Donnerstag, Juni 18, 2026
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Schah-Sohn befürwortet Militärschlag gegen Regime in Iran

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Anti-Iran-Protest (Archiv), via dts NachrichtenagenturMünchen (dts Nachrichtenagentur) – Reza Pahlavi, der im Exil lebende älteste Sohn des gestürzten Schahs des Irans, will auf der Münchner Sicherheitskonferenz einen schnellen US-Militärschlag gegen das Regime in Teheran fordern. Das berichtet der „Spiegel“. Er wolle selbst nach Iran zurückkehren, um den Umsturz vor Ort anzuführen.

Vor seiner Abreise nach München bezeichnet Pahlavi die blutig niedergeschlagenen Proteste nach seinem Januar-Aufruf als „Revolution“. Tausende Menschen starben, doch „es gibt kein Zurück“, sagte er dem Nachrichtenmagazin. Das Regime sei geschwächt, die Führung verstecke sich in Bunkern und habe dem Volk nichts zu bieten.

Jetzt sei der Moment für einen gezielten Schlag gegen Revolutionswächter und Sicherheitskräfte. Ein solcher Schlag gegen den Unterdrückungsapparat sei „keine äußere Intervention, sondern ein humanitäres Einschreiten“, sagte er. Ein schneller Militärschlag könne Massenmord stoppen und den Iranern eine „faire Chance“ geben.

Pahlavi appelliert vor allem an die Berater des US-Präsidenten. „Trump hat die Chance, Geschichte zu schreiben, indem er dem iranischen Volk zur Freiheit verhilft“, sagte er. Trumps Worte „Hilfe ist unterwegs“ vom 13. Januar 2026 hätten in Iran Anklang gefunden, blieben jedoch folgenlos. Über 100.000 Regimeangehörige aus dem Sicherheitsbereich und der Verwaltung des Staatsapparats hätten sich auf seine Aufforderung hin bereits bei seinem Team gemeldet.

Pahlavi plant, selbst vor Ort zu handeln. „Ich prüfe, wann ich in Iran wirken kann“, erklärt er. Bereits 1980 habe er Khomeinis Luftwaffe seinen Dienst im Krieg gegen den Irak angeboten. Er sei „kein Opferlamm“, sondern wolle den Übergang im Land organisieren.

Der Oppositionsführer fordert nach einem Sturz des Regimes Amnestie für Mitläufer und Prozesse nach dem Nürnberger Modell für „Dämonen“ wie Khamenei. Über die künftige Staatsform, ob konstitutionelle Monarchie oder Republik, sollten die Iraner per Referendum entscheiden. Die zerstrittene Opposition wolle er mit vier Prinzipien vereinigen: Gleichheit, Säkularismus, Demokratie, Freiheitsrechte.

„Die internationale Gemeinschaft sollte aufhören, das Regime zu stützen, und sich klar auf die Seite des iranischen Volks stellen“, sagte er als Botschaft an die Teilnehmer der Münchner Sicherheitskonferenz. „Die Freiheitsbewegung in Iran braucht Unterstützung – politisch, wirtschaftlich, notfalls militärisch.“


Foto: Anti-Iran-Protest (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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German Marshall Fund kritisiert Macrons Russland-Vorstoß

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Emmanuel Macron und Friedrich Merz am 12.02.2026, via dts NachrichtenagenturWashington (dts Nachrichtenagentur) – Die Präsidentin der transatlantischen Denkfabrik German Marshall Fund (GMF), Alexandra de Hoop Scheffer, hat scharfe Kritik am französischen Präsidenten Emmanuel Macron geübt. „Die Kontakte Frankreichs zu Moskau sind diplomatisches Theater“, sagte sie dem „Handelsblatt“ (Freitagausgabe).

Macron habe selbst eingeräumt, dass Russland keine echte Bereitschaft zu ernsthaften Verhandlungen über einen Waffenstillstand mit der Ukraine zeige. Trotzdem habe Macron kürzlich einen europäischen Dialog mit Russland gefordert und seinen Sicherheitsberater für Gespräche nach Moskau entsandt. „Das ist Show, kein Fortschritt“, so de Hoop Scheffer.

Solche Alleingänge seien kurz vor der Münchner Sicherheitskonferenz, auf der Europa Geschlossenheit demonstrieren will, gefährlich. „Frankreich agiert als selbsternannter europäischer Gesprächspartner, anstatt zuerst eine einheitliche Position zu erarbeiten. Das führt genau zu der Zersplitterung, die Moskau ausnutzt.“ Europa müsse „die Disziplin aufbringen“, im Verhältnis zu Russland mit einer Stimme zu sprechen, kritisierte die GMF-Präsidentin. „Derzeit gibt es diese Einheit nicht.“


Foto: Emmanuel Macron und Friedrich Merz am 12.02.2026, via dts Nachrichtenagentur

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Dax baut Gewinne aus – Siemens überholt SAP

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Frankfurter Börse, via dts NachrichtenagenturFrankfurt/Main (dts Nachrichtenagentur) – Der Dax hat am Donnerstag nach einem freundlichen Start bis zum Mittag seine Zugewinne ausgebaut. Gegen 12:30 Uhr wurde der Leitindex mit rund 24.194 Punkten berechnet, 1,4 Prozent über dem Schlussniveau vom Vortag. An der Spitze der Kursliste rangierten Siemens, die Commerzbank und die Deutsche Telekom, am Ende RWE, Mercedes Benz, Heidelberg Materials und Symrise.

„Der Dax wird heute insbesondere vom neuen Indexschwergewicht Siemens nach oben getragen“, kommentierte Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst von CMC Markets. „Der Industriekonzern hat nach den Quartalszahlen SAP überholt und ist wieder die Nummer eins im deutschen Leitindex. Die im Vorfeld hohe Skepsis gegenüber der operativen Geschäftsentwicklung wurde heute pulverisiert“, so der Analyst. „Dennoch bleibt für den Gesamtmarkt offen, ob die heute anstehenden US-Arbeitsmarktdaten den Optimismus weiter stützen können. Auch im US-Immobilienmarkt hatte sich zuletzt eine Abkühlung aufgezeigt, die sich heute erneut bestätigen könnte.“

Die europäische Gemeinschaftswährung war am Donnerstagnachmittag etwas stärker: Ein Euro kostete 1,1883 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8415 Euro zu haben.

Der Ölpreis sank unterdessen: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Donnerstagnachmittag gegen 12 Uhr deutscher Zeit 69,18 US-Dollar, das waren 22 Cent oder 0,3 Prozent weniger als am Schluss des vorherigen Handelstags.


Foto: Frankfurter Börse, via dts Nachrichtenagentur

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Bundeswehr findet zu wenige Freiwillige für Litauen-Brigade

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Bundeswehr-Soldaten (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Für die Aufstellung der Bundeswehrbrigade an der Nato-Ostflanke in Litauen haben sich bisher deutlich zu wenige Soldaten freiwillig gemeldet. „Freiwilligenbewerbungen sind nicht ausreichend“, heißt es in vertraulichen Statistiken des Heeres, über die der „Spiegel“ berichtet. Darin geht es um die Zahl der Soldaten, die sich für einen zweijährigen Einsatz an der Nato-Ostflanke gemeldet haben. Besonders bei den Mannschaftsdienstgraden, die den Großteil der Brigade stellen, sind die Zahlen zu niedrig.

Konkret geht es um die Besetzung der Dienstposten für das Panzerbataillon 203 und das Panzergrenadierbataillon 122. Laut den Papieren erreichen die bisherigen Freiwilligenmeldungen nur zwischen 28 und 47 Prozent. Die beiden Einheiten sollen dieses Jahr mit Soldaten bestückt werden und 2027 voll ausgerüstet in den Einsatz an der Ostflanke gehen.

In einem internen Sachstand aus dem Verteidigungsministerium von Ende Januar werden die ausbleibenden Meldungen noch drastischer beschrieben. Für die „neuen Hauptkräfte“ der Litauen-Brigade – konkret genannt werden Artillerie, Aufklärer, Pioniere und Unterstützungstrupps – hätten sich bei einer bundeswehrweiten Umfrage für 1.971 Dienstposten nur „rund 10 Prozent“ der nötigen Freiwilligen gemeldet.

Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) hatte im Sommer 2023 angekündigt, eine voll ausgestattete Bundeswehrbrigade dauerhaft in Litauen an der Nato-Ostflanke zu stationieren, ab 2027 soll der Verband einsatzbereit sein. Für die Soldaten soll der Einsatz in Litauen freiwillig sein. Durch umfangreiche Zulagen hat das Ministerium versucht, die Mission für die Soldaten der Bundeswehr so attraktiv wie möglich zu machen.

Laut dem internen Papier aus dem Ministerium sind nun umfangreiche „Mitigationsmaßnahmen“ geplant. Zunächst soll das Personalamt 43.000 Informationsschreiben an alle Soldaten verschicken, die für den Einsatz infrage kommen. Zudem will die Bundeswehr Tagestrips nach Litauen anbieten, damit sich mögliche Bewerber die Kasernen ansehen können. Geplant ist auch eine „Reduzierung der Mindeststehzeit in Litauen auf ein Jahr“. Bisher galt es als Vorgabe, dass die Freiwilligen für mindestens zwei Jahre in Litauen bleiben sollten.

Die Bundeswehr räumte auf Nachfrage ein, dass man bisher nicht ausreichend Freiwillige für den Einsatz gefunden hat. Die Zahlen aus den internen Papieren seien aber nur „ein Zwischenstand von Ende letzten Jahres“, aus dem sich „keine belastbaren Prognosen für Freiwilligenbewerbungen ableiten“ ließen. „Derzeit ist noch nicht genau absehbar, wie sich die Freiwilligenbewerbungen in den kommenden Monaten entwickeln“, sagte ein Sprecher des Heeres. Die Aufstellung der Brigade mit qualifiziertem Personal ist und bleibe „herausfordernd“.


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EU-Gipfeltreffen: Merz und Macron demonstrieren Einigkeit

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Emmanuel Macron und Friedrich Merz am 12.02.2026, via dts NachrichtenagenturLimburg (dts Nachrichtenagentur) – Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron haben am Donnerstag beim informellen EU-Gipfeltreffen in Belgien Einigkeit demonstriert. „Wir wollen diese Europäische Union schneller machen, wir wollen sie besser machen, wir wollen vor allem dafür sorgen, dass wir eine wettbewerbsfähige Industrie in Europa haben“, sagte Merz. Er sei sich mit Frankreichs Ministerpräsident Emmanuel Macron über diese Fragen „wie fast immer“ einig.

Macron ergänzte, man teile ein Gefühl der Dringlichkeit. Es gebe einerseits einen unlauteren Wettbewerb und starken Druck seitens Chinas und andererseits Zölle und die Androhung von Zwangsmaßnahmen seitens der USA. „All dies erfordert eine Reaktion.“

Der Präsident Frankreichs sprach von einer starken deutsch-französischen Übereinkunft über die Kapitalmarktunion. Eine weitere Priorität bestehe darin, die Ausweitung von Partnerschaften und die Diversifizierung fortzusetzen, um wirtschaftliche Risiken zu mindern. Außerdem müssten bestimmte kritische Sektoren, die besonders bedroht sind, geschützt und Innovationen finanziert werden.

Im Juni solle der Fortschritt bei diesen Themen überprüft werden, erklärte Macron. Bei bestimmten Themen, bei denen man nicht mit allen 27 Mitgliedsstaaten vorankommt, müsse man sich das Recht nehmen, in anderen Konstellationen verstärkte Kooperationen einzugehen, um schneller voranzukommen.


Foto: Emmanuel Macron und Friedrich Merz am 12.02.2026, via dts Nachrichtenagentur

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Olympia: IOC schließt Ukrainer wegen Gedenkhelm von Wettbewerb aus

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Olympische Ringe (Archiv), via dts NachrichtenagenturMailand/Cortina (dts Nachrichtenagentur) – Das Internationale Olympische Komitee (IOC) hat dem ukrainischen Skeletonfahrer Vladylsav Heraskevych die Akkreditierung für die Olympischen Winterspiele 2026 entzogen. Damit kann Heraskevych am Donnerstag nicht an den Start gehen.

Das IOC begründete die Entscheidung damit, dass der Helm, den Heraskevych tragen wollte, nicht den Richtlinien des IOC zur Meinungsäußerung von Athleten entsprochen habe. Der Skeletonfahrer wollte einen Helm tragen, auf dem Porträts Sportlern aus der Ukraine zu sehen sind, die durch Russlands Angriffskrieg getötet wurden.

Das Komitee erklärte, man habe zuvor nach einem Kompromiss gesucht, um seinem Wunsch nachzukommen, seinen Sportlerkollegen zu gedenken. So habe er seinen Helm bei allen Trainingsläufen tragen dürfen. Er hätte ihn zudem unmittelbar nach dem Wettkampf beim Durchlaufen der „Mixed Zone“ zeigen können. Trauer werde jedoch nicht überall auf der Welt auf die gleiche Weise ausgedrückt und wahrgenommen.

Heraskevych kommentierte die Entscheidung des IOC nur knapp. „Das ist der Preis unserer Würde“, schrieb er in sozialen Medien. Zuvor hatte er in einer Videobotschaft beteuert, nie einen Skandal mit dem IOC gewollt zu haben. Er habe ihn auch nicht verursacht. „Das IOC hat ihn mit seiner Auslegung der Regeln verursacht, die viele als diskriminierend ansehen“, so der Skeletonfahrer. Er forderte das IOC auf, als Zeichen der Solidarität mit dem ukrainischen Sport Stromgeneratoren für die ukrainischen Sportanlagen bereitzustellen, die täglich unter Beschuss stünden.


Foto: Olympische Ringe (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Grüne warnen vor Abschwächung des Europäischen Emissionshandels

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Franziska Brantner (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Franziska Brantner, Co-Vorsitzende der Grünen, hat den Vorstoß von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU), das bestehende CO2-Handelssystem in der EU zu überarbeiten und die nächsten Schritte angesichts der angespannten wirtschaftlichen Lage notfalls zu verschieben, zurückgewiesen.

„Das ist falsch. Unser Ziel ist, dass wir unseren Wohlstand erhalten und erneuern, aber das tun, ohne den Planeten zu zerstören“, sagte Brantner der Sendung „Frühstart“ von RTL und ntv am Donnerstag. „Und ich möchte, dass Deutschland dafür die Technologien entwickelt und daran auch verdient, und das nicht den Chinesen überlässt.“

Es sei wichtig, dass die Planbarkeit gewahrt bleibe und Klimaschutz belohnt werde. „Es ist ein Marktmechanismus, für den Herr Merz sich übrigens immer ausgesprochen hatte“, sagte Brantner. „Und jetzt geht es darum, die europäische Wettbewerbsfähigkeit zu erhöhen, zu beschleunigen, vereinfachen und dort unsere Industrie zu schützen, wo es unfairen Wettbewerb gibt.“

Nach Ansicht der Grünen-Chefin könnte die Bundesregierung die Stromsteuer senken, die Lohnnebenkosten stabilisieren und in Innovationen investieren. „Aber die Zukunft in der Vergangenheit zu suchen, zu sagen, wir gehen nicht den Weg des Wohlstandes, der nachhaltig ist, ist doch total absurd“, sagte sie. „Die Chinesen verdienen damit sehr, sehr gutes Geld, und ich möchte, dass wir damit auch gutes Geld verdienen.“

Die beiden CO2-Emissionshandelssysteme gelten als wichtigste Klimaschutzinstrumente der EU, denn die Menge der CO2-Zertifikate begrenzt, wie viel CO2 in den jeweiligen Bereichen emittiert werden darf. Derzeit wird die Zahl der Zertifikate im Emissionshandel für die Energiewirtschaft und die Industrie (EU-ETS-1) jedes Jahr um 4,4 Prozent reduziert, sodass im Jahr 2039 die Zertifikate ausgehen. Die Zertifikate werden Unternehmen teilweise kostenlos zugeteilt. Von diesem Jahr an soll die kostenlose Zuteilung stark verringert werden.

Die Einnahmen des CO2-Emissionshandels fließen in Deutschland in den Klima- und Transformationsfonds. Daraus werden zum Beispiel der Ausbau erneuerbarer Energien, die Förderung von Elektromobilität, die energetische Gebäudesanierung, Wasserstoffprojekte und die Umstellung auf klimafreundliche Industrieprozesse finanziert.


Foto: Franziska Brantner (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Haßelmann dementiert Merkel-Vorschlag für Bundespräsidentenwahl

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Schloss Bellevue (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Grünen haben dementiert, Alt-Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) für das Amt der Bundespräsidentin vorschlagen zu wollen. „Angela Merkel hat sich ja schon selbst geäußert. Da ist nichts dran“, sagte Grünen-Fraktionschefin Britta Haßelmann der „Rheinischen Post“ (Freitagausgabe). „Zur Bundespräsidentenwahl ist bei uns zum jetzigen Zeitpunkt weder etwas besprochen noch entschieden“, sagte sie.

Merkel hatte ebenfalls die Spekulationen zurückgewiesen. „Das ist abwegig“, antwortete eine Sprecherin aus dem Büro von Bundeskanzlerin a. D. Merkel auf eine Anfrage des „Tagesspiegel“ (Freitagausgabe).

Zuvor hatte die „Bild“ geschrieben, in der CDU-Spitze gebe es die Sorge, dass die Grünen der CDU Angela Merkel als Bundespräsidentin vorschlagen könnten. Bisher hat kein Bundeskanzler nach seiner Amtszeit das Amt des Bundespräsidenten übernommen.

Die Bundesversammlung soll Anfang 2027 über die Nachfolge von Frank-Walter Steinmeier entscheiden. Die Union dürfte die größte Fraktion stellen. Immer wieder wird der Ruf nach einem ersten weiblichen Staatsoberhaupt laut.


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Dax startet im Plus – Gewinneinbruch bei Mercedes Benz

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Frankfurter Börse, via dts NachrichtenagenturFrankfurt/Main (dts Nachrichtenagentur) – Der Dax ist am Donnerstagmorgen mit Zugewinnen in den Handelstag gestartet. Gegen 9:30 Uhr wurde der Leitindex mit rund 25.081 Punkten berechnet, 0,9 Prozent über dem Schlussniveau vom Vortag.

An der Spitze der Kursliste rangierten Siemens, die Commerzbank, die Deutsche Telekom und Continental, am Ende Symrise und Mercedes Benz. Der Autobauer hat im abgelaufenen Geschäftsjahr einen deutlichen Gewinneinbruch verzeichnet, wie er am Donnerstag mitteilte. Daher soll die Dividende gekürzt werden.

„Die Anleger werden weiterhin mit einer Fülle an gegensätzlichen Impulsen konfrontiert“, kommentierte Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst von CMC Markets. Bei den am Mittwoch veröffentlichten US-Arbeitsmarktdaten müsse man sehr tief in die Details gehen, um ein stimmiges Gesamtbild der US-Wirtschaft zu erhalten. „Die Arbeitsmarktdaten lagen zwar deutlich über den Erwartungen, dennoch kam es in der jüngsten Vergangenheit regelmäßig zu Revidierungen, die im Nachgang dann ein komplett anderes Bild zeigten. Angesichts dessen dürften die heute anstehenden Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe an Bedeutung gewinnen.“

In Europa deute sich eine Stabilisierung auf niedrigem konjunkturellem Niveau an, erklärte der Analyst. „Dies zeigt sich in vielen Quartalszahlen wie den gestrigen von Siemens Energy und der Commerzbank und auch den heute bereits vorgelegten Zahlen von Siemens. Dennoch bleibt die große Abhängigkeit von den Volkswirtschaften in China und den USA essenziell. Zudem sind die Rüstungsausgaben der EU ein bedeutender zusätzlicher Treiber für diese wirtschaftliche Stabilisierung.“

Die europäische Gemeinschaftswährung war am Donnerstagmorgen etwas stärker: Ein Euro kostete 1,1880 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8418 Euro zu haben.

Der Ölpreis stieg unterdessen: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Donnerstagmorgen gegen 9 Uhr deutscher Zeit 69,65 US-Dollar, das waren 25 Cent oder 0,4 Prozent mehr als am Schluss des vorherigen Handelstags.


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Destatis: Produktion zuckerhaltiger Getränke 2024 nahezu stabil

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Coca-Cola in einem Supermarktregal (Archiv), via dts NachrichtenagenturWiesbaden (dts Nachrichtenagentur) – Im Jahr 2024 wurden in Deutschland 7,7 Milliarden Liter zuckerhaltige Cola, Limonaden und andere Erfrischungsgetränke hergestellt. Das entspricht knapp 93 Liter pro Kopf, teilte das Statistische Bundesamt (Destatis) am Donnerstag mit.

Die Produktion zuckerhaltiger Getränke ist demnach zuletzt nahezu gleichgeblieben (-0,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr). Mittelfristig ist die Produktion zuckerhaltiger Getränke leicht gesunken: gegenüber 2019 um 0,7 Prozent.

Zugleich ist den Statistikern zufolge die Produktion von Erfrischungsgetränken ohne Zucker (Light-Varianten) gestiegen. 2024 wurden 1,5 Milliarden Liter brennwertverminderte Cola und Limonaden hergestellt, das waren gut 18 Liter Light-Getränke pro Kopf. Gegenüber dem Vorjahr stieg die Produktion um 5,7 Prozent. Mittelfristig ist die Produktion von Light-Getränken 2024 um 6,1 Prozent gegenüber 2019 gestiegen.

Insgesamt übersteigt das Produktionsvolumen zuckerhaltiger Getränke jedoch das von Light-Produkten immer noch deutlich. Noch vor den zuckerhaltigen und Light-Erfrischungsgetränken kommt das Mineralwasser: 2024 wurden hierzulande 12,7 Milliarden Liter Mineral-, Tafel- und Heilwasser produziert. Das waren gut 152 Liter pro Kopf.

Die durchschnittliche Menge an Zucker, die Menschen hierzulande täglich zu sich nehmen, liegt laut Destatis deutlich über dem, was die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt: Bei einer Person mit gesundem Körpergewicht, die täglich etwa 2.000 Kalorien zu sich nimmt, ist die Empfehlung bei etwa 50 Gramm Zucker pro Tag, also knapp 17 Stück Würfelzucker. In Deutschland lag der durchschnittliche Zuckerverbrauch mehr als doppelt so hoch: Nach Angaben der Welternährungsorganisation (FAO) waren es im Jahr 2023 knapp 41,2 Kilogramm pro Kopf, was knapp 38 Stück Würfelzucker pro Tag entspricht. Im weltweiten Durchschnitt lag die Verbrauchsmenge von Zucker laut FAO bei 26,2 Kilogramm pro Person und Jahr, was 24 Stück Würfelzucker pro Tag entspricht.

Um den hohen Zuckerkonsum zu begrenzen, gab es 2024 nach Angaben der WHO in 116 Staaten eine Steuer auf zuckerhaltige Getränke. Laut WHO gilt eine derartige Steuer zum Beispiel in Frankreich, Polen, dem Vereinigten Königreich, Saudi-Arabien, Brasilien, Indien und Südafrika. Fiskalpolitische Maßnahmen, die zu einer Erhöhung des Verkaufspreises für zuckerhaltige Getränke um mindestens 20 Prozent führen, führen laut einer Studie der Weltgesundheitsorganisation zu einem proportionalen Rückgang des Konsums solcher Produkte.

Hoher Zuckerkonsum wirkt sich auf die Gesundheit aus und erhöht das Risiko für Adipositas, Typ-2-Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Nach Angaben der WHO lebten 2022 in Deutschland knapp ein Viertel (24 Prozent) der Erwachsenen und 8 Prozent der Kinder und Jugendlichen (zwischen 5 und 19 Jahren) mit Adipositas (Fettleibigkeit). Weltweit waren es 16 Prozent der Erwachsenen und 8 Prozent der Kinder und Jugendlichen. Die Häufigkeit von Adipositas bei Erwachsenen hat sich weltweit zwischen 1990 und 2022 mehr als verdoppelt, bei Kindern und Jugendlichen sogar vervierfacht.

Der Anteil übergewichtiger Menschen an der erwachsenen Bevölkerung in Deutschland liegt laut WHO seit 2006 konstant bei 61 Prozent. Im Jahr 1992 – also 30 Jahre zuvor – lag der Anteil noch bei 53 Prozent. Bei Kindern und Jugendlichen lag der Anteil derer, die übergewichtig waren, 2022 bei einem Viertel (25 Prozent). Weltweit galten 43 Prozent der Erwachsenen und 20 Prozent der Kinder und Jugendlichen als übergewichtig.


Foto: Coca-Cola in einem Supermarktregal (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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