Manchester (dts Nachrichtenagentur) – 2023 gab es Finanzströme in Höhe von 7,3 Billionen US-Dollar, die sich negativ auf die Natur auswirkten. Demgegenüber standen lediglich 220 Milliarden US-Dollar an öffentlichen und privaten Finanzmitteln, die für den Erhalt und die nachhaltige Nutzung der biologischen Vielfalt eingesetzt werden. Das ist das Ergebnis einer Untersuchung des Weltbiodiversitätsrat (IPBES), die über einen Zeitraum von drei Jahren von 79 führenden Experten aus 35 Ländern erstellt und am Montag auf der jährlichen Sitzung der IPBES-Vollversammlung vorgestellt wurde.
IPBES ist ein zwischenstaatliches Gremium zur wissenschaftlichen Politikberatung für das Thema biologische Vielfalt, vergleichbar mit dem Weltklimarat IPCC. Nach Einschätzung der Experten kamen zwei Drittel der naturzerstörenden Finanzströme aus dem Privatsektor (4,9 Billionen US-Dollar) und ein Drittel aus umweltschädlichen Subventionen (ca. 2,4 Billionen US-Dollar).
Eine der zentralen Botschaften des Berichts ist, dass alle Unternehmen von der biologischen Vielfalt abhängig sind und sie beeinflussen. Die aktuellen Rahmenbedingungen, unter denen Unternehmen tätig sind, seien jedoch nicht immer mit der Verwirklichung einer gerechten und nachhaltigen Zukunft vereinbar und förderten systemische Risiken, so die Wissenschaftler. Durch Zusammenarbeit, kollektive und individuelle Maßnahmen könne ein förderliches Umfeld geschaffen werden, in dem Unternehmen zu einer gerechten und nachhaltigen Zukunft beitragen können.
Bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD) bezeichnete den Bericht als wichtigen Impuls. „Unternehmen haben viele Möglichkeiten, zum Erhalt unserer Natur beizutragen und es ist wichtig, dass sie es auch tun“, sagte er. „Das ist auch in ihrem ureigenen langfristigen Interesse, denn die Natur bildet die Grundlage jeden Wirtschaftens. Die Politik kann die richtigen Rahmenbedingungen und Anreize setzen, damit erfolgreiches Wirtschaften, eine intakte Umwelt und soziale Gerechtigkeit Hand in Hand gehen.“
Bundesforschungsministerin Dorothee Bär (CSU) ergänzte, der Schutz der biologischen Vielfalt sei eine zentrale Zukunftsaufgabe, die man nur gemeinsam mit einer starken Wirtschaft bewältigen könne. „Intakte Ökosysteme sind wichtig für Wohlstand, stabile Lieferketten und langfristige Wettbewerbsfähigkeit in Deutschland“, sagte sie. „Der IPBES-Bericht verdeutlicht, welche große Rolle Forschung und moderne Technologien spielen, um mit innovativen Ansätzen den Schutz von Natur und Artenvielfalt voranzubringen.“
Aktuell sind laut IPBES bis zu eine Million Arten vom Aussterben bedroht. Das Artensterben ist heute mindestens zehn- bis einhundertmal höher als im Durchschnitt der letzten zehn Millionen Jahre. Die biologische Vielfalt und die Leistungen von Ökosystemen wie Nahrung, sauberes Wasser und Medizin sind für das Überleben der Menschheit essenziell. Menschliche Aktivitäten sind nach Angaben des Weltbiodiversitätsrats die Hauptursache des Biodiversitätsverlusts.
Foto: Cagarras-Inseln (Archiv), via dts Nachrichtenagentur
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Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Nach Ansicht des Chefs der Münchner Sicherheitskonferenz Wolfgang Ischinger will Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) zur Eröffnung der MSC am Freitag die Agenda prägen.
München (dts Nachrichtenagentur) – Der Linde-Konzern will offenbar in seiner Anlagen-Sparte einige hundert Stellen abbauen. Betroffen sind die Standorte in Höllriegelskreuth bei Pullach und Dresden, berichtet die „Süddeutsche Zeitung“ (Dienstagausgabe).
Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Das „Bündnis Sahra Wagenknecht“ (BSW) will vor dem Bundesverfassungsgericht für eine Neuauszählung der Bundestagswahl klagen und hat am Montag seine Argumente dafür vorgestellt. Das BSW war bei der Bundestagswahl 2025 knapp an der Fünfprozenthürde gescheitert.
Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) hat sich von Überlegungen der SPD distanziert, künftig auch Erträge aus Vermietungen und Kapitalerträge zur Finanzierung der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) heranzuziehen. Stattdessen sprach sich Warken dafür aus, sogenannte „beitragsfremde Leistungen“ künftig aus dem Bundeshaushalt zu finanzieren.
Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Bundesregierung will die Anwendungsdauer des Industriestrompreises über 2028 hinaus verlängern und den Kreis der dafür beihilfeberechtigten Unternehmen ausweiten. Eine Sprecherin des Bundeswirtschaftsministeriums (BMWE) bestätigte auf Anfrage des Newsletters „Energie und Klima“ des „Politico“ entsprechende Gespräche mit der EU-Kommission.
Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Russland wird auf der diesjährigen Münchner Sicherheitskonferenz erneut nicht vertreten sein – hat nach Ansicht von MSC-Chef Wolfgang Ischinger an einer Einladung aber auch kein Interesse. 2022 habe die russische Delegation wenige Tage vor Beginn des Krieges kollektiv abgesagt, aber Mitarbeiter der Botschaft hätten jederzeit die Möglichkeit, wieder ihr Interesse zu bekunden, sagte Ischinger am Montag der dts Nachrichtenagentur. Er höre von dort jedoch „keinen Mucks“.
Berlin (dts Nachrichtenagentur) – SPD-Generalsekretär Tim Klüssendorf fordert eine Ausweitung der Rentenversicherungspflicht auf Beamte, Selbstständige und Politiker. „Dass ich als Politiker innerhalb von wenigen Jahren wirklich einen guten Altersanspruch erwerbe mit Zeit im Bundestag, das ist für mich total ungerecht“, sagte Klüssendorf der Sendung „Frühstart“ von RTL und ntv am Montag.
Sevilla (dts Nachrichtenagentur) – Mehrere aufeinander folgende Sturmtiefs haben in der westlichen Mittelmeerregion zu Hochwasser geführt und Milliardenschäden hinterlassen. In Portugal wurden bislang 13 Tote infolge der Überschwemmungen gezählt, in Marokko vier Tote und eine vermisste Person. Zehntausende Menschen mussten in der Region ihre Häuser verlassen.
Frankfurt/Main (dts Nachrichtenagentur) – Der Dax ist am Montag mit Zugewinnen in den Handelstag gestartet. Um 9:30 Uhr wurde der deutsche Leitindex mit rund 24.848 Punkten berechnet und damit 0,5 Prozent über dem Schlussniveau von Freitag. An der Spitze der Kursliste rangierten Rheinmetall und die Commerzbank, am Ende Symrise, Siemens Healthineers und Daimler Truck.