Donnerstag, April 16, 2026
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Epstein-Akten: UN-Vertreterin pocht auf Einsatz für Frauenrechte

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Vereinte Nationen (Archiv), via dts NachrichtenagenturNew York (dts Nachrichtenagentur) – Die Präsidentin der UN-Vollversammlung, Annalena Baerbock, hat den Umgang mit den Epstein-Akten kritisiert und mehr Schutz für die Opfer gefordert. „Neben unabdingbarer Aufklärung und dem Opferschutz sollten sich jetzt all diejenigen, die den Einsatz für Frauenrechte bisher als Gedöns abgetan haben, mal dringend hinterfragen“, sagte Baerbock dem Nachrichtenportal „T-Online“.

„Widerwärtig, erschreckend. Einfach alles daran“, sagte sie mit Bezug auf die in den Epstein-Akten aufgeführten Vorfälle. „Mädchen, so alt wie unsere Töchter, wurden aufs Schlimmste missbraucht, über Jahre trotz ihrer Aussagen im Stich gelassen“

Es gebe eine „Machtelite“, die sich mit Blick auf „kriminellen Kindesmissbrauch“ gegenseitig schütze, warnte die Grünen-Politikerin. „Das beeinflusst auch die globale Sicherheit, weil dahinter natürlich auch unglaubliche Erpressungspotenziale stecken.“

Baerbock sieht in dem Skandal einen weiteren Grund, warum gesellschaftliche Gleichstellung gestärkt werden sollte. „Je mehr Frauen in Führungspositionen sind, desto weniger anfällig ist man für Korruption, Amts-, Macht- und erst recht sexuellen Missbrauch“, sagte sie.


Foto: Vereinte Nationen (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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MSC: CSU fürchtet Weitergabe sensibler Inhalte durch die AfD

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Münchner Sicherheitskonferenz am 13.02.2026, via dts NachrichtenagenturMünchen (dts Nachrichtenagentur) – CSU-Generalsekretär Martin Huber fürchtet, dass AfD-Abgeordnete am Rande der Münchner Sicherheitskonferenz sensible Informationen etwa an US-Republikaner weitergeben könnten.

„Ich traue der AfD das zu“, sagte Huber der Sendung „Frühstart“ von RTL und ntv am Freitag. „Man sieht es ja beispielsweise an vielen parlamentarischen Anfragen der AfD, die ja durchaus auch sensible Inhalte, beispielsweise zur kritischen Infrastruktur, zum Inhalt hatten.“ Angesichts der Detailtiefe vieler Anfragen der AfD, stelle sich schon die Frage, wem das nütze und wen das wirklich interessiere. „Und vor dem Hintergrund ist die Gefahr, dass sensible Inhalte weitergegeben werden durch die AfD, stets gegeben.“

Dennoch sei es Sache des Veranstalters, wer eingeladen werde, erklärte der CSU-Generalsekretär. „Nach meinem Eindruck sind jetzt hier keine prominenten Vertreter der AfD eingeladen.“ Erstmals seit zwei Jahren nehmen wieder drei AfD-Bundestagsabgeordnete offiziell teil. „Beispielsweise ist der außenpolitische Sprecher Frohnmaier ja gar nicht eingeladen“, sagte Huber. „Er ist trotzdem in München und versucht verzweifelt, Termine zu bekommen. Also das ist eher ein Zeichen dafür: Die AfD sind Möchtegerns und können nichts.“


Foto: Münchner Sicherheitskonferenz am 13.02.2026, via dts Nachrichtenagentur

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Dax startet vor US-Inflationsdaten verhalten

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Frankfurter Börse, via dts NachrichtenagenturFrankfurt/Main (dts Nachrichtenagentur) – Der Dax ist am Freitagmorgen zurückhaltend in den Handelstag gestartet. Gegen 9:30 Uhr wurde der Leitindex mit rund 24.828 Punkten berechnet, 0,1 Prozent unter dem Schlussniveau vom Vortag. An der Spitze rangierten die Papiere von MTU und Scout 24, am Tabellenende die Siemens-Aktien

„Fundamental steht der Dax heute unter dem Einfluss der am Nachmittag anstehenden US-Verbraucherpreisdaten“, kommentierte Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst bei CMC Markets. „Neben den Befürchtungen einer sich abkühlenden US-Konjunktur werden die Anleger sehr genau auf die Preisdaten achten. Zuletzt hat sich in den USA eine Festigung der Inflationstendenzen oberhalb der gesteckten Zielzone von zwei Prozent herauskristallisiert. Das engt den Aktionsspielraum für die US-Notenbank im Hinblick auf Zinssenkungen ein und könnte so einen weiteren Konsumrückgang auslösen“, so Lipkow.

Die gestern veröffentlichten schwachen US-Arbeitsmarktdaten und Zahlen zu den Verkäufen bestehender Häuser zeigten eine erkennbare Abkühlung der US-Wirtschaft an, erklärte er. „Die Zahlen vom Immobilienmarkt erreichten sogar ein Mehrjahrestief. Zusätzlich drücken Befürchtungen über die disruptiven Einflüsse von Künstlicher Intelligenz im Softwaresektor und zuletzt auch im Finanzbereich auf etliche Aktienkurse von Finanz- und Bankaktien“, sagte der Analyst. „Der von der Wall Street ausgehende Verkaufsdruck hat sich in Asien aber nur teilweise übertragen. Dort gerieten die Aktienmärkte in China und Japan ebenfalls unter Abgabedruck und schlossen mit Kursverlusten.“

Die europäische Gemeinschaftswährung war am Freitagmorgen etwas schwächer: Ein Euro kostete 1,1859 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8432 Euro zu haben.

Der Ölpreis sank unterdessen leicht: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Freitagmorgen gegen 9 Uhr deutscher Zeit 67,47 US-Dollar, das waren fünf Cent oder 0,1 Prozent weniger als am Schluss des vorherigen Handelstags.


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Zahl der Unternehmensinsolvenzen im November 2025 gestiegen

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Amtsgericht (Archiv), via dts NachrichtenagenturWiesbaden (dts Nachrichtenagentur) – Im November 2025 haben die deutschen Amtsgerichte 1.794 beantragte Unternehmensinsolvenzen registriert. Das waren 0,4 Prozent mehr als im Vorjahresmonat, teilte das Statistische Bundesamt (Destatis) am Freitag mit.

Die Forderungen der Gläubiger aus den im November 2025 gemeldeten Unternehmensinsolvenzen bezifferten die Amtsgerichte demnach auf rund 1,5 Milliarden Euro. Im November 2024 hatten die Forderungen bei rund 2,8 Milliarden Euro gelegen. Dieser Rückgang der Forderungen trotz steigender Zahl der Unternehmensinsolvenzen ist nach Angaben der Statistiker darauf zurückzuführen, dass im November 2024 mehr wirtschaftlich bedeutende Unternehmen Insolvenz beantragt hatten als im November 2025.

Bezogen auf 10.000 Unternehmen gab es laut Destatis im November 2025 insgesamt 5,2 Unternehmensinsolvenzen. Am höchsten war die Insolvenzhäufigkeit im Wirtschaftsabschnitt Verkehr und Lagerei mit 11,0 Fällen je 10.000 Unternehmen. Danach folgte das Baugewerbe mit 8,1 Fällen sowie die Erbringung von sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen (zum Beispiel Zeitarbeitsfirmen) mit 7,7 Fällen.

Im Zeitraum von Januar bis November 2025 verzeichneten die Amtsgerichte insgesamt 22.027 beantragte Unternehmensinsolvenzen, teilte das Bundesamt mit. Das waren 10,0 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Die Forderungen der Gläubiger summierten sich auf 44,3 Milliarden Euro. Im Vorjahreszeitraum hatten sie bei 52,3 Milliarden Euro gelegen.

Im November 2025 gab es 6.408 Verbraucherinsolvenzen. Das waren 7,3 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Von Januar bis November 2025 erfassten die Amtsgerichte insgesamt 70.941 Verbraucherinsolvenzen und damit 8,1 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.

Das Statistische Bundesamt gab zu bedenken, dass die Anträge erst nach der ersten Entscheidung des Insolvenzgerichts in die Statistik einfließen. Der tatsächliche Zeitpunkt des Insolvenzantrags liegt in vielen Fällen annähernd drei Monate davor.


Foto: Amtsgericht (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Landwirtschaftliche Erzeugerpreise im Dezember deutlich gesunken

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Bauer auf Traktor (Archiv), via dts NachrichtenagenturWiesbaden (dts Nachrichtenagentur) – Die Erzeugerpreise landwirtschaftlicher Produkte waren im Dezember 2025 um 8,3 Prozent niedriger als im Dezember 2024. Im November 2025 hatte die Veränderungsrate gegenüber dem Vorjahresmonat bei -5,7 Prozent gelegen, im Oktober 2025 bei -1,7 Prozent, teilte das Statistische Bundesamt (Destatis) am Freitag mit. Demnach fielen die Erzeugerpreise landwirtschaftlicher Produkte im Dezember 2025 gegenüber dem Vormonat November 2025 um 1,6 Prozent.

Die Preise für pflanzliche Erzeugnisse sanken laut Destatis um 11,5 Prozent gegenüber Dezember 2024. Die Preise für Tiere und tierische Erzeugnisse verbilligten sich um 6,4 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Im Vergleich zum Vormonat entwickelten sich die Preise für Produkte aus pflanzlicher und tierischer Erzeugung im Dezember 2025 gegenläufig. So stiegen die Preise für pflanzliche Erzeugnisse um 1,2 Prozent, während die Preise für Tiere und tierische Erzeugnisse um 3,0 Prozent sanken.

Der Preisrückgang bei pflanzlichen Produkten um 11,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat ist erneut unter anderem auf die gesunkenen Preise für Speisekartoffeln zurückzuführen, erklärten die Statistiker. Diese waren im Dezember 2025 um 48,0 Prozent niedriger als im Dezember 2024. Im November 2025 hatte die Vorjahresveränderung bei -45,6 Prozent, im Oktober 2025 bei -41,8 Prozent gelegen. Gegenüber dem Vormonat November 2025 fielen die Speisekartoffelpreise um 1,5 Prozent.

Die Erzeugerpreise für Obst waren nach Angaben des Bundesamts im Dezember 2025 um 18,5 Prozent niedriger als ein Jahr zuvor. Preissenkungen gab es unter anderem bei Tafeläpfeln mit -20,3 Prozent.

Die Preise für Gemüse stiegen laut Destatis binnen Jahresfrist um 4,2 Prozent, wobei insbesondere Salat (+15,0 Prozent), Gurken (+11,7 Prozent) und Champignons (+8,6 Prozent) teurer waren. Preisrückgänge waren hingegen unter anderem bei Kohlgemüse und Tomaten zu beobachten, die sich binnen Jahresfrist um 28,9 Prozent beziehungsweise 6,4 Prozent verbilligten.

Getreide war im Dezember 2025 im Vergleich zum Dezember 2024 um 16,0 Prozent günstiger, hieß es weiter. Die Preise für Handelsgewächse insgesamt lagen im Dezember 2025 um 4,9 Prozent niedriger als ein Jahr zuvor. Auch Raps verbilligte sich um 9,4 Prozent zum Vorjahresmonat. Die Preise für Futterpflanzen waren mit einem Rückgang von 9,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat weiterhin rückläufig. Beim Wein war im Dezember 2025 eine Preissteigerung um 1,7 Prozent gegenüber Dezember 2024 zu verzeichnen.

Der Preisrückgang für Tiere und tierische Erzeugnisse um 6,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat ist unter anderem auf die gesunkenen Preise für Milch zurückzuführen. Der Milchpreis lag im Dezember 2025 um 17,3 Prozent niedriger als im Vorjahresmonat. Auch im Vergleich zum Vormonat November 2025 sanken die Preise für Milch (-6,1 Prozent). Bei Eiern kam es binnen Jahresfrist zu einer Preissteigerung von 13,0 Prozent.

Die Preise für Tiere lagen nach Angaben des Statistischen Bundesamts im Dezember 2025 um 1,2 Prozent höher als im Dezember 2024. Maßgeblich dafür war der Preisanstieg bei Rindern um 27,1 Prozent. Bei Schlachtschweinen sanken die Preise hingegen um 16,1 Prozent. Die Preise für Geflügel waren im Dezember 2025 um 5,3 Prozent höher als im Dezember 2024. Ausschlaggebend hierfür waren die Preissteigerungen bei Sonstigem Geflügel (Enten und Puten) um 14,0 Prozent, so die Wiesbadener Statistiker. Bei Hähnchen kam es hingegen zu einem leichten Preisrückgang um 0,1 Prozent.

Im Jahresdurchschnitt 2025 sind die Erzeugerpreise landwirtschaftlicher Produkte laut Destatis im Vergleich zu 2024 um 0,3 Prozent gestiegen. Im Jahr 2024 waren die Preise gegenüber dem Vorjahr um 1,1 Prozent gesunken. Dabei sanken die Preise für pflanzliche Erzeugnisse im Jahresdurchschnitt 2025 gegenüber dem Vorjahr um 9,6 Prozent, während die Preise für Tiere und tierische Erzeugnisse um 6,5 Prozent stiegen, besonders für Milch (+8,9 Prozent), für Eier (+6,8 Prozent) und für Tiere (+4,8 Prozent).

Bei den pflanzlichen Erzeugnissen verbilligten sich Kartoffeln (-44,0 Prozent), Futterpflanzen (-8,6 Prozent) und Gemüse (-8,2 Prozent). Auch bei Getreide vergünstigten sich die Preise zum Vorjahr (-3,2 Prozent). Preisanstiege verzeichneten 2025 im Vergleich zu 2024 dagegen Obst mit +2,5 Prozent sowie Wein mit +1,6 Prozent und Pflanzen und Blumen mit +1,3 Prozent. Bei Handelsgewächsen verteuerten sich die Preise zum Vorjahr moderat um 0,1 Prozent.


Foto: Bauer auf Traktor (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Umfrage: Eigentümer sind kaum vor Extremwetter geschützt

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Sandsäcke zum Hochwasserschutz (Archiv), via dts NachrichtenagenturKöln (dts Nachrichtenagentur) – Eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag des Versicherers Axa zeigt, dass viele Häuser offenbar unzureichend auf Extremwetterereignisse vorbereitet sind, obwohl im Zuge der Erderhitzung beispielsweise Überschwemmungen zunehmen. Das berichtet der „Spiegel“. An der Umfrage nahmen 2.005 Personen in Deutschland teil, darunter 991 Immobilieneigentümer.

Die meisten Keller haben demnach offene Fenstergitter. Nur rund jeder dritte befragte Eigentümer hat verschließbare Kellerfenster installiert, die etwa im Fall von Starkregen vermeiden können, dass Wasser eintritt, ergab die Umfrage. Rückstauklappen, die verhindern, dass Abwasser über die Kanalisation ins Gebäude zurückfließt, haben lediglich 18 Prozent der befragen Eigentümer verbaut. Noch seltener sind Schutzmauern oder mobile Barrieren.

Noch immer gebe es zu viele Häuser, in deren Keller nahezu ungehindert Wasser fließen könne, sagte Marc Zimmermann, Vorstand Sachversicherung bei Axa Deutschland. Dabei ließen sich mit relativ einfachen Maßnahmen viele Schäden vermeiden.


Foto: Sandsäcke zum Hochwasserschutz (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Umwelthilfe reicht Vollstreckungsantrag zum Grundwasserschutz ein

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Deutsche Umwelthilfe (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) hat einen Vollstreckungsantrag gegen die Bundesregierung zur Umsetzung wirksamer Maßnahmen zum Schutz des Grundwassers eingereicht. Das teilte die Naturschutzorganisation am Freitag mit.

Ein seit Oktober 2025 rechtskräftiges Urteil des Bundesverwaltungsgerichts verpflichtet die Bundesregierung zu einem wirksamen Aktionsprogramm zur Einhaltung des Nitratgrenzwertes im Grundwasser. Anfragen an das zuständige Bundeslandwirtschaftsministerium zum Zeitplan für das Aktionsprogramm blieben bislang unbeantwortet, erklärte die Umwelthilfe. Stattdessen hat das Ministerium am 15. Januar einen Referentenentwurf für ein Düngegesetz vorgelegt, das Vorschriften zum Wasserschutz abbaut.

Die DUH beantragt deshalb nun vor dem Oberverwaltungsgericht in Münster die Androhung eines Zwangsgelds in Höhe von 10.000 Euro gegen die Bundesregierung, vertreten durch das Bundeslandwirtschaftsministerium und Minister Alois Rainer (CSU), wegen Nichtumsetzung des Urteils. Zusätzlich drohe ein erneutes Vertragsverletzungsverfahren der EU-Kommission gegen Deutschland mit hohen Strafzahlungen für jeden weiteren Tag, an dem die EU-Nitrat-Richtlinie nicht korrekt umgesetzt wird, so die Naturschützer.

„Mit unserem Vollstreckungsantrag wollen wir die Bundesregierung zwingen, den Wasserschutz als höchstes Gemeinwohl ernst zu nehmen. Wenn das kein Weckruf ist, kann das Gericht die Bundesregierung notfalls per Zwangsgeld zur sofortigen Umsetzung verpflichten“, erklärte DUH-Bundesgeschäftsführer Sascha Müller-Kraenner. „Agrarminister Alois Rainer ignoriert nicht nur das Grundsatzurteil für den Gewässerschutz, er verschlechtert auch noch das Düngegesetz an entscheidender Stelle. Dabei drängt die Zeit: Seit Start der Düngesaison im Februar gelangen wieder täglich tonnenweise Stickstoff und Nitrat in die Umwelt, ohne dass die Landwirtschaft klare Düngeregeln bekommen hat.“

Die DUH fordert schnellstmöglich den Beschluss eines wirksamen Nitrat-Aktionsprogramms und gesetzliche Nachschärfungen, mit denen der Nitratgrenzwert von 50 Milligramm pro Liter Grundwasser überall erreicht werden kann. Dazu gehöre insbesondere ein novelliertes Düngerecht.

„Wir fordern, die Bilanzpflicht für betriebliche Nährstoffe beizubehalten und zu verbessern“, sagte Reinhild Benning, Senior Beraterin für Agrarpolitik der Umwelthilfe. „Wie in Dänemark sollten die Bilanzinformationen in eine Datenbank fließen und von zuständigen Behörden ebenfalls auf digitalem Weg bewertet werden.“

Es gelte außerdem, das „System der gewerblichen Tierhaltung ohne zugehörige Fläche für eine umweltgerechte Gülleausbringung“ zu beenden und die Tierhaltung insgesamt umwelt- und tiergerecht umzubauen, sagte sie. „Auf dem Acker leisten vielfältige Fruchtfolgen den größten Beitrag zum Wasserschutz, deswegen müssen Monokulturen bei Mais und zu enge Fruchtfolgen etwa bei Raps sanktioniert werden.“

Der Ökolandbau sei besonders wirksam im Wasserschutz, so Benning. „Die Bundesregierung sollte mit einem Nachfrage- und Förder-Boost den Ökolandbau konstruktiv einspannen für das Ziel der Nitratreduktion.“


Foto: Deutsche Umwelthilfe (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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AKK hält Verhältnis zu Merz nach Kampfkandidatur für "gut"

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Annegret Kramp-Karrenbauer (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Vorsitzende der Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS), Annegret Kramp-Karrenbauer, bestreitet, dass ihre erfolgreiche Kampfkandidatur gegen den Kandidaten von Kanzler Friedrich Merz Spuren hinterlassen hat. „Der Kanzler und ich haben uns seitdem mehrfach ausgetauscht und sind im Reinen miteinander“, sagte Kramp-Karrenbauer dem „Tagesspiegel“ und ergänzte: „Wir pflegen ein gutes Verhältnis zueinander, so wie es zwischen der Vorsitzenden der Adenauer-Stiftung und dem CDU-Chef sein sollte.“

Ende Dezember hatte sich die CDU-Politikerin in geheimer Wahl auf der Mitgliederversammlung der Adenauer-Stiftung gegen Günter Krings durchgesetzt. Merz hatte sich für die Wahl des stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden der Union ausgesprochen. Kramp-Karrenbauer, die Merz bereits 2018 bei der Wahl um den damaligen CDU-Parteivorsitz besiegte, relativierte den Vorgang: „Bei der Adenauer-Stiftung war die Stimmung in der Mitgliederversammlung nach der Wahl sehr gelassen, weil es ein fairer, demokratischer Prozess war“, sagte sie.

Die frühere Verteidigungsministerin will als Vorsitzende die Sichtbarkeit der Konrad-Adenauer-Stiftung erhöhen. „Die Adenauer-Stiftung ist stark in der Analyse politischer Vorgänge. Sie entwickelt viele gute Ideen, die wir aber oft zu zaghaft präsentieren“, sagte Kramp-Karrenbauer. Man sei in der politischen Bildung sehr präsent. „Aber wir müssen uns noch stärker damit beschäftigen, wie wir mit unseren Mitteln jüngere Menschen besser erreichen und in die Breite wirken.“


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SPD-Frauen wollen Frau für Steinmeier-Nachfolge

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Rednerpult des Bundespräsidenten (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen in der SPD hat sich dafür ausgesprochen, dass auf Frank-Walter Steinmeier im kommenden Jahr zum ersten Mal eine Frau als Bundespräsidentin folgt.

„Es ist endlich Zeit für eine Frau im höchsten Amt des Staates“, sagte Carmen Wegge, Vorsitzender der SPD-Frauen, den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Freitagsausgaben). „Nach zwölf Männern im Amt des Bundespräsidenten wäre es ein starkes Signal, dass Gleichberechtigung nicht nur ein Ziel, sondern gelebte Realität ist.“ Es gebe viele tolle Frauen, die man sich gut für dieses Amt vorstellen könne, sagte Wegge weiter, führte aber nicht aus, wen sie meint.

Auch die Grünen dringen darauf, dass im kommenden Jahr zum ersten Mal eine Bundespräsidentin gewählt wird. Zum jetzigen Zeitpunkt sei bei den Grünen zum Thema von Steinmeiers Nachfolge zwar noch nichts besprochen, sagte Fraktionschefin Britta Haßelmann den Funke-Zeitungen. „Aber schon lange bin ich davon überzeugt, die Zeit ist reif für eine Frau als Bundespräsidentin.“


Foto: Rednerpult des Bundespräsidenten (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Spahn wirft Washington "ärgerliche Aufwertung" der AfD vor

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Jens Spahn (Archiv), via dts NachrichtenagenturBerlin (dts Nachrichtenagentur) – Unionsfraktionschef Jens Spahn hat scharfe Kritik am Umgang mit der AfD in US-Regierungskreisen geäußert. „Es ist ärgerlich, dass die AfD in Washington ein akzeptierter Gesprächspartner ist“, sagte der CDU-Politiker den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Freitagausgaben). Weite Teile der Partei seien Putins Truppen, sie seien für China unterwegs und hätten nicht die Stärkung des transatlantischen Bündnisses im Sinn. „Das ist eine völlig unnötige, ärgerliche Aufwertung dieser Partei.“ Die Union werde das nicht hinnehmen.

Verärgert zeigte sich Spahn auch über Äußerungen von Donald Trump: „Viele Äußerungen und Entscheidungen des US-Präsidenten sind ärgerlich und inakzeptabel.“ Als Beispiel nannte Spahn die höhnischen Sätze über die deutschen Soldaten im Afghanistaneinsatz.

Gleichzeitig mahnte Spahn zu Besonnenheit: Er könne das Gefühl sehr gut nachvollziehen, „dass man Donald Trump mal so richtig die Meinung sagen“ wolle. Es bringe aber nichts, öffentlich zu eskalieren, warnte Spahn. „Wir sind nicht ohnmächtig gegenüber den USA, wir müssen klar kommunizieren, aber besonnen.“ Die USA seien Deutschlands wichtigster Verbündeter außerhalb Europas. „Unsere Sicherheit hängt an Amerika.“


Foto: Jens Spahn (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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