.

Politikerin

Seit 2017 ist Christmann Bundestagsabgeordnete. Sie war in den vergangenen vier Jahren Sprecherin der Grünen-Fraktion für die Themen Innovations- und Technologiepolitik. In der neuen Ampel-Koalition aus SPD, Grünen und FDP wurde sie bereits zur Koordinatorin für Luft- und Raumfahrt ernannt – ein Posten, der wie die Startup-Beauftragte beim Wirtschaftsministerium aufgehängt ist.

Grünen-Politikerin Christmann neue Startup-Beauftragte der Regierung

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Umweltministerin Lemke fordert komplett neues Verfahren zur EU-Taxonomie

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Berlin, 27. Jan (Reuters) – Bundesumweltministerin Steffi Lemke (Grüne) fordert ein komplett neues Verfahren für eine „grüne“ Kennzeichnung von Energie durch die EU. „Angesichts der großen Bedeutung der hier behandelten Fragen muss es jetzt eine öffentliche Konsultation geben und schließlich ein ordentliches Gesetzgebungsverfahren“, sagte sie am Donnerstag der Nachrichtenagentur Reuters.

„Nur so lässt sich die Beteiligung der Öffentlichkeit, der Mitgliedstaaten und des Europäischen Parlaments ausreichend gewährleisten.“ Auch inhaltlich sei der Entwurf der Kommission zur sogenannten Taxonomie nicht akzeptabel: „Die Aufnahme von Atomkraft und Erdgas in die Taxonomie wäre ein klarer Fehler.“ Diese als nachhaltig für die Finanzmärkte einzustufen, wäre Greenwashing. Es würde der Taxonomie als vertrauenswürdigen, belastbaren Bewertungsmaßstab für nachhaltige Wirtschaftsaktivitäten irreparablen Schaden zufügen.

Lemke

Lemke reagierte damit auch auf Äußerungen von EU-Finanzmarktkommissarin Mairead McGuinness. Sie hatte gesagt, dass trotz der Kritik Deutschlands und anderer Staaten es keine grundlegenden Änderungen an der Taxonomie geben werde. Man habe nur begrenzten Spielraum, machte sie in der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ deutlich. Klimaminister Robert Habeck (Grüne) hatte bei einem Besuch in Brüssel die Hoffnung geäußert, die Kommission würde noch Änderungen vornehmen.

Die Kritik Lemkes entzündet sich auch am gewählten Weg der Kommission über einen sogenannten delegierten Rechtsakt: Hier hat die Kommission viele Freiheiten und Mitgliedsstaaten und Parlament nur die Möglichkeit, mit eigenen Mehrheiten das Vorhaben insgesamt zu stoppen.

Die Kommission wird den endgültigen Text voraussichtlich Anfang Februar veröffentlichen. Dann haben Parlament und Mitgliedsstaaten bis zu sechs Monaten Zeit für eine Ablehnung. Dies gilt aber als unwahrscheinlich, da mindestens 20 Staaten dagegen stimmen müssten und auch im Parlament ein Nein kaum in Sicht ist. Österreich und Luxemburg haben bereits eine Klage gegen die Taxonomie in Aussicht gestellt. 

Umweltministerin Lemke fordert komplett neues Verfahren zur EU-Taxonomie

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Charry schließt Serie A Finanzierungsrunde für die deutschlandweite Expansion ab

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Das Münchner Start-up charry hat die neuen Investoren A Round Capital, Beyer Holding (Beyer-Invest) und UVENTURES von sich überzeugt

Charry bietet stationären Retailern integrierte Ship-from-Store Lösungen zur Abwicklung von Online-Verkäufen – von der Abholung der unverpackten Ware, bis zum professionellen Fulfillment und Versand an. Seit Anfang 2020 übernimmt das E- Commerce Logistik-Startup bereits die Versandabwicklung von der lokalen Fläche für Retailer, Filialisten und Shopping Malls. Die fortschreitende Verzahnung des offline und online Handels hat zur Konsequenz, dass führende Retailer einen erheblichen Teil Ihrer Bestellung aus den Beständen der lokalen Stores abwickeln. Charry bietet dafür eine geeignete Ship-from-Store Lösung für die Versandabwicklung von der lokalen Fläche. Retailer müssen sich dadurch nicht mehr um die logistischen Herausforderungen kümmern.

Online bestellte Produkte des Endkunden, welche über den eigenen Onlineshop der Retailer oder Marktplätze (Amazon, Zalando etc.) erworben wurden, werden von charry täglich in den Stores unverpackt und unsortiert abgeholt, nach Anforderung der Retailer professionell verpackt sowie am selben Tag an die Paketdienstleister übergeben. Zusätzlich übernimmt charry auch die Retourenabwicklung für seine Kunden und sorgt dafür, dass die aufbereiteten Artikel wieder in den richtigen Store zurückgelangen. „Wir wollen unseren Kunden ein Rundum-sorglos-Paket anbieten, damit sie sich auf ihre Kernkompetenz, das Verkaufen, fokussieren können“, sagen charrys Gründer und Geschäftsführer Benjamin Keller & Maximilian von Forstner.

Neben dem Hauptstandort in München startete charry bereits in diesem Jahr mit den Standorten Hamburg und Berlin. In Hamburg konnte charry u. a. die Anbindung eines großen Einkaufszentrums realisieren. In Berlin profitieren nun auch internationale große Retailer von der sorgenfreien und kostengünstigen Ship-from-Store Lösung. Durch die abgeschlossene Finanzierungsrunde werden im kommenden Jahr weitere Ballungszentren erschlossen und weitere Retailer an die charry Plattform angebunden.

Weitere Informationen finden Sie hier

Quelle Charry GmbH