Mittwoch, August 5, 2026
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Fratzscher sieht Entlastungskabinett nicht als "großen Wurf"

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Marcel Fratzscher (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), Marcel Fratzscher, hält die am Mittwoch im „Entlastungskabinett“ beschlossenen Maßnahmen für nicht ausreichend und hat die Bundesregierung zu weitergehenden Anstrengungen aufgerufen.

„Das Entlastungspaket kann lediglich ein erster Schritt sein und wird alleine nicht ausreichen, um die großen Herausforderungen zu meistern“, sagte er der „Rheinischen Post“. Für viele Bürger werde die Wirkung kaum und eher langfristig spürbar sein – und die tatsächliche Wirkung hänge stark von der Schnelligkeit der Umsetzung und von der Genauigkeit der Zielgruppenansprache ab.

Zwar sende das Vorhaben insgesamt ein „positives Signal, dass die Bundesregierung handeln will“, sagte Fratzscher weiter. Zugleich sei das Paket aber „nicht der große Wurf, der viele Belastungen“ beseitigen werde.


Foto: Marcel Fratzscher (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Internationale Razzia gegen Betrugsnetzwerke

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Polizeiautos (Archiv), via dts NachrichtenagenturWiesbaden (dts Nachrichtenagentur) – Bei einer international koordinierten Aktion gegen mutmaßliche Betrugs- und Geldwäschenetzwerke sind 18 Verdächtige festgenommen worden. Das Bundeskriminalamt (BKA) und die Generalstaatsanwaltschaft Koblenz teilten am Mittwoch mit, dass am Dienstag in neun Ländern mehr als 60 Objekte durchsucht wurden. Den Beschuldigten wird vorgeworfen, Kreditkartendaten von rund 4,3 Millionen Menschen aus 193 Ländern missbraucht zu haben.

Die Netzwerke sollen zwischen 2016 und 2021 über professionell betriebene Schein-Webseiten mehr als 19 Millionen fingierte Online-Abonnements abgeschlossen haben. Die monatlich abgebuchten Beträge wurden bewusst klein gehalten und mit unverständlichen Verwendungszwecken versehen, sodass viele Kreditkarteninhaber die unberechtigten Abbuchungen nicht erkannten. Der entstandene Schaden beläuft sich auf mehr als 300 Millionen Euro.

In Deutschland wurden 29 Objekte in acht Bundesländern durchsucht, wobei über 250 Einsatzkräfte im Einsatz waren. Fünf Haftbefehle wurden hierzulande vollstreckt und Vermögenswerte in Höhe von über 35 Millionen Euro sichergestellt. Die Ermittlungen basieren auf Analysen der Financial Intelligence Unit, die ein auffälliges Muster in Verdachtsmeldungen erkannt hatte.


Foto: Polizeiautos (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Unionspolitiker fordern Ausreiseprämie für Flüchtlinge

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Asylbewerberunterkunft (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Um mehr abgelehnte Asylbewerber zur Rückkehr aus Deutschland in ihre Heimatländer zu bewegen, machen sich Politiker von CDU und CSU für eine Ausreiseprämie für Flüchtlinge stark.

„Diese Koalition hat eine Rückführungsoffensive im Koalitionsvertrag vereinbart“, sagte der innenpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Alexander Throm (CDU), der „Bild“. Neben einer Steigerung der Abschiebungen gehöre dazu auch die Förderung der freiwilligen Rückkehr ins Heimatland. Jede freiwillige Rückkehr sei besser und günstiger als eine Abschiebung.

Der außenpolitische Sprecher der Unionsfraktion im Bundestag, Jürgen Hardt (CSU), nannte das dänische Modell als Vorbild. Dort erhalten Flüchtlinge mehrere tausend Euro, wenn sie freiwillig zurück in ihr Heimatland reisen. „Das dänische Modell kann Vorbild für Deutschland sein. Ein Ausbau der vorhandenen Anreizsysteme für freiwillige Rückkehr kann die notwendigen Abschiebungen sinnvoll ergänzen“, sagte Hardt der Zeitung: „Allen denen, die ihr Heimatland zum wirtschaftlichen Gewinn auch Deutschlands wieder aufbauen wollen, denen sollten wir ihren Neuanfang in Syrien erleichtern. So könnten deutsche Kommunen effizient entlastet werden.“

Der CSU-Bundestagsabgeordnete und Innenexperte Stephan Mayer schlägt als Prämie 1.000 Euro pro Person vor. Das sei „ein guter Betrag, der genügend Anreiz schafft und mit dem sich etwas Neues aufbauen lässt“, sagte er. Die Summe dürfe nicht zu hoch sein, da sonst ein neuer Anreiz geschaffen werde, nach Deutschland zu kommen.


Foto: Asylbewerberunterkunft (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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EU einigt sich vorläufig auf abgeschwächtes Klimaziel für 2040

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EU-Fahnen (Archiv), via dts NachrichtenagenturBrüssel (dts Nachrichtenagentur) – Die Mitgliedsstaaten der Europäischen Union haben sich auf ein vorläufiges, deutlich abgeschwächtes Klimaziel für das Jahr 2040 geeinigt. Das berichtet das Portal Politico am Mittwoch.

Nach 18 Stunden Verhandlungen der zuständigen Minister gab demnach eine Mehrheit der 27 Länder eine vorläufige Zustimmung. Der Entwurf des Abkommens für 2040, aus dem Politico zitiert, schwächt den Vorschlag der Europäischen Kommission ab und fordert die Verschiebung eines zentralen Klimagesetzes.

Die EU-Exekutive hatte eine Reduzierung der Emissionen um 90 Prozent bis 2040 im Vergleich zu 1990 vorgeschlagen, wobei drei Prozentpunkte an andere Länder ausgelagert werden könnten. Der Entwurf verpflichtet die EU jedoch nur zu einer inländischen Emissionsreduzierung von 85 Prozent und erlaubt eine Auslagerung von bis zu fünf Prozentpunkten durch den Kauf von sogenannten Emissionszertifikaten aus Drittländern. Darüber hinaus erlaubt der neue Text den Ländern, weitere fünf Prozentpunkte ihrer nationalen Ziele auszulagern.


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Verband erwartet KI-Tools mit Werbung

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Computer-Nutzer (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Spitze der Organisation Werbungtreibende im Markenverband (OWM) sieht angesichts der Entwicklungen auf dem Feld Künstlicher Intelligenz (KI) Veränderungen auf die Werbebranche zukommen. „Wir müssen uns auf jeden Fall jetzt schon überlegen, wie wir neue Wege finden, von der KI gefunden zu werden, wenn Menschen nicht mehr über Google suchen, sondern über KI-Systeme wie Perplexity oder Pilot“, sagte die OWM-Vorsitzende Maike Abel dem „Münchner Merkur“.

Abel ist auch Digital & Corporate Marketing Director der Nestlé AG in Deutschland. Sie hält es für möglich, dass etwa der KI-Riese OpenAI bei seinem Flaggschiff ChatGPT eine werbegetriebene Version veröffentlicht: Sie glaube, dass es bis zu diesem Punkt „nicht lange dauern wird“. Dann werde OpenAI „sicherlich unter anderem bei den Mitgliedsunternehmen der OWM anklopfen“, sagte Abel.

„Das Suchverhalten wird sich verändern“, prognostizierte auch die OWM-Vizevorsitzende Kristina Bulle. Die Vizepräsidentin „Brand Building“ des Konzerns CMO Procter & Gamble DACH räumt zugleich ein: „Wie sich die KI komplett auf die kurzfristige und langfristige Markenbildung auswirkt, können wir alle noch nicht wirklich abschätzen.“

Die OWM-Spitzenfrauen berichten von großen Unterschieden beim Einsatz von KI in der Werbung in Deutschland – vorerst werde diese aber vor allem von Kreativen „gefüttert“, sagte Abel. „Wir nutzen KI, um digitale Zwillinge zu erstellen: etwa eine Kaffeemaschine vor blauem, gelbem oder grünem Hintergrund“, erklärte sie. Allerdings bilde man mit KI keine Menschen, Stimmen oder Tiere ab. „Denn man kann immer noch nicht sicher sein, dass es nicht zufällig eine Person gibt, die genauso aussieht oder sich anhört.“

OWM vertritt 110 werbungtreibende Unternehmen in Deutschland. Die Organisation repräsentiert damit nach eigenen Angaben Werbeinvestitionen in Höhe von zehn Milliarden Euro und will sich auch für „verantwortungsvolles Marketing“ einsetzen.


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Dienstleistungssektor macht weniger Umsatz

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Lkw (Archiv), via dts NachrichtenagenturWiesbaden (dts Nachrichtenagentur) – Der Dienstleistungssektor in Deutschland hat zuletzt weniger Umsatz gemacht.

Im August 2025 erwirtschaftete er kalender- und saisonbereinigt sowohl real als auch nominal 0,5 Prozent weniger Umsatz als im Juli 2025, teilte das Statistische Bundesamt (Destatis) nach vorläufigen Ergebnissen am Mittwoch mit. Verglichen mit dem Vorjahresmonat verzeichnete der Umsatz einen Anstieg von real 0,2 Prozent und nominal von 1,6 Prozent.

Den größten realen Umsatzrückgang im August gegenüber dem Vormonat verzeichnete der Bereich Information und Kommunikation mit einem Minus von 1,7 Prozent, gefolgt vom Grundstücks- und Wohnungswesen mit einem Rückgang von 1,4 Prozent. In den sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen (zum Beispiel Vermietung von beweglichen Sachen und Vermittlung von Arbeitskräften) sowie den freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen fiel der Rückgang mit einem Minus von 0,3 Prozent bzw. 0,1 Prozent moderater aus. Im Gegensatz hierzu stiegen die realen Umsätze im Bereich Verkehr und Lagerei um 0,3 Prozent.


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Auftragseingang im Verarbeitenden Gewerbe gestiegen

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Chemie-Anlagen (Archiv), via dts NachrichtenagenturWiesbaden (dts Nachrichtenagentur) – Der reale Auftragseingang im Verarbeitenden Gewerbe in Deutschland ist im September 2025 gegenüber August saison- und kalenderbereinigt um 1,1 Prozent gestiegen. Ohne die Berücksichtigung von Großaufträgen war der Auftragseingang um 1,9 Prozent höher als im Vormonat, teilte das Statistische Bundesamt (Destatis) nach vorläufigen Angaben am Mittwoch mit.

Im weniger volatilen Dreimonatsvergleich lag der Auftragseingang im dritten Quartal 2025 um 3,0 Prozent niedriger als im zweiten Quartal, ohne Großaufträge fiel er um 1,5 Prozent. Im August 2025 sank der Auftragseingang nach Revision der vorläufigen Ergebnisse gegenüber Juli 2025 um 0,4 Prozent (vorläufiger Wert: -0,8 Prozent).

Die positive Entwicklung gegenüber dem Vormonat ist auf die Anstiege in der Automobilindustrie (+3,2 Prozent) und im Bereich Herstellung von elektrischen Ausrüstungen (+9,5 Prozent) zurückzuführen. Auch der Zuwachs von Auftragseingängen im Sonstigen Fahrzeugbau (Flugzeuge, Schiffe, Züge, Militärfahrzeuge; +7,5 Prozent) wirkte sich positiv aus.

Deutlich negativ beeinflusste das Gesamtergebnis hingegen der Rückgang bei der Herstellung von Metallerzeugnissen (-19,0 Prozent). In diesem Bereich waren im Vormonat August 2025 mehrere Großaufträge verzeichnet worden. Auch in der Metallerzeugung und -bearbeitung lagen die Neuaufträge im September 2025 deutlich niedriger (-5,6 Prozent).

Bei den Vorleistungsgütern stieg der Auftragseingang im September 2025 um 1,4 Prozent gegenüber dem Vormonat und bei den Konsumgütern stieg er um 6,2 Prozent. Bei den Investitionsgütern blieben die Auftragseingänge auf dem Vormonatsniveau.

Die Auslandsaufträge stiegen im September 2025 um 3,5 Prozent. Dabei nahmen die Aufträge aus der Eurozone um 2,1 Prozent zu, die Aufträge von außerhalb der Eurozone stiegen um 4,3 Prozent. Die Inlandsaufträge sanken um 2,5 Prozent.

Der reale Umsatz im Verarbeitenden Gewerbe war nach vorläufigen Angaben im September 2025 saison- und kalenderbereinigt 2,1 Prozent niedriger als im Vormonat, so das Bundesamt weiter. Im Vergleich zum Vorjahresmonat September 2024 war der Umsatz kalenderbereinigt 2,7 Prozent niedriger. Für August 2025 ergab sich nach Revision der vorläufigen Ergebnisse ein Rückgang von 0,6 Prozent gegenüber Juli 2025 (vorläufiges Ergebnis: -0,8 Prozent).


Foto: Chemie-Anlagen (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Terre des Hommes kritisiert Präsentation von Kindern in Postings

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Mutter mit Kind und Kinderwagen (Archiv), via dts NachrichtenagenturOsnabrück (dts Nachrichtenagentur) – Die Kinderrechtsorganisation Terre des Hommes warnt vor einer zunehmenden Ausnutzung von Kindern in Social-Media-Beiträgen durch ihre Eltern.

Emotionale Momente der Kinder würden verwendet, um „Reichweite für die Kanäle der Eltern zu schaffen“, sagte Vorstandssprecher Joshua Hofert der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. Führe diese Reichweite zu Einnahmen, „reden wir über Ausbeutung und eine neue Form von Kinderarbeit“. Kinder würden in den Videos außerdem animiert, „Werbegeschenke zu testen oder zu nutzen und damit den Verkauf des Produktes weiter anzukurbeln“.

Auch ohne kommerziellen Hintergrund könne sich kein Kind frei entfalten, wenn es von seinen Eltern permanent im Netz präsentiert werde, rief Hofert Eltern zur Zurückhaltung auf. Viele Aufnahmen würden in besonders emotionalen und privaten Momenten erstellt – „das Kind hat ins Bett gemacht, später Liebeskummer, Heimweh“. Sehr oft werde das Kind „von einer Seite gezeigt, wie es das eigenständig sicherlich nicht getan hätte“. An der Art vieler Videos sehe man, dass ihre Herstellung Stunden gedauert habe. „Das ist nichts anderes als Arbeit, auch für das Kind“, kritisierte der Terre-des-Hommes-Chef.


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Deutsche Bank hat über 2.000 IT-Anwendungen gestrichen

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Deutsche Bank (Archiv), via dts NachrichtenagenturFrankfurt am Main (dts Nachrichtenagentur) – Die Deutsche Bank hat in den vergangenen fünf Jahren mehr als 2.000 von ursprünglich über 5.000 IT-Anwendungen abgeschaltet. „Allein in Deutschland haben wir rund 500 redundante Applikationen abgeschaltet – dadurch werden wir dieses Jahr 270 Millionen und ab 2026 jährlich etwa 320 Millionen Euro einsparen“, sagte Technologievorstand Bernd Leukert dem „Handelsblatt“ (Mittwochsausgabe).

Die Bank habe ihre IT-Landschaft stark vereinheitlicht und verfolge das Prinzip, jedes Problem nur einmal zu lösen und die Lösung konzernweit bereitzustellen. Das sorge für mehr Effizienz und geringere Kosten. Mit Blick auf Investitionsbudgets für technologische Innovationen räumte Leukert ein, dass die Bank, „was die Budgets angeht, nicht in der gleichen Liga wie die großen US-Banken oder die großen Tech-Konzerne“ spiele.

„Entscheidend ist, was man aus den Mitteln macht“, so Leukert. Mehr Geld bedeute nicht automatisch, dass andere auch mehr Erkenntnisse gewinnen würden. Die Bank hole da über ihre Partnerschaft mit Google „sehr viel heraus“. Die Deutsche Bank kooperiert mit dem US-Konzern auf dem Gebiet der Künstlichen Intelligenz und der Modernisierung der IT-Infrastruktur. Mit Blick auf die Abhängigkeit, in die sich das Institut damit begibt, sagte Leukert: „Es gibt für viele Themen schlicht kaum praktikable europäische Lösungen.“ Die Bank habe sich „aus nachvollziehbaren Gründen für Amerika entschieden“.


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Linker Kandidat Mamdani gewinnt Bürgermeisterwahl in New York

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New York City (Archiv), via dts NachrichtenagenturNew York (dts Nachrichtenagentur) – Der Demokrat Zohran Mamdani hat die Bürgermeisterwahl in New York gewonnen. Der Politiker, der sich selbst als „demokratischen Sozialisten“ bezeichnet, setzte sich gegen den ehemaligen Gouverneur Andrew Cuomo, der als Unabhängiger kandidierte, nachdem er die Vorwahlen der Demokraten verloren hatte, und den republikanischen Kandidaten Curtis Sliwa durch.

Die Wahl hatte auch die Aufmerksamkeit von Präsident Donald Trump auf sich gezogen, der Cuomo am Abend vor der Wahl unterstützte und damit drohte, New York City unter einem Bürgermeister Mamdani Bundesmittel vorzuenthalten.

Mamdani, der in Uganda geboren wurde und im Alter von sieben Jahren nach New York zog, hatte im Wahlkampf unter anderem versprochen, die Mieten für mietpreisgebundene Wohnungen einzufrieren und die Steuern für Reiche zu erhöhen, um neue Dienstleistungen wie kostenlose Busse und städtische Lebensmittelgeschäfte zu finanzieren. Er ist der erste muslimische Bürgermeister der Stadt.

Während des Wahlkampfs war Mamdani wegen seiner Haltung zu Israel in die Kritik geraten. Er verurteilte die Hamas-geführten Terroranschläge auf Israel, kritisierte jedoch die Reaktion der israelischen Regierung und bezeichnete den Krieg in Gaza als Völkermord. Mamdani erklärte, er unterstütze das Existenzrecht Israels, lehne jedoch ein System der Hierarchie auf Basis von Rasse oder Religion ab.

Auch bei den Gouverneurswahlen in Virginia und New Jersey verliefen Wahlen für die Demokraten erfolgreich. In Virginia setzte sich die Demokratin Abigail Spanberger durch und in New Jersey ihre Parteifreundin Mikie Sherrill. Die Wahlen waren der erste größere Stimmungstest für die Politik Trumps seit seinem Amtsantritt im Januar.


Foto: New York City (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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