Dienstag, April 28, 2026
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EU-Gipfeltreffen: Merz und Macron demonstrieren Einigkeit

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Emmanuel Macron und Friedrich Merz am 12.02.2026, via dts NachrichtenagenturLimburg (dts Nachrichtenagentur) – Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron haben am Donnerstag beim informellen EU-Gipfeltreffen in Belgien Einigkeit demonstriert. „Wir wollen diese Europäische Union schneller machen, wir wollen sie besser machen, wir wollen vor allem dafür sorgen, dass wir eine wettbewerbsfähige Industrie in Europa haben“, sagte Merz. Er sei sich mit Frankreichs Ministerpräsident Emmanuel Macron über diese Fragen „wie fast immer“ einig.

Macron ergänzte, man teile ein Gefühl der Dringlichkeit. Es gebe einerseits einen unlauteren Wettbewerb und starken Druck seitens Chinas und andererseits Zölle und die Androhung von Zwangsmaßnahmen seitens der USA. „All dies erfordert eine Reaktion.“

Der Präsident Frankreichs sprach von einer starken deutsch-französischen Übereinkunft über die Kapitalmarktunion. Eine weitere Priorität bestehe darin, die Ausweitung von Partnerschaften und die Diversifizierung fortzusetzen, um wirtschaftliche Risiken zu mindern. Außerdem müssten bestimmte kritische Sektoren, die besonders bedroht sind, geschützt und Innovationen finanziert werden.

Im Juni solle der Fortschritt bei diesen Themen überprüft werden, erklärte Macron. Bei bestimmten Themen, bei denen man nicht mit allen 27 Mitgliedsstaaten vorankommt, müsse man sich das Recht nehmen, in anderen Konstellationen verstärkte Kooperationen einzugehen, um schneller voranzukommen.


Foto: Emmanuel Macron und Friedrich Merz am 12.02.2026, via dts Nachrichtenagentur

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Olympia: IOC schließt Ukrainer wegen Gedenkhelm von Wettbewerb aus

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Olympische Ringe (Archiv), via dts NachrichtenagenturMailand/Cortina (dts Nachrichtenagentur) – Das Internationale Olympische Komitee (IOC) hat dem ukrainischen Skeletonfahrer Vladylsav Heraskevych die Akkreditierung für die Olympischen Winterspiele 2026 entzogen. Damit kann Heraskevych am Donnerstag nicht an den Start gehen.

Das IOC begründete die Entscheidung damit, dass der Helm, den Heraskevych tragen wollte, nicht den Richtlinien des IOC zur Meinungsäußerung von Athleten entsprochen habe. Der Skeletonfahrer wollte einen Helm tragen, auf dem Porträts Sportlern aus der Ukraine zu sehen sind, die durch Russlands Angriffskrieg getötet wurden.

Das Komitee erklärte, man habe zuvor nach einem Kompromiss gesucht, um seinem Wunsch nachzukommen, seinen Sportlerkollegen zu gedenken. So habe er seinen Helm bei allen Trainingsläufen tragen dürfen. Er hätte ihn zudem unmittelbar nach dem Wettkampf beim Durchlaufen der „Mixed Zone“ zeigen können. Trauer werde jedoch nicht überall auf der Welt auf die gleiche Weise ausgedrückt und wahrgenommen.

Heraskevych kommentierte die Entscheidung des IOC nur knapp. „Das ist der Preis unserer Würde“, schrieb er in sozialen Medien. Zuvor hatte er in einer Videobotschaft beteuert, nie einen Skandal mit dem IOC gewollt zu haben. Er habe ihn auch nicht verursacht. „Das IOC hat ihn mit seiner Auslegung der Regeln verursacht, die viele als diskriminierend ansehen“, so der Skeletonfahrer. Er forderte das IOC auf, als Zeichen der Solidarität mit dem ukrainischen Sport Stromgeneratoren für die ukrainischen Sportanlagen bereitzustellen, die täglich unter Beschuss stünden.


Foto: Olympische Ringe (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Grüne warnen vor Abschwächung des Europäischen Emissionshandels

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Franziska Brantner (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Franziska Brantner, Co-Vorsitzende der Grünen, hat den Vorstoß von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU), das bestehende CO2-Handelssystem in der EU zu überarbeiten und die nächsten Schritte angesichts der angespannten wirtschaftlichen Lage notfalls zu verschieben, zurückgewiesen.

„Das ist falsch. Unser Ziel ist, dass wir unseren Wohlstand erhalten und erneuern, aber das tun, ohne den Planeten zu zerstören“, sagte Brantner der Sendung „Frühstart“ von RTL und ntv am Donnerstag. „Und ich möchte, dass Deutschland dafür die Technologien entwickelt und daran auch verdient, und das nicht den Chinesen überlässt.“

Es sei wichtig, dass die Planbarkeit gewahrt bleibe und Klimaschutz belohnt werde. „Es ist ein Marktmechanismus, für den Herr Merz sich übrigens immer ausgesprochen hatte“, sagte Brantner. „Und jetzt geht es darum, die europäische Wettbewerbsfähigkeit zu erhöhen, zu beschleunigen, vereinfachen und dort unsere Industrie zu schützen, wo es unfairen Wettbewerb gibt.“

Nach Ansicht der Grünen-Chefin könnte die Bundesregierung die Stromsteuer senken, die Lohnnebenkosten stabilisieren und in Innovationen investieren. „Aber die Zukunft in der Vergangenheit zu suchen, zu sagen, wir gehen nicht den Weg des Wohlstandes, der nachhaltig ist, ist doch total absurd“, sagte sie. „Die Chinesen verdienen damit sehr, sehr gutes Geld, und ich möchte, dass wir damit auch gutes Geld verdienen.“

Die beiden CO2-Emissionshandelssysteme gelten als wichtigste Klimaschutzinstrumente der EU, denn die Menge der CO2-Zertifikate begrenzt, wie viel CO2 in den jeweiligen Bereichen emittiert werden darf. Derzeit wird die Zahl der Zertifikate im Emissionshandel für die Energiewirtschaft und die Industrie (EU-ETS-1) jedes Jahr um 4,4 Prozent reduziert, sodass im Jahr 2039 die Zertifikate ausgehen. Die Zertifikate werden Unternehmen teilweise kostenlos zugeteilt. Von diesem Jahr an soll die kostenlose Zuteilung stark verringert werden.

Die Einnahmen des CO2-Emissionshandels fließen in Deutschland in den Klima- und Transformationsfonds. Daraus werden zum Beispiel der Ausbau erneuerbarer Energien, die Förderung von Elektromobilität, die energetische Gebäudesanierung, Wasserstoffprojekte und die Umstellung auf klimafreundliche Industrieprozesse finanziert.


Foto: Franziska Brantner (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Haßelmann dementiert Merkel-Vorschlag für Bundespräsidentenwahl

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Schloss Bellevue (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Grünen haben dementiert, Alt-Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) für das Amt der Bundespräsidentin vorschlagen zu wollen. „Angela Merkel hat sich ja schon selbst geäußert. Da ist nichts dran“, sagte Grünen-Fraktionschefin Britta Haßelmann der „Rheinischen Post“ (Freitagausgabe). „Zur Bundespräsidentenwahl ist bei uns zum jetzigen Zeitpunkt weder etwas besprochen noch entschieden“, sagte sie.

Merkel hatte ebenfalls die Spekulationen zurückgewiesen. „Das ist abwegig“, antwortete eine Sprecherin aus dem Büro von Bundeskanzlerin a. D. Merkel auf eine Anfrage des „Tagesspiegel“ (Freitagausgabe).

Zuvor hatte die „Bild“ geschrieben, in der CDU-Spitze gebe es die Sorge, dass die Grünen der CDU Angela Merkel als Bundespräsidentin vorschlagen könnten. Bisher hat kein Bundeskanzler nach seiner Amtszeit das Amt des Bundespräsidenten übernommen.

Die Bundesversammlung soll Anfang 2027 über die Nachfolge von Frank-Walter Steinmeier entscheiden. Die Union dürfte die größte Fraktion stellen. Immer wieder wird der Ruf nach einem ersten weiblichen Staatsoberhaupt laut.


Foto: Schloss Bellevue (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Dax startet im Plus – Gewinneinbruch bei Mercedes Benz

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Frankfurter Börse, via dts NachrichtenagenturFrankfurt/Main (dts Nachrichtenagentur) – Der Dax ist am Donnerstagmorgen mit Zugewinnen in den Handelstag gestartet. Gegen 9:30 Uhr wurde der Leitindex mit rund 25.081 Punkten berechnet, 0,9 Prozent über dem Schlussniveau vom Vortag.

An der Spitze der Kursliste rangierten Siemens, die Commerzbank, die Deutsche Telekom und Continental, am Ende Symrise und Mercedes Benz. Der Autobauer hat im abgelaufenen Geschäftsjahr einen deutlichen Gewinneinbruch verzeichnet, wie er am Donnerstag mitteilte. Daher soll die Dividende gekürzt werden.

„Die Anleger werden weiterhin mit einer Fülle an gegensätzlichen Impulsen konfrontiert“, kommentierte Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst von CMC Markets. Bei den am Mittwoch veröffentlichten US-Arbeitsmarktdaten müsse man sehr tief in die Details gehen, um ein stimmiges Gesamtbild der US-Wirtschaft zu erhalten. „Die Arbeitsmarktdaten lagen zwar deutlich über den Erwartungen, dennoch kam es in der jüngsten Vergangenheit regelmäßig zu Revidierungen, die im Nachgang dann ein komplett anderes Bild zeigten. Angesichts dessen dürften die heute anstehenden Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe an Bedeutung gewinnen.“

In Europa deute sich eine Stabilisierung auf niedrigem konjunkturellem Niveau an, erklärte der Analyst. „Dies zeigt sich in vielen Quartalszahlen wie den gestrigen von Siemens Energy und der Commerzbank und auch den heute bereits vorgelegten Zahlen von Siemens. Dennoch bleibt die große Abhängigkeit von den Volkswirtschaften in China und den USA essenziell. Zudem sind die Rüstungsausgaben der EU ein bedeutender zusätzlicher Treiber für diese wirtschaftliche Stabilisierung.“

Die europäische Gemeinschaftswährung war am Donnerstagmorgen etwas stärker: Ein Euro kostete 1,1880 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8418 Euro zu haben.

Der Ölpreis stieg unterdessen: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Donnerstagmorgen gegen 9 Uhr deutscher Zeit 69,65 US-Dollar, das waren 25 Cent oder 0,4 Prozent mehr als am Schluss des vorherigen Handelstags.


Foto: Frankfurter Börse, via dts Nachrichtenagentur

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Destatis: Produktion zuckerhaltiger Getränke 2024 nahezu stabil

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Coca-Cola in einem Supermarktregal (Archiv), via dts NachrichtenagenturWiesbaden (dts Nachrichtenagentur) – Im Jahr 2024 wurden in Deutschland 7,7 Milliarden Liter zuckerhaltige Cola, Limonaden und andere Erfrischungsgetränke hergestellt. Das entspricht knapp 93 Liter pro Kopf, teilte das Statistische Bundesamt (Destatis) am Donnerstag mit.

Die Produktion zuckerhaltiger Getränke ist demnach zuletzt nahezu gleichgeblieben (-0,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr). Mittelfristig ist die Produktion zuckerhaltiger Getränke leicht gesunken: gegenüber 2019 um 0,7 Prozent.

Zugleich ist den Statistikern zufolge die Produktion von Erfrischungsgetränken ohne Zucker (Light-Varianten) gestiegen. 2024 wurden 1,5 Milliarden Liter brennwertverminderte Cola und Limonaden hergestellt, das waren gut 18 Liter Light-Getränke pro Kopf. Gegenüber dem Vorjahr stieg die Produktion um 5,7 Prozent. Mittelfristig ist die Produktion von Light-Getränken 2024 um 6,1 Prozent gegenüber 2019 gestiegen.

Insgesamt übersteigt das Produktionsvolumen zuckerhaltiger Getränke jedoch das von Light-Produkten immer noch deutlich. Noch vor den zuckerhaltigen und Light-Erfrischungsgetränken kommt das Mineralwasser: 2024 wurden hierzulande 12,7 Milliarden Liter Mineral-, Tafel- und Heilwasser produziert. Das waren gut 152 Liter pro Kopf.

Die durchschnittliche Menge an Zucker, die Menschen hierzulande täglich zu sich nehmen, liegt laut Destatis deutlich über dem, was die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt: Bei einer Person mit gesundem Körpergewicht, die täglich etwa 2.000 Kalorien zu sich nimmt, ist die Empfehlung bei etwa 50 Gramm Zucker pro Tag, also knapp 17 Stück Würfelzucker. In Deutschland lag der durchschnittliche Zuckerverbrauch mehr als doppelt so hoch: Nach Angaben der Welternährungsorganisation (FAO) waren es im Jahr 2023 knapp 41,2 Kilogramm pro Kopf, was knapp 38 Stück Würfelzucker pro Tag entspricht. Im weltweiten Durchschnitt lag die Verbrauchsmenge von Zucker laut FAO bei 26,2 Kilogramm pro Person und Jahr, was 24 Stück Würfelzucker pro Tag entspricht.

Um den hohen Zuckerkonsum zu begrenzen, gab es 2024 nach Angaben der WHO in 116 Staaten eine Steuer auf zuckerhaltige Getränke. Laut WHO gilt eine derartige Steuer zum Beispiel in Frankreich, Polen, dem Vereinigten Königreich, Saudi-Arabien, Brasilien, Indien und Südafrika. Fiskalpolitische Maßnahmen, die zu einer Erhöhung des Verkaufspreises für zuckerhaltige Getränke um mindestens 20 Prozent führen, führen laut einer Studie der Weltgesundheitsorganisation zu einem proportionalen Rückgang des Konsums solcher Produkte.

Hoher Zuckerkonsum wirkt sich auf die Gesundheit aus und erhöht das Risiko für Adipositas, Typ-2-Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Nach Angaben der WHO lebten 2022 in Deutschland knapp ein Viertel (24 Prozent) der Erwachsenen und 8 Prozent der Kinder und Jugendlichen (zwischen 5 und 19 Jahren) mit Adipositas (Fettleibigkeit). Weltweit waren es 16 Prozent der Erwachsenen und 8 Prozent der Kinder und Jugendlichen. Die Häufigkeit von Adipositas bei Erwachsenen hat sich weltweit zwischen 1990 und 2022 mehr als verdoppelt, bei Kindern und Jugendlichen sogar vervierfacht.

Der Anteil übergewichtiger Menschen an der erwachsenen Bevölkerung in Deutschland liegt laut WHO seit 2006 konstant bei 61 Prozent. Im Jahr 1992 – also 30 Jahre zuvor – lag der Anteil noch bei 53 Prozent. Bei Kindern und Jugendlichen lag der Anteil derer, die übergewichtig waren, 2022 bei einem Viertel (25 Prozent). Weltweit galten 43 Prozent der Erwachsenen und 20 Prozent der Kinder und Jugendlichen als übergewichtig.


Foto: Coca-Cola in einem Supermarktregal (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Merkel: Keine Kandidatur als Bundespräsidentin geplant

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Angela Merkel (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Altbundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat Spekulationen über eine Kandidatur für das Amt des Bundespräsidenten im kommenden Jahr zurückgewiesen.

„Das ist abwegig“, antwortete eine Sprecherin aus dem Büro von Bundeskanzlerin a. D. Merkel auf eine Anfrage des „Tagesspiegel“ (Freitagausgabe).

Zuvor hatte die „Bild“ geschrieben, in der CDU-Spitze gebe es die Sorge, dass die Grünen der CDU Angela Merkel als Bundespräsidentin vorschlagen könnten. Bisher hat kein Bundeskanzler nach seiner Amtszeit das Amt des Bundespräsidenten übernommen.

Die Bundesversammlung soll Anfang 2027 über die Nachfolge von Frank-Walter Steinmeier entscheiden. Die Union dürfte die größte Fraktion stellen. Immer wieder wird der Ruf nach einem ersten weiblichen Staatsoberhaupt laut.


Foto: Angela Merkel (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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US-Repräsentantenhaus stimmt gegen Trumps Kanada-Zölle

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Kapitol (Archiv), via dts NachrichtenagenturWashington (dts Nachrichtenagentur) – Das US-Repräsentantenhaus hat am Mittwochabend (Ortszeit) für die Aufhebung der von US-Präsident Donald Trump gegen Kanada verhängten Zölle gestimmt.

Sechs Abgeordnete von Trumps Partei, den Republikanern, schlossen sich den oppositionellen Demokraten an und bildeten gemeinsam eine Mehrheit von 219 zu 211 Stimmen. In Trumps zweiter Amtszeit war es bislang ungewöhnlich, dass sich Abgeordnete seiner Partei gegen zentrale Vorhaben seiner Regierung stellen. Ob der Stopp der Kanada-Zölle in der zweiten Parlamentskammer, dem ebenfalls von den Republikanern dominierten Senat, die nötige Mehrheit finden wird, ist ungewiss.

Trump reagierte auf die Abstimmung, die die Parteiführung zuvor verhindern wollte, mit Drohungen. „Jeder Republikaner im Repräsentantenhaus oder Senat, der gegen Zölle stimmt, wird bei den Wahlen schwerwiegende Konsequenzen zu tragen haben, und das gilt auch für die Vorwahlen“, schrieb er auf seiner persönlichen Plattform. Zölle hätten den USA „wirtschaftliche und nationale Sicherheit gebracht, und kein Republikaner sollte dafür verantwortlich sein, dieses Privileg zu zerstören“, so der Präsident.

Er warf Kanada vor, die USA ausgenutzt zu haben. „Sie gehören zu den schlimmsten der Welt, mit denen man zu tun haben kann, insbesondere in Bezug auf unsere nördliche Grenze“, schrieb Trump.

Derweil warten die USA weiterhin auf eine Entscheidung des Supreme Courts zu Trumps Zollpolitik. Im Zentrum steht die Frage, ob Trump für die Importsteuern zuständig ist, denn nach Artikel 1 der US-Verfassung liegt die Zuständigkeit für Steuern beim US-Kongress. Ausnahmen von der Regel bilden Gesetze, in denen der US-Kongress dem Präsidenten erlaubt, für bestimmte Fälle Zölle zu verhängen, wie etwa der „International Emergency Economic Powers Act“, auf den sich Trump bezieht. Die neun Richter hatten sich in einer Anhörung größtenteils skeptisch gegenüber den Zöllen gezeigt. Doch es wäre nicht das erste Mal, dass die Gerichtsmehrheit aus den sechs Richtern, die Trump und seine ebenfalls republikanischen Vorgänger ausgewählt haben, nach einer kritischen Anhörung letztlich doch auf die Linie des US-Präsidenten einschwenkt.


Foto: Kapitol (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Vereinten Nationen "zutiefst alarmiert" über Angriffe im Sudan

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Vereinte Nationen (Archiv), via dts NachrichtenagenturNew York (dts Nachrichtenagentur) – Die Vereinten Nationen haben sich „zutiefst alarmiert“ über die eskalierenden Angriffe im Sudan gezeigt. Luftangriffe würden Zivilisten in große Gefahr bringen und die humanitäre und öffentliche Infrastruktur direkt treffen, teilte Stephane Dujarric, Sprecher von UN-Generalsekretär António Guterres, mit.

Am Mittwochmorgen habe ein Drohnenangriff eine Moschee in der Stadt Al-Rahad im Bundesstaat Nord-Kordofan getroffen, erklärte er unter Berufung auf Informationen der Ärztevereinigung Sudan Doctors Network. Dabei sollen zwei Kinder getötet und 13 weitere verletzt worden. In der Nacht zuvor habe zudem ein Drohnenangriff eine Grundschule in der Stadt Dilling im Bundesstaat Süd-Kordofan getroffen. Raketen hätten darüber hinaus ein Lagerhaus des Welternährungsprogramms in Kadugli, der Hauptstadt des Bundesstaates Süd-Kordofan, beschädigt.

„Das gefährdet Zivilisten, darunter auch humanitäre Helfer“, kritisierte Dujarric. Zivilisten und zivile Infrastruktur, darunter „Schulen, Gotteshäuser und humanitäre Einrichtungen“ müssten im Einklang mit dem humanitären Völkerrecht geschützt werden. „Alle Parteien müssen einen schnellen, sicheren, ungehinderten und dauerhaften Zugang für humanitäre Hilfe gewährleisten, damit lebensrettende Hilfe die Menschen in Not im gesamten Sudan erreichen kann.“


Foto: Vereinte Nationen (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Röttgen will mehr europäische Verteidigungs- und Wirtschaftskraft

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Norbert Röttgen (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Der CDU-Außenpolitiker Norbert Röttgen hat vor der Münchner Sicherheitskonferenz mehr europäische Verteidigungsfähigkeit und wirtschaftliche Wettbewerbsstärke gefordert und Defizite bei der Umsetzung gemeinsamer Beschlüsse eingeräumt. „Die Analyse wird gemeinsam immer erstellt, und dann liefern wir zu wenig“, sagte Röttgen dem Portal Politico.

Der Änderungsbedarf liege in zwei zentralen Bereichen. „Einmal eigene Verteidigungsfähigkeit. Zweitens wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit“, sagte er. Deutschland bewege sich bei der Verteidigung, insgesamt liege Europa jedoch „immer noch viel zu stark zurück in beiden Bereichen“.

Mit Blick auf die Münchner Sicherheitskonferenz warnte Röttgen davor, sich mit bloßer Schadensbegrenzung zufriedenzugeben. „Man muss mehr erwarten in diesen Zeiten, nicht nur Schadensvermeidung, sondern es ist auch realistisch, etwas Konstruktives zu erwarten“, sagte er. Es gehe sowohl um das Selbstverständnis der Europäer in der transatlantischen Allianz als auch um ein neues gemeinsames Verständnis mit den USA.

Von US-Außenminister Marco Rubio erwartet Röttgen keine offene Distanzierung von Präsident Donald Trump. „Der wichtigste Zuhörer sitzt nicht im Bayerischen Hof, sondern im Weißen Haus“, sagte er. Rubio stehe „in einem Dauerwettkampf mit JD Vance um die Nachfolge von Trump“, Trump zu gefallen sei „das erste Gebot“.

Europapolitisch zog Röttgen eine gemischte Bilanz: Bei Grönland und der Bereitschaft, notfalls Gegenzölle zu verhängen, habe es Entschlossenheit gegeben. Misslungen sei hingegen die Nutzung eingefrorener russischer Vermögen. Insgesamt wachse das Bewusstsein in Europa, dass gehandelt werden müsse. „Aber es gibt auch noch viele Schwierigkeiten“, sagte Röttgen, nicht alle sähen die eigene Bedrohung durch Russlands Krieg gleichermaßen.

Mit Blick auf das geplante Treffen von Deutschland, Frankreich und Großbritannien wies Röttgen die Vorstellung zurück, dass eine solche Dreierkonstellation die EU ersetzen könne. In einzelnen Bereichen brauche es aber „Pioniere, die vorangehen“, weil es an Einigkeit fehle.


Foto: Norbert Röttgen (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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