Dienstag, Juni 9, 2026
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IPBES: Unternehmen gefährden durch Naturzerstörung eigene Zukunft

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Cagarras-Inseln (Archiv), via dts NachrichtenagenturManchester (dts Nachrichtenagentur) – 2023 gab es Finanzströme in Höhe von 7,3 Billionen US-Dollar, die sich negativ auf die Natur auswirkten. Demgegenüber standen lediglich 220 Milliarden US-Dollar an öffentlichen und privaten Finanzmitteln, die für den Erhalt und die nachhaltige Nutzung der biologischen Vielfalt eingesetzt werden. Das ist das Ergebnis einer Untersuchung des Weltbiodiversitätsrat (IPBES), die über einen Zeitraum von drei Jahren von 79 führenden Experten aus 35 Ländern erstellt und am Montag auf der jährlichen Sitzung der IPBES-Vollversammlung vorgestellt wurde.

IPBES ist ein zwischenstaatliches Gremium zur wissenschaftlichen Politikberatung für das Thema biologische Vielfalt, vergleichbar mit dem Weltklimarat IPCC. Nach Einschätzung der Experten kamen zwei Drittel der naturzerstörenden Finanzströme aus dem Privatsektor (4,9 Billionen US-Dollar) und ein Drittel aus umweltschädlichen Subventionen (ca. 2,4 Billionen US-Dollar).

Eine der zentralen Botschaften des Berichts ist, dass alle Unternehmen von der biologischen Vielfalt abhängig sind und sie beeinflussen. Die aktuellen Rahmenbedingungen, unter denen Unternehmen tätig sind, seien jedoch nicht immer mit der Verwirklichung einer gerechten und nachhaltigen Zukunft vereinbar und förderten systemische Risiken, so die Wissenschaftler. Durch Zusammenarbeit, kollektive und individuelle Maßnahmen könne ein förderliches Umfeld geschaffen werden, in dem Unternehmen zu einer gerechten und nachhaltigen Zukunft beitragen können.

Bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD) bezeichnete den Bericht als wichtigen Impuls. „Unternehmen haben viele Möglichkeiten, zum Erhalt unserer Natur beizutragen und es ist wichtig, dass sie es auch tun“, sagte er. „Das ist auch in ihrem ureigenen langfristigen Interesse, denn die Natur bildet die Grundlage jeden Wirtschaftens. Die Politik kann die richtigen Rahmenbedingungen und Anreize setzen, damit erfolgreiches Wirtschaften, eine intakte Umwelt und soziale Gerechtigkeit Hand in Hand gehen.“

Bundesforschungsministerin Dorothee Bär (CSU) ergänzte, der Schutz der biologischen Vielfalt sei eine zentrale Zukunftsaufgabe, die man nur gemeinsam mit einer starken Wirtschaft bewältigen könne. „Intakte Ökosysteme sind wichtig für Wohlstand, stabile Lieferketten und langfristige Wettbewerbsfähigkeit in Deutschland“, sagte sie. „Der IPBES-Bericht verdeutlicht, welche große Rolle Forschung und moderne Technologien spielen, um mit innovativen Ansätzen den Schutz von Natur und Artenvielfalt voranzubringen.“

Aktuell sind laut IPBES bis zu eine Million Arten vom Aussterben bedroht. Das Artensterben ist heute mindestens zehn- bis einhundertmal höher als im Durchschnitt der letzten zehn Millionen Jahre. Die biologische Vielfalt und die Leistungen von Ökosystemen wie Nahrung, sauberes Wasser und Medizin sind für das Überleben der Menschheit essenziell. Menschliche Aktivitäten sind nach Angaben des Weltbiodiversitätsrats die Hauptursache des Biodiversitätsverlusts.


Foto: Cagarras-Inseln (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Ischinger: Merz will auf Sicherheitskonferenz "den Ton setzen"

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Wolfgang Ischinger am 09.02.2026, via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Nach Ansicht des Chefs der Münchner Sicherheitskonferenz Wolfgang Ischinger will Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) zur Eröffnung der MSC am Freitag die Agenda prägen.

„Ich denke, der Bundeskanzler will damit auch in dieser Eigenschaft sozusagen den Ton setzen, indem er gleich als erster auftritt“, sagte Ischinger am Montag vor Journalisten in Berlin. Dass man die Konferenz durch den deutschen Bundeskanzler eröffnen lasse, geschehe „in Abänderung unseres üblichen Programms“, sagte der langjährige MSC-Chef.

Regierungssprecher Stefan Kornelius wollte hierin allerdings keine Besonderheit erkennen. Es sei in den 30 Jahren, in denen er an der Sicherheitskonferenz teilnahm, „sehr, sehr häufig“ vorgekommen, dass der deutsche Bundeskanzler die MSC eröffnet, sagte er auf Anfrage der dts Nachrichtenagentur. Für Freitag kündigte der Regierungssprecher „eine grundsätzliche Rede“ an. „Der Bundeskanzler freut sich auf die Gelegenheit, auch diese Bühne zu nutzen, um die Position der deutschen Bundesregierung in grundsätzlichen Fragen der Außenpolitik kenntlich zu machen“, sagte Kornelius.


Foto: Wolfgang Ischinger am 09.02.2026, via dts Nachrichtenagentur

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Bericht: Linde plant Stellenabbau in Deutschland

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Linde (Archiv), via dts NachrichtenagenturMünchen (dts Nachrichtenagentur) – Der Linde-Konzern will offenbar in seiner Anlagen-Sparte einige hundert Stellen abbauen. Betroffen sind die Standorte in Höllriegelskreuth bei Pullach und Dresden, berichtet die „Süddeutsche Zeitung“ (Dienstagausgabe).

Die Rede ist demnach von bis zu 400 Jobs bis Ende Mai, das wäre immerhin fast jede vierte Stelle im Anlagenbau an den beiden Standorten. Die Verhandlungen mit den Arbeitnehmern und dem Betriebsrat dazu liefen auf Hochtouren, erklärten Betroffene nach Angaben der Zeitung.

Linde teilte dazu mit, der Anlagenbau sei „einem intensiven und zunehmenden internationalen Kosten- und Technologiewettbewerb ausgesetzt“. Die Wettbewerbsfähigkeit müsse gestärkt werden. Das erfordere eben „eine kontinuierliche Anpassung von Organisation und Ressourcen der Anlagenbau-Sparte“.

In einem Schreiben an die Mitarbeitenden, heißt es laut „Süddeutscher Zeitung“, die Beschäftigten könnten in den kommenden Wochen zwischen drei Optionen wählen, nämlich bis Ende März einem Aufhebungsvertrag zustimmen, sich bis Ende April in eine Transfergesellschaft verlegen lassen oder, wenn möglich, bis Ende März einer Altersteilzeit-Vereinbarung zustimmen. Wer alle Fristen verstreichen lasse, müsse mit betriebsbedingten Kündigungen rechnen.

Linde, der weltweit größte Anbieter von Gasen für die Industrie, wird seit der Fusion mit dem Konkurrenten Praxair aus den USA geführt und macht hohe Gewinne. Der Anlagenbau, dessen Zentrale in Höllriegelskreuth bei München ist, steht nur für einen kleinen Teil von Umsatz und Gewinn.


Foto: Linde (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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BSW beharrt auf Klage zur Neuauszählung der Bundestagswahl

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BSW-Pressekonferenz zu Wahlprüfungsbeschwerde am 09.02.2026, via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Das „Bündnis Sahra Wagenknecht“ (BSW) will vor dem Bundesverfassungsgericht für eine Neuauszählung der Bundestagswahl klagen und hat am Montag seine Argumente dafür vorgestellt. Das BSW war bei der Bundestagswahl 2025 knapp an der Fünfprozenthürde gescheitert.

„Wir klagen nicht, um ein Ticket in den Bundestag zu bekommen“, sagte BSW-Gründerin Sahra Wagenknecht bei einer Pressekonferenz am Montag. Man klage, damit korrekt ermittelt werde, was die Wähler vor einem Jahr gewählt hätten. „Und da ist es eben relativ naheliegend, dass tatsächlich diese 9.500 Stimmen, die uns angeblich fehlen, den Ausschlag geben würden für eine völlig andere Zusammensetzung“, sagte sie mit Blick auf die Mehrheitsverhältnisse im Bundestag. Die aktuelle Koalition besitze wahrscheinlich keine demokratische Legitimation.

Der Bundestag hatte sich im Dezember 2025 gegen eine Neuauszählung der Bundestagswahl ausgesprochen. Die Mehrheit des Wahlprüfungsausschusses hatte zuvor die Einsprüche des BSW für unbegründet abgelehnt. Jeder einzelne Fall sei widerlegt worden, hieß es. Es seien keine Wahlfehler festgestellt worden. Die Bundeswahlleiterin und die 16 Landeswahlleiter seien jedem einzelnen Hinweis sehr präzise nachgegangen.

Der BSW-Parteivorsitzende Fabio De Masi sieht das anders. „Der Bundestag hat statistische Anomalien, die sich bei Prüfung fast immer als dem BSW vorenthaltene Stimmen entpuppten, gar nicht aufgeklärt“, behauptete er. „Das Bundesverfassungsgericht hat 1991 jedoch bei einer Landtagswahl geurteilt, dass bei einem extrem knappen Ergebnis und belegten Zählfehlern vollständig nachgezählt werden muss.“

Amira Mohamed Ali, ebenfalls BSW-Parteivorsitzende, warf dem Bundestag vor, eine Neuauszählung mit einer „hanebüchenen Begründung“ abgelehnt zu haben. Sie stellte unter anderem Zahlen vor, die zeigen sollen, dass Stimmen für das BSW fälschlicherweise als Stimmen für die Partei „Bündnis Deutschland“ gezählt worden sein könnten. „Man will einfach nicht sehen, was – in den Augen von Union, SPD, Grünen und Linkspartei – nicht sein darf: dass das BSW triftige Gründe für eine Neuauszählung genannt hat und nach dieser Neuauszählung mit großer Wahrscheinlichkeit im Bundestag sitzen wird“, sagte sie. „Eine gerichtliche Klärung vom Bundesverfassungsgericht ist daher zwingend erforderlich.“


Foto: BSW-Pressekonferenz zu Wahlprüfungsbeschwerde am 09.02.2026, via dts Nachrichtenagentur

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Warken lehnt SPD-Vorschlag zur Krankenkassenfinanzierung ab

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Patient mit Infusionsständer (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) hat sich von Überlegungen der SPD distanziert, künftig auch Erträge aus Vermietungen und Kapitalerträge zur Finanzierung der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) heranzuziehen. Stattdessen sprach sich Warken dafür aus, sogenannte „beitragsfremde Leistungen“ künftig aus dem Bundeshaushalt zu finanzieren.

„Ich unterstütze die Forderung von Carsten Linnemann, die beitragsfremden Leistungen in der GKV künftig durch Bundesmittel zu finanzieren“, sagte Warken dem „Handelsblatt“ (Dienstagausgabe). Es sei ungerecht, wenn gesetzlich Versicherte für die Versicherung von Grundsicherungsempfängern jährlich Milliardenbeträge zahlen müssen.

Warken schloss sich damit Forderungen von CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann an. Der hatte am Sonntagabend in der ARD vorgeschlagen, diese Beiträge nicht länger aus den Beiträgen der regulär Versicherten zu finanzieren. Laut Linnemann tragen gesetzlich Versicherte derzeit eine zweistellige Milliardensumme pro Jahr für die Absicherung von Bürgergeldempfängern.

Der Vorstand der SPD hatte sich am Wochenende in einem Positionspapier dafür ausgesprochen, bei der Finanzierung von Gesundheit und Pflege künftig auch Mieteinnahmen und Kapitalerträge einzubeziehen. Durch eine Ausweitung der Beitragsbasis sollen nach Vorstellung der SPD die Beitragssätze für Versicherte sinken.


Foto: Patient mit Infusionsständer (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Regierung will Industriestrompreis über 2028 hinaus verlängern

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Ruhrgebiet (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Bundesregierung will die Anwendungsdauer des Industriestrompreises über 2028 hinaus verlängern und den Kreis der dafür beihilfeberechtigten Unternehmen ausweiten. Eine Sprecherin des Bundeswirtschaftsministeriums (BMWE) bestätigte auf Anfrage des Newsletters „Energie und Klima“ des „Politico“ entsprechende Gespräche mit der EU-Kommission.

„Eine Ausweitung des beihilfeberechtigten Kreises oder eine Verlängerung der Laufzeit über die derzeit vorgesehenen drei Jahre hinaus ist jedoch nur auf Grundlage entsprechender Entscheidungen der Europäischen Kommission möglich“, sagte die Sprecherin. „Gespräche hierzu laufen, ohne dass deren Ergebnis vorweggenommen werden kann.“

Die EU-Kommission bestätigte auf Anfrage lediglich, sich mit der Bundesregierung im „engen und konstruktiven Kontakt“ zum Industriestrompreis zu befinden. Laufende Gespräche mit Mitgliedstaaten würden darüber hinaus nicht kommentiert, teilte ein Sprecher mit.

Auch das deutsche Wirtschaftsministerium lieferte keine Details dazu, bis wann genau die von Berlin angestrebte Verlängerung des Industriestrompreises gelten soll.


Foto: Ruhrgebiet (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Russland will laut Ischinger nicht zur MSC

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Pressekonferenz vor Münchner Sicherheitskonferenz am 09.02.2026, via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Russland wird auf der diesjährigen Münchner Sicherheitskonferenz erneut nicht vertreten sein – hat nach Ansicht von MSC-Chef Wolfgang Ischinger an einer Einladung aber auch kein Interesse. 2022 habe die russische Delegation wenige Tage vor Beginn des Krieges kollektiv abgesagt, aber Mitarbeiter der Botschaft hätten jederzeit die Möglichkeit, wieder ihr Interesse zu bekunden, sagte Ischinger am Montag der dts Nachrichtenagentur. Er höre von dort jedoch „keinen Mucks“.

Ischinger hofft trotzdem, dass die MSC in diesem Jahr einen „erheblichen“ Beitrag zur Lösung des Ukraine-Konfliktes leisten kann und es nicht bei „rhetorischen Beschwörungsformeln“ bleibt. Er wünsche sich, dass sowohl innerhalb der Europäischen Union als auch bei Partnern wie Großbritannien oder Kanada „Impulse gesetzt werden, um zu zeigen, dass wir Europäer den Schuss gehört haben“. Er hoffe, dass es am Sonntag in den Berichten über die MSC heißt: „Da tut sich jetzt was, da geht man vom Sprücheklopfen zum Handeln über“, sagte Ischinger der dts Nachrichtenagentur.

Auf der Münchner Sicherheitskonferenz werden in diesem Jahr nach Veranstalterangaben über 200 Regierungsvertreter aus 120 Staaten erwartet, darunter über 60 Staats- und Regierungschefs. Entgegen dem in den letzten Jahren üblichen Ablauf wird mit Friedrich Merz (CDU) der deutsche Bundeskanzler die Konferenz am Freitag mit einer Rede eröffnen.


Foto: Pressekonferenz vor Münchner Sicherheitskonferenz am 09.02.2026, via dts Nachrichtenagentur

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Klüssendorf kritisiert Altersanspruch von Abgeordneten als zu hoch

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Tim Klüssendorf (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – SPD-Generalsekretär Tim Klüssendorf fordert eine Ausweitung der Rentenversicherungspflicht auf Beamte, Selbstständige und Politiker. „Dass ich als Politiker innerhalb von wenigen Jahren wirklich einen guten Altersanspruch erwerbe mit Zeit im Bundestag, das ist für mich total ungerecht“, sagte Klüssendorf der Sendung „Frühstart“ von RTL und ntv am Montag.

Er würde „sofort sagen“, dass Politiker mit in die Rentenversicherung einzahlen sollen. „Das ist dann in der Gesamtabwägung noch nicht der große Kostenblock, aber zumindest, glaube ich, ein großer symbolischer Wert, dass wir sagen, wir fangen bei uns an“, erklärte der SPD-Generalsekretär. In einem Solidarsystem sei wichtig, „dass auch alle darin einzahlen und es nicht unterschiedliche Gruppen mit einzelnen Versorgungswerken gibt“.

Die Altersvorsorge für Beamte sei höher und werde anders finanziert, dafür gebe es Rückstellungen. „Aber da schrittweise bei neu zu verbeamtenden Menschen eine Umstellung zu machen, ist glaube ich ein großer Beitrag zur Gerechtigkeit, weil am Ende dann alle ins gleiche System kommen und am Ende auch mehr Stabilität da ist.“

Bei der Rente sieht Klüssendorf Einigungspotential mit der Union. „Wir haben eine Rentenkommission aufgestellt und – so wie ich höre – tagt die auch gut und ist fleißig und versucht auch diese Vorschläge zu erarbeiten, die dann am Ende beide Seiten natürlich ans Ziel führen – auch beide Koalitionspartner.“

Auch in der Union werde darüber diskutiert, wie man Beamten begegne. CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann habe etwa gefordert, nur noch „den absoluten Kern“ zu verbeamten. Man beschäftige sich also mit den gleichen Themen, so Klüssendorf. „Es ist auch für mich kein Streit oder so, sondern wir tauschen jetzt unsere Positionen aus. Und ich glaube, bei einigen Dingen sind wir nicht so weit auseinander.“


Foto: Tim Klüssendorf (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Hohe Schäden durch Überschwemmungen in westlicher Mittelmeerregion

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Spanische Fahne (Archiv), via dts NachrichtenagenturSevilla (dts Nachrichtenagentur) – Mehrere aufeinander folgende Sturmtiefs haben in der westlichen Mittelmeerregion zu Hochwasser geführt und Milliardenschäden hinterlassen. In Portugal wurden bislang 13 Tote infolge der Überschwemmungen gezählt, in Marokko vier Tote und eine vermisste Person. Zehntausende Menschen mussten in der Region ihre Häuser verlassen.

Allein für die Landwirtschaft in Andalusien im Süden Spaniens wird nach ersten Schätzungen mit Schäden in Höhe von rund 3,4 Milliarden Euro gerechnet, da rund 75 Prozent der landwirtschaftlichen Fläche betroffen ist. Die Reparatur von Straßen in Andalusien dürfte sich auf rund 500 Millionen Euro belaufen. In Portugal wird der Gesamtschaden auf über vier Milliarden Euro geschätzt.

Ursache für die Überschwemmungen sind mehrere Sturmtiefs, die normalerweise durch Nord- und Mitteleuropa ziehen würden. Sie nahmen auf dem Weg aus der Karibik viel warme, feuchte Luft mit. Durch den Klimawandel wurden bislang insbesondere die Meere wärmer.


Foto: Spanische Fahne (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Dax startet im Plus – Commerzbank-Aktien gefragt

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Frankfurter Börse, via dts NachrichtenagenturFrankfurt/Main (dts Nachrichtenagentur) – Der Dax ist am Montag mit Zugewinnen in den Handelstag gestartet. Um 9:30 Uhr wurde der deutsche Leitindex mit rund 24.848 Punkten berechnet und damit 0,5 Prozent über dem Schlussniveau von Freitag. An der Spitze der Kursliste rangierten Rheinmetall und die Commerzbank, am Ende Symrise, Siemens Healthineers und Daimler Truck.

„Die Marktteilnehmer reagieren mit Erleichterung auf den Wahlausgang in Japan und die abnehmenden Spannungen im Nahen Osten“, kommentierte Marktanalyst Andreas Lipkow. Die regierende Partei LDP hatte bei der Wahl am Sonntag eine Zweidrittelmehrheit im Unterhaus erhalten. „Damit kann die neue Premierministerin, Frau Sanae Takaishi, quasi durchregieren“, so Lipkow.

„Auch die abnehmenden Spannungen zwischen den USA und dem Iran sorgen für Kursrückgängen bei den Energieträgern. Die Investoren sind wieder zuversichtlicher geworden, dass die Phase der hohen Volatilität vorerst beendet sein könnte“, erklärte er. Bei den stark gebeutelten Software-Aktien zeichne sich ebenfalls ein Umdenken ab. „Diese hatten zuletzt stark an Wert verloren, da Befürchtungen über disruptive KI-Einflüsse den Investoren Sorgen bereiteten.“

Die europäische Gemeinschaftswährung war am Montagmorgen stärker: Ein Euro kostete 1,1858 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8433 Euro zu haben.

Der Ölpreis sank unterdessen: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Montagmorgen gegen 9 Uhr deutscher Zeit 67,51 US-Dollar, das waren 54 Cent oder 0,8 Prozent weniger als am Schluss des vorherigen Handelstags.


Foto: Frankfurter Börse, via dts Nachrichtenagentur

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